Ein großes Dankeschön den rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die heute Abend Flagge gezeigt haben, den Organisatoren der Gebets- und Gedenkwache und für die Möglichkeit, zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu sprechen. Ich habe daran erinnert, warum dieser Tag für uns alle ein so tiefer Einschnitt war und warum es zudem so schmerzt, dass inzwischen eine Rechtfertigungswelle bis hin zu unverhohlener Freude auch Menschen in Deutschland erfasst hat.
Bereits kurz nach dem 7. Oktober gab es israelbezogenen Antisemitismus – von links und von rechts und ganz besonders von muslimischer Seite. Dieser Antisemitismus der Israel grundsätzlich kritisiert ist in den letzten drei Jahren deutlich. Inzwischen gibt es auch in der Politik linke Kreise, die das Existenzrecht Israels verneinen. Dies ist unerträglich und muss uns alle zum Widerspruch auffordern.
Heute habe ich sowohl mit einer Schülergruppe im Erfurter Rathaus das Thema des ansteigenden Antisemitismus diskutieren können, als auch eine Zoom-Konferenz der Konrad-Adenauer-Stiftung Jerusalem verfolgt, bei der auch Überlebende des Hamas-Massakers beim Nova-Festival am 7. Oktober zu Wort kamen.
Vor einem Jahr war ich mit meinem ältesten Sohn auf dem Nova-Festival-Gelände in Israel. In der kommenden Woche werde ich mit einer Gruppe von Thüringerinnen und Thüringern wieder nach Israel reisen. Der 7. Oktober und seine Folgen, ist eines unserer zentralen Reisethemen. Gespräche mit Überlebenden und Angehörigen, der Besuch auf dem Festivalgelände, im Kibbuz Kfa Azza und im Kibbuz Be’eri sind Bestandteile unseres Programms.
Der 7. Oktober bleibt ein Tag voller Trauer.