1966 ist das Gründungsjahr der Deutsch-Israelischen Gesellschaft. Inmittelbat nach der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und Deutschland hat sich der Verband gegründet. Heute sind rund 10.000 Menschen Mitglied der DIG und in rund 60 Arbeitsgemeinschaften organisiert. In den neuen Bundesländern sind dies nur wenige – wir habe leider auch erst nach der Wende die Gelegenheit gehabt. Ich bin seit inzwischen mehr als 30 Jahren Mitglied der DIG und unmittelbar nach meiner ersten Israel-Reise eingetreten. Im Vorstand der DIG Erfurt sind wir mehrere engagierte und motivierte Mitglieder und haben in der Regel einmal im Monat eine Veranstaltung. Hinzu kommen Demonstrationen und Infostände , die insbesondere seit dem 7. Oktober 2023 an Bedeutung gewonnen haben.
Heute wurde das 60jährige Jubiläum der DIG in Berlin mit einer Jubiläumskonferenz und einem Festakt gefeiert. Ich habe mich gefreut dabei viele engagierte Menschen zu treffen, mit denen ich in den letzten Jahren zusammengearbeitet habe. Der Tagungsort Rotes Rathaus war schon länger gewählt und noch konnte uns auch mit dem regierenden Bürgermeister Kai Wegener ein erklärter Freund Israels begrüßen. Angesichts der aktuellen Koalitionsdiskussionen befürchte ich aber, dass auch ins Rote Rathaus der Antisemtismus durch die Hintertür einziehen wird. Viele der Redner gingen auf die besondere Situation in Deutschland und dabei in Sachsen-Anhalt und Berlin ein. Die bevorstehenden Wahlen in Israel waren ebenso ein Thema.
Am Freitag werde ich endlich wieder mit einer größeren Gruppe nach Israel reisen und neue Eindrücke mitbringen. Ich bin der DIG dankbar für das 60jährige Engagement. Johannes Gerster, der viele Jahre Präsident und Ehrenpräsident der DIG war, hat mich in seiner aktiven Zeit besonders beeindruckt. Ich wünsche der DIG auch in Zukunft viele Mitstreiter aus allen Parteien und natürlich Mazel Tov bis 120!