“Graduation prom” in Corona-Zeiten

Abi-Bild mit Maske
Erfreulicherweise hat es doch noch geklappt. Sowohl die Übergabe der Abiturzeugnisse in einem würdigen Rahmen, als auch die anschließende Feier konnte gestern Abend im Erfurter Kaisersaal stattfinden. Allerdings gab es einige coronabedingte Einschränkungen die aber die Elter, Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrerinnen und Lehrer gerne in Kauf nahmen. Vor drei Wochen sah es noch so aus, dass gar nichts gehen würde, aber die Entwicklung der Infektionszahlen und die Lockerung der Thüringer Corona-Verordnung ermöglichte dann doch das Abi-Dinner für die Absolventinnen und Absolventen des Königin-Luise-Gymnasiums. Zuvor haben sich alle Gäste in einer Internet-App registriert, es waren maximal zwei Haushalt pro Tisch zugelassen und auf den Wegen im Haus wurde eine Maske getragen. Auch auf der Bühne wurde bei der Zeugnisübergabe Abstand gehalten, anschließenden Tanz gab es nicht und die Musik wurde überwiegend von Solisten präsentiert. Aber es war trotzdem ein würdiger Rahmen.
Toll gemacht!
Mein zweitältester Sohn Jonas hat jetzt auch sein Abi in der Tasche und ich bin wahnsinnig stolz darauf, wie er es gemeistert hat. Die Abschlussnote 1,8 ist richtig Klasse und er wurde zudem gestern Abend noch mit dem Thüringer Schülerpreis Musik 2020 und dem Abiturpreis Mathematik geehrt. Insbesondere sein Opa, der selbst einmal Mathematiklehrer am KLG – damals noch die Theodor-Neubauer-Schule – war, wäre genauso stolz gewesen. In dem Schulgebäude waren vor vielen Jahren nicht nur meine Eltern, auch meine beiden älteren Geschwister und mein ältester Sohn war dort Schüler – Maximilian dann schon zu der Zeit, als es ein Gymnasium geworden war. Vielen Dank den Lehrerinnen und Lehrern des KLG – es ist wieder ein guter Abi-Jahrgang geworden. Ich bin mir sicher, dass mein Sohn seinen Weg weiter machen wird und große Chancen auf eine tolle Zukunft hat. Wir haben gestern den Abschluss eines Lebensabschnitts gefeiert. Es werden weitere spannende folgen. Leider ist unsere gemeinsame Abi-Tour im Juni nach Abu Dhabi ebenso wie seine Abschlussfahrt Corona zum Opfer gefallen. Die Abschlussfahrt nach Kroatien holt mein Sohn jetzt – wenn auch in abgespeckter Form nach und unsere Abi-Fahrt soll spätestens Anfang nächsten Jahres folgen. Bilder vom Abi-Dinner  

Mannschaftsplanung abgeschlossen

Das Bild komplettiert
Heute haben wir bei Schwarz-Weiß Erfurt mit der Bekanntgabe unserer 13. Spielerin für die kommende Saison unsere Teamplanung abgeschlossen. Mariia Levanova wird aus Petersburg zu uns kommen. Vor zwei Monaten haben wir, mitten im Corona-Trubel, die ersten Vertragsverlängerungen verkünden können und nun freuen wir uns auf den Trainingsstart am 3. August 2020. Reichlich Dinge gibt es bis dahin zu erledigen. Für unsere sieben deutschen Spielerinnen ist der Trainingsauftakt fix – für unsere sechs ausländischen Spielerinnen davon abhängig, wie es mit der Corona-Quarantäne wird. Insbesondere die Spielerinnen aus Amerika und auch Mariia werden wohl in Quarantäne müssen, oder einen negativen Corona-Test vorlegen müssen. Unklar ist auch, wie es dann mit der weiteren Saisonvorbereitung (Testspiele) und schließlich mit den ersten Heimspielen wird. Wir fangen glücklicherweise mit zwei Auswärtsspielen und einem spielfreien Wochenende an, bevor es Ende Oktober ernst wird. Bei allen offenen Fragen freue ich mich auf die neue Saison – unsere siebente in der 1. Volleyballbundesliga.

Schulen, Kindergärten und Ortsteile haben Vorrang

Kosten des Promenadendeck müssen überprüft werden Die CDU-Stadtratsfraktion will die Kosten für das Promenadendeck auf den Prüfstand stellen. Der Fraktionsvorsitzende Michael Hose erkärt dazu: „Wir haben immer gesagt, dass Schulen und Kindergärten Vorrang haben. Zu diesem Wort stehen wir. In Zeiten knapper Kassen müssen wir ernsthaft diskutieren, ob 13 Millionen für eine Brücke die richtige Prioritätensetzung sind. Es ist den Erfurterinnen und Erfurtern nicht vermittelbar, dass Investitionen in Schulen, Kindergärten und Ortsteilen für ein immer teuer werdendes Prestigeobjekt ausgegeben werden sollen.“ Der Finanzausschussvorsitzende Michael Panse ergänzt: “Wir wollen die Planung, die Vergabe und die Ausschreibung für das Promenadendeck auf den Prüfstand stellen. Wir stehen grundsätzlich zu einem Brückbau an der Stelle, aber nicht zu einem Prestigeobjekt mit ausufernden Kosten. Mit einem Stadtratsantrag wollen wir klären, ob eine Neuausschreibung rechtlich möglich und finanziell sinnvoll ist. Oberbürgermeister Bausewein soll sich beim Land zudem für einen verlängerten Förderzeitraum einsetzen.“

Mariia Levanova komplettiert Spielerkader

Mariia Levanova
Mit der Verpflichtung der russischen Angreiferin Mariia Levanova ist der Spielerkader unseres Bundesligateams für die Saison 2020/21 komplett. Die 21-Jährige genoss ihre Volleyballausbildung an der Kinder- und Jugend-Sportschule in Cherepovets. Mit Severyanka Cherepovets wurde sie 2015 als Kapitän Meister in der Vischaya Liga A und spielte danach eine Saison in der russischen Superleague bei Leningradka St. Petersburg. Danach verließ „Mascha“ ihre Heimat und ging zum Studium an die Syracuse University (US-Bundesstaat New York), wo sie dem Collageteam vier Jahre angehörte, bevor eine Saison an der Coastal Carolina University folgte. Nach einem Abstecher beim Voleybol Klubu Abseron (Aserbaidschan) schlägt die 1,83m große Außenangreiferin nun erstmals in Deutschland auf. Voraussichtlich am 3. August, ihrem 22. Geburtstag, wird Levanova zum ersten Mal mit ihrer neuen Mannschaft auf dem Trainingsfeld stehen und auch auf ihren neuen Trainer Dirk Sauermann treffen, der sich von ihr viel verspricht. „Mariia ist eine technisch sehr gut ausgebildete und mental starke Spielerin, die auf der Außenangriffsposition mit spielerischer Vielseitigkeit und Intelligenz überzeugt. Ich freue mich, dass sie unser Team in der kommenden Saison verstärken wird.“ Mit der Verpflichtung von Mariia Levanova hat Schwarz-Weiß Erfurt die Teamplanung für die neue Bundesligasaison abgeschlossen. Nach Einschätzung des Vereinspräsidenten Michael Panse, ist dabei eine gute Mischung zwischen jungen, deutschen Spielerinnen und internationaler Erfahrung geglückt. „Seit vielen Jahren verfolgt unser Verein das Ziel, talentierte junge, deutsche Spielerinnen für das Bundesligateam zu verpflichten und dem eigenen Nachwuchs den Sprung in die erste Mannschaft zu ermöglichen. An der Seite von international erfahrenen Spielerinnen haben sie sich dabei auf dem Feld zu Leistungsträgern entwickelt. Ich bin deshalb sehr froh darüber, dass unsere sechs deutschen Spielerinnen bei uns bleiben und mit Meghan Barthel nun noch eine siebente hinzukommt. Zugleich unterstreichen wir mit den sechs internationalen Neuverpflichtungen auch den Anspruch, in der kommenden Saison erfolgreich in der 1. Volleyball Bundesliga zu spielen.“ Wie in jedem Jahr musste sich Schwarz-Weiß Erfurt auch von einigen Spielerinnen aus verschiedenen Gründen verabschieden. Wir bedanken uns herzlich bei Jennifer Pettke, Halli Amaro, Cassidy Pickrell (alle Karriereende), Clarisa Sagardia (Wechsel ins Ausland), Barbara Dapic (unbekannt), Lindsay Flory (SC Potsdam) und Danielle Brisebois (Rote Raben Vilsbiburg) sowie dem Trainerteam Florian Völker/Rebekka Schneider/Tyler Dobos für ihr Engagement und das Geleistete während ihrer Zeit in der Thüringer Landeshauptstadt und wünschen allen für ihre sportliche und private Zukunft nur das Beste! StS

Umstrittenes Promenadendeck

Der umstrittene Entwurf
Finanziell geht die Landeshauptstadt ungemütlichen Zeiten entgegen. Sprudelnde Steuermehreinnahmen gehören der Vergangenheit an und vor dem Corona-Hintergrund werden sie auch so bald nicht wieder kommen. Der Finanzausschuss ist inzwischen zum Sparausschuss geworden. In Vorbereitung der nächsten Stadtratssitzung am Mittwoch kommender Woche stand heute Abend der sogenannte Beitrittsbeschluss zur rechtsaufsichtlichen Würdigung der 1. Nachtragshaushaltssatzung 2020 auf dem Programm. Was so sperrig klingt hat gravierende Auswirkungen. Die Stadt wurde vom Landesverwaltungsamt verpflichtet einen großen teil ihrer im Haushalt enthaltenen Verpflichtungsermächtigungen zu streichen. Verpflichtungsermächtigungen sind in der Regel politisch geprägte Versprechungen, aber meist auch ungedeckte Schecks. Projekte, die in den nächsten Jahren geplant sind können damit jetzt schon beplant und begonnen werden. Allerdings müssen die entsprechenden Finanzierungsmittel dann in künftigen Haushalten auch da sein und tatsächlich in den Haushalt eingestellt werden. Ob dieses Geld in diesem Umfang da sein wird, bezweifelt das Landesverwaltungsamt (auch schon vor Corona). Mit der aktuellen Steuerschätzung und drohenden Einnahmeausfällen und Ausgabenmehrungen, wird das Problem eher größer werden. Rund 37 Millionen Euro Verpflichtungsermächtigungen sind der Stadt noch erlaubt. Damit würden nach Verwaltungsplanungen allein 12 Schulen und 11 Kitas zunächst rausfallen. Allerdings, und dies sorgte heute für Diskussionen, werden sogar für vier Millionen neue VE´s ausgebracht. Für das sogenannte Promenadendeck (Fußgänger- und Radbrücke über den Flutgraben und den Schmidtstedter Knoten) werden nach neuesten Schätzungen rund 13 Millionen gebraucht und damit mindestens 4,5 Mio. mehr als ursprünglich geplant. Unklar ist zudem, ob dies dann das Ende der Fahnenstange ist. Für unsere Fraktion habe ich heute die notwendigen kritischen Worte angebracht und werde dies auch kommende Woche im Stadtrat tun. Wir stehen zu einer Brücke, aber nicht zu einem so teuren Prestigeobjekt. Vorrang müssen in der derzeitigen Situation Kitas und Schulen haben. Während die Stadtspitze vor einem Monat schon einmal vorsichtig auf Distanz zum Thema ging, scheinen es jetzt die zuständigen Beigeordneten “durchkämpfen” zu wollen.  Ich bin gespannt, wie das nächste Woche im Stadtrat ausgeht.

Die Erfurter Seenlandschaft im Blick

Idylle
Normalerweise bin ich an den Erfurter Seen – egal ob der Nordstrand, der Stotternheimer oder der Alperstedter See zum baden oder Wakeboard fahren. Durch die ehemaligen und noch in Betrieb befindlichen Kiesgruben im Erfurter Norden gibt es eine Vielzahl an Seen, die mit einem Regionalen Konzept entwickelt werden sollen. Die CDU-Stadtratsfraktion war gestern im Strandgut 33 am Alperstedter See, um sich vor Ort über den aktuellen Stand der im dortigen Umfeld befindlichen 12 Seen zu informieren. Der Freizeit- und Erholungswert der Seen ist beträchtlich und gerade am Alpersteder See schon gut entwickelt. Insbesondere die Wasserqualität in allen Erfurter Seen wurde von den Fachleuten gelobt. Durch den ständigen Wasserwechsel mit dem Grundwasser und dadurch, dass keinerlei Abwässer eingeleitet werden, ist das Wasser ausgesprochen sauer. Weniger sauber ist es allerdings im Umfeld. Die zahlreichen Wochenendbesucher hinterlassen säckeweise Müll. Dieses Problem soll angegangen werden. Als kurzfristige Planungsziele soll zudem das Radwegenetz ausgebaut werden. Dazu wird Geld benötigt und dieses ist knapp – leider besonders auch in den Erfurter Ortsteilen. Im zweiten Teil unserer Fraktionssitzung haben wir in einer Gesprächsrunde mit mehreren Ortsteilbürgermeistern darüber diskutiert, wie die Belange der traditionellen Ortsteile wieder stärker in den Fokus gerückt werden können. Bei der aktuellen Diskussion um den Nachtragshaushalt, bzw. den Beitrittsbeschluss zur Wertung des Nachtragshaushalts durch das Landesverwaltungsamt steht Ärger ins Haus. Es werden zahlreiche Verpflichtungsermächtigungen gestrichen und dies betrifft neben den Kitas und Schulen vor allem auch die Straßenbaumaßnahmen in den Ortsteilen. Morgen soll im Finanzausschuss dazu diskutiert werden und kommende Woche im Stadtrat. Wir werden die Vorlage der Stadtverwaltung definitiv nicht einfach durchwinken. Bilder aus Alperstedt  

Sommerplanung

Perfektes Wakeboardwetter
Langsam geht es auf den Sommerurlaub zu und noch ist die Frage offen, ob und wohin es geht. Im Gegensatz zu anderen Jahren ist weder eine langfristige Planung noch eine Sicherheit, ob die Reise am Ende auch stattfindet möglich. Wie in den vergangenen Jahren zieht es mich wieder nach Kroatien – seit einigen Wochen sind Reisen dorthin wieder möglich, aber am Samstag meldete das Land Corona-Höchstzahlen und Slowenien reagierte mit Reiseeinschränkungen. Die 98 Neuinfektionen klingen noch nicht so viel, aber Kroatien ist auch deutlich kleiner, als Deutschland. Hoffentlich verstärkt sich der Trend nicht noch. Auch unsere Reise der LZT nach Israel steht auf wackeligen Füßen. Da muss spätestens nächste Woche eine Entscheidung fallen, ob wieder Flüge im September gehen. Unsere privaten Urlaubspläne nach Bilbao in Spanien zu fahren haben wir erst einmal gestrichen und konzentrieren und auf Südfrankreich. In Vorbereitung auf die Sommerurlaube habe ich gestern mal wieder mit dem Kurzen die Wakeboardbretter ins Auto geladen und wir sind am Nordstrand unsere Runden gedreht. Den Muskelkater nach zwei Stunden spüre ich dann heute intensiv. Allen Besuchern meiner Homepage wünsche ich sonnige Sommertage – egal wo und hoffe ihre Sommerpläne funktionieren. Bilder vom Nordstrand  

Umbenennung der Leichtathletikhalle nach Hartwig Gauder

Hartwig Gauder
Gestern Abend hat der Erfurter Stadtrat die Umbenennung der Erfurter Leichtathletikhalle nach Hartwig Gauder beschlossen. Für die CDU-Stadtratsfraktion habe ich unseren Antrag begründet. Mit Hartwig Gauder ist am 22. April 2020 im Alter von 65 Jahren ein großer Sportler und Kämpfer gestorben. Mit seinen zahlreichen sportlichen Erfolgen, unter anderem dem Olympiasieg 1980 und dem Weltmeistertitel 1987, war Hartwig Gauder in den 80ger und 90ger Jahren der weltbeste Geher über 50km. Im Jahr 2016 wurde er für seine sportlichen Erfolge in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen. Die CDU-Fraktion hat den Antrag zur Benennung der Erfurter Leichtathletikhalle in „Hartwig-Gauder-Halle“ aber nicht nur wegen seiner sportlichen Erfolge eingebracht. Die sportliche Karriere von Hartwig Gauder endete Anfang 1995. Nach einer Infektion bekam er akute Herzprobleme, lebte zehn Monate mit einem künstlichen Herz, bevor er 1997 sein drittes Herz als Spenderorgan bekam. Seit dieser Zeit engagierte sich Hartwig Gauder weltweit für Organspenden. Er lief u.a. den New-York-Marathon und bestieg den höchsten Berg Japans um für sein Herzensanliegen zu werben. Er arbeitete im Universitätsklinikum Jena und im Thüringer Sozialministerium. In dieser Zeit habe ich persönlich mit Hartwig Gauder mehrere Veranstaltungen organisiert, bei denen er stets für aktives Altern und Bewegung warb und er selbst immer dafür stand, nie aufzugeben. Auch aus diesem Grund ist er für junge Sportlerinnen und Sportler ein Vorbild. Wir möchten mit der Benennung der Leichtathletikhalle nach Hartwig Gauder an die großen Leichtathletiktraditionen Erfurts in der Vergangenheit erinnern, aber auch junge Athletinnen und Athleten motivieren. Täglich trainieren viele Schülerinnen und Schüler des Erfurter Sportgymnasiums in der Halle. Wir haben mit der Halle eine Sportstädte, die auch einen würdigen Namen verdient – genauso wie die benachbarte Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle und die Roland-Matthes-Schwimmhalle. Die Angehörigen von Hartwig Gauder haben ihre Zustimmung zu einer solchen Würdigung erteilt. Ich bin froh darüber, dass es bereits im Ausschuss breite Zustimmung zu diesem Vorschlag und der Stadtrat einmütig dem Votum des Ausschusses gefolgt ist.

Stadtratssitzung Teil 1

Der aktuelle Sitzungssaal
Immer noch tagt der Erfurter Stadtrat in der Thüringenhalle, um die coronabedingten Abstandsregeln einzuhalten. Auch gestern war das so und dies bedeutet Einschränkungen. Zeitlich war die Stadtratssitzung limitiert und technische Probleme mit der Mikrofonanlage sorgten für zusätzliche Unterbrechungen. Die rund 65 Tagesordnungspunkte ließen befürchten, dass aus der Stadtratssitzung eine dreitägige Veranstaltung wird. Daher entschlossen sich die Fraktionen die Redezeit zu halbieren und zudem wurden 10 Tagesordnungspunkte gleich direkt in die Ausschüsse geschickt. Als großes Thema dominierte die Schulsanierung. Angesichts der Haushaltslage wird es darauf ankommen, dass sich der Stadtrat klar positioniert, wenn in dieser Wahlperiode noch nennenswert in diesem Bereich etwas passieren soll. Der gemeinsame Antrag von CDU und SPD wurde beschlossen. Jetzt bleibt abzuwarten, was die Verwaltung daraus macht. Von den Tagesordnungspunkten des öffentlichen Teils stehen heute noch rund 20 zur Beratung an. Vorgezogen wurden gestern bereits alle nichtöffentlichen Punkte. Dabei war die Verlängerung des Intendantenvertrags, der einzige Punkt mit größerem Diskussionsbedarf. Am Ende hat der Stadtrat seine Entscheidung getroffen. Heute ab 17 Uhr wird die Stadtratssitzung fortgeführt. In 14 Tagen ist dann aber schon die nächste Stadtratssitzung und da geht es um die Genehmigung des Nachtragshaushalts. Da das Landesverwaltungsamt zahlreiche Verpflichtungsermächtigungen nicht anerkannt hat, muss sich zunächst der Finanzausschuss und danach der Stadtrat dazu positionieren. Auch heute Abend wird die Stadtratssitzung wieder live im Netz übertragen.  

30 Jahre Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion

Wartegemeinschaft
Dreißig Jahre ist es her, dass dieses Foto entstand. Am 1. Juli 1990 habe ich dieses Bild von meinem Küchenfenster in der Ernst-Haeckel-Straße am Drosselberg geschossen. Nicht im Bild ist die Ursache für diese letzte sozialistische Wartegemeinschaft – am Ende der Schlange war eine Sparkasse. Obwohl es ein Sonntag war, hatte die Sparkasse geöffnet und dort gab es zum ersten Mal die D-Mark am Schalter. Am 1. Juli trat die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion zwischen der Bundesrepublik und der DDR in Kraft. Wenige Wochen zuvor wurden nach den ersten freien Volkskammerwahlen die Weichen für die Wiedervereinigung gestellt. Erwachsene konnten 4.000 Ostmark 1:1 umtauschen, für Kinder kamen noch einmal jeweils 2.000 hinzu. Alle darüber hinaus gehenden Sparguthaben wurden im Verhältnis 2:1 umgetauscht. Für viele Menschen in der DDR waren die Reisefreiheit, freie Wahlen und die Einführung der D-Mark die wichtigsten Meilensteine auf dem Weg zur Wiedervereinigung. Die D-Mark gab es noch knapp 9 Jahre, bevor sie 1999 vom Euro abgelöst wurde – da bildeten sich höchstens Schlangen von Münzsammlern, die die Erstausgaben haben wollten.
Gedenkmünzen 1990
Meine beiden jüngeren Söhne kennen die Mark der DDR und die D-Mark auch nur noch aus den Münzsammelalben des Papas. Mein Vater hatte schon zahlreiche der DDR-Münzen gesammelt. Neben den Münzen für den Zahlungsverkehr, gab es auch Gedenkmünzen. Die letzte 20 Mark-Gedenkmünze der DDR erschien mit dem Motiv zur Öffnung des Brandenburger Tors. 800 Jahre Barbarossa und 800 Jahre Deutscher Orden waren die Motive der ersten gesamtdeutschen Gedenkmünzen.