Wahlkampf auf der Zielgerade und sportliche Ablenkung

Fotoshooting Schwarz-Weiß Erfurt
Fotoshooting Schwarz-Weiß Erfurt
Wenn der letzte Infostand zusammen gepackt wurde und das abwarten auf das Wahlergebnis einsetzt, ist es erfahrungsgemäß gut sich abzulenken. Am Wochenende klappte das ganz gut. Samstag Morgen der letzte Infostand auf dem Domplatz, danach war ich mit meinem Sohn bei Harley-Davidson zum Tag der offenen Tür – bzw. “open house”. Danach ging es im Sportpark Johannesplatz an den Fitnessgeräten weiter (u.a. hatte auch der Oberbürgermeister die gleiche Idee). Am Abend hatten wir noch einmal Karten für die ausverkaufte dritte Aufführung der Celtic Night im Stadtgarten bekommen. Wie bei der Premiere waren wir auch beim zweiten Mal wieder wahnsinnig begeistert und stolz auf unseren Sohn. Am heutigen Sonntag stand nach dem Spaziergang in das Wahllokal, das Saisonfotoshooting mit unseren Damen von Schwarz-Weiß Erfurt auf dem Programm. Gestylt und einzeln fotografiert wurden wir im Studie der Agentur Rühberg im Brühl und vor dem Erfurter Theater entstand das offizielle Saisonbild 2017/2018. Um die letzten Stunden vor der Schließung der Wahllokale zu überbrücken war ich beim Saisonauftakt der Black Dragons. gegen Preußen Berlin lieferten sie eine kampfbetonte Partie und gewannen schließlich mit 4:3. Allerdings habe ich dabei das spannende dritte Drittel versäumt, weil ich da schon auf dem weg ins Übersee war, wo wir mit unserer Bundestagsabgeordneten das Wahlergebnis abwarteten. Das muss sich aber bei mir erst einmal setzen und ich werden erst morgen meine Gedanken dazu schriftlich formulieren.

Zwei in einem Boot – AWO-Ball 2017

Die Vertreter des AWO KV Saalfeld und des Landesvorstandes
Die Vertreter des AWO KV Saalfeld und des Landesvorstandes
Auch mitten im Wahlkampf ist der Name der AWO-Ehrenamtsauszeichnung natürlich nicht auf Koalitionen gemünzt. Vielmehr verkörpert die Skulptur, die als Emma-Sachse-Ehrung dem Ehrenamtlichen des Jahres verliehen wird, den Gedanken des Helfens. Nachdem im letzten Jahr der AWO-Ball ausfallen musste lud in diesem Jahr die AWO heute Abend wieder ihre Ehrenamtlichen aus allen Kreisverbänden und viele Freunde aus dem Sozialbereich in den Erfurter Kaisersaal ein. Seit vielen Jahren bin ich gerne dabei und nutze den Abend vor allem für gute Gespräche mit AWO-Funktionsträgern, aber auch Gästen von der Parität bis zur Caritas. Die Festrede des Abends hielt der Bundestagsabgeordnete Carsten Schneider, der für den Wirtschaftsminister Tiefensee eingesprungen war. Ehrenamtlicher des Jahres wurde der AWO-Vorsitzende des KV Saalfeld Rudolstadt Prof. Dr. Maak. Herzlichen Glückwunsch!

Investitionshaushalt auf Sand gebaut

Beispiel Brückensanierung offenbart Strukturschwäche Scharfe Kritik an der Umsetzung des Haushaltes für 2017 und 2018 übte CDU-Fraktionschef Michael Panse. Die CDU-Fraktion prangerte den Doppelhaushalt bereits in seinem Entwurf als aufgebläht an und bemängelte die fehlende Struktur. Zwar lobte sich der Oberbürgermeister mit zahlreichen Investitionsplanungen, aber es war bereits abzusehen, dass dies in den wenigen Monaten des verbleibenden Haushaltsjahres 2017 nicht zu schaffen ist. Das Beispiel der Brückensanierung, die mit einem Haushaltsantrag beschlossen wurde, belegt nun diese absehbare Problematik. Aus einer Beratung im Bauausschuss am 21. September ging hervor, dass nach wie vor zahlreiche Erfurter Straßenbrücken erheblichen Sanierungsbedarf haben. Sichtbar ist dies durch Fahrbeschränkungen und Sperrungen. Bereits 2015 wurde das Gefährdungsrisiko von circa 30 Brücken als problematisch eingeschätzt, weil Spannungsrisse erkennbar sind. Obwohl deshalb mit dem letzten Haushalt ein entsprechendes Brückensanierungskonzept durch den Stadtrat beschlossen wurde, mangelt es offenbar an der Umsetzung, bedingt durch fehlende finanzielle und personelle Kapazitäten. Mit Blick jedoch auf den Haushalt war bereits bei der Beschlussfassung offensichtlich, dass eine zügige konzeptionelle Planung, geschweige denn, eine Realisierung nicht machbar war. In einer Stellungnahme der Stadtverwaltung schiebt der Oberbürgermeister den Schwarze Peter den eigenen Genossen im Freistaat Thüringen zu. Die angedachten Sanierungsprojekte wären zwar grundsätzlich förderfähig. Allerdings seien seitens des Freistaates – anders als in anderen Bundesländern – keine zusätzlichen Fördermittel für die Kommunen angedacht, um eben solche Projekte voranzubringen. Erfurt erhalte demnach maximal circa 4 Mio. Euro, was ein Tropfen auf den heißen Stein ist. Die CDU-Fraktion sieht den Oberbürgermeister in der Pflicht. Es fehlt ihm nicht nur das Gespür für nachhaltige Haushaltspolitik, er schafft es auf der anderen Seite auch, sich nicht ausreichend für die Belange seiner Stadt zu engagieren und sich bei der rot-rot-grünen Koalition im Freistaat durchzusetzen. Panse fordert daher: „Nachdem er durch Rot-Rot-Grün einen solch brüchigen Haushalt verabschieden lassen hat, muss sich der Oberbürgermeister dringend für Fördermöglichkeiten für Erfurts Brücken und Straßen beim Freistaat einsetzen. Anderenfalls wird auch er künftig Umwege in Erfurt in Kauf nehmen müssen, weil Brücken wegen Baufälligkeit komplett gesperrt werden müssen. Die Brücken stehen nur exemplarische für andere Bereiche. Dies wird die CDU-Fraktion kritisch beleuchten.“

Celtic Night in Erfurt

Ein Teil der Akteure
Ein Teil der Akteure
Beeindruckend! Das was 100 Schülerinnen und Schüler des Königin-Luise-Gymnasiums Erfurt und des Rabanus-Maurus-Gymnasiums Mainz auf die Bühne gebracht haben begeisterte heute Abend die 450 Zuschauer im Erfurter Stadtgarten. Erneut brachten die beiden Schulen der Partnerstädte nach dem König der Löwen wieder eine tolle Show mit Solo, Chor, Orchester und Stepdance auf die Bühne Eineinhalb Jahre arbeiteten die Verantwortlichen beider Schulen und viele Helfer an dem Projekt und konnten sich den verdienten Applaus abholen. Die Celtic Night bot irische Klänge, Stepdance, eine Trommelshow, ein Harfensolo und auch einen Dudelsack. Das Bühnenbild passte wunderbar zur Aufführung und das Erfurter Music College sorgte für perfektes Licht und Ton. Mächtig stolz war ich auf unseren Sohn, der seit vielen Jahren auf dem KLG ist und sich dem Fagott verschrieben hat. Er und alle Mitwirkende haben das toll gemacht. Morgen und übermorgen wird es noch zwei weitere Aufführungen der Celtic Night im Stadtgarten geben – beide Shows sind schon ausverkauft und ich wünsche den Schülerinnen und Schüler noch zwei so tolle Abende mit begeisterten Zuschauern – drei mal ausverkauft mit jeweils 450 Besuchern, das muss man erst einmal schaffen!

Geburtstagsfeier zum Weltkindertag

Weimar (5)
Der Geburtstagstisch
Passend zum heutigen Weltkindertag feierte das SOS-Beratungs- und Familienzentrum Weimar mit einer Festveranstaltung gemeinsam mit der Thüringer Sozialministerin Heike Werner sein 25-jähriges Bestehen. Der Träger, der SOS-Kinderdorfverein hat vor nunmehr 25 Jahren mit einer Erziehungsberatungsstelle begonnen und im Jahr 2005 als weitere Einrichtung das Familienzentrum in Weimar aufgebaut. Das Familienzentrum Weimar ist eines von 15 Familienzentren in Thüringen welches von unserer Stiftung FamilienSinn gefördert wird. Ein 16. Familienzentrum – das mobile Familienzentrum Dingelstädt hat gerade seine Arbeit begonnen und im kommenden Jahr wird ein 17. Familienzentrum in Pößneck hinzu kommen. Regelmäßig bin ich in den vielen Familienzentren zur fachlichen Beratung zu Gast – heute war es einmal „nur“ um gemeinsam zu feiern. Neben den hauptamtlichen Mitarbeitern der Beratungsstelle und des Familienzentrums wird die Arbeit des SOS-Beratungs- und Familienzentrums Weimar von zahlreichen Ehrenamtlichen unterstützt und getragen. Mit der Gründung der Erziehungsberatungsstelle im Jahr 1992 hat der Verein SOS-Kinderdorf e.V. Neuland in den neuen Bundesländern betreten aber sich innerhalb von kurzer Zeit mit Sach- und Fachkompetenz und engagierten Mitarbeitern zu einer wichtigen Säule in der Jugendhilfelandschaft der Stadt Weimar entwickelt. Im Jahr 1997 wurde erstmals das Angebot des Trägers mit dem Jugendkriminalitätspräventionsprogramm (JKPP) ausgeweitet. Im Jahr 2001 übernahm der Träger das ehemalige Stadtteilhaus für soziale Dienste in der Lincolnstraße und etablierte dort das Familienzentrum. Schritt für Schritt wurden die dortigen Angebote ausgebaut – ein großer Spielplatz ist im Jahr 2013 hinzu gekommen. Zahlreiche längerfristige Angebote und Seminare finden im Familienzentrum statt. Themenschwerpunkte sind die Unterstützungsangebote für werdende und junge Eltern. Pekip, Babymassage, Rückbildungsgymnastik sowie Geburtsvorbereitungskurse gehören zum jährlichen festen Programm. Viele Tagesveranstaltungen und offene Angebote sowie Feste komplettieren das Programm.  Darüber hinaus wird vor allem das Familiencafe intensiv genutzt. Die wichtigste Zielgruppe des Familienzentrums sind Familien und Alleinerziehende mit kleinen Kindern. Zunehmend steigt die Nachfrage aber auch nach Angeboten für ältere Kinder. Seit 2015 engagiert sich das Familienzentrum in der Arbeit mit Flüchtlingsfamilien. Das Projekt Spielraum wurde im Familienzentrum Weimar entwickelt und sehr erfolgreich umgesetzt. Ziel des Projektes war es Flüchtlingsfamilien mit kleinen Kindern den Zugang zu bestehenden Einrichtungen der Kinderbetreuung und Familienhilfe zu erleichtern und Familienbildungsangebote mit einem niedrigschwelligem Zugang zu ermöglichen. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag und viel Erfolg für die weitere Arbeit!  

„Idee Kommunal“ – per Live-Streaming-Event Themen transportieren

Ein Programmheft hat "Idee Kommunal" auch
Das Programmheft von “Idee Kommunal”
Heute Mittag habe ich als Referent erstmals beim Internet-Forum „Idee Kommunal“ mitgewirkt. Die Idee hinter dem Konzept ist es für Bürger, Kommunen und Mandatsträger ein Informationsforum zu etablieren welches es in dieser Form bis jetzt eher im universitären oder wirtschaftlichen Bereich gibt. Mit interessanten Vorträgen zum kommunalen Themen und Interview mit Verantwortungsträger wird eine Liveplattform geschaffen, bei der Zuschauer online reagieren und Fragen stellen können. Künftig wird es regelmäßig Dienstag und Mittwoch zu festen Sendezeiten Vorträge geben. Bei meinem heutigen einstündigen Vortrag hatte ich das Thema der demografischen Entwicklung und der Verbindung zu kommunalpolitischem Handeln gewählt. Dieses Thema habe ich gewählt, weil ich dies für eines der wichtigsten Zukunftsthemen unserer Gesellschaft halte. Seit meiner Zeit als Generationenbeauftragter der Landesregierung weiß ich, wie weitreichend der demografische Wandel in alle Lebensbereiche wirkt. Um da die richtigen Entscheidungen treffen zu können, erfordert es einiges an Hintergrundinformationen und ein Verständnis für die Erwartungshaltung der Menschen. Viele Begriffe haben mit dem demografischen Wandel zu tun. Eine älter werdende Gesellschaft, aktives Altern, Geburtenmangel, Abwanderung, Fachkräftebedarf, soziale Sicherheit, Familienpolitik, Sicherheit der Renten und Zuwanderung – dies sind alles Begriffe, die sich mit dem Stichwort Demografie verbinden. Die Planung von Kitas, Schulen, Wohnungen, Sozialstruktur, Altenpflege, ÖPNV findet damit verbunden auf kommunaler Ebene statt. Ich habe ausgesprochen gerne das Thema heute ein wenig aufbereitet. Der Vortrag wird auch auf dem Homepage von “Idee Kommunal” im Archiv abrufbar sein. Ich wünsche den Initiatoren von „Idee Kommunal“ viel Erfolg und interessierte Zuschauer. Gerne werden ich immer mal wieder rein schalten und bin, wenn es gewünscht ist, auch gerne noch einmal als Referent oder Interviewpartner dabei.

OB-Promotion im Rathaus grenzwertig

Erstaunt zeigt sich CDU-Fraktionschef über ein offensichtlich offizielles Profil des Erfurter Oberbürgermeisters bei Facebook unter dem Namen „Oberbürgermeister Andreas Bausewein“. Bekannt ist dies allerdings nicht erst seit den jüngsten Medienberichten, sondern scheint mit der Einstellung des neuen Pressesprechers der Stadt einherzugehen. Dass es dieses OB-Profil nun gibt, erscheint widersprüchlich. Erst am 26. Mai 2016 wurde in der Stadtratssitzung ein CDU-Antrag zur Einrichtung eines offiziellen städtischen Facebookprofils durch den Oberbürgermeister und seine rot-rot-grüne Mehrheit abgelehnt. Der Oberbürgermeister selbst gab damals zu Protokoll: „[…] dass eine solche Seite vollumfänglich eingerichtet und betreut werden müsste und dies ist personell nicht leistbar.“ Warum also sind für das eine Profil kein Geld und Personal vorhanden und für das andere schon? Immerhin geht es ja bei beiden Profilen gleichermaßen um Repräsentanz noch außen. Dabei wäre doch der weitere Rahmen eines städtischen Profils deutlich sinnvoller. Es erscheint töricht, ein solches personalisiertes Profil so kurz vor der Wahl zu betreiben. Personalwechsel (nicht unumstritten!) im Pressebereich, neues Profil bei Facebook – das macht stutzig. Das Impressum des besagten Profils verweist ganz klar auf das OB-Büro im Rathaus. „Ein solches offizielles Profil des Erfurter Oberbürgermeisters als offizieller Repräsentant der Stadt ist analog zu einem offiziellen Profil der Stadt Erfurt selbst zu verstehen, das aber vor etwa einem Jahr vom Stadtrat abgelehnt wurde und für das die Personalien und Gelder fehlen sollen. Seine eigenen Bedenken aus dem Vorjahr scheint der Oberbürgermeister vergessen zu haben. Mit dem neuen Pressesprecher Henry Köhlert scheint die Personalie da zu sein und die datenschutzrechtlichen Bedenken scheinen auch zu schwinden. Ein städtischer Auftritt bei Facebook wird zudem nach wie vor von der Verwaltung entschieden blockiert. Damit ist eine solche OB-Promotion aus dem Rathaus mindestens grenzwertig“, kommentiert Panse. Einen sehr verdächtigen Beigeschmack bekommt die Angelegenheit nämlich deshalb, da die nächste Oberbürgermeisterwahl nicht mehr lange hin ist. Das OB-Profil verzeichnet wachsende Aktivität. Dabei ist nicht eindeutig erkennbar, ob es hier tatsächlich um den Oberbürgermeister Andreas Bausewein geht oder den Wahlkämpfer und Landesvorsitzenden der SPD-Thüringen. Einige der Inhalte zeigen unverkennbar eine Nähe zu parteipolitischen Zusammenhängen, obwohl im Impressum das OB-Büro im Rathaus angegeben ist. Dies wäre eine Vermengung amtlicher und parteipolitischer Angelegenheiten. Die Finanzierung letzterer durch Steuermittel ist unzulässig. Unschlüssig ist außerdem, warum das OB-Profil vom zeitlichen Aufwand her machbar sein soll und das städtische Profil eben nicht. „Vermutlich wird das OB-Profil von einem Ghost-Writer betreut“, witzelt Panse weiter. Er hält die Ausführungen Köhlerts für an den Haaren herbei gezogen. Zur weiteren Klärung der offensichtlichen Widersprüche stellt deshalb CDU-Stadtrat Michael Hose dem Oberbürgermeister eine Anfrage für die kommende Ratssitzung. Läuft das Profil über die Erfurter Stadtverwaltung? Wenn ja, wer ist dafür verantwortlich? Wenn nicht, warum wird auf das OB-Büro verwiesen? Kann nun doch auch ein offizielles Profil der Stadt Erfurt kommen, wie es die CDU im Vorjahr beantragte? Welche Kosten fallen an? Sowohl Panse, als auch Hose fordern den Oberbürgermeister auf, zu den Zusammenhängen klar Stellung zu beziehen.  

Wahlkampf und Sport

In Jena konnten wir jubeln
In Jena konnten wir jubeln
Dieses Wochenende stand beides bei mir auf dem Programm – aber das ist schon die einzige Gemeinsamkeit zwischen den beiden Aktivitäten. Denn dass es in der Politik einen sportlich fairen Wettstreit zwischen den Bewerbern gibt, glaube ich nicht mehr. Freitagabend die Squash-Runde mit einem alten Schulfreund und heute eine Tennispartie mit meinem Sohn umrahmten das Goldene Rad auf der Erfurter Radrennbahn am Freitag, das gestrige letzte Saisonspiel der Erfurt Indigos gegen die Radebeul Suburbians Foxes (erfreulicherweise mit 40:12 gewonnen) und das erste Regionalligaspiel der neuen Saison für unseren SWE-Nachwuchs gegen Jena (mit 1:3 gewonnen). Beim Auswärtsspiel waren wir mit 20 Fans dabei und sorgten für Heimstimmung – ohne die sonst zwischen Jena und Erfurt so aufgeladene Stimmung. Dazwischen waren wir gestern noch beim Aufstiegsspiel der Tennisdamen vom ETC Rot-Weiß in die Regionalliga Ost. Souverän setzten sie sich gegen Magdeburg durch und feierten danach u.a. mit dem Deutschen Meister über 100 und 200 Meter Julian Reus.
Sonntagsprogramm
Sonntagsprogramm
Die vier Stunden Wahlkampf auf dem Domplatz und Anger zuvor war alles andere, als ein sportlicher Wettstreit. Es ist schon erstaunlich welch aggressive Stimmung inzwischen bei einigen Leuten herrscht. Ich habe in den letzten 27 Jahren viele Wahlkämpfe erlebt und immer gab es Auseinandersetzungen, aber nie so, wie in diesem Jahr. Störungen von Wahlveranstaltungen aller Parteien und Beschädigungen von Wahlplakaten wie im gegenwärtigen Wahlkampf habe ich noch nicht erlebt, Die Art wie die sogenannte Alternative für Deutschland sich im Thüringer Landtag und bei ihren Wahlkampfveranstaltungen benimmt, färbt inzwischen auf Teile des Wählerspektrums ab. Richtig ist, dass jeder denken und sagen kann, was er will. Für diese Meinungsfreiheit haben wir lange gestritten. Richtig ist aber auch, dass sich niemand Beleidigungen gefallen lassen muss und dies gilt sowohl in den sozialen Netzwerken, als auch am Infostand.

Infobrief Herbst 2017

Herbst-Infobrief
Herbst-Infobrief
Unser aktueller CDU-Stadtratsfraktions-Infobrief umfasst mit 12 Seiten das ganze Spektrum der kommunalpolitischen Diskussion und greift einige Punkte der letzten Stadtratssitzung auf. Innenstadt stärken, Sicherheit auf dem Anger, Caravanstellplatz und Schließung der Westtribüne sind Punkte, die uns schon länger beschäftigen. Der Panzerblitzer sorgt ebenfalls für Diskussionen und wahrscheinlich wird es auch um unseren Vorschlag einer Helmut-Kohl-Straße Diskussionen geben. In einer der letzten Hauptausschusssitzungen habe ich unseren Vorschlag bereits vorgestellt und dafür von der SPD klare Zustimmung gehört und sogar von den Linken Zustimmung eine geeignete Straße suchen zu wollen. Ich bin gespannt, wie dies in der Oktoberstadtratssitzung ausgeht. Im Vorfeld der Bundestagswahl in der kommenden Woche stellen wir auch in einem Interview unsere Stadträtin und Bundestagsabgeordnete Antje Tillmann vor. Viel Spaß beim lesen! Link zur Homepage der Stadtratsfraktion  

Neuer Straßenname: Würdigung des Kanzlers der Einheit

Am 16. Juni 2017 verstarb Altkanzler Dr. Helmut Kohl. Aus Sicht der CDU-Fraktion soll sein Erbe mit der Benennung einer Straße in der Nähe des Domplatzes gewürdigt werden. Für das kommende Jahr steht die Neubenennung des Teilbereiches der Straße am Petersberg aus, dort wo derzeit auch eine Wohnbebauung geschieht. Die CDU-Fraktion wird deshalb für die nächste Stadtratssitzung beantragen, die besagte Straße nach Altkanzler Dr. Helmut Kohl zu benennen. Am 20. Februar 1990 hielt Helmut Kohl vor mehr als 100.000 Menschen seine historische Rede auf dem Erfurter Domplatz. Die Nähe zum Domplatz, dem Ort seiner Rede, prädestiniert die Straße am Petersberg für die Namensgebung. Auch die beiden Altbundeskanzler Konrad Adenauer und Willy Brand, der vom damaligen Erfurter Hof aus die Menschen begeisterte, wurden bereits mit einer Straßen- bzw. mit einer Platzbenennung in dieser Weise geehrt. Das Anliegen wurde bereits im Hauptausschuss angesprochen. Seitens der Verwaltung hieß es, dass in diesem Fall nicht die sonst dafür zuständige Straßennamenkommission darüber entscheiden sollte, sondern der Stadtrat. „Die Überlegung, Straßen und Plätze nach Kohl zu benennen, findet derzeit in verschiedenen deutschen Städten statt. Erfurt sollte sich dieser Würdigung anschließen. Ich bin erfreut über positive Signale zu dem Thema im Hauptausschuss und die dort signalisierte Zustimmung der SPD“, kommentiert CDU-Fraktionschef Michael Panse abschließend.