Bauliche Sicherheitsmängel im Stadion zügig abstellen

Die CDU-Stadtratsfraktion fordert die Stadt auf in ihrer Verantwortung als Eigentümer der Multifunktionsarena bestehende Sicherheitsmängel umgehend zu beseitigen. Nachdem beim Spiel von Rot-Weiß Erfurt gegen den FSV Frankfurt 1899 eklatante Sicherheitsmängel insbesondere an den Zäunen und Toren offenkundig wurden, darf es kein „Wegducken“ bei den Verantwortlichen geben. Die Thüringer Allgemeine berichtete in ihrer Samstagsausgabe am 11. Februar 2017 darüber, dass vom früheren Sicherheitsbeauftragten bereits seit Beginn der Stadionplanung Bedenken vorgebracht wurden, diese Bedenken aber nicht zu einer Mängelbeseitigung führten. Die Erklärungen der zuständigen Beigeordneten Kathrin Hoyer in der TA und in der Hauptausschusssitzung am Dienstag (14.02.2017) sind für die CDU unbefriedigend. Fraktionschef Michael Panse erklärt dazu: „Das Schwarze-Peter-Spiel, bei dem jeweils einem anderen die Verantwortung zugeschoben wird, muss sofort beendet werden. Der Verweis der Beigeordneten darauf, dass man nach dem DFB-Stadionhandbuch gebaut habe, ist offensichtlich unzutreffend. Die Zäune und Tore halten dem Druck von Fangruppen nicht stand. Geradezu zynisch finde ich Frau Hoyers Bemerkung, man habe nicht den Auftrag gehabt ‚Alcatraz zu bauen‘. Fakt ist, die Multifunktionsarena dient insbesondere Fußballspielen in der 3. und hoffentlich bald auch wieder in 2. Bundesliga. Fakt ist, Fußballfans und insbesondere Gästefans gehen nicht ganz so sensibel mit dem Thema um, wie Frau Hoyer. Fakt ist auch, dass die Stadt den Mietgegenstand MFA an die Arena GmBH bzw. den FC RWE vermietet und damit für die entsprechende bauliche Sicherheit zu sorgen hat. Diese Fakten verkennt die Beigeordnete, wenn sie die Mehrkosten für notwendige Umbauten auf Rot-Weiß abwälzen will. Es ist eben nicht Sache des Veranstalters, sondern des Eigentümers der Multifunktionsarena bauliche Mängel zu beseitigen. Ich erwarte, dass im zuständigen Stadtratsausschuss von der Stadt die vollständige Mängelliste umgehend vorgelegt wird und diese Mängel in Verantwortung der Stadt umgehend beseitigt werden. Niemand wird sich heraus reden können, er habe von nichts gewusst, wenn Ordnungskräfte, Polizisten, Besucher oder Spieler im Stadion zu Schaden kommen. Es gibt klare Mängelanzeigen und es gibt zuständige Fachämter der Stadt, die auf diese Mängel hingewiesen wurden oder diese selbst festgestellt haben. Wer diese Mängel nicht abstellt, handelt grob fahrlässig und nimmt die Gefährdung von Menschen in Kauf.“

Infobrief Frühjahr 2017 erschienen

Infobrief Frühjahr 2017
Infobrief Frühjahr 2017
Eigentlich ist das nicht zum Spaßen, aber dass der Oberbürgermeister den Halt verloren hat, ist inzwischen kein Geheimnis mehr. Entsprechend chaotisch verlief auch wieder die Sitzung des Stadtrates am 1. und am 2. Februar 2017. Der Oberbürgermeister selbst zeigt sich zunehmend führungsunfähig und gleichzeitig taumelt seine rot-rot-grüne Kooperation wie ein ungebändigtes Kind führungslos durch die Stadtpolitik, ohne dabei ansatzweise ein Gespür zu haben, was sie eigentlich anrichtet. Eigentlich hatte die Sitzung nur knapp 20 Tagesordnungspunkte und wäre an einem Tag machbar gewesen. Jedoch fühlten sich einige der rot-rot-grünen Stadträte an dem Mittwochabend offenbar etwas ermüdet. Einer der Höhepunkte dieser ausgedehnten Sitzung war nicht nur, dass der Interessenkonflikt des SPD-Fraktionsvorsitzenden offen ausgesprochen wurden, sondern dass sich der Oberbürgermeister wieder einmal über den Stadtrat erhob und ein ausgedehntes „Stadtrats-Bashing“ (Zitat: Michael Hose) betrieb – sprich er schimpfte auf die Stadträte. So viel zum demokratischen und kollegialen Miteinander. Der Infobrief

Beeindruckende Tage in einem wunderschönen Land

Masada
Masada
Israel ist, seit ich dort im Jahr 1992 das erste Mal war, das Land, welches mich immer wieder beeindruckt und immer wieder zu neuen Reisen verführt. Zum nunmehr 14. Mal war ich nun im heiligen Land und werde wohl auch künftig immer wieder dorthin fahren. Mich faszinieren das Land, die religiöse Intensität und Vielfalt und die Menschen in Israel. Und ich gebe zu: ich bin ein begeisterter Israel-Fan und auch voreingenommen was die Konfliktsituation im Nahen Osten angeht. Viele neue Eindrücke konnte ich von der Reise der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen vom 4. bis 13. Februar 2017 nach Israel mit Exkursion in die Palästinensischen Autonomiegebiete mitbringen. Wichtige Gespräche haben wir führen können und zugleich das Land neu und wiederentdeckt. Zuletzt war ich vor fünf Jahren mit der Familie in Israel unterwegs und seitdem hat sich wieder viel verändert, aber vieles ist vertraut und schön. Dies gilt sowohl für die heiligen Stätten, die Altstadt von Jerusalem als auch Tel Aviv und Masada. Unsere Gruppe setzte sich aus 26 politisch interessierten und engagierten Menschen zusammen. Darunter Landtagsabgeordnete aller Parteien. Schade fand ich dabei, dass insbesondere die Kolleginnen aus dem linken Spektrum mit einem durchaus „gefestigten Klassenstandpunkt“ angereist waren und die Reise im Wesentlichen nach verstärkenden Argumenten suchten. Einige merkwürdige Facebook-Posts („Schüsse und Artilleriefeuer“ am Golan und „unfassbar grausame Dinge“, die die zu sehen gewesen sein sollen) aber auch die Fragen an Gesprächspartner, waren Beleg dafür. In Ramalah, aber auch bei den vielen Gesprächen waren die Kolleginnen immer wieder verführt, sich in Außenpolitik zu versuchen.
Golan
Golan
Für mich hat sich bei den vielen Besuchen in Israel nichts daran geändert, dass ich Verständnis für die Konfliktsituation beider Seiten, also der Israelis und Palästinenser habe, aber niemals auf die Idee kommen würde, schlaue Ratschläge für den Friedensprozess zu erteilen. Ich habe die vielen Erlebnisse der letzten 10 Tage wieder in über 1000 Fotos festgehalten. Das Reisetagebuch, das ich auch bei dieser Reise geführt habe gibt die Stationen wieder: Die Anreise ging dieses mal mit dem Bus von Erfurt nach Leipzig, mit dem Flieger nach Frankfurt und schließlich nach Tel Aviv. Am Abend noch die Weiterfahrt per Bus an den See Genezareth, wo wir die ersten Tage im Nof Ginosar am See Genezareth verbrachten. Der erste Sonnenaufgang über den Golanhöhen (während einer Laufrunde am See) wies den Weg für den zweiten Tag, Der Berg der Seeligpreisungen, Kafarnaum, Migdal/Magdala und die Tauftstelle am Jordan Jardanit. Dazwischen ein Abstecher auf den Golan. Der dritte Tag begann etwas verschlafen, weil ich das Superbowl-Finale im israelischen Fernsehen gesehen habe (bis 5 Uhr Morgens) – danach zum wach werden eine Runde in den See und los ging es per Bus in den Norden Israels in das Jeckes-Museum in Tefen. Akko, die Gedenkstätte Lohamei Hagetaot und das Benediktinerpriorat Tabgha prägten den Rest des Tages.
Jerusalem
Jerusalem
Weiter ging es nach Tel Aviv in die deutsche Botschaft, nach Alt-Jaffa, Jerusalem ins Olive Tree, an die Klagemauer und Gespräch mit David Vitzthum im Hotel am vierten Tag. Natürlich ging es danach noch in die Stadt ins Cafe Rimon Himo (besten Granatapfelsaft der Stadt und ein langjähriger guter Bekannter als Betreiber) und danach an die Ben Jehuda. Der fünfte Tag führte uns in die Palästinensischen Autonomiegebiete nach Ramalah in das KAS-Büro zum Briefing, an die Universität Bir Zeit mit einem Gespräch mit Jamil Salem (Direktor des Rechtswissenschaften Instituts), zum Mittagessen in das International Trade Center und am Abend wieder in die Altstadt (Sonnenuntergang vom Dach des Paulushauses am Damaskustor). Donnerstag, der sechste Tag, führte uns zu den Beduinen nach Rahat, wo wir mehrere Projekte kennenlernten. Besonders beeindruckte die Schule, die wir besuchten. Nach dem traditionellen Mittagessen und einem guten Vortrag über die Stellung der Frauen bei den Beduinen, ging es nach Beer Sheva zu einem Gespräch mit dem Schriftstelle Chaim Noll in seine Haus. Das Abendgespräch mit dem ehemaligen Sprecher der israelischen Armee Arye Shalicar zu sicherheitspolitischen Aspekten holte einige Teilnehmer wieder auf den Boden zurück. Freitag war der siebte Tag unserer Reise und wir begannen ihn mit einem Besuch in Yad Vashem, bevor es an das Grab von Rabin und Perez auf dem Mt. Herzl ging. Israelmuseum und Model der Stadt Jerusalem sowie ein Abstecher zur Knesseth folgten bevor es am Nachmittag in das österreichische Hospiz und danach auf die Via Dolorosa bis zur Grabeskirche ging. Den Beginn des Shabbat erlebten wir an der Klagemauer.
Knesset
Knesset
Samstag, der achte Tag, war temperaturmäßig der wärmste – Masada und Qumram sowie das Tote Meer (Kalia) standen auf dem Programm. Sonntag, der neunte und vorletzte Tag, war noch einmal hochpolitisch. Am Gazastreifen erlebten wir die Grenzsituation und die Gefahrenlage für die dort lebenden 900 Mitglieder der Genossenschaft. Zwischenstopp in Sderot an der Polizeistation, bevor es zum Gespräch mit dem Gewerkschaftsdachverband Histratrut nach Tel Avi ging – natürlich auch zu einem kurzen Abstecher mit den Füssen ins Mittelmeer. Abschlussrunde war der Abend im österreichischen Hospiz und noch einmal der Gang zur Klagemauer. Der zehnte und letzte Tag begann auf dem Ölberg in der Augusta-Viktoria-Kirche (genialer Blick über die Stadt) sowie dem berühmten Panoramablick über die Stadt. Danach blieben noch zwei Stunden zum Erkunden der Altstadt (inklusive der obligatorischen Widmung von Rimon ins Reisetagebuch) und dem besten arabischen Kaffee. Die Flughafen-Check-Inn war erstaunlich unkompliziert und der Flug zurück auch. Mindestens ebenso lange wie die Reise braucht nun die Verarbeitung der Eindrücke. Neue Freunde und Israel-Fans habe ich gefunden, gute Gespräche mit alten Freunden geführt, Jogging am See Genezareth, ein Bad im See bei ca. 14 Grad, mit dem Mietwagen durch die Stadt gefahren, das Treffen mit Chaim Noll, der Besuch der Schule Al-Salam in Rahat und so viele andere Erlebnisse mehr prägten die zehn Tage. Vielen Dank an unsere Reiseleiterin Daniela Epstein (seit 25 Jahren kennen wir uns und sind inzwischen gute Freunde) und an Franz-Josef Schlichting, den Leiter der LZT. „Nächstes Jahr Jerusalem“ – keine Frage! Die Bildersammlung  

Wetter-Upgrade

Der Schein trügt...
Der Schein trügt…
Heute haben in Thüringen die Winterferien begonnen und es gab Zeugnisse. Mit dem Zeugnis unseres Sohnes waren wir sehr zufrieden – mit dem Wetter der letzten Tage eher nicht. Der Sonnenuntergang, den ich auf dem Heimweg von der obligatorischen Freitags-Squash-Runde geknipst habe, täuscht etwas. Das Wetter der letzten Tage war kein Winterwetter – kein Schnee aber trotzdem nasskalt. Besserung ist leider auch nicht in Sicht. Insofern bin ich sehr froh, ab morgen ein Wetter-Upgrade buchen zu können. 15 Grad mehr, als in Thüringen und vor allem Sonnenschein. Dazu geht es rund 3.000 Kilometer südlich nach Israel. Eine politische Bildungsreise der Landeszentrale für politische Bildung führt mich einmal wieder in das Heilige Land. Vor 25 Jahren im November 1992 war ich das erste Mal in Israel und seitdem mehr als ein Dutzend Mal. Das letzte Mal, als ich mit meiner Familie in Israel mit dem Mietwagen quer durch das Land unterwegs war, ist jetzt aber schon wieder fünf Jahre her – es wird also wieder einmal höchste Zeit. Zwar gibt es in Israel inzwischen überall Internet und WLAN sowohl im Hotel, als auch im Bus, aber ich werde trotzdem eher wenig im Netz sein. Schließlich haben wir ein dichtes Programm und ich möchte das Land genießen. Insofern wird es auf der Homepage die nächsten zehn Tage etwas ruhiger zugehen. Allerdings werde ich das Netz dazu nutzen, aufmerksam die wichtigen Dinge im Auge zu behalten. Unsere Volleyballmädels haben gleich drei wichtige Bundesligaspiele und zudem ist Sonntag noch Super Bowl-Nacht – das wird dann auch eine lange Nacht am See Genezareth 🙂

Wie in alten Zeiten…

Zu Gast bei der Parität
Zu Gast bei der Parität
Oder zumindest so ähnlich war es in den letzten Tagen bei zwei Veranstaltungen – wobei ich offen lasse, ob die “guten alte Zeiten” besser waren 😉 Gestern war ich beim Jahresempfang der Parität in Neudietendorf und konnte mich dort mit vielen sozialpolitischen Akteuren austauschen. Die Krüger-Villa platze aus allen Nähten, schätzungsweise 150 Gäste besuchten den Paritätischen. Inhaltliche Impulse gab die Rede des neuen Geschäftsführers der Parität Stefan Werner, die sich in weiten Teilen um das Thema des Jahresempfangs drehte. “Thüringen für inklusive Vielfalt” war das Motto und da gibt es noch eine Menge zu tun. Zudem gab die Parität den Startschuss für den diesjährigen Paritätischen Ehrenamtspreis. Auch im kommenden Jahr wird der Jahresempfang wieder (wie in den guten alten Zeiten) in der Krüger-Villa stattfinden. Der ursprünglich geplante Umzug in die Defensionskaserne ist leider Geschichte. Probleme bei der Entwicklung des Areals und der Ausstieg der Landesmedienanstalt aus dem Projekt beendeten die Idee des Umzugs der Parität auf den Petersberg. Heute steht die Defensionskaserne daher auch wieder auf der Tagesordnung des Stadtrats. Mittels eines Antrags wollen wir den Weg frei machen, um Bundesmittel für die Sanierung des Dachs der Defensionskaserne nutzen zu können.
...und einmal wieder im TMASGFF
…und einmal wieder im TMASGFF
Um Zukunftsplanungen ging es heute Vormittag bei einer Sitzung im TMASGFF – dem Sozialministerium. Die Unterarbeitsgruppe “Dialog der Generationen” zum Landesprogramm für das solidarische Zusammenleben der Generationen kam zur konstituierenden Sitzung zusammen. Unter den Mitgliedern der Arbeitsgruppe sind viele Mitstreiter aus den letzten Jahren. Ich habe mich gefreut mit dem intensiven Gedankenaustausch an meine Arbeitsthemen der letzten Jahre anknüpfen zu können. Gerade die Mehrgenerationenhäuser und der Dialog zwischen den Generationen waren mein Schwerpunktthema als Generationenbeauftragter und die Familienzentren sind es nun seit eineinhalb Jahren. Ich bin gespannt auf die nächsten Sitzungen, die insbesondere im März den Terminplan eng zusammendrücken.

Stadtrats-ABM

Lesen bildet!
Lesen bildet!
Stadtratssitzungen werden in Erfurt zunehmend schwerer kalkulierbar und dies sowohl inhaltlich, als auch von der Länge der Stadtratssitzung. Die Tagesordnung der gestrigen Sitzung war überschaubar. Nur 20 Tagesordnungspunkte, das sollte eigentlich an einem Abend zu schaffen sein – dachten vorher alle. Weit gefehlt! Klar, es wird manchmal zu viel und von zu vielen zu lange geredet. Auch gestern Abend und wieder einmal auch zu Themen, die nicht wirklich die Landeshauptstadt bewegen und verändern. Rund 45 Minuten wurde bei der MAN-Straße über Fledermäuse und ihre Artenvielfalt erzählt und das Themenspektrum reichte bei einem anderen Tagesordnungspunkt bis zu den Eisbergen der Antarktis. Geschichten von Früher werden immer wieder gerne erzählt. Speziell ein Kollege der Bunten verirrt sich gerne immer wieder  einmal wieder auf Zeitreise. Dass aber zunehmend Stadtratssitzungen in die Verlängerung gehen, hat auch noch andere Ursachen. Die erkennbare Führungsschwäche des Oberbürgermeisters und des SPD-Fraktionsvorsitzenden verstärken das Problem. Der Hauptausschuss am Vortag von Stadtratssitzungen soll eigentlich vorberaten und Probleme klären. In jüngster Zeit wird dort gerne gestritten, aber wenig entschieden. Selbst simple Briefentwürfe der Stadtverwaltung führen zu Grundsatzdiskussionen – erstaunlicherweise zwischen den beiden SPD-Protagonisten – Dienstag war das ganz großes Kino! Die Fachausschüsse des Stadtrats sollen eigentlich umfänglich Anträge diskutieren und Voten für den Stadtrat abgeben. Diese Voten interessieren die links-link-grüne Koalition allerdings kaum. Gestern Abend drückten sie das Thema sozialer Wohnungsbau auf die Tagesordnung und dies obwohl alle beteiligten Fachausschüsse (sogar mit den Stimmen von Rot-Rot-Grün) das Thema vertagt hatten und weiteren Diskussionsbedarf signalisierten. Zudem kommen inzwischen in nahezu jeder Sitzung während der Beratung noch neue Anträge von Rot-Rot-Grün angeflattert, weil sie sich zu spät abstimmen. Gestern Abend beteiligte sich am Projekt Stadtrats-ABM auch der Fraktionsvorsitzende der Linken besonders engagiert. Eine Anfrage seines fehlenden Stadtratskollegen ließ er in den Fachausschuss zur weiteren Beratung überweisen – gelesen hatte er die Antwort offensichtlich nicht. Darin stand, dass mangels Zuständigkeit und mit Verweis auf die Kommunalordnung die Frage nicht beantwortet wird und nicht beantwortet werden darf – den Linken ist das egal, da kann ja der Ausschuss Zeit damit verbringen! 22.30 Uhr wurde gestern die Stadtratssitzung abgebrochen, weil den ersten Genossen die Augen zufielen. Selbst geschaffenes Leid! Heute 17 Uhr geht es in die Verlängerung.

Stadtratssitzung im Februar ohne große “Aufreger”

Unsere 2. Videobotschaft
Unsere 2. Videobotschaft
Erstmals in diesem Jahr tagt morgen der Erfurter Stadtrat – immerhin ist dann der erste Monat des Jahres schon vorbei. Die Tagesordnung ist trotzdem nur spärlich gefüllt. Die rund 20 Tagesordnungspunkte haben zudem nur wenig Brisanz. Ursächlich dafür ist, dass es mangels Haushaltsentwurfs des Oberbürgermeisters auch noch nicht viel zu entscheiden gibt. Auch die Multifunktionsarena, die Erhöhung der Kita-Gebühren oder Einschnitte bei der Kultur stehen nicht auf der Tagesordnung. Um die MFA ist es vorerst ruhig geworden, auch wenn sie noch immer nicht fertig, bzw. übergeben ist. Die Kita-Gebühren werden noch immer im Jugendhilfeausschuss diskutiert und die Kultur wurde gerade erst geschröpft. Drei Themen sind uns als CDU-Stadtratsfraktion besonders wichtig. Die Martin-Anderson-Nexö-Straße – Stadteinfahrt im Süden der Stadt an der Multifunktionsarena soll seit vielen Jahren ausgebaut werden. Zig Mal hat dies der Oberbürgermeister den Anwohnern versprochen und genauso oft sein Versprechen gebrochen. Jetzt will er per Stadtratsbeschluss einen Schlussstrich ziehen und den Status Quo festschreiben. Wir fordern hingegen die umfängliche Einbeziehung der Anwohner und einer ergebnisoffenen gemeinsamen Lösungssuche. Darüber hinaus soll das Thema sozialer Wohnungsbau diskutiert werden – dazu gibt es gleich drei verschiedene Anträge die sich durch mehr oder weniger restriktive Vorgaben für dir KOWO unterscheiden. Ich bin sehr gespannt, ob sich daraus noch ein gemeinsamer Antrag machen lässt. Als dritten TOP drängen wir auf ein Konzept zum Bau von Typenschulbauten. Ausnahmsweise gibt es dafür ein vorsichtig positives Votum der Stadtverwaltung. Mal sehen ob dies die anderen Fraktionen genauso sehen. Zu allen drei Themen habe ich heute in einer kurzen Videobotschaft Stellung genommen.

20 Jahre Volleyball-Bundesliga

Unsere Erfolgsmädels
Unsere Erfolgsmädels
Seit 20 Jahren spielt das Schwarz-Weiss Erfurt Volleyteam, bzw. zuvor seit 2004 das SWE Volleyteam und davor seit 1990 als TuS Braugold Erfurt in der 2. Volleyball-Bundesliga und drei Jahre davon in der 1. Liga. Unsere Vereinsgeschichte ist natürlich noch viel länger. Mitte der 80ger Jahre wurde die BSG Braugold als Betriebssportgemeinschaft aus einer Abteilung des ASV ausgegliedert und gegründet. Nach der Wende und dem 5. Platz in der letzten DDR-Ligasaison folgte 1993 der Aufstieg in die 2. Bundesliga und nach dem Abstieg 1997 der Wiederaufstieg. Seitdem konnten Generationen von Spielerinnen viele Erfolge ansammeln, die oft auch bei der Wahl zur Mannschaft des Jahres bei der Sportgala der Stadt Erfurt gewürdigt wurden und in unserer Vereinschronik festgehalten sind – zwei Mal 2003 und 2010 wurden wir sogar Mannschaft des Jahres und ungezählte Male als zweit- und drittplatzierte Mannschaft. Gestern Abend fand die 26. Erfurter Sportgala im Erfurter Kaisersaal statt. Durch das spielfreie Wochenende waren sieben unserer Bundesliga-Mädels dabei. Gemeinsam konnten wir uns auf der Bühne über den 2. Platz, hinter dem Seriensieger THC und vor den Black Dragons freuen. Sportlerin des Jahres wurde Kristina Vogel und Sportler des Jahres Patrick Beckert. Das sportlich festliche Programm mit zahlreichen Tanzrunden hat Spaß gemacht und ich hatte den Eindruck, dass auch unsere Spielerinnen es als einen Motivationsschub für den Rest der Erstligasaison mitnehmen. Die Chancen stehen gut, dass wir auch in der kommenden Saison in der 1. Liga spielen werden. Reichlich Sport gab es am Wochenende auch noch – Freitagabend gewannen die Black Dragons ihr wichtiges Heimspiel gegen Rostock mit 5:4 während wir unsere Vereinswanderung hatten. Heute konnte ich während einer Sporteinheit auf dem Crosstrainer im Sportpark Johannesplatz das Volleyballpokalfinale im TV live verfolgen – mit 3:2 gewann Stuttgart gegen Schwerin. Bilder der 26. Sportgala  

Automesse 2017

Jean Pierre Kraemer
Jean Pierre Kraemer
Brechend voll waren die Hallen 1-3 der Erfurter Messe zur Automesse 2017. Sowohl in der Halle 1, wo die Tuning-Experten ihren Bereich fanden, als auch in den Hallen 2-3, wo die “normalen Autos” präsentiert wurden, drängten sich Autofans und darunter erstaunlich viele Frauen. Ich war mit meinem Sohn dort – nicht weil wir ein neues Auto suchen, sondern weil wir vor allen Jean Pierre Kraemer erleben wollten. Der PS-Profi zog mehr Fans an, als die Car-Wash-Girls und der Pool-Dance zusammen 😉 Immerhin hatten wir uns bis in die erste Reihe vorgekämpft, aber dafür scheiterte der Versuch bei der nachfolgenden Autogrammstunde eine Autogrammkarte zu ergattern. Hunderte Fans drängten sich am Zugang und warteten über eine Stunde.
...und auch schöne Italiener
…und auch schöne Italiener
Da haben wir uns in der Zeit lieber noch ein paar Autos angesehen. In Vorbereitung unserer Amerika-Reise im April, waren wir besonders an den US-Cars interessiert. Noch ist die Mietwagenentscheidung nicht gefallen, es steht nur fest, dass es ein SUV werden soll. Bilder der Automesse  

Denktag 2017

Mit Eva Schloss beim Denktag
Mit Eva Schloss beim Denktag
Seit dem Jahr 2000 organisieren wir in jedem Jahr um den 27. Januar gemeinsam mit der Konrad Adenauer Stiftung Denktag-Veranstaltungen. Im Jahr 1996 hatte Bundespräsident Roman Herzog den 27. Januar, den Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz, zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus erklärt. Die KAS hat gemeinsam daraus die Denktag-Initiative entwickelt, bei der wir mit vielen Zeitzeugen an Erfurter Schulen zu Gast waren. Auch in diesem Jahr habe ich gerne wieder die Schirmherrschaft übernommen. In diesem Jahr war Eva Schloss in Erfurt zu Gast. Im Erinnerungsort Topf und Söhne wurde der Film “Kein Asyl: Anne Franks gescheiterte Rettung” aufgeführt und Eva Schloss stand danach den vielen Besuchern als Gesprächspartnerin zur Verfügung. Rund 180 Besucher füllten den Saal und wie am Vortag standen nicht genügend Stühle zur Verfügung, Eva Schloss lebte zur gleiche Zeit wie Anne Frank in Amsterdam und überlebte das Grauen von Auschwitz. Ich war beeindruckt von dem kurzen Gespräch mit ihr vor Beginn der Veranstaltung. Bilder vom Denktag 2017