Glückwunsch zur Nominierung Antje Tillmann!
Trübes Novemberwetter erleichterte es den Samstag mit politischen Aktivitäten zu füllen. Für die Bundestagswahl im kommenden Jahr galt es am heutigen Samstag, die Weichen zu stellen.
Zur Nominierung unserer Bundestagsabgeordneten im Wahlkreis 193 Erfurt – Weimar – Weimarer Land II versammelten sich am frühen Morgen die 35 Wahlkreisvertreter an bedeutungsschwerer Stelle.
Die Eislebener Straße 1 war vor 27 Jahren die Adresse der SED-Bezirksleitung, später die Adresse der PDS-Landesgeschäftsstelle und zeitweise war dort auch das Finanzamt. Aber dies ist glücklicherweise alles Geschichte. Heute sind in dem Gebäude moderne Tagungsräume.
Nominiert wurde erneut unsere Bundestagsabgeordnete Antje Tillmann. Antje ist schon seit vielen Jahren unsere Frau in Berlin und zudem als Stadträtin kommunalpolitisch aktiv. Jetzt ist das Ziel gemeinsam im nächsten Jahr dafür zu kämpfen, dass der Bundestagswahlkreis 193 weiter in CDU-Hand bleibt. Ich werde Antje gerne dabei unterstützen. Über die inhaltliche Arbeit der CDU Erfurt haben wir im Anschluss daran beim CDU-Kreisparteitag diskutiert. Unser CDU-Landesvorsitzender Mike Mohring gab dazu in einer Rede die Richtung vor.
Bilder von der Nominierung
Volles Haus im Saalbau
Familienzentren gibt es inzwischen in allen Bundesländern und auch einen Bundesverband der Familienzentren, der für Vernetzung, Fortbildung und Öffentlichkeitsarbeit sorgt. Bei der gestrigen 5. Fachtagung des Bundesverbandes der Familienzentren in Frankfurt stand der Gedankenaustausch mit Fachexperten im Mittelpunkt. Unterstützt wurde die Tagung von der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie.
“Vielfalt verstehen und gestalten” war der Titel des einführenden Fachvortrags von Prof. Dr. Leonnie Herwartz-Emden, der sich mit dem kulturellem Hintergrund von Zuwanderungsfamilien auseinander setzte und der Frage nachging, wie sich Familienzentren darauf einstellen müssen.
Aus insgesamt 9 verschiedenen Workshop-Angeboten konnten die Teilnehmer anschließend wählen, um sich auszutauschen. Ich habe den Workshop “”Die Eltern gibt es – Familien verstehen lernen” als erstes gewählt. Im Spannungsfeld zwischen einem professionellem Ansatz zu helfen, ohne zu bevormunden, muss es darum gehen die Lebenslage der jeweiligen Familie zu verstehen. Anerkennungsdruck, Bildungsdruck, Vereinbarkeit von Familie und Beruf und Armut waren Stichworte dazu.
Eltern sind die Experten
Am Ende waren sich alle mit dem Referenten Herbert Voigt, Leitender Redakteur der Fachzeitschrift TPS einig – Familien brauchen Anerkennung, Wertschätzung und Unterstützung. Diesen breiten Konsens würde ich mir bei so mancher politischer Diskussion wünschen.
Das nebenstehende Poster veranschaulicht gut, was mit diesem Konsens gemeint ist. Informationen dazu können untern den Leitlinien für die Elternarbeit auch herunter geladen werden.
Im zweiten Workshop ging es um die Förderung von herkunftsbenachteiligten Kindern in Kindertageseinrichtungen und im sozialen Nahraum. Kinder- und Jugendhilfeplanerinnen aus Wiesbaden erläuterten, wie die Sozialraumplanung der Landeshauptstadt Wiesbaden die Voraussetzungen für den Einsatz finanzieller Ressourcen geschaffen hat.
Von der Tagung habe ich eine Menge an Anregungen mitgenommen und war beeindruckt über die vielen unterschiedlichen Ansätze der Familienarbeit. Ich habe aber auch festgestellt, dass wir in Thüringen mit unseren 15 Familienzentren und 22 ThEKiZ-Einrichtungen gut aufgestellt sind.
Infobrief Herbst 2016
Regelmäßig informiert die CDU-Stadtratsfraktion über aktuelle Positionen und Beschlüsse aus dem Rathaus. Auch in unserer Herbstausgabe, dem nunmehr 8. Infobrief in diesem Jahr, geht es wieder um den Schwerpunkt Finanzen.
Zwar hat die Stadt Ende September 2016 einen Haushalt für das laufende Jahr beschlossen, aber genehmigt wurde er erst Mitte November, zu spät um noch vernünftige Investitionen umsetzen zu können.
In der letzten Stadtratssitzung sollte eigentlich ein Haushaltssicherungskonzept beschlossen werden. Da es aber dazu offensichtlich erheblichen Diskussionsbedarf im links-link-grünen Bündnis gibt, soll dies bestenfalls nun in der Dezember-Stadtratssitzung passieren. Ob dies hilf einen ausgeglichenen Haushalt 2017 aufzustellen, darf bezweifelt werden.
Besonders die Linken wollen das HSK in seine Einzelteile zerlegen und kündigten selbiges auf ihrem Kreisparteitag an. Am Montag dem 28.11.2016 soll es zu später Stunde bei den Genossen ein Mediationsverfahren zwischen Kreisvorstand und Fraktion geben. Ich bin gespannt, wie das ausgeht. In jedem Fall werden wir auch im Dezember viel in unserem Infoblatt zu berichten haben. Allen Lesern an dieser Stelle eine gesegnete Adventszeit.
Burg Bodenstein
Urlaub mit Familie – diesen Wunsch kann man gut in einer der derzeit 93 bundesweiten anerkennten Familienerholungsstätten realisieren. In Thüringen gibt es ab dem 1.1.2017 leider nur noch vier Familienerholungsstätten, welche vom Land bzw. von der Stiftung FamilienSinn gefördert werden. Das Haus Eichhof in Winterstein stellt zum Jahresende sein Angebot aus wirtschaftlichen Gründen ein. Zwei der verbleibenden Familienerholungsstätten habe ich in dieser Woche mit einem Kollegen besucht, die beiden anderen folgen in den nächsten Wochen.
In den letzten Monaten haben wir gemeinsam mit den Vertretern der Einrichtungen Prüfkriterien für Qualitätsstandards entwickelt. In Vorbereitung einer Zertifizierung über die Einhaltung der Qualitätsstandards haben wir mit Trägervertretern und den Einrichtungsleitern über die Arbeit im zu Ende gehenden Jahr, über Zukunftsplanungen und über die Situation in den Einrichtungen gesprochen. Während ich das AWO-Sano-Haus in Oberhof, in dem wir gestern waren, ebenso schon kannte wie die Familienerholungsstätte in Uder und das Haus Seimberg in Brotterode, wo wir noch hinfahren, war der Besuch auf der Burg Bodenstein noch Neuland. Die Burg Bodenstein in Nachbarschaft zu Worbis im Eichsfeld befindet sich seit 1945 im Eigentum der Evangelischen Kirche, war zu DDR-Zeiten ein Mutter-Kinderholungsheim und ist seit 1990 Familienerholungsstätte.
Viel wurde seitdem, auch mit Hilfe von Fördermitteln, investiert. Barrierefrei bzw. barrierearm ist das Gebäude, ohne das der Burgcharakter verloren ging. Neben Themenwochen bzw. Wochenenden können Familien und Gruppen auch einfach so dort Urlaub machen und finden ein familienfreundliches Umfeld vor. Die Ausstattung des Hauses bietet neben vielen Veranstaltungs- und Versammlungsräumen für Kreativprojekte auch eine Saunabereich, Weinkeller und Bibliothekszimmer. Für den Burgcharakter stehen aber auch Rüstungen und ein Verlies, Zimmer mit Kaminen und Gemälde an den Wänden.
Fachlich waren wir von beiden Gesprächen, sowohl Gestern in Oberhof, als auch heute in Bodenstein sehr zufrieden. Familien mit und ohne Unterstützungsbedarf finden in den Familienerholungsstätten gute Möglichkeiten für eine Auszeit. Dazu gibt es Bildungsangebote die helfen und nicht ausgrenzen.
Bilder der Burg Bodenstein
Die Delegation im Ratssitzungssaal
Genau ein Jahr ist es her, dass ich im Erfurter Rathaus eine Delegation aus der Mongolei begrüßen konnte. Die Konrad-Adenauer-Stiftung organisiert regelmäßig politische Besuchsprogramm für ausländische Politikerinnen und Politiker in Deutschland.
Erfreulicherweise steht Thüringen oft auf dem Besuchsprogramm und dabei häufig auch das Erfurter Rathaus. Gerne habe ich dabei die Gelegenheit genutzt von unserer Stadt zu erzählen und Politikthemen diskutiert. Heute war bei uns im Rathaus eine Delegation mongolischer Politikerinnen zu Gast. Im Rahmen eines Studien- und Dialogprogrammes sind sie derzeit in Berlin, Jena und Erfurt unterwegs.
Die Wendezeit im Osten Deutschlands, Wirtschaftspolitik und Familienpolitik, aber auch Sozialpolitik, Zuwanderung und Demographiefragen haben wir diskutiert. Nach dem zweiten Besuch einer Delegation aus der Mongolei innerhalb eines Jahres bin ich nun schon etwas neugierig geworden. Erstaunlich wenig ist in Deutschland über das Land in Asien bekannt. Nicht viel mehr Einwohner als Thüringen verteilen sich auf eine Fläche, die mehr als doppelt so groß ist, wie die Bundesrepublik. Und ich weiß jetzt, dass es auch in der Mongolei engagierte Politikerinnen gibt.
Erster von drei Parteitagen
November ist traditionell der Monat von zahlreichen Parteitagen. Seit vielen Jahren finden bei uns bei der CDU sowohl Kreisparteitage und Landesparteitage als auch Bundesparteitage statt. Da ich seit vielen Jahren Delegierter im Land und im Bund bin ist es natürlich eine Verpflichtung daran teilzunehmen – im Kreisverband natürlich auch.
Gestern fand der 32. CDU-Landesparteitag in Apolda statt, in zwei Wochen der 29. Bundesparteitag und dazwischen unser Kreisparteitag. Zusammen mit den Parteitagen des Demokratischen Aufbruchs 1990/1991 und den vielen Landes- und Deutschlandtagen sind es nun über 100 Tagungen in den letzten 26 Jahren, bei denen wir Personalentscheidungen getroffen haben und Anträge diskutiert sowie beschlossen haben. Und bei meinem ersten Bundesparteitag des damaligen Demokratischen Aufbruchs im Jahr 1990 in Berlin habe ich übrigens schon Angela Merkel kennengelernt.
Der neue CDU-Landesvorstand
In Apolda stand gestern die Neuwahl des Vorstands auf dem Programm und der geschäftsführende Vorstand wurde im Amt bestätigt, lediglich im Amt des Schatzmeisters gab es ein Wechsel. Mike Mohring wurde ebenso bestätigt, wie seine drei Stellvertreter. Ich habe mich darüber freuen können, dass ich erneut als Delegierter für den CDU-Bundesparteitag gewählt wurde – auch in den Jahren 2017 und 2018 werde ich unseren Bundesverband mit vertreten dürfen.
In zwei Wochen wird in Essen auch der Bundesvorstand gewählt und natürlich werde ich für Angela Merkel bei ihrer Wiederwahl als Bundesvorsitzende stimmen. Nachdem sie heute ihre erneute Kanzlerkandidatur erklärt hat geht jetzt der Blick auf die Bundestagswahl 2017. Neben den CDU-Parteitagen versammeln sich auch die Mitbewerber.
Interessiert habe ich die Ergebnisse der SPD-Parteitage registriert. Im SPD-Kreisverband gab es vor zwei Wochen einen mehr unfreiwilligen Wechsel an der Kreisspitze – somit abwarten, was der neue Kreisvorsitzende so für Vorstellungen hat.. Für den Landesparteitag hatte der SPD-Landesvorsitzende Andreas Bausewein eine stärkere Linksausrichtung angekündigt – seine Partei gab ihn bei seiner Wiederwahl aber auch noch eine klare Erwartungshaltung mit auf den Weg. “Weniger OB mehr SPD” forderten die Jusos. Der Job als Landesvorsitzender der SPD sei mehr als ein Hobby, meinte der SPD-Nachwuchs. Noch weniger Oberbürgermeister? Die jungen Genossen verkennen dabei, dass er derzeit schon seine Stadt kaum noch im Griff hat.
Bei den Beschlüssen des SPD-Parteitags wurde nicht ganz klar, ob diese mehr als Oppositionsrolle in der Landesregierung verstanden werden solle. 100 Mio. Euro mehr für die Kommunen wurden gefordert. Nicht bekannt ist, was die Finanzministerin davon hält. Zudem solle der Kita-Personalschlüssel, zumindest für die 3-4jährigen Kinder, verbessert werden.
Das wollen die Grünen derzeit auch – allerdings fordern sie es drastischer ein indem sie drohen, sonst das gebührenfreie Kita-Jahr zu kippen. Ich bin sehr gespannt, wie diese Diskussion weiter geht. Die Glaubwürdigkeit in Sachen Kita hat die SPD jedenfalls nicht zurück gewonnen. Zu widersprüchlich ist es was die SPD in Samstags-Parteitagsbeschlüssen fordert und in Mittwochs-Stadtratsbeschlüssen formuliert. In Erfurt (mehr OB statt SPD) will der Oberbürgermeister und SPD-Landesvorsitzende gerade die Kita-Gebühren kräftig erhöhen, obwohl er bereits vor Jahren Gebührenfreiheit versprochen hatte.
Gut gekämpft!
Eishockey bei den Black Dragons macht Derzeit wieder viel Freude und die Fans feiern ihr Team wieder wie in alten Tagen. Während es letzte Saison nicht so gut lief, gibt es jetzt in der Eishalle die Spielfreude und den Kampfeswillen bei jedem Spiel.
Heute Abend war der Vorjahresmeister, die Tilburg Trappers, in Erfurt zu Gast. Die Holländer spielen seit der letzten Saison in unserer Liga mit und wurden Meister. Angereist mit einem schönen großen Bus (ohne Anhänger) hatten sie auch keinen Platz um die Punkte mit heim zu nehmen.
Der Bus fuhr ohne Punkte nach Holland zurück
Das erste Drittel ging mit 2:0 verdient an die Drachen. Wie so oft war es zwar im Mitteldrittel deutlich schwieriger, aber immerhin gingen die Drachen noch mit einem 3:2 in das Schlussdrittel. Das heftige Drängen der Trappers war verbunden vielen Fouls. Aber der kleine Drachenkader (gleich vier Stammspieler fehlten) hielt gut dagegen.
Nach einem verschossenen Penalty erhöhten die Drachen dennoch auf 4:2 bevor die Trappers 5 Minuten vor Ende noch auf 4:3 heran kamen. Der Rest war Verteidigung bis zum Umfallen und nach der Schlusssirene grenzenloser Jubel unter den rund 500 Fans. Wie sauer die Trappers darüber waren zeigte der obligatorische Händeschlag nach Spielschuss. Selbst dabei legte es einer der Trappers auf eine Rauferei an. Nach dem Punktgewinn gegen Essen in der letzten Woche, war der Sieg gegen den Meister eine faustdicke Überraschung. Gerne dürfen weitere folgen.
Beratung der Ausschüsse zum Haushaltssicherungskonzept und zur vorläufigen Haushaltsführung mit den Betroffenen eingefordert
Es sind gerade erst zwei Wochen vergangen, als sich der Ausschuss für Finanzen, Liegenschaften, Rechnungsprüfung und Vergaben das letzte Mal ausführlich mit dem Thema Haushaltssicherungskonzept (HSK) der Landeshauptstadt Erfurt für den Zeitraum 2016 bis 2022 auseinandergesetzt hat. Die dazugehörige Drucksache 1384/16 sieht u. a. vor den Vereinen und Verbänden wichtige finanzielle Mittel zu kürzen.
Der dazu nun von Rot-Rot-Grün vorgelegte Zeitplan, die Beschlussfassung des Stadtrats am 14. Dezember 2016 zu treffen, änderte bereits zum zweiten Mal die Planungen. Ursprünglich war vorgesehen, dass das Haushaltssicherungskonzept am 16. November 2016 im Stadtrat verabschiedet wird. Nach dem Rot-Rot-Grün die dazu notwendigen Vorberatungen in den Fachausschüssen verschleppt und schließlich vertagt hat, präsentierte die Verwaltung einen neuen Zeitplan, der die Beschlussfassung des Haushaltssicherungskonzeptes (HSK) für den 1. Februar 2017 ankündigte. Dieser Zeitplan wurde letzten Dienstag im Hauptausschuss durch Rot-Rot-Grün wieder über den Haufen geworfen und beschlossen, den Termin auf den 14. Dezember 2016 vorzuverlegen.
Die eigentlich dafür eingeplanten elf Wochen Beratungszeitraum wurden auf nun auf dreieinhalb Wochen herunter reduziert, obwohl noch jede Menge Gesprächsbedarf diesbezüglich vorhanden ist. CDU-Fraktionschef Michael Panse erklärt dazu:
„Jedem klar denkenden Mensch ist bewusst, dass ein solch wichtiges Thema nicht einmal annähernd noch ausreichend innerhalb eines so kurzen Zeitraumes abgehandelt werden kann. Gerade gegen Jahresende und so kurz vor Weihnachten ist der Sitzungskalender erfahrungsgemäß bereits sehr gut gefüllt und wird dadurch noch einmal zusätzlich auf den Kopf gestellt.
Ich sehe als eine mögliche Motivlage bei Rot-Rot-Grün für dieses Handeln, dass sie das HSK möglichst geräuschlos und ohne Anhörung der Betroffenen durchzuziehen wollen. Als ob das noch nicht genug wäre, dass der Finanzausschuss damit nicht mehr die Gelegenheit bekommt, sich zu den Voten der Fachausschüsse zu beraten, kommt noch hinzu, dass die betroffenen Vereine und Verbände weder zu ihrer finanziellen Ausgangslage angehört noch nach den Auswirkungen dieser Entscheidung befragt werden sollen.
Im Ergebnis der Beratung der CDU Stadtratsfraktion zu diesem Thema, haben wir Anträge in allen zuständigen Fachausschüssen eingereicht, dass alle betroffenen Trägervertreter in die Ausschussberatungen einzubeziehen sind. Ihnen soll Gelegenheit gegeben werden zu ihrer finanziellen Situation und den Auswirkungen zum Haushaltssicherungskonzept aber auch zur nun wieder bevorstehenden vorläufigen Haushaltsführung Position zu beziehen. Da der Oberbürgermeister auch für das Jahr 2017 keinen fristgerechten Haushaltsentwurf vorlegt ist er aufgefordert, den Trägern mitzuteilen, wie die vorläufige Haushaltsführung ab Januar 2017 erfolgen wird. Es ist nicht hinzunehmen, dass nun jedes Jahr mit Planungsunsicherheit beginnt und die Träger bangen müssen.”
CDU fordert zukunftstaugliches Konzept für Zoo und Aquarium
Mit einer erneuten Erhöhung der Preise beim Zoopark und beim Aquarium stimmte am 16. November die rot-rot-grüne Kooperationsgemeinschaft im Erfurter Stadtrat für einen tiefen Griff in die Taschen der Erfurter Familien und aller weiteren Besucher.
Erst im Jahr 2015 wurden die Eintrittspreise erhöht. Jetzt sollen, entsprechend der Verwaltungsvorlage, die Preise um bis zu 25 Prozent steigen. Hintergrund dieser Erhöhung sind die fehlende Kostendeckung beim Zoopark sowie voraussichtliche Maßnahmen im Zusammenhang des Haushaltssicherungskonzeptes.
CDU-Fraktionschef Michael Panse erklärt dazu: „Die CDU-Fraktion warnte ausdrücklich vor weiteren Preiserhöhungen. Die Haushaltskonsolidierung wird hier nun auf Kosten der Zooparkbesucher gemacht. Ein Familientag im Erfurter Zoo wird somit zu einem noch teureren ‚Spaß‘. Im Zweifel gehen die Leute in andere Zoos und dann hat man mit der Erhöhung gar nichts gewonnen. Es ist außerdem befremdlich, dass, trotz vollmundiger, anders lautender Ankündigungen, die Kollegen von Rot-Rot-Grün nicht bereit waren, nach Finanzierungsalternativen zu suchen. Einer ihrer Vorschläge war es, das Land mit in die Pflicht zu nehmen. Dies gelang offensichtlich weder dem SPD-Landesvorsitzenden Bausewein, noch den sechs rot-rot-grünen Landtagsabgeordneten im Erfurter Stadtrat.“
Auch die wirtschaftspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion Marion Walsmann gibt zu bedenken: „Eine Preiserhöhung ohne ein entsprechendes Konzept dahinter ist reine Willkür.“ Sie merkt an, dass derzeit völlig unklar ist, wie die Zukunft des Aquariums und des Zoos insgesamt aussehen wird. Das Aquarium, das als externer Standort Teil des Zoos ist, gehört zu den Wackelkandidaten auf der Kürzungsliste im Rahmen der Haushaltssicherung. Walsmann fordert daher: „Das Aquarium ist aus Erfurt nicht wegzudenken. Dahinter steckt viel mühevolle Arbeit. Für den Zoopark insgesamt sollte daher ein zukunftsfähiges Konzept erarbeitet werden. Dabei sollte das Aquarium erhalten bleiben, möglicherweise jedoch als Teil des Zooparks direkt am Roten Berg, um u.a. die Kosten für zwei Standorte zu sparen, die man jetzt den Besuchern aufdrücken will.“
Die CDU-Fraktion wird deshalb den Oberbürgermeister im Rahmen der Debatte um das Haushaltssicherungskonzept auffordern, für den Zoopark und das Aquarium ein entsprechendes Konzept zu erarbeiten, bei dem es perspektivisch zu keinen Schließungen kommt und Kosten so gespart werden können, dass man nicht die Besucher mit hohen Preisen belasten muss.
Familienzentrum Sonneberger Spielzeugwelt e.V. „Villa Amalie“ geehrtGemeinsam mit Rainer Korn, Ernst Hoffmann und Katrin Christ-Eisenwinder, Präsidentin der Stiftung FamilienSinn
Am Dienstagabend (15.11.16) wurde in der Thüringer Staatskanzlei in Erfurt zum neunten Mal der Thüringer Familienpreis vergeben. Damit würdigt und fördert die Stiftung FamilienSinn seit dem Jahr 2008 Projekte, Initiativen und innovative Ansätze, aber auch ehrenamtliche Aktivitäten, die dazu beitragen, Familien in Thüringen zu unterstützen, deren Lebensbedingungen zu verbessern und ihre Eigenkräfte zu stärken. In diesem Jahr stand der Preis unter dem Motto „Miteinander der Generationen“.
Aus den 40 Bewerbungen wählte eine Jury elf Preisträger aus, die den Anspruch des diesjährigen Schwerpunktes im besonderen Maß erfüllen. Ministerpräsident Bodo Ramelow, der die Schirmherrschaft über den Thüringer Familienpreis übernommen hatte und die Festrede hielt, erklärte:
„Die Familie spielt eine zentrale Rolle in unserem Leben und in unserem Land. Doch sie ist im Wandel begriffen. Und das schon seit geraumer Zeit. Vom nahezu verbindlichen Lebensentwurf ist sie zu einer Lebensform unter anderen geworden, die noch dazu mit schwierigen Rahmenbedingungen leben muss. Der Familienpreis ist die passende Gelegenheit, dieses Engagement zu würdigen. Und deswegen habe ich sehr gern die Schirmherrschaft übernommen.“
Familienministerin Heike Werner ergänzte zum Themenschwerpunkt des 9. Familienpreises: „Ich freue mich, dass der Thüringer Familienpreis in diesem Jahr die Solidarität der Generationen in den Blick nimmt. Im Alltag wird dieses Miteinander in erster Linie in den Familien erlebt und gelebt. Dabei ist das Bild von Familie mittlerweile sehr bunt und vielfältig. Überall dort, wo Menschen verbindlich und freiwillig Verantwortung füreinander übernehmen, überall dort ist Familie. Das zeigt sich auch an den diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträgern.“
Zwei erste Preise mit einem Preisgeld von jeweils 4.000 Euro wurden vergeben an die Erfurterin Carola Backfisch für ihr Engagement zugunsten wohnungsloser Kinder und ihrer Familien sowie an den Landesverband der Pflege- und Adoptivfamilien Thüringen e.V. für sein Projekt zur Gewinnung, Schulung und Begleitung von Einzelvormündern für Pflegekinder in Thüringen.
Michael Panse, Leiter der Elternakademie und Mitglied der Jury, ehrte das Familienzentrum Sonneberger Spielzeugwelt e.V. „Villa Amalie“ mit einer Würdigung in Höhe von 1.000 Euro für sein Projekt Miteinander der Generationen. Bei der Preisverleihung erklärte Michael Panse:
„Wir haben in Thüringen eine gute Struktur an Einrichtungen die Familien unterstützen. Mehrgenerationenhäuser und Familienzentren gehören dazu. Die Villa Amalie in Sonneberg war viele Jahre ein Mehrgenerationenhaus und hatte sich mit seinen Angeboten fest etabliert. Besonders zu würdigen ist, dass auch nach dem Auslaufen der Bundesförderung als Mehrgenerationenhaus die Vereinsmitglieder des Familienzentrum Sonneberger Spielzeugwelt e.V. die Angebote in dem Projekt „Miteinander der Generationen fortsetzen. Das ehrenamtliche Engagement ermöglicht Krabbelgruppen, Spielnachmittage oder Bastelkurse, wo erfahrene Senioren gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen aktiv sind. Generationsübergreifendes Lernen am Computer gehört ebenso zur Angebotspalette. Die Jury hat deshalb dieses Engagement mit einer Würdigung versehen und ich gratuliere sehr herzlich.“
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