Unsere 2. Videobotschaft
Erstmals in diesem Jahr tagt morgen der Erfurter Stadtrat – immerhin ist dann der erste Monat des Jahres schon vorbei. Die Tagesordnung ist trotzdem nur spärlich gefüllt. Die rund 20 Tagesordnungspunkte haben zudem nur wenig Brisanz.
Ursächlich dafür ist, dass es mangels Haushaltsentwurfs des Oberbürgermeisters auch noch nicht viel zu entscheiden gibt. Auch die Multifunktionsarena, die Erhöhung der Kita-Gebühren oder Einschnitte bei der Kultur stehen nicht auf der Tagesordnung. Um die MFA ist es vorerst ruhig geworden, auch wenn sie noch immer nicht fertig, bzw. übergeben ist. Die Kita-Gebühren werden noch immer im Jugendhilfeausschuss diskutiert und die Kultur wurde gerade erst geschröpft.
Drei Themen sind uns als CDU-Stadtratsfraktion besonders wichtig. Die Martin-Anderson-Nexö-Straße – Stadteinfahrt im Süden der Stadt an der Multifunktionsarena soll seit vielen Jahren ausgebaut werden. Zig Mal hat dies der Oberbürgermeister den Anwohnern versprochen und genauso oft sein Versprechen gebrochen. Jetzt will er per Stadtratsbeschluss einen Schlussstrich ziehen und den Status Quo festschreiben. Wir fordern hingegen die umfängliche Einbeziehung der Anwohner und einer ergebnisoffenen gemeinsamen Lösungssuche.
Darüber hinaus soll das Thema sozialer Wohnungsbau diskutiert werden – dazu gibt es gleich drei verschiedene Anträge die sich durch mehr oder weniger restriktive Vorgaben für dir KOWO unterscheiden. Ich bin sehr gespannt, ob sich daraus noch ein gemeinsamer Antrag machen lässt. Als dritten TOP drängen wir auf ein Konzept zum Bau von Typenschulbauten. Ausnahmsweise gibt es dafür ein vorsichtig positives Votum der Stadtverwaltung. Mal sehen ob dies die anderen Fraktionen genauso sehen.
Zu allen drei Themen habe ich heute in einer kurzen Videobotschaft Stellung genommen.
Unsere Erfolgsmädels
Seit 20 Jahren spielt das Schwarz-Weiss Erfurt Volleyteam, bzw. zuvor seit 2004 das SWE Volleyteam und davor seit 1990 als TuS Braugold Erfurt in der 2. Volleyball-Bundesliga und drei Jahre davon in der 1. Liga.
Unsere Vereinsgeschichte ist natürlich noch viel länger. Mitte der 80ger Jahre wurde die BSG Braugold als Betriebssportgemeinschaft aus einer Abteilung des ASV ausgegliedert und gegründet. Nach der Wende und dem 5. Platz in der letzten DDR-Ligasaison folgte 1993 der Aufstieg in die 2. Bundesliga und nach dem Abstieg 1997 der Wiederaufstieg.
Seitdem konnten Generationen von Spielerinnen viele Erfolge ansammeln, die oft auch bei der Wahl zur Mannschaft des Jahres bei der Sportgala der Stadt Erfurt gewürdigt wurden und in unserer Vereinschronik festgehalten sind – zwei Mal 2003 und 2010 wurden wir sogar Mannschaft des Jahres und ungezählte Male als zweit- und drittplatzierte Mannschaft.
Gestern Abend fand die 26. Erfurter Sportgala im Erfurter Kaisersaal statt. Durch das spielfreie Wochenende waren sieben unserer Bundesliga-Mädels dabei. Gemeinsam konnten wir uns auf der Bühne über den 2. Platz, hinter dem Seriensieger THC und vor den Black Dragons freuen. Sportlerin des Jahres wurde Kristina Vogel und Sportler des Jahres Patrick Beckert.
Das sportlich festliche Programm mit zahlreichen Tanzrunden hat Spaß gemacht und ich hatte den Eindruck, dass auch unsere Spielerinnen es als einen Motivationsschub für den Rest der Erstligasaison mitnehmen. Die Chancen stehen gut, dass wir auch in der kommenden Saison in der 1. Liga spielen werden.
Reichlich Sport gab es am Wochenende auch noch – Freitagabend gewannen die Black Dragons ihr wichtiges Heimspiel gegen Rostock mit 5:4 während wir unsere Vereinswanderung hatten. Heute konnte ich während einer Sporteinheit auf dem Crosstrainer im Sportpark Johannesplatz das Volleyballpokalfinale im TV live verfolgen – mit 3:2 gewann Stuttgart gegen Schwerin.
Bilder der 26. Sportgala
Jean Pierre Kraemer
Brechend voll waren die Hallen 1-3 der Erfurter Messe zur Automesse 2017. Sowohl in der Halle 1, wo die Tuning-Experten ihren Bereich fanden, als auch in den Hallen 2-3, wo die “normalen Autos” präsentiert wurden, drängten sich Autofans und darunter erstaunlich viele Frauen.
Ich war mit meinem Sohn dort – nicht weil wir ein neues Auto suchen, sondern weil wir vor allen Jean Pierre Kraemer erleben wollten. Der PS-Profi zog mehr Fans an, als die Car-Wash-Girls und der Pool-Dance zusammen 😉
Immerhin hatten wir uns bis in die erste Reihe vorgekämpft, aber dafür scheiterte der Versuch bei der nachfolgenden Autogrammstunde eine Autogrammkarte zu ergattern. Hunderte Fans drängten sich am Zugang und warteten über eine Stunde.
…und auch schöne Italiener
Da haben wir uns in der Zeit lieber noch ein paar Autos angesehen. In Vorbereitung unserer Amerika-Reise im April, waren wir besonders an den US-Cars interessiert. Noch ist die Mietwagenentscheidung nicht gefallen, es steht nur fest, dass es ein SUV werden soll.
Bilder der Automesse
Mit Eva Schloss beim Denktag
Seit dem Jahr 2000 organisieren wir in jedem Jahr um den 27. Januar gemeinsam mit der Konrad Adenauer Stiftung Denktag-Veranstaltungen. Im Jahr 1996 hatte Bundespräsident Roman Herzog den 27. Januar, den Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz, zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus erklärt.
Die KAS hat gemeinsam daraus die Denktag-Initiative entwickelt, bei der wir mit vielen Zeitzeugen an Erfurter Schulen zu Gast waren. Auch in diesem Jahr habe ich gerne wieder die Schirmherrschaft übernommen.
In diesem Jahr war Eva Schloss in Erfurt zu Gast. Im Erinnerungsort Topf und Söhne wurde der Film “Kein Asyl: Anne Franks gescheiterte Rettung” aufgeführt und Eva Schloss stand danach den vielen Besuchern als Gesprächspartnerin zur Verfügung. Rund 180 Besucher füllten den Saal und wie am Vortag standen nicht genügend Stühle zur Verfügung,
Eva Schloss lebte zur gleiche Zeit wie Anne Frank in Amsterdam und überlebte das Grauen von Auschwitz. Ich war beeindruckt von dem kurzen Gespräch mit ihr vor Beginn der Veranstaltung.
Bilder vom Denktag 2017
SWE-Wandergruppe
Einmal im Jahr wandern wir mit dem Vorstand unseres Vereins und ehren- sowie hauptamtlichen Helfern und Unterstützern von Tiefthal bis zur Grundmühle.
Dieses Jahr hatten wir heute Abend klasse Winterwetter erwischt – Sonnenschein und leichter Frost – perfekt!
Wie auch in den letzten Jahren zog sich der Abend bei gutem Essen und reichlich Getränken bis spät in die Nacht und daher ging es auch in diesem Jahr im Fackelschein auf den Rückweg.
Vielen Dank allen Schwarz-Weissen für ihre Unterstützung!
Bilder der Grundmühlenwanderung 2017
BFS Uder
Mit dem heutigen Besuch in der Bildungs- und Ferienstätte Uder im verschneiten Eichsfeld habe ich die Trägergespräche zur Entwicklung und Umsetzung von Qualitätskriterien mit den Familienferienstätten abgeschlossen.
Bei zahlreichen konstruktiven Gesprächsrunden in Erfurt, Winterstein, Brotterode, Bodenstein, Oberhof und in Uder habe ich die Arbeit der Familienferienstätten gut kennengelernt und die Fördermodalitäten besprochen. Mit den künftig vier Familienerholungsstätten (das Haus Eichhof in Winterstein schloss Ende des Jahres 2016) wird die Stiftung FamilienSinn Zielvereinbarungen abschließen und regelmäßig die Einhaltung der Qualitätsstandards prüfen.
In Uder und den anderen FES gibt es jeweils unterschiedliche Profile und Voraussetzungen. Dadurch entwickelten die FES auch ihre Zielgruppen, die neben den Familienerholungsmaßnahmen für Familien mit Unterstützungsbedarf, vor allem bei den Familienbildungsmaßnahmen angesprochen werden. In Uder ist die Ferienstätte seit der Wende gemeinsam mit der Heimvolkshochschule etabliert worden.
Zuvor war es ein FDGB-Ferienobjekt, wo sowohl Urlauber in Bungalows wohnten, als auch gemeinsam mit vielen Urlaubern die im Ort in Wohnungen Ferien machten, versorgt und verpflegt. Einige wenige Bungalows aus der Zeit sind noch in Betrieb. Ansonsten ist viel modernisiert und gebaut worden. Als jüngstes Projekt wurde der Wellness und Sauna-Bereich aufgepeppt. Besonders gefallen hat mir auch das Kinderhaus mit vielen Möglichkeiten zur Betreuung der jüngeren Feriengäste.
Bilder aus Uder
Mit den beiden Präsidenten
Neujahrsempfänge laufen normalerweise alle nach dem gleichen Muster ab – Jahresrück- und Ausblick und als Gäste alle die im zurückliegenden Jahr irgendwie Kontakt mit dem jeweils ausrichtenden hatten, oder irgendwie wichtig sind. Wohltuend hob sich von diesem Schema der Bürgerempfang des Landtagspräsidenten Christian Carius heute Abend im Thüringer Landtag ab.
Unter dem Titel Menschen 2016 hatte Carius vor allem engagierte Ehrenamtliche geladen. Rund 500 Vereinsvertreter und Einzelpersonen waren der Einladung gefolgt. Wenige Politikvertreter und wenige Vertreter der Wirtschaft waren dabei – und auch die vor allem wenn sie mit dem Ehrenamt zu tun haben. Eine bemerkenswerte Festrede hielt der Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert, der nicht nur das vergangene Jahr reflektierte, sondern vor allem auf das Engagement der rund 30 Millionen Ehrenamtlichen in der Bundesrepublik einging. Volkswirtschaftlich ist es eine unvorstellbare Summe, die jedes Jahr geleistet wird. Gut, dass dies auch anerkannt wird und der Landtag ist der richtige Ort dafür.
Mit Klaus Zeh auf der Besuchertribüne im Landtag
Gefreut habe ich mich heute Abend auch darüber, dass viel Zeit für anschließende Gespräche war. Mit Klaus Zeh, viele Jahre Minister in Thüringen und jetzt Oberbürgermeister von Nordhausen habe ich gerne einmal wieder über Sport und Politik diskutiert. Seit wir 1990 beide vom Demokratische Aufbruch zur CDU gekommen sind, haben wir immer politisch viel miteinander zu tun gehabt.
Politisch war heute sogar ein markantes Datum, an dem Klaus Zeh Anteil hatte – und ein klein wenig auch die Junge Union Thüringen, in der ich damals Verantwortung getragen habe. Vor einem Vierteljahrhundert, am 23.1.1991, trat Ministerpräsident Josef Duchac zurück, nachdem es lange Diskussion und den Rücktritt mehrerer Minister gab (u.a. auch Klaus Zeh). Ihm folgte Bernhard Vogel als Ministerpräsident und gute Jahre für Thüringen.
Die umstrittene Spielszene
Videobeweise gibt es in der 1. Volleyballbundesliga leider nicht – dies habe ich bis jetzt beim Volleyball nur bei der Europameisterschaft erlebt. Aus Kostengründen für die Vereine wird dies auch nicht so bald kommen. Allerdings gibt es eine Videoübertragung und deshalb konnte ich am Rechner live das heutige Spiel am Berg Fidel in Münster verfolgen.
Schmerzlich vermisst haben wir heute jedoch den Videobeweis beim Spiel unsere Damen vom Schwarz-Weiss Erfurt Volleyteam in Münster. Beim Stand von 2:1 nach Sätzen für Münster lagen unsere Mädels im vierten Satz mit 24:23 vor. Toni schlug den Block von Münster an, der Ball ging an die Antenne und der 1. sowie der 2. Schiedsrichter entschieden auf Punkt und Satzgewinn für Erfurt.
…und die klare Schiedsrichterentscheidung (vorerst)
Allerdings setzten sich dann der Trainer und die Mannschaftskapitänin von Münster in Szene und protestierten jeweils bei der 1. Schiedsrichterin und dem 2. Schieri. Nach kurzer Beratung der beiden entschieden sie für Punkt für Münster. Dies ist aus drei Gründen regelwidrig: 1. Ist im Video klar zu sehen, dass der Ball vom Block die Antenne berührte. 2. dürfen Spieler und Trainer zwar Erklärungen für Entscheidungen einfordern, aber keine Korrekturen fordern. 3. hätte es bei einer fehlerhaften Entscheidung maximal einen Nullball geben dürfen und keinen Punkt für Münster.
Regel: 21.1.2 Die Entscheidungen der Schiedsrichter sind in sportlichem Geist widerspruchslos anzuerkennen. Im Zweifelsfall kann nur der Spielkapitän eine Erläuterung verlangen. Siehe Regel: 5.1.2.1
Regel: 21.1.3 Die Teilnehmer haben Handlungen und Haltungen zu unterlassen, die darauf abzielen, Entscheidungen der Schiedsrichter zu beeinflussen oder von der eigenen Mannschaft begangene Fehler zu vertuschen.
Ich bin stinksauer über diese Schiedsrichterentscheidung und das unsportliche Verhalten in Münster!
Am Ende ging das Spiel in Münster mit 1:3 verloren – nicht nur wegen der Schiedsrichterentscheidung, aber einen Punkt haben wir dadurch verloren. Ich bin einmal gespannt ob sich die VBL zu dieser Leistung äußert.
Frustabbau
Vor lauter Frust bin ich mit meinem Sohn eineinhalb Stunden Tennis spielen gegangen. Der Frustabbau hat funktioniert, aber neuer Frust kam noch dazu.
Das Eröffnungsspiel von RWE gegen den BVB war es nicht. Die Einladung des Oberbürgermeisters zu einer Teilnahme hatte ich abgesagt, weil uns angesichts der Probleme der MFA ein Jubelfest für ein immer noch nicht übergebenes Stadion unangemessen ist. Wenn alles klappt, soll die MFA kommende Woche übergeben, aber nur wenn alles klappt.
Ein guter Stern stand nicht über der heutigen Veranstaltung. Zwar schien im Stadion die Sonne, aber der Nebel des Grauens um Erfurt verhinderte die Landung des BVB am Flughafen. Spiel abgesagt, aber dieses Mal sind weder Hoyer noch Bausewein schuld. Das Spiel wurde zwar abgesagt, soll aber noch in dieser Saison nachgeholt werden…
Verloren haben heute die Handballer bei der Weltmeisterschaft ihr Spiel gegen Katar mit 20:21. Nach einer tollen Vorrunde war Endstation im Achtelfinale. Gewonnen haben aber erfreulicherweise die Drachen in Hannover mit 3:1 und sich somit für das Spiel am Freitag revanchiert. Kommenden Freitag steigt das richtungsweisende Spiel um den zweiten Playoff-Platz gegen Rostock.
Wie der Rest des Abend sportlich läuft ist (noch) offen. Die lange Footballnacht mit den Halbfinals zum Superbowl steht an – erst am 21 Uhr die Falcon gegen die Packers und danach die Patriots gegen die Steelers. Die Sympathien für meinen Sohn und mich sich klar verteilt – schließlich verloren letzte Woche die Cowboys gegen die Packers und die Chiefs gegen die Steelers 😉
Unsere Schlitten aus vier Jahrzehnten
Winter ist zugegebenermaßen nicht meine Jahreszeit. Zu sehr mag ich Sonne und Wasser. Das dunkle Winterwetter und H2O in Schnee- oder Eisform ist nicht so mein Ding und deshalb mag ich auch eher Wasserski, als Skifahren und das gilt auch für die meisten Sportarten, die mir im Winter in der Halle gefallen.
Eislaufen und Eishockey geht da natürlich immer (weil in der Halle), auch dann, wenn es wie am Freitag bei unseren Black Dragons nicht so optimal läuft. Nach der obligatorischen Freitags-Squash-Partie ging es in die Eishalle. Dieses Mal war mein Kurzer wieder mit dabei und sein ältester Bruder, der jetzt seine Liebe zum Eishockey wieder entdeckt hat (1999-bis 2003 haben wir kaum ein Spiel verpasst). Mit 2:3 nach Penalty haben die Drachen gegen die Hannover Scorpions verloren. Mal sehen, ob es heute beim Auswärtsspiel in Hannover besser läuft.
Eishockey in Erfurt
Am heutigen Samstag konnten wir uns dann dem Winterwetter nicht verweigern. Der strahlende Sonnenschein verwandelte den Schnee noch nicht in H2O und lud damit zum Rodeln ein. Rodeln bzw. Rennschlittensport und Bobfahren sind einige der wenigen Outdoor-Wintersportarten, für die ich mich begeistern kann. Dies liegt daran, dass wir schon bei vielen Weltcup-Rennen in Oberhof waren und ich Dank meiner ehemaligen Mitarbeiterin schon mehrmals die Rennschlittenbahn im Doppel und Einzel gefahren bin und seit dem einen Höllenrespekt davor habe.
Die drei Schlitten haben wir gerade so in den Kofferraum bekommen und ab nach Oberhof. Da alle drei Schlitten höchst unterschiedlich sind, wollten die Jungs auch im Rotationsprinzip alle testen und wir verbrachten zwei Stunden auf der Rodelpiste. Mein 40 Jahre alter Schlitten schlug sich übrigens sehr gut.
H2Oberhof
Aber danach ging es dann doch wieder ins flüssige H2O und da ist in Oberhof die Therme die beste Adresse. Morgen wird der Sonntag dann auch wieder sportlich. 14 Uhr spielen unsere Mädels vom Schwarz-Weiß Erfurt Volleyteam in Münster – da kann ich per Live-Ticker dabei sein. Danach geht es mit meinem mittleren Sohn zu einer Tennisrunde in de Sportpark Johannesplatz und am Abend gibt es noch die NFL-Super-Bowl-Halbfinals im Fernsehen.
Bilder vom Wochenende
Beim Erfurter Neujahrsempfang
Spannend ist beim Neujahrsempfang des Erfurter Oberbürgermeisters selten das was sagt, sondern zumeist was er verschweigt. Beim heutigen Neujahrsempfang im Festsaal des Erfurter Rathauses hatte seine Rede zwar die übliche Länge, aber ohne die Passagen zur Multifunktionsarena blieben weder im filmischen Rückblick auf das Jahr 2016 noch von seiner Rede viel übrig.
Es reicht nicht, den Gästen stundenlang einreden zu wollen, es wäre doch an der Arena alles zu einem guten Abschluss gekommen, weil am Sonntag das verspätete Eröffnungsspiel gegen Dortmund ausverkauft ist. Fakt ist, bis zum heutigen Tag ist der Bau nicht fertig und noch nicht übergeben. Fakt ist, die Verantwortung für die Mehrkosten ist nicht aufgearbeitet. Kommende Woche unternimmt ein Sonderausschuss erneut den Versuch dazu. Und Fakt ist, zum Thema Sanierung der Westtribüne schweigen der OB und seine Beigeordnete vorsorglich, denn das Schlichtungsverfahren mit der Firma Köster-Bau ist dem Vernehmen nach gescheitert.
Im Gespräch mit dem Vorsitzenden des Ausländerbeirates
Umfänglich erklärt hat der OB in seiner Rede warum er einst 2006 versprochen hatte, dass die Kitas 2012 alle saniert sind. Auf seine diesbezüglich alle zwei Jahre erneuerten Versprechen (Ziel 2014 und 2016) ging er nicht ein sondern rief als neues Ziel 2019 aus. Sein Versuch dem Stadtrat bezüglich der Haushaltssituation den schwarzen Peter zuzuschieben ist nicht neu, verfehlte aber auch heute sein Ziel. Die “Experten” die dafür Verantwortung tragen fehlten beim Neujahrsempfang. Weder die Fraktionsvorsitzenden der SPD, noch der Linken und Grünen waren dabei, als Bausewein von der prekären Haushaltslage sprach (die er gemeinsam mit Rot-Rot-Grün systematisch verursacht hat).
Investitionen in Schulen, Straßen und Brücken kündigte Bausewein heute an. Bei rund 325 Millionen Euro Bedarf allein bei den Schulen, bleibt es sein Geheimnis wie und wann er das finanzieren will. Auf den Rathausfluren erzählt man sich, dass dazu das letzte Tafelsilber der Stadt unter den Hammer kommt und die Stadt die Erfurter Industriebahn (EIB) versilbern will. Wir werden sehen, wann er mit einer Stadtratsvorlage dazu um die Ecke kommt. Der Oberbürgermeister hat Recht, Erfurt wächst. Aber es wird unter seinen Möglichkeiten geführt. Es gibt keinen wirklichen Plan und keine Visionen für die Entwicklung unserer Stadt.
Ansonsten war es beim Neujahrsempfang wie immer – spannender als der Jahresrückblick und der fehlende Ausblick war für viele Gäste das Gespräch untereinander.
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