Schnee ist inzwischen auch in Thüringen angekommen – in Oberhof schon etwas länger und im Rest des Freistaates seit gestern auch. Da wird es höchste Zeit die Wintersportsaison zu eröffnen. Der erste Rennrodel-Weltcup beginnt kommende Woche in Lillehammer und zwei Wochen später wird es für uns in Oberhof ernst. Das OK hat sich in Vorbereitung des ersten Heimweltcups heute Abend in Oberhof getroffen und jedes Sachgebiet hat über seinen Vorbereitungsstand berichtet. Für den Pressebereich trage ich die Verantwortung. Inzwischen sind die Journalisten alle zum Weltcup eingeladen und die Akkreditierungsunterlagen werden vorbereitet. Auch alle anderen Sachgebiete sind im Soll bei ihren Vorbereitungen und so steigt die Spannung, ob auch alles gut klappt.
Gut geklappt hat alles beim Rodelclub Ilmenau in der vergangenen Saison. Von Oberhof bin ich gleich nach Ilmenau gefahren und habe dort die Grüße des Präsidiums des TSBV übermittelt. Siegbert Bussemer, der Vorsitzende des RC Ilmenau konnte auf eine eindrucksvolle Bilanz verweisen. Die Mitgliederzahl ist vom 142 auf 173 gestiegen. Damit ist einer unser erfolgreichsten Vereine auch der mitgliederstärkste. Neben den vielen Erfolgen in der Vergangenheit ist man in der Bob- und Rodelstadt besonders auf die beiden Goldmädels der jüngeren Vergangenheit stolz – Dajana Eitberger und die Junioren-Weltmeisterin Antonia Pietschmann sind im RC Ilmenau. 7 Sportlerinnen und Sportler sind zur Zeit auf dem Sportgymnasium Oberhof und werden auch in Zukunft für Erfolge sorgen.
Auch mein Rodelbezug hat mit Ilmenau zu tun. Meine ehemalige Mitarbeiterin Gabi Weißbrodt und Ute Oberhoffner haben mich vor über 20 Jahren regelmäßig an die Rennrodelbahn in Oberhof mitgenommen und schließlich auch mehrmals als Rucksack auf den Doppelschlitten die Bahn herunter gefahren. Mit Norbert Niersberger, der ebenfalls Mitglied in Ilmenau bin ich im vorletzten Winter noch die Naturrodelbahn am Kickelhahn gefahren und auch beim Sommerrodeln in Ilmenau war ich schon aktiv dabei.
Ich wünsche den vielen ehrenamtlich engagierten Mitgliederinnen und Mitgliedern des Rodelclub Ilmenau für alle künftige Projekte alles Gute. An erster Stelle steht die Sanierung der Rodelbahn auf dem Wunschzettel, dichtgefolgt von der Gestaltung des Ortseingangskreisels, damit die Rodelstadt Ilmenau sich auch würdig präsentiert.
Vor 50 Jahren habe ich Skat spielen gelernt. Mein Vater hat es mir und meinem Zwillingsbruder schon im Alter von 8 Jahren beigebracht und wir haben mit ihm – weil wir ja drei waren – ganze Sommerurlaube bei schlechtem Wetter auf dem Campingplatz Skat gespielt.
Das nunmehr 19. Thüringen-Derby in der 1. Volleyball Bundesliga endete mit dem 18. Sieg für Suhl. Abgesehen vom Ergebnis war es ein toller Volleyball-Abend in der Erfurter Riethsporthalle. 1.300 Zuschauer – restlos ausverkauft.
Ich möchte mich herzlich bei allen unseren Helferinnen und Helfern bedanken. Über 40 von ihnen sorgten am Wochenende dafür, dass alles rund lief. Vielen Dank euch!
Inzwischen sind alle Kunsteisbahnen weltweit vereist und das Training, sowie Ausscheidungswettkämpfe laufen. Für die deutsche Kufensportfamilie sind die Ausscheidungsrennen bzw. Deutschen Meisterschaften immer schon der Gradmesser für die neue Saison. Da wir das Luxusproblem haben in allen Einzel-, Doppelwettbewerben beim Rodeln und auch beim Skeleton und Bob Spitzensportler zu haben, passiert es leider auch, dass einige nicht für die Weltcups nominiert werden, obwohl sie dort durchaus chancenreich wären.
Eineinhalb Jahre ist es her, dass wir in der 1. Bundesliga ein Thüringen-Derby hatten. Am Samstag ist es wieder soweit. Suhl wird in der Erfurter Riethsporthalle erwartet. Wir hoffen auf eine volle Halle und ein gutes Spiel. Auch oder gerade weil der Vorletzte gegen den Letzten der 1. Liga spielt liegt immer wieder ein Knistern in der Luft.
Wie tickt die Jugend? Antworten auf diese Frage bekommt man, wenn man mit jungen Menschen spricht – oder regelmäßig die Shell-Jugendstudie verfolgt. Seit 1953 gibt es diese Langzeitstudie schon durchschnittlich alle vier Jahre. Aktuell ist die 19. Shell Jugendstudie erschienen und ich habe sie mir mal wieder angeschaut. Schon mit der 13. und 14. Jugendstudie habe ich mich 2000 und 2002 intensiv, damals als jugendpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, beschäftigt.
Nass, kalt und unfreundlich präsentiert sich der November – der Monat, der keine Nachmittage hat. Es ist bis 15 Uhr morgens und dann Nacht. Hinzu kommen noch Regen und Nebel.
Seit der Rückkehr in die 1. Volleyball-Bundesliga warten wir auf den ersten Sieg in einem Pflichtspiel. Heute Nachmittag hat es endlich geklappt – zwar nicht in der Bundesliga, aber dafür im Pokalachtelfinale. Zwar sind wir als Favorit nach Köln gefahren, aber wir wussten aus der vergangenen Saison, dass es kein Spaziergang wird. Gegen Köln haben wir in der vergangenen Saison zwar genauso wie gegen alle anderen Teams gewonnen – aber eben auch nur zwei Mal 3:2, also knapp.
In den Abendstunden des 9. November 1989 passierte das bis dahin Unvorstellbare – nach Jahrzehnten Mauer und Stacheldraht öffnete sich die deutsch-deutsche Grenze. Viel wird in diesen Tagen darüber geschrieben, wie es zu den legendären Sätzen von Schabowski bei der Pressekonferenz kam. Nahezu jeder DDR-Bürger kann sich noch daran erinnern, wo er an diesem Tag war und wie er vom Mauerfall erfahren hat. Der Bundestag unterbrach seine Sitzung und es wurde die Nationalhymne gesungen. Auf dem Weg zur Deutschen Einheit war der Fall der Mauer die entscheidende Wendemarke, ab der es kein zurück mehr gab. Ich bin unwahrscheinlich dankbar für die Veränderungen und Chancen. Ich bin froh darüber dies alles damals so bewusst und intensiv miterlebt zu haben und ich kann mich heute noch an viele Details erinnern. Der Herbst 1989 hat mich politisiert und geprägt.
Am Abend des 9. Novembers habe die Nachrichten bis weit nach Mitternacht verfolgt. Am nächsten Morgen ist meine damalige Frau mit unseren Ausweisen zum Volkspolizeikreisamt, um einen Reisestempel bzw. ein Visum in die Personalausweise zu bekommen. Angeblich sollte man den zur Reise benötigen…
Im Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht vor 86 Jahren haben wir uns auch in diesem Jahr wieder auf dem jüdischen Friedhof in Erfurt getroffen. In diesem Jahr schon am Tag vor dem 9. November aus Respekt vor dem Shabbat.