Einer geht noch…

Das sportlich und politisch ausgesprochen erfolgreiche Wochenende endete mit dem Sieg der Chiefs heute Nacht 0:15 Uhr. Gold und Silber bei den Rennrodel-Weltmeisterschaften in Altenberg, der 15. Sieg unserer Damen von Schwarz-Weiss Erfurt, die TecArt Black Dragons Erfurt haben gewonnen und für die CDU Thüringen Christian Herrgott die Landratswahl. Nachdem ich gut aus Altenberg zurück war, war es an den The Kansas City Chiefs, den Tag perfekt abzurunden.

Glücklicherweise ging das AFC-Finale schon 21 Uhr los, weil Kansas auswärts spielen musste – bei Heimspielen wird durch die Zeitverschiebung manchmal erst 2 Uhr deutscher Zeit angepfiffen. Die letzten Spiele warn schon schlaflose Nächte, aber allesamt erfolgreich und so war es auch dieses Mal. Mit 17:10 gewannen die Chiefs und jetzt folgt in zwei Wochen der Superbowl gegen die San Francisco 49ers. Anpfiff ist traditionell 0:30 Uhr und sicherheitshalber nehme ich den darauffolgenden Tag (dieses Jahr zudem Rosenmontag) frei. Go Chiefs!

Spitzenspiel der 2. Volleyball-Bundesliga Pro

Zum Auswärtsspiel beim Tabellendritten Dingolfing konnte ich nicht mitfahren, da ich da gerade auf der Heimfahrt aus Altenberg war. Ich habe aber das Spiel am Live-Ticker verfolgt und mich über das Ergebnis sehr gefreut. Langsam beginnt jetzt das rechnen, an welchem Spieltag wir die Meisterschaft in der 2. Volleyball-Bundesliga Pro vorfristig feiern können. Nach 15 Siegen in Folge führen wir in der Tabelle mit 12 Punkten Vorsprung – viel kann jetzt nicht mehr “anbrennen”. Nachfolgend der Spielbericht aus Dingolfing:

Schwarz-Weiß Erfurt hat das mit Spannung erwartete Spitzenspiel beim Dritten TV Dingolfing souverän mit 3:0 gewonnen und seine Spitzenposition weiter ausgebaut.

Ungewohnt ruhig war es vor der Partie im Erfurter Spielerinnenkreis, als sie vom Spielfeldrand aus das Warm-Up der „Dingos“ auf dem Spielfeld verfolgten und sich dehnend auf das Spiel in der Sporthalle Höll-Ost vorbereiteten. Auch das Erfurter Trainerduo, das ohne die erkrankte Antonia Greskamp und die bei den Volley Juniors in der Regionalliga spielende Tabea Dreiack auskommen musste, saß leicht angespannt auf seinen Stühlen. Wer würde die nötige Lockerheit finden, um den Sieg zu erringen? Die Antwort gaben die SWE-Damen mit Anpfiff auf dem Spielfeld.

Die Partie in der mit 750 Zuschauern sehr gut besuchten Sporthalle begann mit einigen langen Ballwechseln, was auf ein umkämpftes Aufeinandertreffen hindeutete. Das bessere Ende hatten meist die Gäste, die mit 9:4 in Führung gingen. Mit Druck im Aufschlag sollte die Grundlage für den fünfzehnten Sieg gelegt werden. Neu-Kapitänin Lara Darowski beherzigte dies dann auch eindrucksvoll, als sie an der Grundlinie zweimal den Hammer auspackte, TVD-Trainer Urmann beim 9:15 zur zweiten Auszeit zwang und ein Raunen durch die Zuschauer ging. Bei Pia Mohrs erfolgreichem Einerblock zum 18:10 war eine Vorentscheidung gefallen und Silvie Pavlovás Einbeiner zum 25:17 beendete den Auftaktsatz.

Schwarz-Weiß ging weiter hohes Risiko im Aufschlag, was bei letztendlich 14 Fehlern und 7 Assen ein statistisches Minus ergab, jedoch zeigten viele Angaben Wirkung in der Gästeannahme. Mit Silvie Pavlovás Ass zum 8:4 für die Thüringerinnen hatten sich diese auch im zweiten Satz früh ein kleines Polster verschafft, das sie bis auf 18:10 ausbauten. Die „Dingos“ kämpften um den Anschluss und die Kapitänin Mira Schrömer führte ihr Team bis auf 19:17 heran, mehr ließ der Spitzenreiter allerdings nicht zu. Die mit einer Angriffsquote von 52% starke und nach Spielende zur MVP gekürte Lara Darowski beendete mit einem Hieb zum 25:19 Satz zwei.

Wie würde sich die eher unbeliebte Zehn-Minuten-Pause auswirken? Es sollte sich nichts Wesentliches am Spielverlauf ändern. Erfurt legte gleich ein 6:2 vor, das die Gastgeberinnen zwar zum 7:7 wettmachten. Doch es war das letzte Aufbäumen der Niederbayern. Fortan zog Schwarz-Weiß wieder souverän seine Kreise und setzte sich entscheidend auf 21:14 ab. Am Ende band die gerade eingewechselte Tina de Groot mit drei Punkten im Finish fast im Alleingang den Sack zu. Ihr letzter Angriff, der vom Block ins Aus sprang, wurde von den lautstarken Erfurter Anhängern ausgiebig bejubelt. Freuen durften sich auch die in schwarz spielenden Siegerinnen – über eine bärenstarke Leistung, die sie – ungewöhnlich konstant – über die gesamten 71 Spielminuten zeigten. Da hatte auch Erfurts Coach, sonst eher kritisch in seiner Analyse, nichts auszusetzen. „Das war eine gute Vorbereitung. Meine Mannschaft hat heute alles richtig gemacht“, war Mateusz Zarczynski voll des Lobes.

Sein Gegenüber, Andreas Urmann, war sichtlich enttäuscht, dass es seiner Mannschaft nicht gelungen war, dem Spitzenspiel vor großer Heimkulisse einen dramatischeren Anstrich zu verpassen. „Erfurt war heute sehr stark und uns überlegen“, anerkannte der in fünf Tagen 42 Jahre alt werdende TVD-Coach, dem ein vorfristiges Geburtstagsgeschenk verwehrt blieb. Die Ex-Erfurterin Natascha Oßner-Niemczyk haderte nach Spielende mit der Annahme ihrer Mannschaft, „die Aufschläge haben wir nicht in den Griff bekommen und sind deshalb nicht in gute Angriffssituationen gekommen“, was letztendlich spielentscheidend war.

Mit dem fünften 3:0-Sieg in Folge vergrößerten die SWE-Damen ihren Vorsprung auf die Konkurrenz in den zweistelligen Punkte-Bereich und scheinen auf dem Weg zum Meistertitel kaum mehr aufzuhalten. Bevor es am 10. Februar in heimischer Halle gegen Straubing weitergeht, haben sich Lara Darowski & Co. neben einem spielfreien Wochenende auch eine verkürzte Trainingswoche verdient. (St.S.)

52. FIL Rennrodel-WM in Altenberg

Vor genau einem Jahr hatten wir unsere Heim-WM in Oberhof und so sind wir voller Neugier und Erwartungsfreude als Vorstandsmitglieder des TSBV nach Altenberg gefahren. Wir haben drei spannende Wettkampftage erlebt, die viele Überraschungen bereit hielten. Nicht alle Medaillenträume reiften, insbesondere die Herrn- und Damendoppel blieben hinter den Erwartungen zurück. Eine feste Bank waren aus Thüringer Sicht die zwei Gold- und eine Silbermedaille von Max Langenhan und mit dem gleichen Ergebnis auch Julia Taubitz, die zur Oberhofer Trainingsgruppe gehört. Merle Fräbel wurde U23 Weltmeisterin.

Mehr als 160 Athletinnen und Athleten aus 21 Nationen waren insgesamt bei den 52. FIL Rodel Weltmeisterschaften in Altenberg am Start. Neun Weltmeistertitel waren zu vergeben, außerdem vier U23-Weltmeistertitel. Erfolgreichste Nation war Österreich mit viermal Gold, dreimal Silber und zweimal Bronze. Das deutsche Team durfte sich über insgesamt sieben WM-Medaillen freuen: drei goldene, zwei silberne und zwei bronzene. Jeweils einen weiteren Weltmeistertitel fuhren Lettland und Italien ein. In der U23-Wertung gingen die meisten Medaillen an Deutschland –  zwei von vier möglichen Weltmeistertiteln und einmal WM-Bronze gehe auf das Konto der schwarz-rot-goldenen Juniorinnen und Junioren.

Nach der WM ist jetzt vor den Weltcups – in zwei Wochen haben wir zwei Weltcups hintereinander in Oberhof.

Bilder aus Altenberg 

Mahnung und Gedenken

Morgen ist der internationale Holocaust-Gedenktag. Seit 1996 erinnert dieser Tag an die Befreiung des KZ Auschwitz und die Millionen Toten Juden. Er ist Mahnung und Gedenken. In früheren Jahren war ich an diesem Tag oft mit Zeitzeugen zum Denktag der Konrad-Adenauer-Stiftung an Schulen.

Die meisten der Zeitzeugen sind hochbetagt oder inzwischen verstorben. Jeder der Zeitzeugen zugehört hat, ist aber selber zum Zeitzeugen geworden und trägt Verantwortung darüber zu sprechen und sich klar zu bekennen. Ich tue dies auch sichtbar nach außen. Der Yad Vashem Memorial Pin steht für das Gedenken an die Vergangenheit und die Gestaltung der Zukunft und der Pin daneben war das Jubiläumslogo 40 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Israel und Deutschland im Jahr 2005.

Beide Pins sind mir wichtig zu zeigen – nicht nur am Gedenktag für die Opfer des Holocaust.

#niewiederistjetzt #yadvashem #WeRemember #HolocaustGedenktag

Warten auf den “Tag danach”

Dreieinhalb Monate nach dem verbrecherischen Überfall der Hamas auf Israel, machen die täglichen Nachrichten aus Israel und dem Gazastreifen immer wieder betroffen und traurig. Die Hoffnung ist leider auch nicht groß, dass sich dies kurzfristig ändern wird. In Israel bangen die Menschen um die Geiseln, die noch immer gefangen gehalten und gequält werden. Während sich äußerlich der Alltag in Israel normalisiert ist nichts mehr so, wie es vor dem 7. Oktober war.

Das gilt auch für die vielen Reisegruppen und Besucher von Israel, die in den Monaten vor dem 7. Oktober für einen  Besucher-Boom nach Corona gesorgt hatten. Der gesamte Tourismusbereich ist inzwischen zusammengebrochen. In vielen Hotels in Jerusalem sind beispielsweise israelische Flüchtlinge untergebracht, die ihre Dörfer und Städte am Rande von Gaza oder im Norden an der Grenze zum Libanon verlassen mussten.

Für Israel gibt es derzeit eine eine offizielle Reisewarnung des Auswärtigen Amtes – das heißt, es gibt derzeit nur Solidaritäts- und in kleinem Umfang Pilgerreisen oder individuelle Reisen. Alle anderen, insbesondere Reiseveranstalter, warten auf den “Tag danach” wenn die Reisewarnung aufgehoben wird oder der Konflikt und Krieg im Gazastreifen beendet ist.

Das Staatliche Israelische Verkehrsbüro hat gestern im Rahmen einer Online-Konferenz zur aktuellen Situation informiert und einen Ausblick gegeben. Über 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzen die Gelegenheit, sich zu informieren und hoffen wie ich darauf, dass bald wieder Gruppenreisen möglich sein werden. Für Oktober 2024 haben wir immer noch unsere nächste Reise der LZT nach Israel geplant. Ende März möchte ich privat nach Israel fliegen um auszuloten, wie und ob diese Reise stattfinden kann.

Newsletter zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

Der zweite Newsletter der LZT, den ich heute versandt habe, ist dem 27. Januar, dem Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus gewidmet. Am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Soldaten das KZ Auschwitz.

Der Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz wurde im Jahre 1996 in der Bundesrepublik Deutschland als Gedenktag für die Opfer des NS-Regimes ins Leben gerufen.

Wir erinnern in diesem Jahr zum 79. Mal an die Befreiung von Auschwitz. Die Landeszentrale für politische Bildung bietet dazu zusammen mit Projektpartnern zahlreiche Veranstaltungen an, die wir im Newsletter vorstellen. Auch der zunehmende Antisemitismus in unserer Gesellschaft wird bei mehreren Veranstaltungen thematisiert.

In unserem Publikationsbereich stellen wir zudem ein breites Angebot für die Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus und dem KZ-System zur Verfügung, gerade auch unter dem Aspekt der Regionalgeschichte des Nationalsozialismus in Thüringen. Einige ausgewählte Publikationen stellen wir Ihnen in unserem heutigen Newsletter vor.

Newsletter 2/2024

…dieses war der 14. Streich

Unsere Serie hält und der Zug hat weiter keine Bremse! Nachfolgend der Spielbericht vom Wochenende:

Schwarz-Weiß Erfurt hat seine Siegesserie in der 2. Bundesliga Pro fortgesetzt. Der 3:0-Heimsieg gegen EVT Hamburg war der 14. Sieg im 14. Spiel.

Im ersten Spiel nach dem Abgang von Kapitänin Sina Fuchs begann der Spitzenreiter zunächst nervös und lag mit 4:7 im Rückstand. Das legte sich alsbald und nach einem Kampf auf Augenhöhe setzte sich der Gastgeber im Finish doch noch recht deutlich mit 25:18 durch. Sina Stöckmann verwandelte per Block.

Auch im zweiten Satz lagen die Erfurterinnen nach einigen Unstimmigkeiten in der Annahme zunächst mit 4:6 zurück. Erneut konnten sie den Rückstand in einen komfortablen Vorsprung umwandeln, weil Antonia Greskamp, die diesmal den Vorzug im Zuspiel erhielt, einen starken Job machte. Die Auszeichnung zur goldenen MVP nach Spielende war der verdiente Lohn für sie. Einige Wechsel bei den Gastgebern, die den Motor kurz ins Stottern brachten, ließen den komfortablen 20:13-Vorsprung schmelzen, der verschlagene Aufschlag der Gäste beendete den zweiten Durchgang dennoch mit 25:22 zu Gunsten der SWE-Damen.

Beim 0:4 zu Beginn des dritten Satzes wackelte das bei Sieg versprochene Fass Freibier des Spieltagssponsors Thüringen Park. Aber nicht lange, die Gastgeberinnen holten diesen auf und lieferten sich einen harten Kampf. Schwarz-Weiß brauchte viel Geduld im Angriff, um die aufopferungsvoll kämpfende EVT-Mannschaft zu zermürben. Die Abwehrschlacht der Hanseatinnen hielt bis zum Beginn der Crunchtime. Dann war der Widerstand gebrochen und mit einem Block von Silvie Pavlová zum 25:20 endete die Begegnung, die die knapp 600 Zuschauer zu langanhaltendem Applaus veranlasste.

Am kommenden Sonntag geht es zum Spitzenspiel nach Dingolfing. Ein Fortführen der Siegesserie ist das Ziel, wird aber eine knackige Aufgabe für die Thüringerinnen. (St.S.)

Bilder vom Spiel

Traditionspflege

Seit nun 17 Jahren pflegen wir mit unseren Nachbarn die Tradition des Jahres-Angrillens in den ersten Januartagen. In Thüringen gibt es eigentlich weder einen Saisonstart noch ein Saisonende für die Thüringer Rostbratwurst. Lediglich die Beschaffung ist unterschiedlich schwer. Während im Frühjahr großen Mengen über die Bartwurstroste wandern und dadurch der Nachschub knapp wird, ist es im Winter der Fehlglaube, dass Rostbratwürste Saisonware wären. Ich konnte trotzdem 50 von ihnen bei EDEKA erstehen und so war der Tag gerettet.

Gestern vor genau 620 Jahren wurde die Thüringer Bratwurst erstmals in einem Schriftstück erwähnt und somit konnten wir heute bei bestem Winterwetter den Geburtstag würdig feiern. Mitten im Schnee passte Glühwein am Besten dazu – in anderen Jahren war es auch schon einmal ein kühles Bier. Schön war wieder und wir setzen die Tradition im nächsten Jahr natürlich fort.

Gesicht zeigen und Position beziehen!

9.000 – 10.000 Erfurterinnen und Erfurter haben dies heute getan. Im Protest gegen Rechtsextremismus und die rechtsextreme AfD kamen Menschen zusammen, die sonst nicht die gleiche politische Einstellung haben, die aber die Ablehnung des Menschenverachtenden Kurses der AfD eint.

Mit unserer Bundestagsabgeordneten Antje Tillmann und unserem Fraktionsvorsitzenden Michael Hose war ich für die CDU Erfurt dabei. “Nie wieder ist JETZT!” ist der Slogan, der für mich auch den Protest gegen jegliche Form des Antisemitismus ist. Der Demonstrationszug war bezüglich der gezeigten Plakate ausgesprochen bunt. Nicht mit allen bis ich einverstanden, insbesondere wenn bei den offiziellen Reden zwar von der breiten Mitte gesprochen wird, aber im nächsten Atemzug SPD, Grüne, FDP und CDU beschimpft werden. Wer eine  breite demokratische Mitte will, darf nicht seine eigene (außerparlamentarische) Meinung überhöhen und zum Maßstab der Demokratie machen.

Rund drei Stunden war der Demonstrationszug durch die ganze Stadt unterwegs und hat ein deutliches Signal gesandt. Während im DasDie die Werteunion ihre Parteigründung beschloss, liefen am Hirschgarten tausende Erfurterinnen und Erfurter vorbei und protestierten.

Der Slogan, der oft skandiert wurde “ganz Erfurt hasst die AfD” ist angesichts der aktuellen Umfragen sicher ein ziemlich überhöhter Anspruch. Es wurde aber glücklicherweise deutlich, dass es einen großen Anteil in der Bevölkerung gibt, der seinen Protest öffentlich macht und dies an allen Orten in Deutschland.

Trauerspiel im Theater

Unser Erfurter Theater besuche ich gerne und viel. Sinfoniekonzerte, Opern und Domstufenfestspiele und in diesem Jahr auch wieder einmal eine Ballett-Inszenierung. Nicht alle Aufführungen gefallen mir gleich gut, aber in der Regel bin ich von den künstlerischen Leistungen begeistert.

In den letzten Wochen wurde das Bild getrübt. Unser Theater kam sowohl finanziell, als auch sonst vom Kurs ab. Vorwürfe im Theater zu sexuellen Belästigungen wurden von der Gleichstellungsbeauftragen der Stadt öffentlich gemacht und in Folge dessen wurde sie vom Oberbürgermeister entlassen, weil sie ihre Machtbefugnisse überschritten habe. Ein Berliner Anwaltskanzlei sollte die Vorwürfe aufarbeiten. Seit zwei Wochen liegt der rund 130 Seiten dicke Abschlussbericht vor – passiert ist seit dem zunächst nichts. Erst gestern wurde das Thema im Werkausschuss diskutiert und die Stadträtinnen und Stadträte durften den Bericht vertraulich lesen.

Ich habe heute Vormittag den Bericht durchgearbeitet (dauert gut eine Stunde) und bin schockiert über die Summe an Vorwürfen. Ich darf über einzelne Fälle nicht berichten, aber ich ich teile die Einschätzung, dass die Vorwürfe personelle Konsequenzen haben müssen. Der Oberbürgermeister hat heute – zwei Wochen nach dem Bericht – den Generalintendanten beurlaubt, bzw. sich mit ihm darauf verständigt, dass er dem Theater fern bleibt. Kritisch hinterfragt werden muss, warum erst jetzt und was der OB wann wusste und hätte handeln müssen.

In den nächsten Wochen wird das kommunalpolitisch aufgearbeitet werden, aber der Schaden für das Theater wird lange nachwirken. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Theaters ist die personelle Änderung ein vorläufiges Ende von Missstimmungen und Belastungen. Wir müssen im Stadtrat schnell für Entscheidungen sorgen, dass das Theater wieder in ruhigeres Fahrwasser kommt. Ich werde dem Theater die Treue halten und freue mich auf jede neue Aufführung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ensembles werden ihre Bestes geben.

TA-Beitrag

MDR-Beitrag

PM der CDU