Leider ist es das nicht. Wer aber dem zuständigen Finanzbeigeordneten Steffen Linnert bei der Einbringungsrede zum Haushalt 2024/2025 gestern Abend zugehört hat, hätte allerdings diesen Eindruck gewinnen können.
Traditionell redet zur Einbringung des Haushalts nur der Beigeordnete und dann wird der Haushalt in die Fachausschüsse zur Anhörung und Beratung verwiesen. Ich habe nur einmal in all den Jahren für die CDU-Fraktion bereits zur Einbringung des Haushalts geredet – eigentlich wäre es gestern ein zweites Mal fällig gewesen.
Frau Pablich, die Vorgängerin von Steffen Linnert, hat bei ihren Reden zum Haushalt immer die Risiken benannt und mahnende Worte an die Fraktionen und die Verwaltung gerichtet. Dies hat gestern leider völlig gefehlt.
Laut Geschäftsordnung hatte die Verwaltung 10 Minuten Redezeit. Diese Zeit hat der Beigeordnete im Wesentlichen dazu genutzt den Haushalt zu loben und schönzureden. Ich hatte gehofft, dass danach noch was kommen würde und so habe ich mit dem “abläuten” nach Ablauf der zehn Minuten noch gewartet. Ich hätte es aber tun sollen, denn auch in den fünf Minuten danach kam nichts mehr. Eine 30seitige Präsentation hatte der Beigeordnete vorbereitet. Darin fand sich nichts zum Versagen bei der Finanzpolitik in unserer Stadt.
Bei den letzten beiden Haushalten wurde stolz verkündet, es gebe jetzt eine nie dagewesenen Investitionsoffensive. Jetzt stellt sich heraus, dass dies gelogen war. Nicht einmal die Hälfte der 2022 und 2023 geplanten Investitionen wurde realisiert. Der Beigeordnete erklärte gestern, dass seit Beginn der Amtszeit von Andreas Bausewein Schulden abgebaut wurden. Auch dies ist eine Lüge oder bewusst verzerrt dargestellt. Es wurden zwar (planmäßig) Kredite getilgt, aber jetzt werden jährlich so viele neue Schulden gemacht, dass wir bei einem Höchststand der Pro-Kopf-Verschuldung landen. Für notwendige Investitionen fehlt trotzdem das Geld.
Über 1 Milliarde umfasst der Haushalt 2024 und damit 48 Millionen mehr, als 2023. Ursächlich dafür sind 32 Millionen mehr Personalkosten und 12 Millionen mehr Sozialausgaben. Der Vermögenshaushalt sinkt hingegen in den nächsten Jahren. Ich bin enttäuscht, dass es bei der gestrigen Einbringungsrede keinerlei Selbstkritik oder mahnende Worte gab. Natürlich werden wir das nicht so durchgehen lassen. Bei den Haushaltsberatungen werden wir den Finger in die Wunde des haushaltspolitischen Versagens des OB und seines Beigeordneten legen.
23 Uhr habe ich dann gestern die letzte Stadtratssitzung des Jahres 2023 abgeläutet und mich bei den Stadtratskolleginnen und Kollegen für ihre kommunalpolitische Arbeit bedankt – im neuen Jahr wartet viel Arbeit auf uns.
Die Verfassung des Freistaats Thüringen gibt es jetzt in einer neuen Druckversion. Während der Text noch der gleiche ist, hat sich das Design verändert und wurde (sicher gut gemeint) “modernisiert”.
Auch in diesem Jahr war ich wieder in der Vereinshütte auf dem Erfurter Weihnachtsmarkt im Einsatz. Letztes Jahr hatte ich da mehrere Tage “Standdienst” und wir haben für die Rennrodel-Weltmeisterschaft in Oberhof und für unsere Bundesligaspiele von Schwarz-Weiss Erfurt geworben.
Im Namen der LZT und unseres Leiters Christoph Bender, habe ich heute Abend, über 300 Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrerinnen und Lehrer von zahlreichen Erfurter Schulen in der Aula des Ratsgymnasiums begrüßt und der Schulleiterin Anke Hamm für die Gastfreundschaft gedankt.
Knapp 400 km nach Köln und dies mitten in der Adventszeit – dafür musste es schon um etwas gehen – ging es auch und zwar um unsere weiße Weste! In der aktuellen Saison habe ich mir vorgenommen, zu möglichst vielen unserer Auswärtsspiele mitzufahren. An diesem Wochenende war es schon die vierte Auswärtshalle. Neben der Unterstützung für unser Team, kommt es mir darauf an, die anderen hallen kennenzulernen und mit den Vereinsverantwortlichen ins Gespräch zu kommen. Vielen Dank deshalb auch den Kollegen bei SnowTrex Köln. Mit dem Vereinsvorsitzenden Thomas Bartel habe ich mich über unsere Vereinsstrukturen und Perspektiven intensiv austauschen können – und dies trotz der sportlichen Spannung, die wir beide am Samstag hatten 😉
Schon seit einigen Wochen ist Eis auf der Rennrodelbahn in Oberhof und es wird kräftig trainiert. An diesem Wochenende beginnen die Weltcups bei den Damen und Herren in Übersee, die mit den beiden Weltcuprennen in Oberhof und der Weltmeisterschaft in Altenberg sicher ihren Höhepunkt für uns, den TSBV, haben wird.
Jorge Semprún – Ein europäisches Leben im 20. Jahrhundert
Die erste Kerze am Erfurter Leuchter ist entgezündet. Happy Hanukkah allen meinen jüdischen Freundinnen und Freunden! Auch in diesem Jahr waren wieder viele Erfurterinnen und Erfurt auf dem Fischmarkt dabei, als heute die erste Kerze am Leuchter vor dem Rathaus vom Beigeordneten Steffen Linnert entzündet wurde.
Beim heutigen Netzwerktreffen “Jüdisches Leben in Thüringen” haben mehrere Netzwerkpartner ihre aktuellen Projekte vorgestellt. Für die Landeszentrale für politische Bildung habe ich über unsere Aktivitäten gesprochen.
Heute ist der Tage des Ehrenamts – heute ganz besonders, aber eigentlich das ganze Jahr, sind wir den Ehrenamtlichen in unserer Gesellschaft zu großem Dank verpflichtet. Dabei ist das Ehrenamt so vielfältig, dass jede Aufzählung unvollständig bleiben muss.