TVV Verbandstag

Einige unserer Spielerinnen in 3D
Endlich wieder ein ganz normaler Verbandstag auch beim TVV! Der Thüringer Volleyball Verband hatte seine Mitglieder zum ordentlichen Verbandstag 2022 für heute eingeladen und der Raum war bis auf den letzten Platz gefüllt. Gerne habe ich dabei unseren SWE Volley-Team e.V. vertreten, zumal ich den Tagungsort (die Rotunde im Regierungsviertel) früher selbst oft für Veranstaltungen genutzt habe. Verbandspräsident Christian Stückrad konnte trotz der Corona-Zeit eine gute Bilanz ziehen. Finanziell ist der Verband wieder solide aufgestellt. Was allen Vereinen in Thüringen derzeit Sorge bereitet ist die Nachwuchsentwicklung. Zwei Jahre liefen Training und Wettkampfbetrieb coronabedingt nur schleppend. Jetzt wollen zwar viele Kinder beim Volleyball einsteigen, aber oft fehlen dann die Übungsleiter und Hallenkapazitäten. Auch wir merken das in der Landeshauptstadt deutlich. Die drei Vizepräsidenten stellten sich zur Wiederwahl und ich durfte ihre und die Wahl von Kassenprüfern und Ausschussvorsitzenden moderieren. Entgegen den sonstigen Wahlverfahren, wenn ich die Sitzungen des Stadtrates in der 500 entfernten Thüringenhalle leite, ging es beim Volleyball entspannt zu. Die Wahlhandlungen ergaben allesamt einstimmige Ergebnisse ohne Gegenstimmen. Herzlichen Glückwunsch allen Gewählten! Der nächste Verbandstag findet beim TVV in einem Jahr statt – zwischendurch ist für mich jahreszeitlich angepasst im Herbst der Verbandstag des Thüringer Schlitten- und Bobsportverbandes.

Gesundheit und Familie im Blick

Mit Kristina Vogel und meinem Zwillingsbruder
Gemeinsam mit meiner Stadtratskollegin Kristina Vogel war ich gestern beim 6. Gesundheitstag der Uni Erfurt zu Gast. Mein Zwillingsbruder Jens, der dort für das Gesundheitsmanagement zuständig ist, hat den Gesundheitstag organisiert – passenderweise Stand er unter dem Motto “Familie und Gesundheit”. Kristina hielt zur Eröffnung des Gesundheitstages ein Grußwort und begab sich danach in Begleitung vieler Studentinnen und Studenten auf Campustour. Alle neuen Gebäude der Uni werden barrierearm gebaut und bestehende umgebaut. Aber es ist immer noch etwas anderes, wenn man es aus dem Blickpunkt von Betroffenen betrachtet. Insbesondere in der Bibliothek wurde an nahezu alles gedacht, aber der Zugang zur Mensa ist verbesserungswürdig. Kristina ist nicht nur eine Weltklassesportlerin mit starkem sozialen Engagement, sie ist auch mit Leidenschaft Kommunalpolitikerin und legt den Finger in die Wunde, wenn es ihre Themen betrifft. Vor drei Jahren hat sie für die CDU zur Kommunalwahl kandidiert und wurde mit dem besten Ergebnis in den Stadtrat gewählt. Seit dem ist sie nicht nur im Stadtrat präsent, sondern auch regelmäßig mit ihrem Wort am Rednerpult. Danke für dieses Engagement! Bilder vom Gesundheitstag  

Politische Bildungsangebote

Newsletter 9/2022 der LZT
Warum ich auf meiner Homepage regelmäßig den Newsletter der Landeszentrale für politische Bildung bewerbe? Ganz einfach, weil ich davon überzeugt bin, dass wir mehr politische Bildungsangebote brauchen und die bestehenden besser genutzt werden sollten. Zudem erstelle ich den 14tägigen Newsletter seit nunmehr eineinhalb Jahren im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit und da freue ich mich, wenn er möglichst viele Menschen erreicht. Über 370 Menschen und Institutionen bekommen unseren Newsletter im Abo zugeschickt. Wer dies von den Besucherinnen und Besuchern auf meiner Homepage auch möchte, kann sich mit seiner E-Mail-Adresse auf der Homepage der LZT registrieren lassen. Neben regelmäßigen Veranstaltungsangeboten und der Vorstellung neuer Publikationen, erfahren die Newsletter-Leserinnen und Leser auch als erste von Bildungsreisen der LZT. Aktuell planen wir eine nach Tschechien und nächstes Jahr im März wieder nach Israel. Es gibt aber noch einen weiteren aktuellem Grund. Bei der Landtagswahl in NRW waren nur noch 55,5 Prozent wählen. Dies ist nicht nur ein Alarmsignal für die politische Bildung, sondern auch für unsere Gesellschaft.

Den Schlitten an den Nagel gehängt

Beim Weltcup in Oberhof
Nach einer wahnsinnig erfolgreichen Saison mit zwei Goldmedaillen in Peking und dem Sieg des Gesamtweltcups hat sich gestern sich ein ganz Großer von der Rennschlittenbühne verabschiedet. Johannes Ludwig hat alles erreicht, was es im Rennschlittensport zu gewinnen gibt. Im Januar konnte ich live dabei sein, als er in Oberhof den Gesamtweltcup gewann und am TV haben wir zur Olympiade alle mit gefiebert. Bei Olympiaempfang des TSBV und dem gemeinsame anschließenden Essen habe ich ihn als sympathischen und engagierte Sportler erlebt. Alles Gute für die Zukunft und Dank und Respekt für eine beeindruckende Sportlaufbahn! Nachfolgend die Erklärung von Johannes Ludwig: „Rennrodeln ist, seitdem ich 6 Jahre alt war, der grundlegende Inhalt meines Lebens. In den zurückliegenden 30 Jahren war nahezu jeder Tag vom Kufensport bestimmt und verlangte mir, aber auch meinem familiären Umfeld, große Entbehrungen ab. Im Laufe meiner Karriere habe ich gelernt, dass im Leistungssport vor allem Durchhaltevermögen und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten wichtige Elemente für den Erfolg sind. Dass mir auf meinem bisherigen Lebensweg unzählige Menschen zur Seite standen, empfinde ich als großes Geschenk. Ich danke ganz besonders meiner Familie, meinen Eltern, meiner Frau und meinen Kindern, meinen Nachwuchstrainern vom BSR Rennsteig Oberhof (später WSV Oberhof 05), dem Bundesstützpunkttrainer in Oberhof Jan Eichhorn und meinem Mechaniker Robert Eschrich sowie dem BSD-Cheftrainer Norbert Loch. Leistungssport ohne den Support durch meine Sponsoren und die Bundespolizei wäre undenkbar, deshalb sind auch sie Teil der sportlichen Erfolgsgeschichte. Ich gespannt auf einen neuen Lebensabschnitt. Beruflich wird meine weitere Laufbahn bei der Bundespolizei eine große Rolle spielen. Der Fokus wird jetzt aber zunächst auf meiner Familie liegen. Ich freue mich auf den Sommer und die Zeit mit meinen Kindern, die so lange auf mich verzichten mussten. Als Botschafter für die Weltmeisterschaft 2023 auf meiner Heimbahn in Oberhof bleibe ich dem Rennrodelsport und dem Thüringer Schlitten- und Bobsportverband verbunden.“

Start in die Wakeboardsaison

Sommer, Sonne, Wakeboard
Perfektes Sonntagswetter – natürlich für eine größere Motorradtour inklusive Spargelbeschaffung in Herbsleben, aber vor allem auch endlich wieder für den Erfurter Nordstrand. Nachdem das traditionelle Anbaden mit der DLRG am 1. Januar in diesem Jahr leider ausgefallen ist, war ich erst Ostern bei erfrischenden 14 Grad in Krakow das erste Mal im Wasser. Die diesjährige Wakeboardsaison an der Wasserskianlage in Erfurt begann kurz danach am 30. April. In den letzten Tagen waren die Temperaturen allerdings so, dass nun endlich auch bei mir das Board ausgepackt werden konnte. Die ersten Runden waren wieder wunderschön und ich freue mich schon auf die Saison. Ganz so oft, wie im letzten Jahr werde ich allerdings nicht aufs Brett kommen. Im letzten Jahr war ich alleine zwei Mal für jeweils sieben Tage mit meinen Söhnen am Zrce-Beach in Kroatien auf der dortigen Anlage und zudem noch in Pula. In diesem Jahr klappt es hoffentlich in vier Wochen, dass ich mit meinem Sohn das Wakeboardcamp auf der Insel Pag wieder nutzen kann. Mein Sohn will dort vor allen neue Tricks lernen. Ich lasse es da in meinem Alter etwas ruhiger angehen. Heute hat das ein langjähriger Freund an der Erfurter Wakeboardanlage zutreffen formuliert: in unserem Alter muss man keine Sprünge mehr lernen – da ist wie beim Motorradfahren, der Weg das Ziel.

Das Glück der Erde…

Stotternheim
Für meine Enkeltochter ist dies ganz klar – alles was mit Pferden zu tun hat, begeistert sie. Keine Frage also, dass sie mit Opa zum Tag der offenen Stalltür zum Reitverein Kinderleicht wollte. Nach der coronabedingten Pause konnte der Verein endlich wieder feiern und seine Arbeit präsentieren. Traditionell findet das Fest zum Koppelauftrieb statt und dabei wird die Sommersaison eingeläutet. Im Hengstdepot gab es davor aber eine Vielzahl an Angeboten für Kinder und Eltern. Für meine Enkeltochter stand natürlich das reiten im Mittelpunkt. Ausgestattet mit eigenem Helm traute sie sich auf das größte Pferd. Seit vielen Jahren kenne und begleite ich die Arbeit des Vereins sehr gut. Als der ursprüngliche Standort in Stotterheim von der Stadt aufgekündigt wurde, wandten sich die Vereinsmitglieder an die Kommunalpolitik mit der Bitte um Hilfe. In zahlreichen Gesprächsrunden haben wir nach einem Alternativstandort gesucht und auch die Finanzierungsfrage immer wieder diskutiert. ich bin froh, dass der Verein so gut angekommen ist. Hunderte begeisterte Familien haben dies heute wieder einmal bestätigt. Bilder vom Tag der offenen Stalltür      

Schilda in Erfurt

Ich habe nachgezählt
Gute Chancen auf eine Erwähnung bei Extra3 hat sich die Stadt Erfurt wieder erarbeitet. Normalerweise ist das Brühl in Erfurt gerne Fotokulisse, wenn die Kirschblüten in voller Pracht stehen, oder natürlich auch wenn das Theater, und das Heizhaus in den Blickpunkt der Spaziergänger kommen. Für Kopfschütteln und schmunzeln sorgt aber die jüngste Aktion des (vermutlich) Verkehrsamtes. Entlang der Martinsgasse wurden auf 50 m Länge für 10 Anwohnerparkplätze gleich 16 Halteverbotsschilder platziert. Dieses Halteverbot gilt allerdings nur am 17.5.2022. wer also den Schilderwald noch im Bild festhalten will, sollte dies am Wochenende tun. Nach dem angekündigten Baumschnitt, werden sie sicher wieder verschwinden. Immerhin hat es das Brühl damit wieder einmal in den MDR geschafft und die sozialen Medien bereichert.

30 Jahre DAG Erfurt

Mit dem US-Generalkonsul Ken Toko und meinem Sohn
Gestern Abend hat die Deutsch-Amerikanische Gesellschaft Erfurt e.V. ihr 30jähriges Jubiläum gemeinsam mit dem US-Generalkonsul Ken Toko gefeiert. Ken Toko hielt die Festrede, dankte den Akteuren für ihr Engagement und nahm sich viel Zeit für anschließende Gespräche. Künstlerisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Stephanie Johnson Carlucci und Richard Carlucci vom Theater Erfurt. Der Finanz-Beigeordnete der Stadt Erfurt Steffen Linnert hielt in Vertretung des Oberbürgermeisters ein Grußwort. Die Arbeit der DAG Erfurt kenne und schätze ich seit vielen Jahren. In den alten Bundesländern gibt es die DAG schon seit 70 Jahren. In den neuen Bundesländern ging Erfurt 1992 an den Start und leitet bis heute gute Arbeit. 1995 war ich das erste Mal in Amerika – das Land der unbegrenzten Möglichkeiten war für mich, aber wohl auch für viele ehemalige DDR-Bürger immer der große und vermeintlich unerreichbare Traum. Zwei Mal konnte ich an mehrwöchigen politischen Austauschprogrammen teilnehmen. 1995 mit dem USIA-Programm und 2002 mit der KAS und dem AJC. An beide Reisen habe ich sehr gute Erinnerungen und bis heute noch Kontakte. Ich bin fest davon überzeugt, dass solche Austauschprojekte, wie zum Beispiel auch die Jugendprogramme des VDAG und der Studentenaustausch ganz wichtig für das bilden von Netzwerken für jungen Menschen sind. Die DAG in Erfurt ist die einzige regionale Organisation des VDAG in Mitteldeutschland. Bei vielen Veranstaltungen zeigt die DAG öffentlich Flagge und das ist gut so. Herzlichen Glückwunsch dem Präsidenten der DAG Klaus-Jochen Gühlcke und vielen Dank für das Engagement auch seinen Vorgängern im Amt. Bilder von der Festveranstaltung

Schreiben gegen das Vergessen

Start der Aktion

Heute wurde in Erfurt auf dem Bahnhofsvorplatz an die 474 Erfurterinnen und Erfurter erinnert, die aufgrund ihres Glaubens oder jüdischen Herkunft im Nationalsozialismus aus Erfurt deportiert und getötet wurden. Landesrabbiner Alexander Nachama eröffnete die Aktion mit einem Gedenkgebet. Am Aufgang zu den Bahnsteigen ist seit 1992 eine Gedenktafel angebracht und Erfurt hat seit vielen Jahren das Denknadelprojekt in Erinnerung an unsere ehemaligen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Das Kooperationsprojekt des Erinnerungsortes Topf & Söhne, der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald Mittelbau-Dora, der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek, der Landeszentrale für politische Bildung und der Künstlerin Margarete Rabow hat als neues Projekt heute dazu eingeladen, 80 Jahre nach dem Beginn der Deportationen an die Menschen in Thüringen zu erinnern, die durch die antisemitische Ausgrenzung und Gewalt im Nationalsozialismus um ihr Leben gebracht wurden. 

Margarete Rabow hat eine Gedenkaktion entwickelt, an der sich viele Menschen beteiligt haben. Neben dem Oberbürgermeister und unserer Europaabgeordneten Marion Walsmann haben viele engagierte Bürgerinnen und Bürger mitgemacht und die Namen der Todesopfer der Shoah aus Erfurt mit Kreide auf den Boden geschrieben. 

Unter den Namen die ich geschrieben habe, waren zwei die ich vom Namen her kannte. Meine langjährige Freundin aus Jerusalem Daniela Epstein hat in den letzten Jahren ihre Familiengeschichte während der Shoa recherchiert.

Zwei ihrer Angehörigen, Elly Meyerstein und Selma Hacker, haben in Erfurt gewohnt und wurden von den Nationalsozialisten ermordet. 

Über 6.000 Menschen jüdischen Glaubens und jüdischer Herkunft lebten im Gebiet des heutigen Thüringen, bevor die Nationalsozialisten 1933 die Macht übernahmen. Dieses reiche jüdische Leben wurde im Nationalsozialismus zerstört. 1933 begann die systematische staatliche und gesellschaftliche Entrechtung, Beraubung und Vertreibung der jüdischen Bevölkerung. Am 9. Mai 1942, heute vor 80 Jahren, wurden 513 Männer, Frauen und Kinder aus 42 Orten in Thüringen in der Viehauktionshalle in Weimar gesammelt und am nächsten Morgen in das Ghetto Bełżyce deportiert. Nur eine junge Frau überlebte.

Bilder von der Gedenkaktion NTV-Beitrag  

Cosplay, Comic und Anime auf der EGA in Erfurt

Den kannte auch ich 😉
Normalerweise ist die EGA in Erfurt Anziehungspunkt für Familien und gartenbaubegeisterte Menschen. An diesem Wochenende waren die Besucher mehrheitlich selbst Ausstellungsstücke und in bunter Vielfalt zu bestaunen. Cosplay-, Comic- und Anime-Fans aus ganz Deutschland trafen sich auf der EGA und nutzten die Park-Kulisse für Fotomotive. Da zugleich am Sonntag das japanische Garten-Fest auf der EGA stattfand, war der Übergang fließend. Die Veranstaltung stand unter dem Motto “Comicfestival trifft Gartenpark” und fand schon zum wiederholten Mal auf der EGA in Erfurt statt, aber ich habe es das erste Mal live erlebt. Ich gebe zu, ich musste mich erst einmal bei meinen Söhnen kundig machen, was das ist. Etliche der Filmfiguren waren leicht zu erkennen – “Die Schöne und das Biest”, Transformer, Harry Potter und alle mögliche Superhelden waren dabei. Schwieriger war es für mich die Manga-Figuren zuzuordnen, oder die vielen Phantasiefiguren, die mit aufwendigen Kostümen und bunt bemalt unterwegs waren. Die Endzeit-Kostüme waren genauso wie die Steampunk etwas gewöhnungsbedürftig, aber ich war überrascht, wie viele verschiedene Stillrichtungen sich bei so einer Veranstaltung versammeln. Was ich ausgesprochen bemerkenswert fand – leider nicht selbstverständlich bei Großveranstaltungen – es ging alles völlig friedlich und entspannt ab und Alkohol spielte gar keine Rolle. Hier mal etwas zum Nachlesen, um was es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei Cosplay geht. Beitrag des MDR Bilder von der EGA