Blogeinträge

Tausendundeine Nacht in 14 Tagen

Der Abi-Reisegutschein
Relativ wenig war auf meiner Homepage in den letzte zwei Wochen zu lesen. Ich war mit meinem Sohn Jonas in dieser Zeit in Abu Dhabi und Dubai. Wir haben danach auch noch einige Zeit gebraucht, die vielfältigen Eindrücke zu verarbeiten. Bereits im letzte Jahr hatte ich ihm die Reise zum Abitur geschenkt, allerdings mussten wir sie coronabedingt zwei Mal verschieben. Auch jetzt gab es coronabedingte Einschränkungen, aber die haben wir bewältigt. Grundsätzlich ist das Reisen mit vollständigen Impfungen möglich. Allerdings verlangen die UAE zusätzlich einen gültigen PCR-Test bevor man bei Etihad ins Flugzeug kommt. In Deutschland ist das etwas aufwändig und teuer. In Abu Dhabi am Flughafen (wo der nächste Test obligatorisch war) nicht. Innerhalb von Minuten erfolgte der kostenfreie PCR-Test und das Ergebnis wurde auf die Alhosn-App übertragen. Diese war dann der “Eintritt” in nahezu alle touristischen Orte, Hotels und Malls. Nach sechs Tagen und kurz vor der Abreise folgten die Test 3 und 4 – ebenfalls unkompliziert per “driveinn” und für umgerechnet 12 Euro pro Test. In Abu Dhabi ist allerdings die Maskenpflicht generell vorgeschrieben. Überall, auch bei 38 Grad auf der Straße. Nur am Strand und beim Essen, sowie in Autos und im privaten bereich nicht. Bei Sanktionen von 3000 Dirham (rund 900 Euro) hält sich auch jeder dran. In den zwei Wochen hatten wir ein intensives Programm. Dank unseres Mietwagens Dodge Charger waren wir mobil und allein fünf Tage in Dubai. Drei Tage verbrachten wir auf der Expo in Dubai und besuchten dort 76 der 192 Länderpavillons. Beeindruckend ist das richtige Wort, um die Expo zu beschreiben. Die Bilder von der Expo sprechen Bände. Wir hatten ein Monatsticket (23 Euro für einen Monat und Studenten generell kostenfrei). Die geplanten 25 Millionen Expo-Besucher werden sicher (leider) nicht erreicht. In den ersten 10 Tagen waren es 400.000, darunter nur 1/3 Touristen. Um die vielen Erlebnisse zu beschreiben, fehlen mir jetzt noch die Worte. Deshalb verweise ich auf meine Bilder-Internetseite, wo sich 1.500 Eindrücke aus Abu Dhabi und Dubai finden. Al Ain, Jebel Jais, Scheich-Zayid-Moschee, Louvre, Burj Khalifa, Burj Arab, YAS Waterworld, Ferrari-World, Jet-Ski, Wüstensafari, Sandboarding,  YAS Marina Circuit, Topgolf, Qasr AlWatan, Emirates Palace und unser Hotel Conrad in den Etihad Towers sind die Stichworte dazu. Bilder aus Abu Dhabi Bilder Dubai Wüstensafari YAS Waterworld und Ferrai-World Expo Dubai Topgolf Dubai  

Auf Wiedersehen Buga!

Blütenpracht bis zum letzten Tag
Ausgesprochen gelungen endete heute die Buga 2021 in Erfurt. Mit über 20.000 Besuchern wurde am letzten Tag der Buga noch ein Besucherrekord aufgestellt. Bereits die letzten Wochen haben für nicht enden wollende Besucherströme auf dem Petersberg und der EGA gesorgt. Nach dem coronabedingt schleppenden Start, war die Sorge groß, dass die Buga mit einem hohen Minus abschließen würde. Am Ende gab es rund 1,5 Millionen Besucher statt geplanter 1,8 Millionen und dies ist angesichts der Einschränkungen ein riesengroßer Erfolg. Was noch wichtiger ist, ist alles was für die Stadt nachhaltig bleiben wird. Die sanierte EGA, die Geraaue, der Nordpark und der Petersberg haben eine unwahrscheinliche Aufwertung erfahren. Vor über 10 Jahren war ich im ersten Aufsichtsratsgremium der Stadt, damals als Fraktionsvorsitzender der CDU, um mit die Weichen für die Buga-Bewerbung zu stellen. Mehrere Jahre war ich stellvertretender Buga-Ausschussvorsitzender im Stadtrat und auch aktuell bin ich noch Ausschussmitglied. Ich bin froh, dass die Buga ein Erfolgsprojekt geworden ist und ich allen dankbar, die daran mitgewirkt haben. Meine Buga-Dauerkarte wurde sehr viel genutzt und bei den Buga-Gießkannen, hätte ich auch einen kleinen Eigenvertrieb anmelden können. Bei der Übergabe des Staffelstabs an den nächsten Buga-Standort Mannheim war heute auch etwas Wehmut dabei. Der Oberbürgermeister von Mannheim, den ich bei der Abschlussveranstaltung auf dem Petersberg kurz sprechen konnte, sagte Erfurt hat die Latte ganz hochgelegt. Ich werde mich zwei Jahren sicher nach Mannheim fahren, um nachzuschauen, wie dort die zweite Buga (nach 1975) gemeistert wird. In sofern heißt es zu Recht “Auf Wiedersehen Buga”. Bilder vom letzten Buga-Tag  

Endlich!

So sehen Siegerinnen aus!
Unbeschreiblich war heute Abend der Jubel in der Erfurter Riethsporthalle. Endlich nach langer Durststrecke haben unsere Damen von Schwarz-Weiß Erfurt den ersten klaren Drei-Punkte-Sieg in einem Heimspiel errungen. Fast drei Jahre ist es her, dass dies gegen Berlin gelang. Gegen den VC Wiesbaden siegten unsere Damen heute verdient mit 3:1. Auffällig war der Entwicklungssprung zur letzten Saison bei beiden Mannschaften. Wiesbaden, die letzte Woche immerhin den Meister Dresden besiegten begann mit viel Druck und holte den ersten Satz. Ab dem zweiten Satz waren wir aber im Spiel und gewannen die folgenden Sätze. Es machte den Fans großen Spaß, die Spielfreude unserer Mannschaft zu beobachten. Konstantin Bitter, unser neuer Trainer, hat ein Team geformt, an dem wir viel Freude haben werden. Überhaupt scheint es eine Saison zu werden, in der Prognosen schwierig werden. Dresden hat letzte Woche gegen Aachen verloren und Schwerin heute in Suhl. Aachen und Schwerin sind unsere beiden nächsten Gegner – mal sehen was da geht. Bilder vom Spiel

Politische Bildung vor und auch nach der Bundestagswahl

Unser nächster Newsletter
Wahlergebnisse sind selten Wunschergebnisse. Die Bundestagswahl hat gezeigt, das klare Mehrheitsverhältnisse selten werden. Koalitionen aus drei oder sogar mehr Parteien werden benötigt, um im Bund und den Ländern Mehrheiten gegen die extremen Ränder zu finden. Thüringen hat insbesondere bei der politischen Jugendbildung noch einiges aufzuholen. Für die Landeszentrale für politische Bildung gibt es der klaren Handlungsauftrag zur Organisation von außerschulischer politischer Bildung. Seit Anfang des Jahres nutzen wir dazu auch alss Instrument unseren Newsletter. Den nunmehr 15. Newsletter konnte ich heute versenden. wer regelmäßig über Veranstaltungen und Publikationen der LZT informiert werden möchte, kann den Newsletter auf der Homepage der LZT abonnieren. Der aktuelle Newsletter stellt mehrere neue Publikationen der LZT vor. Zwei Veranstaltungen zum Thema Corona setzen ebenso einen Themenschwerpunkt, wie die Tagungsdokumentation „Das demokratische Jahr der DDR. Zwischen Friedlicher Revolution und Deutscher Einheit“ als Leseempfehlung zum Tag der Deutschen Einheit. Zwei weitere Veranstaltungen im Oktober behandeln den Rechts- und Linksextremismus.

Was vom Papstbesuch bleibt…

Mein Lieblingsbild vom Papstbesuch
Zweifellos war es für die rund 30.000 Gläubigen ein prägendes Erlebnis die Messe mit Papst Benedikt XVI. heute vor genau 10 Jahren auf dem Erfurter Domplatz mit erleben zu können. Für Erfurt war der Papst-Besuch ein Ereignis, welches es vorher so nicht gab und welches sich in den nächsten Jahrzehnten nicht wiederholen wird. Um so erstaunlicher finde ich es, dass heute dafür praktisch kein Platz zur Erinnerung blieb. In unserer Stadt erinnert wenig an den Papstbesuch – die Eintragung in das goldene Buch der Stadt und ein gepflanzter Baum für viel mehr hat es nicht gereicht. Auch am heutigen Tag fand sich dazu keine Zeile in der Lokalpresse und auch keine offizielle Würdigung der Stadt. Der Oberbürgermeister war zwar auf dem Domplatz – allerdings nur, um in Bierstimmung das Fass zum Oktoberfest anzuschlagen. Ich bin enttäuscht, dass mit seiner religiös geprägten Vergangenheit ausgesprochen nachlässig umgeht. Der Papstbesuch ist ist das jüngste Beispiel.  Aber auch das Wirken von Martin Luther und das Augustinerkloster werden nur wenig mit der Stadtgeschichte verknüpft. Das jüdische Erbe wurde gut erforscht und im Rahmen der UNESCO-Bewerbung in den Blickpunkt gerückt. Wünschenswert wäre es aber die abendlichen Religionen und Traditionen zusammen mit den zahlreichen Erfurter Kirchen auch als touristisches Pfund zu begreifen. Vor 10 Jahren war ich als evangelischer Christ mit Begeisterung beim Papstbesuch auf dem Domplatz dabei. Auch damals fand ich es schade, dass es keine Fahrt des Papstes mit dem Papamobil durch die Stadt gab und selbst die Teilnehmerzahl bei der Messe auf dem Domplatz limitiert war. Heute finde ich es schade, dass die Erinnerung an den Besuch nirgendwo stattfand. Anbei noch einmal die Bilder vom Domplatz 2011

Heiße Wahlkampfphase

Wahlkampf aus Überzeugung für Antje Tillmann
Langsam wird es ernst! Meine Stimme zur Bundestagswahl ist schon abgegeben und nach Medienberichten werden es auch in diesem Jahr wieder Rekordzahlen bei den Briefwählern. Viele haben sich somit schon entschieden. Aber rund ein Drittel der Wählerinnen und Wähler ist noch unentschlossen und sie werden bis zum Wahltag umworben. Ich werbe für unsere Bundestagsabgeordnete Antje Tillmann. Seit 19 Jahren vertritt sie uns gut in Berlin. Sie ist die einzige Bundestagsabgeordnete (und auch Kandidatin), die in Erfurt präsent und engagiert ist. Ihr Dauer-Wahlreisrivale von der SPD hat sich genauso, wie die Neu-Kandidatin der Linken nach Brandenburg verkrümelt und ist selbst im Wahl kaum in Erfurt zu sehen. Wenn die Wählerinnen und Wähler also in Berlin vertreten sein wollen, müsste ihnen die Wahl leicht fallen. Bei den Infoständen der letzten Tage hören wir neben Zustimmung und Sorge von Rot-Rot-Grün auch viele kritische Worte. Dem einen gefällt die Auswahl unseres Kanzlerkandidaten nicht, der andere hat sowieso was gegen Merkel und die Corona-Politik und der Dritte kritisiert (berechtigt) den CDU-Kandidaten aus Südthüringen. Ich kann viele der Argumente nachvollziehen. Aber ich werbe um so überzeugter für Antje Tillmann. Sie hat einen guten Job gemacht. Sie war und ist loyal zur Bundeskanzlerin und zum Kandidaten. Das sind Eigenschaften, die im heutigen Politikbetrieb selten geworden sind. Fachwissen und Loyalität halte ich aber für Sekundärtugenden in der Politik. Ich werde in der letzten Woche vor der Wahl nicht müde, genau dies den Menschen zu erklären.

Alle Jahre wieder – Open House bei Harley-Davidson

Open House
Traditionell zwei Mal im Jahr sind große Biker-Treffen. Zur Bikerausfahrt im Mai kommen zum Saisonstart über tausend Motorräder zum Domplatz nach Erfurt, um dann quer durch Thüringen die gemeinsame Tour zu fahren. Im September lädt dann Harley-Davidson zur Open House Party ein und da kommen auch viele Biker die (noch) keine Harley-Davidson fahren. In diesem Jahr bin ich mit beiden Bikes im normalen Durchschnittsumfang gefahren. Die Ducati habe ich in diesem Jahr überwiegend im Stadtverkehr genutzt. Daher sind bis jetzt auch nur 600 km auf dem Tacho hinzu gekommen. Die Honda NTV durfte dafür mit auf Reisen gehen und hat dadurch in allein Kroatien 1.300 km zusätzlich bekommen. In jedem Jahr bekomme ich natürlich Lust auf eine Harley, wenn die chromstrotzenden Bikes zur Probefahrt einladen. Allerdings sorgt dann das Preisschild jedes Mal für eine nüchterne Betrachtungsweise und ich bin mit meinen beiden Zweirädern zufrieden. Ob in diesem Jahr noch Touren hinzu kommen, hängt vom Herbstwetter ab. Da ich immer noch Saisonkennzeichen nicht mag, geht vielleicht auch in einem milden Winter was. Allen Bikern für die Herbsttouren schon einmal die linke Hand zum Bikergruß!

Nach der Beachsaison ist vor der Beachsaison…

Fitnessprogramm
Traditionell gibt es im Urlaub gutes Essen – in Kroatien mediterran und damit viel von Fisch geprägt, aber immer noch so reichlich, dass die Waage es nach dem Urlaub registriert. Die Faustregel lautet bei mir: 3 Wochen + 3 kg. Nun ist zwar die offizielle Beachsaison in Deutschland vorbei, aber ein paar Tage im Süden und Ende Oktober in Israel stehen für mich noch auf dem Programm. Immerhin hatte ich in Kroatien die absehbaren Folgen schon versucht zu minimieren – sieben Tage an der Wakeboard-Anlage und diverse Kajak- und Wandertouren haben aber nur eingeschränkt geholfen. In dieser Woche habe ich daher gleich mal wieder mein örtliches Fitnessstudio “konsultiert” und zudem Squash- und Tenniseinheiten eingelegt. Mal sehen, wie lange es dauert, zum Kampfgewicht zurück zu kehren 😉  

Defensionskaserne verscherbelt

Der Zahn der Zeit nagt weiter…
Einen ziemlich gleichgültigen Umgang legen die Stadt Erfurt und das Land Thüringen mit der Stadtkrone der Landeshauptstadt an den Tag. Nachdem es vor einigen Jahren vollmundige Zusagen zur Entwicklung des Petersberges gab, ist nun die weitere Entwicklung nach der Buga allen Beteiligten scheinbar gleichgültig. Der LEG und dem Finanzausschuss im Thüringer Landtag konnte es nicht schnell genug gehen, die Defensionskaserne zu verkaufen. Heute verkündete die LEG den vollzogenen Verkauf an einen Erfurter “Investor”. Was dieser in der Defensionskaserne plant bleibt vorerst noch unbekannt. Wie bereits befürchtet, entzieht sich das Land damit seiner Zusage zum Petersberg. Der “Letter of intent” von Bausewein und Ramelow war eine luftleere Shownummer. Der Käufer der Defensionskaserne plant “eine zurückhaltende Sanierung“. Die bedeutet wohl, dass dort wenig saniert werden soll. Für die (irgendwie vom Erfurter Kulturbeigeordneten erhofften) museale Nutzung von 1/3 der Fläche würde es erhebliche Landesmittel brauchen. Eine verbindliche Zusage dafür gibt es aber nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die CDU Stadtratsfraktion Erfurt bei der Diskussion zum Museumskonzept und einer Änderung des B-Plans über diese “schmale Brücke” geht. MDR-Bericht

Kommunalpolitische Turbulenzen

Ende der kommunalpolitischen Sommerpause
Aktuell dreht sich zwar alles um die bevorstehende Bundestagswahl, aber die Kommunalpolitik hat sich heute nun auch wieder zurück gemeldet. Wir haben uns zu unserer ersten Fraktionssitzung nach der Sommerpause getroffen. Einige Punkte haben sich über die Urlaubszeit angesammelt. Für den größten Diskussionsstoff sorgte die Zukunft der Defensionskaserne auf dem Petersberg. Nach Plänen des Landes soll sie in der nächsten Woche an einen Interessenten verkauft werden. Völlig unklar ist aber, was dann darin passieren soll. Unser Dringlichkeitsantrag, dass die Stadtverwaltung dazu berichten soll und zugleich Anstrengungen unternehmen solle, eine museale Nutzung zu erreichen, wurde im zuständigen Fachausschuss nicht in die Tagesordnung aufgenommen. Rot-Rot-Grün hatte etwas dagegen. Wir werden uns damit nicht zufrieden geben und nunmehr den Stadtrat damit beschäftigen. Im Stadtrat und zuvor morgen im Ältestenrat und Hauptausschuss wird die FDP-Fraktion Thema sein. Oder eben nicht, denn eine FDP-Fraktion gibt es nach Streitigkeiten um die neue Stadträtin Anke Frings nicht mehr. Thomas Kemmerich hatte durch Gerichtsentscheid sein Mandat verloren und den Platz für Anke Frings räumen müssen. Die beiden verbliebenen Stadträte der FDP konnten sich mit Frau Frings nicht über den Fraktionsvorsitz und diverse Gremienvertretungen einigen und darauf folgte die Ankündigung der Fraktion nicht beitreten zu wollen. Zwei Stadträte sind aber deutlich zu wenig für eine Fraktion und so wird wohl die FDP in der politischen Wahrnehmung im Stadtrat erst einmal ausscheiden. Unklar ist welche Perspektive die drei dann für ihre politische Zukunft wählen – mal sehen was dazu morgen im Ältestenrat “durchsickert”. Ein weiteres Thema werde ich morgen hinterfragen. Nach Medienberichten habe das Landesverwaltungsamt den Haushalt genehmigt – schriftlich oder mündlich haben wir dazu von der Stadt als Stadträte noch nichts gehört. Mitte September wäre es aber schon angezeigt dazu einmal eine “Wasserstandsmeldung” zu bekommen. Zugesagt war das im Finanzausschuss.