Unsere Gruppe an der Knesset
Genau 15 Mal ist der traditionelle Wunsch L’Shana Haba’ah B’Yerushalayim – “Nächstes Jahr in Jerusalem” für mich schon in Erfüllung gegangen. In diesem Jahr nun schon zum zweiten Mal, nachdem ich mit meinen Söhnen zu Ostern in Israel war. Gemeinsam mit einem Dutzend Parlamentariern aus Landtagen war ich in dieser Woche für fünf Tage in Israel.
Das Programm wurde organisiert von ELNET Deutschland. ELNET Deutschland e.V. ist eine gemeinnützige und unabhängige Organisation mit dem Ziel, die deutsch-israelischen Beziehungen auf der Grundlage gemeinsamer demokratischer Interessen und Werte überparteilich zu fördern. Teilnehmer waren Mitglieder des Freundeskreises der CDU/CSU-Parlamentarier aus dem Europaparlament, dem Bundestag und den Landtag. In diesem Freundeskreis, der vor einem Jahr gegründet wurde, gibt es inzwischen rund 100 Mitglieder – darunter auch ehemalige Abgeordnete, weshalb auch ich von Anbeginn gerne dabei bin.
Unser Programm hatte es in sich. Hochkarätige Gespräche und Vor-Ort-Termine ließen kaum Zeit die wunderschönen Seiten des Landes zu erleben, aber dazu war die Reise auch nicht konzipiert. Im Mittelpunkt waren Informationen zur politischen Situation im Land. Am ersten Tag standen nach der Anreise zwei Briefings zur politischen Situation durch die Leiterin des ARD-Studios Israel/Palästina Dr. Susanne Glass und Dr. Emmanuel Navon von der Universität Tel Aviv an.
In Yad Vashem
Montag Vormittag ging es zu einer Führung und Kranzniederlegung in die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Diesen Termin hatte ich auch beim Besuch mit meinen Söhnen im Frühjahr an den Beginn der Reise gelegt. Viele Dinge in Israel haben mit der Geschichte des jungen israelischen Staates und seiner Entstehung, vor allem aber mit der Shoa zu tun. Von Yad Vashem ging es zur Tour of the Knesset in das israelische Parlament. Der Parlamentsabgeordnete Ofer Shelah (Blue and White) erläuterte die aktuelle Situation nach der gescheiterten Regierungsbildung. Möglicherweise gibt es im März die dritte Parlamentswahl innerhalb von nur 12 Monaten. Übrigens hat sich auch in der Knesset einiges geändert. Früher waren Handys und Fotoaufnahmen in der Knesset tabu.
Khaled Abu Toame, ein israelisch-arabischer Journalist (u.a. Jerusalem Post and CBS News) erklärte uns die politische Situation der in Israel lebenden Araber, bevor es in das Außenministerium zum Briefing ging. Für eine Führung durch die Altstadt hatten wir dieses Mal nur kurz Zeit. An der Klagemauer waren wir dabei ebenso wie an der Grabeskirche, wo die Kirche traditionell 19 Uhr verschlossen wird.
An der Grenze zum Libanon
Dienstag ging es in den Norden an die libanesische Grenze. Colonel (Res.) Sarit Zahavi, CEO of the Alma Research Center zeigte uns die Grenzsituation und erläuterte die komplizierte Situation mit dem Libanon, wo die Hisbollah den Ton angibt. Vor genau einem Jahr entdeckte und zerstörte die israelische Armee sechs Terrortunnel der Hisbollah die im Zeitraum von 10 Jahren für rund 25 Millionen Dollar gegraben wurden. Unweit der Stelle wo fünf israelische Soldaten bei einem Anschlag getötet wurden, sollten die Tunnel im israelischen Gebiet enden und für Terroranschläge genutzt werden. Mit Vertretern der IDF konnten wir den Tunnel 6 besichtigen. Am Abend ging es noch Alma Research and Education Center und nach einem Stopp in einem Drusendorf nach Tel Aviv.
Vor dem Mittwoch-Programm ging es für mich zu früher Stunde noch ans Meer – schwimmen im November bei 23 Grad Wassertemperatur, allein dafür würde es sich lohnen nach Tel Aviv zu reisen. Wir waren allerdings dort, um mit Susanne Wasum-Rainer, der deutschen Botschafterin über die besonderen Beziehungen unserer beiden Länder zu diskutieren. Um die Wirtschaftsbeziehung ging es anschließen bei Gesprächen in der deutsch-israelischen Industrie und Handelskammer. Wirtschaftlich ist Israel stark und dies auch wegen der führenden Stellung in der Forschung. Wie kaum eine andere Einrichtung steht dafür das Weizmann-Institut of Science, welches wir am Nachmittag besuchten.
Arye Shalicar
Zuvor konnten wir mit Arye Shalicar zu Mittag essen und uns über den Antisemitismus in Deutschland austauschen. Ich kenne Arye seit vielen Jahren und freue mich, dass ich ihn auch kommendes Jahr in Israel und Erfurt treffen werde.
Es folgte noch eine Gesprächsrunde mit Nili Shalev, Director General of Israel-Europe Research and Innovative. Danach wurde es noch einmal sicherheitspolitisch. Chagay Tsuriel, Gereraldirektor im Ministerium für Nachrichtendienste, erläuterte umfänglich die Sicherheitslage mit Blick auf Syrien. Israel sorgt sich entgegen der in Deutschland ankommenden Nachrichten viel mehr um die Probleme mit den Iran und Syrien, als um den Gazastreifen.
Bevor es am Donnerstag auf die Heimreise ging haben wir Bäume gepflanzt – ein mehr als nur symbolischer Akt. Der Jewish National Fund – Keren Kayemeth Leisrael engagiert sich seit Jahrzehnten für Aufforstungsprogramme im Land. Schön zu wissen, dass jetzt ein weiterer Baum in Israel wächst, den ich selbst gepflanzt habe. Vor 10 Jahren haben wir dies schon einmal im Norden des Landes organisiert.
Die fünf Tage waren viel zu schnell um. Ein riesengroßes Dankeschön an Elnet und die Organisatoren. Das tolle Programm vermittelte unwahrscheinlich intensive Einblicke. Ich freue mich ganz im Sinne der Überschrift auf die nächste Tour nach Israel im März 2020 – dann zum 17. Mal. Zum Abschluss eine Aussage eines unserer Gesprächspartner an diejenigen, die aus Sorge um die Sicherheit nicht nach Israel reisen. Das gefährlichste an einer Reise nach Israel ist die Anreise zum Flughafen auf einer deutschen Autobahn.
Bilder unserer Reise
Unser neuer alter Vorstand
Auf der Mitgliederversammlung am Dienstagabend wurde dem alten Vorstand das Vertrauen für eine weitere Amtsperiode geschenkt und lebhaft zu verschiedenen Vereinsthemen und abzustimmenden Anträgen diskutiert. Konstanz kennzeichnete die gut zweistündige Mitgliederversammlung des SWE Volley-Teams am Dienstagabend, die in der Aula des Sportgymnasiums abgehalten wurde.
Die Teilnehmerzahl, worunter sich auch das Bundesligateam befand, war – gemessen an der Mitgliederzahl – ähnlich überschaubar wie in den vergangenen Jahren. Der Bericht von Präsident Michael Panse, war in Bezug auf die erzielten sportlichen Erfolge ebenso von konstant guten Erfolgen geprägt. Dennoch verhehlte er nicht, dass es im Bereich der Regionalliga und beim Abschneiden von Nachwuchsmannschaften bei Deutschen Meisterschaften noch Luft nach oben gibt. Bei der Gewinnung von Trainern und Übungsleitern für die Nachwuchsausbildung sieht der Präsident nach wie vor Handlungsbedarf. Da der Verein alleiniger Gesellschafter der Bundesliga-Spielbetriebs-GmbH ist, betonte Michael Panse in seinem Resümee, dass die Arbeit seitens des Vorstandes auch stets auf das Aushängeschild gerichtet ist. Das Erfüllen der Anforderungen für den Bundesligaspielbetrieb, sei in vielerlei Hinsicht stets eine Herausforderung.
Der Finanzbericht von Vizepräsident Thomas Recknagel war gewohnt übersichtlich, detailliert und nachvollziehbar dargestellt. Nach einem ausgeglichenen Haushalt 2018, erwartet er auch für das laufende Jahr, trotz gestiegener Ausgaben für Aufwandsentschädigungen für Trainer, einen selbigen, was allerdings erst nach dem Jahresabschluss feststeht. Zeit für Fragen seitens der Mitglieder war ausreichend, die vom Vorstand beantwortet wurden. Wünsche und Probleme, wie z. B. mehr Konzentration auf interessierte Beachvolleyballerinnen sowie eine Neuausstattung mit Trainings- und Wettkampfkleidung, die von Mitgliedern angetragen wurden, wurden aufgenommen.
Michael Panse versprach, diese zeitnah in der Vorstandsitzung zu thematisieren. Die gestellten Anträge zur Erhöhung der Mitgliedsbeiträge (ab dem kommenden Jahr erfolgt ein Anstieg der Abgaben über den TVV an den DVV zur Förderung der nationalen Nachwuchsarbeit), der Verlängerung der Amtsperiode des Vorstandes von zwei auf vier Jahre sowie der Veränderung des Turnus‘ der künftigen Mitgliederversammlungen von einem Jahr auf zwei wurden nach erfolgter Begründung und Diskussion mehrheitlich zugestimmt.
Erfreut zeigte sich Michael Panse, dass dem alten Vorstand, der sich komplett zur Wiederwahl stellte, von den Mitgliedern auch für eine weitere Amtsperiode ohne Gegenstimme das Vertrauen ausgesprochen wurde. Somit stehen neben Präsident Michael Panse, die beiden Vizepräsidenten Thomas Recknagel und Jens Greskamp dem Verein weiterhin vor. Im erweiterten Vorstand fungieren Jens Hugo, Thomas Schlotfeldt, Mario Panse-Rögner, Stephan Siegl sowie Marten Höhn. (StS)
Es ist immer wieder eine Freude, mit Bernhard Vogel zu reden
Bundesparteitage sind wie politische Klassentreffen. Seit 1991 war ich bei fast jedem Bundesparteitag dabei, meist als Delegierter. Natürlich war ich gestern und heute auch in Leipzig. Zahlreiche Weggefährten aus nunmehr fast 30 Jahren Politik bei der Jungen Union und der CDU gab es zu begrüßen. Gute Gespräche mit unserem Ehrenvorsitzenden Bernhard Vogel gehören ebenfalls zu jedem Bundesparteitag hinzu und natürlich auch wichtige Beschlüsse.
Der wichtigste Beschluss fiel eigentlich ohne Abstimmung nur mit dem “Applaussometer”. Nach der Rede von AKK applaudierten die Delegierten über sechs Minuten und im Ergebnis wurde der Sturmangriff von Friedrich Merz abgeblasen. Mal sehen, wie lange der Frieden hält.
Bilder vom Bundesparteitag
Panse fordert konsequente Image-und Mitmachkampagne
“Bei der BuGa sollen die Erfurter einbezogen werden und nicht das Gefühl bekommen, es ginge an ihnen vorbei”, bekräftigt BuGa-Ausschussmitglied Michael Panse.
Vor diesem Hintergrund reichte die CDU-Fraktion für den 20. November einen Stadtratsantrag ein, der einen entsprechenden SPD-Antrag um eine Liste konkreter Vorschläge und Maßnahmen erweitert. Der Stadtrat stimmte mehrheitlich dafür. Trotz großer Fortschritte auf der ega und in der Geraaue drang oft nur das nach außen, was noch nicht erreicht oder umgsetzt wurde.
“Mir fehlen das ‘Wir-Gefühl’ und die Begeisterung für die BuGa. Mit mehr Öffentlichkeitsarbeit soll die BuGa-Identität gestärkt werden. Es reicht nicht aus, die Menschen über Plakate und Litfasssäulen zu ‘begeistern’. Bürger und Initiativen wollen mitgenommen und eingebunden werden”, führt Panse fort.
Panse kritisierte, dass die Abstimmungen im BUGA-Ausschuss in den letzten Wochen nicht optimal liefen und Themen der Vorrang gegeben wurde, der die BuGa-Vorbereitung nicht unbedingt konstruktiv voranbringt. Im BuGa-Ausschuss müsse man beispielsweise nicht über Bäume reden, stellte Panse in seiner Rede fest. Ob Bäume Gefährdungspotential haben, wäre im Bereich Umwelt oder von Ordnung und Sicherheit zu klären.
“Für die weitere Umsetzung der BuGa bleibt nicht mehr viel Zeit. Neben den großen Vorhaben und Maßnahmen ist eine frühzeitig offensive Öffentlichkeitskampagne notwendig, ebenso wie Maßnahmen, welche die Menschen mitnehmen. Es soll den Erfurtern zeigen, dass nicht nur Bäume gefällt werden, sondern dass etwas neues erwächst, an dem sie selbst teilhaben können”, schließt Panse ab.
Rekordverdächtig schnell ging die gestrige Stadtratssitzung zu Ende. Nach gerade einmal vier Stunden Beratungszeit beendete ich die Sitzung. Es ist lange her, dass es einmal so schnell ging. Meist dauert der Stadtrat über sechs Stunden und wird dann noch am Folgetag fortgesetzt.
Drei Dinge waren aber ausschlaggebend für die relativ kurze Beratungsdauer. Die Tagesordnung war sowieso schon überschaubar, wurde aber durch Verweisungen in die Ausschüsse und Abstimmungen ohne Redebedarf noch kürzer. Hinzu kam, dass der Oberbürgermeister mangels verlässlicher Vorabsprachen die Wahl der beiden ehrenamtlichen Beigeordneten von der Tagesordnung nahm. Als zweites greift jetzt unsere neue Geschäftsordnung, die Anfragen von Stadträten direkt in die Ausschüsse lenkt und Bürgeranfragen nur bei ausdrücklichem Wunsch des Betroffenen im Stadtrat aufruft. Ein wenig hat auch geholfen, dass gestern die Sitzungsdisziplin sehr gut was. Nach dem Eklat in der letzten Sitzung hatte ich an die Stadträte appelliert und mehr Sachlichkeit und Respekt angemahnt. Inhaltlich gab es nur wenig Streitpunkte.
Die meisten der gestrigem Anträge wurden mit großer Mehrheit beschlossen. Kurzzeitig habe ich den Stadtratsvorsitzendenstuhl wieder einmal mit dem Rednerpult getauscht. Da ich zum Thema Buga für die Fraktion gesprochen habe übernahm die stellvertretende Stadtratsvorsitzende die Sitzungsleitung.
Bei der Buga bleibt es bei unserer Kernaussage, dass die Erfurter einbezogen werden und nicht das Gefühl bekommen, die Buga ginge an ihnen vorbei. Trotz verschiedener Fortschritte bei der Umsetzung der BUGA-Planung wird die BUGA in der Erfurter Bevölkerung derzeit leider negativ wahrgenommen. Für die weitere Umsetzung bleibt nicht mehr viel Zeit, insofern sind konstruktives Vorgehen und konstruktive Maßnahmen gefragt. Es reicht nicht aus die Menschen über Plakate und Litfaßsäulen zu “begeistern”. Sie wollen mitgenommen und eingebunden werden.
Neben den großen Vorhaben und Maßnahmen ist nicht nur eine frühzeitig offensive Öffentlichkeitskampagne notwendig, sondern auch kleinere Maßnahmen, die die Menschen mitnehmen und Identifizierungspotential mit der BUGA in Erfurt schaffen. Es soll den Erfurtern zeigen, dass nicht nur Bäume gefällt werden, sondern dass etwas entsteht, an dem sie teilhaben können. Unserem Änderungsantrag für mehr Öffentlichkeitsarbeit und ein positives BUGA-Image wurde gemeinsam mit dem Ursprungsantrag der SPD einmütig zugestimmt.
Mein Wahl-O-Mat Ergebnis
Kommende Woche konstituiert sich der 7. Thüringer Landtag. Noch ist es völlig unklar mit welchen Mehrheiten danach was passiert. In den letzten Tagen aber sind die Parteien alle damit beschäftigt nach Gesprächsmöglichkeiten zu suchen, Gemeinsames auszuloten und trennendes zu fixieren. Mein Vater war Mathelehrer und da ist mir die Suche nach dem kgV und ggT (kleinste gemeinsame Vielfache und größter gemeinsamer Teiler) nicht fremd. Also habe ich einmal die beiden Wahlprogramme der Hauptakteure nebeneinander gelegt und verglichen.
Ich erspare es mir die ganzen inhaltlichen Punkte der Programme “Thüringen. Heimat mit Zukunft #Aufbruch2019” (CDU) und “Die Gegenwart gestalten.” (Linke) aufzulisten. Beide Programme sind im Internet verfügbar. Mit Hilfe des Wahl-O-Mat der Bundes- und der Landeszentrale für politische Bildung, für den ich während des Wahlkampfes mitverantwortlich war, kann man das prozentual errechnen. Über 236.000 Nutzerinnen und Nutzer haben das gemacht und interessiert die Übereinstimmungen zwischen den Parteien registriert.
Bei den 38 Wahl-O-Mat Fragen lagen CDU und Linke am weitesteten auseinander (wenn man die MLPD ausblendet). 100 Prozent CDU-Übereinstimmung bedeutet lediglich 21,1 Prozent mit den Linken. FDP, Blaue, Graue und AFD lagen bei über 70 Prozent Übereinstimmung, die SPD bei 44,7 und Grüne bei 28,9 Prozent Übereinstimmung.
Was heißt das nun? Klar ist, dass kein Wähler erwarten kann, dass 100 Prozent des Wahlprogramm der präferierten Partei umgesetzt wird. Schließlich hat keine Partei eine Mehrheit. In Koalitionen werden schon viele Kompromisse gemacht, aber bei der jetzt im Raum stehenden Art der parlamentarischen Arbeit und der Suche nach Mehrheiten für Gesetze lassen die geringen Übereinstimmungswerte einen schwierigen Prozess erwarten. Einen kleinen Vorgeschmack darauf bekommen wir bei der Arbeit im Erfurter Stadtrat. Seit der letzten Wahl gibt es keine Koalition oder Kooperation. Alles wird im freien Kräftespiel oder gar nicht entschieden. Ein Land lässt sich auf diese Weise nicht auf Dauer regieren – eine Landeshauptstadt auch nicht, den es kommen noch unangenehme Entscheidungen.
Das Abräumen der übereinstimmenden Punkte zwischen CDU und Linken (21,1 Prozent!) mag noch funktionieren. Allerdings wird dies nicht für lange Zeit reichen. Ich bin daher sehr gespannt welche Lösungsmöglichkeiten da ins Auge gefasst werden. Jede Partei hat den Wählerauftrag, möglichst viel inhaltlich für das Land zu erreichen – dass dies in der Summe Thüringen in den nächsten Jahren voran bringt, muss das gemeinsame Interesse sein.
Buga-Ausschuss
Inzwischen hat es sich zu einem Trauerspiel entwickelt, dass nahezu jeder Buga-Ausschuss mehr als die Hälfte der Zeit mit dem Thema Bäume in Erfurt beschäftigt ist. Vor 10 Monaten begann das Drama mit den Bäumen auf dem Petersberg-Plateau, setzte sich durch den Nordpark und die Gera-Aue fort und gelangte mit dem Bastionskronenpfad wieder auf den Petersberg.
Vor ab, ich habe Verständnis für die engagierten Bürgerinnen und Bürger, die sich für Stadtgrün im Allgemeinen und für Bäume im Besonderen einsetzen. Die CDU hat ihre Position dazu mehrfach deutlich gemacht. Allerdings gilt es im Nachgang zur heutigen Buga-Ausschusssitzung auch klar zu stellen, dass es Entscheidungen gibt, die die Verwaltung treffen muss.
Im vorliegenden Fall sollen Bäume gefällt werden, die krank sind und für andere Bäume, aber auch für Menschen eine Bedrohung darstellen. Ich bin kein Baumexperte, bei mir gehen sogar Topfpflanzen ein, insofern muss ich da den Experten glauben. Von den Vertretern der Bürgerinitiative kam hingegen die Frage, welches Labor den Zustand der Bäume beurteilt hätte und die Anregung die Bäume stehen zu lassen und mit einem Zaun zu schützen. Wenn diese Bäume krank sind und drohen umzustürzen müssen sie gefällt werden. Sie stehen in der Stadt und nicht in einem Wald, insofern hat die Stadt die Verkehrssicherungspflicht.
Vor zwei Wochen in Palma
Ich musste heute Abend an etwas denken, was mir vor zwei Wochen in Palma/Mallorca im Urlaub passiert ist. Wir waren mit dem Motorrad in der Inselhauptstadt und wollten die Kathedrale besichtigen. An diesem Tag war es stürmisch, was wir bereits bei der Motorradtour feststellen konnten. Der Platz an der Kathedrale wurde gerade von zahlreichen Polizisten abgesperrt und Krankenwagen fuhren vor. Später erfuhren wir, dass eine halbe Stunde zuvor von einer Palme eine 41jährige Frau erschlagen wurde. Laut späteren Medienberichten wurde sofort die Frage gestellt, ob die Stadt die Baumschäden hätte erkennen und handeln müssen.
Wenn in Erfurt ein Baum umstürzt und Menschen zu Schaden kommen, würde diese Frage selbstverständlich auch gestellt. Jeder Mitarbeiter der Stadtverwaltung, der von einem Gefährungspotential weiß und nicht handelt, haftet dafür. Insofern bleibt der Verwaltung gar keine Wahl. Entschieden wird in dem Fall weder vom Buga-Ausschuss, noch vom Stadtrat. Es ist ein reines Verwaltungshandeln und im übrigen völlig unabhängig von der Buga. Die vom BUND angekündigte rechtliche Prüfung ändert nichts daran, wenn Gefahr im Verzug ist.
Mit Peter Beuth beim Spiel
Erwartungsgemäß beschränkte sich das Auswärtsspiel unserer Volleyballdamen von Schwarz-weiß Erfurt in Wiesbaden für die mitgereisten Fans nicht nur auf den passiven Teil des Anfeuerns. Wir haben dort auch reichlich Nerven gelassen und uns lautstark unter den 1.632 Zuschauern bemerkbar gemacht. Wie für die Spielerinnen auf beiden Seiten ging es auch für die Fans durch ein Wechselbad der Gefühle.
Die Satzergebnisse sagen eigentlich alles – wobei anzufügen ist, dass wir in mehreren Sätzen klar vorne lagen und den Satzgewinn aus der Hand gaben. Nach 29:27 für Wiesbaden im ersten Satz und 28:30 für uns im zweiten Satz folgte die 10 Minuten Pause. Ich habe die Pause zu einem kurzen Plausch mit einem der prominenten Wiesbaden-Fans genutzt. Der hessische Innen- und Sportminister Peter Beuth ist regelmäßig beim Volleyball zu Gast. Wir kennen uns gut aus alten JU-Tagen und demzufolge gab es neben Volleyball auch noch die aktuelle politische Lage zu diskutieren. Beim Bundesparteitag sehe ich Peter wieder, da werden wir dann auch noch die drei folgenden Volleyballsätze auswerten.
Der legendäre Eintracht-Trainer Dragoslav Stepanovic saß neben Peter Beuth und hatte vorausgesagt, dass es eine ganz enge Kiste werden würde. Stepi sollte Recht behalten. Der dritte Satz ging an Wiesbaden mit 25:22 und danach zeigten unsere Mädels Moral und legten einen blitzsauberen vierten Satz mit 16:25 hin. Als dies im Tiebreak so weiter ging, unsere Mädels sogar mit 10:14 führten wähnten sich die 20 Erfurter Fans schon am Ziel des Tages. Allerdings folgten dann vier vergebene Matchbälle und schließlich nach dem 6 Punkt in Folge für Wiesbaden die Entscheidung mit 16:14 gegen uns. Damit wurden es statt der der erhofften drei bzw. zwei Punkte nur einer.
Fazit: ja, es schwingt die Enttäuschung mit. Aber die Mädels haben gekämpft und es war ein spannendes Spiel. Es war der totale Gegensatz zum Mittwochspiel. Wir sind immer noch auf Platz 10 in der Tabelle, es bleibt beim ein Punkt Vorsprung vor Suhl. Spannung für das Derby am 21. Dezember ist also vorprogrammiert. Und schließlich gibt es auch noch ein Rückspiel gegen Wiesbaden in Erfurt.
Bilder aus Wiesbaden
Klezmer in der Erfurter Thomaskirche
Klezmermusik die ganze Nacht! Das Abschlusskonzert der 27. Thüringer Tage der jüdisch israelischen Kultur in der Thomaskirche, war zugleich die 8. Lange Nacht des Klezmer. Leider konnte ich im Rahmen der Kulturtage nur fünf Veranstaltungen besuchen, bzw. begleiten. Aber das erste Fazit unserer diesjährigen Kulturtage ist sehr gut. Jetzt ist erste einmal kurzes Verschnaufen angesagt und dann geht es in die Planung für nächstes Jahr. Beigefügt habe ich die Pressemitteilung unseres Fördervereins zu den Kulturtagen.
Eine Information der 27. Thüringer Tage der jüdisch-israelischen Kultur Mit der 8. Langen Nacht des Klezmer in der ausverkauften Erfurter Thomaskirche sind am Samstag die jüdisch-israelischen Kulturtage in Thüringen erfolgreich zu Ende gegangen. Höhepunkt und Abschluss der Klezmernacht war wiederum das vielköpfige Erfurter Klezmer-Jam-Orchester, angeführt von Reinhard Schwalbe, dem Organisator des hochkarätigen Programms, und von Alan Bern, der erstmals mit dabei war. Der Vorstand des Fördervereins für jüdisch-israelische Kultur in Thüringen e.V. als Träger der Kulturtage dankt allen Beteiligten und den vielen, vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern bei den rund 100 Veranstaltungen in 24 Thüringer Orten. Sie boten eine faszinierende Vielfalt von Perspektiven auf die jüdische und die israelische Kultur. Nicht nur die Zahl der mitwirkenden Orte und Städte, sondern auch etwa 12.500 Besucher stellten einen Rekord für die Kulturtage auf. Viele Thüringerinnen und Thüringer werden noch lange zurückdenken an Noam Vazana, die auf ihrer Welttournee zwischen Indien und den Kennedy Center in Washington in Thüringen halt machte, an Victoria Hanna, die weltbekannte Vokal-Künstlerin, Uriel Herman, den Rising-Star der internationalen Jazz-Szene, oder an Arye Shalicar, der aus Israel angereist über Israel- und Judenfeindschaft sprach. Auch das Konzert des Leipziger Synagogalchors in der Synagoge von Berkach war ein echter Höhepunkt. Daneben konnten rund 600 Schülerinnen und Schüler in Schulveranstaltungen erreicht werden. Mit dem Dank an die vielen Kooperationspartner von Thüringer Staatskanzlei über die Jüdische Landesgemeinde Thüringen bis zum Interkulturellen Verein Gera verbindet der Förderverein für jüdisch-israelische Kultur die Hoffnung und dem Motto „Jüdische Lebenswelten“ 2020 sie wieder zur Beteiligung gewinnen zu können. Ricklef Münnich, Förderverein für jüdisch-israelische Kultur in Thüringen e.V.Bilder und Videos vom Abend
Mit Schachgroßmeister Thomas Luther am Brett
Bevor es kommende Woche wieder eine “kommunalpolitische Woche” wird die der CDU-Bundesparteitag in Leipzig abrundet, wird es jetzt ein Sportwochenende. Gestern Abend aktiv und passiv, heute aktiv und morgen beim Bundesligaspiel unserer Damen von Schwarz-Weiß Erfurt in Wiesbaden aktiv und passiv.
Freitag startet bei mir, wenn es die Zeit wie gestern erlaubt, mit einer Squashrunde im Sportpark. Das ist nicht mehr ganz so wild, wie früher, aber immer noch schweißtreibend genug. Aufreibend war danach auch das Heimspiel der Erfurter Black Dragons gegen Krefeld. Nach drei gewonnenen Heimspielen in Folge wollten die Erfurter nachlegen und das gelang auch. Mit 5:4 gewannen sie ein spannendes Spiel und die die Begeisterung der über 630 Zuschauer. Mit einem Tänzchen feierten sie ihr Comeback.
Heute beim 6. Königsgambit Gedenkturnier im Rahmen der 27. Thüringer Tage der Jüdisch Israelischen Kultur ging es deutlich ruhiger zu. 23 Spieler waren angetreten um sich mit der relativ seltenen Eröffnungsvariante zu messen. Wie im vergangenen Jahr konnte ich mich über drei Siege in sieben Partien und damit Platz 18 freuen. Das ist angesichts dessen, dass ich nur noch ein bis zwei Mal im Jahr spiele und über keinerlei TWZ-Punkte (Turnierwertungszahl) verfüge, mehr als zufriedenstellend. Gefreut hat es mich, dass ich beim Turnier ein paar Trainingszüge mit dem Großmeister Thomas Luther machen konnte. Mit Thomas habe ich schon vor über 40 Jahren gemeinsam trainiert.
Bilder vom TurnierBilder von den Black Dragons
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