Vor genau 20 Jahren, am 17. Juli 2005 wurde die Städtepartnerschaft Erfurt – Haifa auf einer Urkunde begründet. Vorangegangen waren fünf Jahre freundschaftliche Beziehungen zwischen beiden Städten, maßgeblich geprägt von unserem damaligen Oberbürgermeister Manfred Ruge. Der Kontakt nach Haifa war zuvor über unsere Partnerstadt Mainz geknüpft worden. Zwischen Mainz und Haifa gibt es schon viele Jahre eine Partnerschaft.
Am heutigen Jubiläum muss ich an viele dieser “Verknüpfungen” denken. Auch an die zweite Reise der Jungen Union Thüringen nach Israel im Jahr 1994 – damals gemeinsam mit Freundinnen und Freunden aus Mainz.
Eindrucksvolle Programmpunkte hatten wir in Haifa und im Gepäck damals einen Aufkleber der JU Deutschlands mit dem Slogan “Freunde halten zusammen” und den Fahnen von Israel, Deutschland, der EU und den USA.
Bei fast allen meiner Israel-Reisen war ich auch in Haifa, häufig auch zu politischen Gesprächen im Rathaus. Obwohl Haifa zahlreiche Partnerstädte hat, ist das Verhältnis nach Erfurt immer noch ein besonderes. Yona Yahav ist seit über einem Jahr wieder Bürgermeister.
Nach seiner ersten langen Amtszeit hat er sich im letzten Jahr noch einmal bereit erklärt zu kandidieren. Seit seiner Wiederwahl regiert er die Stadt mit inzwischen 81 Jahren mit viel Erfahrung. Im letzten Jahr war ich bei ihm zu Besuch und wir konnten lange über die Entwicklung unserer beiden Städte sprechen.
Oberbürgermeister Andreas Horn und Bürgermeister Yona Yahav haben vorgerstern bei einer Videokonferenz unsere Städtepartnerschaft bekräftigt und eine diesbezügliche Urkunde unterzeichnet. Wir werden unser Partnerschaft weiter ausbauen!
Foto (1): Stadtverwaltung Erfurt
Jetzt ist es offiziell. Auch in der kommenden Saison wird es in Oberhof wieder zwei Rennrodel Weltcups geben. Da die Sanierung der Bahn in Königsee nicht fertig wird, hat die FIL, unser internationaler Verband, in Oberhof angefragt, ob wir noch einmal können/wollen würden… Nach den letzten beiden Jahren, in denen wir jeweils einen Doppelweltcup in Oberhof hatten, haben wir etwas Erfahrung auf dem Gebiet. Dennoch war es aber für uns wichtig zunächst intern zu klären, was dies an Aufwand bedeutet. Schließlich sind es unsere vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die den Weltcup tragen.
Gestern, am 10. Juli, war der Tag der Solidarität mit Juden und mit Israel – zum zweiten Mal nach 2024. Leider gab es aber bundesweit nur wenige Veranstaltungen und auch nur wenige klare Bekenntnisse. Stattdessen gab es aber in Jena eine angemeldete Kundgebung von Unterstützern der Palästinenser und der Hamas.
Bei der Pali-Demo versammelten sich rund 300 Menschen in einer kruden Mischung von Linksextremen um die Antifa, Rechtsextremisten und Antisemiten. Die Parolen waren vom bekannten Hass und pauschalen Vorwürfen gegen Israel. Im Verlauf der Demonstration wurden von der Polizei, die mit einem großen Aufgebot vor Ort war, zwei Straftaten festgestellt und der Umzug unterbrochen um die Tatverdächtigen zu ermitteln.
Bis zum Beginn der neuen Wintersportsaison auf der Oberhofer Rennrodelbahn ist es noch einige Monate hin. Die Vorbereitung für die olympische Saison beginnt aber natürlich schon lange bevor die Bahn wieder vereist wird und die Rodel-Weltcups im Dezember sowie die Bob- und Skeleton-Weltcups im November beginnen. Bereits jetzt im Hochsommer treffen sich die Spitzenathleten in Oberhof zu Startlehrgängen. Mit der Anschub- und Startstrecke haben wir dafür gute Bedingungen und in der Skihalle gibt es sogar eine Eisfläche.
Immernoch befinden sich 50 Geiseln in der Gwealt der Hamas und dies seit nunmahr 19 Monaten. Die Verbrechen der Hamas am 7. Oktober 2023 waren der Ausgangspunkt für den andauernden Kampf Israels gegen die Hamas und ihre Unterstützer. Inzwischen gibt es immer mehr Menschen die dies scheinbar “vergessen” haben und ihren Antisemitismus offen ausleben. Die vermeindliche Solidarität von Links- und Rechtsextremisten mit den Palästinensern und dem Iran ist schlussendlich aber nichts anderes als Antisemitismus, wenn nicht immer wieder die Ursache für den Krieg in Gaza benannt wird.
Mein Sommerurlaub 2025 ist schon vorbei und auch wenn die Temperaturen hochsommerlich sind, ging es diese Woche zurück an den Arbeitsplatz in der Landeszentrale für politische Bildung. Sommerferien gibt es bei uns nicht, auch wenn zwischenzeitlich die Sommerferien in Thüringen begonnen haben. Unser aktueller Newsletter listet die Veranstaltungen im Juli und August auf, sowie neue Publikationen, die bei der LZT bestellt werden können.
Meine Schnittmengen mit Pferden beschränkten sich bis zu diesem Wochenende überwiegend auf Pferdestärken und da insbesondere die PS meiner Motorräder. Geritten bin ich nur einmal in meinem Leben und dies war 1997 bei einer Reitstunde in Kroatien. Meine Enkeltochter ist allerdings ein begeistertes Pferdemädchen und ich habe sich schon öfters zur Reitstunde begleitet.
Gestern hatte ich erfreulicherweise selbst einmal die Möglichkeit über den Kontakt zu einer Reitbeteiligung zu reiten. Sehr gerne habe ich dafür die Motorradsitzbank einmal gegen einen Sattel getauscht. Es war eine ausgesprochen tolle Erfahrung! Allerdings merke ich seit den eineinhalb Stunden Ausritt nun auch Muskelgruppen, von denen ich bis jetzt gar nichts wusste. Möglicherweise liegt dies aber auch daran, dass meine Sitzhaltung im Sattel sicher deutlich verbesserungswürdig ist. Theoretisch habe ich es zwar erklärt bekommen – dies aber praktisch umzusetzen, ist eine ganz andere Sache.
Gestern hat der
#OTD vor 35 Jahre – es war ein Sonntag und es war der 1. Juli 1990 – ein Tag der in die deutsche Geschichte einging. Heute, 35 Jahre danach, beschränkt sich die Wahrnehmung auf ein paar Storys in den Medien. Für fast alle Ostdeutschen war dies ein lang herbeigesehnter Tag. Als ich am Sonntagmorgen mit meiner Familie in der Küche frühstücken wollte, bot sich beim Blick aus dem Küchenfenster (noch vor 9 Uhr) der beigefügte Blick. Am 1. Juli 1990 habe ich dieses Bild von meinem Küchenfenster in der Ernst-Haeckel-Straße am Drosselberg in Erfurt mit meiner damaligen Kamera Exa 1b aufgenommen weil ich dachte, dies könnte mal ein wichtiges Bild werden.
Am 1. Juli trat die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion zwischen der Bundesrepublik und der DDR in Kraft. Wenige Wochen zuvor wurden nach den ersten freien Volkskammerwahlen die Weichen für die Wiedervereinigung gestellt. Erwachsene konnten 4.000 Ostmark 1:1 umtauschen, für Kinder kamen noch einmal jeweils 2.000 hinzu. Alle darüber hinaus gehenden Sparguthaben wurden im Verhältnis 2:1 umgetauscht. Für viele Menschen in der DDR waren die Reisefreiheit, freie Wahlen und die Einführung der D-Mark die wichtigsten Meilensteine auf dem Weg zur Wiedervereinigung.
Allerdings zeigten sich ganz schnell auch Schattenseiten. VEB-Betriebe waren über Nacht unwirtschaftlich, weil Löhne in DM bezahlt werden mussten und Verkaufserlöse schlagartig ausblieben. Für viele Ostdeutsche bedeutete dies den Auftakt zu teils langjähriger Arbeitslosigkeit und dem Gang in den Westen. Für viele andere war es die herbeigesehnte Chance auf einen Neubeginn. Heute gibt es natürlich die blühenden Landschaften, aber es war ein langer Weg. Für mich ist der 1. Juli 1990, wie so viele markante Wegmarken auf dem Weg zur Deutschen Einheit, ein Grund dankbar zurückzuschauen. Die Ost-Mark und die D-Mark gibt es nicht mehr. Mit dem Euro können wir durch ein geeintes Europa reisen, frei von Wechselstuben und Binnen-Grenzen.