Mit Dani und unserem Cheftrainer Florian Völker im Sportpark
Endlich ist unser Bundesligateam 2019/2020 komplett. Von Toronto über Dublin und Frankfurt ist gestern unsere letzte Neuverpflichtung heute nach Erfurt und direkt zum Teamtraining in den Sportpark gekommen. Die Kanadierin Dani Brisebois war mit ihrem Partner noch in Griechenland im Urlaub und danach zwei Tage in der Heimat in Kanada.
Beim Nachmittagstraining im Sportpark Johannesplatz konnte ich sie begrüßen und sie war gleich gut gelaunt beim Teamtraining dabei. Zwar trainieren unsere Damen vormittags auch schon am Ball (in dieser Saison ein neues Modell), aber noch dominiert das Athletiktraining. In den kommenden Wochen wird sich das deutlich ändern. Vorbereitungsspiele und Turniere werden folgen, bis am 9.10. das erste Heimspiel der Saison gegen Münster beginnt.
Bei der abendlichen Vorstandsrunde haben wir uns intensiv mit den Terminplanungen (Vereinssommerfest am 31.8. und Teampräsentation am 27.8.2019, aber auch mit unseren Nachwuchsteams im Verein beschäftigt. Ich bin meinen Vorstandskollegen, unserem Geschäftsführer der Gesellschaft und unserem Vereinsgeschäftsführer sehr dankbar, dass wir die Herausforderungen der letzten Wochen gemeistert haben. Der Umzug der Geschäftsstelle, die Finanzplanung, Lizenzierung, Verträge gestalten, Wohnungen einrichten, Trainingszeiten koordinieren und Nachwuchstrainer gewinnen, waren nur ein Teil des umfänglichen Sommerprogramms. Wir tun das gerne, weil wir uns auch in der neuen Saison eines wünschen: Viel Erfolg für die neue Bundesligasaison bei Schwarz-Weiß Erfurt und allen Teams vom SWE Volley Team e.V.!
Der Autor des Buches Henning Pietzsch
Derzeit gibt es viele Jahrestage, die sich auf das geschichtsträchtige Jahr 1919 mit der Reichsverfassung und die Begründung der Bundesrepublik (erste Wahlen am 14. August 1949) beziehen. Im Sinne unserer Demokratie ist es wichtig, sich auf diese Wurzeln zu besinnen und manches auch zeitgeschichtlich gerade zu rücken.
Der 13. August hingegen ist ein Datum, an dem Mahnen, Gedenken und Aufarbeiten im Mittelpunkt steht, auch wenn viele junge Menschen mit diesem Datum nicht viel anfangen können. Selbst der Zusatz “vor 58 Jahren” hilft meist nicht, bestenfalls die Benennung des Jahres 1961. Der Tag steht für ein dunkles Kapitel der jüngeren deutschen Geschichte – Zementierung der Teilung für 28 Jahre, Mauer, Stacheldraht und Schießbefehl und rund 1.000 Grenztoten.
Am gestrigen 13. August gedachte und mahnte die CDU Erfurt wie in jedem Jahr nach der friedlichen Revolution. Von Seiten der Stadt gab es nicht einmal ein offizielles Statement (ebenfalls, wie seit vielen Jahren). Im Land fand u.a. eine Veranstaltung in der Außenstelle der Stasi-Unterlagenbehörde auf dem Petersberg statt. Dort stellte die Staatskanzlei die Filmdokumentation und das Buch “Matthias Domaschk 2.0 – Suizid oder Mord in Stasi-Haft 81?” vor. Die Broschüre dazu haben wir in der LzT verlegt und sie kann auch über unsere Homepage bestellt werden.
Der Jenaer Matthias Domaschk kam 1981 in Stasi-Haft in Gera. Alle Zeitzeugen und auch der Abschlussbericht kommen zu dem Fazit, dass es kein Selbstmord war, auch wenn der letzte Beweis fehlt. Die ehemalige Lebensgefährtin von Domaschk und seine Tochter waren bei der Präsentation der Ergebnisse ebenso dabei wie rund 70 Gäste, viele Journalisten und der Ministerpräsident. Bodo Ramelow hatte die Arbeitsgruppe zur Aufklärung ins Leben gerufen. Er betonte wie wichtig die Aufarbeitung des SED-Unrechts ist. Er verwies mehrfach darauf, dass die DDR kein Rechtsstaat war. Ich persönlich finde dies bemerkenswert, das sicherlich viele der Parteigenossen von Ramelow darüber ganz anders denken.
Im Sportpark
Langsam aber sicher geht es in die aktive Phase der Saisonvorbereitung für unsere Volleyball-Bundesligadamen. Seit letzter Woche sind fast alle da und es wird trainiert. Nachdem die Unstimmigkeiten zur Hallennutzung in den Ferien geklärt wurden, können unsere Mädels auch Vormittags in der Riethsporthalle schon am Netz trainieren.
An den Nachmittag geht es unter anderem in den Sportpark Johannesplatz zu unserem langjährigen Fitnesspartner. Heute konnte ich mich selbst bei meiner Trainingseinheit davon überzeugen, dass es schon intensiv zur Sache geht. Zum einen fallen unsere Mädels durch ihre Größe auf und zum anderen auch durch die Trainingsintensität – da wird es schon einmal laut.
Am heutigen Abend hat dann auch unser neuer Trainer etwas Stress gehabt. Er musste noch dem MDR Rede und Antwort zum Stand der Saisonvorbereitung stehen. Die Vorfreude auf den Saisonstart am 9. Oktober steigt!
Bau der Riethsporthalle 2011
Verdammt lang her ist es, dass in Erfurt ein Sporthallenneubau in Angriff genommen wurde und es wird wohl auch noch eine Weile dauen, bis der nächste kommt. Der Finanzbeigeordnete hat in der Sommerpause die Planungskosten für eine neu Ballsporthalle gesperrt. Dabei ist in diesem Jahr die Situation noch angespannter, als in den Vorjahren.
Mit dem THC ist eine weitere Mannschaft für die Riethsporthalle hinzu gekommen und einige kleiner Schulsporthallen sind gesperrt bzw. werden umgebaut. Ausweichmöglichkeiten fehlen und so ist der Schul- und Vereinssport in einer schwierigen Lage. Bis jetzt wissen die Vereine noch nicht wann und wo sie trainieren können und dies obwohl nächste Woche das neue Schuljahr beginnt.
Für unseren Verein habe ich dies gegenüber den nachfragenden Medienvertretern kritisch angemerkt. Erfurt ist dabei den Titel Sportstadt in Gefahr zu bringen – auch weil nun die Südschwimmhalle für längere Zeit ausfällt und der Bau der dritten Schwimmhalle ebenfalls in weiter Ferne ist. Fehlen tut ein klares Konzept, wann und wie lange Sporthallen saniert werden. Fehlen tun Pläne für dringend notwendige Neubauten. Und fehlen tut auch Finanzierungskonzept.
Ärgerlich daran ist, dass dies seit über 10 Jahren bekannt ist und nichts passiert. Mit dem Abriss der alten Schalenhalle begann das Dilemma für viele umliegende Schulen. Andere Schulen, wie in Stotterheim oder die KGS hatten nie ordentliche Hallenkapazitäten. Auf meiner Homepage habe ich eine Stadtratsrede von 2009 gefunden. Schon damals haben wir die Probleme benannt. In zwei Wochen fängt der Stadtrat nach der Sommerpause an zu arbeiten – das Thema Sportstätten steht dann mit auf der Agenda.
Die Wartburg
Deutlich besser war am heutigen Sonntag das Wetter im Vergleich zum Regen der Domstufenfestspiele am Freitag. Es war gleich wieder so warm, dass wir nach Abkühlung im Thüringer Wald gesucht haben und die haben wir auch gefunden. Die Drachenschlucht bei Eisenach ist auf ihren 2,6 km immer angenehm temperiert. Auch wenn sich derzeit nur wenig Wasser durch die Schlucht schlängelt bleibt es durch die hohen Bäume und Felsen angenehm kühlt.
Angenehm überrascht waren wir auch beim 5km Abstieg durch die Landgrafenschlucht vom beeindruckenden Rennsteigwald. Im Gegensatz zu den Fichtenwäldern im Harz sind die Laubbäume in einem guten Zustand. Weniger gut ist der Zustand der Straßen. Die Heimfahrt wollten wir eigentlich über Ruhla und Winterstein antreten. Mehrere Baustellenumleitungen führten uns aber schließlich noch auf den Großen Inselsberg. Gut, dass wir uns kurzfristig doch für das Auto statt des Motorrads entschieden hatten, sonst wäre es eine ziemlich anstrengen lange Tour geworden.
Bilder von der Tour
Tolles Bühnenbild
Domstufenfestspiele 2019 – leider musste auch in diesem Jahr wieder die Premiere abgebrochen werden – für mich in den vielen Jahren der Domstufen zum dritten Mal. Ein Gewitter beendete die Aufführung nach ca. 50 Minuten und es dauerte dann eine ganze Weile, bis die Premierengäste wieder trocken und bei der Premierenfeier im Theater wieder etwas in Stimmung kamen.
“Der Name der Rose” stand auf dem Programm auf den Domstufen und bis kurz vor die Pause erlebten wir den ruhigeren Teil, der aber bereits musikalisch und vom Bühnenbild sehr überzeugte. Wie es nach der Pause weiter gegangen wäre können wir uns nur ausmalen, oder am Montag in der TA nachlesen. Aber es gibt noch 20 weitere Aufführungen bis Anfang September. Zwar bin ich jetzt erst noch einmal einige Tage in Kroatien mit meinem jüngsten Sohn, aber vielleicht klappt es ja danach noch einmal.
Schade war der Abbruch nicht nur für die Premierengäste sondern vor allem für die Darsteller und Musiker. Die beiden “Schirmherren” Ministerpräsident Bodo Ramelow und Oberbürgermeister Andreas Bausewein räumten beide bei der Premierenfeier ihr Versagen bei der Wetterbeeinflussung ein. Da Ramelow aber vor Bausewein sprach konnte er ihm die Hauptverantwortung zu schieben – im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung sei die Stadt für das Wetter zuständig. Schade, dass Frau Hoyer nicht mehr für die Kultur verantwortlich ist, sonst hätte der OB ihr den schwarzen Peter zugeschoben 😉
Bilder der Premiere
Das Cover unserer Broschüre
Mein Hauptaufgabengebiet bei der Landeszentrale für politische Bildung ist der Online-Bereich, also die Homepage und die sozialen Medien zu betreuen und zu versorgen. Dazu kommt noch der Israel-Bereich und Erst- und Jungwählerkampagnen – aktuell auch der Wahl-O-Mat. Neben Facebook und Twitter ist Instagram für uns ein wichtiger Bereich geworden, um junge Menschen zu erreichen.
Instagram ist schnelllebig und lebt von der Macht der Bilder. Ob wir da bei unserem Bildungsauftrag immer die schellen und interessanten Bilder zu politischen Themen liefern können ist durchaus fraglich. Aber auch für unseren Broschüren, die wir im wesentlichen im Internet bewerben brauchen wir die Bildsprache. Eines der erfolgreichen Projekte ist unsere Broschürenreihe “Die Geschichte hinter dem Bild”. Dabei wählen wir Autoren aus, die zu interessanten Bildern die Geschichte liefern.
…und die Kopie vor zwei Jahren
Mit einer der jüngsten Broschüren haben wir einen Internethit gelandet (wie schon berichtet). Über 3000 Mal wurden die Simpsons bestellt und nachdem diese Woche noch die Bild und Radio Eins darüber berichteten, haben wir jetzt Broschüren nachbestellt.
Heute ist es genau 50 Jahre her, dass das legendäre Beatles-Bild an der Abbey Road in London entstand. Ich erinnere mich noch gut daran, als wir vor zwei Jahren das Motiv bei unserem London-Besuch nachgestellt haben und wie hunderte Touristen jeden Tag den Verkehr an der Abbey Road behindert haben. Das legendäre Beatles-Motiv ziert unser Cover “The Beatles: Abbey Road – Ein Übergang und seine Wirkung”. Heute habe ich es einmal wieder virtuell in Erinnerung gerufen. Mal sehen ob es in den nächsten Tagen verstärkt bestellt wird.
Wer es haben möchte kann es über den beigefügten Link kostenfrei bestellen, oder in der LzT in der Regierungsstraße 73 direkt abholen, oder ich bringe es einfach mit.
Ein Teil des Parteienspekrums
Derzeit sind die beiden Wahl-O-Mate von Sachsen und Brandenburg auf der Seite der Bundeszentrale frei geschaltet. In spätestens zwei Monaten wird dort auch der wahl-O-Mat für Thüringen zu finden sein. Am letzten Wochenende sind dafür die 80 Thesen entstanden, heute haben wir sie redaktionell noch einmal gesichtet und nun warten wir auf das Signal des Landeswahlleiters.
Bis zur Antragsfrist Ende Juli hatten sich 17 Parteien für die Teilnahme an der Landtagswahl in Thüringen am 27. Oktober gemeldet. Mitte August entscheidet der Landeswahlausschuss, welche Parteien die formalen Kriterien erfüllen und antreten werden. Wir werden danach den Parteien die 80 Thesen zum Wahl-O-Mat zusenden und um Beantwortung bitten. Mitte September wird dann gemeinsam mit der u-26-Redaktion entschieden, welche der 80 Thesen sich unter den 38 Thesen des Wahl-O-Mat wieder finden.
Danach geht der Wahl-O-Mat online und wird hoffentlich reichlich besonders von Jung- und Erstwählern als Orientierungsinstrument genutzt.
Ich hoffe, dass auch die Medien den Wahl-O-Mat wieder intensiv bewerben werden. Heute war dazu schon einmal in TA und TLZ ein schöner Artikel zu finden.
Traditionelle Essenszubereitung in Thüringen
Irgendwie wird es höchste Zeit, dass die Sommerpause zu Ende geht. Traditionell sind im Sommer die Medienthemen nicht ganz so zahlreich vorhanden und zugleich die Neigung von Politikern groß, aber vor allem auch von Medienvertretern, Themen hoch zu ziehen, die es eigentlich nicht wert sind.
Beim aktuellen Vorschlag, die Mehrwertsteuer auf Fleischprodukte deutlich zu erhöhen kann, muss und sollte man – nicht nur als Thüringer – laut und energisch widersprechen. Zwei medial nicht sonderlich bekannte Bundestagsabgeordnete hatten das Thema hochgespielt. “Der agrarpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Spiering, äußerte sich positiv zum Vorschlag des Grünen-Fachpolitikers Friedrich Ostendorff, die Umsatzbesteuerung für Fleisch von 7 Prozent, wie sie für die meisten Lebensmittel gilt, auf den Standardsatz von 19 Prozent zu erhöhen. Die Mehreinnahmen sollten dafür verwendet werden, die Haltungsbedingungen der Nutztiere zu verbessern.” so ist es in den Zeitungen zu lesen. Wie das gehen soll haben die beiden “Fachexperten” uns nicht verraten.
Steuereinnahmen fließen in den Haushalt. Wenn der Bund die Haltungsbedingungen von Nutztieren verbessern möchte ist das löblich, aber kann gesetzlich geregelt werden oder mit Mitteln des Bundes. Warum jedes Fleischprodukt deshalb mit einer höheren Steuer belegt werden soll erschließt sich mir nicht. Es stimmt, Lebensmittel werden vielfach zu billig und unter den Produktionskosten verkauft. Dies gilt für Fleisch ebenso wie für Milchprodukte. Wer dafür mehr ausgeben will, kann bewusst kaufen – das Fleisch beim Metzger und nicht aus dem Kühlregal der Diskounter. Viele machen das, aber viele Menschen müssen auch mit jedem Euro rechnen und machen es nicht.
Wenn der Steuersatz steigt, steigt er für alle, ebenso für die die es sich leisten können, wie für alle anderen. Das hat mit sozial nichts zu tun. Und da der Vorschlag von einem Grünen gekommen ist, steckt sicher auch die Grundmotivation dahinter den Menschen wieder einmal zwangsweise zu erklären, was gut bzw. schlecht ist. Verbote und Einschränkungen sind die Grundantworten der Grünen auf nahezu jedes Problem. Erfreulicherweise haben sich inzwischen weite Teile der Politik ablehnend positioniert und so wird auch das Sommerlochthema wieder verschwinden.
Überschaubare Tagesordnung…
Nachdem es in den letzten Wochen nur wenige Beratungen im Rathaus gab, geht es jetzt langsam in den kommunalpolitischen Herbst. Heute hat schon einmal wieder der Hauptausschuss zum Thema Buga getagt. Leider allerdings ohne, dass es inhaltlich etwas zu besprechen gab.
Da der Ausschuss nur aus einem Vertreter jeder Fraktion besteht und außer Frau Stange von den Linken und mir keiner dem alten Buga-Ausschuss angehört hat, läuft das ganze (noch) ruhig ab. Lediglich bei den letzten zwei Sitzungen gab es intensive Diskussionen zum Baumkronenpfad.
Heute gab es kaum was Neues. Bereits am Morgen war in der TA zu lesen, wie das Ausstellungskonzept auf der Buga aussehen soll. Ich hätte es besser gefunden, wenn wir darüber erst im Ausschuss informiert worden wären. Aber irgendwie passt es auch zum Verwaltungshandeln, dass während der Sommerpause die Stadträte nur über das absolut Notwendige informiert werden. Kommende Woche wird sich das schlagartig ändern müssen. Dann wird erstmals über die neue Geschäftsordnung und damit den Zuschnitt der Ausschüsse diskutiert. Ebenfalls wird dann die Tagesordnung für die Stadtratssitzung Ende August erstellt. Und nicht zuletzt fangen auch die turnusgemäßen Fraktionssitzungen wieder an. So schön und erholsam die letzten Wochen waren – mir hat schon etwas gefehlt und so freue ich mich darauf, wenn es wieder richtig los geht.
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