Familienzentrum Kloster Kerbscher Berg

Volles Programm
Thüringen ist nicht groß, aber trotzdem ist die Reise quer durchs Land manchmal aufwendig. Selbst von der zentral gelegenen Landeshauptstadt aus kann es dauern bis man bei Terminen ankommt. Bei der heutigen Tour ins Familienzentrum Kloster Kerbscher Berg konnte ich das wieder einmal live erfahren. In Erfurt wird derzeit reichlich gebaut, aber offensichtlich ist das auch auf Landstraßen, an Bahnübergängen und Ortsdurchfahrungen so. Erfreulich, dass so viel gebaut wird, ärgerlich wenn Umleitungen schlecht oder gar nicht ausgeschildert sind. Von Erfurt bis Dingelstädt gab es davon heute zwei – morgen auf dem Weg nach Mühlhausen noch einmal. Ansonsten war es aber abgesehen von der Fahrtstrecke (auf der man dann wenigstens mal durch Orte kommt, wo man noch nie war) ein guter Termin. Von den 16 Thüringer Familienzentren war das Kloster Kerbscher Berg das 6. bei der wir als Stiftung Familiensinn die Einhaltung der Qualitätsstandards prüfen. In einem guten Gespräch mit der Hausleitung, einem Trägervertreter und der LSZ-Planerin des Landkreises haben wird über Entwicklungspotentiale gesprochen. Das FZ Kloster Kerbscher Berg bieten neben dem normalen Programm eine Vielzahl an Kursen an, die aus Mittel der Familienbildung gefördert werden. Vorbildlich läuft zudem das Projekt “Familienzentrum Mobil”. Ich hoffe sehr, dass im Rahmen des LSZ dieses Modell auch Nachahmung in anderen Landkreisen findet. Bis jetzt ist das Zwischenfazit nach einem Drittel der Familienzentren sehr gut. In den Thüringer Familienzentren wird eine gute Arbeit geleistet und die 2015 vereinbarten Qualitätsstandards haben sich bewährt.

Harley on Tour

Perfekter Tag!
Natürlich der Motorrad-Pflichttermin zum Start in den goldigen Herbst. Seit Jahren ist das Wochenende “Harley on Tour” bei mir im Terminkalender fest vermerkt. Bisher hat es sowohl terminlich, als auch vom Wetter perfekt funktioniert und ich war dabei, wenn es die neuen Modelle zum Probefahren gab. Und jedes Jahr überlege ich erneut, ob ich die Sitzbank meiner nunmehr 25 Jahre alten Honda NTV nicht doch einmal gegen den sesselartigen Sitz einer Harley tauschen sollte. Ernüchternd und etwas abschreckend ist allerdings der Preis und so wird die Entscheidung hinaus geschoben. Gute 21.000 – 24.000 Euro würde mein “Wunschgefährt” kosten und da braucht es noch etwas Bedenkzeit und Probefahrten. An diesem Wochenende habe ich gemeinsam mit meinen Söhnen gleich drei Modell bei einer jeweils halbstündigen Probefahrt im Harley-Konvoi getestet. Die Fat Boy, die Fat Bob und die Sport Glide hatten wir ausgewählt und insbesondere die letztere hat mich überzeugt. Meine Jungs waren ebenso begeistert wie der Papa und irgendwann wird dann sicher der Harley-Traum noch wahr werden – nicht nur mit einer Miet-Harley auf der Route 66 (das haben wir letztes Jahr erledigt) und nicht nur zu den Open House oder Harley on Tour Wochenenden, sondern mit einer eigenen Harley zu fahren – Vielleicht? Bestimmt! Bilder Harley on Tour 2018  

555 Jahre jung…

Mit Ehrenhauptmann Klaus Neumann beim Schützenball
Eigentlich kaum vorstellbar, aber es gibt einen Erfurter Verein, der feierte am Wochenende sein 555 jähriges Vereinsjubiläum. Das Bürger-Schützen-Corps wurde 1463 erstmals urkundlich erwähnt. Beim Schützenball am Samstag Abend wurden daher nicht nur die Schützenkönige und Ritter des Jahres geehrt, sondern auch mit vielen Gästen gefeiert. Oberbürgermeister Andreas Bausewein erinnerte bei seinem Grußwort daran, das der BSC sozusagen auf eigenem Boden feiert. Die Thüringenhalle wurde in den 30ger Jahren des letzten Jahrhunderts vom Bürger-Schützen-Corps gebaut. Heute allerdings ist der betrieb der in die Jahre gekommenen Halle sehr aufwändig und teuer geworden und es müsste dringen investiert werden – von der Stadt als Eigentümer. Ich wünsche dem BSC weitere erfolgreiche Jahre!

Familienkongress 2018

Im Gespräch mit der Thüringer Geschäftsführerin Katrin Konrad
“Neue Wege der Vereinbarkeit” war der Titel des heutigen 5. Familienkongresses des Verbandes kindereicher Familien Deutschland e.V. im Erfurter Augustinerkloster. Gerne war ich in Doppelfunktion dabei – als Vertreter der Stiftung FamilienSinn und als Mitglied im Verband. Der Verband ist mit seinem Thüringer Landesverband seit zwei Jahren als Familienverband anerkennt und wird von der Stiftung FamilienSinn, so wie fünf weitere Familienverbände gefördert. Auch mit der Neuregelung der Familienförderung durch das in dieser Woche in den Landtag eingebrachte Gesetz ist die weitere Förderung sichergestellt, wenn es ab 1.1.2029 die Stiftung nicht mehr gibt. Der Familienkongress war perfekt organisiert und insbesondere für die teilnehmenden Familien gut abgestimmt. es gab nicht nur ein gutes Kinderbetreuungsprogramm für die Kleinen, sondern auch für die Jugendlichen. Über 30 Jugendliche waren mit einem Videoprojekt “Was ist Familie” engagiert dabei und präsentierten am Nachmittag im Podium ihre Befunde – Respekt!. Während des Kongresses gab es mehrere Vorträge und eine Diskussionsrunde mit Politikern und Wirtschaftsvertretern. Dabei und bei den World-Cafes am Nachmittag wurden zahlreiche Erwartungshaltungen an die Politik formuliert. Mir hat besonders das Impulsreferat der beiden engagierten Mütter Diana Schwarz und Hanna Meyerding von “Einfach Eltern” gefallen. Bilder der Tagung  

Eiszeit gestartet

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel
Endlich spielen die Black Dragons wieder. Heute Abend war ich mit dem Kurzen beim Eishockey in der altehrwürdigen Kartoffelhalle und auch in dieser Saison werden wir wieder häufig dort anzutreffen sein. Für mich ist es jetzt schon die 20. Saison als Fan unserer Erfurter Eishockeymannschaft. Das erste Heimspiel gegen die Tilburg Trappers haben wir leider letzte Woche verpasst, aber heute gegen Rostock hat es geklappt. Geklappt hat es leider nicht mit einem Sieg, obwohl die Drachen das Spiel weitgehend im Griffe hatten. In Penaltyschiessen verloren die Drachen. Aber das Team ist in dieser Saison stark und so können wir uns auf schöne Spiele freuen. Am 3.10. gegen Hannover und am kommenden Freitag gegen die Preussen geht es weiter. Darüber hinaus habe ich jetzt schon einmal Karten für Eishockey-Ausflüge in der DEL bestellt. Sowohl bei den Adlern Mannheim, als auch bei den Eisbären Berlin werden wir wieder dabei sein. Bilder vom Heimspiel gegen Rostock

Schwarz-weiße Saisonvorbereitung

Team und Sponsoren als schwarz-weiße Einheit
Neben dem Team und den Fans sind der wichtigste Faktor eines erfolgreichen Sportvereins die Sponsoren. Dies ist natürlich auch bei unserem Schwarz-Weiß Erfurt Volleyteam so und deshalb haben wir die Sponsoren gestern zur inoffziellen vorfristigen Mannschaftsvorstellung eingeladen. Die offizielle Präsentation muss noch bis zum 15. Oktober warten, da unsere argentinische Zuspielerin Clarisa Sagardia noch mit ihrem Team bei der Weltmeisterschaft ist. Alle anderen Spielerinnen, einschließlich dem Geburtstagskind Noora Kosonen aus Finnland, waren gestern im Patricks Pub dabei und stellten sich unseren Sponsoren vor. Wie in jedem Jahr war es nicht einfach den Saisonetat rund zu bekommen, eine kleinere Baustelle haben wir auch noch, aber wir können für die neue Saison solide planen. Der Chefcoach Jonas Kronseder gab als Ziel Platz 9 aus und ich hoffe sehr, dass dies dieses Jahr gelingt. Auf Dauer ist die 1. Bundesliga nur zu packen, wenn auch der sportliche Erfolg kommt. Im dritten aufeinander folgenden Erstligajahr (zuvor gab es noch zwei) wollen wir endlich auch sportlich bestehen. Bis dahin gilt es jetzt sportlich gut zu trainieren. Nach dem ersten Saisonvorbereitungsturnier in Brno kommen am Wochenende zwei Teams zu uns. Ligakonkurrent Münster und Pfeffingen aus der Schweiz werden mit unseren Mädels trainieren und testen. Gäste und Fans sind herzlich eingeladen in der Riethsporthalle vorbei zu schauen. Darüber hinaus folgen Ende Oktober noch zwei Vorbereitungsspiele gegen Suhl, bevor es am 31. Oktober gegen Aachen los geht. ich freue mich jetzt schon darauf viele Fans und unsere Sponsoren am Reformationstag in der Halle begrüßen zu können.

Armutsprävention diskutiert

Im Gespräch mit meiner Stadtratskollegin Carola Hettstedt
Riskante Kindheit? – Aufwachsen in sozialer Ungleichheit” war der Titel der nunmehr 9. Veranstaltung zum Thema Armut bzw. Ungleichheit in Thüringen. Veranstalter waren auch dieses Mal wieder die Fachhochschule, der Deutsche Kinderschutzbund und das IKPE. Das Interesse an der Veranstaltung war enorm. Prof. Fischer verwies dazu bei seiner Einführung auf 180 Anmeldung und nur 145 die an der Tagung teilnehmen. Bedauerlich fand ich allerdings, dass dieses wichtige Thema, welches fachliche und politische Antworten liefern sollte, in einer Tagesveranstaltung mitten in der Woche behandelt wurde. Ehrenamtlichen Stadträten (die durchaus die richtigen Adressaten der Forderungen sind) ist dadurch die Teilnahme nicht möglich. Lediglich Carola Hettstedt von den Linken konnte neben mir dabei sein und wir waren beide auch dienstlich und nicht in kommunalpolitischer Mission dabei. Prof. Dr. Ernst-Ulrich Huster von der Uni Gießen spannte den Bogen von der Armuts- über die Migrationsfrage bis hin zur demografischen Entwicklung und verwies zudem darauf, dass der Generationenkonflikt dabei eher ein intergenerativer Konflikt sein. Häufig ginge es um die Frage, wie der eigene Status auf die Kinder weitergebenen wird. Um Armut wirksam zu begegnen benötige es Aneignungsgelegenheiten, aber auch Aneignungsfähigkeiten und ein unterstützendes System. Prof Dr. Melanie Kuhn von der PH Heidelberg stellte Befunde der 4. World Vision Kinderstudie vor. Dabei wurde vor allem die Lebenssituation von Kindern beleuchtet und deren Bedürfnisse erfragt. Prof. Dr. Marcel Helbig lenkte den Blick auf Soziale Ungleichheiten bei Kindern aus dem Blick räumlicher Entwicklung in Thüringen. Wie bereits bei seinem Vortrag bei der CDU-Stadtratsfraktion letzte Woche erläuterte er warum Erfurt auf Platz 2 (hinter Rostock) bei der bundesweiten Auswertung der Segregation von Kindern aus unterschiedlichen Schichten bzw. mit unterschiedlichem Armutsrisiko landet. Die Handlungsoptionen sind diesbezüglich aber eher ernüchternd. Kurzfristige Rezepte dazu gibt es nicht. Wohnungsbau und Städteplanung brauchen viele Jahre, bis sie sozialräumlich Wirkung zeigen. Kurzfristig dringend geboten ist die bessere sächliche und personelle Ausstattung von Kitas und Schulen in den betroffenen Stadtteilen. Leider ist dazu auch das rot-rot-grüne regierte Erfurt nur sehr eingeschränkt bereit, insofern wäre es schon gut gewesen, wenn Kommunalpolitiker der Stadtratsfraktion oder die Stadtverwaltung die Gelegenheit gehabt hätten, an der Fachtagung teilzunehmen. Bilder der Tagung  

Teambildende Maßnahme…

Prost!
Dieses Mal nicht im Sport, sondern in der Kommunalpolitik. Neben allen wichtigen Beratungen im Fraktionsvorstand, der Fraktion, Arbeitskreisen, Ausschüssen und dem Stadtrat braucht es ein paar Mal im Jahr auch Termine beiden denen wir uns bei einem Glas austauschen und nicht nach einer Tagesordnung beraten. Am Montag Abend nach der Fraktionssitzung haben wir die Gelegenheit genutzt und waren gemeinsam im Festzelt auf dem Erfurter Oktoberfest. Dort sind im Gegensatz zum Münchner Oktoberfest in diesem Jahr die Preise stabil. Nachteilig war nur, dass an einem Montag das Festzelt nicht ganz voll ist und die dadurch fehlende Stimmung von der Band mit Lautstärke kompensiert wird. Miteinander reden funktioniert da nur in den Pausen, oder wenn dann die Band pünktlich um 21.30 Uhr den Stecker zieht (wegen dem Ruhebedürfnis der Anwohner). In der kommenden Woche werden wir den Termin sicher noch einmal wiederholen 😉  

Mitteldeutsche Städte im Austausch

Die Tagungsrunde
Vergangenes Wochenende, am 21. und 22. September, folgten Mitglieder der CDU-Fraktion verschiedener mitteldeutscher Städte der Einladung der Erfurter CDU-Fraktion zu einer gemeinsamen Beratung verschiedener städtespezifischer Themen im Erfurter Rathaus. Vertreten waren die Städte Leipzig, Magdeburg, Chemnitz, Halle und Jena mit insgesamt knapp 30 Teilnehmern. Die Tagung begann mit einem Empfang im Festsaal des Erfurter Rathauses. Als Einstieg referierte Coachingexpertin Prof. Dr. Marion Eich-Born darüber, wie man Kommunalpolitik erfolgreich und glaubwürdig bestreiten kann. Anschließend erläuterte der Erfurter Fraktionschef Michael Panse die Erfurter Geschichte und die Erfurter Kommunalpolitik im Rahmen einer Führung durch das Rathaus. Der Tag fand einen runden Abschluss bei einem geselligen Abend im Hofbräuhaus am Domplatz. Am zweiten Tag der Tagung wurde es schließlich thematisch. Die Vertreter aller sechs Städte rissen kurz maßgebliche Themen ihrer Städte an, sodass hier ein Austausch und Anregungen erfolgen konnten. Im Bereich Verkehr wurde vor allem über Parkraumknappheit, über alternative ÖPNV-Modelle, Verkehrsentwicklung im Allgemeinen, aber auch, wie man Radverkehr gut gestalten kann, berichtet. Im Bereich der Ordnung und Sicherheit wurde dargestellt, wie ein Alkoholverbot im innerstädtischen Bereich Wirkung entfalten kann. Auch das Thema der Unruhen in Chemnitz blieb nicht aus. In einem zweiten Themenblock ging es um die Unterstützung des Breitensports und dessen Vereinen. Ebenso wurden Fragen nach Wirtschaftsentwicklung und Investitionen gestellt, genauso wie man als Kommune Familien besser beim Bauen unter die Arme greifen kann. Ein offenbar allseits “beliebtes Thema” ist die Entwicklung von Kita-Gebühren. Das Treffen fand einen gemeinsamen Abschluss mit einem italienischen Mittagessen im Restaurant Pavarotti am Fischmarkt.

Ein tolles Konzert für ein tolles Projekt

Der Synagogalchor Leipzig
Beeindruckend war das gestrige Konzert in der Lutherkirche in Apolda. Der Synagogalchor Leipzig war wieder einmal in Thüringen zu Gast und gab ein Benefizkonzert für den Verein Prager-Haus e.V. in Apolda. Ich habe mich über die Einladung zu diesem Konzert sehr gefreut und auch gerne dort ein Grußwort als stellvertretender Vereinsvorsitzender des Fördervereins jüdisch-israelische Kultur in Thüringen gehalten. Der Synagogalchor war bereits zwei Mal im Rahnen de jüdisch-israelischen Kulturtage bei uns zu Gast. 2010 wurden vom Synagogalchor die 18. Kulturtage in der Erfurter Synagoge eröffnet und 2015 gab  es ein Konzert in Gera. Gestern gab es in der Lutherkirche Apolda ein zweigeteiltes Konzert mit geistlicher und weltlicher jüdischer Vokalmusik. Der Erlös ging an den Verein Prager-Haus e.V.. Seit vielen Jahren kümmert sich der Verein um die Sanierung und den Erhalt des Prager Hauses. In wenigen Tagen, am 3. Oktober 2018, wird das Haus offiziell eröffnet und da bot sich gestern die passende Gelegenheit um Dank zu sagen, für tolles ehrenamtliches Engagement. Wir haben in Thüringen viele Beispiele für unsere reichhaltige jüdische Geschichte. In Erfurt die älteste Synagoge, die Mikwe und den jüdischen Hochzeitsschatz, der vor genau 20 Jahren entdeckt wurde. Wir haben aber auch Zeugnisse und viele gute Beispiele für das aktuelle jüdische Leben in Thüringen. Die in dieser Woche eröffneten Achava-Festspiele und unsere 26. Tage der jüdisch-israelischen Kultur bieten perfekte Gelegenheiten jüdische Kultur zu erleben. Das gestrige Konzert war ebenfalls dafür eine wunderbare Möglichkeit. Bilder vom Konzert