Berlin, Berlin, wir waren in Berlin…

Zu Besuch im Zentrum der Politik
Der sportliche Slogan ist natürlich “wir fahren nach Berlin”. In den kommenden Tagen bin ich auch zu gleich zwei Fachtagungen hintereinander in der Bundeshauptstadt. Der Evaluationsbeirat für den Bundesfreiwilligendienst tagt und auch die Klausurtagung zu den Freiwilligendiensten steht an. Zudem sind unsere U 18 Mädels vom SWE Volley-Team gerade erst vorletzte Woche von den Deutschen Meisterschaften aus Berlin zurück und am kommenden Wochenende spielt unsere U 20 Mannschaft um die Deutsche Meisterschaft in Bremen und die U 16 in Eppingen. Für die U 20 liegt mit der Bronzemedaille vom letzten Jahr die Latte hoch. Sportlichen Erfolg unseren beiden Teams! Wie in den vergangenen Jahren war ich mit der Familie über Himmelfahrt in Berlin. Zwar war das Wetter nicht nur Sonnenschein, aber das Programm begeisterte meine Jungs. Der Kistengarten auf dem Tempelhofer Flugfeld und eine Radtour über die Rollbahnen des Flugfeldes standen am ersten Tag an. Alle Möglichkeiten die die BVG bietet haben wir am Freitag genutzt. Straßenbahn, S-Bahn, Doppelstockbus, Fähre über den Wannsee, Regional-Doppelstockzug und U-Bahn sind wir mit den Jungs gefahren. Die U-Bahn begeisterte besonders, weil meine Söhne zwei Stationen im Führerstand mitfahren durften und selber die Knöpfe gedrückt haben. Die Reichstagskuppel haben wir auch noch erkundet und waren am Brandenburger Tor unterwegs. Samstag ging es dann den ganzen Tag auf die Berliner Seen zur einer Motorboot-Tour wieder mit einem Boot vom Spreepoint. Die beiden kleinen Kapitäne haben uns sicher über die Seen gebracht. Sonntag ging es dann noch zum Abschied an den Alex (nach Sushi und Hummus an den Vortagen natürlich mit Currywurst und es bleibt das Fazit: Berlin ist immer wieder eine Reise wert! Bilder aus Berlin    

“Demografischer Wandel” ist kein Unwort, sondern eine Herausforderung und eine Chance!

Immer am Jahresanfang wird das „Unwort“ des vorangegangenen Jahres gewählt. Das Wort „Unwort“ erklärt  der Duden damit,  dass dies ein unschönes, ein unerwünschtes Wort sei. Auf viele Unworte der letzten Jahre trifft dies zweifellos zu. In der Thüringer Allgemeinen des heutigen Tages werden den Lesern 10 Vorschläge unterbreitet, darunter neben einigen speziellen „Wortschöpfungen“ des Jahres 2012 auch „Demografischer Wandel“. Begründet wird dies mit „Die Gesellschaft wird immer älter. Diese Veränderungen bedürfen gewaltiger Anstrengungen. Sie müssen benannt und nicht verschleiert werden.“. Diese Sätze sind zweifellos richtig, wenngleich sie das Thema auch nur unvollständig beschreiben. Dass die Menschen in unserer Gesellschaft älter werden finde ich gut. Es ist ein alter Menschheitstraum lange und erfüllt zu leben. Dies ist aber auch nicht der Kern der Diskussion. Tatsache ist, dass unsere Gesellschaft nicht überaltert, sondern unterjüngt. Seit vielen Jahrzehnten gehen die Geburtenzahlen zurück, nicht nur in Deutschland, sondern in allen Wohlstandsstaaten. Die Diskussion geht meist ja auch um die Frage, wie wir in Zukunft leben werden und was wir uns leisten können.
Ministerin Dr. Kristina Schröder beim 2. Berliner Demografie Forum
Ob die sozialen Sicherungssysteme die steigenden finanziellen Belastungen tragen können wird am Beispiel des deutschen Rentensystems schon seit 20 Jahren intensiv diskutiert. Ich erinnere mich an meine Zeit als Bundesgeschäftsführer der Jungen Union Mitte der neunziger Jahre – da war das schon ein Thema für die jungen in der CDU. Die Älteren (mit Ausnahme von Biedenkopf und einigen Wenigen) wollten damals von dem Thema nichts wissen. Das Thema Altersarmut wird uns nicht erst in der Zukunft begegnen, sondern ist schon jetzt Realität. Es gibt keine einfachen Rezepte dagegen – auch die Diskussion und Entscheidungen um Mindestlohn bzw. Lohnuntergrenzen sind notwendig, aber helfen den jetzt in Rente gehenden Menschen nicht. Das Modell “Lebensleistungsrente” (v.d. Leyen) und die stärkere Berücksichtigung von Erziehungszeiten, aber auch Verbesserungen bei den Zuverdienstmöglichkeiten halte ich für dringend notwendige Schritte. Bei dem heute und morgen stattfindenden 2. Berliner Demografie Forum geht es um das Thema „Generationen-Lernen-Wohlstand“. Ich werde von der Tagung mit über 200 Teilnehmern sicher eine Menge an Anregungen mitnehmen. Artikel in der TA zum Thema Altersarmut und zu den Prognosezahlen Bilder vom  Berliner Demografie Forum  

“Der Begriff Ruhestand gehört abgeschafft – schlimmer ist ja nur noch die Ruhelage”

Im Sommer 2011 hat die EU einer Initiative Sloweniens folgend das Jahr 2012 zum Europäischen Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen ausgerufen. Das Themenjahr ist eine Maßnahme der Öffentlichkeitsarbeit, um auf die notwendigen gesellschaftlichen Veränderungen hinzuweisen, die sich aus der demografischen Entwicklung ergeben. Innerhalb der EU altert kein Land so schnell wie Deutschland. Italien und Griechenland folgen, aber auch für alle anderen europäischen Länder ist das Thema eine Herausforderung. Mehr als 350 verschieden Projekte und Initiativen haben sich in Deutschland für das ej2012 mit Ideenkonzeptionen beworben. 45 wurden ausgewählt und von vom Bund mit insgesamt 900.000 Euro gefördert, vier Thüringer Projekte waren darunter. Am 6. Februar 2012 fand die Auftaktveranstaltung in Berlin und kurze Zeit später unsere Thüringer Auftaktveranstaltung in Erfurt statt. Seitdem gab es allein in Thüringen über 50 Veranstaltungen bei denen ich für das Anliegen des Themenjahres geworben habe, oder Veranstaltungen die ich als Generationenbeauftragter unterstützt, bzw. mit meinem Team organisiert habe. In Berlin war heute die offizielle Abschlussveranstaltung bei der die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) vor über 150 Teilnehmern eine positive Bilanz zog. Die BAGSO-Vorsitzende und frühere Bundesministerin Prof. Dr. Ursula Lehr stellte zu Beginn klar: „Der Begriff Ruhestand gehört abgeschafft – schlimmer ist ja nur noch die Ruhelage“. Senioren wollen aktiv sein, dies habe nicht nur der Seniorentag im Hamburg in diesem Jahr überdeutlich gezeigt. Positiv sei auch, dass es gelungen sei, das Verhältnis der Generationen zueinander in den Fokus der medialen Wahrnehmung zu rücken, ergänzte Prof. Dr. Gerhard Naegele, Direktor des Instituts für Gerontologie an der TU Dortmund. Allerdings sei es schwierig Benachteiligte zu erreichen. Menschen die isoliert oder im ländlichen Raum leben, Menschen die sozial benachteiligt sind oder Menschen mit Migrationshintergrund seien schwerer für ehrenamtliches Engagement zu gewinnen. Ursula Lehr, die in solchen Foren die Teilnehmer oft mit den Worten begrüßt „liebe Jungen von gestern und liebe Alten von morgen“, erläuterte, dass das Ehrenamt sich oft durch die Generationen trägt. Anders gesagt, wer sich im Alter engagiert hat es oft schon immer gemacht. Aber es sei auch nie zu spät mitzumachen – „Höre nie auf, anzufangen!“. Der Bürgermeister für Soziales der Stadt Leipzig Prof. Dr. Thomas Fabian forderte eine Anerkennungskultur für das Ehrenamt. Die Mehraufwendungen, die sich aus dem Engagement ergeben sollten erstattet werden. Derzeit sind schon mehr Familien in Deutschland (häufig die Frauen) mit der Pflege eines Angehörigen beschäftigt, als mit der Betreuung eines Kindes unter sechs Jahren. Die Pflegeinfrastruktur muss sich darauf einstellen und die Arbeitsplatzgestaltung auch, betonten gleich mehrere Teilnehmer der Podiumsdiskussion.
Mit Bill Mockridge
Prof. Naegele forderte die Trennung in Jugend-, Alten- und Familienpolitik perspektivisch aufzugeben und durch Generationenpolitik zu ersetzen. Matthias Petschke, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, und Dieter Hackler, Abteilungsleiter Ältere Menschen, Wohlfahrtspflege und Engagementspolitik im BMFSFJ, zogen jeweils Bilanz und gaben einen Ausblick. Die Beschäftigungsquote steigern (auch und gerade von Älteren) ist ein Ziel in der EU. In Deutschland soll sie von 68 Prozent auf 75 Prozent steigen und bei den über 55-Jährigen liegt sie derzeit immerhin schon bei über 50 Prozent und damit europaweit an zweiter Stelle. Dieter Hackler verwies darauf, dass Altersgrenzen nicht mehr primär als Schutzfunktion gesehen, sonder oft diskriminierend empfunden werden. Ein Thema was mich auch schon seit geraumer Zeit umtreibt und zu dem ich letzte Woche der Internetplattform Care TRIALOG ein Interview gegeben habe. Einen ausgesprochen gelungenen Schlusspunkt unter die Tagung setzte der Schauspieler und Kaberettist Bill Mockridge (der die ganze Tagung aufmerksam verfolgt hatte). Bisher hatte ich ihn nur als Erich Schiller in der Lindenstraße erlebt. Als Kaberettist beschrieb er heute seinen persönlichen Alterungsprozess. Sein jüngstes Buch „Je oller, je doller – so vergreisen sie richtig“ werde ich mir besorgen. Seine Programme beschäftigen sich schon seit Jahren mit dem Altern und in Comedian-Manier nennt er sie schon mal „Leise rieselt der Kalk“ oder „Ihr Zipperlein kommet“.  Sein jüngstes Programm „Was ist Alter“  hatte er heute dabei und betonte bei seinem Auftritt die fünf L, die Voraussetzung sind, um im Alter noch einmal so richtig loszulegen. Laufen, Laben, Lieben, Lachen und Lernen. Genau so ist es! Bilder von der Tagung    

“Erfolg kennt kein Alter”

 …und dies gilt natürlich auch in der Arbeitswelt.
Die Preisträger mit Axel Pape
Unter dem obenstehenden Motto hat die Antidiskriminierungsstelle des Bundes gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit und der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände den „Good-Practice-Award“ für kleine und mittelständische Unternehmen ausgeschrieben. Das Jahr 2012 wurde von der Antidiskriminierungsstelle zum Themenjahr gegen Altersdiskriminierung mit dem Titel „Im besten Alter. Immer.“ erklärt. Christine Lüders, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle, erläuterte heute bei einer Auszeichungsveranstaltung in Berlin warum dieses Themenjahr so wichtig ist. Seit dem Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) im Jahr 2006 ist die Bekämpfung der Altersdiskriminierung ein wesentliches Aufgabenfeld der Antidiskriminierungsstelle. Jeder 5. Beratungsfall ist wegen Altersdiskriminierung zu verzeichnen. Es sind 1.500 Fälle bundesweit, seit dem Start der Beratungsstelle. Die Antidiskriminierungstelle berät über gesetzliche Rahmenbedingungen, informiert Betroffene und Arbeitgeber und versucht gütliche Einigungen zu vermitteln. Deutlich verbessert hat sich in den letzten Jahren die Beschäftigungsquote der 55-bis 64-Jährigen. Zwischen 2000 bis 2011 stieg die Beschäftigungsquote von 37,4 auf 59,9 Prozent und damit über das für 2010 von der EU definierte Lissabon-Ziel von 50 Prozent. Lediglich Schweden hat mit 70 Prozent in Europa eine höhere Beschäftigungsquote. Neben den Veränderungen am Arbeitsmarkt und der stärkeren Nachfrage nach Fachkräften haben daran viele Unternehmen einen Anteil, die bereits seit Jahren beim Personalmanagement darauf achten, dass sie eine gute Altersmischung im Unternehmen haben. Sechs vorbildliche Klein- und Mittelständische Unternehmen wurde heute dafür in Berlin geehrt (drei in der Kategorie bis 50 Mitarbeiter und drei in der Kategorie 51 – 500 Beschäftigte). Der Schauspieler und Themenjahr – Botschafter Axel Pape übergab die Preise im feierlichen Rahmen. Ich finde die prämierten Projekte allesamt gelungene Beispiele für andere Unternehmen! Das Diakonische Sozialzentrum Rehau zum Beispiel erreicht damit eine hohe Mitarbeiterbindung und eine vergleichsweise geringe Fluktation im Unternehmen. Der Altersdurchschnitt der 115 Mitarbeiter liegt 5,5 Jahre über dem branchenüblichen Wert von 41 Jahren. Die Arbeitsfähigkeit mit einem aktiven Gesundheitsmanagement zu erhalten, aber auch ein Mentorenprogramm für Auszubildende sind nur einige der Angebote. Mit der Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes Christine Lüders konnte ich mich nach der Veranstaltung noch über die Etablierung einer Antidiskriminierungsstelle in Thüringen austauschen. Im ersten Quartal 2013 wollen wir dazu eine Fachtagung in Erfurt ausrichten, um im Ergebnis als sechstes Bundesland eine Antidiskriminierungsstelle einzurichten. Menschen die Benachteiligungen erfahren wegen ihrem Alter, ihrer ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung oder der sexuellen Identität sollen auch in Thüringen eine feste Anlaufstelle für Beratung und Hilfe erhalten. Bilder der Preisverleihung    

Mehrgenerationenhäuser im Zentrum der Beratung im BMFSFJ

Das Bundesfamilienministerium in Berlin
Vor nun gut zwei Jahren bin ich zum ersten Mal zu einer Beratung über die Mehrgenerationenhäuser in das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend nach Berlin gefahren. Damals ging es um die Absicherung der weitere Arbeit der MGHs. Seit nun knapp einem Jahr läuft das Folgeprogramm Mehrgenerationenhäuser II. Als Mitglied der Kooperationsgruppe und des Bund-Länder-Beratungsgremiums bin ich in den letzten zwei Jahren etliche Male nach Berlin gereist. Heute standen passenderweise gleich beide Beratungen hintereinander an und so gab es am Vormittag die 4. Bund-Länder-Besprechung zu den MGHs und am Nachmittag die 16. Sitzung der Kooperationsgruppe. Zunächst standen die länderbezogene Informationen zur wissentschaftlichen Begleitung der Arbeit der MGHs im Mittelpunkt der Beratung. Zu den MGHs (450 in Deutschland, 25 in Thüringen) gibt es nun sogenannte Hausberichte, die unter anderem auf der Selbsteinschätzung der Arbeit beruhen. In Verbindung mit den Befragungen der Kommunen ist dies ein wichtiges Instrument, um zum einen die Arbeit der Häuser besser nach außen kommunizieren zu können, aber auch die vier Aufgabenfelder besser qualifizieren zu können. Die Auswertung der wissentschaftlichen Begleitforschung wurde uns vorgestellt, dazu werden wir sicher beim nächsten Netzwerktreffen der Thüringer MGHs ins Gespräch kommen. In Thüringen gelingt die geforderte Vernetzung der Häuser schon sehr gut. Neben den Moderationskreistreffen arbeitet auch das Netzwerk der Thüringer MGHs regelmäßig. In der Kooperationsgruppe wurden die Arbeitsschwerpunkte 2012 ausgewertet. Die Haushaltsnahen Dientsleistungen und das Thema Alter und Pflege war in diesem Jahr dran. Nächstes Jahr werden es die Themen Bildung und Integration sowie die Freiwilligendienste sein. Zudem soll es Zielvereinbarungen in denen die Arbeitsfelder mit Indikatoren bewertet sind um den Erfolg messbar zu machen. Das neue Programm „Anlaufstellen für ältere Menschen“ des Bundes trägt dem demografischen Wandel Rechnung und ermöglicht den MGHs zusätzliche Stützpunkte in Stadt- und Ortsteilen zu etablieren. Insbesondere zu dem Programm werde ich die Thüringer MGHs in den nächsten Wochen beraten, um mit möglichst vielen erfolgreichen Anträgen beim Bund dabei zu sein.

Pfingsten in Berlin…

Bootstour (116)…bot auch in diesem Jahr wieder ein volles Programm. Die Familientour in die Bundeshauptstadt gelingt erfahrungsgemäß bei guten Wetter am besten. In diesem Jahr habe ich vorsichtshalber das Motorboot am Spreepoint-Bootsverleih schon eine Woche vorher bestellt, als die Wetterprognose klar war – zumindest bei den führerscheinpflichtigen PS-stärkeren Booten ist dies zu empfehlen.  Zuvor waren wir aber am Samstag beim Karneval der Kulturen, dem größten Berliner Straßenfest – wenngleich man in Berlin auf alle Kulturen stets auch bei jeder U-Bahnfahrt trifft. Mein Sohn ist seit diesem Wochenende zudem stolzer Gartenbesitzer in Berlin. Das ehemalige Flughafengelände in Tempelhof wird systematisch als Park von den Berlinern erobert. Radfahrer und Skater nutzen die Landebahnen. Familien und Grillfreunde die großen Freiflächen. Und viele Berliner haben sich einen kleinen Garten dort angelegt. In Holzkisten, Einkaufswagen und Kindersandkisten entstehen gärtnerische Freiflächen, wo Gemüse und Blumen wachsen. Der kleine Garten meines Sohnes ist neu hinzu gekommen und wird jetzt von seiner Tante gepflegt. Bootstour (170)Bei unserer Bootstour ging es mit 50 PS über alle umliegenden Seen. Den ganzen Tag von bis zum Sonnenuntergang schafft man gerade die wichtigsten größeren Seen und in die Stadt hinein bis nach Treptow. Die Kapitänsmütze hat mein Sohn die ganze Zeit aufbehalten und so konnte ich mich mit seiner Mama und seiner Tante bequem zurücklehnen und über die Seen fahren lassen – wobei die PS-Begeisterung beim Papa hin und wieder durchbricht und dann haben wir auf dem Müggelsee auch einmal so richtig aufgedreht 🙂 Zeit für die Familie und schöne gemeinsame Stunden hat das verlängerte Pfingtswochenende wieder gebracht – ein obligatorischer Badetag und Sushi-Abende gehören in Berlin sowieso immer zum Programm.

Glücksbringer bei der Tagung der Mehrgenerationenhäuser

Voller Tagungssaal in Berlin
Voller Tagungssaal in Berlin
Wenn sich 500 Menschen freiwillig bei rund 30 Grad zu einer Tagung in Berlin treffen und konzentriert von 10 bis 17 Uhr beraten, muss ein wichtiges Thema anstehen. Von den 500 Mehrgenerationenhäusern in Deutschland waren die Vertreter nach Berlin gereist, um die Zukunftsperspektiven zu diskutieren. Nach der Begrüßungsbotschaft der Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder (die aktuell was für die demographische Entwicklung tut und in Mutterschutz ist), führte der WDR-Redakteur Klaus Bellmund als Moderator durch den Tag. Die Richtung dafür wies der Kabarettist und Mediziner Dr. Eckart von Hirschhausen als Glücksbringer für die Runde mit einer halbstündigen Erläuterung der Wege zum Glück. So originell seine Gedankensprünge waren und zum begeisterten Mitlachen anregten, hatte er eine ernsthafte Motivation. Eckart von Hirschhausen erläuterte, dass aktive Menschen glücklicher sind und er schon deshalb aus tiefer Überzeugung die MGHs unterstützt. Er ist selber Pate eines Mehrgenerationenhauses.
Glücksbringer Dr. Eckart von Hirschhausen
Glücksbringer Dr. Eckart von Hirschhausen
Bei den Expertengesprächen im Anschluss ging es unter anderem darum, wie kommunale Lobbyarbeit funktionieren soll. Fundraising-Expertin Christina Metke warb mit klaren Worten dafür auf Kommunalpolitiker zuzugehen: “Wenn du eine Kuh melken willst, schreib ihr keinen Brief, sondern geh hin. Sie wies aber auch darauf hin, dass viele Kommunen beim Start der MGHs dankbar die Bundesförderung nach dem Motto “nice to have” genommen haben, sich selbst aber nicht beteiligt haben. In einem der Workshops haben wir dieses Thema sehr intensiv diskutiert und da ich sowohl als Kommunalpolitiker, als auch als Lobbyist der Mehrgenerationenhäuser mitdiskutieren konnte gab es gleich im Anschluß etliche Besuchstermine, die ich in den MGHs vor Ort zur Beratung vereinbart habe. Schön, dass fast alle Thüringer Mehrgeneratioenhäuser in Berlin waren und fast alle das Erfolgskonzept der MGHs fortschreiben wollen. Am Mittwoch bin ich im Mehrgenerationenhaus der Caritas im Eichsfeld zu Besuch. Pressemitteilung des BMFSFJ zum Thema des Tages: Fotos von Dr. Eckart von Hirschhausen und der MGH-Fachtagung