Ein Fest für die Demokratie

Unsere Bücher zum Thema
Genau 100 Jahre nach der Verabschiedung der Weimarer Reichsverfassung wurde gestern in Weimar das Haus der Weimarer Republik eröffnet und dazu ein großes Fest der Demokratie auf dem Theatervorplatz organisiert. Gemeinsam mit einem Kollegen habe ich die Landeszentrale für politische Bildung Thüringen dabei mit einem Infostand vertreten. Die LzT hat in diesem Jahr zum 100jährigen Jubiläum eine Vielzahl an Publikationen im Angebot, die sich mit der Reichsverfassung und dem Umbruchjahr 1919 beschäftigen. Davon hatten wir acht große Kartons dabei und am Ende des Abends waren alle leer. Viele hundert Broschüren gingen über den Tisch und auch zwei unser Autoren waren bei uns am Stand. Christian Faludi hat das Buch “Umbruch 1919 – Thüringen zwischen Revolution und Landesgründung” geschrieben und Walter Mühlhausen die Broschüre “Die Weimarer Reichsverfassung vom 11. August 1919”. Um 14 Uhr wurde die schwarz-rot-goldene Fahne am Nationaltheater gehisst und zugleich das Haus der Weimarer Republik für die Besucher eröffnet. Neben vielen guten Gesprächen habe ich mich gefreut auch viele politische Bekannte und Freunde in Weimar zu treffen. Unsere Bundestagsabgeordnete Antje Tillmann war da und mit dem ehemaligen Vorsitzenden der Jungen Union Weimar (vor 25 Jahren!) Uli Walter konnte ich mal wieder über alte Zeiten quatschen. Wir hatten von der LzT nur einen Teil unserer zahlreichen Bücher und Broschüren mit, weil es themenbezogen bleiben sollte. Lediglich bei einer Broschüre haben wir eine Ausnahme gemacht. Wir hatten unseren momentanen “Medienrenner” aus der Reihe die Geschichte hinter dem Bild dabei die Simpsons – auch davon waren am Ende alle weg. Bilder aus Weimar

Rekordnachfrage nach den Simpsons

“Hitliste” unserer Broschüren
Politische Bildung ist der Kernauftrag der LzT. Die klassischen politischen Themen behandeln wir in vielen Büchern und Publikationen. Aber manchmal haben wir auch Veröffentlichungen, wo die Politik nicht auf den ersten Blick erkennbar ist. In unserer Reihe “Die Geschichte hinter dem Bild” geht es auch einmal um die Beatles oder die Fußball WM 1954. Damit erreichen wir auch Zielgruppen, die von der LzT noch nicht viel gehört haben. Bei den kostenfreien Bestellungen über unsere Homepage lag bis jetzt “Das Kunden-Buch. Blues in Thüringen” weit vorne gefolgt von den Beatles. Die Simpsons sind aber seit diesem Wochenende unangefochten die Nummer 1 auf der Bestellliste. Jährlich verlegen wir bis zu 50 Bücher oder Broschüren und vertreiben diese über unsere Homepage – normalerweise ein bis zwei Dutzend pro Tag. Vor sechs Wochen haben wir die Simpsons heraus gebracht und dieses Wochenende wurde das Heft in einem Onlineforum beworben. Die führte dazu, dass am Montag gleich 1.500 Einzelbestellungen vorlagen und zeitweise der Server schlapp machte. Zudem gingen uns erst einmal die Briefumschläge aus, so dass wir um Verständnis bitten mussten. Einige Auslieferungen werden nun bis zu 10 Tage brauchen. Wer es eiliger hat kann die Broschüre auch zu den Öffnungszeiten der LzT direkt bei uns abholen. Klar ist auch, wir werden zu den ursprünglichen 2.500 Exemplaren nachbestellen müssen. Aber immerhin ist die große Nachfrage auch gut für uns, da wir damit im Gespräch sind und offensichtlich auch Menschen erreichen, die von der Landeszentrale für politische Bildung noch nicht viel gehört hatten. Heute hat der MDR das Thema aufgegriffen und die BILD hat ein Interview gemacht. Der “Hype” geht also noch etwas weiter. Publikationen der LzT  

Schwarz-Weiß Erfurt – Team komplettiert

Mia Stauß (Foto Rocci Klein)
Der Spielerkader von Bundesligist Schwarz-Weiß Erfurt für die kommende Saison ist komplett. Den zwölften Platz in der Mannschaft von Trainer Florian Völker nimmt die am 1. August ihren 17. Geburtstag feiernde Mia Anna Stauß ein und wird die Position der zweiten Libera besetzen. Die im eigenen Nachwuchs ausgebildete waschechte Erfurterin, kehrt nach zwei Jahren am Bundesstützpunkt in Dresden in ihre Heimat zurück und will sich hier auf höhere Aufgaben vorbereiten. „Ich habe mich riesig über die Chance gefreut und es ist mir eine Ehre, für meinen Heimatverein in der 1. Liga zu spielen. Ich freue mich auf das neue Team und danke dem Coach für das Vertrauen. Ich werde mein Bestes geben.“ Auch Erfurts Präsident, Michael Panse, ist erfreut, ein weiteres Eigengewächs begrüßen zu können. „Wenn unsere Nachwuchsarbeit solche Früchte trägt, ist man als Präsident immer glücklich. Ich wünsche Mia, dass sie sich weiter so gut entwickelt und gut im Bundesligateam ankommt.“ Trainer Florian Völker schätzt am jungen Erfurter Eigengewächs ihre „sehr mutige und kommunikative Art. Sie bringt viele Grundvoraussetzungen mit, um bei uns eine gute Bundesligaspielerin zu werden. Sie wird von Michelle (Petter A.d.R.) viel lernen und kann sich in aller Ruhe dahinter entwickeln.“ Am kommenden Montag, den 5. August, begrüßt Florian Völker seine neue Mannschaft zum Trainingsauftakt für die neue Saison, die am 9. Oktober mit einem Heimspiel gegen den USC Münster beginnt. Mia Stauß (Foto Rocci Klein)

Sommerlochfüller

Unsere Stadt ist derzeit praktisch führungslos
Während bundesweit im Sommerloch ausreichend Themenvielfalt gab – durchaus auch mit ernsten und wichtigen Diskussionsstoff, wie beispielsweise die Klimasituation und die Besetzung der EU-Spitzenposten ist es im Freistaat Thüringen eher ruhig. In den Medien finden sich kaum typische Sommerlochthemen. Lokalpolitisch ist das aber leider ganz anders. In den letzten Wochen jagt eine Meldung die andere und immer sieht dabei die Stadtverwaltungsspitze denkbar schlecht aus. Die Parkplatzsituation ist ein Dauerbrenner und immer noch versucht die Verwaltung damit restriktiv umzugehen. Neue Parkraumbewirtschaftungsbereiche (also Parkuhren), Wegfall öffentlicher Parkplätze und Einschränkungen in der Innenstadt helfen leider gar nicht. Der Parksuchverkehr ist in Erfurt ein Problem, der Anwohner und Besucher nervt. Ich ahne, was ab Ende August losgeht, wenn wieder alle aus dem Sommerurlaub zurück sind. Nicht geht los (leider) mit Blick auf das neue Schuljahr. Der vollmundig angekündigte Eigenbetrieb zur Schulsanierung wird immer noch nicht gegründet – oder vielleicht ganz fallen gelassen, wenn man die Andeutungen des Finanzdezernenten richtig liest. Das ist um so ärgerlicher, weil der alte Stadtrat dazu klare Beschlüsse gefasst hat. Die vom Oberbürgermeister angekündigte Sanierungszielstellung für Schulen beläuft sich auf 10 Jahre, allerdings relativierte er die damit das er erklärte, ab dem Zeitraum der Gründung des Eigenbetriebs. Ein Schelm, wer Arges dabei denkt. Die Probleme mit dem Buga-Bastionskronenpfad werden inzwischen zur Never-Ending-Story und die Bauverwaltung schafft es inzwischen wöchentlich in die “Hitliste” der Lokalmedien. All diese Themen könnte man als Sommerlochfüller abtun und hoffen, dass sich dies ändert. Allerdingst ist es nicht so. Der neue Stadtrat hat sich zwar vor der Sommerpause konstituiert, wird aber erst Ende August Ausschüsse bilden und somit erst im Herbst mit der richtigen Arbeit beginnen können. Die Erfurter Probleme sind hausgemacht und das hat mit unserer Verwaltungsspitze zu tun. Der Oberbürgermeister ist inzwischen seit zwei Monaten weg. Nach der Kommunalwahl verabschiedete er sich in eine sechswöchige Kur und danach in den Urlaub. Seine Stellvertreter können oder wollen das entstehende Loch nicht füllen. Bestenfalls kümmert sich jeder um seinen Bericht, aber grundsätzliche Entscheidungen oder gar Führung erfolgt nicht. Da muss ich dringend etwas ändern!

Jennifer Pettke als Wunsch-Neuverpflichtung bei Schwarz-Weiß Erfurt

Kaderplanung nahezu abgeschlossen
Zwei Wochen vor dem offiziellen Trainingsbeginn für die neue Bundesligasaison stellte Schwarz-Weiß Erfurt heute beim Hauptsponsor mit dem Geschäftsführer der Stadtwerke Erfurt, Peter Zaiß, die 30jährige Jennifer Pettke als Neuzugang für die Mittelblockposition vor. Jennifer Pettke bringt als 39-fache A-Nationalspielerin große nationale und internationale Erfahrung mit nach Erfurt. Sie stand als Wunschspielerin schon seit Wochen auf dem Zettel des neuen Cheftrainers Florian Völker und hat bereits bei Aurubis Hamburg mit dem neuen Geschäftsführer von Schwarz-Weiß, Christian Beutler, zusammengearbeitet. Die 1,87 große Spielerin hat in ihrer Heimat Leverkusen in der 2. Bundesliga ihre Leistungssportlaufbahn gestartet und danach in Wiesbaden, Stuttgart sowie zuletzt bei den Roten Raben Vilbisburg erfolgreich in der 1. Volleyballbundesliga gespielt. Cheftrainer Florian Völker erwartet, dass Jennifer Pettke eine Führungsrolle übernehmen sowie mit ihrer Erfahrung ein ausgleichender Faktor im Team sein wird. Er erklärte zu Jennifers Stärken: „Jenni ist eine sehr dynamische Mittelblockerin, die schnelle Pässe hinter dem Zuspieler hochprozentig verwandeln kann. Ihre Erfahrung und Schnelligkeit machen sie auch im Blockspiel zu einer verlässlichen Größe. Ihre Persönlichkeit wird unserem Kader gut tun.“ Vereinspräsident Michael Panse zeigte sich sehr erfreut, dass es Trainer und Geschäftsführer gelungen ist, Jennifer Pettke nach Erfurt zu holen. Mit nunmehr elf Spielerinnen sei die Mannschaftsplanung nahezu abgeschlossen und Schwarz-Weiß Erfurt hat die angestrebte Mischung zwischen jungen deutschen Nachwuchstalenten, erfahrenen deutschen Spielerinnen und Verstärkungen aus dem Ausland gefunden.

Man(n) lernt nie aus…

Endlich…
Sage und schreibe 35 Jahre hat es bis zu meinem 53 Geburtstag hat es gedauert, bis ich mich vom Wasserski zum Wakeboard bewegt habe! Für meine beiden jüngeren Söhne war es in jedem Jahr der Running-Gag im Urlaub, wenn sie mich überzeugen wollten von den Paarski auf das Wakeboard umzusteigen. Seit vielen Jahren meistern sie das sehr erfolgreich. Ich habe mich hingegen immer nur auf Wasserski auf den vielen Cable-Anlagen (allein in Deutschland gibt es 80) bewegt. Immerhin seit 35 Jahren, seit dem ich das erste Mal am Nordstrand hinter einem Motorboot gefahren habe ich Spaß daran – Old School halt. Bei den wenigen Wakeboardversuchen habe ich immer schnell aufgegeben. In diesem Sommer sind zu den vielen Anlagen, auf denen wir gefahren sind drei hinzu gekommen – Mannheim, Süsel und jetzt im Schwedenurlaub Linköping. Auf der dortigen Zwei-Mastanlage gibt es allerdings keine Ski, sondern nur Wakeboard. Somit habe ich es am tag vor meinem 53. Geburtstag dann doch probiert und es hat etwas wackelig sogar geklappt. Heute auf der heimischen Anlage am Erfurter Nordstrand lief es richtig gut – ich glaube ich werde in diesem Jahr in Kroatien überwiegend Wakeboard fahren. Man lernt halt nie aus… Das Video als Beweis…

Rückfahrt mit der Schwedenfähre

Schweden hat mehr zu bieten als ABBA. Aber das ABBA-Museum ist Pflichtprogramm!
Lange ist es her, dass ich als Kind mit meinen Eltern an der Ostsee in Sassnitz oder Rostock den Schwedenfähren nachgeschaut habe und es unvorstellbar gewesen wäre, damit in den Urlaub zu fahren. Inzwischen geht das nun seit fast 30 Jahren und genauso lange hat es gedauert, bis ich selbst die Möglichkeit genutzt habe. Fairerweise muss ich aber hinzufügen, dass es mein persönliches Versäumnis ist, denn den Rest des Nordens habe ich schon bereisen können. Finnland, Norwegen und Dänemark gibt es schon als Länderpunkte auf der Reisekarte. Der jetzige einwöchige Kurzurlaub war eine erfreuliche Überraschung. Als Wasser- und Sonnenmensch zieht es mich sonst grundsätzlich in den Süden. Schweden ist ein tolles Reiseland – allerdings auch für die Reisekasse eine Herausforderung. Alkohol sowieso, aber auch alles andere ist im Norden deutlich teurer, als im Süden. Nachdem ich erst per Flugzeug nach Stockholm nachgereist war, haben wir die ersten beiden Tage in der wunderschönen Stadt verbracht. Natürlich mit dem Besuch im ABBA-Museum, natürlich mit dem Besuch im Vasa-Museum und auch mit der Tour auf den Aussichtspunkt Globen. Danach ging es über das Schloß Gripsholm (Tucholsky) nach Norrköping. Dort hatten wir ein großes Ferienhaus an der Küste mit der Familie meiner Lebensgefährtin und konnten die Natur pur genießen. Der Göta-Kanal bis nach Motala und Linsköping standen auf dem Tour-Plan. In Linsköping haben wir die Zwei-Mast-Wakeboardanlage getestet. Mangels Wasserski bin ich sogar erstmals Wakeboard gefahren. Das war zwar wackelig, aber hat am Ende geklappt. Auf der Heimfahrt haben wir noch Malmö erlebt – eine beeindruckende Stadt, die es wert ist mehr als zwei Tage besucht zu werden. Schließlich ging es mit der Schwedenfähre von Gedser nach Rostock zurück. Ich glaube der Norden stand nicht zum letzten Mal auf der Wunschreiseliste 😉 Bilder aus Schweden  

Werbeblock für die LzT

Vor zwei Jahren an der Abbey Road
Bevor sich alle in die Sommerpause verabschieden, hinterlasse ich auf meiner Homepage gerne auch einmal einen Werbeblock als Sommergruß für meinen Arbeitgeber und meine Kolleginnen und Kollegen 😉 Seit nun genau einem halbe Jahr arbeite ich in der Landeszentrale für politische Bildung im Nachbargebäude der Thüringer Staatskanzlei. Mein Büro im Haus Vaterland, in dem übrigens schon Goethe gearbeitet haben soll, gefällt mir. Vor allem macht mir aber der Job Spaß. Ich bin für das “Online-Geschäft” der Landeszentrale zuständig und darüber hinaus alle Themen die mit Israel oder dem Judentum zu tun haben. Zudem organisieren wir regelmäßig Erstwählerkampagnen zu den Wahlen. Neben vielen Veranstaltungen und auch politischen Bildungsreisen hat die LzT die Reihe “Das poitische Buch im Gespräch”. Dabei sind wir in ganz Thüringen mit interessanten Autoren unterwegs. Natürlich sind wir neben unserer Homepage auch auf Facebook, Twitter und Instagram zu finden.
Unsere neueste Publikation
Die LzT erstellt jährlich rund 40 – 50 Publikationen, die wir direkt über unser Lesebüro oder über Online-Werbung vertreiben. Heute habe ich zum Beispiel ein Heft aus unser Reihe “Die Geschichte hinter dem Bild” ins Netz gestellt. Das Heft gefällt mir auch deshalb, weil ich damit die Erinnerung an den Familienbesuch in London verknüpfe. da waren wir natürlich auch am Ort des berühmten Fotomotivs. Wer jetzt neugierig geworden ist mehr darüber zu erfahren, das Heft heißt “The Beatles: Abbey Road – Ein Übergang und seine Wirkung”. Zu bestellen natürlich online über die Homepage der LzT. Einen schönen Sommer – vielleicht findet sich auf unserer Homepage auch die eine oder andere Leselektüre für den Strand 🙂

Vorschlag zum Ratsbegehren zum Bastionskronenpfad ist reizvoll, aber unrealistisch

Mit Bedauern nimmt die CDU-Fraktion zur Kenntnis, dass ein sachlicher Kompromiss zwischen Befürwortern und Kritikern des Bastionskronenpfades auf dem Erfurter Petersberg nicht in Sicht ist. Die Zeit drängt inzwischen. Ob ein Ratsbegehren zum jetzigen Zeitpunkt noch sinnvoll ist, stellt CDU-Stadtrat Michael Panse infrage. Im Anschluss an die gestrige Hauptausschusssitzung zur BuGa (09.07.2019) erklärt Panse: „Der intensive Austausch der gegensätzlichen Positionen zum Bastionskronenpfad hat zu keiner Annährung geführt. Ausschreibungsfristen auf der einen Seite und angekündigte Klagen auf der anderen Seite bergen die Gefahr, dass bis zur BuGa 2021 kein Bastionskronenpfad auf dem Petersberg entstehen wird. Die CDU-Fraktion bedauert dies ausdrücklich, da sie den Grundsatzbeschluss dazu im Stadtrat mit getragen hatte.” Panse erinnert zudem an die ohnehin schon starken Verzögerungen bei den BuGa-Maßnahmen auf dem Petersberg. Die verspäteten Planungen, vertane Chancen zum Landesmuseum, Diskussionen zur Aufstiegshilfe bzw. dem Zick-Zack-Weg und zuletzt zu den Baumfällungen auf dem Petersbergplateau haben den Petersberg als BuGa-Standort weit zurück geworfen. Sowohl das Potential, als auch die Umsetzungschancen auf dem Petersberg wurden aus Panses Sicht falsch eingeschätzt. “Der Vorschlag eines Ratsbegehrens ist zwar reizvoll, weil er die Bürger mit in die Entscheidung einbindet, jedoch kommt dieser zu spät und ist daher unrealistisch”, kritisiert Panse. Die Stadtverwaltung erklärte, dass spätestens am 28. Oktober 2019 die europaweite Ausschreibung für den Bastionskronenpfad erfolgen muss. Ein Ratsbegehren dazu ist weder von der inhaltlichen Fragestellung, als auch bezüglich eines nötigen Beschlusses des Stadtrates, der frühestens Ende August erfolgen könnte, geklärt. Der Stadtrat hat den Grundsatzbeschluss im Jahr 2017 gefasst. Änderungen dazu sind ebenfalls nur im Stadtrat bei entsprechender Mehrheit möglich. Anderenfalls muss der ursprüngliche Beschluss von der Verwaltung umgesetzt werden. “Ich erwarte, dass die Verwaltung den unstrittigen Teil der Brücke zwischen dem Petersberg und der Bastion Martin zügig umsetzt und dem Stadtrat zudem eine Beschlussvariante für den Rundweg vorlegt, die den Eingriff in den geschützten Landschaftsbestandteil reduziert“, unterstreicht Panse abschließend.

Petersberg verliert den Anschluss

Streithema
Leider ohne greifbares Ergebnis blieb die heutige Hauptausschusssitzung (Buga). Unversöhnlich prallten die Positionen zum Thema Bastionskronenpfad aufeinander und ein Kompromiss ist nicht in Sicht. Zugegeben, ich war schon vor der Sitzung skeptisch. Schließlich hatten wir in der vergangenen Woche schon Gespräche mit Vertretern der Umweltverbände und Befürworter und Gegner des Bastionskronenpfades haben sich schon intensiv via Medien ausgetauscht. Ich finde es ausgesprochen ärgerlich, dass der Petersberg mehr und mehr zum Problemfall der Buga wird. Hochtrabende Pläne wie das unterirdische Landesmuseum scheiterten, die Sanierung der Defensionskaserne klappte nicht, die Aufstiegshilfe wurde zum Streitthema und der Zick-Zackweg mehrfach überarbeitet. Die Seilbahn-Idee wurde frühzeitig verworfen und auch ein Wiederaufbau der Peterskirche wurde nicht in Erwägung gezogen. Zuletzt sorgten die Baumfällungen auf dem Plateau für Ärger mit den Umweltschützern. Dies alles brachte erhebliche Zeitverzögerungen. Wenn nun auch der Bastionskronenpfad scheitert, ist der Petersberg endgültig das Stiefkind der Buga. In der heutigen Buga-Sitzung wurde zudem deutlich, wie stark das Thema inzwischen von Lobbyisten dominiert ist. Obwohl öffentlich zur Ausschusssitzung eingeladen wurde, waren jeweils nur eine Handvoll Gegner und Befürworter da. Tourismus- und Naturschutzvertreter manifestierten ihre Position. Der vorgeschlagene Kompromiss eines Ratsbegehrens (Bürgerabstimmung) wäre nur dann ein erwägenswerter Vorschlag, wenn er zeitnah umgesetzt werden könnte, man sich auf eine klare Fragestellung einigt und sich alle Beteiligten dann an das Ergebnis halten würden. Dies ist aber unwahrscheinlich. 1. läuft die Zeit weg – Ausschreibungen müssen jetzt erfolgen und der Stadtrat tag erstmals Ende August. 2. Die Art der Fragestellung hat Einfluss auf das Ergebnis, sowohl BI als auch Stadt aber unterschiedliche Grundintertessen. 3. in der heutigen Ausschusssitzung wurde von der angedeutet, in jedem Fall klagen zu wollen, selbst wenn nur wenige Bäume betroffen wären. Der Stadtrat hat im Dezember 2017 den Grundsatzbeschluss zum Bastionskronenpfad gefasst. Dass sich jetzt die Grünen einen schlanken Fuß machen und davon nichts wissen wollen, ist nicht ungewöhnlich. Dies zieht sich als roter bzw. grüner Faden durch alle Bugaprojekte (Baumfällungen Nordpark, Danakil und ähnliche). Von den anderen Fraktion und der Stadtverwaltung erwarte ich aber, dass sie zu dem Beschluss stehen oder einen Änderungsantrag in den Stadtrat einbringen. Bis dahin gibt es einen Arbeitsauftrag für die Verwaltung!