Erste Neuverpflichtung bei Schwarz-Weiß Erfurt

Clarisa Sagardia (Foto: Philip Reichwein)
Argentinische Nationalspielerin Clarisa Sagardia wechselt von den Roten Raben Vilsbiburg in die Blumenstadt Erfurt Neuigkeiten zur Saisonplanung gibt es nun endlich auch bezüglich unserer Spielerinnen zu vermelden. Die wirtschaftliche Planung und Lizenzierung haben wir in den letzten Wochen prioritär vorgenommen und zeitgleich gab es Gespräche mit Spielerinnen. Neben unseren eigenen Nachwuchstalenten wollen wir auch weitere Spielerinnen der letzten Saison halten und haben aber auch etliche Abgänge zu verzeichnen. Deshalb werden wir uns an verschiedenen Positionen auch verstärken und die erste Verpflichtung ist eine international erfahrene Zuspielerin. Die aus der Provinz Buenos Aires stammende 29-Jährige Zuspielerin Clarisa Sagardia bringt eine Menge Erfahrung mit nach Thüringen. Mit ihrem Nationalteam nahm sie an den Olympischen Spielen 2016 in Brasilien teil und qualifizierte sich im letzten Jahr für den Grand Prix und die Volley Masters in Montreux. Derzeit laufen für Clarisa die Vorbereitungen für die diesjährigen Weltmeisterschaften im September und Oktober in Japan. Clarisa ist durch ihre Spielweise in der Lage, sehr schnell und variabel zu agieren. Sie ist ein echter Teamplayer und beeindruckt durch ihren Spielwitz. Zudem wird sie dem Team durch ihre gereifte Persönlichkeit den nötigen Rückhalt sowie positive Energie im Kampf um den Klassenerhalt geben. In der letzten Saison stand sie beim Ligakonkurrenten Vilsbiburg am Netz und ich freue mich nun darauf, Clarisa in Erfurt begrüßen zu können. Herzlich willkommen und viel Erfolg!
Geboren am: 29.06.1989 in Villa Iris (ARG)
Größe: 175 cm
Gewicht: 67 kg
Alter: 28 Jahre
Vereine: Vélez Sarsfield (2004-06), Boca Juniors (2006-09), Infinita Cantabria (2009-10), Boca Juniors (2010-14), Olimpo de Bahía Blanca (2014-15), Boca Juniors (2015-16), Makedones Axios (2016-17), Rote Raben Vilsbiburg (2017-18), SW Erfurt Volleyteam (2018)
Position: Zuspiel
Sportliche Erfolge: argentinische Meister (Boca Juniors 2011–13), Olympiateilnehmerin 2016
Madleen Piest, Michaela Wessely und Annalena Grätz werden in der kommenden Saison nicht mehr für den Erfurter Bundesligisten an den Start gehen. Madleen Piest lag ein Angebot des Vereins für die neue Saison vor. Nach zwei Spielzeiten in Erfurt zieht es die Mecklenburgerin dennoch leider zurück in den Norden, um einerseits ihre berufliche Entwicklung zu forcieren und andererseits mit ihrem alten Verein in Stralsund in der 2.Bundesliga Nord, möglichst als Stammspielerin Siege zu feiern sowie näher bei Ihrer Familie zu sein. Annalena Grätz konnte im Saisonverlauf, auch bedingt durch Verletzungen, den erwarteten Durchbruch auf der Annahme-Außen Position nicht vollziehen. Im beiderseitigen Einvernehmen wurde deshalb von einer Vertragsverlängerung abgesehen. Sehr bedauerlich für den Verein ist die Nachricht, dass Michael Wessely verletzungsbedingt ihre leistungssportliche Karriere beenden muss. Nach Ausschöpfung vieler medizinischer sowie therapeutischer Maßnahmen wurde leider kein befriedigender Heilungserfolg erzielt. Geplant ist dennoch, Michaela Wessely in der Saison 2018/19 als Betreuerin für das Team zu gewinnen. Von den ausländischen Legionären wurde dem Management von An Saita, Erica Mercado und Emily Thater signalisiert, dass seitens des Vereins Interesse an einer Verpflichtung für die neue Saison besteht. Bis Ende Mai erwarten wir dazu eine verbindliche Aussage. Der Vorstand des SWE Volley-Team e.V. bedankt sich bei allen Spielerinnen für den Einsatz und das gezeigte Engagement in der zurückliegenden Saison und wünscht Ihnen für die Zukunft alles Gute, Gesundheit und viel Glück.  

Infobrief der Stadtratsfraktion

Infobrief Monat Mai
Unser Infobrief der CDU-Stadtratsfraktion für den Monat Mai mit dem Rückblick auf die Stadtratssitzung ist gerade noch rechtzeitig fertig geworden, bevor die nächste Stadtratssitzung stattfindet. Dies ist aber weniger der langen Bearbeitungszeit, als eher der kurzen Sitzungsfolge geschuldet. In der Mai-Stadtratssitzung ging es durchaus kontrovers zu. Neben einigen Themen wo wir als CDU-Fraktion gemeinsam mit der SPD unsere Vorlagen durchbringen konnten (u.a. Uni) gab es im nichtöffentlichen Teil dann erhebliche Differenzen. Die Dringlichkeit für die Beratung des Mietvertrages konnte nicht erreicht werden – 2/3 der anwesenden Stadträte hätten dafür zustimmen müssen und es waren offensichtlich nicht ausreichend rot-rot-grüne Stadträte bei der Abstimmung dabei. Wir wollten eine Vorberatung in den zuständigen Fachausschüssen erreichen und die fand dann auch statt. Sport spielte aber in der Stadtratssitzung trotzdem eine prägende Rolle. Mehrere Stadtratsanfragen beschäftigten sich mit dem Sanierungsbedarf der Schulsporthallen und der Sportförderrichtlinie und ein Antrag der SPD forderte einen Sportstättensanierungsplan. Für alle diese Bereiche braucht es neben viel Geld vor allem ein klares Bekenntnis des Stadtrats.  

Rahmenbedingungen für RWE-Mietvertrag im Stadtrat

Letztes Spiel der Saison 2017/2018 in der 3. Liga
Heute Abend wird im Stadtrat im nichtöffentlichen Teil die Diskussion von gestern Abend fortgesetzt. Nachdem es letzte Woche nicht die notwendige 2/3-Mehrheit zur Beratung zum Thema Mietvertrag von RWE im Stadtrat gab, findet nun eine Sondersitzung statt. Gestern Abend wurde dazu schon einmal zwei Stunden im Werk- und Finanzausschuss vorberaten. Der Blick in den Nachtragshaushalt, der dem Stadtrat aktuell vorliegt, offenbart, dass der Zuschussbedarf für die MFA nicht zuletzt mit dem Abstieg und der Insolvenz von RWE deutlich steigt und jetzt über dem ehemaligen Zuschuss für das alte marode Steigerwaldstadion liegt. Und dabei war das doch alles einmal ganz anders versprochen… Beim Bau der Multifunktionsarena haben RWE und die Verantwortlichen der Stadt, auf den sportlichen Erfolg gesetzt und das Szenario eines längeren Verbleibs in der 3. Liga, Abstiegs oder gar einer Insolvenz ausgeblendet. Der Betrieb der MFA setzte weitgehend auf die Leistungsfähigkeit des Ankermieters RWE. Die CDU Stadtratsfraktion​ hat auf darauf bereits beim ersten Betreibermodell kritisch hingewiesen und davor gewarnt, allein darauf ein wirtschaftliches Betreibermodell zu konstruieren. Künftig gilt es jetzt die strengen Förderkriterien der GRW-Richtlinie zu beachten, um nicht einen noch größeren Schaden für die Stadt im Falle einer Rückzahlung der Fördermillionen zu riskieren. Heute Abend wird der Stadtrat entscheiden müssen, zu welchen Konditionen künftig im Steigerwaldstadion Fußball gespielt werden kann. Und damit dabei keine Irritationen entstehen: die prognostizierten Millionenverluste werden in den nächsten Jahren in jedem Fall entstehen, selbst wenn RWE nicht mehr im Steigerwaldstadion spielen würde. Dann würden sie sogar noch größer sein. In dem Fall würde nämlich auch die jetzt per Mietvertrag auszuhandelnde jährlich Summe von rund 90.000 Euro und einige Gelder aus Vermarktungsrechten (u.a. Namensrechte) in der Kasse des MFA Eigenbetriebs fehlen und müssten von der Stadt ausgeglichen werden. Ich gehe daher davon aus, dass der Stadtrat heute Abend mehrheitlich den ausgehandelten Rahmenbedingungen für einen Mietvertrag zustimmen wird.  

Wasserskisaison eröffnet

Immer wieder schön…
Herrliches Pfingstwetter lockte uns heute an den Nordstrand. Gemeinsam mit meinem jüngsten Sohn habe ich dort die Wasserski- bzw. Wakeboardsaison 2018 eröffnet. Seit nun über 35 Jahren fahre ich Wasserski (damals auch zum ersten Mal am Nordstrand). Vor der Wende ging das immer nur einmal im Jahr zur Saisoneröffnung mit dem DRK am Nordstrand und im Urlaub in Bulgarien. Seit vielen Jahren steht aber in Erfurt auch eine Cable-Anlage. Deutschlandweit gibt es davon rund 80. In St. Leon und Körkwitz sind wir schon gefahren und auch in Wien und auf dem Gardasee sowie natürlich in jedem Jahr in Kroatien auf der Anlage auf der Insel Pag. Die Hoffnung, dass ich irgendwann auch noch Wakeboard erfolgreich probiere habe ich aufgegeben. Mein Söhne haben dies beide schnell gelernt, aber für Papa gilt immer noch “Old School”, also zwei Bretter. Spaß macht es immer wieder und heute war zudem das Wasser auch schon mit erträglichen Temperaturen ausgestattet. Ich freue mich schon auf Kroatien. Dort werden wir sicher wieder viel Zeit an der dortigen Anlage verbringen. Bilder vom Nordstrand  

Pfingsttage mit der Familie

Lecker!
Perfektes Pfingstwetter und viel Zeit für die Familie – schönes kann das Wochenende gar nicht sein. Motorradtour mit dem Jüngsten nach Gierstädt, Herbsleben und Gebesee – natürlich gleich mit der Beschaffung des Pfingstspargels und von Erdbeeren. Zuvor Grillabend mit der Familie und danach der Besuch meines Ältesten Sohnes nebst Frau und Enkeltochter. Zusätzlich noch ein Badmintonspiel mit dem Jüngsten, DFB-Pokalfinale und das Finale der Eishockey-WM im TV – ein ruhiges und terminfreies Wochenende! Ich wünsche allen Besuchern meiner Homepage schöne Pfingsttage und viel Zeit für die Familie!

Frohes Pfngsten

Die schönste Blüte auf unserer Terrasse
Pfingsten – dies ist eine Aufforderung der Sendung, d.h. zu den Menschen zu gehen und den Frieden gewissermaßen ohne Furcht weiterzutragen. In diesem Sinne werden die Jünger sprichwörtlich „inspiriert“: inspirare aus dem Lateinischen bedeutet einhauchen und steht im Zusammenhang mit dem Begriff spiritus – der Geist wird eingehaucht. Das Fest der Geistesgabe bzw. des Heiligen Geistes wird damit zum Fest des Friedens. Diese Botschaft hat universellen Charakter, denn der Friede Christi, der erst durch dessen Erlösung möglich wurde, soll nunmehr an alle Menschen weiter gegeben werden. Dabei ist die Friedenstaube übrigens keine Erfindung aus der jüngeren Vergangenheit, sondern ist ein urtümliches christliches Symbol für den Heiligen Geist und damit für den Frieden. In diesem Sinne wünsche ich ein gesegnetes Pfingstfest und ein paar erholsame, hoffentlich sonnige Tage! Ich freue mich sehr darauf, die Pfingsttage mit der Familie und den Kindern verbringen zu können. Evangelium nach Johannes 20,19-23 Am Abend des ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden die Türen verschlossen hatten, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, dass sie den Herrn sahen. Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.

Panse fordert Entschuldigung von Linken

Als dreiste Behauptung hat der Fraktionsvorsitzende der CDU im Erfurter Stadtrat Michael Panse die Pressemitteilung der Fraktion DIE LINKE „DIE LINKE kämpft gegen Verschleuderung kommunalen Eigentums“ zum gestrigen Verkauf von Grundstücken im Erfurter Stadtrat zurückgewiesen. Panse erklärt dazu: „Der Versuch des Fraktionsvorsitzenden der Linken, der Stadtverwaltung und den anderen Fraktionen im Erfurter Stadtrat die Verschleuderung kommunalen Eigentums zu unterstellen, ist eine Unverschämtheit. Dies wird weder der sachlichen Diskussion im nichtöffentlichen Teil der gestrigen Stadtratssitzung, noch dem Sachverhalt gerecht. Der Verkaufsbeschluss zu den Grundstücken erfolgt grundsätzlich auf Basis von Wertgutachten und ausgehandelten Verträgen. Dies war auch bei den Grundstücken am Anger der Fall. Die von den Linken versuchte willkürliche Festlegung von Kaufpreisen für Grundstücke entspricht nicht dem Kommunalrecht. Dies wurde von der Verwaltung nachvollziehbar dargelegt. Ich erwarte vom Fraktionsvorsitzenden der Linken eine Entschuldigung für seine Unterstellungen bei den anderen Fraktionen des Erfurter Stadtrats.“ Grundlage dieser Meldung: http://www.die-linke-erfurt.de/nc/presse/news/detail/zurueck/kreisvorstand-1/artikel/die-linke-kaempft-gegen-verschleuderung-kommunalen-eigentums/

Happy Birthday Israel und Mazel tov

Rathausfestsaal
Gestern Abend wurde im Erfurter Rathaus Geburtstag gefeiert. Und wie sich das für einen runden 70. Geburtstag gehört wurden die Gäste in die gute Stube, also in den Festsaal des Erfurter Rathauses eingeladen. Vor dem Rathaus wehte die israelische Fahne und somit war auch der Anlass klar. Vor wenigen Tagen jährte sich zum 70. Mal der Jahrestag der Staatsgründung Israels und dazu luden die Jüdische Landesgemeinde, die Stadt Erfurt und die Deutsch-Israelische-Gesellschaft zu einer Festveranstaltung ein. Unter den Gästen waren viele Vertreter aus der Politik und Kirchen, Vereine, Verbände sowie Partner der Jüdischen Landesgemeinde. Ministerpräsident Bodo Ramelow, der stellv. Botschafter des Staates Israel Avraham Nir-Feldklein und die stellvertretende Bürgermeisterin der Partnerstadt Haifa Hedva Almog hielten Grußworte, es gab isrealischen Wein und Musik. Die nachfolgende Podiumsdiskussion über 70 Jahre Israel konnte ich leider nicht verfolgen, weil wir zeitgleich Stadtratssitzung hatten. Ich war in den letzten 26 Jahren rund 15 Mal in Israel und habe dort auch gute Freunde. Ich wünsche dem Land und seinen Menschen alles Gute und Frieden in der Region. Wie schwer das ist, den Frieden zu erlangen weiß Israel vom Tag der Staatsgründung an. Alle arabischen Nachbarstaaten erklärten dem Land den Krieg. Bis heute ist das Sicherheitsbedürfnis der Menschen in Israel daher ein dominierendes Thema. Neben vielen Konflikten habe ich null Verständnis dafür, dass von Seiten der Hamas die Botschaftsverlagerung nun zum Anlass für eine neue Gewaltwelle genommen wird. Die Verlegung der Botschaft halte ich persönlich für richtig. Das politische Leben in Israel findet in Jerusalem statt. Parlament, Ministerien und alle wichtigen israelischen Regierungsinstitutionen sind in Jerusalem. Wir waren in den letzten Jahren mehrmals auch in Ramallah (wo das politische Leben der Palästinenser stattfindet) und Jericho zu Gesprächen mit palästinensischen Politikern. Es gab Zeiten, da zeichnete sich eine positive Entwicklung ab. Ich war aber auch vor einem Jahr an der Grenze zu Gaza. Wir haben mit Menschen gesprochen, die dort leben und mit Raketen aus Gaza angegriffen werden. Die Grenze und deren Grenzsicherungen schützt sie weitgehend. Wenn nun dort versucht wird, mit Gewalt diese Grenze zu überschreiten und von der Hamas zu Gewalt gegenüber Juden aufgerufen wird, ist es die Aufgabe der IDF (der israelischen Armee) für die entsprechenden Sicherungsmaßnahmen zu sorgen. Ob und wann welche Art dazu gewählt wird, kann nur von den Verantwortlichen vor Ort entschieden werden. Meine Gedanken und guten Wünsche sind oft bei den Freunden in Israel und im nächsten Jahr werde ich wieder dort sein. Bis dahin Happy Birthday und Mazel tov!  

Sportliche Tagesordnung im Stadtrat – ohne den Mietvertrag für RWE

Stadtratssitzung mal wieder zweitägig
Ausgesprochen sportlich geprägt war die Tagesordnung zur heutigen Mai-Stadtratssitzung. Etliche Anfragen und Anträge beschäftigten sich mit sportlichen Themen. Bei den Stadtratsanfragen habe ich danach gefragt, wo eigentlich die vor zwei Jahren versprochene Sportförderrichtlinie bleibt. Die ernüchternde Antwort – der zuständige Erfurter Sportbetrieb war mit dringlicheren Aufgaben belastet (u.a. Multifunktionsarena und RWE) und zudem wüsste man nicht welche grundlegenden Änderungswünsche es bei Förderhöhen und Förderzwecken vom Stadtrat gäbe. Mit einer weiteren Anfrage wollte mein Stadtratskollege Michael Hose wissen welche Prioritätensetzungen es für die Sanierung von Schulsporthallen gäbe. Die Verwaltung listete diese zwar auf, schränkte aber ein, dass dies zumeist abhängig sei von noch nicht zugesagten Fördermitteln. Konkret wurde es danach bei der Beratung von Stadtratsanträgen. Zunächst stand der Antrag des Ortsteilbürgermeisters von Kerspleben an. Dabei ging es um die Sportstättentarifordnung, selbst für Familiensportfeste oder Bambiniturniere von den Vereinen Gebühren einfordert. Im konkreten Fall ging es um die Durchführung eines Feriencamps und eine dazu beantragte Beitragsbefreiung. Wir haben dies zum Anlass genommen, eine generelle Änderung der Sportanlagentarifordnung einzufordern, um die Vereine von diesen Kosten zu entlasten. Erfreulicherweise gab es dazu eine breite fraktionsübergreifende Zustimmung und schließlich der wohlwollende Verweis in die zuständigen Ausschüsse. Weiter ging es mit dem Antrag der SPD zur Fortschreibung und Weiterentwicklung des Sportstättenleitplanes. Ob und wann aus diesem Antrag ein Sportentwicklungskonzept wird bleibt offen. Die Verwaltung spielte den Ball zurück und forderte erst einmal Finanzmittel für eine externe wissenschaftliche Begleitung (rund 100.000 Euro). Diese Mittel gibt es frühestens mit dem Doppelhaushalt 2019/2020 und damit ist dann außer der Analyse noch keiner einzigen Sportstätte geholfen. Eine andere (eigentlich erwartete) Vorlage gab es erst gar nicht auf der Tagesordnung. Vor der OB-Wahl mehrfach angekündigt und jetzt heimlich still und leise wieder versenkt wurde das Thema des Baus einer großen Ballsporthalle auf der Fläche der alten Schalenhalle. Die Rockets plagen mit dem Abstieg in die ProA jetzt andere Sorgen und zudem können sie, zumindest in der 2. Liga, auch in der Riethsporthalle spielen. Aber auch das Thema der Sanierung/Umbau der Eisporthalle ist kein Thema mehr für den Oberbürgermeister. Ich sehe in dem ganzen nach wie vor ein großes Investitionsdefizit verbunden mit Planlosigkeit. Unsere Stadtspitze reagiert aber agiert nicht.
Die notwendige Erklärung für den NOFV
Mehrheit für Dringlichkeit für Mietvertrags RWE nicht erreicht Wenn es dann aber um das reagieren geht wird es schnell hektisch. Im nichtöffentlichen Teil stand der Mietvertrag für RWE in der Regionalliga in Dringlichkeit auf der Tagesordnung. Ohne die zugesagte Vorberatung wurde der Stadtrat unter Druck gesetzt, dem sofort zuzustimmen. Um so einen Antrag in Dringlichkeit beraten zu können, benötigt es aber eine 2/3 Mehrheit der anwesenden Stadtratsmitglieder und diese wurde nicht erreicht. Strittig war bereits bei der Begründung der Dringlichkeit die Frage ob es eine ausreichende Zeit zur Vorberatung in den Fachausschüssen gab. Darüber hinaus lag dem Stadtrat zur Begründung der Dringlichkeit ein Formblatt IX des Nordostdeutschen Fußballverbandes vor, bei dem lediglich eine Erklärung von Verein und Stadt zu unterschreiben ist. Darin wird bestätigt, dass eine Spielstätte für die Saison zur Verfügung steht, welche nicht von mehr als zwei Vereinen genutzt wird. Die Vorlage eines abgeschlossenen Mietvertrages wird vom NOFV gar nicht gefordert. Natürlich muss es spätestens zum Saisonbeginn zwischen Stadt und RWE einen Mietvertrag geben. Dieser kann aber auch später beschlossen werden und vor allem ausformuliert zuvor in den Fachausschüssen beraten werden. In der kommenden Woche sollen nun am Dienstag die Ausschüsse dazu tagen und am Mittwoch soll es eine Sondersitzung des Stadtrates geben.  

Familien besser unterstützen

Am heutigen 15. Mai ist der internationale Tag der Familie. “Dieser Tag dient dazu, um nachhaltig in Erinnerung zur rufen, welchen wichtigen Stellenwert die Familie in unserer Gesellschaft hat”, betont CDU-Fraktionschef Michael Panse. Die Landeshauptstadt Erfurt definiert sich als “familienfreundlich”. Das ist gewiss schon in vielen Punkten Realität, insbeondere der Familienpass hat eine Vorbildwirkung, aber es gibt auch noch Stellen, wo Verbesserungsbedarf besteht, beispielsweise beim familiengerechten Wohnraum. Die CDU-Fraktion hat dazu aktuell einen Stadtratsantrag zur Verbesserung eingebracht. Besonderen Unterstützungsbedarf sieht die CDU zudem für Familien mit mehreren Kindern. Mehrkindfamilien sollten beispielsweise künftig ein stärkeres Entgegenkommen bei Eintrittspreisen in kommunale Einrichtungen erwarten dürfen. Bei den Themen Kitas, Schulen und Spielplätze sind noch immer immense Sanierungs- und Neubaubedarfe zu verzeichnen. Um das Wunsch- und Wahlrecht bei der Kinderbetreuung umzusetzen, braucht die Stadt mehr Plätze in Kitas und der Kindertagespflege. “Erfurts Bevölkerung wächst erfreulicherweise stetig weiter. Es kommen auch viele Familien zu uns. Dies sollten wir mit einem Angebot, das noch familienfreundlicher ist, würdigen”, betont Panse abschließend.