Sportliche Tagesordnung im Stadtrat – ohne den Mietvertrag für RWE

Stadtratssitzung mal wieder zweitägig
Ausgesprochen sportlich geprägt war die Tagesordnung zur heutigen Mai-Stadtratssitzung. Etliche Anfragen und Anträge beschäftigten sich mit sportlichen Themen. Bei den Stadtratsanfragen habe ich danach gefragt, wo eigentlich die vor zwei Jahren versprochene Sportförderrichtlinie bleibt. Die ernüchternde Antwort – der zuständige Erfurter Sportbetrieb war mit dringlicheren Aufgaben belastet (u.a. Multifunktionsarena und RWE) und zudem wüsste man nicht welche grundlegenden Änderungswünsche es bei Förderhöhen und Förderzwecken vom Stadtrat gäbe. Mit einer weiteren Anfrage wollte mein Stadtratskollege Michael Hose wissen welche Prioritätensetzungen es für die Sanierung von Schulsporthallen gäbe. Die Verwaltung listete diese zwar auf, schränkte aber ein, dass dies zumeist abhängig sei von noch nicht zugesagten Fördermitteln. Konkret wurde es danach bei der Beratung von Stadtratsanträgen. Zunächst stand der Antrag des Ortsteilbürgermeisters von Kerspleben an. Dabei ging es um die Sportstättentarifordnung, selbst für Familiensportfeste oder Bambiniturniere von den Vereinen Gebühren einfordert. Im konkreten Fall ging es um die Durchführung eines Feriencamps und eine dazu beantragte Beitragsbefreiung. Wir haben dies zum Anlass genommen, eine generelle Änderung der Sportanlagentarifordnung einzufordern, um die Vereine von diesen Kosten zu entlasten. Erfreulicherweise gab es dazu eine breite fraktionsübergreifende Zustimmung und schließlich der wohlwollende Verweis in die zuständigen Ausschüsse. Weiter ging es mit dem Antrag der SPD zur Fortschreibung und Weiterentwicklung des Sportstättenleitplanes. Ob und wann aus diesem Antrag ein Sportentwicklungskonzept wird bleibt offen. Die Verwaltung spielte den Ball zurück und forderte erst einmal Finanzmittel für eine externe wissenschaftliche Begleitung (rund 100.000 Euro). Diese Mittel gibt es frühestens mit dem Doppelhaushalt 2019/2020 und damit ist dann außer der Analyse noch keiner einzigen Sportstätte geholfen. Eine andere (eigentlich erwartete) Vorlage gab es erst gar nicht auf der Tagesordnung. Vor der OB-Wahl mehrfach angekündigt und jetzt heimlich still und leise wieder versenkt wurde das Thema des Baus einer großen Ballsporthalle auf der Fläche der alten Schalenhalle. Die Rockets plagen mit dem Abstieg in die ProA jetzt andere Sorgen und zudem können sie, zumindest in der 2. Liga, auch in der Riethsporthalle spielen. Aber auch das Thema der Sanierung/Umbau der Eisporthalle ist kein Thema mehr für den Oberbürgermeister. Ich sehe in dem ganzen nach wie vor ein großes Investitionsdefizit verbunden mit Planlosigkeit. Unsere Stadtspitze reagiert aber agiert nicht.
Die notwendige Erklärung für den NOFV
Mehrheit für Dringlichkeit für Mietvertrags RWE nicht erreicht Wenn es dann aber um das reagieren geht wird es schnell hektisch. Im nichtöffentlichen Teil stand der Mietvertrag für RWE in der Regionalliga in Dringlichkeit auf der Tagesordnung. Ohne die zugesagte Vorberatung wurde der Stadtrat unter Druck gesetzt, dem sofort zuzustimmen. Um so einen Antrag in Dringlichkeit beraten zu können, benötigt es aber eine 2/3 Mehrheit der anwesenden Stadtratsmitglieder und diese wurde nicht erreicht. Strittig war bereits bei der Begründung der Dringlichkeit die Frage ob es eine ausreichende Zeit zur Vorberatung in den Fachausschüssen gab. Darüber hinaus lag dem Stadtrat zur Begründung der Dringlichkeit ein Formblatt IX des Nordostdeutschen Fußballverbandes vor, bei dem lediglich eine Erklärung von Verein und Stadt zu unterschreiben ist. Darin wird bestätigt, dass eine Spielstätte für die Saison zur Verfügung steht, welche nicht von mehr als zwei Vereinen genutzt wird. Die Vorlage eines abgeschlossenen Mietvertrages wird vom NOFV gar nicht gefordert. Natürlich muss es spätestens zum Saisonbeginn zwischen Stadt und RWE einen Mietvertrag geben. Dieser kann aber auch später beschlossen werden und vor allem ausformuliert zuvor in den Fachausschüssen beraten werden. In der kommenden Woche sollen nun am Dienstag die Ausschüsse dazu tagen und am Mittwoch soll es eine Sondersitzung des Stadtrates geben.  

Start ins Volleyball-Jahr

Erste Runde mit der neuen Trainerin und dem Co-Trainer
Erste Runde mit der neuen Trainerin und dem Co-Trainer
Heute Abend war ich in der Halle am Erfurter Sportgymnasium zu Gast beim ersten Training des Jahres unserer Regionalliga-Mannschaft. Während sonst meist unsere Bundesligamannschaft im Mittelpunkt steht, war es mir heute wichtig, mit unseren Nachwuchstalenten zu sprechen und ihnen ein gutes und erfolgreiches neues Jahr zu wünschen. Dabei gab es aber auch Neuigkeiten zu verkünden. Mit Beginn des neuen Jahres hat unsere Regionalliga-Mannschaft eine neue Trainerin und einen neuen Co-Trainer. Katja Franz ist die neue – altbekannte Trainerin. Bereits in der vergangenen Saison war Katja die Regisseurin an der Seitenlinie in der Regionalliga. Leider musste sie aber im Sommer aus Zeitgründen aufhören. In den vergangenen Monaten stand mit Heng Wang ein neuer Trainer in Verantwortung für das junge Team. Der Vorstand des SWE Volley-Teams dankt ihm ausdrücklich für sein Engagement. Jörg Neuberg wird künftig Katja Franz als Co-Trainer beim Training und den Regionalligaspielen unterstützen. Besonders bei der Begleitung der Nachwuchsmeisterschaften sind die beiden im Frühjahr zusätzlich gefordert und ich wünsche allen, Spielerinnen und Trainerteam, viel Erfolg dabei. Es war mir als Vereinspräsident wichtig, unseren jungen Mädels die Entscheidung des Vorstands direkt mitzuteilen. Wir wollen auch künftig unsere Nachwuchshoffnungen optimal fördern. Mit dem Sportgymnasium und den guten Bedingungen im Verein haben wir perfekte Rahmenbedingungen, die der einen oder anderen Spielerin perspektivisch den Sprung in die erste Mannschaft ermöglichen. Im aktuellen Kader der Bundesligamannschaft sind gleich vier Spielerinnen, die in der vergangenen Saison noch die Säulen im Regionalligateam waren. Paula Mertten, und Antonia Greskamp gehören zum Kader der 1. Bundesliga ebenso wie Friederike Brabetz und Paula Reinisch. Die letzteren beiden sind in der Bundesliga regelmäßig erfolgreich am Netz. In dieser Saison habe ich bereits etliche Spiele unserer jungen Damen miterlebt. Sie haben großes Potential – Katja und Jörg werden es aus ihnen heraus holen. Am kommenden Samstag werden sowohl das Regionalligateam um 14 Uhr gegen Lichtenstein im Sportgymnasium, als auch unser Bundesligateam um 18 Uhr gegen Münster in der Riethsporthalle wieder am Netz um Punkte kämpfen.

Neue Regionalligatrainerin beim SWE Volley-Team

Huddle bzw. Mannschaftsbesprechung :-)
Huddle bzw. Mannschaftsbesprechung 🙂
(Erfurt) In der kommenden Saison wird Katja Franz in der Regionalliga beim SWE Volley-Team als neue Trainerin an der Seitenlinie die Verantwortung tragen. Besonders erfreulich ist für den Vorstand des SWE Volley-Teams, dass mit Katja Franz eine bundesligaerfahrene Spielerin gewonnen werden konnte, die die B-Lizenz als Trainerin hat und Erfahrungen als Spielerin und Trainerin mitbringt. Vereinspräsident Michael Panse hat gestern Abend die neue Trainerin dem Team vorgestellt. Er erklärte dabei: „Ich bin sehr froh, dass wir Katja Franz nach einigen guten Gesprächen als Trainerin gewinnen konnten. Katja Franz brauchen wir im SWE Volley-Team eigentlich nur den ganz jungen Spielerinnen neu vorzustellen, alle anderen kennen und schätzen sie. Katja ist 2007 vom Chemnitzer PSV zum SWE Volley-Team gekommen und hat bei uns bis 2011 in der 2. Volleyballbundesliga gespielt. In der Saison 2013/2014 und 2014/2015 stand sie für das SWE Volley-Team in der 3. Liga am Netz und danach zwei Jahre in der Regionalliga. Erste Trainer-Erfahrungen sammelte sie als zeitweilige Trainerin der U13/14 gemeinsam mit Heiko Herzberg. Der Vorstand setzt mit Katja Franz und einem motivierten jungem Regionalligateam einen deutlichen Akzent der Nachwuchsförderung. Wir wollen junge Talente im Verein halten und mit der Regionalliga eine Brücke zur Bundesliga schlagen. Deshalb werden in der kommenden Saison sowohl die Anschlusskader der ersten Bundesliga, als auch sehr junge Spielerinnen die derzeit am Erfurter Sportgymnasium sind, die tragenden Säulen des Regionalligateams sein.“ Mit Jörg Neuberg wird die Trainerin auch einen jungen Co-Trainer an ihrer Seite haben. Der frisch gebackene C-Trainer kommt aus Ilmenau zum SWE Volley-Team. Er wird sich im Anschlussbereich (Regionalliga) sowie in ausgewählten Bereichen der Nachwuchsarbeit des Vereins einbringen, neue Impulse setzen und wertvolle Erfahrungen sammeln. Während die 1. Bundesliga in Erfurt erst am 29. Oktober startet, ist der erste Heimspieltag der Regionalliga am 17. September 2016 um 15 Uhr im Erfurter Sportgymnasium. Gegen die Damen vom VC Gotha startet das SWE Volley-Team in die Saison in der Regionalliga.

Doppelsieg gegen Chemnitz lässt Aufstiegsträume wachsen

SWE Volley-Team - FK Chemnitz (41)
Siegesfeier nach dem Spiel
Am Samstag haben die Damen des SWE Volley-Teams gleich doppelt „Nägel mit Köpfen“ gemacht. Sowohl die Bundesligadamen, als auch das Regionalligateam war im Heimspiel gegen Chemnitz erfolgreich. Am Nachmittag gewannen unsere Mädels gegen PSV Chemnitz II mit 3:1 und sicherten damit die Tabellenspitze ebenso, wie am Abend das SWE Volley-Team gegen die Figthing Kangaroos Chemnitz mit 3:0. Wobei allerdings das Ergebniss erst heftig errungen werden musste. Die Chemnitzerinnen um unsere beiden ehemaligen Spielerinnen Luise und Josi Brandt kämpften heftig und wollten unbedingt  einen Satz mitnehmen und waren im Schlußsatz beim 30:28 mehrfach mit eigenen Satzbällen dicht dran. Kämpferisch haben die Mädels aus Chemnitz gut mitgehalten, etwas mehr Glück und am Ende Konsequenz war aber wieder auf unserer Seite. Für das Bundesligateam war es nun schon der sechste Sieg in Folge ohne Satzverlust und der 15 Sieg in dieser Saison. Mit dem sensationellen Punktestand von 30:0 führen sie die Tabelle an. Lediglich Grimma kann bei einem Punktestand von 26:4 noch heranrücken. Für Dresden, Vilsbiburg II und nun auch Chemnitz ist das Aufstiegsrennen in diesem Jahr bei jeweils fünf verlorerenen  Spiele wohl schon gelaufen.
SWE Volley-Team - FK Chemnitz (15)
Volles Haus in Erfurt
 Mit jedem Sieg unserer Mädels steigt aber auch die Erwartungshaltung. Fragen nach dem möglichen Aufstieg werden nun immer lauter gestellt. In dieser Saison könnten wir sogar doppelt aufsteigen. Für das Regionalligateam bestände die Möglichkeit in die 2. Volleyballbundesliga aufzusteigen, aber nur dann wenn die 1. Mannschaft in die 1. Bundesliga aufsteigt. Diese ideale Konstelation mit jeweils einem Team in der 1. und 2. Liga zu sein, wäre die Krönung unserer Nachwuchsarbeit und ermöglichte die optimale Entwicklung aller unserer Vereinstalente.
SWE II - Chemnitz II (4)
Auch das Regionalligateam ging als Sieger vom Feld
In den nächsten Tagen werden wir, der Vereinsvorstand, zahlreiche Gespräche mit potentiellen Sponsoren führen. Es ist kein Geheimniss, dass wir den Saisonetat in der 1. Liga mindestens verdoppeln müssen. Nach unserem Gastspiel in der 1. Liga vor fünf Jahren, wissen wir aber auch um die Verantwortung für den ganzen Verein. Viele Volleyballteams, zuletzt die Chemnitz, mussten die Erfahrung machen, dass die 1. Liga auch ein finanzielles Abenteuer ist. Unser Trainer Heiko Herzberg hat deshalb am Samstag richtig erklärt: Wir wollen gerne aufsteigen – aber nicht um jeden Preis. Sportlich haben es die Mädels in jedem Fall verdient. Dies bewies am Samstag auch die Ehrung mit dem Goldhelm der Thüringer Allgemeinen. Mannschaftkapitän Beate Brabetz nahm die Ehrung als Thüringer Sportler des Monats entgegen. Über 6.000 Leserinnen und Leser hatten für unsere Mädels gestimmt und sie befinden sich jetzt mit dieser Ehrung auf einer Ebene mit Olympiasiegern und Weltmeistern. Glückwunsch – weiter so!

Neues Spiel – neues Glück?

Dicht belagert - der Strafraum von RWE
Dicht belagert - der Strafraum von RWE
Leider nicht immer! Im Stadion war der heutige Nachmittag eher mit Frust verbunden. Die Kicker vom FC Rot-Weiß Erfurt wollten gegen Wehen Wiesbaden unbedingt einen Sieg und damit eine Wiedergutmachung nach der 1:3 Niederlage bei Stuttgart II. Nach einer Minute stand es 1:0 für Erfurt. Danach taten die Erfurter wenig fürs Spiel. Leider hatte der Schiedsrichter kein Erbarmen und lies noch 89 Minuten weiter spielen. Am Ende stand es 1:2 und Erfurt ging mal wieder leer aus. Die 4041 Zuschauer waren frustriert.  
SWE Volley-Team 2009-2010
SWE Volley-Team 2009-2010
Freuen konnte ich mich dann aber doch noch und zwar über eine SMS von unserem Manager des SWE Volley-Teams. Unsere Damen spielten heute in der 2. Bundesliga in Dresden und gewannen diesmal gegen den VCO Dresden mit dem gleichen Ergebnis, wie vorige Woche gegen Offenburg mit 3:1. Glückwunsch! Damit orientieren die Mädels sich zur Freude der Fans und des Präsidiums nach oben in der Tabelle. Zum nächsten Auswärtsspiel am 3. Oktober werde ich mit fahren. Dann geht es in einem wichtigen Spiel gegen die Mädels des 1. Ligaabsteigers aus Chemnitz.   Politisch gibt es heute nicht viel Neues zu berichten. Bei einem Infostand am Vormittag in der Vilnius-Passage gab es einige interessante Diskussionen. Langsam verlieren die Bürgerinnen und Bürger die Geduld beim Koalitionspoker der Parteien. Bemerkenswerte Worte hat Bodo Ramelow auf seiner Homepage zur Erklärung des Rückzugs seiner MP-Kandidatur gefunden: „Ich will Ministerpräsident werden.“ erklärt er zu Beginn um danach zur Erkentnis zu gelangen: „… es gibt nach derzeitigem Kenntnisstand keine Mehrheit für mich als Regierungschef. Weil die politischen Inhalte wichtiger sind als die handelnden Personen, habe ich das Angebot gemacht, meinen großen Wunsch ein Stück nach hinten zu stellen.“ Ersteres hat er nun offensichtlich verstanden, zweiteres klingt nach einer Drohung. Wie lange will er den seinen „großen Wunsch“ nach hinten stellen? Solange bis er die Grünen ganz im Sack hat? Oder solange bis in der SPD Matschie weggeputscht wird? Neues aus dem Koalitionstheater in Erfurt wird es wohl Montag nach den nächsten Gesprächen zwischen Linken, SPD und Grünen geben.