Natürlich mit Hering
Scooter war nirgends bei einer der politischen Aschermittwochsveranstaltungen – zumindest habe ich nicht davon gehört. Und längst geht es auch nicht mehr um das gemeinsame Fischessen und Biertrinken. Vor vielen Jahren war das noch etwas anders. Ich kann mich noch daran erinnern, als wir mit unserem CDU-Ortsverband nach Passau zum politischen Aschermittwoch der CSU gefahren sind und dort verblüfft waren, was das in Bayer für Kult war.
Inzwischen gibt es den politischen Aschermittwoch bei allen Parteien, in allen Landesverbänden und auch in vielen Ortsverbänden. Die CDU Thüringen veranstaltete heute in Apolda den 26. Politischen Aschermittwoch. 1.300 Besucher, Bernhard Vogel, Jens Spahn und Mike Mohring sprachen und man kann berechtigt von der größten CDU-Veranstaltung in den neuen Ländern sprechen. Eine Nummer kleiner ist es seit vielen Jahren bei uns in Erfurt. Seit vielen Jahren lädt der CDU Ortsverband “Am Steiger” zum Heringsessen und politischen Aschermittwoch ein und regelmäßig sind rund 100 Gäste, darunter viele Erfurter Handwerksmeister zu Gast.
Heute gab es dazu gleich drei Redner. Andreas Krey, Geschäftsführer der LEG Thüringen, Stefan Lobenstein, Präsident der Handwerkskammer Erfurt, und Marion Walsmann, MdL und OB-Kandidatin, sprachen zum Thema “Professionelle Wirtschaftsförderung – Chance und Herausforderung für Erfurt”. Es gab also viel Anregendes für die Gespräche beim Fisch und im Gegensatz zu den anderen politischen Aschermittwochsveranstaltungen weniger Krawall ;-
Und der Fisch war wie in jedem Jahr gut – die Frage “How much is the fish? erübrigte sich. Dank Sponsoren aus dem CDU-Ortsverband war der Fisch bei der Veranstaltung dabei.
Bilder vom Politischen Aschermittwoch
Mit dem Prinzenpaar bei den Rockets
Pünktlich 0 Uhr endet die diesjährige Karnevalssaison. In diesem Jahr sehr zeitig und bedingt dadurch war es auch eine ausgesprochen kurze Saison. Ich habe es in diesem Jahr nur auf vier Karnevalssitzungen geschafft, aber dafür natürlich auch wie in den Jahren zuvor den großen Umzug in Erfurt mitgemacht.
Das Erfurter Prinzenpaar Christian I. und Jule I. habe ich bei etlichen Veranstaltungen, nicht nur beim Karneval sondern auch bei den Rockets und bei den Black Dragons, getroffen und mich darüber gefreut, dass sie wie ihre Vorgängerpaare ausgesprochen freundlich und direkt mit den Närrinnen und Narren den Kontakt gesucht haben. Vielen Dank für das Engagement in der diesjährigen Session dem 69. Prinzenpaar!
Ab morgen startet nun die Fastenzeit. Seit vielen Jahren verzichte ich traditionell bis Ostern auf Alkohol und beginne damit natürlich schon beim politischen Aschermittwoch der CDU Erfurt. Auch in diesem Jahr treffen wir uns wieder bei Hering im Kressepark. Unter anderen wird unsere Oberbürgermeisterkandidatin Marion Walsmann sprechen.
Mit Begeisterung bei der Sache
Nachwuchsarbeit ist immer das Stichwort, wenn es um dauerhaft erfolgreiche Vereine geht. So toll die großen sportlichen Erfolge auch sind, am Ende müssen wir uns gerade in den Sportvereinen daran messen lassen, wie es gelingt, Kinder und Jugendliche für den Sport zu begeistern. Rund 30 Prozent der Mitglieder in den Erfurter Sportvereinen sind Kinder und Jugendliche und damit dies auch so bleibt, oder noch gesteigert wird, müssen sich die Vereine etwas einfallen lassen.
Mit unserem Volleyballsport sind wir da etwas in Nachteil, weil bedingt durch die technischen Voraussetzungen meist Jungen und Mädchen erst mit 10 Jahren mit Volleyball beginnen und da waren viele andere Sportarten schon vorher da. Unsere Aktionen zielen daher mit “Kids in Bewegung” darauf Kinder für Sport im Allgemeinen zu begeistern. Etwas leichter hat es da der EHC mit seinen Eishockey-, Eisschnelllauf- und Eiskunstlaufbereichen. Heute war ich mit meinem jüngsten Sohn zum zweiten Kids-Hockey-Day und die Halle war wieder voll mit interessierten Kindern und Eltern.
Da die Kleinen schon mit Eislaufen beginnen können, wenn sie sicher laufen, gibt es da nach unten kaum Altersgrenzen. Mit der Erfurter Eishalle gibt es relativ gute Rahmenbedingungen und beim öffentlichen Eislaufen in der Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle sieht man auch wie begeistert vor allem Kinder und Jugendliche beim Eislaufen sind.
Die Black Dragons als Eishockey-Aushängeschild der Landeshauptstadt leisten seit vielen Jahren eine gute Nachwuchsarbeit. Um aber immer wieder Kinder und Jugendliche neu zu begeistern, fand der Kids-Hockey-Day bereits in den Weihnachtsferien statt. Bereits da war ich mit meinem Sohn zum Probetraining und heute natürlich erneut. Eishockeyerfahrung bringt er schon mit, da er an seiner Grundschule zwei Jahre im Eishockeyprojekt mit gemacht hat. Rund 60 Kinder waren heute mit gut einem Dutzend Trainern auf dem Eis. Unter den Trainern waren auch etliche Eishockeyspieler der Black Dragons und so war es gerade für die Kids besonders motivierend sich zu beweisen.
Ich wünsche den Black Dragons, dass unter den Kids die heute beim Schnuppertraining waren auch einige sind, die künftig den Weg ins Sportgymnasium und in die aktiven Mannschaften finden. Zumindest werden aber viele von ihnen mit ihren Eltern wieder kommen, wenn die Drachen spielen. Am Freitagabend ist dazu wieder Gelegenheit. gegen Rostock geht es um den nächsten Sieg und ich werde mit meinem Sohn dann wieder dabei sein. Besonders werden wir Marcel Weise anfeuern, inzwischen der dienstälteste Erfurter Spieler, mit dem wir heute nach dem Training noch etwas gequatscht und ein Erinnerungsfoto gemacht haben.
Traditionelles Wagenbild
Eigentlich wäre es das 15jährige Jubiläum gewesen – aber ein Jahr fehlt in der Sammlung, weil in dem Jahr der große Umzug ausfiel und wir nur mit einer Spontandemo mit Schneeschiebern zu Fuß unterwegs waren. Ansonsten bin ich aber seit 2004 bei allen Erfurter Karnevalsumzügen dabei gewesen und immer auf dem Festwagen des MKC mitgefahren.
In diesem Jahr war es leider an der Strecke nicht ganz so voll wie sonst. Rund 70.000 Besucher und 2.500 Aktive zählte das Organisationskomitee. Immerhin haben wir familiär daran einen großen Anteil! Meine beiden großen Söhne, meine Schwiegertochter in spe und meine Enkeltochter waren als Aktive im Zug dabei. Mein jüngster Sohn, meine Schwester und meine Nichten und Neffen waren unter den Besuchern an der Strecke.
Beratung bei den Gästen
Die Absperrung war in diesem Jahr fast auf der ganzen Strecke, die Zufahrtsstraßen von großen LKW blockiert und die Musikmoderation an der Strecke durchaus verbesserungswürdig. Hinzu kam ein recht kaltes, aber glücklicherweise trockenes Wetter. Spaß und Stimmung hatten wir aber zumindest auf unserem MKC Wagen. Was sonst so an der Strecke los war, muss ich mir erst einmal in diversen Fotoshows im Netz anschauen. Das ist der einzige Nachteil, wenn man auf dem Wagen mitfährt. Man sieht nur die Narren an der Strecke und die stehenden Wagen auf dem Domplatz, aber nie den Zug.
In richtiger Karnevalsstimmung war ich danach dann noch beim Eishockey. Zum Spiel der Black Dragons gegen den Spitzenreiter Herne waren wir rechtzeitig in der Eishalle. In einem turbulenten Spiel stand es am Ende 4:4 bevor Herne in der Verlängerung gewann. Obwohl Herne schon vorher als Qualifizierungsrundensieger feststand, ging es in der Party heftig zur Sache. Prügeleien auf dem Eis und Pöbeleien von der Auswechselbank führten dazu, dass ich mich mit zwei Spielern lautstark von der Tribüne aus “angelegt” habe. Glücklicherweise konnten sie mit ihren Schlittschuhen nicht auf die Tribüne hoch 😉 Immerhin hat der Trash-Talk dazu geführt, dass der Trainer von Herne eine Spieldauerstrafe bekam und ich jetzt als “Problemfan” zähle.
Bilder vom Umzug
Zu Gast bei der “Puppe”…
Heute war das Programm so etwas von voll, wie schon lange nicht. Um 7 Uhr ging es schon auf die Piste und ich hab meinen jüngsten Sohn in Heidelberg abgeholt. Während bei uns die Winterferien schon zu Ende gehen, fangen dort die Faschingsferien erst an und er wird die nächste Woche bei mir sein. Praktisch direkt von der Autobahn ging es in Erfurt dann ins Puppentheater.
Am Freitag gab es dort die Premiere von Huckelberry Finn und Tom Sawyer. Mein Sohn liest gerade Tom Sawyer und da war das Stück sozusagen “Pflichtprogramm”. Das Erfurter Puppentheater ist mit dem neuen Stück schon wieder bei praktisch allen Veranstaltungen ausverkauft. Wir waren begeistert.
Am Abend folgte dann der Teil 2 des Karnevalswochenendes. Beim FACEDU bin ich seit vielen Jahren ebenfalls Vereinsmitglied und da ist es sozusagen Ehrensache, dass eine Sitzung pro Jahr immer auf dem Narrenfahrplan steht. Traditionell geht der FACEDU dazu ins Brettl und feiert dort in den Umzugssonntag hinein. Auch heute ist das wieder geglückt.
Bilder vom FACEDU
KKH Helau
Jubiläums-Prunksitzung beim KKH und wie alle Jahre wieder ging es dazu in den Kaisersaal. Der KKH ist neben dem Handwerkerkarneval zu Vorwendezeiten, der Karnevalsverein, an den ich die längsten Erinnerungen habe.
Als Karnevalsverein des Katholischen Krankenhauses Erfurt, waren es schon vor der Wende prominent besuchte Karnevalsveranstaltungen. Die Patentante meines ältesten Sohnes tanzte dort mit und lockte uns zu den ersten Veranstaltungen. So waren wir dann schon im Februar 1990 mit dem KKH gemeinsam in der Karnevalshochburg schlechthin in Mainz zu einem Gastauftritt und einer Festsitzung dort.
Fast in Fraktionsstärke
Inzwischen sind bei die Prunksitzungen des KKH in jedem Jahr bei mir fest im närrischen Plan und es sind stets viele CDU-Stadtratskollegen dabei. In diesem Jahr waren wir sieben und da bot es sich an entsprechend gemeinsam aufzutreten. Als Thema hatten wir den Aufschwung/Aufbau Erfurt gewählt.
Zusätzlich motiviert haben wir auch unseren Stadtratskollegen Rowald Staufenbiel, der beim KKH seit vielen Jahren in der Bütt steht und Ehrenpräsident ist. Es hat wieder Spaß gemacht und war die richtige Einstimmung auf das lange Karnevalswochenende.
KKH Helau!
Bilder vom KKH 2018
Deutliche Worte
Soziale Netzwerke als Bühne zum Frustabbau – so kann man das beschreiben, was sich seit Mittwoch bei Facebook, Twitter und Co abspielt. Befremdet verfolge ich, was es so alles für Kommentare von politisch engagierten oder zumindest interessierten Menschen gibt zum Thema GroKo. Bereits am Mittwoch habe ich für mich entschieden, dass ich mir gerne erst einmal selbst ein Bild vom Koalitionsvertrag machen möchte und mir dann ein Urteil bilde.
Dies ist inzwischen geschehen und ich denke, der Koalitionsvertrag ist ein Kompromiss zwischen drei Parteien, die unterschiedliche Vorstellungen hatten und haben, aber sich auf einen gemeinsamen Nenner einigen mussten. Mit einer Jamaika-Koalition wären noch ganz andere Sachen heraus gekommen. Es ist aber müßig, darüber jetzt noch zu sinnieren oder Tränen darüber zu vergießen.
Es ist für mich erstaunlich, dass so viele politisch aktive Menschen (aus allen Parteien) vergessen oder verdrängen, was zur letzten Bundestagswahl (und auch schon bei Wahlen zuvor) passiert ist. Die Zeiten von klaren oder gar absoluten Mehrheiten sind vorbei. Sechs Parteien im Bundestag sorgen dafür, dass die Tortenstücke kleiner werden, aber immer noch für viele Entscheidungen Mehrheiten von 50+ benötigt werden. Bis auf die CDU/CSU wollte, durfte oder konnte keine Partei Verantwortung übernehmen. Was war, oder ist also die Alternative? So lange wählen, bis das Ergebnis stimmt? Wechselnde Mehrheiten bei einer Minderheitsregierung abhängig von AfD und Linken?
Keiner der lautstarken Kritiker beantwortet diese Frage. Deshalb finde ich die allgemeine Stammtischkritik so sinnlos. Hinzu kommt, dass sich das Land mehr darüber aufregt, wer in welchem Ministerium Minister wird, oder was die CDU für Ministerien geopfert hat. Auch da ist es in einer Koalition so, dass zwei Regeln gelten. Zum einen greift die zweitgrößte Partei auf das vermeintlich wichtigste Ministerium zu (da die größte Partei das Kanzleramt hat) und danach geht es reihum weiter. Zum anderen entscheiden die Parteien jede für sich, wer am Ende für sie Minister wird. Insofern ist es unangemessen, der SPD oder der CSU als CDU-Mitglied hineinreden zu wollen.
Alle eifrigen Kommentatoren von den Medien über Facebook bis zu Ortsgruppensitzungen sollten sich bewusst sein, dass sie gerade den allgemeinen politischen Verdruss befördern, den sie immer beklagt haben. Ich erwarte von den gewählten Bundestagsabgeordneten, dass sie ihren Job machen und nach einem halben Jahr endlich eine Regierung bilden. Regierung und Opposition können sich dann gerne die ganze Wahlperiode noch über Inhalte streiten. Parteien können bei den nächsten Parteitagen ihre internen Abrechnungen vornehmen. Aber jetzt den Untergang der Demokratie herbei zu diskutieren, halte ich in höchstem Maße für unangemessen.
Von den vielen Kommentaren im Netz hat mir einer besonders gefallen. Stefan Schwarz, ehemaliger Bundestagsabgeordneter und Junge Union Vorsitzender in Rheinland Pfalz, hat in deutlichen Worten beschrieben, was ihn an der aktuellen Situation so ankotzt. Ich kenne Stefan seit 1991 und bin ihm dankbar für seine klaren Worte. Ich teile seine Einschätzung und auch seinen Artikel hier deshalb gerne:
VOM KOTZEN WIRD KEIN KÜHLSCHRANK VOLLVon Stefan SchwarzZum Kotzen finde ich das Hetzen und Abkotzen über den Kompromiss zwischen SPD und Union. BILD hat es mal wieder getan: Kotzen über die Politiker. Das ist BILD. BILD hat das Kotzen über Politik in der DNA. BILD hätte bei einem Scheitern der Koalitionsverhandlungen, wie andere auch, noch viel schlimmer geätzt. Wer nicht BLÖD ist, der erkennt schnell: Die Posten für die SPD sind Kompensation für wenig inhaltliche Konzession der Union in den zentralen Forderungen der SPD.Klar ist das beschissen für viele in der Union und darüber hinaus. Klar hat die SPD erpresst, hat Schulz sehr lange sehr katastrophal agiert, ist der selbstüberschätzende Mann aus Würselen ein schwerer Schaden für die SPD und für die Demokratie. Geschadet hat übrigens auch Zwerg Dobrint, als er meinte, auf die drauf treten zu sollen, die bereits am Boden lagen. Dieses politische Genie hatte die reale Lage (einmal mehr) nicht erkannt.Trotz Kotzen von BILD & Co. über die Postenverteilung (worüber sonst könnte man so schön hetzen…) bleiben die inhaltlichen Zügel der zu bildenden Regierung in der Hand von Merkel und Co. – dies entspricht dem Wählerwillen, und der Rahmen dieses spezifischen Koalitionsvertrages begrenzt die Mitglieder des Kabinetts in ihren Handlungsspielräumen ungewöhnlich stark. Was die Inhalte betrifft, steht in dem Koalitionsvertrag neben der üblichen politischen Lyrik auch eine ganze Menge an wichtigen Inhalten drin. Muss man natürlich mal lesen, das ist natürlich sehr anstrengend. Ganz viel Unsinn steht da übrigens gar nicht erst drin. Weil der nämlich – trotz Zwang zum Kompromiss, trotz Erpresssungsversuchen der SPD – verhindert worden ist.Ach, Ihr Hetzer: Schon vergessen, wie selbstverliebt FDP und SPD aus der Verantwortung geflohen sind? Noch eine Erinnerung daran, wie Lindner nur die Lücke gesucht hat, um abhauen zu können, nicht richtig arbeiten und politisch Verantwortung übernehmen zu müssen? Schon mal drüber nachgedacht, was es über den Zustand eines Landes aussagt, wenn die letzten Idioten, die bereit sind zu regieren, so diffamiert werden?Will dieses Land nur noch Brot und Spiele? Motto: Hauptsache, der Kühlschrank ist voll? Will dieses Land nur noch gaffen, um den Daumen senken und über die herfallen, die sich wenigstens noch mühen, dieses Land und seine Leute konkret die nächsten Jahre zu steuern – die schwierig genug werden?! Mich kotzen (immer mehr) die an, die nur noch abkotzen. Das kann jeder, das ist billig – und das zerstört mein Land und das Land meiner Kinder von innen, erfasst immer weitere Bereiche. Das Kotzen dehnt sich aus wie Krebs.Wenn dieses Land nicht endlich aufwacht und begreift, dass es mit seiner gewaltigen Freude an der Scheiße auf Dauer an den Arsch geht, dann ist es eben so. Ich will das nicht.Wir haben genug zu tun, um uns als Europa in den nächsten Jahrzehnten ordentlich zu positionieren, wenn wir nicht Spielball von anderen werden wollen. Oder wieder Nationalisten auf dem Vormarsch sehen wollen. Die sind ja schon ziemlich weit gekommen, und das Ende zeichnet sich nicht ab – im Gegenteil. Und die wichtigste Nation in Europa, ohne die auf Dauer die Stabilität, auch der Frieden selbst, in Europa bekanntlich nicht zu halten ist, die fängt nun auch noch an zu schwanken? Das, liebe Leute, das wird nicht lustig. Wie wäre es, sich mal – zusammen zu reißen, sich mal klarzumachen, wo wir stehen und die Risiken mit den Chancen abzuwägen?Sich mal zusammenreißen und hart nach vorne arbeiten zu können – statt nur zu jammern, oder zu hetzen – war das nur nach dem WK II eine deutsche Tugend? Sind wir Deutschen einfach nicht für Zeiten gebaut, in denen uns keine Krisen und keine Kriege dominieren? Können wir nicht einfach auch mal schwere Kompromisse machen, um das Land und den Kontinent im globalen Wettbewerb nicht abgehängt zu sehen? Und natürlich auch nicht Millionen von Menschen abgehängt zu sehen, die unberechtigte und auch berechtigte Ängste vor der Globalisierung und Kontrollverlust haben? Oder können wir nicht mehr Kompromiss?Oder brauchen wir, jeder für sich, für das eigene Ego, das eigene Interesse, die eigene, die radikale einseitige Lösung? Und alles andere ist dann zum Kotzen, oder wie…?! Kann sein, dass Dekadenz und Egoismus schon so weit in jede Faser der Gesellschaft gedrungen sind. Kann sein, dass wir die Fähigkeit verloren haben, eine Gesellschaft zusammen zu halten. Kann sein, dass wir uns wie die Esel verhalten, denen es zu wohl geht. Wenn’s vorbei ist, dann ist es halt vorbei. Die anderen werden das berücksichtigen. Viele, die den Deutschen den Erfolg ohnehin nicht gegönnt haben, werden es sogar mit Zufriedenheit zur Kenntnis nehmen – dass wir mit unserer Erfolgsgeschichte so weit gekommen sind, dass unsere Erfolge uns so unzufrieden gemacht haben, dass wir uns selbst das Land kaputt reden, inzwischen auch kaputt machen.Die super langweiligen Merkel-Jahre, mit ihrer bleiernen Langeweile aus Wachstum und Beschäftigung (für Millionen Familien, hier und in Europa), mit engerer europäischer Integration zur Fitness des Kontinents für kommende schwere Zeiten, das werden viele in Europa (auch in Deutschland) in 30 Jahren als – Achtung! – glückliche Periode empfinden. Und dem nachtrauern. Und natürlich vergessen und verdrängen, wie sehr sie selbst nichts getan haben, um den Niedergang aufzuhalten. Schon gar nicht erwähnen, wie sehr sie selbst dazu kräftig beigetragen haben.Hetze und Abkotzen ersetzt nie langweilige politische Arbeit. Wer Event und Entertainment sucht, der soll nach Hollywood gehen. Aber nicht in die Politik. Und wer die Politik zu Hollywood machen will, der versündigt sich am eigenen Land. Als wäre nicht Trump, als wäre nicht schon sehr lange Putin, als wären nicht die chinesischen Autokraten und die autoritären dieser Welt Warnung genug. Wer nicht sehen will, wird’s spüren: Dieser Kontinent ist auf dem absteigenden Ast. Und viel zu wenige sind bereit, sich aktiv dagegen zu stemmen.So – genug abgekotzt über die, die nur abkotzen?Es stimmt: Merkel hat viel Schuld an dem Ergebnis, das ist wahr. Aber zu übersehen, dass es in ganz Europa (Frankreich schon vergessen?) ähnliche, schlimmere, ja gefährlichere Entwicklungen gibt, das wäre nicht nur naiv, das wäre gefährlich. Italien wird auch nicht besser, Ungarn und Polen sind erschreckend, Korruption und Gewalt in Rumänien, Bulgarien, der Brexit, Belgien und Spanien in der Zerreißprobe, die Russen in der Ukraine, vor dem Baltikum, dann noch Griechenland, Türkei, unsichere NATO, ein irrlichternder Trump… und, und und. Und China? Auf dem Durchmarsch. Und wir machen: Nabelschau?Ja, sind wir denn alle verrückt geworden? Geht’s nicht vielleicht auch eine, besser zwei Nummern kleiner? Da ist dann immer noch genug Platz fürs Hobby, auf Merkel einzudreschen. Das sollte nur nicht noch viel mehr zu politischem Autismus führen…Viel wichtiger ist die Frage: gibt’s noch welche da draußen, denen so viel an Land und Leuten liegt, dass sie den Schritt mehr tun wollen, den Zusatzeinsatz für die Allgemeinheit, ja: den Dienst an unserem großartigen Deutschland und seinen tollen Leuten bringen wollen? Die nämlich werden dringend gesucht. Meckerbolzen und Hetzer haben wir inzwischen im Überfluss. Und daneben haben wir viel zu viele, wirklich viel zu viele, die nur noch an sich denken: Hauptsache, der Kühlschrank ist voll. (Oder das Konto oder der Tank, oder, oder, oder…)Falsch. Wer vergisst, was nötig ist, um Kühlschrank voll und Familie über Wasser zu halten, der hat schon verloren.Vom Kotzen wird kein Kühlschrank voll.ICH STEHE FÜR DIESEN INHALT:STEFAN SCHWARZ . BITTE TEILEN: FÜR ALLE, DIE DAS MAL ZUM (KURZEN) NACHDENKEN BRINGT…
Die Lesefassung des Verhandlungswerkes
Heute ist jeder Kevin – zumindest ein wenig und zumindest fast alle, die sich öffentlich zum verhandelten GroKo-Vertrag äußern. Allgemeines kollektives Entsetzen – sowohl auf SPD-Seite (Kevin ist fassungslos) als auch bei der CDU. Alle anderen Parteien blende ich da aus, die wollten oder durften sowieso nicht mit verhandeln also sind sie per se Opposition und finden alles Mist, was mögliche Koalitionspartner aushandeln.
Das Urteil stand schon seit Tagen fest und wurde maximal durch die durchgesickerten Ministeriumszuschnitte und potentielle Minister noch verstärkt. Ob Schulz Minister wird oder SPD-Vorsitzender bleibt ist mir ehrlich gesagt gleichgültig. Ob er dem Ansehen der Genossen in den kommenden Jahren dienlich ist, ist eine Entscheidung der SPD, ebenso wie die Frage ob sie dem GroKo-Papier zustimmen oder es auf Neuwahlen ankommen lassen. Jeder der das zu Ende denkt, weiß was am Tag nach Neuwahlen passiert.
Erstaunt bin ich wie viele politikinteressierte Menschen ausgesprochen schnell lesen können. 177 Seiten Koalitionsvertrag ist schon eine sportliche Herausforderung. ich habe lediglich bis jetzt die Kapitel Familie (Seite 19 – 27), Bildung (28-39) und Soziale Sicherheit (91-102), weil ich mich für die Themen besonders interessiere. Mich stört persönlich, dass die CDU/CSU der SPD den Familienbereich überlässt, weil dadurch klar wird wo familienunterstützende Leistungen hingehen. Vereinbarkeit Familie und Beruf, Ganztagsbetreuungsrechsanspruch für Grundschulkinder, mehr Kindergeld und Kinderrechte ins Grundgesetz sind die Stichworte. Familienerholung wird zumindest erwähnt, Familienbildung leider nicht. Auch zu Mehrkindfamilien habe ich nichts gefunden. Gleichberechtigung von Frauen und Männern zwei Seiten – Seniorinnen und Senioren gerade einmal eine Seite.
In den nächsten Tagen werde ich das Papier sicherlich einmal komplett lesen und mir danach ein abschließendes Urteil bilden. Ich bin am heutigen Tag unschlüssig und nachdenklich darüber, wo die Reise hingeht. Die Kevins und alle Kritiker aus den Reihen von SPD und CDU erklären nicht was nun eigentlich sonst folgen könnte. Eine Minderheitsregierung ist ebenso utopisch, wie die Erwartung, dass nach einer Neuwahl wesentlich andere Ergebnisse zu erwarten wären.
Infobrief 1/2018
Natürlich gibt es auch im neuen Jahr regelmäßig nach jeder Stadtratssitzung wieder einen Infobrief der CDU-Stadtratsfraktion, in dem aktuelle Themen, Pressemitteilungen und die Ergebnisse der Stadtratssitzung reflektiert werden.
Im Januar war erst am 31.1. und 1.2. Stadtratssitzung und als Themen waren für uns die innere Sicherheit, Schulen, Sanierung der Bäder und die Bundeswehr wichtig.
Der Oberbürgermeisterwahlkampf rückt kommunalpolitisch immer stärker in den Fokus und so werden auch wir für die einzige Stadtratssitzung vor der OB-Wahl noch stattfindet jetzt die Anträge einbringen. Drogen, Barrierefreie Stadt und Graffiti sind nur drei der anstehenden Anträge.
Zwischendurch ist der Februar Stadtrats-Sitzungsfrei, weil sowohl Winterferien, als auch Karneval sind. Beides ist aber kommende Woche, letzteres am Aschermittwoch, vorbei. Die kommunalpolitische Arbeit geht in den Ausschüssen aber auch ohne Stadtratssitzung weiter und die Öffentlichkeitsarbeit der Fraktion natürlich auch 😉
Der Infobrief zum downloaden und lesen findet sich hier
Zu Gast beim Basketball
Gemeinsam mit unseren großen Mädels war ich heute Abend bei den großen Jungs in der Messehalle zu Gast. Nicht erst seit der Diskussion um den Bau einer Bundesliga tauglichen Ballsporthalle haben wir eine enge Kooperation mit den Rockets. Bereist zu Zweitligazeiten bin ich regelmäßig zum Basketball gegangen, war bei den Aufstiegsspielen dabei und voriges Jahr bei einem NBA-Playoffspiel bei den Clippers in Los Angeles und auch schon bei Alba Berlin zu Spielen – also durchaus vom Basketball begeistert.
Leider läuft es bei den Rockets in der ersten Liga derzeit auch nicht wirklich rund. Abstiegssorgen mischen sich mit finanziellen Herausforderungen – also ähnlich wie beim Volleyball. Auf Vereinsebene treffen wir uns regelmäßig zum Gedankenaustausch und so lag der Besuch unserer Mädels beim Basketball nahe. Bereits Ende vergangen Jahres waren wir inkognito einmal beim Basketball und heute hoch offiziell. In der ersten Pause traten Emily Thater und Erika Mercado zum Spendenwurf an. Drei von drei Freiwürfen versenkte Emily! Die Quote lag damit bei 100 Prozent – deutlich besser, als die meisten Spieler am heutigen Tag. Allerdings hat Emily mir verraten, dass sie bis zum 14 Lebensjahr aktiv Basketball in den USA gespielt hat, bevor sie sich auf Volleyball konzentrierte. In der Halbzeitpause wurden alle unsere Mädels vom Hallensprecher vorgestellt. In naher Zukunft werden dann die Basketballer bei uns zu Gast sein.
Basketball wurde gegen Giessen auch gespielt. Gegen die 46ers gab es eine am Ende klare Niederlage – die vierte hintereinander. Wie so oft spielten die Rockets zwei gute Viertel und brachen dann leider ein. Klare 12-Punkte-Führung nach den 1. Viertel, dann Ausgleich im 2. Viertel und im dritten schließlich eine klare Führung für Giessen, welche sie dann im vierten Viertel erfolgreich verteidigten. Aber wie das im Sport ist – beim nächsten Mal wird es besser und wir werden wieder dabei sein 🙂
Bilder vom Basketball
Diese Website benutzt Cookies. Wenn du die Website weiter nutzt, gehen wir von deinem Einverständnis aus.