Blindenstreifen aus dem Blick

Lesen würden helfen - wenn es gewollt ist
Lesen würden helfen – wenn es gewollt wäre
Offensichtlich hat das Erfurter Ordnungsamt ein neues Betätigungsfeld entdeckt und da geraten einige der ursprünglichen Ziele etwas aus dem Blickfeld. In der Sommerpause hat die Stadt Erfurt damit begonnen den neuen “Panzerblitzer” zu testen um damit den Geschwindigkeitsüberschreitungen (derzeit vor allem in den verkehrsberuhigten Bereichen) den Kampf anzusagen. Zugleich wird die Jagd nach Parksündern intensiviert. Mangels ausreichend vorhandener Parkplätze haben sie da leichtes Spiel. Bei Fahrrädern wird es hingegen schwieriger und ich habe den Eindruck, dass da die Stadtverwaltung eher resigniert. Vor der Sommerpause war mit aufgefallen, dass der Blindenstreifen am Bahnhof trotz klarer Beschilderung von dutzenden Fahrrädern täglich zugeparkt wird. Meine diesbezügliche Stadtratsanfrage 1281/17 wurde inzwischen beantwortet und drück eine gewisse Resignation aus. Trotz ausreichender Fahrradstellplätze hat sich nichts geändert und die Verwaltung erklärt dies mit “bewusstem Fehlverhalten in Verbindung mit einem hohen Maß an Bequemlichkeit der Nutzer”. Radfahrer seien halt “umwegempfindlich”. Zwei Mal täglich würde der Bereich des Blindenleitsystems  kontrolliert und Fahrräder würden verrückt. Wenn dieser Service nicht greifen würden, dann würden schon mal Räder kostenpflichtig entfernt und verwahrt. Allerdings ist die Bereitschaft zu dieser Maßnahme extrem zurück gegangen. Waren es 1012 noch 475 Räder sank diese Zahl kontinuierlich auf 38 (bis jetzt) im Jahr 2017. Mich verwundert es nicht, dass dies kaum Wirkung zeigt. Wenn falsch parkende Autos vom Amt lediglich richtig hingerückt würden und kein Ordnungsgeld oder keine Abschleppgebühren fällig würden, würden Autos auch überall stehen. Ich bin nicht bereit diese Erklärung zu akzeptieren und werde jetzt den zuständigen Ausschuss damit beschäftigen.

Krönung einer Beachkarriere

Bei der Gratulation zum U-23 Beach-EM-Titel im Jahr 2009
Julia Großner bei der Gratulation zum U-23 Beach-EM-Titel im Jahr 2009
Wahnsinnig stolz sind wir als SWE Volley-Team auf unsere ehemalige Spielerin Julia Großner. Ihre sportliche Laufbahn begann in der Halle – damals noch bei Braugold Erfurt und später beim SWE Volley-Team. Ab 2003 konzentrierte sich Julia auf die Beachlaufbahn und wurde 2009 U-23 Europameisterin und Sportlerin des Jahres in Erfurt. Acht Jahre später krönte sie nun heute Nachmittag ihre Laufbahn und wurde mit ihrer Partnerin Nadja Glenzke in Jurmala Beach-Europameisterin. Leider ging dieser tolle Erfolg am öffentlich-rechtlichen Fernsehen vorbei und selbst die Privaten brachten das Finale nur beim Sport1 im Livetream im Internet, bzw. im Bezahl-TV – trotzdem haben wir jeden Ball mitverfolgt. Ich habe heute nach dem Mittags-Tennisspiel mit meinem Sohn unseren Trainer Jonas Kronseder im Sportpark getroffen und wir haben noch darüber gesprochen, dass der Sensationserfolg von Julia die DVV-Verantwortlichen schlecht aussehen lässt. Vor wenigen Tagen hatten diese nur Julia aus der Perspektivförderung genommen und somit bestand die Gefahr, dass es ihre letzte EM hätte sein können. Mit dem starken Turnier und den sensationellen Siegen u.a. gegen die Titelverteidigerinnen Ludwig/Walkenhorst im Viertelfinale hat sie es dem DVV gezeigt. Ich freue mich sehr darauf Julia in Erfurt wieder zu treffen – eine Eintragung in das goldene Buch der Stadt sollte wohl mindestens fällig sein. Bei der Gelegenheit würden wir Julia auch gerne als Gast bei einem unserer Bundesligaspiele begrüßen. Insgesamt war das Wochenende allerdings sportlich eher durchwachsen. Eine Niederlage beim Squash am Freitag und danach ein schöner Abend beim Sommerfest des Stadtsportbundes. Samstag eine Niederlage für die Indigo-Jugend und meinen Sohn bei den Halle Falken. Rot-Weiß Erfurt verlor zeitgleich mit 0:1 gegen Paderborn vor nur rund 3.600 Zuschauern. Wenigstens der HSV gewann seinen Bundesligaauftakt 😉  

Kanutour und Volleyball

Beim Start der Tour
Beim Start der Tour
Einmal im Jahr sind wir zum Betriebsausflug unterwegs und dieses Jahr sollte es durchaus etwas sportliches sein – also statt Wandern Paddeln und wir hatten dazu auf der Saale eine 12 km-Kanutour gebucht. Ich habe so etwas zum ersten Mal mitgemacht und kann es danach nur empfehlen. Mit vier Booten wurden wir am Startpunkt der Tour in Bad Kösen von Saale-Unstrut-Tours hinter dem Wehr ins Wasser gesetzt und dann ging es ruhig die Saale hinab. Knapp eineinhalb Stunden brauchten wir bis Naumburg. Das niedrige und ruhige Saalewasser ermöglichte auch ungeübten Kanuten eine gute Fahrt. Ich werden sicherlich das Ganze einmal mit der Familien wiederholen. Sportlich ging dann auch der heutige Abend weiter. Zum ersten mal war ich beim Training unseres neuen Bundesligateams dabei. Im Namen des Vorstandes habe ich unsere 13 Spielerinnen und den neuen Cheftrainer Jonas Kronseder begrüßt und ihnen eine gute und verletzungsfreie Saison gewünscht. Seit 19 Jahren spielen wir in der ersten oder zweiten Bundesliga – aber ein Novum haben wir in diesem Jahr.
Unser neues Team
Unser neues Team
Erstmals sind mehr Mädels hinzu gekommen, als aus der vergangenen Saison noch da. Sieben neue Spielerinnen kommen aus den USA (drei), Brasilien, Japan, Argentinien und Köpenick. Vier sind aus der vergangenen Saison und ggf. wird noch eine fünfte aus unserem eigenen Nachwuchs dazu kommen. Erstmals ist somit die Mannschaftssprache Englisch und ich musste mich auch bei der Begrüßungsrede darauf einstellen. Heute war ich schon einmal beeindruckt wie engagiert die Mädels und der Trainer bereits in der zweiten Woche zur Sache gehen. Bis zum Saisonstart in acht Wochen gibt es aber natürlich noch einiges zu tun. Für das sportliche zeichnen Trainer und Mannschaft verantwortlich, für das organisatorische und finanzielle unser GmbH Geschäftsführer und wir als Vorstand.

Sommerfest der Parität

Im Gespräch mit der Präsidentin unserer Stiftung FamilienSinn
Im Gespräch mit der Präsidentin unserer Stiftung FamilienSinn
Regelmäßig war ich bereits in den letzten Jahren beim Sommerfest des Paritätischen Thüringen e.V. in Neudietendorf dabei. Während es in den letzten Jahren nicht immer regenfrei blieb, war es in diesem Jahr wieder perfekt. Im Krügerpark strahlte die Sonne und auch sonst sah man nur freundliche Gesichter. Viele Vertreter der zahlreichen Mitgliedverbände aber auch Politiker waren heute in Neudietendorf. Neben dem Sommerfest geht es dabei immer auch um Kontaktpflege. Insofern war ich gerne auch in diesem Jahr wieder in Doppelfunktion dabei – als Leiter der Elternakademie der Stiftung FamilienSinn und als Fraktionsvorsitzender der CDU im Stadtrat. Viele Erfolg der Parität für die weitere Arbeit!  

Imageverlust durch Auflagenlast bei Erfurter Märkten

Das Hin und Her bezüglich des Weihnachtsmarktes auf dem Wenigemarkt und beim Mittelaltermarkt beim Krämerbrückenfest nimmt inzwischen unmögliche Formen an. Daher meldet sich nun auch der Vorsitzende der CDU-Fraktion Michael Panse selbst kritisch zu Wort. Was hier geschieht, habe scheinbar System. Schaden tut es vor allem dem Ansehen der Erfurter Kultur insgesamt. Die Posse um den Mittelaltermarkt am Wenigemarkt und nun auch im Zusammenhang des Krämerbrückenfestes zieht sich mindestens seit dem letzten Jahr hin und nimmt laut Presse und mit den aktuellen Vergaben offenbar wieder Fahrt auf. Es begann mit einer nicht nachvollziehbaren Auflagenlast für den Wenigemarkt durch die Kulturdirektion, namentlich Kulturdirektor Knoblich. Dies führte im letzten Jahr dazu, dass sich der Ideengeber und vorheriger Veranstalter des Weihnachtsmarktes am Wenigemarkt, Wilfried Wolf, kurzfristig dank des Bistums Erfurt unkompliziert auf den Domberg zurückziehen konnte. Es ist anzunehmen, dass persönliche Befindlichkeiten eine Rolle bei dem Streit spielen dürften. Panse kommentiert dazu: „Im letzten Jahr fiel das Urteil der Erfurter über den neuen Puffbohnen-Weihnachtsmarkt jedenfalls größtenteils kritisch aus: zu monoton und wenig kreativ. Was die Kulturdirektion mit ihren neuerdings restriktiven und offensichtlich kontraproduktiven Auflagen bezwecken will, ist für uns nicht nachvollziehbar. Der Imageschaden des vergangenen Jahres muss dringend behoben und neuer Schaden vermieden werden.“ Wolf bewarb sich indes laut Medienberichten auch wieder für den Mittelaltermarkt im Rahmen des Krämerbrückenfestes. Diese Bewerbung lehnte die Kulturdirektion ab. Der Verdacht persönlicher Ressentiments wird damit bestärkt. Panse fordert daher ein baldiges Ende dieser Posse: „Die Vergaben sollen fair und nach den rechtlichen Maßgaben erfolgen. Die Auflagenlast darf jedoch die Ausrichtung der Weihnachtsmärkte, die in der Adventszeit das Stadtbild erheblich prägen, und des Krämerbrückenfestes nicht gefährden. Außerdem müssen die Erfahrungen und das Knowhow der vergangenen Jahre einbezogen werden. Dazu bedarf es eines Miteinanders und nicht eines Gegeneinander. Persönliche Befindlichkeiten zulasten der Erfurter Kultur sollen zurück gestellt werden.“ Die CDU-Fraktion wird die Ausschreibungen zum Thema der entsprechenden Fachausschüsse machen und Einsichtnahme in die Unterlagen beantragen.

Ein Fisch an Land

Gebietsreform - Thema in Thüringen
Gebietsreform – Thema in Thüringen
Bisher habe ich mir Kommentare zum größten Projekt der links-link-grünen Koalition auf meiner Homepage weitgehend verkniffen. Unstrittig ist, dass es eine Verwaltungs- und Gebietsreform geben muss. Allerdings ist dabei die Art und Weise, wie sie geplant und von Rot-Rot-Grün angegangen wurde zu Recht Gegenstand von breiter Kritik. Bei den Fahrten und Gesprächen in Thüringen stelle ich aber fest, wie sehr das die Menschen außerhalb der Landeshauptstadt beschäftigt. Zwischenzeitlich hat das Verfassungsgericht das Projekt gestoppt und seit dem diskutieren die verantwortlichen Koalitionäre von Linken, SPD und Grünen, wie und vor allem wann es weiter gehen soll. Nachdem Parteigremien von SPD, Grünen und Linken dazu Beschlüsse gefasst haben, haben sie sich diese öffentlichkeitswirksam mitgeteilt, bevor der Koalitionsausschuss eine Entscheidung treffen soll. Ich habe keine Ahnung, wie das heute Abend ausgeht. Der Erfurter Oberbürgermeister und SPD–Landesvorsitzenden Andreas Bausewein offensichtlich auch nicht. Die Stadt Erfurt ist von einer Gebietsreform nur minimal betroffen, vielleicht hat er sich auch deshalb nicht so intensiv damit beschäftigt. Seine Position ist identisch mit der des Innenministers (das überrascht nicht). Seine Drohung an die renitenten Grünen überrascht hingegen schon. Für den Fall der Verweigerung auf seine Linie einzuschwenken droht er den Grünen mit dem Ende der Koalition. Dies scheint nicht besonders klug und erinnert an den Fisch, der droht sich an Land zu werden. Es wäre für die Landes-SPD bei der aktuellen Umfragesituation politischer Selbstmord und für Bausewein zugleich das Ende seiner Stadtratsmehrheit. Im Erfurter Stadtrat sitzen immerhin sechs rot-rot-grüne Landtagsabgeordnete. Ich halte das Ganz nur für eine Schaufenstershow. Ich glaube aber auch nicht, dass nach dem heutigen Koalitionsausschuss Ruhe in die Sache und eine klare Linie kommt – das Thema bleibt uns erhalten, bis zur Bundestagswahl und auch danach, bis zu den Landrats- und Oberbürgermeisterwahlen und wohl auch bis zur nächsten Landtagswahl – egal wann die sein wird.

Straffes Wochenendprogramm

Die Lords in Kranichfeld
Die Lords in Kranichfeld
Gleich das erste Wochenende nach dem Sommerurlaub hielt wieder etliche Termine bereit, die aber vor allem viel Spaß gemacht haben. Squash am Freitag und Tennis am Sonntag bildeten den sportlichen Rahmen. Hinzu kam am Samstag der Besuch der Kinderdomstufen mit meinem Jüngsten. In diesem Jahr stand das Dschungelbuch auf dem Spielplan und wir hatten Glück mit dem Wetter – zumindest regenfrei blieb es. Danach ging es mit meinem mittleren Sohn gleich weiter zum Fußball. Erstmals seit etlichen Jahren stand RWE in der 1. Runde des DFB-Pokals. Mit Hoffenheim kam ein Gegner nach Erfurt, bei dem ich mit meinem jüngsten Sohn gerade erst vor einigen Monaten bei einem Bundesligaspiel war. Der hihe Favorit (4. der 1. Bundesliga) musste sich sehr mühen und gewann knapp mit 1:0. Dabei hatte RWE in den letzten Spielminuten gleich zwei gute Möglichkeiten zum Ausgleich. Erstmals verfolgten wir das Spiel aus neuer und noch ungewohnter Blickrichtung. Seit 17 Jahren bin ich bei nahezu allen Spielen von RWE auf der Westtribüne dabei gewesen. Ab dieser Saison bleibt die Westtribüne leer. Im Rahmen des Baus der MFA sollte sie “brandschutztechnisch ertüchtigt” werden. Eine Ausschreibung der Bauleistungen sah die zuständige Beigeordnete nicht vor, stattdessen wurde die Firma Köster-Bau damit direkt beauftragt. Nachdem die Tribüne entkernt war legte Köster-Bau eine Kostenschätzung von über 6 Millionen Euro vor (geplant waren zwei) und die Stadt stoppte die Sanierung. Jetzt fehlt sowohl das Geld, als auch eine vernünftige Kostenkalkulation und die Tribüne bleibt zu. Nur mit hohem Mehraufwand und Einzelgenehmigung kann die Tribüne genutzt werden und aus Kostengründen verzichtete RWE auch beim Pokal darauf. Die 8.133 Zuschauer fanden auf den anderen Tribünen Platz. Am Sonntagabend war ich dann zum Wochenendabschluss mit meiner Schwester bei einem Oldie-Konzert (gemeint sind die Bands und nicht das Publikum). Rund 2.500 Besucher waren nach Kranichfeld auf die Niederburg gepilgert um die Rattles, CCR und die Lords zu erleben. Letztere sind die älteste immer noch spielende Rockband der Welt. Insbesondere CCR (in einer Nachbesetzung ohne Originale) begeistere mit jedem Titel. Dank der Publikumszusammensetzung hatten wir es leicht, uns in die erste Reihe vorzukämpfen – die übergroße Mehrheit der Besucher saß sowieso die ganze Zeit 😉 Bilder der Domstufen, von RWE-Hoffenheim und von der Oldienacht  

Gedenken an die Opfer von Mauerbau und Schiessbefehl

Gedenken auf dem Erfurter Anger
Gedenken auf dem Erfurter Anger
Regelmäßig zum 13. August organisiert die CDU Erfurt eine Mahnwache in der Innenstadt, um an die Opfer von Mauerbau und Schiessbefehl zu erinnern und ihrer zu gedenken. Diese Tradition haben wir als Junge Union 1991 begonnen und seit dem in jedem Jahr mit Aktionen fortgesetzt. Am heutigen Sonntag war die Innenstadt leider wenig belebt und der Regen sorgte zusätzlich dafür, dass nicht viel auf dem Anger los war. Dennoch haben wir unsere Mahnwache für eine Stunde mit unserer Bundestagsabgeordneten auf dem Erfurter Anger durchgeführt und dabei gute Gespräche mit Passanten geführt. Ausgesprochen schade finde ich es, dass von den Mitbewerber-Parteien auch an so einem Datum wenig zu hören und noch weniger zu sehen ist. Uns wird dies aber nicht davon abhalten auch im kommenden der Opfer der deutschen Teilung zu erinnern.

Troubadour ins Wasser gefallen

Wunderschön Kulisse vor dem Dom
Wunderschön Kulisse vor dem Dom
Premiere bei den Domstufenfestspielen bedeutet ausverkauftes “Haus” und meist Verdi auf der Bühne. In diesem Jahr war es der Troubadour der bei den 24. Domstufenfestspielen auf dem Programm stand. Bei vielen der Aufführungen der letzten Jahre waren wir dabei – gestern war es leider eine Premiere der anderen Art. Erstmals konnten wir eine Aufführung nur bis kurz vor der Pause erleben. Wetterbedingt musste mit dem Beginn eines Gewitters nach gut einer Stunde abgebrochen werden. Bei der anschließenden Premierenfeier im Theater dauerte es daher auch eine Weile bis Stimmung aufkam. Leider ist das Wetterrisiko immer dabei – jetzt stellt sich nur die Frage ob wir noch einen Termin in den nächsten zwei Wochen finden und Karten bekommen. Morgen gibt es noch einen zweiten Versuch. Mit meinem Jüngsten bin ich bei den Kinderdomstufen. Wir hoffen sehr, dass das Dschungelbuch nicht ins Wasser fällt.

Wasserski, Wakeboard und Motorboot

Auf der Adria
Auf der Adria
Urlaubsende: Kroatien 2017 ist nun leider schon wieder vorbei, zumindest der Sommerurlaub. Die zwei Wochen mit meinen beiden Jüngsten vergingen wie im Flug und hatten alles, was Papa und den Söhnen Spaß macht. Seit nun genau 20 Jahren bin ich praktisch jeden Sommer in Kroatien. Seit meiner ersten Tour mit der Jungen Union 1997 hat sich eine gute Freundschaft mit meinem kroatischen Freund Alen Zupan und seiner Familie entwickelt und so sind wir jedes Jahr mindestens einmal an der Adria und in manchen Jahren, wie zur Handball-WM 2009 oder zu den vier Motoradtouren über den Balkan sogar mehrmals. 4 (29)In diesem Jahr haben wir das Motorrad nicht auf dem Hänger mitgenommen, weil wir zu dritt waren. Trotzdem bestand der Urlaubsplan aus viel Action und Fahrtwind. Drei Tage waren wir an der Wakeboardanlage in Zrce. Ich habe wieder einmal vergeblich den Umstieg von den Wasserski auf Wakeboard probiert. Nachdem ich reichlich Salzwasser geschluckt hatte, war das Thema auch für dieses Jahr erledigt 🙂 Also weiter wie seit 35 Jahren “Old School” Wasserski. Meine beiden Söhne waren dagegen perfekt auf Wakeboards unterwegs. Der Große probt schon Tricks und der Kleine dreht sowohl auf den Wasserski als auch Wakeboard Runde für Runde. Die benachbarte Zrce-Beach haben wir nur kurz besucht. Für die Partymusik und die Bikinischönheiten bin ich nun definitiv zu alt und die Jungs noch nicht alt genug. Dank meines neuen Seeführerscheins konnten wir dieses Mal ganz legal ein Motorboot für zwei Tage mieten und waren mit dem Bayliner im Inselgebiet um Kornati unterwegs. Da wir eine Wasserskiausrüstung mit dazu geliehen hatten sind wir an beiden Tagen viel über die Wellen gefahren – die Jungs zusätzlich noch mit den Watertubes. Sonne, Adria, Motorboot – perfekt!
Paklenica
Paklenica
Einen ganzen Tag waren wir mit einer Bergwanderung auf den Spuren von Winnetou unterwegs. Im Nationalpark Paklenica wurden viele Winnetou-Filme gedreht und wir sind nach dem Besuch des Museums die Berge vier Stunden durchwandert bis zu der beeindruckenden Höhle in den Bergen und zurück. Zusätzlich im Urlaubsprogramm waren wieder Zadar und Pag sowie gemeinsame Zeit mit Alen und Familie. Unser Hotel die Vila4m war prima und das Essen selbstverständlich auch (fast durchgängig Fisch in allen Variationen). Auf der Heimfahrt waren wir wieder eine Nacht im Pachernighof in Österreich und zuvor noch im Militärhistorischen Museum in Slowenien und sind über den Loiblpass gefahren. Der letzte Urlaubstag begannt dann in Kärnten auf dem Pyramidenkogl, dem weltweit höchsten Holzaussichtsturm. Den traditionellen Zwischenstopp in Prien am Chiemsee gab es ebenfalls – insofern viel Neues aber auch viel Bewährtes im Sommerurlaub. Einfach wieder wunderschöne Tage mit den Jungs! Bilder aus Kroatien