Haushalt 2016 – Fristüberschreitung und Zuwiderhandlungen

Einen Verstoß gegen die Thüringer Kommunalordnung (ThürKO), der nicht ohne Folgen bleiben darf, sieht CDU-Fraktionschef Michael Panse hinsichtlich der Verspätung des Jahresabschlusses 2015. Dieser hätte demnach bereits im April 2016 erarbeitet werden müssen. Er liegt aber bis jetzt den Stadträten nicht vor. Die Rechtslage ist folgendermaßen definiert: ThürKO § 80 (1) In der Jahresrechnung ist das Ergebnis der Haushaltswirtschaft einschließlich des Stands des Vermögens und der Verbindlichkeiten zu Beginn und am Ende des Haushaltsjahres nachzuweisen. Die Jahresrechnung ist durch einen Rechenschaftsbericht zu erläutern. (2) Die Jahresrechnung ist innerhalb von vier Monaten nach Abschluss des Haushaltsjahres aufzustellen und sodann dem Gemeinderat vorzulegen. „Ich erwarte vom Oberbürgermeister, dass er sich gegenüber dem Stadtrat erklärt, warum es zu diesem Verstoß gegen die Thüringer Kommunalordnung gekommen ist, und wie ein solcher Verstoß in Zukunft ausgeschlossen werden kann. Der Jahresabschluss und der dazu gehörige Bericht sind insbesondere deswegen notwendig, um Schlüsse aus dem Vorjahr für das laufende Haushaltsjahr zu ziehen. Zudem ist der Sinn dieser Regelung, dass rechtzeitig gegengesteuert werden kann, wenn es zu Defiziten kommt. Eine Erklärung für die bis heute nicht erfolgte Vorlage kann nicht darin bestehen, dass die Verwaltung bis jetzt noch am Haushaltsentwurf 2016 ‚bastelt‘. Schließlich ist zwischenzeitlich über ein halbes Jahr ins Land gegangen. Es liegt also die Vermutung nahe, dass der Oberbürgermeister das Verkünden unangenehmer Nachrichten, wie ein Minus im Jahresabschluss 2015 bewusst vor sich hergeschoben hat. Festzuhalten ist außerdem, dass in Unkenntnis des Jahresabschlusses im Rahmen der vorläufigen Haushaltsführung Geld ausgegeben wurde, das eigentlich gar nicht mehr da war“, erklärt Panse. Panse kritisiert zudem die Beschwichtigungsversuche des SPD-Vorsitzenden. „Ich kann die Erleichterung hinsichtlich des Haushalts nicht erkennen, weil zum Haushalt 2016 ganz klar ein Sicherungskonzept nötig ist. Leider habe ich in der Wortmeldung des Kollegen Warnecke kein Wort zu solch einem Haushaltssicherungskonzept gelesen. Ob die Stadt Erfurt überhaupt einen ausgeglichenen Haushalt bekommen und dieser vom Landesverwaltungsamt genehmigt wird, hängt davon ab, ob ein Haushaltssicherungskonzept vom Stadtrat beschlossen wird. Bis jetzt kann ich keinerlei Bereitschaft des rot-rot-grünen Bündnisses erkennen, sich dieser unangenehmen Aufgabe ernsthaft zu stellen“, kommentiert Panse. Die Rechtslage ist in diesem Zusammenhang eindeutig: ThürKO § 53 (4) Weist die Beurteilung der dauerhaften Leistungsfähigkeit in zwei der drei dem laufenden Jahr vorangegangenen Haushaltsjahre oder in zwei der dem ersten Finanzplanungsjahr folgenden Finanzplanungsjahre einen Fehlbetrag auf, ist ein Haushaltssicherungskonzept aufzustellen und darin der Zeitraum zu beschreiben, innerhalb dessen die dauernde Leistungsfähigkeit wieder hergestellt wird. Panse erneuert seine Kritik zur Terminplanung beim Haushalt. „Einig sind wir uns lediglich bei der Frage, dass ein Haushalt so schnell wie möglich beschlossen werden muss. Dass bis zu einer möglichen Beschlussfassung am 21. September eine ausreichende Beratungszeit zur Verfügung stehen muss, ist für die CDU-Fraktion selbstverständlich. Die knapp gefasste Vorberatung zum Haushalt dokumentiert, dass der Oberbürgermeister einer öffentlichen Diskussion ausweichen möchte. Dies zeigt auch, dass Bürgerbeteiligung nicht wirklich gewollt ist“, kritisiert Panse abschließend.

Wenn die Linke nicht mit der ganz Linken redet…

Der gestrige Artikel zur Hortsituation
Der gestrige Artikel zur Hortsituation
Ausnahmsweise geht es bei einer solchen Überschrift nicht um die endlosen Diskussion auf Bundesebene von Wagenknecht und Co., sondern um die Kommunikation der Linken in der Landeshauptstadt. Mag sein, dass es der Urlaubszeit geschuldet ist, dass derzeit keine Fraktionssitzungen stattfinden und man (Frau) sich nicht so oft sieht. Vielleicht sind es aber auch tatsächliche Differenzen… Stein des Anstoßes ist die aktuelle Diskussion um die Beendigung des erfolgreichen kommunalen Hortmodells. Von allen Seiten gab es Lob dafür, wie das Projekt in Erfurt umgesetzt wurde. Dennoch hatte es sich insbesondere das linksgeführte Kultusministerium zum Ziel gesetzt das Modellprojekt zu beenden und die Erzieherinnen zurück in den Landesdienst zu holen. Mit dem Koalitionsvertrag im Rücken wurden Bedenken der kleinere Koalitionspartner weggewischt und auch mit den Stimmen der sechs Erfurter StadträtInnen, die zugleich Landtagsabgeordnete sind und dem rot-rot-grünen Bündnis angehören beschlossen. Seit diesem Zeitpunkt gibt es Ärger und Verunsicherungen. Weder der Oberbürgermeister (im Nebenjob auch SPD-Landesvorsitzender) noch die zuständige linke Beigeordnete konnten rechtzeitig dafür sorgen, dass sich die Bedingungen für die Erfurter Erzieherinnen nicht verschlechtern. Im Stadtrat wurde abgewiegelt und beschwichtigt. Jetzt einen Monat vor Schuljahresbeginn ist praktisch noch nichts geklärt. Die CDU hat mehrfach darauf gedrängt Klarheit zu schaffen, zuletzt Ende vergangener Woche mit einer Pressemitteilung. Nun kann man verstehen, dass sich eine der linken StadträtInnen/Landtagsabgeordnete darüber ärgert, wenn das in der Zeitung steht. Man kann auch verstehen, dass sie sich an den Computer setzt und eine “Richtigstellung” schreibt und sich dabei über die Panikmache der CDU beklagt. Man kann aber nur schwer verstehen, warum sie nicht registriert, dass ihre eigene Stadtratsfraktionskollegin just wenige Tage zuvor genau die gleiche Kritik in einer Pressemitteilung der Stadtratsfraktion formulierte. Auf der Homepage der Linken stehen nun beide konträren Meinungen direkt untereinander. Die einzigen beiden Linken Damen die sich dazu erklären müssten und sollen schweigen. Weder von der linken Bürgermeisterin und zuständigen Beigeordneten noch von der Ministerin sind erklärende Worte zu vernehmen.

Aufsteiger verpflichtet Libera Lisa Stock

Lisa Stock wechselt nach Erfurt
Lisa Stock wechselt nach Erfurt
Libera Lisa Stock wechselt vom aktuellen Deutschen Meister und Pokalsieger Dresdner SC zum Aufsteiger SWE Volley-Team. „Dem Erfurter Management ist damit ein spektakulärer Transfer gelungen“, gibt Teammanager Heiko Herzberg bekannt. Nach dem studienbedingten Weggang von Anna Sofie Franke in die USA und der Absage von Larissa Claaßen, war die Liberaposition vakant. Deswegen sind die Verantwortlichen beim SWE Volley-Team besonders glücklich, mit Lisa Stock eine echte Verstärkung auf der so wichtigen Position gefunden zu haben. Im Vorfeld galt es jedoch, einige Rahmenbedingungen zu schaffen. Unter anderem musste ein Ausbildungsbetrieb gefunden werden, der Lisa die Fortführung ihrer Ausbildung zur Bauzeichnerin ermöglicht. „Dank unseres Netzwerkes mit regionalen Unternehmen ist es gelungen, diese Hürde zu meistern“, freut sich Vereinspräsident Michael Panse. Die Vita der erst 22 jährigen ist bemerkenswert. Drei deutsche Meistertitel mit dem VC Olympia Dresden, 46 Einsätze in der Juniorennationalmannschaft und mit dem Dresdner SC zuletzt dreimal in Folge Deutscher Meister sowie 2016 obendrein Deutscher Pokalsieger. Trotz dieser Erfolge ist Lisa sehr zurückhaltend und bodenständig. Sie hat es in den vergangenen Jahren beim Dresdner SC gelernt, auch als Nummer zwei bei einem international ambitionierten, deutschen Top Verein, ihr Ziel nie aus den Augen zu verlieren, Stammspielerin zu werden. Diese Chance wird sie nun in Erfurt erhalten. Herzlich Willkommen in Erfurt, Lisa! Pressestelle SWE Volley-Team Foto: Dresdner SC; Frank Dehlis

Haushalt in Erfurt en passant

Stein des Anstoßes
Stein des Anstoßes
Offensichtlich verführen die Sommermonate und die Ferienzeit die Erfurter Stadtverwaltung dazu, sich ungeliebter Dinge en passant zu entledigen. Der französische Ausdruck steht nicht für das Foul an Ronaldo im EM-Finale sondern ist beim Schachspiel gebräuchlich und bezeichnet einen besonderen Schlagzug eines Bauern. Im Vorübergehen, nebenher, ohne großen Aufwand wird etwas erledigt. In der Landeshauptstadt wird vom Oberbürgermeister versucht, das Thema Haushalt mit möglichst wenig öffentlichen Diskussionen und möglichst wenig Widerstand der Opposition zu erledigen. Per Drucksache 1335/16 teilte uns die Verwaltung am Freitag den von ihr favorisierten Beratungsverlauf zum Haushalt (den es bis jetzt noch gar nicht gibt) mit. Urlaubsbedingt wird der Oberbürgermeister den Entwurf erst in der DBOB am 28.7.2016 “absegnen” können. Danach soll er den Fraktionen zugeleitet werden – “idealerweise” in den letzten beiden Ferienwochen. Vom 15. – 18. August sollen aber bereits die Anhörungen zu Haushalt stattfinden (bevor überhaupt eine Fraktionssitzung stattfinden kann). Ende August ist Abgabefrist für Änderungsanträge und am 7. September soll der Haushalt in erster Lesung in den Stadtrat eingebracht werden. Die Abschlussberatung soll dann nicht in der ursprünglich am 28. September regulär stattfindenden Stadtratssitzung sein. An dem Termin ist Plenarsitzung im Landtag und bei sechs Koalitionären der links-link-grünen Koalition, die zugleich Landtagsabgeordnete sind, ist ihnen offensichtlich ihre eigene Mehrheit zu unsicher. Daher soll es nun am 21. September eine Sondersitzung zum Haushalt geben. In einer Sonder-Hauptausschusssitzung will der OB sich das Ganze kommende Woche absegnen lassen. Von uns wird er dazu keine Zustimmung bekommen. Der Fraktionsvorsitzendenkollege der SPD ist dagegen mit dem Verfahren zufrieden. Jeder Tag der den derzeitige Schwebezustand beendet ist zwar für Erfurt ein Gewinn, aber sowohl die SPD als auch die beiden Koalitionspartner Linke und Grüne haben mit ihren Haushaltsbeschlüssen der vergangenen Jahre erst dafür gesorgt, dass das bestehende Haushaltsdesaster entstanden ist. Bis in die jüngste Vergangenheit haben sie Geld verjubelt, was schon längst nicht mehr da war. Jetzt wollen sie möglichst schnell und geräuschlos davon ablenken und so schnell wie möglich dazu nichts mehr hören. Eine sachgerechte Beratung zum Haushalt wird so massiv erschwert. Natürlich ist dies angesichts der desolaten Haushaltssituation vom Oberbürgermeister und seinen Genossen so beabsichtigt. Und natürlich garantiert ihm die CDU-Stadtratsfraktion schon allein deshalb “heiße Sommerwochen”.

Urlaubsreif

Die Wakeboard- und Wasserskianlage am Nordstrand
Die Wakeboard- und Wasserskianlage am Erfurter Nordstrand
Endlich sommerliche Temperaturen! Die sportlichen Aktivitäten (Fitnesstraining im Sportpark Johannesplatz) werden eher auf die Abendstunden verlegt und dieses Wochenende klappte es dafür mit der Saisoneröffnung an der Wasserskianlage am Nordstrand. Seit über 30 Jahren fahre ich mehr oder weniger regelmäßig in den Sommermonaten gerne Wasserski. Früher, vor der Wende, gab es dafür nur zu Beginn der Badesaison die Gelegenheit. Die war immer Anfang Mai und bei der Saisoneröffnung am Nordstrand war das DRK mit einem Motorboot da und jeder konnte sich im Wasserski ausprobieren. Als es später mit dem Reisen besser klappte, verlagerte sich das Ganze an den Sonnenstrand nach Bulgarien oder auf den Comer See nach Italien 🙂 Mit dem Bau der Wasserski-Schleppliftanlage in Erfurt wurde der Spaß urlaubsunabhängig und regelmäßiger planbar. In den letzten Jahren habe ich zudem Anlagen in Körkwitz an der Ostsee, Wien, St. Leon und Pag (Kroatien) ausprobiert. Besonders in Kroatien macht das richtig Spaß – im Meerwasser der Adria in einer Bucht am Zrce-Beach! Inzwischen ist auch mein Sohn Jonas begeistert dabei und im Gegensatz zu seinem Papa hat er schnell gelernt, wie das mit dem Wakeboard funktioniert. Dabei kann Papa nur stolz zuschauen. Nach vielen Versuchen habe ich das aufgegeben noch “umzusatteln” – mit fast 50 reicht es mir ganz konventionell auf zwei Ski.
Arbeitsergebnis
Arbeitsergebnis
Da nun heute das Wetter erstmals so richtig “hot” war, haben wir uns das Motorrad genommen und den Nordstrand belagert. Und es hat wie immer richtig Spaß gemacht und die Vorfreude auf den Sommerurlaub gesteigert (es geht wieder nach Kroatien). Wasserski und Motorradfahren waren schon zwei Wochendbeschäftigungen – Fußball EM-Finale die Dritte und die Vierte war zeitaufwändiger. Mit meinem Sohn Jonas zusammen haben wir einmal wieder Sushi gemacht und dieses Mal hat er die Maki gerollt – auch das kann der Große jetzt! Bilder vom Nordstrand  

Das Teambild füllt sich…

Die Bundesliga-Teams der Trainerära Heiko Herzberg
Die SWE Volley-Team Bundesligamädels der Trainerära Heiko Herzberg
Nach der Saison ist vor der Saison – und alle Jahre wieder formiert sich in den Monaten Juni/Juli unser neues Bundesligateam. In diesem Jahr ist es wieder eine besondere Herausforderung, da es durch den erneuten Aufstieg in die 1. Bundesliga zu einem erheblichen Umbruch in Team kommen wird. Bei einem Abstieg ist dies ähnlich, weil viele Spielerinnen den Verein verlassen, bei einem Aufstieg gibt es hingegen viele Anfragen (in der Regel von den Spielervermittlern). Unser SWE Volley-Team hat sich in den letzten Jahren einen guten und soliden Namen im Volleyball gemacht. Auch dadurch haben wir nun bei der dritten Erstligamission eine breitere Auswahl an Spielerinnen. Begrenzt ist dies natürlich durch das finanzielle Budget. Einig sind wir uns im Vereinsvorstand, dass wir insbesondere junge Perspektivspielerinnen holen wollen, die durch Ausbildung und Studium mehrere Jahre im Verein bleiben können. In der letzten Woche konnte unsere Cheftrainer und GmbH-Geschäftsführer Heiko Herzberg die ersten fünf Verpflichtungen bekannt geben (siehe Pressemitteilungen). Ich freue mich, dass rund die Hälfte unseres Teams in der kommenden Saison aus bekannten Spielerinnen der letzten Saison bestehen wird.
Heimspiele der kommenden Saison
Heimspiele der kommenden Saison
Heiko Herzberg hat mit Bedacht die Gespräche mit den Spielerinnen geführt und der endgültige Erstligakader wird am Ende 12-13 Spielerinnen umfassen. In einer Bildcollage habe ich einmal die letzten acht offiziellen Teamfotos für ihn zusammengestellt (im Erstligajahr 2010/2011 gab es zwei Teambilder, weil in es in der Saison einen erheblichen Umbruch gab). Ich setze drauf, dass Heiko ein gutes Team formen wird. Mitte August werden wir in die Saisonvorbereitung einsteigen und dann zum offiziellen Teambild 2016/2017 Aufstellung nehmen.

Übertragung der Horte ans Land wird zu Informations- und Organisationschaos

Die Übertragung der Horte an das Land wurde, wie befürchtet, zu einem organisatorischen Desaster, bemängelt CDU-Fraktionschef Michael Panse. „Ohne Not wurden bestehende Strukturen zerstört“, kritisiert auch der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion Michael Hose. Laut aktuellen Medienberichten ist zudem unklar, ob die Erzieherinnen und Erzieher zu den bisherigen Gehaltskonditionen ihrer Tätigkeit auch im Landesdienst weiter nachgehen können. Konkrete Aussagen seitens der Behörden lagen trotz Zusagen demnach auch nicht vor. Die CDU-Fraktion forderte von vornherein, dass es für die Erzieherinnen und Erzieher im Hort keine Gehaltseinbußen geben darf und wurde so von Rot-Rot-Grün in Stadt und Land zugesichert. Angeblich soll es keine Gehaltseinbußen geben, aber öffentlich dazu äußern wollen sich sowohl Stadt, als auch Land nicht. „Dieses rot-rot-grüne Versprechen muss auf jeden Fall eingehalten werden“, unterstreicht Bildungspolitiker Hose und führt fort: „Die Erfurter Jusos haben mit ihren Rücktrittsforderungen  an dieser Stelle recht. Solche Schlamperei muss personelle Konsequenzen haben. Es ist unerträglich, dass sich das Land und die Stadt gegenseitig den schwarzen Peter zuschieben.“ Kritisch wird auch die Informationspolitik der Stadt gesehen. Fraktionschef Panse fügt deshalb hinzu: „Es gibt bisher keine öffentliche Klärung oder eindeutige Aussagen. Das Personal ist verunsichert und sucht im äußersten Fall ggf. nach Alternativen. Dies könnte zu Lücken in der Betreuungsdecke führen. Die Stadt, insbesondere die zuständige Beigeordnete Frau Thierbach, soll sich deshalb verbindlich und öffentlich dazu erklären, was nun mit dem Personal geschehen wird.“ Unabhängig davon, ob bis zum 01. August 2016 passable Lösungen für die Erzieherinnen und Erzieher gefunden werden, wird die CDU-Fraktion dieses Thema kritisch begleiten und entsprechend aufarbeiten. Die Themen „Zusatzangebote“ und „Qualität der Horte“ werden für die CDU-Fraktion weiterhin oben auf der Agenda stehen. Zunächst besteht aber die klare Forderung nach mehr Transparenz und eindeutigen Informationen für die Bediensteten im Hort, aber ebenso für die Eltern und Kinder.

Sommerbaustellen in Erfurt

Die größte Baustelle ist das Steigerwaldstadion
Die größte Baustelle ist das Steigerwaldstadion
Während der Sommermonate steht nicht nur bei Schülerinnen und Schülern der Erholungsgedanke im Vordergrund, auch Politikerinnen und Politiker verabschieden sich für einige Wochen in die Sommerferien. Einige hinterlassen dabei aber auch ihre speziellen Sommerbaustellen. In der Landeshauptstadt Erfurt gibt es davon mehrere und dieses Mal ist damit nicht die Bautätigkeit auf einer der wichtigsten Kreuzungen der Stadt, dem Kaffeetrichter, gemeint und auch nur am Rande die Großbaustelle Multifunktionsarena. Zu den noch nicht abgeschlossenen Sommerbaustellen gehört in erster Linie der immer noch ausstehende Haushaltsentwurf 2016 des Oberbürgermeisters. Nach (noch unbestätigten) Gerüchten soll er nun den Stadträten Ende Juli zugeleitet werden. In der Woche vom 15. bis 19.8.2016 sollen die Haushaltsanhörungen im Finanzausschuss stattfinden und am 7. September die 1. Lesung im Stadtrat. Die Beschlussfassung soll dann zeitnah – ggf. in einer Sondersitzung im September erfolgen. So weit, so schlecht – besser spät als gar nicht! Allerdings ist bis zum Inkrafttreten des Haushalts das Jahr praktisch schon zu Ende und das Gestaltungsspiel für die Stadträte liegt nahe bei Null. Nach ebenfalls unbestätigten Gerüchten will der Oberbürgermeister dann spätestens im Dezember einen Doppelhaushaltsentwurf für 2017 und 2018 vorlegen. Ob dieser Ankündigungsrhetorik Glauben geschenkt werden darf, lass ich hier offen. Eine zweite große Sommerbaustelle bleiben die Horte. Auch da wurde uns versprochen, dass mit Beginn der Sommerferien alles in trockenen Tüchern ist. Die Rückübertragung der Horte an das Land wollte in Erfurt keiner – aber dennoch haben es die sechs Stadträte, die zugleich der rot-rot-grünen Regierungskoalition im Landtag angehören nicht verhindert. Insofern tragen sie jetzt die Mitschuld am Desaster für die Erzieherinnen und Erzieher (siehe PM dazu). Von der zuständigen Beigeordneten gibt es dazu keinen Lösungsvorschlag, die Landtagsabgeordneten und der Oberbürgermeister verabschieden sich in die Sommerpause und die Probleme bleiben ungelöst. Die Multifunktionsarena schafft es auch noch auf die Liste der Baustellen. Heute war im MDR die Meldung, dass es zu “ganz leichten und unwesentlichen” Bauverzögerungen kommt. Die zuständige Beigeordnete Frau Hoyer hat beim Präsidenten von RWE Herrn Rombach angefragt, ob nicht die Heimspiele im August verlegt werden könnten und stattdessen RWE nur Auswärtsspiele bestreitet. Dies klingt nicht nach unwesentlichen Verzögerungen. Und dies klingt nach reichlich sportlicher Naivität bei der Beigeordneten. Aber das kommt vielleicht davon, dass sie ins Stadion nur zu Konzerten und nicht zu Fußballspielen geht. Gestern haben wir im Werksausschuss über die Instandsetzung der alten Westtribüne diskutiert – diese wird erst Ende des Jahres fertig werden… (Fortsetzung folgt garantiert). Ich bin erst ab Anfang August für 14 Tage im Sommerurlaub in Kroatien – bis dahin werde ich sicher noch einige Sommerloch-Themen finden 🙂  

Madleen Piest schmettert zukünftig für Erfurt

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Unser nächster Neuzugang – Herzlich Willkommen in Erfurt Madleen Piest!
„Eine weitere Neuverpflichtung ist beim Bundesliga Aufsteiger SWE Volley-Team in trockenen Tüchern.“, vermeldet Teammanager Heiko Herzberg. Aus dem Norden wechselt vom Zweitligisten Wildcats Stralsund die 21 jährige Madleen Piest in die Thüringische Landeshauptstadt. Die 186 cm große Diagonalangreiferin erlernte das Spiel am hohen Netz in Parchim und setzte Ihre sportliche Karriere beim Bundesstützpunkt VC Olympia Schwerin fort. Dort schaffte sie den Sprung in den Anschlusskader des ambitionierten Erstligisten Schweriner SC. Seit der Saison 2014/15 ging Madleen für die Wildcats am Strelasund auf Punktejagd. Zum einen, um als junge Spielerin mehr Spielpraxis und Erfahrung zu sammeln und zum anderen, um erfolgreich ihre Berufsausbildung abschließen zu können. Beides hat Madleen Piest erreicht. In der 2.Bundesliga Nord zählte sie seit dem zu den punktbesten Spielerinnen und in 2016 hat sie erfolgreich ihre Ausbildung als Kauffrau für Bürokommunikation beendet. Nun ist, wenn auch mit Umwegen, der Fokus wieder ganz auf die 1.Volleyball Bundesliga gerichtet. „Madleen passt sehr gut in unser Konzept, jungen deutschen Spielerinnen die Chance zu geben, Volleyball auf höchsten Niveau zu spielen.“, so Vereinspräsident Michael Panse. (Foto: VC Stralsund)

Michaela Wessely führt zukünftig Regie beim SWE Volley-Team

Neu beim SWE Volley-Team
Neu beim SWE Volley-Team
Mit der Verpflichtung von Michaela Wessely, die zukünftig gemeinsam mit Ali Skayhan das Zuspiel des SWE Volley-Teams in der 1.Volleyball Bundesliga übernehmen wird, ist Teammanager Heiko Herzberg ein bemerkenswerter Transfer gelungen. Die 21jährige gebürtige Dresdnerin verdiente sich erste Lorbeeren am Bundesstützpunkt VC Olympia Dresden, ehe sie 2013 zum VC Olympia Schwerin wechselte. Auf Grund ihrer kontinuierlichen Leistungsentwicklung schaffte Michaela 2015 den Sprung in das Erstligateam des Schweriner SC. Dort erreichte sie in der vergangenen Saison jeweils das Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft und im internationalen CEV Cup. Unter keinem Geringeren, als dem aktuellen Bundestrainer Felix Koslowski wurde Michaela Schritt für Schritt an das nationale und internationale Niveau herangeführt und als Führungsspielerin aufgebaut. „Trotz ihres jungen Alters werden wir von ihrer Erfahrung und Qualität schon in der kommenden Saison profitieren“, ist Heiko Herzberg von der Neuverpflichtung aus Schwerin überzeugt. In Erfurt wird die zukünftige Regisseurin, die einen Zweijahresvertrag unterschrieben hat, parallel zum Leistungssport, eine Ausbildung als Physiotherapeutin beginnen. Vereinspräsident Michael Panse ist sehr erfreut darüber, dass es gelungen ist, eine weitere ambitionierte junge deutsche Spielerin von unserem Bundesligakonzept zu überzeugen. Herzlich Willkommen in der Blumenstadt Erfurt – Michaela Wessely. (Foto:Schweriner SC)