Gestern war der Tag der Kinderbetreuung, der in jedem Jahr am Tag nach dem Muttertag stattfindet. Er bietet die Gelegenheit einmal besonders Dank zu sagen den Erzieherinnen und Erziehern, die in der Kinderbetreuung tätig sind. Dazu gehört es auch sich für gute Arbeitsbedingungen einzusetzen und im Interesse der Kinder und Eltern auf die Sanierung der Kindergärten zu achten. Gemeinsam mit meiner Stadtratskollegin Lilli Fischer war ich daher zum Vor-Ort-Termin im Kindergarten Vollbrachtfinken.
In einem Gespräch mit der Leiterin, der Geschäftsbereichsleiterin der TSA Bildung + Soziales und der Leiterin der Elternvertretung haben wir über den baulichen Zustand der Einrichtung gesprochen und uns zuvor die Einrichtung angesehen. Was wir gesehen haben, hat uns richtig sauer gemacht! Teile des vierstöckigen Gebäudes können nicht genutzt werden, weil Fluchtmöglichkeiten fehlen. Im Keller ist Salpeter in den Wänden, Fenster und Dach sind kaputt, überall Risse in der Fassade und Wänden und die Sanitäreinrichtungen für Kinder und Personal spotten jeder Beschreibung. Barrierefreiheit ist nicht gegeben und dies obwohl in der Einrichtung mit rund 100 Kindern auch viele Kinder mit zusätzlichen Förderbedarf betreut werden.
Ich konnte mir nicht vorstellen, dass wir im Jahr 2024 in Erfurt noch solche Einrichtungen haben. Das Jugendamt erklärt aber, es gäbe noch mindestens zwei Einrichtungen in denen es schlimmer aussieht und die somit ganz oben auf der Sanierungsliste stehen. Zur kleinen Erinnerung: Im Jahr 2006 hatte Oberbürgermeister Andreas Bausewein die Sanierung aller Kitas bis 2012 versprochen, später auf 2020 korrigiert.
Derzeit wird von der Stadtverwaltung ein neuer Kiga-Sanierungsplan erarbeitet. Bestenfalls im Herbst wird dieser im neuen Stadtrat beraten werden. Ob und wann der Kindergarten Vollbrachtfinken darin zur Sanierung vorgesehen ist, ist derzeit nicht bekannt. Wir werden dies aber in jedem Fall zum Thema im Stadtrat machen. Der Zustand des 70 Jahre alten Kindergartens ist eine Schande und auf den beigefügten Bildern festgehalten. Die SPD in Erfurt lobt sich aktuell selbst für Kindergartensanierungen – offensichtlich in völliger Unkenntnis der Situation in den Einrichtungen. Schämt euch, dass ihr so etwas unseren Kindern zumutet! Am 26. Mai ist Kommunalwahl und Zeit für Veränderungen.
Erfahrungsgemäß sind die letzten beiden Wochen vor der Wahl am intensivsten. Seit 1990 war ich bei praktisch allen Wahlen unterwegs, um Plakate aufzuhängen, Flyer zu verteilen und Infostände zu betreuen. Der Ablauf hat sich in den letzten 34 Jahren nicht viel verändert. Allerdings hat sich der Umfang deutlich verändert. Inzwischen gibt es in Erfurt keine freien Laternenmasten mehr. Von den über 300 Kandidatinnen und Kandidaten haben viele eigene Plakate in Auftrag gegeben und aufgehängt. Zwei Wochen vor der Wahl ist das Kapitel aber abgeschlossen.
Die jüdische Geschichte ist lang geprägt von Anfeindungen und Verfolgung. Wer gedacht hatte, dies sei mit dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte zu Ende gegangen, sieht sich leider in diesen Tagen bitter getäuscht. Juden und insbesondere der Staat Israel werden immer häufiger und immer lauter Zielscheibe von Antisemitismus und Bedrohung. Nach dem 7. Oktober begann die “Ja, aber” Kritik schon nach zwei Wochen. Bis heute werden durch die Hamas-Verbrecher Geiseln versteckt und misshandelt. In weiten Teilen der Öffentlichkeit wird dies aber immer weniger beachtet oder erwähnt.
Momentan ist der Terminplan voll mit Wahlveranstaltungen und Infoständen. Da bleibt leider kaum Zeit für andere Dinge. Um so dankbarer bin ich, dass es über den Brückentag geklappt hat einen Punkt auf meiner persönlichen To-do-Liste abzuräumen. Freunde und Bekannte versuchen mich schon seit zwei Jahren zu einer Schnupper-Runde Golf zu überreden. Die Begründung, man bräuchte doch ein schönes Hobby für das Rentenalter, erfüllt zwar sämtliche Klischees, aber greift bei mir nicht. Hobbys habe ich reichlich und auch (immer noch) genug Bewegung beim Squash, Wakeboarden und im Fitnessstudio.
103 Mal und damit so häufig wie kein anderer Ausschuss im Erfurter Stadtrat hat der Finanzausschuss getagt. Neben den regelmäßigen monatlichen Sitzungen gab es zusätzlich die Haushaltsanhörungen ist der Finanzausschuss neben dem Hauptausschuss der einzige Ausschuss, der auch in den Sommermonaten tagt. Ich durfte als Ausschussvorsitzender die Sitzungen in den letzten Jahren leiten und es war nahezu immer eine ausgesprochen sachliche Atmosphäre. Klar gab es auch deutliche Auseinandersetzungen, aber die fanden dann meist im Stadtrat bei den Haushaltsabschlussberatungen statt.
In einem Monat ist die Europawahl. 35 Parteien werden auf dem Stimmzettel stehen und um die Gunst der Wählerinnen und Wähler werden – beim letzten Mal haben rund 61 Prozent ihr Votum abgegeben. Die Wahlbeteiligung zu erhöhen ist das erklärte Ziel aller Demokratinnen und Demokraten. Dies gelingt nur, wenn die Wählerinnen und Wähler wissen, was die Parteien politisch wollen.
Auch wenn derzeit Zeit viel Wahlkampf auf allen Ebenen stattfindet – die politische Bildungsarbeit bleibt ein fortwährender Auftrag. Bei der LZT erstelle ich regelmäßig den Newsletter.
Ganz unberechtigt ist die Vision nicht. Alle unsere amtierenden Weltmeister in den Kufensportdisziplinen haben mit der Einschulung am Sportgymnasium oder der Berufung in die Leistungskader ihre sportliche Laufbahn begonnen. Bei unserer heutigen Berufungs- und Ehrungsveranstaltung waren über 100 Nachwuchssportlerinnen und Sportler in Oberhof dabei. Dabei wurden die Landeskader für die kommende Saison berufen, Förderpreise vergeben, Einschulungen an das Sportgymnasium vorgenommen und erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler mit der Verdienstnadel des TSBV geehrt.
Die kommunalpolitische Informations- veranstaltung zum Sport in Erfurt auf Einladung des Stadtsportbund Erfurt fand reges Interesse. Heute Abend waren Vertreter von rund 100 Erfurter Sportvereinen im Foyer der Leichtathletikhalle zu Gast, um etwas über die sportpolitischen Ziele der Parteien zur Kommunalwahl zu erfahren. Neben den sechs OB-Kandidaten (es waren tatsächlich alle da), waren auch die drei Vertreter der Parteien geladen, die keinen eigenen OB-Kandidaten aufgestellt haben (FDP, Piraten und Freie Wähler).
Ab heute hat das Briefwahlbüro in Erfurt im Technischen Rathaus in der Warsbergstraße geöffnet (das moderne Gebäude auf dem Bild). Dort können die Briefwahlunterlagen abgeholt und abgegeben werden aber auch direkt gewählt werden. Dies ist insbesondere gut für alle, die sich bereits entschieden haben und eventuell am Wahlsonntag nicht da sind. Allerdings gibt es nach einer aktuellen INSA-Umfrage rund 40 Prozent der Erfurterinnen und Erfurter, die unentschlossen sind. Meine erste Bitte an die ist: gehen Sie wählen! Die zweite Bitte: wählen Sie demokratisch! Und als dritte Bitte, wenn Sie mir vertrauen, geben Sie mir ihre drei Stimmen.