Für Samstag, den 18. Mai 2024 rufen unter anderen die „Kulturbrücke Palästina“, die Gruppe „erfurt unsilenced“, die MLPD und „Handala Leipzig“ zu einem Demonstrationszug durch Erfurt vom Hauptbahnhof über den Anger, Fischmarkt und Domplatz zur Staatskanzlei unter dem Titel „Tag der Nakba“ auf.
Ich habe in Abstimmung mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Erfurt (DIG) eine Gegendemonstration dazu angemeldet. Wir sind nicht bereit widerspruchlos hinzunehmen, das israelfeindliche und antisemitische Gruppierungen ihren Hass durch Erfurt tragen. Wir wollen in Sichtweite des Demonstrationszuges unseren Protest dagegen zeigen.
Unsere Demonstration gegen Israelhass soll von 14:30 Uhr bis 17 Uhr auf dem Anger stattfinden (der ursprüngliche Veranstaltungsort auf dem Erfurter Fischmarkt war seitens der Versammlungsbehörde nicht möglich). Treffpunkt ist an der Ecke zur Hauptpost.
Wir werden dabei mit israelischen Fahnen und verschiedenen Informationsmaterialien auch auf das Schicksal der Geiseln aufmerksam machen, die sich immer noch in der Hand der Hamas-Verbrecher befinden.
Wie bei unserer Israel-Solidaritätskundgebung am 11. Oktober 2023 würde ich mich sehr freuen, wenn zahlreiche Erfurterinnen und Erfurter ihre Teilnahme ermöglichen, um im wahrsten Sinne des Wortes Flagge zu zeigen.
Gestern Abend habe ich um 23:15 Uhr als Stadtratsvorsitzender die 46. und letzte Stadtratssitzung in dieser Wahlperiode beendet. Mit rund 50 Tagesordnungspunkten war das Programm noch einmal umfangreich. Hinzu kam, dass einige Kollegen sich mit einer kurzen Rede am Pult verabschiedeten, weil sie nach vielen Jahren Stadtratsarbeit nicht wieder kandidieren.
Heute Abend beginnt um 17 Uhr die (voraussichtlich) letzte Stadtratssitzung in dieser Wahlperiode.
3000 Jahre alt und 76 Jahre jung ist Israel. Vor 76 Jahren wurde der Staat Israel gegründet, nach dem diesbezüglichen UN-Beschluss. Vom ersten Tag an wurde Israel von seinen arabischen Nachbarländern nicht akzeptiert und angegriffen. Aber das junge, alte Land hat sich behauptet.
Gestern war der Tag der Kinderbetreuung, der in jedem Jahr am Tag nach dem Muttertag stattfindet. Er bietet die Gelegenheit einmal besonders Dank zu sagen den Erzieherinnen und Erziehern, die in der Kinderbetreuung tätig sind. Dazu gehört es auch sich für gute Arbeitsbedingungen einzusetzen und im Interesse der Kinder und Eltern auf die Sanierung der Kindergärten zu achten. Gemeinsam mit meiner Stadtratskollegin Lilli Fischer war ich daher zum Vor-Ort-Termin im Kindergarten Vollbrachtfinken.
Erfahrungsgemäß sind die letzten beiden Wochen vor der Wahl am intensivsten. Seit 1990 war ich bei praktisch allen Wahlen unterwegs, um Plakate aufzuhängen, Flyer zu verteilen und Infostände zu betreuen. Der Ablauf hat sich in den letzten 34 Jahren nicht viel verändert. Allerdings hat sich der Umfang deutlich verändert. Inzwischen gibt es in Erfurt keine freien Laternenmasten mehr. Von den über 300 Kandidatinnen und Kandidaten haben viele eigene Plakate in Auftrag gegeben und aufgehängt. Zwei Wochen vor der Wahl ist das Kapitel aber abgeschlossen.
Die jüdische Geschichte ist lang geprägt von Anfeindungen und Verfolgung. Wer gedacht hatte, dies sei mit dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte zu Ende gegangen, sieht sich leider in diesen Tagen bitter getäuscht. Juden und insbesondere der Staat Israel werden immer häufiger und immer lauter Zielscheibe von Antisemitismus und Bedrohung. Nach dem 7. Oktober begann die “Ja, aber” Kritik schon nach zwei Wochen. Bis heute werden durch die Hamas-Verbrecher Geiseln versteckt und misshandelt. In weiten Teilen der Öffentlichkeit wird dies aber immer weniger beachtet oder erwähnt.
Momentan ist der Terminplan voll mit Wahlveranstaltungen und Infoständen. Da bleibt leider kaum Zeit für andere Dinge. Um so dankbarer bin ich, dass es über den Brückentag geklappt hat einen Punkt auf meiner persönlichen To-do-Liste abzuräumen. Freunde und Bekannte versuchen mich schon seit zwei Jahren zu einer Schnupper-Runde Golf zu überreden. Die Begründung, man bräuchte doch ein schönes Hobby für das Rentenalter, erfüllt zwar sämtliche Klischees, aber greift bei mir nicht. Hobbys habe ich reichlich und auch (immer noch) genug Bewegung beim Squash, Wakeboarden und im Fitnessstudio.
103 Mal und damit so häufig wie kein anderer Ausschuss im Erfurter Stadtrat hat der Finanzausschuss getagt. Neben den regelmäßigen monatlichen Sitzungen gab es zusätzlich die Haushaltsanhörungen ist der Finanzausschuss neben dem Hauptausschuss der einzige Ausschuss, der auch in den Sommermonaten tagt. Ich durfte als Ausschussvorsitzender die Sitzungen in den letzten Jahren leiten und es war nahezu immer eine ausgesprochen sachliche Atmosphäre. Klar gab es auch deutliche Auseinandersetzungen, aber die fanden dann meist im Stadtrat bei den Haushaltsabschlussberatungen statt.