
Stadtratssitzung in Corona-Zeiten

Ihr Stadtrat für Erfurt




Normalerweise bin ich in jedem Jahr beim Gedenken an die Novemberpogrome 1938 auf dem jüdischen Friedhof in Erfurt dabei. In diesem Jahr ging das leider nicht, weil ich einen Virusinfekt noch nicht ganz ausgeheilt hatte und deshalb darauf verzichtet habe.
Meine Gedanken waren aber auch heute an diesem Schicksalstag der Deutschen damit beschäftigt. Medial ist derzeit alles von CCorona und der US-Wahl überlagert, dies fällt sowohl beim Blick in die Zeitungen, als auch beim Fernsehprogramm auf.
Wir hatten als Landeszentrale für politische Bildung einige Veranstaltungen im Rahmen der 28. Thüringer Tage der jüdisch-israelischen Kultur geplant. Leider fallen diese entweder aus oder können nur online stattfinden.
Gerne verweise ich deshalb auf das umfangreiche Publikationsangebot der LZT. Wir haben auf unserer Homepage sowohl viele Bücher zur Aufarbeitung der NS-Zeit und insbesondere zum Holocaust, als auch zur Zeit der friedlichen Revolution und dem Mauerfall. Insbesondere für den Schulunterricht sind dies wichtige Broschüren und Bücher. Neben dem Bild des ZDF zum heutigen Schicksalstag teile ich deshalb auch gerne die Seite unserer Publikationsangebote. 



70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, überwiegend Erfahrene in der Jugendarbeit, hatten sich online zugeschaltet. Durch die externe Moderation ist es gelungen, sowohl gut durch die Tagung zu führen, als auch im Chat gestellte Fragen zu bündeln. Der gewählte GoToMeeting Webhosted-Dienst (erfordert ein Abo für den Veranstalter und ist für Nutzer kostenfrei) hat sehr gut funktioniert.
Die drei Referate aus Stuttgart, Graz und Genf waren mit Folien untersetzt, die nach der Veranstaltung allen Teilnehmern via Mail oder über die Homepage des DKSB zur Verfügung gestellt werden. Thomas Rathgeb von der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg stellte die Ergebnisse der JIM-Studie (Jugend, Information, Medien) vor. Bemerkenswert daran war, dass die mangelnde Ausstattung mit technischen Endgeräten nur für 6 Prozent der Kinder und Jugendlichen ein Problem darstellt.
Frau Alexandra Klein von der Uni Mainz und Caroline Pulver von der FH Bern haben in ihrem Vortrag Möglichkeiten, Hürden, Zugänge zu Digitalisierung und sozialer Ungleichheit dargestellt. Elke Höfler von der Uni Graz über sprach soziale Ungleichheit durch die Nutzung sozialer Medien. Sie erläuterte die Motivation junger Menschen bei der Nutzung sozialer Medien und die stark bildbezogene Darstellung in den Netzwerken. Zu allen drei Vorträgen gab es zahlreiche Nachfragen, die alle beantwortet wurden. 
