Blogeinträge

Stadtratssitzung durchgezogen – finanzielle Coronahilfen bleiben aber offen

Viel Platz in der Thütringenhalle
Erneut unter erschwerten Bedingungen tagte der Erfurter Stadtrat in der Thüringenhalle. Über 50 Tagesordnungspunkte standen auf dem Programm. Jede Stunde wurde die Thüringenhalle für 10 Minuten kräftigt durchgelüftet und die Stadträte waren ausreichend voneinander getrennt – zumindest ihre Plätze. Das Ende war auf 22:30 Uhr fixiert mit der Begründung der begrenzten Akkulaufzeit der Laptops und Tablett-PC – Ladestationen in Form von Steckdosenleisten waren nur am Rand der Halle aufgebaut. Die Nutzung des Gremieninformationssystems war aber sowieso nicht möglich, da die Thüringenhalle über kein nutzbares (offenes) W-Lan verfügt. Die Frontalbestuhlung und die schwierige Akustik taten ihr Übriges, um gar zu intensive inhaltliche Diskussionen zu verhindern. Lediglich zum Antrag der CDU “Schutzschirm für die Landeshauptstadt” zu Beginn der Sitzung und “Erfurt zum sicheren Hafen machen” gab es größere kontroverse Debatten. Der Antrag der CDU zum 100 Millionen Schutzschirm wurde zwar von den beiden größten Fraktionen – der CDU und der SPD – sowie dem Oberbürgermeister getragen, aber letztlich nur in den Finanzausschuss zur weiteren Beratung verwiesen. Ob er danach noch irgendeine Wirkung entfaltet kann bezweifelt werden, schließlich berät der Haushalts- und Finanzausschuss des Landtags zu den Corona-Hilfen noch in dieser Woche und der Landtag abschließend in der kommenden Woche. Ich bin sehr gespannt, ob es insgesamt für die Kommunen noch deutliche Verbesserungen gibt. Erfurt steuert jedenfalls finanzpolitisch derzeit in Richtung Abgrund. Der Oberbürgermeister hat gestern an die Erfurter Landtagsabgeordneten geschrieben und darum gebeten, die Thüringer Kommunalordnung zu ändern, um der Stadt mehr Verpflichtungsermächtigungen bis zur Höchstgrenze der zulässigen Kredite zu ermöglichen. Als Reaktion auf die in der vergangenen Woche vom Landesverwaltungsamt gestrichenen Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von 105 Mio. Euro für die Jahre 2021 bis 2023 ist dieser Wunsch zwar verständlich, aber auch gefährlich. Fakt ist, dass Erfurt keine freie Spitze hat, um solche Kredite zu bedienen (zumindest nach Einschätzung des LVA) und damit ist die dauernde Leistungsfähigkeit der Stadt gefährdet. Die Streichung der Verpflichtungsermächtigungen durch das LVA erfolgte zudem noch unabhängig von den drohenden Einnahmeverlusten durch die Corona-Krise in Höhe von rund 100 Mio. Euro. Wir reden also über rund 200 Mio. Euro die uns möglicherweise fehlen. Dazu wird es nur die Hoffnung auf beträchtliche Zuschüsse von Land und Bund geben und ein drastischer Sparkurs in der Stadt. Beides ist aber noch nicht absehbar. Da Grüne und Linke die Schutzschirmforderung von CDU und SPD nicht mittragen wollten, habe ich Zweifel ob es dann die zahlreichen Erfurt Landtagsabgeordneten der Linken und der Grünen (die zugleich Stadträte sind) im Landesparlament tun werden. Für deutliche Einsparungen im Erfurter Haushalt scheint es auch keine breite Mehrheit zu geben, insofern bin ich sehr neugierig, wie mit den Bewirtschaftungssperren und weiteren Nachtragshaushalten in Erfurt umgegangen wird. Gespart haben wir uns aber die Fortsetzung der Stadtratssitzung am heutigen Abend. Dadurch, dass viele Punkte ohne Aussprache und einige auch vertagt wurden waren wir tatsächlich nach gut fünf Stunden mit der Stadtratssitzung durch. Video zur Stadtratssitzung Fotos der Stadtratssitzung    

Ein Jahr neuer Stadtrat

Unser Ratssitzungssaal
Genau ein Jahr ist es heute her, dass die Kommunalwahl in Erfurt den Stadtrat bunter gemacht hat. In Corona-Zeiten ist davon zwar nicht ganz so viel zu spüren, weil die Parteien etwas ruhiger als sonst agieren. Aber ich denke, dass wird spätestens wenn wir uns mit den Corona-Auswirkungen beschäftigen noch einmal deutlich an Fahrt gewinnen. Vor einem Jahr gab es am Wahlabend noch kein Ergebnis (weil sich die Auszählung endlos hinzog). Erst am Folgetag war klar, dass die CDU die SPD überholt hat und wieder die stärkste Kraft in Erfurt geworden war und Rot-Rot-Grün keine Mehrheit mehr hatte. Bei den Diskussionen im Stadtrat zeigt sich seit dem, dass es keine grundsätzlichen klaren Mehrheiten mehr gibt, sondern sich stattdessen jede Mehrheit erarbeitet werden muss. Aktuell ist die Stadt aber vor allem mit den Corona-Auswirkungen beschäftigt. Schulen und Kitas sind noch weitgehend zu. Zwar ist ein wenig Normalität eingetreten – viele Einrichtungen, Gastronomie und die Geschäfte sind wieder offen – aber noch gelten Abstandregeln und Hygienekonzepte dominieren. Gestern Abend begann die “kommunalpolitische Woche” mit unserer Fraktionssitzung, heute geht es mit dem Hauptausschuss und dem Buga-Ausschuss weiter, danach folgt der Ältestenrat und morgen sowie am Donnerstag die Stadtratssitzung. Die ersten Termine fanden, bzw. finden alle im Rathaus statt, die Stadtratssitzung hingegen wieder in der Thüringenhalle. Entgegen sonstiger Stadtratssitzungen ist die mediale Vorberichterstattung überschaubar. Dies deutet zumindest darauf hin, dass es nicht gar zu viele große Streitthemen gibt. Spannend wird es erst wieder, wenn es an den Nachtragshaushalt geht. Am 15. Juli soll er beraten werden. Der erste Nachtragshaushalt der Stadt wurde vom Landesverwaltungsamt nur mit Auflagen genehmigt. Rund 100 Millionen werden wir an Verpflichtungsermächtigungen für die Zukunft streichen müssen. Hinzu kommt noch die aktuelle Bewirtschaftungssperre, die 92 Millionen im laufenden Haushaltsjahr umfasst. Insofern bin ich mir sicher, dass auf uns alle im Stadtrat und vor allem im Finanzausschuss viel Arbeit zukommt. Unsere Fraktionsgeschäftsstelle hat pünktlich zum einjährigen Jubiläum die Seiten der CDU-Fraktionsmitglieder überarbeitet. 1993/1994 war ich schon in der Fraktion und danach dann seit 2002 wieder. Es ist schon eine wahnsinnig lange Zeit in der Kommunalpolitik und ich bin immer noch gerne dabei.

Verlängerung oder Abschaffung der Corona-Verordnungen?

Fragen über Fragen…
Durchaus spannend könnte es morgen werden, wenn die Thüringer Landesregierung darüber entscheiden wird, was mit der Thüringer SARS-CoV-2-Maßnahmenfortentwicklungsverordnung nach dem 5. Juni geschehen soll. Via Medien hatte Ministerpräsident Bodo Ramelow am Samstag angekündigt diese auslaufen lassen zu wollen und dies dem Kabinett so vorzuschlagen. Ersetzt werden solle die Regelung dann durch Empfehlungen. Ob dies aber so kommt, ist nach der heftigen Diskussion vom heutigen Tag offen. Die Koalitionspartner sind davon wenig begeistert und auch deutschlandweit gibt es dafür Kritik. Die afp berichtete heute, dass es eine Beschlussvorlage des Bundeskanzleramts gebe, die die Kontaktbeschränkungen in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie bis zum 5. Juli verlängert werden. Die bisher geltenden Kontaktbeschränkungen gelten bundesweit noch bis zum 5. Juni. “Kanzleramtsminister Helge Braun schlägt den Ländern in dem Beschlussentwurf nun vor, auch nach dem 5. Juni „weiter grundsätzlich einen Mindestabstand von eineinhalb Metern einzuhalten“. Genauso sollte das Tragen eines Mundschutzs in bestimmten öffentlichen Bereichen weiter Pflicht sein. Das Virus sei weiter präsent und würde sich ohne entsprechende Schutzmaßnahmen weiter ausbreiten. Am Wochenende waren es an gleich mehreren Hotspots in Deutschland zu neuen Infektionen mit dem Coronavirus gekommen.” Der Beschlussentwurf sieht laut AFP jedoch auch gleichzeitig weitere Lockerungen der Kontaktbeschränkungen vor. In Zukunft sollen sich bundesweit bis zu zehn Menschen treffen dürfen. In Hamburg gilt diese Obergrenze bereits für die Mitglieder zweier Haushalte in Thüringen gibt es für die Treffen zweier Haushalte gar keine Obergrenze. Etwas überraschend hat heute Thüringen auch die Zweite Thüringer Verordnung zu Quarantänemaßnahmen für Ein- und Rückreisende zur Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2 (Zweite Quarantäneverordnung) in Kraft gesetzt. Die erste Verordnung dazu wäre heute ausgelaufen und damit das Thema Quarantäne hinfällig – nicht nur für EU und Schengen-Staaten. Die neue Verordnung führt aber zu neuen Fragen. In der Verordnung heißt es (die Quarantäne) “gilt nicht für Personen, die aus Staaten einreisen, für welche aufgrund belastbarer epidemiologischer Erkenntnisse durch das Robert Koch-Institut festgestellt wurde, dass das dortige Infektionsgeschehen eine Ansteckungsgefahr für den Einzelnen als gering erscheinen lässt.” Da mich dazu gleich eine Anfrage ereilt hat, habe ich versucht raus zu bekommen, welche Länder gemäß RKI gemeint sind. Allerdings konnte diese Frage beim RKI niemand beantworten. In dieser Woche sind es nun genau zwei Monate, in denen ich täglich an der Corona-Bürger-Hotline des Landes für vier bis sechs Stunden täglich Anfragen beantworte. Leider ist die Zahl der Anfragen derzeit unvermindert hoch und jede neue Verordnung führt zu neuen Fragen. Ich bin der Meinung, dass die Mundschutz-Maskenpflicht weiter bestehen sollte – im ÖPNV und in Geschäften, aber auch bei Veranstaltungen. Es sollte zudem weiter Beschränkungen in der Teilnehmeranzahl bei öffentlichen Veranstaltungen geben. Bei Familienfeiern, könnte und sollte es hingegen Öffnungen geben, weil da bei Hochzeiten, Geburtstagen und ähnlichem der Teilnehmerkreis bekannt und nachvollziehbar ist.    

Herzlich Willkommen in Erfurt Madelyn Cole

Madelyn Cole ist unsere erste Neuverpflichtung
Intensiv arbeiten wir derzeit an der Saisonvorbereitung für die Volleyball-Bundesliga 2020/2021. In der letzten Wochen haben wir unsere ersten vier Vertragsverlängerungen bekannt gegeben und heute unsere erste Neuverpflichtung. In dieser Woche werden noch weitere folgen, die wir einzeln vorstellen werden. Ich bin sehr froh das Team jetzt schon nahezu komplett haben. Mit Madelyn Cole wurde eine neue Zuspielerin für das Bundesligateam verpflichtet. Für die 22-jährige Texanerin ist es die erste Auslandstation. „Sie war unsere Wunschspielerin auf dieser Position, nachdem klar war, dass Lindsay Flory nicht mehr für uns spielen wird“, freut sich Geschäftsführer Christian Beutler über die Verpflichtung der neuen Regisseurin. Auch Neu-Trainer Dirk Sauermann ist voller Vorfreude: „Madelyn ist eine Zuspielerin mit technischer Präzision und intelligentem Spielaufbau. Gleichzeitig ist sie sehr athletisch und ein positiv ehrgeiziger Spielertyp. Was wünscht man sich als Trainer mehr? Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und wünsche ihr und uns eine erfolgreiche Saison.“Die in Dallas geborene, 1,78m große Cole, spielte zuletzt für die Creighton University und hofft, Schwarz-Weiß Erfurt zu Siegen zu führen. Sie sieht sich bereit, ihr “Bestes zu geben, um eine erfolgreiche Saison zu spielen.“ Zu ihrer Entscheidung für Erfurt sagt die junge Amerikanerin: „Ich hatte das Gefühl, dass nach allem was ich über den Verein und das Team gehört hatte, ein Engagement in Erfurt am besten zu mir passt. Außerdem bekam ich wirklich großartige Rückmeldungen.“ In ihrem ersten Auslandsjahr möchte Madelyn „so bald wie möglich zum Team stoßen und mithelfen, dass Schwarz-Weiß Erfurt die gesteckten Ziele in der Bundesliga erreichen kann.“ Über ihre neue Heimat weiß sie bereits: „Erfurt ist eine große Stadt, mit schönen Kirchen, Gärten, Parks und Gebäuden, die so viel Geschichte haben.“ StS (Foto: Creighton Athletics)

Wakeboardsaisonstart und Burgen-Biketour

Burg Gleichen
Ausgesprochen erfreulich ist, dass Outdoor-Aktivitäten inzwischen wieder möglich sind und so haben wir am Wochenende ausgiebig davon Gebrauch gemacht. Mein jüngster Sohn war wieder einmal ein verlängertes Wochenende bei mir – in BaWü sind noch Corona-Ferien. Wie versprochen ging es da an die letzte Woche wieder eröffnete Wakeboardanlage am Erfurter Nordstrand, damit er sein neues Board (Weihnachtsgeschenk) einweihen konnte. Erwartungsgemäß war er dann nicht wieder vom Wasser zu bekommen. Erwartungsgemäß lief es aber bei mir anders herum. ich war mehr im Wasser, als auf dem Wasser. Ich werde auch in dieser Wakeboardsaison viel üben müssen. In den Pfingstferien wird dazu Zeit in Körkwitz und danach in Erfurt und (hoffentlich) auch das Wetter sein. Sicherheitshalber habe ich für die Sommerferien wieder eine Woche mit dem jüngsten und den mittleren Sohn in Kroatien an der Wakeboardanlage auf der Insel Pag gebucht. Am heutigen Sonntag waren wir dann wieder einmal auf einer Biketour. Dieses mal durfte es wieder die gute alte Honda NTV sein. Wenn ich mit meinem jüngsten Sohn fahre ist die durch das Koffersystem besser geeignet. Ziel der Tour was die Burg Gleichen. Da ich immer mal wieder gefragt werde, wo man so in Erfurt und Umgebung alles hinfahren kann – die Burgentour zu den drei Burgen an der A4 (Burg Gleichen, Mühlburg und Wachsenburg) ist sowohl mit dem Fahrrad, als auch mit dem Motorrad immer eine Empfehlung. Wochenendbilder  

Himmelfahrt 2020

Solange es noch nicht verboten ist…
Vatertagstouren an Himmelfahrt 2020 – was ist da erlaubt? Tatsächlich war dies die meistgestellte Frage an der Corona-Bürger-Hotline in den letzten Tagen. Da sich nach wie vor nur zwei Haushalte treffen dürfen, war die Antwort klar – Distanz halten. Insofern sollte es eigentlich heute etwas ruhiger, als sonst gewesen sein. Für mich war die Entscheidung wie in jedem Jahr klar. Statt Bollerwagentour ging auf Biketour. Seit vielen Jahren nutze ich den freien Tag stets zu einer Motorradtour – meist mit einem meiner drei Söhne. In diesem Jahr hat das trotz neuem Bike leider nicht geklappt. Diese Woche konnte ich die Ducati endlich beim Bürgeramt der Stadt Erfurt umschreiben – genau an dem Tag, als von drohenden Fahrverboten an Sonn- und Feiertagen berichtet wurde. Der Bundesrat hat einen solchen Prüfauftrag formuliert. Ich hoffe der Bundestag versenkt diese Idee ganz schnell. Die berechtigte Kritik an zu lauten aufgemotzten Maschinen, kann nicht mit generellen Fahrverboten beantwortet werden.
Mit meinen beiden großen Söhnen
In diesem Jahr haben wir uns kurz bei meinem ältesten Sohn – passenderweise am Herrenbergkrug getroffen. Er stand dort den ganzen Tag am Grill. Mein jüngster Sohn kam dann am Abend auch noch nach Erfurt. Ich bin auf alle meine drei Söhne stolz und freue mich immer, wenn wir Zeit miteinander verbringen können. Insofern bleibt der Feiertag Christi Himmelfahrt auch in Zukunft bei mir ein Vater- bzw. Familientag.

Vier auf einen Streich…

Mia, Michelle, Paula und Sindy
Ausgesprochen erfreulich sind die letzten Tage trotz Corona-Krise die Vorbereitungen auf die neue Saison in der Volleyballbundesliga für uns gelaufen. Nach der Verpflichtung unseres neuen Trainers Dirk Sauermann in der vergangenen Woche haben wir in dieser Woche unsere ersten vier Vertragsverlängerungen bekannt gegeben. Ich freue mich sehr, dass Mia und Michelle, sowie Paula und Sindy weiter für Schwarz-Weiß Erfurt spielen werden. Seit ich Vereinspräsident bin – inzwischen sind es über 16 Jahre – hatten wir immer die Vereinsphilosophie, dass wir mit jungen deutschen Spielerinnen unser Team in der 1. und 2. Volleyballbundesliga prägen wollen. Mit dem Sportgymnasium haben wir tolle Voraussetzungen, aber die jungen Spielerinnen müssen auch wissen, dass sie bei uns ganz ober ankommen können und in der 1. Bundesliga auf dem Feld stehen können. Das ist wahnsinnig motivierend und für den Volleyballsport in Deutschland ein Gewinn. Auch in diesem Jahr werden wir aber wieder internationale Erfahrung ins Team holen. Die richtige Mischung macht es. 10 Spielerinnen haben wir jetzt – in den nächsten Tagen stellen wir sie alle vor. 2-3 werden dann noch bis zum Saisonstart dazu kommen. Ich freue mich auf die neue Saison.  

Paula und Sindy auch 2020/2021 im SWE-Trikot

Paula und Sindy bleiben Schwarz-Weiß
Unsere beiden nächsten Vertragsverlängerungen: Mit den 21-jährigen Annahme-/Außenangriffspielerinnen Paula Reinisch und Sindy Lenz bleiben zwei weitere Damen dem Erfurter Volleyballbundesligisten Schwarz-Weiß Erfurt treu und gehen unter dem neuen Trainer, Dirk Sauermann, auch in der Saison 2020/21 für die Landeshauptstädterinnen auf Punktejagd im Volleyball-Oberhaus. Sindy Lenz, die das Volleyball-Ein-mal-Eins in Schwedt erlernte und über den Bundesstützpunkt Berlin 2018 nach Erfurt kam, geht somit in ihre dritte Saison beim SWE Volleyteam. Trotz ihres noch jungen Alters, verfügt sie bereits über sechs Jahre Erstligaerfahrung, was gerade in der Stabilität der Annahme zum Ausdruck kommt. „Ich habe in Thüringen mein privates Glück gefunden und die Entscheidung, nach Erfurt zu gehen, war die richtige“, zeigt sich Lenz rundum zufrieden. Nebenher absolviert sie ein Fernstudium in Chemischer Verfahrenstechnik an der Hochschule Darmstadt. Mit Paula Reinisch verlängerte eine weitere waschechte Erfurterin ihren Vertrag bei ihrem Heimatverein. Seit 2014 spielt sie im Erfurter Bundesligatrikot und ist somit die dienstälteste Spielerin des letztjährigen Zehnten. Zu Beginn der abgelaufenen Saison vertrat Paula Reinisch die verletzte Libera Michelle Petter und wuchs in ihre Rolle als Annahmespezialistin immer mehr hinein, bis sie sich im Dezember im Heimspiel gegen Aachen einen Bruch im Unterarm zuzog und die Saison frühzeitig schmerzlich endete. Umso mehr brennt die 21-Jährige auf ihre Rückkehr aufs Spielfeld der Riethsporthalle. „Dass Sindy und Paula weiter für unseren Verein spielen, bringt uns die gewünschte Konstanz im Spielerkader. Wir sind sehr erfreut, dass uns somit zwei weitere, junge deutsche Spielerinnen erhalten bleiben“, kommentierte Präsident Michael Panse zufrieden und fügte hinzu, „Paula ist ein Vorbild für unseren Nachwuchs, weil ihr Weg in die 1. Bundesliga durch alle Altersklassen unseres Vereins führte.“ StS

Rückkehr zur Normalität?

Ab morgen wieder geöffnet…
Inzwischen geht es für mich nun schon in die neunte Woche an der Corona-Bürger-Hotline des Freistaates Thüringen und mir wird rückblickend bewusst, dass es nun über zwei Monate her ist, dass alles noch einigermaßen normal war. Wir haben in der Landezentrale für politische Bildung unsere Publikationsausgabe geschlossen, die Israel-Reise storniert und alle Veranstaltungen abgesagt, erst bis Ende April und danach bis Ende Mai. Nahezu alle Aktivitäten wurden herunter gefahren, alles geschlossen, Umgänge eingeschränkt und erst in der letzten Woche wieder gelockert. Ob dies zu früh oder zu spät geschah lässt sich jetzt schwer voraussagen, aber ich merke wie die Menschen aufatmen. An der Hotline haben sich die Fragen deutliche gewandelt. Während es Anfangs um die vielen Regelungen der Verordnungen und die Maskenpflicht ging, wurde später nach den Umgangsmöglichkeiten mit Verwandten, der Öffnung von Friseur- und Fußpflegegeschäften gefragt und jetzt inzwischen nach Urlaubs- und Quarantäneregeln. In unseren Büros kehren langsam die Home-Office-Mitarbeiter zurück und mit Videokonferenzen ist inzwischen jeder vertraut. Heute hatten wir eine Videokonferenz der Kolleginnen und Kollegen, die sich in ihren Landeszentralen mit Israel-Bildungsreisen beschäftigen. Zumindest bei uns in Thüringen und der Bundeszentrale für politische Bildung besteht noch die Hoffnung darauf, im September die jeweils ausgefallene Israel-Reise nachzuholen. Öffnen werden wir ab morgen in der LZT auch unsere Publikationsausgabe von Büchern – natürlich unter Berücksichtigung der Hygieneschutzregeln. Dies alles ist Ausdruck der beruflich zurückkehrenden Normalität. Ich freue mich darauf, dass Schritt für Schritt Normalität einziehen kann und sich Familien wieder sehen können – mit meinen drei Söhnen hoffentlich auch am kommenden Wochenende. Vorsichtige Urlaubspläne werden wieder geschmiedet – nach Pfingsten wenn alles klappt an die Ostsee nach Göhren und vielleicht im Sommer irgendwie nach Kroatien. Im Privatleben gibt es natürlich für fast alle Menschen wichtigeres, als Urlaubspläne. Da geht es für viele Menschen um die berufliche Existenz. Für Kinder geht es um Zukunftsperspektiven und für ältere Menschen um drohende Vereinsamung. Darauf muss unsere Gesellschaft Antworten finden.

CDU-Fraktion fordert seriöse Haushaltspolitik auch in Corona-Zeiten

Stadtratsfraktion der CDU: Die Landeshauptstadt Erfurt befindet sich durch die Corona-Krise unbestritten in erheblichen finanziellen Engpässen. Sperren und Kürzungen sind dennoch kein Automatismus. Finanzielle Hilfen vom Freistaat Thüringen müssen deshalb von den Verantwortlichen der Stadt eingefordert werden, um einen Finanzkollaps zu verhindern. Kitas, Schulen, Feuerwehren und diverse Straßenbauprojekte wären betroffen – vor allem auch in einigen Ortsteilen. Das Gesamtvolumen der vom Oberbürgermeister ausgebrachten Sperre beträgt rund 73 Mio. Euro im Bereich der Investitionen. Die Haushalt- bzw. Bewirtschaftungssperren für verschiedene Projekte und Maßnahmen sind bei den sich bereits abzeichnenden Mindereinnahmen grundsätzlich formell richtig, jedoch fehlt der CDU-Fraktion das genaue Augenmaß. Inakzeptabel findet CDU-Finanzpolitiker Michael Panse, dass die Entscheidungen einfach am Stadtrat vorbei getätigt wurden und dass offenbar Bereiche berücksichtigt werden sollen, die nichts mit der Corona-Krise zu tun haben. Es war beispielsweise die Entscheidung des Stadtrates, dass die Maßnahmen für das Promenadendeck der ICE-City reduziert werden. Unter der Überschrift Corona sollen laut der Verwaltungspläne jedoch rund 5,2 Mio. Euro mehr genau dort hinfließen. Es ist aber nicht erklärbar, dass dann an anderen Stellen Maßnahmen ausfallen. Davon betroffen sind u.a. Straßenbaumaßnahmen wie die Südeinfahrt, in der Brühler Vorstadt, in verschiedenen Ortsteilen oder der Bahnübergang in Erfurt Nord. “Eine solche Maßnahme unter dem Label der Corona-Schäden dem Stadtrat ‘unterzujubeln’, ist unseriös. Zudem könnte es Misstrauen beim Land als Fördermittelgeber bewirken und damit nötige Mittelbereitstellungen gefährden. Die CDU-Fraktion wird sehr genau darauf achten, dass die verfehlte Finanzpolitik der Stadt mit versäumten Investitionen in die Sanierung von Kitas, Schulen und der Straßeninfrastruktur nicht jetzt durch die Corona-Krise verdeckt wird“, schließt Panse ab.