Blogeinträge

Familie in ihrer Vielfalt

Jurysitzung
Vielleicht ist es ja eine der letzten öffentlichen Aktionen der Stiftung FamilienSinn, aber sie gehört zu den erfolgreichen. Heute tagte die Jury für den Fotowettbewerb “Das ist Familie”, den die Stiftung Familiensinn im Sommer diesen Jahres ausgeschrieben hatte. Gemeinsam mit der Liga, dem Landesfilmdienst, dem Landesseniorenrat und dem Arbeitskreis Thüringer Familienorganisationen suchten wir nach Motiven, die Familie in ihrer Vielfalt darstellen. Bedingt durch die neue Datenschutzgrundverordnungen waren offensichtlich viele Hobbyfotografen etwas zurückhaltend und es waren mit 130 Einsendungen nicht ganz so viele Bilder, wie erwartet. Dennoch hatte die sechsköpfige Jury drei Stunden lang gut zu tun um die besten Motive auszuwählen. 17 Preisträger und einen Sonderpreis gab es am Ende die Teilnehmer werden in den nächsten Tagen schriftlich informiert und danach werden die Bilder auch veröffentlicht. Ich finde es besonders gut, dass uns mit den eingesandten Bilder einige der Fotografen auch ihre Gedanken zum Thema mitgeteilt haben. Familie in all ihren Formen ist es immer wieder wert in den Blickpunkt oder aber auch in den Kamerafokus gerückt zu werden. Homepage “Das ist Familie” 

Saisoneröffnung bei MKC

Narrenkappe und die Amtsketten
Marbachia Heijo lautet der Schlachtruf während der 5. Jahreszeit beim MKC in Marbach. Heute pünktlich um 11.11 Uhr fand dazu die Saisoneröffnung vor und im Marbacher Schlösschen statt. Auch in den letzten Jahren war ich dazu regelmäßig vor Ort, schließlich bin ich auch schon 15 Jahre lang Ehrenmitglied beim MKC. In diesem Jahr war ich aber in offizieller Mission in Marbach. Von unserem Präsidenten Andreas Schulz habe ich die Amtskette als Minister des Elferrats um gehangen bekommen. Ich werde also ab sofort nicht nur einige Termine mehr haben, sondern mich auch unterstützend bei der Vorbereitung und Durchführung des närrischen Treibens in Marbach einbringen. Da ich aber nahezu alle handelnden Akteure aus den letzten Jahren und vom Umzugswagen kenne, war auch heute die Eingewöhnung nicht schwer. Der Ortsteilbürgermeisterin wurde der Schlüssel abgenommen, die Fahne des MKC gehisst und die Garden marschierten auf. Gemeinsam mit Alt- und Neumarbachern wurde danach gefeiert. Jetzt muss ich in Vorbereitung der neuen Saison noch meine Anzugsordnung vervollständigen. Rotes Jackett, Hemden, Jacke etc – nur die Narrenkappe werde ich weiter nutzen die Ministerkette statt der Ehrenmitgliedskette mit Stotz tragen – Heijo! Bilder vom Auftakt   

Königsgambitturnier in Erfurt

Mit meinem Stadtratskollegen Rüdiger Bender
Ziemlich lange her ist es, dass ich ein Schachturnier gespielt habe. Vor 40 Jahren habe ich regelmäßig nicht nur Schach trainiert sondern auch viele Wettkämpfe bestritten. Allerdings endete das, als ich 15 war und seit dem gab es nur die Gelegenheit zu einigen Politikerschachturnieren. Eröffnungsvarianten waren allerdings nie so mein Ding, deshalb musste ich in Vorbereitung des heutigen Turniers mich erst einmal einlesen. Die beim Turnier geforderte Eröffnungsvariante des angenommenen Königsgambits wird bei Turnieren selten gespielt. Vor 100 Jahren war dies anderes. Das 5. Gedenkturnier war der Erinnerung des jüdischen Schachspielers Aron Nimzowitsch gewidmet und fand in der Gedenkstätte Topf & Söhne im Rahmen der 26. jüdisch-israelischen Kulturtage statt. Die 26 Teilnehmer spielten 7 Runden nach Schweizer System. Mit dem 17. Platz war ich am Ende sehr zufrieden. Drei Partien konnte ich gewinnen und vier habe ich verloren. Spaß gemacht hat es allen Teilnehmern und bei mir den Wunsch geweckt, mal wieder die Schachfiguren regelmäßiger zu bewegen. Bilder vom Turnier  

Mahnung und Gedenken 2018

Mahnung und Gedenken
Zahlreiche Veranstaltungen gab es zu heutigen 80. Jahrestag der Pogromnacht. Ich war bei drei Veranstaltungen dabei, die zwar alle höchst unterschiedlich waren, aber gemeinsam das Gedenken an die Opfer und die Mahnung “Nie wieder” in den Mittelpunkt stellten. Am Morgen waren bereits viele Teilnehmer aus Politik und Gesellschaft auf dem Jüdischen Friedhof in Erfurt. Quer durch alle Parteien gab es nachdenklich machende Grußworte. Am Nachmittag folgte ein Klezmer-Konzert zur Eröffnung des Prager-Hauses in Apolda. In einer bemerkenswerten Initiative hat der gleichnamige Verein um Peter Franz den Erhalt des Hauses des jüdischen Händlers Prager erreicht. Dort ist jetzt ein kleines Museum untergebracht. Da das Konzert im Rahmen der 26. jüdisch-israelischen Kulturtage stattfand, habe ich gerne für unseren Verein ein Grußwort gehalten. Im Comcenter wurde es am Abend dann noch einmal inhaltlich. Der Verein Marsch des Lebens organisierte eine Vortragsveranstaltung mit dem Holocaustforscher Prof. Dr. Gideon Greif und dem Thüringer Verfassungsschutzchef Stephan Kramer, der über den aktuellen Antisemitismus in Deutschland sprach. Der Verein setzt mit den Märschen für das Leben in über 20 Ländern und 350 Orten ein Zeichen der Solidarität mit Israel. Am 8. Mai 2019 soll auch in Erfurt ein Marsch des Lebens stattfinden. Bilder vom heutigen Tag

Endlich…

Gut ins Bild gesetzt
Lange haben wir auf diesen Sieg gewartet und es war auch (wie erwartet) kein leichtes Spiel gegen die jungen Damen vom VCO Berlin. Unliebsame Erinnerungen sind noch im Gedächtnis zum Aufeinandertreffen in der vorletzten Saison. Beim Stand von 2:0 und dem Matchball für Erfurt kippte das Spiel und am Ende verloren wir mit 2:3. Heute Abend lief es besser und am Ende stand ein 3:1 Sieg auf der Anzeigetafel. Rund 750 Zuschauer verfolgten einen wechselhaften Start im ersten Satz, der schließlich mit 25:22 an uns ging. Im zweiten Satz zeigten dann unsere Mädels endlich, was in dieser Saison in ihnen steckt. Mit 25:7 überrollten sie die jungen hochgewachsenen Mädels aus Berlin. In der ersten Liga haben wir noch nie in solche einer Deutlichkeit eine Satz gewonnen. In der folgenden 10-Minuten-Pause wurden unsere ganz jungen Nachwuchstalente geehrt, die mit der Thüringenauswahl beim Bundespokal die Bronzemedaille errungen haben. Drei unser jungen SWE-Spielerinnen sind ab kommender Woche zum Sichtungslehrgang für die Jugendnationalmannschaft eingeladen. Nach der Pause wechselte unser Trainer und gab unserer Zuspielerin Clarissa eine Pause. Leider brachte dies einen Bruch im Spiel und beim 10:15 ahnten die Zuschauer, dass der Satz wohl verloren gehen könnte. Zwar kämpften sich unsere Mädels noch auf 23:23 heran, aber dann stand 23:25 auf der Tafel. Im vierten und dieses Mal letzten Satz machten unsere Spielerinnen den Sack mit 25:20 zu und jubelten verdient. Herzlichen Glückwunsch und weiter so! Bilder vom Spiel

Was passiert da im Rathaus?

Im Rathaus-Festsaal
Heute habe ich gemeinsam mit meinem Stadtratskollegen Dominik Kordon eine Besuchergruppe der Lorenz-Gemeinde im Erfurter Rathaus begrüßt. Neben einer Führung durch den Festsaal des Rathauses und der Erläuterung der Stadtgeschichte mittels der Gemälde, haben wir vor allem über aktuelle kommunalpolitische Themen informiert. Die CDU-Stadtratsfraktion freut sich über das Interesse an der Kommunalpolitik im Allgemeinen und über das Interesse an unserer politischen Arbeit im Besonderen. Gerne organisieren wir solche Besuche, Führungen und Gesprächsrunden. Interessierte Gruppen können sich bei unsere Fraktionsgeschäftsstelle im Rathaus melden.

Helmut-Kohl-Straße kommt

CDU-Fraktionschef Michael Panse zeigte sich nach der Hauptausschusssitzung am 06. November 2018 erfreut, dass die Weichen für eine Helmut-Kohl-Straße am Erfurter Petersberg gestellt sind. Darüber informierte die Stadtverwaltung in der Sitzung. Die Straße ist als Verlängerung der bestehenden Straße “Petersberg” als Anbindung des dort entstehenden Wohnquartiers geplant. Panse erklärte: “Es ist schön, dass der Kanzler der Deutschen Einheit so zentral mit einer Straßenbenennung in Erfurt gewürdigt wird. Die CDU-Fraktion regt daher an, die Feierlichkeiten zu 30 Jahren Friedlicher Revolution in Erfurt mit der Eröffnung der Kohl-Straße zu verbinden. Erst das Zusammenwirken der protestierenden DDR-Bürger und das entschiedene Engagement Kohls auf der politischen Bühne haben die Deutsche Einheit erheblich in die Wege geleitet.”

Buga und Hauptausschuss

Blick aus dem Beratungsraum des Hauptausschusses
Dienstags ist fast jede Woche kommunalpolitischer “Großkampftag”. Meist tagen mehrere Ausschüsse und so ging es auch heute direkt vom Hauptausschuss in den Buga-Ausschuss. Bei Hauptausschuss sind die meisten Themen in nichtöffentlicher Sitzung zu beraten, weil sie mit Brisanz versehen sind. Heute war es das Thema Kowo. In den letzten Wochen hat die Entwicklung der Kowo viele Schlagzeilen produziert, die dem Unternehmen nicht helfen. Für die CDU-Stadtratsfraktion hatte ich mich vorige Woche positioniert und auch mein Stellvertreter Thomas Pfistner hat das Thema Kowo auf die Tagesordnung der nächsten Wirtschaftsausschusssitzung gesetzt. Ich hoffe sehr, dass bei den anstehenden Gremienberatungen vor allem der Aufsichtsrat und der fachlich zuständige Wirtschaftsausschuss eine Lösung finden, die wieder Ruhe und Konstanz in das Unternehmen bringt. Im heutigen Hauptausschuss haben wir uns zunächst dazu mit der Problemanalyse beschäftigt.
Im Buga-Ausschuss
Öffentlich haben wir hingegen über die Helmut-Kohl-Straße diskutiert. Unser Antrag (1886/17) aus dem vergangenen Jahr ist jetzt auf der Zielgerade. Die Genehmigung der Erben wurde eingeholt und inzwischen gibt es konkrete Planungen zum Bau des Johanniterzentrums-Andreasgärten. Ende 2019 soll die Kita fertig gestellt werden und zu dem Zeitpunkt soll auch die feierliche Einweihung der Straße erfolgen. Ich könnte mir da als passendes Datum einen Bezug zu 30 Jahren friedlicher Revolution gut vorstellen. Den nachfolgenden Buga-Ausschuss durfte ich heute einmal leiten. Unser Ausschussvorsitzender ist auf einer Auslandsreise und da hat er die Sitzungsleitung für diese und die nächste Sitzung auf seinen Stellvertreter delegiert. Da wir aber, abgesehen von den üblichen Diskussionen Bäume vs. Parkplätze, keine Streitthemen hatten ging es dieses mal auch sehr zügig. Die Wettbewerbsergebnisse zur Ausstellungsplanung auf dem Petersberg wurden vorgestellt und die Vorplanung für den P+R-Parkplatz am Europaplatz bestätigt. Eine erfreuliche Nachricht gab es vom Bund. Unser Antrag zum Thema Postwertzeichen und Buga-Münze wurde wohlwollend aufgenommen. Das Finanzministerium wird 2019 über die Umsetzung entscheiden. Ich werde unsere beiden Erfurter Bundestagsabgeordneten bitten, ihre guten Kontakte in das Finanzministerium dafür zu verwenden.

Die langen Beine bleiben im Gespräch

Das diskutierte Fotomotiv
Weiter für Gesprächsstoff sorgen die beiden Werbeaktionen der Damen-Volleyballbundesligisten in Thüringen. Wir, als Schwarz-Weiss Erfurt Volleyteam haben dabei noch Glück, weil wir noch nicht Thema beim Werberat sind, sondern “nur” in der Kommunalpolitik. Eine Stadtratskollegin der Linken hat jetzt im Rahmen einer Anfrage die Stadtverwaltung mit dem Thema beschäftigt. Zwei einfache Fragen muss die Stadt dabei im Rahmen einer öffentlichen Anfrage nach § 9 Abs. 2 der Geschäftsordnung in der nächsten Stadtratssitzung beantworten. Wie die Anfrage beantwortet wird, werden wir erst am 21. November bei der nächsten Stadtratssitzung erfahren. Da aber die Stadtverwaltung gestern schon einmal in unserer Volleyball-Geschäftsstelle “recherchiert” hat, erkläre ich da gerne als Vereinspräsident auch meine Meinung zum Thema. Die erste Frage “Inwiefern ist den Stadtwerken bei der Erstellung von öffentlichen Werbematerial die Einordnung in diskriminierende/sexistische/rassistische und diskriminierungsfreie Werbung bekannt?” hat mit dem Thema nichts zu tun. Im kritisierten Fall sind alle drei Vorwürfe ziemlich konstruiert. Diskriminierend? Wer fühlt sich diskriminiert? Die Spielerinnen sicher nicht! Sexistisch? Ein Abendkleid ist dies sicher nicht, auch wenn darunter viel Bein zu sehen ist. Rassistisch? Das ist nun völlig absurd! In unserem Team haben wir in diesem Jahr Spielerinnen aus Argentinien, der USA, Brasilien und Finnland, einige von ihnen sind auf dem Bild (freiwillig) dabei. Die zweite Frage lautet: “Wie konnte es geschehen, dass in diesem vorliegenden Fall der Stadtratsbeschluss DS 019/16 zur Vermeidung diskriminierender, frauenfeindlicher und sexistischer Werbung auf stadteigenen Werbeflächen nicht umgesetzt wurde?”. Um dies zu beantworten, müsste zunächst geklärt sein, ob die Vorwürfe so zutreffend sind. Darüber hinaus lohnt es sich den Beschluss des Stadtrats (der übrigens einstimmig gefasst wurde) einmal genauer anzusehen. Im Beschlusstext steht “Eine Begutachtung der Werbeplakate im Vorfeld durch die Stadt findet nicht statt. Lediglich, wenn sexistische Werbung publiziert wurde bzw. Beschwerden über städtische Werbeflächen vorliegen, ist die Stadtverwaltung aufgefordert, die Werbung zu prüfen.”. Diese Prüfung wird nun sicher erfolgen und ich bin auf das Votum dazu sehr gespannt. Die Art der Werbung haben wir vorher innerhalb der Vereinsgremien miteinander besprochen. Die Spielerinnen haben sowohl den Styling-Termin, als auch die Auswahl der Kleider für sich entschieden. Ich räume ein, dass sich das was mit Werbung gemacht wird und was gesellschaftlich akzeptiert ist, in den letzten Jahren gewandelt hat. Viele Arten von Werbung der letzten Jahre, wäre heute undenkbar. Auch wir hatten mit dem damals erotischen Schwarz-Weiß-Kalender “Vernetzung” im Jahr 2003 und einem Werbekalender für Bau- und Gartengeräte 2014 Werbemittel gewählt, die wir heute so nicht wieder nutzen würden. Insofern kann ich als Vereinspräsident versichern, machen wir uns auch in Zukunft um dieses Thema Gedanken. Natürlich entschuldige ich mich bei denjenigen Betrachterinnen und Betrachter des Werbeplakats, die sich davon unangenehm angesprochen fühlen. Das war nicht unsere Absicht.  

Eröffnungsveranstaltung der Jüdisch-Israelischen Kulturtage

Sveta Kundish und Patrick Farrell begeisterten mit ihrem Konzert
Erfolgreich sind die 26. Tage der jüdisch-israelischen Kultur in Thüringen heute von unserem Fördervereinsvorsitzenden Ricklef Münnich und Ministerpräsident Bodo Ramelow in Berkach eröffnet worden. Schon bei der Planung der Eröffnungsveranstaltung hatten wir im Vorstand bewusst die Entscheidung für den Eröffnungsort an der Landesgrenze zu Bayern getroffen. Rund 100 km von Erfurt entfernt waren dennoch viele Gäste angereist und füllten die alte, inzwischen wunderschön sanierte Synagoge in Südthüringen. ZDF, MDR und viele weitere Medienvertreter werden von der Veranstaltung berichten. Berkach steht mit seiner Synagoge, Mikwe, Friedhof und Schule für das ländlich geprägte Judentum und uns war es wichtig auch dies in den Blickpunkt zu rücken, nachdem wir in den letzten Jahren immer in den großen Thüringer Städten waren. Neben den Eröffnungs- und Grußworten beeindruckte der Vortrag von Prof. Johannes Heil, Rektor der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg “Wenn ihr nicht aufpasst, wird es ein Alptraum. Die anhaltende Bedeutung der Novemberpogrome 1938”. Dabei schlug er einen weiten geschichtlichen Bogen. Das anschließende Konzert von Sveta Kundish und Patrick Farrell machte Lust auf die vielen Veranstaltungen unserer Kulturtage. Bis zum 18.11. werden wir an 20 Orten rund 80 Veranstaltungen haben – Konzerte, Lesungen, Vorträge und vieles mehr. Ich freue mich darauf. Meine nächsten Veranstaltungen sind das Konzert des Jerusalem Duos und Lesungen mit Chaim Noll. Bilder von der Eröffnung