Volles Haus bei pro familia
“Risiken und Nebenwirkungen von Elternschaft im Wandel” war der Titel der heutigen Fachtagung im Augustinerkloster von pro familia. Dabei ging es nicht darum potentiellen Eltern Angst zu machen, sondern die Probleme aufzuzeigen, die sich seit vielen Jahren in der Beratungslandschaft, aber eben vor allem bei elterlichen Konflikten zeigen.
Neben der Fachtagung wurde auch der 25. Geburtstag von pro familia in Thüringen gefeiert und als Geburtstagsgäste waren unter anderem die Thüringer Sozialministerin Heike Werner sowie Alina Schmitz vom Bundesvorstand gekommen.
Neben den guten Geburtstagswünschen machte schon die Einführung deutlich, dass wir heute viel zu oft über die “Verhandlungsfamilie” sprechen. 3-8 % der Kinder aus Trennungsfamilien haben mit hochstrittigen Verfahren zu tun. Die Zahl der Ehen mit Kindern ist zwischen 1996 bis 2013 von 7,6 Millionen auf 5,6 Millionen gesunken. Gleichzeitig stieg die Zahl der Lebensgemeinschaften von 452.000 auf 810.000. Die Zahl der Alleinerziehenden stieg von 1,3 auf 1,6 Millionen. Auch wenn es damit immer noch der Normalfall ist, dass Kinder bei ihren verheirateten Eltern aufwachsen (rund 75 Prozent), zeigt dies den steigenden Hilfebedarf.
Frau Prof. Birgit Bütow von der Universität Salzburg erläuterte die Pluralisierung von Lebensformen, als ehemalige Vorsitzende von pro familia in Thüringen hat sie gerade die Veränderungen im Freistaat auch direkt miterlebt. Wasser in den Wein einer zu hohen Erwartungshaltung an die “neuen Väter” schüttete Dr. Sebastian Winter von der Uni Bielefeld. Das Elterngeld hat nach seinen Worten noch nicht dazu geführt, dass Väter automatisch eine neue familiäre Rolle übernehmen. Zwar würden die beiden Vätermonate genutzt, aber danach häufig wieder das alte Schema übernommen Berufstätigkeit und Familienernährer ist oftmals das gebrauchte Erklärungsmuster. Nach Auffassung von Dr. Winter ist aber auch die Bequemlichkeit dafür ausschlaggebend. Was sich nach und während einer Trennung abspielt und wie die auf Kinder wirkt, schilderte Dipl. Psych. Annette Bach-Schneider. Neben ihrer Arbeit bei Einzel-, Paar- und Familientherapien ist sie gutachterlich bei Familiengerichten tätig. Hochstrittige und konfliktreiche Fälle belasten nicht nur die Familiengerichte. Leidtragen sind vor allen die Kinder.
Der Fachtag gab viele wichtige Impulse zum nachdenken und diskutieren und Geburtstagsstimmung kam dann erst wieder am Ende beim Anschneiden der Torte auf. pro familia ist in der Beratungslandschaft in Thüringen fest verankert – dies soll auch in Zukunft so bleiben.
Bilder der Fachtagung
Tag der Verfassung
Natürlich befindet sich Thüringen in guter Verfassung! An einem solchen Tag wie heute ist es auch gut und richtig dies deutlich zu sagen. Heute wurden im Landtag zwei Jahrestage gefeiert – vor 26 Jahren konstituierte sich erstmals der neue Thüringer Landtag und vor 23 Jahren wurde die Verfassung des Freistaates Thüringen auf der Wartburg verabschiedet. Aus diesem Anlass sprachen der Landtagspräsident Christian Carius und der Präsident des Thüringer Verfassungsgerichts Manfred Aschke.
Lobende Worte für den Freistaat fand vor allem auch der Ministerpräsident Bodo Ramelow. So richtig dies ist, ist es offensichtlich noch nicht für alle in seiner Partei so selbstverständlich. der eine oder andere und Winkel verzog sich schon bei Politikern der Linken bei der Rede Ramelows. Bis vor zwei Jahren war es noch ein selbstverständlicher Reflex bei vielen linken Politikern jegliche positive Entwicklung in Thüringen zu negieren oder zu kritisieren. Dies hat sich in Regierungsverantwortung nun geändert – da übernahmen die Rolle der Dauermiesmacher nun die Landtagsabgeordneten der AfD.
Voller Plenarsaal
Ramlow ging in seiner Rede darauf ein, warum die Linke vor 23 die Verfassung ablehnte (zu wenig direkte Demokratie war der Grund). Heute liegen diesbezügliche Vorschläge der CDU auf dem Tisch und Bodo Ramelow signalisierte Gesprächsbereitschaft. Im Anschluss diskutierten Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Wettbewerbs Jugend debattiert genau über diese Frage, ob mehr Volksabstimmungen zu mehr Demokratie führen und ob der Bund sie vermehr nach Thüringer Vorbild einführen sollte. Der Verfassungsgerichtspräsident registrierte es interessiert. Ob das aktuelle Volksbegehren zur Gebietsreform bei ihm auf dem Tisch zur Entscheidung landen wird, lies der Ministerpräsident offen. Wie werden sehen wie sich das mit der direkten Demokratie entwickelt 🙂
Applaus für eine gelungene Aufführung
Schon zwei Mal gab es die West Side Story in Erfurt und ich kann mich an beide Inszenierungen noch erinnern. 1984 war Erfurt der erste Aufführungsort des Musicals im Osten und mit damals 17 Jahren hat mich das Stück sehr beeindruckt.
Irgendwie war das damals ein Stück aus einer anderen Welt. Musik und Tanz war genau die Mischung, die ostdeutsche Teenager begeisterten. Beat Street, und Fame gab es im Kino und die West Side Story im Theater. “I like to be in Amerika” war damals schon ein bzw. der Ohrwurm oder eine Hymne – allerdings fernab jeder Realisierung. Das war 1995 bei der zweiten Erfurter Inszenierung dann schon anders. Da war ich gerade das erste Mal im Land der unbegrenzten Möglichkeiten und allein deshalb mehrere Mal begeistert in der Erfurter Aufführung.
Heute nun in der dritten Variante mit meinem mittleren Sohn und wir waren begeistert. Musik und Tanz ist immer noch die Mischung, die gerade ein junges Publikum begeistert. Viele Schülerinnen und Schüler waren im ausverkauften Erfurter Theater und bis zum Jahresende sind alle Aufführungen ausverkauft. Da wird es jetzt schon eng, wenn ich mit meinem ältesten Sohn da noch einmal rein möchte, bevor wir in Amerika sind. Im kommenden Jahr wollen wir alle gemeinsam, also ich mit meinen drei Söhnen nach Amerika reisen.
Da sah es schon gut aus
Saisonauftakt in der 1. Volleyballbundesliga am Abend – der Höhepunkt des sportlichen Wochenendes stand noch bevor. Trotz intensivem Wochenendsportprogramm mit Squash, Fitness und Badminton war das Spiel unserer Damen vom Schwarz-Weiß Erfurt Volleyteam bei den Ladys in Black in Aachen das wichtigste Sportereignis.
Da aber Aachen wirklich am anderen Ende der Republik liegt, war ich dankbar für die Videoliveübertragung bei Sportdeutschland TV. Die favorisierten Ladys in Black legten sich vor ausverkauftem Haus gut in Zeug und gewannen den ersten Satz. Dann war aber Schluss mit lustig – beim Stand von 7:16 im zweiten Satz hegte ich das erste Mal Hoffnung auf einen Punkt. Nachdem der 2. und 3. Satz klar an uns gingen sogar Hoffnung auf mehr.
Der vierte Satz machte es mächtig spannend – gemeinsam mit meinem Sohn tobten und jubelte ich am Bildschirm. Etliche Satzbälle für Aachen wurden abgewehrt und der 2. Matchball zu 30:32 genutzt. Wahnsinn! Erstes Spiel in der 1.Liga und gleich ein Auswärtssieg. Auf der ersten Tabelle sind wir auf dem 5. Platz. Ich bin mächtig stolz auf unser Team. Glückwunsch und ich freue mich auf das Heimspiel gegen VCO Berlin am kommenden Samstag in der Riethsporthalle. Zuvor geht es aber noch einmal in den Westen. Erneut gegen Aachen – aber dieses Mal im Pokalachtelfinale.
“Schlag den Vater”
Sportlich ging das Wochenende los – Freitag erst die obligatorische Squash-Runde im Sportpark in der Apoldaer Straße mit der Erkenntnis, dass man drei Wochen Trainingspause mit zunehmenden Alter schon merkt.
Danach ging es gleich weiter zum Eishockey. Vater und Sohn sahen dabei eine abwechslungsreiche Partie zwischen den Black Dragons und den Hannover Scorpions.
Im Gegensatz zu den beiden Spielen der Eisbären vor zwei Wochen ging es ausgesprochen torreich zu. Nach 30 Sekunden das 1:0 und als es am Ende des ersten Drittels schon 4:1 stand war der Optimismus in der Halle schon groß.
Da haben die Scorpions in der Auszeit das 5:5 geplant…
Im 2. Drittel versäumten es die Drachen den Sack zuzubinden und es stand am Ende 5:3. Im letzten Drittel warfen die Scorpions alles nach vorne, nahmen den Torwart nach der obligatorischen Auszeit raus und tatsächlich klingelte es 30 Sekunden vor Schluss zu 5:5. Glücklicherweise gewannen die Drachen dann in der Overtime.
Heute Morgen ging es sportlich weiter. Es stand einmal wieder ein Vater-Sohn-Duell im Badminton an. Bei den letzten Spielen waren sowohl mein ältester Sohn, als auch der zweitälteste schon dicht dran und beiden brennen darauf endlich beim Badminton bei “Schlag den Vater” erfolgreich zu sein. Sowohl Maximilian, als auch Jonas treiben viel Sport – es ist also eine Frage der Zeit, wann langjährige Erfahrung nicht mehr ausreicht. Heute hat es aber noch ausgereicht mit 3:1 gewonnen 🙂
Heute Abend startet auch unser SWE Volleyteam in die Bundesligasaison. Das erste Auswärtsspiel findet aber in Aachen statt, da kann ich das Spiel nur im Videostream im Internet verfolgen.
Mediale Erregungskurve…
Auf der nach oben offenen linken Empörungsskala gab es gestern wieder einmal einen heftigen Ausschlag. Die Forderung unseres CDU-Stadtratskollegen Michael Hose nach einer Höchstquote von einem Drittel Kindern mit Migrationshintergrund in Erfurter Grundschulen löste bei der inklusionspolitischen Sprecherin der Fraktion der Linken einen heftigen Beißreflex aus. Dies kann man zumindest annehmen, falls sie die dazu gehörige Pressemitteilung selbst geschrieben hat.
Sie meinte, Michael Hose würde falsche Vorurteile verbreiten, er wäre diskriminierend und ein Fall für das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz. Für das Abschneiden in der Schule meinte sie den Berufsstatus und Bildungsstand der Eltern für maßgeblich zu erkennen. Diese Feststellung ist allerdings unvollständig und falsch – nicht der Bildungsstand oder Schulabschluss der Eltern ist entscheidend, sondern die Bildungsorientierung, also welchen Stellenwert die Eltern der Bildung ihrer Kinder beimessen. Dies gilt auch für Eltern mit Migrationshintergrund. Die Kollegin der Linken verkennt dabei zudem, dass die derzeit bestehenden Probleme in den betroffenen Grundschulen vor allem etwas mit den mangelnden Deutschkenntnissen und der noch nicht erfolgten Integration der Kinder zu tun haben. Einige Erfurter Grundschulen haben derzeit mit einem hohen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund eine besondere Integrationsleistung zu erbringen und kommen personell an ihre Grenzen.
Die derzeitige Konzentration auf einzelne Schulen in Erfurt hat etwas mit der Mietsituation in einzelnen Stadtteilen zu tun – dies korrespondiert auch mit der sozialen Situation vieler deutscher Familien. Für eine gelingende Integration gibt es drei Möglichkeiten:
1. Zu früh wie möglich beginnen. Dies würde bedeuten frühestmöglich in eine Kita. Fakt ist aber, dass nur ein Viertel der rund 450 Kinder mit Migrationshintergrund im Kita-Alter tatsächlich einen Kita besuchen. Mangels Kita-Plätzen agiert die Stadt auch nicht wirklich intensiv und so kommen viel Kinder in die Grundschule ohne eine Kita besucht und Deutsch gelernt zu haben. Dies führt schon zu verschlechterten Startbedingungen.
2. Die Kinder müssten intensiv in der Schule mit Ganztagsangeboten unterstützt und fachlich besser begleitet werde, bis hin zu Schulsozialarbeit an den betroffenen Grundschulen. Für diese Integrationshilfestellungen wäre die Stadt zuständig – respektive die linke Beigeordnete für Soziales und Bildung.
3. Die personelle Situation bezüglich qualifizierter Lehrer müsste verbessert werden. Dafür wäre dann die linke Kultusministerin zuständig.
An die jeweiligen Verantwortlichen trauen sich die linken Kommunalgenossen nicht heran, sonst müssten sich ihre Kritik und ihre Forderungen konsequenterweise an die Verantwortlichen richten. Ich habe heute für unsere Fraktion erklärt, dass wir eine gelingende Integration von Kindern und Jugendlichen wollen. Wenn die derzeitige personelle Situation dies in den betroffenen Grundschulen nur zum Teil ermöglicht ist eine ausgewogenere Verteilung auf verschiedene Grundschulen sinnvoll. Ich hätte mir sehr gewünscht, dass zu dem Thema eine sachbezogene Diskussion im zuständigen Fachausschuss geführt wird – subtanzlose Unterstellungen und Diskriminierungsvorwürfe sind dafür wenig hilfreich!
Neugier geweckt – Ziel verfehlt
„Wissen das ankommt“ ist der Slogan vom Forum Verlag Herkert GmbH in Merching. Ankommen wird das gesammelte und gedruckte Wissen nur, wenn der dazugehörige Werbebrief – neudeutsch auch Analog-Spam – den richtigen Adressaten erreicht und dieser das beworbene Werk bestellt. Obwohl Werbebriefe in Zeiten moderner Kommunikation seltener geworden sind, landen sie in der Regel doch wenig beachtet im Papierkorb.
Heute jedoch hat das Schreiben meine Neugier geweckt. Dies lag zunächst an der gewählten Adresse. Den Brief wollte ich eigentlich zurück schicken. Wir haben keine Asyl-Integrationsbeauftragte und die Unterstellung, dies könne nur eine Frau sein, finde ich als Mann schon etwas diskriminierend. Als Fraktionschef fühle ich mich aber durchaus für alles zuständig und habe den Brief geöffnet. Wir können mit einem Bestellschein die Broschüre “Rechte und Pflichten im Asylverfahren nach dem neuen Integrationsgesetz 2016” DIN A4, ca. 30 Seiten plus alle mehrsprachigen Merkblätter zum Download zum “sportlichen Gesamtpreis” von 109,- Euro zzgl. MwSt., zzgl Versandkosten bestellen.
Auf der Homepage des Verlags finden sich noch weitere Broschüren u.a. zur Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbewerbern sowie Praxismaterial zur Arbeit mit Flüchtlingskindern in der Schule. Ich kann nicht einschätzen, wie nützlich dieses Material ist. Allerdings sind die Informationen zum neuen Asylbewerberleistungsgesetz durchaus in recht vielfältiger Form im Internet zu finden. Meine Nachfrage bei Erfurter Trägern, die mit Flüchtlingen arbeiten ergab, dass sie sich gut informiert fühlen. Sicherlich wird es dennoch bei etlichen der Adressaten des Werbebriefs noch freie Finanzmittel zur Bestellung der Broschüren geben. Als CDU-Stadtratsfraktion werden wir von dem Angebot keinen Gebrauch machen.
Das Programm der Kulturtage
Unser Förderverein “Alte & Kleine Synagoge e.V.” hat sich bei der heutigen Mitgliederversammlung (eigentlich schon davor, aber nun hat der Notar, nach unserer Unterschrift dies an das Amtsgericht weitergeleitet) umbenannt in “Förderverein für jüdisch-israelische Kultur in Thüringen e.V.”. Seit nunmehr 25 Jahren gibt es unseren Verein. Ich bin erst vor rund 10 Jahren dazu gekommen, aber ich bin immer noch sehr gerne als stellvertretender Vorsitzender dabei. Mit der Umbenennung, die noch rechtlich bestätigt werden muss, tragen wir dem Aufgabenfeld Rechnung. Während in den Anfangsjahren sowohl der Erhalt, als auch die Bewahrung der Alten und der Kleinen Synagoge im Mittelpunkt der Arbeit standen, sind es nach kurzer Zeit vor allem die jüdisch-israelischen Kulturtage geworden, die unseren Verein prägen.
Vergangene Woche wurden die 24. Kulturtage eröffnet und das Programm wurde in jedem Jahr größer und die Zahl der Veranstaltungsorte stieg. Insofern ist es konsequent, dass wir diese Aufgabe nun auch im Vereinsnamen verankern. Wir haben neben dem Kassenbericht (wichtigster Akt in jedem Verein) auch eine gute Bilanz zu den vergangenen Kulturtagen ziehen können. Unser recht kleiner Verein lebt von dem Engagement für das jüdische Leben in Erfurt und unsere Vorstandsarbeit koordiniert die Aktivitäten. Die eigentliche erfolgreiche Arbeit gestaltet aber unsere Geschäftsführerin und Koordinatorin der Kulturtage Caroline Fischer – ihr gebührt auch der Dank der Mitgliederversammlung. Neben der Begleitung der diesjährigen Kulturtage, plant sie jetzt bereits die 25. Kulturtage im nächsten Jubiläumsjahr, dann mit unserem neuen Jahr.
Zum ersten Mal bei der DTM
„LAUT.NAH.DRAN.“ ist der Werbeslogan für Hockenheim. Dabei ist Hockenheim weniger bekannt für die kleine Stadt in Baden-Württemberg, sondern natürlich ein Begriff wegen seiner Autorennstrecke, auf der früher Formel 1 Rennen gefahren wurden und heute die Deutsche Tourenwagen Meisterschaft (DTM) ihr zu Hause hat.
Die Saisoneröffnung war in Hockenheim und an diesem Wochenende auch das Finale. Wenn ich bei meinem Kurzen zu Besuch bin, ist die Rennstrecke so nah, dass wir manchmal die Rennwagen hören und ein Hotel hatten wir auch schon in Hockenheim – das Interesse war also geweckt. Also höchste Zeit einmal für Papa und Sohn ein DTM-Rennen zu besuchen.
Für Sonntag und damit das letzte und entscheidende DTM-Rennen war für Spannung gesorgt. Am Samstag war noch keine Entscheidung gefallen und so musste der letzte Lauf zwischen Edoardo Mortara (Italien) auf Audi und dem Deutschen Marco Wittmann in einem BMW entscheiden. Wir waren Audi-Fans – schließlich geht die Marke über die Nationalität. Natürlich waren wir auch deshalb Audi-Fans, weil mein Jüngster vor dem Rennen zu einem „Greet and Meet“ mit dem Audi-Piloten Miquel Molina aus Spanien zusammen traf. Der hatte beim Samstags-Lauf das zweite Mal in dieser Saison ein Rennen für sich entschieden und Julian schwenkte dann bei Rennen auch stolz die Audi-Fahne mit Molinas Unterschrift. Leider konnte er an den Vortageserfolg nicht anknüpfen und wurde nur 14.
Spannend blieb es zwischen Mortara und Wittmann. Mortara gewann das Rennen und verlor die Meisterschaft. Wittmann reichte ein vierter Platz zum Gesamtsieg. Neben der DTM gab es noch den Porsche Carrera-Cup, Formel 3-Rennen und den Audi-Cup. Wir waren bei dem sonnig-herbstlichem Wetter begeistert und ich glaube im nächsten Jahr werden wir wieder dabei sein und dann am besten noch den großen Bruder mitbringen.
Bilder vom Rennen
Kampf um jeden Ball
Gleich drei “Events” hielt der heutige Samstag für Papa und Sohn in Heidelberg bereit. Der Tag startete mit einem Handballspiel meines Kurzen und seiner E-Jugend des TSG Wiesloch gegen die SG Kirchheim. Mit 21:7 wurde das Speil zur Begeisterung des Ppa-Fanblocks gewonnen. Nach der Umrechnung war das Ergebnis mit 147:42 noch spektakulärer. Beim Nachwuchs-Handball werden die Tore nach den zwei Mal 20 Minuten hochrechnet nach Zahl der Torschützen pro Team.
Nach einer verdienten Pause in Mandys Railway Diner (in einem Eisenbahnwagon und Amerika-Feeling) in Heidelberg ging es weiter zum Herbstfest an der Grundschule. Beeindruckend viele Kinder und Eltern sorgten für heftig Trubel, aber vor allem für glückliche Kinderaugen. Spontan entschieden wir beide nach einem “Familienrat” das Abendprogramm nicht im Hotel zu gestalten, sondern das nahgelegene Miramar zu besuchen.
Die Thermenlandschaft
Die Therme war schon einmal vor einem Jahr unser Ziel und es hat sich auch dieses Mal wieder gelohnt. Viele Rutschen, Wellenbad, große Saunalandschaft und eine Lasershow gibt es dort immer. Da aber lange Saunanacht war (einmal im Monat bei Vollmond) ging das Programm bis 2 Uhr mit Livemusik, Lagerfeuer und ab 20 Uhr FKK im ganzen Bad. Und wir waren sogar noch im See baden!
Morgen wollen wir kurzfristig noch zur DTM auf den Hockenheimring. Ich ahne jetzt schon, dass ich morgen Abend wieder einmal positiv gestresst nach Hause fahre, so wie die letzten Wochenenden schon aus München und Berlin. Aber es macht zugleich bei allem Stress vor allem viel Spaß mit den Jungs so viel zu erleben.
Mandys Railway DinerBilder aus dem Miramar
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