Zoo der großen Tiere – und der kleinen Besucher

Schwere Brocken im Erfurter Zoo
Eigentlich müsste man ja bei der Feriengestaltung antizyklisch vorgehen. Also genau nicht das tun, was alle anderen Ferienkinder mit ihren Eltern gerade tun. Aber dies gilt nur theoretisch – praktisch richtet ich die Gestaltung der Ferienspiele auch bei mir und meinem Kurzen vor allem nach der Wetterprognose. Am Dienstag schönes Wetter – Hochseilgarten auf dem Possen – es war voll. Mittwoch bewölkt – Avenida-Therme in Hohenfelden – es war voll. Heute wunderschönes Frühlingswetter – Thüringer Zoopark – es war knallvoll. Begünstigt war dies aber nicht nur vom schönen Wetter und den Osterferien, sondern auch vom Streik in den kommunalen Kitas. Dieser zwang viele Eltern und Großeltern dazu, ein alternatives Betreuungsprogramm zu organisieren und da war der Zoo-Besuch offensichtlich erste Wahl. Auch wir hatte heute mit beiden Themen zu tun. Am Vormittag auf dem Fischmarkt vorm Rathaus trafen wir die demonstrierenden Erzieherinnen und Erzieher. Ausdrücklich unterstützt die CDU-Stadtratsfraktion ihre Forderungen nach einer besseren Entlohnung (siehe PM von heute) und ich habe kurz mit einigen Erzieherinnen sprechen können. Ausdrücklich sind mit einer besseren Entlohnung auch die Kolleginnen und Kollegen in den 86 Einrichtungen der freien Träger in Erfurt gemeint. Viele hängen am TVÖD direkt dran – aber spätestens bei den Anerkennungen der Berufsjahre ist oft Schluss mit der Gleichbehandlung. Darüber hinaus gibt es noch etliche Träger die schlechter bezahlen als der TVÖD. Mit der Straßenbahn ging es praktischerweise direkt vor die Eingangstür des Zooparks, bzw. an das Ende der Warteschlange. Aber es ging relativ schnell und wir waren bei den Tieren. Ich war länger nicht im Zoo zu Besuch und habe mit meinem Kleinen gestaunt, was sich alles verändert hat. Die große Elefantenanlage kannten wir noch gar nicht. Aber auch die Nashorn- und Affenanlage sind toll geworden und die Löwen begeistern gleich am Eingang. Bei jedem Wetter ist der Erfurter Zoo einen Besuch wert!

Erneute Zeitverzögerung…

Alles nichtöffentlich…
Inzwischen bin ich nun schon seit vielen Jahren im Finanzausschuss, aber es gibt doch immer wieder noch etwas Neues. Erstmals, zumindest nach meiner Erinnerung, gab es im Ausschuss für Finanzen, Liegenschaften, Rechnungsprüfung und Vergaben heute keinen öffentliche Beratungsteil. Im nichtöffentlichen Teil (aus dem nicht berichtet werden darf) ging es um einige Vergaben von Bauleistungen, die Niederschlagung offener Forderungen und einige Grundstücks- bzw. Gebäudeangelegenheiten. Am Interessantesten war noch der Teil, zu dem es derzeit mehr Verwirrung, als Klarheit gibt. Per Dringlichkeit sollte über den Fahrplan zum Haushalt 2015 beraten werden. Der von der Stadtverwaltung und dem Oberbürgermeister erarbeitete Vorschlag sieht vor, dass der HH-Entwurf 2015 erst Ende April in der Dienstberatung des OB abschließend beraten werden soll. Danach braucht die Verwaltung noch etliche Tage die Druckfassung zu erarbeiten (schließlich ist ja 1. Mai und Himmelfahrt). Danach soll es dann nicht wie normalerweise üblich eine erste Lesung im Stadtrat geben, sondern zunächst die Anhörung in den Fachausschüssen. Dieses Verfahren erschwert den ehrenamtlichen Stadträten die Arbeit erheblich – vermutlich ist aber genau dies Sinn und Zweck der Sache 🙁 Die Kolleginnen und Kollegen der links-link-grünen Koalition interessiert dies aber herzlich wenig. Ohnehin wissen sie, dass sie den Haushalt so nehmen und schönreden müssen, wie er ihnen vom OB präsentiert wird. Unser heutiger Versuch, die normale Beratungsfolge wieder herzustellen und vor den Ausschussanhörungen im Rahmen einer Sondersitzung eine erste Lesung durchzuführen, würde die Verwaltung unter Druck setzen. Genau dies ist von den links-link-grünen Stadträten gar nicht gewollt und so stimmten sie heute gegen unseren Antrag. Bemerkenswert war noch die standhafte Verweigerung der Finanzbeigeordneten ein Datum zu nennen, bis wann der Haushaltsentwurf den Stadträten vorliegen wird. Vor zwei Wochen hat der Oberbürgermeister in der Presse verkündet, der Haushalt sei jetzt rund. Er hatte schon im Januar angekündigt, dass bis Ende März der Haushaltsentwurf eingebracht sei. es bleibt festzustellen: er hat die Unwahrheit gesprochen!

Hochseilgarten auf dem Possen

Ein Teil des Hochseilgartens
“Hundert Gründe Thüringen zu lieben” listet die Thüringer Allgemeine in einem Buch auf. Ich habe keine Ahnung, ob das Buch als Ferienratgeber für Familien in den Osterferien dient. Allerdings habe ich den Wunsch mit meinen Söhnen in der Ferien möglichst viele schöne Aktivitäten an noch schöneren Orten zu entdecken. Nach dem Kartfahren mit dem Großen letzte Woche und der Burg Gleichen zu Ostern, waren wir heute auf dem Possen in Sondershausen. Seit meiner Kindheit kenne ich den Possenberg gut, weil meine Großeltern in Sondershausen Bebra wohnten. Auf dem Possen waren wir zu Klassenfahrten in dem Bungalowdorf und 1992 habe ich dort meinen ersten Junge Union Landestag organisiert. Inzwischen hat sich der Possen zu einem tollen Naherholungsort entwickelt. Den Possen-Aussichtsturm und die Bären gibt es immer noch. Auch das Bungalowdorf (wir waren vor zwei Jahren dort zum Klassentreffen). Aber dazu ist viel Neues gekommen. Der Tierpark wurde deutlich erweitert. Emus, Kängurus, Pferde, Rinder, Ziegen, Rehe und noch vieles mehr gibt es. Ganz neu ist ein Gepardengehege. Die meiste Zeit verbrachten wir aber heute im Hochseilgarten. Strecken mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden stehen zur Verfügung und auch ein Kinderklettergarten. Mein Kurzer nutzte den aber nur zur “Erwärmung” und dann ging es mit Kletterausrüstung auf die große Runde. Papa war nach dem dritten Durchlauf fertig – der Kleine schaffte noch einen vierten Umlauf und auch noch den Aufstieg auf den Possenturm. Wie es sich gehört gab es noch eine Thüringer Rostbratwurst 🙂 Mal sehen. was wir morgen entdecken…  

Frohe Ostern

Frohe Ostern 2015
Allen Besuchern meiner Homepage wünsche ich ein frohes Osterfest. Das Wetter scheint gerade noch rechtzeitig zum Osterfest noch die Kurve zu bekommen. Auf alle Fälle müssen die Ostereier nicht im Schnee versteckt werden, wie vor ein paar Tagen befürchtet. Das Ostermotiv stammt aus dem OB-Wahlkampf vor drei Jahren. Ich habe bei der Gelegenheit einmal die Osterfotos der letzten Jahre raus geholt und dabei festgestellt, dass in den letzten Jahren regelmäßig zu Ostern schon richtig Frühlingswetter war. Dieses Jahr muss das Motorrad noch auf die erste längere Tour warten, lediglich zwei Kurztouren waren schon drin. Auch die Sportaktivitäten finden derzeit ausschließlich im Sportparkt Johannesplatz oder in der Apoldaer Straße statt. Immerhin haben wir die Wohnung österlich dekoriert und die Osterzweige blühen (zumindest in der Vase). Aber egal, wie das Wetter in den nächsten Tagen wird, ich freue mich sehr auf meine Söhne und die Familie. Am Montag Abend wollten wir eigentlich grillen – aber das wurde heute umdisponiert. Nun ist ein Sushi-Abend geplant. Allerdings ist daran nun nicht das Wetter schuld (in Thüringen wird bei jedem Wetter gegrillt!). Seit gestern brütet auf unserer Terrasse eine Ente und da ist jetzt vier Wochen lang Rücksichtnahme angesagt 😉

Der Kanzler der Einheit wird 85

1994 mit Helmut Kohl in Suhl
Gorbatschow, Bush und Kohl auf Point Alpha
Heute feiert der Kanzler der Einheit Helmut Kohl in Oggersheim seinen 85. Geburtstag. Das Internet und die virtuellen Netzwerke sind voll mit Geburtstagsglückwünschen und mit persönlichen Erinnerungen an Helmut Kohl bzw. Begegnungen mit ihm. Auch ich erinnere mich sehr gerne an etliche Begegnungen, die mich in den 25 Jahren der aktiven Politik immer wieder begleitet und auch geprägt haben. Helmut Kohl ist der Kanzler der Einheit und sein beherztes Zugreifen hat die Einheit ermöglicht. Im Februar 1990 habe ich Kohl erstmals live erlebt. Bei der Kundgebung zum Volkskammerwahlkampf zeichnete er auf dem Erfurter Domplatz seinen Weg zur Deutschen Einheit auf. Vier Jahre später war er wieder auf dem Domplatz und vielen anderen Plätzen im Freistaat. Damals habe ich für die CDU-Thüringen den Wahlkampf koordiniert und so gab es nicht nur die Möglichkeit neben Helmut Kohl auf der Wahlkampfbühne in Erfurt, Suhl und Worbis zu stehen, sondern auch ihn bei einem Gespräch im Rahmen eines Mittagessens in Heiligenstadt in kleiner Runde zu erleben. Während meiner Zeit bei der Jungen Union in Bonn waren wir zwei Mal mit dem Bundesvorstand bzw. den JU-Landesvorsitzenden zum Abendessen im Kanzlerbungalow eingeladen. Darüber hinaus bleiben viele Parteitage und Deutschlandtage der Jungen Union, ein Jahresempfang der CDU Thüringen mit Helmut Kohl im Kaisersaal und Wahlveranstaltungen in Erinnerung. Im Juni 2001 war ich mit einer Reisegruppe des AJC in den USA unterwegs und zum Abschluss trafen wir Helmut Kohl im Waldorf-Astoria Hotel. Besonders beeindruckt hat mich auch die Veranstaltung mit Helmut Kohl am 17. Juni 2005 auf Point Alpha. Gemeinsam mit George Bush und Michail Gorbatschow erhielt Helmut Kohl den Point-Alpha-Preis für ihre Verdienste um die Einheit Deutschlands und Europas in Frieden und Freiheit. Helmut Kohl hat zu Recht viele Preise und Anerkennungen erhalten. Sein Name ist wie kaum ein anderer mit der Deutschen Einheit verbunden. Zu seinem Geburtstag wünsche ich ihm vor allem Gesundheit.  

Ferienspiele

Auf der Erfurter Kart-Anlage
Zwei Wochen Osterferien für die Schulkinder und da stellt sich die Frage, wie große und kleine Jungs die Ferien gestalten. Bei meinen Söhnen ist das deshalb nicht ganz so einfach, weil sie einige Jahre auseinander sind und demzufolge auch unterschiedliche Interessen haben. In unserer Jugendzeit gab es für so etwas Ferienspiele. Heute ist das, abgesehen von der Hortbetreuung jeden sein eigenes Ding. Mein Ältester hat zwar frei, aber keinen Urlaub er schlägt sich mit seiner Abschluss- bzw. Hausarbeit rum, um im Sommer seinen Studienabschluss als Polizist erfolgreich zu gestalten. Der Kleinste kommt erst am Sonntag zu uns und dann wird das mögliche Ferienprogramm mit ihm besprochen. Mein mittlerer Sohn hatte diese Woche schon Ferien und da ich Urlaub habe, konnten wir zumindest zeitweise die Ferienspiele gemeinsam gestalten. Badminton und Squash sowie Eishockey (nur an der X-Box) gehören zum Standartprogramm. Motorradfahren eigentlich auch, aber in den letzten Tage stürmte und schneite es in Erfurt. Heute waren wir deshalb auf vier kleinen Rädern unterwegs. Im Erfurter Kart-Center haben wir einmal wieder ein paar Runden gedreht. Mein Sohn ist übrigens schneller unterwegs, als sein Papa (21,36 Sek. gegen 21,91 Sek.). Das war schon auf der Kart-Anlage in Wien und in Grimma so und das setzt sich auch in Erfurt fort. Da wird es wohl nun langsam Zeit, die Autoschlüssel gut im Auge zu behalten 🙂 Über die Ostertage freue ich mich darauf, dass einmal wieder alle drei Jungs zusammen da sind. Wenn das Wetter sich einigermaßen wieder ein bekommt, wollen wir zusammen grillen und dann steht noch eine Woche “Ferienspiele” mit dem Kleinen auf dem Programm – ich freu mich darauf.

Vorerst letzter Termin…

Derzeit habe ich Urlaub, aber heute trotzdem noch einen dienstlichen Termin vor Ostern gerne gemacht. Na ja, noch einen weiteren, den aber nicht ganz so gerne. Bei Radio Frei war ich zu einem Gespräch mit Jenny Renner vom Verein CSD Erfurt mit den Mitarbeiterinnen vom Lokalen Aktion Plan Erfurt (LAP). Es war ein ausgesprochen angenehmes Gespräch über die Organisation des CSD in Erfurt Ende August und damit verbundene Finanzierungsfragen. Gerne werde ich die Organisatoren des CSD auch weiter unterstützen – egal in welcher Funktion. Bereits in den vergangenen Jahren war ich beim CSD in Erfurt mit einem Grußwort und beim Regenbogenempfang im Landtag als Ansprechpartner der Landesregierung für Antidiskriminierung dabei. In diesem Jahr wird dies schwierig – nicht die Teilnahme sondern in welcher Funktion. Am 5. April endet nach Auffassung der Landesregierung mein Arbeitsvertrag als Generationenbeauftragter. Ich habe diese Aufgabe, ebenso wie die Aufgabe als Ansprechpartner für Antisdiskrminierungsfragen in den letzten viereinhalb bzw. zwei Jahren ausgesprochen gerne gemacht. Es ist kein Geheimnis, dass ich dies auch gerne weiter machen würde. Aber dies ist eine Entscheidung, die nun andere treffen müssen. Am Ende wird alles gut und wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht zu Ende 🙂 Heute und in den letzten Tagen habe ich daher zunächst erst einmal das Büro im Sozialministerium geräumt. Es ist schon erstaunlich, was sich so alles ansammelt – auch an Terminen in den viereinhalb Jahren. Bei der Outlook-Bereinigung des Rechners habe ich erstaunliche 5.981 Termine gelöscht. Auch wenn da kommunalpolitische und Sporttermine dabei waren, bleiben viele dienstliche Besprechungen, Tagungen, Beratungen und Vor-Ort-Termine in guter Erinnerung. Mehrgenerationenhäuser, Bundesfreiwilligendienst, Demografie, Generationen- und Seniorenpolitik, LSBTI-Themen und Antidiskriminierungsarbeit waren die Schwerpunkte. Ich konnte erfolgreich für den Fortbestand unserer 25 MGHs kämpfen, war in mehreren Bund-Länder-Arbeitsgruppen, im Landessenioren- und Landesbehindertenbeirat und habe in mehreren Kommunen die Erstellung von seniorenpolitischen Konzepten begleitet. Ich habe zwei Netzwerke zur Antidiskrimierungsarbeit etabliert, das Netzwerk der Thüringer MGHs mitgegründet und eine Woche in der Bundesantisdiskriminierungsstelle hospitiert. Ausgesprochen dankbar bin ich Christoph Bender, meinem Stellvertreter und den drei Mitarbeiterinnen, mit denen ich die viereinhalb Jahre gestalten durfte. Die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen im TMSFG und den beiden Hausleitungen war sehr gut. Über Ostern und in der zweiten Ferienwoche habe ich nun endlich auch einmal terminfrei viel Zeit für die Familie und danach werden wir sehen was kommt. In jedem Fall erst einmal mehr Zeit für die Kommunalpolitik 😉

Kita-Sanierungsbedarf auch bei den Außenanlagen

Unfallquelle im Außengelände
Leider hat sich am Sanierungsstau in den Erfurter Kindertageseinrichtungen in den letzten Jahren noch keine wesentliche Besserung ergeben. Angesichts der begrenzten Mittel im Haushalt und der beharrlichen Weigerung von Rot-Rot-Grün diese zu erhöhen, ist inzwischen auch das schon mehrfach verschobene Sanierungsziel 2018 in Gefahr. Dass dies aber nur ein Teil der notwendigen Investsumme ausmacht, wurde mir heute wieder bewusst. Die Elternvertretung der Marbacher Lausbuben hatte die Vertreter der Stadtratsfraktionen zu einem Vor-Ort-Besichtigungstermin eingeladen. Alle Fraktionen waren vertreten und mit der Ortsteilbürgermeisterin, Ortsteilräten und der Elternvertretung waren wir eine große Runde. Ich kenne die Kita 32, die Marbacher Lausbuben, ganz gut. Sowohl beim Trägerwechsel vor vielen Jahren, als auch bei der Einweihung der Container-Übergangslösung und bei mehreren Besprechungsrunden mit der Kita-Leitung und der Elternvertretung vor drei Jahren war ich in der Einrichtung. Vor drei Jahren haben wir über die marode Eingangstür und den beschädigten Fußbodenbelag lange gesprochen und konnten schließlich das Jugendamt zum Handeln drängen. Heute haben wir gesehen, dass es noch eine ganze Menge mehr zu tun gibt. Sowohl in der Einrichtung, als auch im Außengelände gibt es Stellen mit Unfallgefahren. In dieser Woche wird es noch eine Begehung mit der Unfallkasse geben und dabei drohen Auflagen. Wir haben heute eine Liste mit Mängeln von der Elternvertretung bekommen. Der Vertreter des Jugendamtes konnte leider keine Auskunft geben, ob und wann diese Mängel beseitigt werden. In jedem Fall wird es aber jetzt erst einmal ein Thema für den Jugendhilfeausschuss und danach werden wir es bei den Haushaltsberatungen wieder aufrufen.

Saisonabschied in der Riethsporthalle

Stimmungsvoller Abschied
Gestern Abend haben unsere Mädels im letzten Heimspiel der Saison 2014/2015 in der Erfurter Riethsporthalle aufgeschlagen. Gegner des SWE Volley-Teams war mit dem SV Lohhof ein ganz alter Bekannter in der 2. Volleyballbundesliga. Solange ich mich zurück erinnern kann, waren es mit den Damen vom SV Lohhof immer spannende Duelle. Die 15. Saison in der ich Vorstandsverantwortung trage und die 12. Saison als Vereinspräsident bedingen nun schon einen langen Erinnerungs-Geschichten-Speicher. Erinnerungen an unsere drei Spielstätten in der Schalenhalle, im Sportgymnasium und jetzt in der Riethsporthalle – aber auch an viele spannende Spiele in der 1. und 2. Volleyballbundesliga. Gegen Lohhof hatte meist die Heimmannschaft die besseren Karten. Gestern Abend waren aber die Vorzeichen recht klar. Lohhof auf dem 2. Tabellenplatz, das SWE Volley-Team auf dem 6. Platz. Aber nach dem Sieg letzte Woche in Sonthofen war unseren Mädels einiges zuzutrauen. Vor der Saison-Rekordkulisse von 615 Zuschauern legten unsere Damen richtig los, gingen im ersten Satz in Führung und hatten beim Stand von 24:22 zwei Satzbälle. Aber auch ein dritter Satzball konnte nicht genutzt werden und der Satz ging mit 25:27 an die Gäste. Leider waren die Sätze zwei und drei nicht ganz so knapp. 21:25 und 19:25 war das jeweilige Satzergebnis. Der guten Stimmung tat dies keinen Abbruch. Unter den begeisterten Fans waren auch die Cheerleader der Erfurt Indigos und sie feuerten unser Team an. Ihr Auftritt ist eine gute Überleitung in die neue Sommersaison. In gut einem Monat starten die Indigos in ihre neue Saison auf dem Sportfeld neben der Riethsporthalle. Das SWE Volley-Team hat jetzt, zumindest in Erfurt, erst einmal Sommerpause – es geht erst im September weiter. Zuvor steht aber noch das letzte Auswärtsspiel in Engelsdorf auf dem Programm. Dort wird es noch einmal spannend. Engelsdorf liegt auf dem vorletzten Platz und sind damit stark abstiegsbedroht. Aber etwa überraschend gewannen sie heute in Grimma mit 1:3. Grimma liegt mit uns punktgleich auf Platz 5, hat aber das bessere Satzverhältnis. Am letzten Spieltag spielt Grimma beim feststehenden ungeschlagenen Meister und Aufsteiger Straubing. Insofern haben wir ganz gute Chancen doch noch den 5. Platz zu erkämpfen – wenn wir keine Geschenke verteilen. Geschenke gab es gestern Abend in der Riethsporthalle von unseren Spielerinnen für die vielen ehrenamtlichen Helfer, die uns diese Saison ermöglicht haben und im Anschluss wurden die Trikots unserer Damen begehrte Beute der Fans. Bei der traditionellen Trikotversteigerung kam noch eine nette Summe für die Nachwuchsarbeit zusammen. Noch ist die Saison nicht ganz zu Ende, aber wir arbeiten im Vorstand schon intensiv an der neuen Saison.

Ehrenamt ist das Rückgrat der Freiwilligen Feuerwehren

 
Haus der sozialen Dienste
Bei der heutigen gemeinsamen Delegiertenversammlung der Freiwilligen Feuerwehren der Landeshauptstadt war ich gerne zu Gast, um wie in den Vorjahren die herzlichen Grüße und den Dank der CDU Stadtratsfraktion zu übermitteln. Die Unterstützung für die Feuerwehr ist durchaus fraktionsübergreifend. Zumindest die drei großen Fraktionen im Stadtrat SPD, CDU und Linke sind regelmäßig bei den Jahreshauptversammlungen dabei. Ebenso regelmäßig fehlen allerdings die Grünen, ohne dass es dafür eine Erklärung gibt. 22 Freiwillige Feuerwehren haben wir im Stadtgebiet – heute konnten wir viel über ihre Arbeit, aber auch ihre Sorgen erfahren. Die Mitglieder der Erfurter Wehren haben unter schwierigsten Bedingungen auch im letzten Jahr wieder hervorragende Arbeit geleistet. Die Bürgerinnen und Bürger in der Landeshauptstadt Erfurt können sich voll und ganz auf die Einsatzbereitschaft unserer Feuerwehren verlassen. Bei den Besuchen der Feuerwehrversammlungen in den Ortschaften konnten wir in den letzten Wochen in Erfahrung bringen, dass eine Sorge der Feuerwehren auch in diesem Jahr die Nachwuchswerbung ist und bleibt. Die Mitglieder der CDU Fraktion waren bei nahezu allen Versammlungen in den Ortsteilen zu Gast. Ich selbst konnten in diesem Jahr drei Jahreshauptversammlungen besuchen. Wir wissen daher um die Nachwuchssituation. Viele Wehren leisten seit Jahren eine hervorragende Jugendarbeit. Der Anteil derjenigen, die aus der Jugendfeuerwehr in die aktiven Wehren wechseln, ist ein Beleg für die gute Jugendarbeit. Nicht nur im Katastrophenalarm, sondern auch bei kleinen Einsätzen und bei der Kinder- oder Jugendarbeit ist es keine Selbstverständlichkeit, seine Freizeit für ein ehrenamtliches Engagement zu nutzen. Das gilt erst recht und ganz besonders für die Freiwilligen Feuerwehren. Genau deshalb muss die Politik aber die Feuerwehren intensiv unterstützen. Wir brauchen dafür Geld, aber vor allem die Unterstützung des Ehrenamts, denn es stimmt: Erst wenn das letzte Feuerwehrauto eingespart wurde und kein Freiwilliger mehr ein Ehrenamt ausübt, dann merken wir, dass Geld allein kein Feuer löschen kann! Meine Fraktion wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass das Ehrenamt gestärkt wird. Aber Grundlage trotz aller menschlichen Bemühen für einen reibungslosen Ablauf sind die finanzielle Ausstattung für die Anschaffung der Ausrüstung und für den Erhalt und Ausbau der Feuerwehrgerätehäuser in den Stadt- und Ortsteilen. Wir werden darauf achten, dass die Investitionen in Alach, Töttelstädt und Kerspleben im Haushalt bleiben und realisiert werden!