Glückwünsche an Hagemann – Höchste Auszeichnung des Stadtfeuerwehrverbandes

Der Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion Michael Panse und der ordnungspolitische Sprecher Andreas Horn gratulierten dem einstigen Beigeordneten für Ordnung und Sicherheit Dietrich Hagemann zur Auszeichnung mit der goldenen Ehrenmedaille des Stadtfeuerwehrverbandes. Es handelt sich dabei um die höchste Anerkennung des Stadtfeuerwehrverbandes in Erfurt. Hagemann selbst engagierte sich seit 1994 kontinuierlich sowohl für die Freiwilligen Feuerwehren, als auch für die Berufsfeuerwehr in Erfurt. In seiner Zeit als Bürgermeister und Beigeordneter der Landeshauptstadt Erfurt von 1999 bis 2012 war er dann sogar dienstlich für die Feuerwehren zuständig. Auch mit seiner jetzigen Arbeit als Mitglied der CDU-Fraktion und als Ortsteilbürgermeister von Dittelstedt bleibt er der Erfurter Feuerwehr weiterhin eng verbunden.

Ehrenamt ist das Rückgrat der Freiwilligen Feuerwehren

 
Haus der sozialen Dienste
Bei der heutigen gemeinsamen Delegiertenversammlung der Freiwilligen Feuerwehren der Landeshauptstadt war ich gerne zu Gast, um wie in den Vorjahren die herzlichen Grüße und den Dank der CDU Stadtratsfraktion zu übermitteln. Die Unterstützung für die Feuerwehr ist durchaus fraktionsübergreifend. Zumindest die drei großen Fraktionen im Stadtrat SPD, CDU und Linke sind regelmäßig bei den Jahreshauptversammlungen dabei. Ebenso regelmäßig fehlen allerdings die Grünen, ohne dass es dafür eine Erklärung gibt. 22 Freiwillige Feuerwehren haben wir im Stadtgebiet – heute konnten wir viel über ihre Arbeit, aber auch ihre Sorgen erfahren. Die Mitglieder der Erfurter Wehren haben unter schwierigsten Bedingungen auch im letzten Jahr wieder hervorragende Arbeit geleistet. Die Bürgerinnen und Bürger in der Landeshauptstadt Erfurt können sich voll und ganz auf die Einsatzbereitschaft unserer Feuerwehren verlassen. Bei den Besuchen der Feuerwehrversammlungen in den Ortschaften konnten wir in den letzten Wochen in Erfahrung bringen, dass eine Sorge der Feuerwehren auch in diesem Jahr die Nachwuchswerbung ist und bleibt. Die Mitglieder der CDU Fraktion waren bei nahezu allen Versammlungen in den Ortsteilen zu Gast. Ich selbst konnten in diesem Jahr drei Jahreshauptversammlungen besuchen. Wir wissen daher um die Nachwuchssituation. Viele Wehren leisten seit Jahren eine hervorragende Jugendarbeit. Der Anteil derjenigen, die aus der Jugendfeuerwehr in die aktiven Wehren wechseln, ist ein Beleg für die gute Jugendarbeit. Nicht nur im Katastrophenalarm, sondern auch bei kleinen Einsätzen und bei der Kinder- oder Jugendarbeit ist es keine Selbstverständlichkeit, seine Freizeit für ein ehrenamtliches Engagement zu nutzen. Das gilt erst recht und ganz besonders für die Freiwilligen Feuerwehren. Genau deshalb muss die Politik aber die Feuerwehren intensiv unterstützen. Wir brauchen dafür Geld, aber vor allem die Unterstützung des Ehrenamts, denn es stimmt: Erst wenn das letzte Feuerwehrauto eingespart wurde und kein Freiwilliger mehr ein Ehrenamt ausübt, dann merken wir, dass Geld allein kein Feuer löschen kann! Meine Fraktion wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass das Ehrenamt gestärkt wird. Aber Grundlage trotz aller menschlichen Bemühen für einen reibungslosen Ablauf sind die finanzielle Ausstattung für die Anschaffung der Ausrüstung und für den Erhalt und Ausbau der Feuerwehrgerätehäuser in den Stadt- und Ortsteilen. Wir werden darauf achten, dass die Investitionen in Alach, Töttelstädt und Kerspleben im Haushalt bleiben und realisiert werden!

„112 – Die Wahl Ihres Lebens“

 
Die “großen Jungs” bei der Technik
Nach den vielen Besuchen bei den Jahreshauptversammlungen der Freiwilligen Feuerwehren, waren wir heute mit der CDU-Stadtratsfraktion zu Gast bei der Berufsfeuerwehr im Gefahrenschutzzentrum in Marbach. Ein besonderer Dank geht an den stellvertretenden Amtsleiter Herrn Oberbrandrat Hinsche und Herrn Brandamtsrat Heinze, die die Fraktionsmitglieder nicht nur ausführlich über die Feuerwehr in Erfurt informierten, sondern die der Fraktion im Rahmen einer kleinen Führung durch den Gebäudekomplex konkrete Einblicke in die tägliche Arbeit der Feuerwehr gewähren konnten. Neben einem allgemeinen Überblick über die Strukturen und die Arbeit der Erfurter Feuerwehr wurden den Fraktionsmitgliedern verschiedene Fragen aus der Feuerwehrperspektive beantwortet. Dabei spielten aktuelle kommunale Themen, wie der Ausbau der Nordhäuser Straße oder die derzeitige Haushaltssituation der Landeshauptstadt Erfurt eine Rolle. Für die Nordhäuser Straße wurde beispielsweise ersichtlich, dass die Planungen der Verwaltung, einen begrünten Mittelstreifen einzurichten sowie den Schienen- und Kfz-Verkehr zusammenzulegen, durchaus negative Auswirkungen auf das Durchkommen von Feuerwehr und anderen Rettungsdiensten haben können. Auch die klamme Haushaltslage der Stadt hat Auswirkungen auf die Feuerwehr. Im Ausbildungsbereich muss sich die Feuerwehr auf eine bestimmte Zahl von Auszubildenden beschränken. Als ein markantes Beispiel ist Alach zu nennen, wo die Einsatzwagen im Winter nicht mit Wasser befüllt werden können, weil dieses im nicht beheizten Abstellgebäude gefrieren könnte und die Technik beschädigen würde. Angesprochen wurde außerdem das Thema Hochwasser. Zuletzt konnten sich die Fraktionsmitglieder einen realen Eindruck im Übungs- und Trainingsbereich verschaffen, wo die Feuerwehrleute in regelmäßigen Abständen Tauglichkeitsprüfungen absolvieren müssen. Ich habe einen Teil des Parcours der Atemschutzübungsstrecke selbst ausprobiert – allerdings ohne Atemmaske, ohne die bis zu 43 kg schwere Ausrüstung und nicht bei Dunkelheit, wie es für die Feuerwehrleute üblich ist. Fazit unseres Besuchs: Die Erfurter Feuerwehr ist insgesamt gut aufgestellt und leistet wichtige Arbeit für die Stadt. Die Unterstützung der CDU-Fraktion ist ihr dabei weiterhin gewiss.

Jahreshauptversammlungen der Freiwilligen Feuerwehren

Einige der Fahnen der Freiwilligen Feuerwehren in Erfurt
Traditionell finden die Jahreshauptversammlungen der Freiwilligen Feuerwehren der Landeshauptstadt zu Beginn des Jahres im Januar, Februar und März statt. Heute Abend war ich bei der ersten Hauptversammlung bei der FFW in Bindersleben zu Gast. Wir haben in Erfurt 22 Freiwillige Feuerwehren mit rund 660 Feuerwehrleuten in den Einsatzabteilungen. Im letzten Jahr waren sie zu 665 Einsätzen unterwegs, davon 367 Brandeinsätze und 298 Hilfeleistungen. Entgegen dem allgemeinen Trend sind in Erfurt die Jugendfeuerwehren gut aufgestellt und gewinnen Mitglieder. In Bindersleben gibt es überwiegend Mädchen die sich bei der Jugendfeuerwehr engagieren. Die jüngste hat mit heute stolz erzählt, dass sie gerade erst 8 Jahre alt ist. In der vergangenen Wahlperiode wurde im Land das mögliche Eintrittsalter in die Jugendfeuerwehr von 10 auf 6 Jahre gesenkt. Damit wurden viele Mitglieder für die Bambinifeuerwehr gewonnen. Auch in Bindersleben wird damit auch in Zukunft das sehr junge Durchschnittsalter der Einsatzabteilung erhalten bleiben – 30 Jahre ist derzeit das Durchschnittsalter. Gemeinsam mit dem SPD-Stadtratskollegen Wolfgang Metz und der Ortsteilbürgermeisterin Cornelia Nitzpon habe ich die Grüße und den Dank der Kommunalpolitik überbracht. Schade, dass die anderen Fraktionen nur äußerst selten bei der FFW zu Gast sind. Ich finde, die Wertschätzung für das Engagement der Feuerwehrleute sollte es ermöglichen, dass wenigstens ein Vertreter der Fraktionen an den Hauptversammlungen teilnimmt. Freuen konnten wir uns über ein Dankeschön der FFW Bindersleben. Ausdrücklich gewürdigt wurde der Massnahmeplan der Stadt zur Förderung des Ehrenamtes. Kostenfreie bzw. vergünstigte Eintritte in die Schwimmbäder, die Eishalle, den Zoo und die Museen gehören dazu. Wolfgang Metz und ich haben versichert, dass wir uns weiter für die Kameradinnen und Kameraden einsetzen werden, dass die Unterstützung trotz knapper Kassen erhalten bleibt. Dank und Anerkennung allen Feuerwehrleuten und stets eine gesunde Wiederkehr von den Einsätzen!  

Wochenend und Sonnenschein…

Die Indigos stürmen das Feld
An diesem Wochenende war das Wetter nun mal richtig wie Sommer. Da galt es die Sonne zu nutzen und insofern beschränke ich mich auch darauf nur kurz die Termine vom Samstag und Sonntag zu benennen 🙂 Samstag Vormittag ging es einmal quer durch Thüringen. Mein jüngster Sohn hatte seine Kindergartenabschlussfahrt in das Schullandheim nach mühlhausen und dort präsentierten die Kinder den Eltern noch einmal ein schönes Programm. Danach “pflückten” die Kinder ihre ersten Zuckertüten vom Baum. Mir ist mal wieder bewusst geworden, wie schnell die Zeit vergeht. Meine drei Jungs sind nun alle schon “groß”. Der älteste Sohn ist schon deutlich größer, als Papa und macht immernoch erfolgreich seine Polizeiausbildung. Der mittlere Sohn wird gerade größer als ich und neben dem Gymnasium hat er gut zu tun mit seinem Fagott und Football. Und der Kleinste kommt nun in die Schule, leider nicht in Erfurt sondern in Heidelberg, weil er mit seiner Mama dorthin zieht.
Sommerfest beim MKC
Samstag Mittag war ich kurz beim Vereinsfest unseres SWE Volley-Teams an der Beachanlage am Erfurt Flughafen. Am Abend gab es dann gleich noch ein Vereinsfest beim MKC. Seit vielen Jahren ist das Sommerfest des Marbacher Karneval Clubs ein feststehender Termin. Im Sommer, also zwischen der alten und der neuen Karnevalssaison gibt es nicht nur Vereinsversammlungen, sondern immer auch das “Motto-Sommerfest”. Dieses Jahr drehte sich alles um den Zirkus (sowohl in der Politik, als auch um die Festhalle. Von Marbach nach Alach ist es nur ein kurzes Stück den Berg hinauf und so ging es vom MKC direkt nach Alach. Dort stand die Kirmes auf dem Programm. Trotz der zeitgleichen Fußballübertragung war der Saal der Schenke voll und es war dort Klasse-Stimmung. Als Stadtmensch ist man ja Kirmes eher weniger gewöhnt, aber mir hat es richtig Spaß gemacht und ich freue mich schon auf kommendes Wochenende, da ist dann Kirmes in Marbach.
Siegerehrung beim Jugendfeuerwehrzeltlager
Am heutigen Sonntag ging es dann in eine andere Richtung von Erfurt, aber auch in einen Ortsteil. In Waltersleben fand das 21. Jugendfeuerwehrzeltlager statt. Seit vielen Jahren bin ich immer beim Abschlussappell dabei und freue mich über das tolle Nachwuchsengagement unserer Freiwilligen Feuwehren. In Waltersleben waren an diesem Wochenende mehr kleine und große Feuwehrleute zu Gast, als der Ortsteil Einwohner hat. 500 Teilnehmer und Helfer bildeten 20 Mannschaften. Der Wanderwimpel gewann erneut die Jugendfeuerwehr Alach – nun zum dritten Mal und damit bleibt er in Alach. Gerne habe ich den Jugendfeuerwehrkindern gratuliert – wir sehen uns nicht erst bei der Kirmes oder beim KCA wieder. In Alach funktioniert das Vereinsleben bestens. Bestens funktioniert das Vereinsleben auch bei den Erfurt Indigos. Seit mein Sohn dort bei der Flagjugend trainiert besuchen wir jedes Heimspiel der Indigos und bei der Flagjugend jedes Heim- und Auswärtsspiel. Heute Nachmittag gegen die Eberswalder Warriors war es eine Hitzeschlacht. Da die Sonne mit über 30 Grad knallte, waren leider auch nicht so viele Zuschauer wie sonst da. Wie das Hinspiel in Eberswalde wurde auch das Rückspiel eine einseitige Sache. Im Hinspiel gewannen die Indigos mit 0:40 und heute mit 48:6. Die einfach zu stoppende Spielweise der Eberswalder bot wenig für das Publikum – da war in der Pause mehr Stimmung bei den Cheerleadern, den Indigo Swans. Bilder von den Indigo Swans

Lieber drinnen als draußen…

Zum Ferienende waren die Schneefälle der letzten Tage für die Kinder noch einmal genau richtig. Wer allerdings weniger auf Wintersport steht, überlegte sich am Wochenende gründlich, ob er die Überprüfung der Aktivitäten des Winterräumdienstes mit dem eigenen Auto unbedingt erledigen muss. Gestern Abend gab es für mich zwei gute Gründe, es dennoch zu tun. Die Freiwillige Feuerwehr Alach hatte zur Neuwahl des Vereins- und Wehrvorstandes eingeladen und rund 50 Teilnehmer hatten sich durch den Schnee gekämpft. Die Wehr in Alach gehört zu den kleineren Wehren der Landeshauptstadt, was die Einsatz- und Aktivenabteilung betrifft. Zu den ganz Großen gehört Alach bei der Nachwuchsarbeit – beim Karneval und der Feuerwehr. Sowohl bei den Meisterschaften im karnevalistischen Tanzsport, als auch bei den Meisterschaften der Jugendfeuerwehren räumt Alach regelmäßig ab. Der Lohn für den Thüringenmeistertitel der Jugendfeuerwehren im letzten Jahr wird in diesem Jahr die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaften in Stadthagen sein. Von Alach ging es direkt weiter ins Rieth – glücklicherweise muss man dazu nur bergab ab Marbach vorbei, berauf wäre gestern Abend ein Problem gewesen. Unsere Damen vom SWE Volley-Team traten gegen die Damen aus Grimma an. Das immer wieder neue Ost-Derby lockte über 500 Zuschauer in die Riethsporthalle. Sie hofften, dass die Siegserie unserer Mädels weiter geht (zuletzt vier Siege in Folge). Gerade gegen Grimma ist immer eine Rechnung offen. Dort haben wir meist knapp verloren. Im vergangenen Jahr verloren wir das einzige Heimspiel der Saison auch gegen Grimma und wurden Vizemeister hinter den Sächsinnen. Gestern gab es allerdings nur im ersten Satz etwas Hoffnung. Bis zum 8:5 hatten unsere Mädels die Nase vor, dann ging nicht mehr viel. Mit 0:3 (17:25, 17:25, 22:25) war das Spiel eine klare Sache für Grimma. Da hat es auch nicht geholfen, dass ich probeweise für einen halben Satz vom Spielfeldrand in den VIP-Raum gegangen bin. Bei den letzten drei Heimsiegen (alle gegen favorisierte Gegener) konnte ich nicht dabei sein und so wollten wir probieren ob es möglicherweise meiner negativen Aura hätte liegen können 🙂 Aber daran lag es gestern nicht, den in der Zeit, in der ich nicht am Spielfeldrand stand, ging auch nicht viel mehr.  Am kommenden Freitag treten unsere Mädels gegen Dresden an und da zählt nur ein Sieg, allerdings ist auch gegen die Nachwuchstalente des DSC Vorsicht geboten. Bilder vom Spiel  

Freiwillige Feuerwehr und Feuerwehrfördervereine in Erfurt

ffw-3Laut einer aktuellen europaweiten repräsentativen Studie von “Readers Digest” genießen Feuerwehrleute das höchste Vertrauen. 94 Prozent der Befragten vertrauen ihnen – Politikern hingegen nur 10 Prozent (allerdings ist da sicher ein Unterschied zwischen Berufspolitikern und ehrenamtlichen Kommunalpolitikern). Bei der heutigen 5. Gemeinsamen Haupt- und Delegiertenversammlung der Freiwilligen Feuerwehr der Landeshauptstadt Erfurt und des Stadtfeuerwehrverbandes Erfurt e.V. im Haus der Sozialen Dienste waren Politiker gleich in einem Dutzend zu Gast. Bei meinem Grußwort habe ich daher laut darüber nachgedacht, ob der Grund hierfür sein könnte, dass etwas Glanz auf die Politik abfällt oder ob es wirklich um Anerkennung, Wertschätzung und Unterstützung geht (ich glaube letzteres). Zwar waren nur vier der sechs Stadtratsfraktionen zu Gast und unser amtierender Oberbürgermeister kam erst nach der Hälfte der Veranstaltung, aber immerhin drückten alle Grußredner ihre Anerkennung für die Feuerwehr aus. ffwDies ist auch völlig berechtigt. Die FFW Erfurt hat im letzten Jahr 67 Mitglieder hinzugewonnen. 681 Mitglieder gibt es in der Einsatzabteilung und 319 Jungen und Mädchen in der Jugendfeuerwehr. Hinzu kommt noch die Alters- und Ehrenabteilung. Im letzten Jahr stieg die Zahl der Brände von 226 auf 366 und die Zahl der Hilfeleistungen von 310 auf 500. Immerhin gab es damit durchschnittlich 38 Einsätze pro Wehr. Zu den Hilfeleistungen gehörten auch die Einsätze bei der Schneeberäumung, dem Hochwasserschutz und der Absicherung des Papstbesuches. Ebenso wichtig wie die Anerkennung ist die Wertschätzung für die Arbeit, die auch daraus erwächst wenn wir Politiker uns über die Arbeit der Feuerwehrleute regelmäßig informieren. Ich war in den letzten Monaten bei etlichen Mitgliederversammlungen der örtlichen Freiwilligen Feuerwehren zu Gast und natürlich auch beim Jugendzeltlager im letzten Sommer. Der dritte Punkt ist die Unterstützung. Seitens des Stadtrats wurde das Paket zur Anerkennung des ehrenamtlichen Engagements auf den Weg gebracht. Es beinhaltet kostenlose Schwimmbad- und Zooparkbesuche und wird gut angenommen. Kritisiert wurde aber, dass es den Feuwehrvereinen immer schwerer gemacht wird, eigenen Veranstaltungen zu organisieren. Neben dem steigenden Verwaltungsaufwand werden nunmehr erhebliche Verwaltungsgebühren fällig. Da zugleich vor drei Jahren die Mittel für die Ortsteile zur Vereinsförderung von Rot-Rot-Grün drastisch reduziert wurden, können die Ortsteilräte dies beim besten Willen nicht ausgleichen. Die CDU-Fraktion wird darauf drängen, dass diese Mittel wieder erhöht werden.

Ortsteile und Ortschaften – Angst vor finanziellen Kürzungen

Family-Club (2)
Sorge um die weitere Arbeit im Family-Club
Bei zwei Vor-Ort-Besuchen am vergangenen Wochenende konnte ich die Sorge der Erfurter freien Träger vor finanziellen Kürzungen beim Haushalt 2010  förmlich mit den Händen greifen. Am Freitag war ich zu Gast beim “Tag der offenen Tür” im Familienzentrum Family Club am Drosselberg. Zahlreiche Angebote in der ehemaligen Kita bereichern das Angebot im Stadtteil. Vom Großelterndienst, Kultur- und Kunst bei Kursangeboten, Schuldnerberatung, Eltern- und Kindergruppen bis hin zu Erlebnisferienspielen reicht das Programm. Mit den neuen Ortsteilrat gibt es zwar eine gute Zusammenarbeit, aber keine finanzielle Unterstützung für notwendige Sanierungs- und Umbauarbeiten. In diesem Haushaltsjahr wird sich daran leider auch nichts ändern. Bei den jetzigen Haushaltplanungen der Stadt werden sowohl die Personalstellen für die Familienarbeit reduziert (dies trifft insbesondere das Familienzentrum am Anger), als auch die Mittel für Projekte und Bildungsangebote. Dies trifft die Ortsteile und Ortschaften besonders, weil damit eine Unterstützung des ehrenamtlichen Engagements und kleinere Investitionen wegfallen würden. Bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr in Alach am Samstag Abend wies der Alacher Wehrführer zu Recht darauf hin, dass damit insbesondere die Kinder- und Jugendarbeit geschwächt wird. Die sogenannten Ortschaftsmittel nach § 4 und 16 der Ortschaftsverfassungen werden wohl erheblich durch die Stadt reduziert. Während sich im letzten Wahlkampfjahr die Jahreshauptversammlungen zum Schaulaufen aller Parteien entwickelten, war dieses Mal neben mir nur die Linksfraktion mit der Ortsbürgermeisterin Karin Landherr aus Salomonsborn vertreten. SPD und Grüne vermieden hingegen die Diskussion in den Ortschaften.  Bei den ersten Beratungen zur vorläufigen Haushaltsführung hatten sie auch gegen einen Antrag die Ortschaftsmittel auf dem Niveau des Jahres 2009 zu belassen gestimmt. Da sich zwischenzeitlich mit der rot-roten Mehrheit gegen die Stimmen der CDU die Zahl Ortsteile um die Plattenbaugebiete deutlich erhöht haben, ist nicht nur deutlich weniger im Topf, sondern auch die Zahl der Teller ist größer. Die Ansage der Stadtverwaltung und der SPD an die Ortsteile und Ortschaften heißt also “Gürtel enger schnallen – Fastenzeit nicht nur bis Ostern, sondern die nächsten Jahre!”. Da ist es um so ungemütlicher sich berechtigter Kritik zu stellen. Ich hoffe, nicht nur die Freiwilligen Feuerwehren wissen dies einzuordnen.