Breite kommunale Unterstützung für das MGH in Bad Salzungen

Bei meinem gestrigen Vortrag zur Arbeit der Thüringer Mehrgenerationenhäuser war der Saal im MGH Bad Salzungen bis auf den letzten Platz gefüllt. Erfreulicherweise waren neben den interessierten aktiven Älteren auch viele Kommunalpolitiker gekommen – Bürgermeister Bohl aus Bad Salzungen, die Bürgermeister mehrerer Gemeinden und die Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat. Das Mehrgenerationenhaus in Bad Salzungen ist in den Räumen des ehemaligen Kreiskrankenhauses untergebracht und beherbergt  auch das Seniorenbüro und das Frauen- und Familienzentrum Louise. Von vorangegangenen Besuchen kenne ich das Haus und die Arbeit ganz gut. In Trägerschaft des Sozialwerkes des Landesverbandes des DFB haben die Geschäftsführerin Frau Hannelore Walz und Projektkoordinatorin Frau Peggy Schmidt das Haus erfolgreich etabliert. Im letzten Sommer bekannte sich der Stadtrat einmütig zur weiteren Unterstützung des MGH und so ist der Fortbestand bis zum 31.12.2014 gesichert. Im MGH II Programm ist Bad Salzungen eines der 25 in Thüringen vom Bund mit jährlich 30.000 Euro geförderten Häuser. Allerdings wies Bürgermeister Bohl auch auf die schwierige finanzielle Lage der Stadt Bad Salzungen hin. Aus dem Kommunalen Finanzausgleich erhielt BaSa 2009 noch 5,9 Millionen Euro und wird 2013 voraussichtlich nur noch 3,9 Millionen Euro erhalten. Ein wichtiger Teil der Diskussion drehte sich gestern auch darum, Finazierungsmöglichkeiten ab dem 1.1.2015 zu suchen. Mit erfolgreichen Projekten wie Senijung hat das MGH auch überregional Aufmerksamkeit und Anerkennung erfahren. Ich bin mir daher sehr sicher, dass es dort erfolgreich weiter geht. Als Generationenbeauftragter werde ich dabei nach Kräften helfen.  

Erster Seniorenkongress in Sonneberg

Zwei große Themen standen im Mittelpunkt des ersten Seniorenkongresses in Sonneberg. Das Seniorenmitwirkungsgesetz und das Seniorenpolitische Konzept wurden intensiv diskutiert. Die Vorsitzende des Sozialausschusses im Thüringer Landtag Beate Meißner hatte diesen Kongress mit der Seniorenunion des Landkreises organisiert und viele Bürgermeister, Kommunalpolitiker, Seniorenbeiräte und engagierte ehrenamtliche Senioren waren zu Gast. Beate Meißner stellte die Rahmenbedingungen des Seniorenmitwirkungsgesetzes vor. Im Mai 2012 wurde es nach sehr langer Diskussion im Thüringer Landtag beschlossen. Bereits während meiner Zeit im Thüringer Landtag gab es einen Entwurf der Linken für ein Seniorenmitbestimmungsgesetz. Der wesentliche Diskussionspunkt war den auch die Auslegung des mittleren Wortteils im Gesetzesnamen “Mitwirkung” oder “Mitbestimmung”. Darüber hinaus wurde intensiv diskutiert ob Seniorenbeiräte verbindlich geschaffen werden müssen oder in kommunaler Eigenverantwortung geschaffen werden können und es ging auch um das Anhörungsrecht oder die Beteiligungspflicht. Alle diese Punkte wurden gestern auch diskutiert und überraschenderweise gab es viel Sympathie für die letztlich vom Landtag beschlossenen “weichen” Regelungen. Zum Seniorenpolitischen Konzept der Landesregierung habe ich die einzelnen Punkte des im Januar beschlossenen Konzeptes erläutert. Beides, Konzept und Gesetz, wurden im Koalitionvertrag von CDU und SPD beschlossen und die Umsetzung  erfolgte erfreulicherweise im Jahr des aktiven Alterns und Solidarität zwischen den Generationen. Wie bereit die Seniorinnen und Senioren sind, sich gesellschaftlich aktiv einzubringen war gestern im Stadtteilzentrum Wolke 14 deutlich dokumentiert. Der Saal war mit 70 Teilnehmern restlos gefüllt, die Seniorenbeiräte berichteten von ihrer Arbeit und die Gründung weiterer Seniorenbeiräte wurde angeregt.  

Senioren aktiv im Alter

“Man kann sich den ganzen Tag über etwas ärgern – man muss es aber nicht.” Mit diesem Satz versuchte Dr. Wilhelm Ambold die rund 50 Teilnehmer der gestrigen Fachtagung auf eine positive Grundeinstellung einzustimmen. Es gelang ihm, intensiv wurde den ganzen Tag darüber diskutiert, warum sich Menschen engagieren. Gemeinsam mit dem Schutzbund der Senioren und Vorruheständler Thüringen e.V. habe ich die Tagung im Rahmen des “Jahres des aktiven Alterns und der Solidarität zwischen den Generationen” organisiert. Sozialministerin Heike Taubert ging in ihrer Rede auf die Seniorenpolitik in Thüringen ein und erläuterte das Seniorenpolitische Konzept der Landesregierung. Dr. Ambold referierte anschließend über das wunderschöne Thema “Die positiven Wirkungen ehrenamtlicher Arbeit und Pflege sozialer Kontakte der Generationen auf das Wohlbefinden und die Gesundheit”. Der eingangs formulierte Satz wirkt auf die Stimmung des Einzelnen. Sein Gesichtsausdruck wiederum wirkt auf andere. Spiegelzellen im Gehirn sorgen dafür, dass sich mieße Stimmung ebenso wie Freude überträgt. Olympiasieger Hartwig Gauder ging dann in seinem Vortrag auf die Gesundheitsprävention im Alltag ein. Sport hält nicht nur fit – geistige und körperliche Beweglichkeit ist nicht nur die Voraussetzung für Lebensqualität, nach Hartwig Gauders Auffassung ist beides das Geheimnis eines hohen Alters.   In Thüringen engagieren sich rund 700.000 Menschen ehrenamtlich und unter ihnen sind viele Senioren. Beide Referenten wiesen darauf hin, dass ein Lob und Dank Menschen unwahrscheinlich motiviert. Lob und Dank gab es daher im Anschluss für verdiente ehrenamtliche Mitarbeiterinnen des Schutzbundes. Dr. Düssel von der Thüringer Ehrenamtsstiftung nahm die Auszeichnung vor. Am Nachmittag ging es in drei Foren an die inhaltliche Arbeit. Die Arbeit der Mehrgenerationenhäuser, das Leselernprojekt MENTOR und Kultur-Ehrenamt auf dem Lande waren die drei Themen. Der Tag mit den Vertretern des Schutzbundes hat viel Spaß gemacht und Optimismus geweckt. Wir haben engagierte Seniorinnen und Senioren! Bilder vom Kongress  

Das war leider gar nichts, Mark Medlock!

Im “Dialog” mit dem Publikum
Mein Sohn ist seit vielen Jahren großer Fan von Mark Medlock. Er war mit seiner Mama schon bei zwei Konzerten und hat zahlreiche CDs von ihm. Obwohl das gestrige Konzert in Tüttleben beim Jubiläum von Reifen Schreiber erst um 22.30 Uhr begann, sind wir ihm zuliebe natürlich gern dorthin gefahren. Da wir schon zeitig dort waren, klappte es sogar noch mit dem Parkplatz (rund 4.000 Besucher bedrängten das Veranstaltungsgelände später) und wir bekamen noch einiges vom Vorprogramm mit. Bei einer spektakulären Driftshow qualmten die Reifen und die Ludolfs zerlegten auf der Bühne einen Golf. Mark Medlock kam danach schon (vorsichtig gesagt) schlecht gelaunt auf die Bühne. In der einen Hand eine Zigarette in der anderen eine Bierflasche legte er sich schon während der Anmoderation seiner Managerin mit den ersten Gästen an, viele der Besucher des Konzerts merkten da noch gar nicht worum es ging. In den letzten Wochen muss es wohl schon in diversen Internetforen und auf Facebook einen Schlagabtausch gegeben haben, so dass die Nerven bei ihm blank lagen. Viele der Kommentare, die ich zwischenzeitlich im Netz gelesen habe, sind diskriminierend und beleidigend – ich finde es richtig darauf ggf. rechtlich zu reagieren. War es zunächst in Tüttleben nur ein Besucher mit Buh-Rufen, steigerte sich dies von Lied zu Lied. Von verschiedenen Seiten vor der Bühne buhte es und Medlock lies sich auf den Dialog ein, statt seine Show durchzuziehen. Die Klasse-Stimme von Mark Medlock zu den Soulklängen vermischte sich zunehmend mit ordinären Ausdrücken und steigerte sich bis zu Beschimpfungen des ganzen Publikums.
Bei den Ludolfs ging es in Tüttleben noch vergleichsweise lustig zu…
Mir und vielen Besuchern ist das Sexualleben von Mark Medlock recht gleichgültig – das ist jeden seine Sache. Er sagte, er gehe damit selbstbewusst um, wenn er wegen seiner Homosexualität beleidigt werde. Selbstbewusst oder gar souverän war er gestern Abend aber nicht. Wenn er dann eine Auseinandersetzungen mit Besuchern auf der Bühne via Mikrofon führt, gehen pauschale Beleidigungen deutlich zu weit. Zahlreiche von ihm gestern Abend immer wieder benutzten Worte stehen bei uns zu Hause zu Recht auf der “Wortindexliste”. Zahlreiche Eltern flüchteten mit ihren Kindern von der Veranstaltung. Wir haben das Konzert auch nach einer halben Stunde verlassen und kurz danach wurde Medlock von seiner Managerin von der Bühne geholt. Fazit: Die Ludolfs, durchaus etwas einfach im Auftreten haben sich mit ihrer (wenig professionellen) Musikdarbietung und unterhaltsamen Autozerlegungsshow sicher sogar neue Fans gemacht und gut unterhalten. Mark Medlock hat gestern viele Fans verloren – im Internet wird ihm schon das Karriereende prognostiziert. Mein Sohn war enttäuscht – wir waren als Eltern entsetzt! Bilder aus Tüttleben

Olympia- und Paralympicsteilnehmer im Rathaus empfangen

Mit meinem Sohn und den erfolgreichen Sportlern Kristina, Vogel, Maria Seifert, Rene Enders und Isabell Foerder (v.r.n.l.)
Bei den Olympischen und Paralympischen Spielen in London war Erfurt mit vier Sportlern vertreten, von denen drei als Medaillengewinner zurück kamen. Gestern wurden sie mit ihren Trainer vom Oberbürgermeister und den sportpolitischen Kommunalpolitikern im Rathaus empfangen und trugen sich in das golden Buch der Stadt ein. Kristina Vogel gewann in London Gold im Teamsprint gemeinsam Miriam Welte Gold. Im Gespräch erzählte sie, dass in diesem Jahr die Doppelbelastung sportlicher Höchstleistungen (als Weltmeisterin ist sie im Februar gefordert) mit der Polizeiausbildung unter einen Hut bringen muss. Mit einer Bronzemedaille kehrte ihr Radsportkollege Rene Enders (der auch bei der Polizei ist) und für das SWE Sprintteam startet aus London heim. Im Mannschaftssprint war er der weltschnellste Anfahrer und legte damit den Grundstein für den 3. Platz. Dritte im Bunde der Medaillengewinner war Maria Seifert. Sie gewann ebenfalls eine Bronzemedaille. Über 200 Meter gewann die Sprinterin bei den Paralympischen Spielen die Medaille, die sie über 100 Meter noch um eine Hundertstel Sekunde verpasst hatte. Isabell Foerder verpasste dies leider in diesem Jahr. Glückwunsch allen unseren erfolgreichen Sportlern! Fotos vom Empfang  

Zwei in einem Boot

Mit der AWO Kreisvorsitzenden Elvira Diebold, Stadtratskollegen Wolfgang Metz und unserer Bundestagsabgeordneten Antje Tillmann
Die Skulptur “Zwei in einem Boot” symbolisiert, das füreinander Einstehen und steht damit für soziales und gesellschaftliches Engagement. Die Skulptur ist die höchste Auszeichnung der AWO Thüringen und wird jährlich verliehen. Zum 14. Mal lud gestern Abend die Arbeiterwohlfahrt  Thüringen 400 ihrer ehrenamtlichen Mitarbeiter und Freunde zum AWO Ball ein. Im Erfurter Kaisersaal wurden die Emma-Sachse-Ehrung und die Ehrenamtsmedaillen der AWO an verdiente Ehrenamtliche übergeben. In seiner Festrede betonte Kultusminister Christoph Matschie das soziale Engagement der AWO, die vor über 90 Jahren gegründet wurde. In Thüringen erfolgte die Wiedergründung unmittelbar nach der Wende in Sonneberg. Heute ist die AWO einer der größten freien Träger von Kindertageseinrichtungen im Freistaat.Von der Schwangerschaftsberatung, über Frühförderung, das AWO-Bildungswerk bis hin zu Senioren- und Pflegeeinrichtungen macht die AWO Angebote für alle Generationen. 4000 Ehrenamtliche engagieren sich thüringenweit – einige von ihnen wurden gestern besonders geehrt. Ich habe mich über die Einladung zum AWO-Ball auch in diesem Jahr sehr gefreut – seit 2006 bin ich regelmäßig und gerne zu Gast. Bei manchen politisch-streitbaren Diskussionen mit der AWO in den vergangenen Jahren, waren mir die Kontakte immer sehr wichtig. Ich schätze sehr das Engagement der Haupt- und Ehrenamtlichen bei der AWO. Mit dem Landesvorsitzenden Werner Griese, dem Landesgeschäftsführer Ulf Griesmann, der Erfurter Kreisvorsitzenden Elvira Diebold und dem AWO AJS Geschäftsführer Michael Hack gab es auch gestern Abend wieder gute Gespräche. Bilder vom AWO-Ball 2012

“Ein Freund ist ein Freund, ist ein Freund, ist ein Freund”

Mit dieser einfachen und griffigen Aussage kommentierte der Gesandte der Israelischen Botschaft Emmanuel Nahshon die Diskussion um Boykottaufrufe. Die Deutsch-Israelische Gesellschaft, in der ich seit vielen Jahren Mitglied bin, hatte Nahshon zu einem Vortrag zur Siedlungspolitik und anschließender Podiumsdiskussion mit Bodo Ramelow, MdL sowie dem stellv. Vorsitzenden der Jüdischen Landesgemeinde Prof. Reinhard Schramm eingeladen. Anlass zu dieser gutbesuchten Veranstaltung in der Kleinen Synagoge war der Boykottaufruf bzw. die Aktion “Besatzung schmeckt bitter” von Pax Christi. Dieser Aufruf wurde unter anderem von Jenas Oberbürgermeister Albrecht Schröter unterschrieben, wofür er sich heftige Kritik der Jüdischen Gemeinde und der DIG einhandelte. Unbestritten ist das Engagement von Albrecht Schöter gegen Rechtsextremismus. Er engagiert sich zudem sowohl für Israel als auch für die Palästinenser. Aber auch gestern Abend erklärten einmütig alle Podiumsteilnehmer übereinstimmend, dass dies nicht die Rechtfertigung zur Unterschrift zu einem solchen Aufruf sein könne. Nach Gesprächen mit dem Vorstand der DIG und Bodo Ramelow, der sich zu dieser Frage auch früh positioniert hatte, relativierte Schröter zwar seine Aussage mit dem nachträglich formulierten Satz “Einen generellen Boykott von Produkten aus dem israelischen Staatsgebiet halte ich nicht für richtig”, aber hielt an seiner Unterschrift fest. Gerne hätten gestern Abend viele Besucher dies mit Albrecht Schröter diskutiert, aber da er nicht da war, fehlten die Reibungspunkte die ersten beiden Stunden in der Veranstaltung. Emmanuel Nahshon machte deutlich, wie hoch er die DIG einschätzt, für ihn eine der wichtigsten Organisation für die Kontakte von Israel und Deutschland. Aber die Mitgliedschaft in der DIG dürfe auch kein Feigenblatt sein. Er unterschied klar zwischen Freunden Israels und Gesprächspartnern. Gegen Freunde könne man keine Boykottaufrufe starten. Er akzeptiere Kritik wie zum Beispiel an der Siedlungspolitik Israels. Kritik von Freunden ist wichtig und die muss man auch ertragen. Aber “Freunde sind Partner in Vergangenheit und Zukunft” sagte er und machte deutlich, was er von Boykottaufrufen hält. Der einzige Boykottaufruf in der jüngeren Zeit richtete sich gegen Orangen aus Südafrika wegen der dortigen Apartheid. Bodo Ramelow ergänzte, auch er halte Boykottaufrufe für falsch. In seiner eigenen Partei gab es Aktionen in Bremen, mit denen er sich kritisch auseinandergesetzt habe und auch die Beteiligung von Linken Bundestagsabgeordneten an Aktionen der sogenannten Gaza-Flotte hält er für ein fatales Signal. Da seine Meinung aber nicht dem generellen Meinungsbild seiner Partei entspricht, wird auch er wie seine Landtagskollegin Katarina König regelmäßig heftig kritisiert. Er setze sich in Israel der Position beider Seiten auseinander, aber statt genereller Kritik befördere er lieber gemeinsame Projekte, u.a. mit dem Leo Baeck Institut, wie zum Beispiel den Besuch von 40 Jugendlichen aus Haifa in Erfurt im Dezember. Da werden sowohl arabische als auch jüdische Jugendliche unter anderem mit Theaterprojekten zusammen arbeiten. Prof. Schramm eröffnete dann die intensive Diskussion der dritten Veranstaltungsstunde mit der Schilderung seiner eigenen Familiengeschichte und dass es für ihn unerträglich sei zu erleben, wie gegen seine überlebenden Freunde und Verwandten in Israel zu Boykotten aufgerufen würde. Nahezu alle Wortmeldungen aus dem Publikum pflichteten ihm bei. So war zwar das Meinungsbild des Abends sehr klar, aber es fehlte der Meinungsstreit. Bilder vom Diskussionsabend  

Den Amtsschimmel auf Trab gebracht…

…haben gestern Abend hoffentlich die Stadträte in einer fast vierstündigen gemeinsamen Beratung von vier Fachausschüssen. Gleich zwei Einwohneranträge standen zur Beratung an. In beiden Fällen ging es um kommunale Sportanlagen, einmal um den Reit- und Therapiehof Kinderleicht e.V. in Stotternheim und zum anderen um den Sportplatz Borntal. Gemeinsam ist beiden Sportanlagen, dass der zuständige Erfurter Sportbetrieb nicht die Finanzmittel hat, um für die gescheite Werterhaltung, bzw. Instandsetzung zu sorgen. Während in den letzten Jahren Großprojekte neu zu den Erfurter Sportstätten hinzugekommen sind (Radrennbahn, Riethsporthalle, Schwimmhallen, Eishalle, Leichtathletikhalle) und am Stadion zumindest noch geplant wird, fehlte das Geld für die bestehenden Einrichtungen. Da geht es den Sporteinrichtungen leider nicht anders, wie Schulen und Kitas. Die CDU-Fraktion hat mehrfach Änderungen angemahnt und beantragt – leider ergebnislos. Während Geld für Investitionen fehlt, steigen stattdessen die Personalausgaben Jahr für Jahr. In Stotternheim gibt es inzwischen viel Frust bei den Einwohnern. Viele Projekte sind über den Ankündigungsstatus nicht hinaus gekommen. Die mehrmals versprochene Schulsporthalle ist da nur ein Beispiel. Um den bisherigen Reiterhof soll künftig ein neuer Bebauungsplan gelegt werden, der Wohnbebauung vorsieht. Dabei fiel der Verwaltung auf, dass es für die kommunale Sportstätte, die Reithalle, keine amtliche Nutzungserlaubnis gibt. Statt dieses Versäumniss auszugleichen, griff die Verwaltung zum vermeintlich einfachsten (und billigsten) Mittel und kündigte den Pachtvertrag mit dem Verein. Das Bauordnunsgamt schickte noch eine Nutzungsuntersagung mit Strafandrohung hinterher. Was mit dem Sportverein oder den Pferden wird schien der Verwaltung egal. Bereits im Juli war ich zu einem Gespräch mit den Vereinsvertretern vor Ort und habe auch als einer der ersten den Einwohnerantrag zum Erhalt des  Reiterhofes unterschrieben. Mit der Einbringung in den Stadtrat wurde der Antrag zur Aufgabe für die Ausschüssen. Nach der gestrigen Beratung (und Aufarbeitung des bisher Geschehenen), wird der Stadtrat wohl in zwei Wochen dem Antrag “Der Stadtrat spricht sich für den Erhalt des Reiterhofes aus” zustimmen. Zumindest, wenn die Fraktionen gegenüber der Verwaltung standhaft bleiben. Etliche Prüfaufträge haben wir der Verwaltung gestern noch mitgegeben. Auch zum zweiten Einwohnerantrag “Umbau Sportplatz Borntal” scheint zumindest ein Kompromiss in Sicht. Der Sportbetrieb legte seine Vorstellungen vor. Pferdefuß bleibt, dass die Haushaltsmittel dafür natürlich jetzt noch in keinem Haushaltsentwurf zu finden sind. Wir werden das Thema im Blick behalten. Pressemitteilung der CDU Fraktion  

Der “Zahn der Zeit” nagt am Königin Luise Gymnasium

 
Das Baugerüst in der Aula
Das Baugerüst in der Aula
Das Erfurter Königin Luise Gymnasium ist eines der großen traditionsreichen Gymnasien in der Landeshauptstadt. Aus persönlichen Verbindungen kenne ich sowohl das Haus, als auch viele der Lehrer ganz gut und bin regelmäßig gerne dort zu Veranstaltungen zu Gast. Meine Eltern waren beide viele Jahre Lehrer an der damaligen Theodor Neubauer Schule bzw. der POS 11 und 15. Mein ältester Bruder und meine Schwester waren dort Schüler und auch mein ältester Sohn ging an das Königin Luise Gymnasium. Seit zwei Wochen ist nun auch mein mittlerer Sohn am KLG Schüler und ich bin Mitglied im Förderverein. In der Summe sind dies also zahlreiche gute persönliche Gründe sich für das KLG zu engagieren. Sowohl aus diesem persönlichen Interesse heraus, aber auch als Fraktionsvorsitzender der CDU Stadtratsfraktion und Mitglied im Bildungsausschuss bin ich heute der Einladung des Schulleiters Jürgen Kornmann gefolgt, mich über die bauliche Situation vor Ort zu informieren. Leider sieht es da nicht ganz so erfreulich aus. Bei Untersuchungen des Dachgebälks stellte sich heraus, dass über der Aula der Schwamm zugeschlagen hat. Mehrere Balken an den Seiten des Hauses sind befallen und müssen aufwendig erneuert werden. Obwohl bereits über die ganzen Sommerferien dort gearbeitet wurde wird die Aula noch bis November wegen den Bauarbeiten gesperrt sein. Vertreter des Hochbauamtes und des ausführenden Baubetriebs erläuterten in der Aula und auf dem Gerüst direkt unter der Decke den großen Bauaufwand. Rund 120.000 Euro wurden, bzw. werden gerade verbaut. Für den zweiten Abschnitt auf der Gegenseite werden noch einmal rund 150.000 Euro benötigt. Diese müssen im HH 2013 erst bereitgestellt werden. Die Mittel im derzeitigen HH 2012 reichen vorne und hinten nicht. 250.000 sind dabei für alle sechs Gymnasien vorgesehen. Eine klare Aufgabenstellung für uns als Stadträte! Allerdings wird der zweite Bauabschnitt in jedem Fall erst ab April 2013 fortgeführt werden können. Zum einen möchte das KLG gerne die Aula im Zeitraum November 2012 bis April 2013 zumindest zum Teil nutzen (dazu haben wir heute besprochen, dass die Aula geteilt werden könnte), zum anderen müssen die baulichen Leistungen ausgeschrieben werden. Da die Ausschreibungen aber üblicherweise nach Haushaltsbeschlussfassung und Bestätigung erfolgen, gibt es viele bauliche Maßnahmen, die erst Mitte des Jahres beginnen. Da sind allerdings die Baubetriebe oft auch wieder gut ausgelastet und die Preise sind deutlich höher, als im Januar/Februar. In der kommenden Stadtratssitzung wird dazu ein Antrag der CDU-Stadtratsfraktion beraten und abgestimmt. Das Königin Luise Gymnasium ist über 100 Jahre als – es ist zu hoffen, dass die Bausubstanz so erhalten wird, dass auch meine Enkelkinder noch die Schule nutzen werden, ich werde mich dazu gerne aktiv mit einbringen 🙂

Es wird wieder sportlich…

Im Spiel gegen Schaffhausen
Im Spiel gegen Schaffhausen
Die Wochenendangebote sind nun wieder mit zahlreichen Sportveranstaltungen angereichert. Also besteht die Sportalternative nicht nur in eigenen Aktivitäten oder dem Besuch von Sportveranstaltungen in anderen Regionen, sondern ich kann (vorzugsweise mit der Familie) auch die Erfurter Teams aktiv anfeuern. Am Wochenende bestand dazu mehrfach die Gelegenheit. Unser SWE Volley-Team präsentierte sich erstmals in Vorbereitung der neuen Saison vor heimischer Kulisse in der Riethsporthalle beim 4. SWE-Cup. Mit dem 2. Platz bin ich sehr zufrieden, wenngleich es natürlich noch Arbeitsbedarf bis zum Saisonbeginn in zwei Wochen gibt. Im Auftakt- und Finalspiel verloren wir gegen Kanti Schaffhausen aus der 1. Liga der Schweiz. Kein Beinbruch – schließlich spielt die internationale Schweizer Truppe auch als EC-Teilnehmer. Wichtiger war da schon die Standortbestimmung gegen unsere Zweitligamitbewerber. Im Halbfinale gewannen wir gegen Grimma (wieder als Zweitligameisterbezwinger). Grimma verlor im Spiel um Platz 3 gegen Sonthofen. Beim Turnier waren unter anderem auch die Teams Stuttgart II, VCO Dresden und Vilsbiburg  II – die wir alle in der Saison wiedersehen. Ergebnisse vom SWE-Cup und Bilder vom Turnier
Abschied bei den Black Dragons
Abschied bei den Black Dragons
Am Samstag wurde auch zum ersten Mal nach der Sommerpause wieder Eishockey gespielt. Mit einem Abschiedsspiel verabschiedeten sich Fans und Mitspieler vom langjährigen Torwart Kai Fischer. Die Nummer 19 im Tor der Black Dragons beendete eine Klasse-Laufbahn in der er u.a. Vizeeuropameister der Junioren wurde und in der DEL spielte. Viele Wegbegleiter spielten mit ihm am Samstag im Team “Kai Fischer und Gefährten”. Das Ergebnis war den über 400 Fans egal, es zählte der Spaß am Eishockey. Mein mittlerer Jonas muss sich nun für die neue Saison einen neuen Lieblingsspieler suchen, aber Kai Fischer bleibt dem Verein als Torwarttrainer erhalten. Bilder vom Abschiedsspiel