Stadtratsrückblick

Tagesordnung Teil 2
Tagesordnung Teil 2
Nachdem es am Mittwoch eigentlich nur zwei Themen in der Stadtratssitzung gab – den Nachtragshaushalt und die Grundschule 31 am Roten Berg – ging es heute mit allen verbliebenen Punkten weiter. Am Mittwochabend waren zuvor noch alle unstrittigen rund 20 Punkte des öffentlichen und nichtöffentlichen Teils abgestimmt worden, bevor es heute ans Nachsitzen ging (sicher ist sicher). Die Beschlussfähigkeit war knapp gegeben und so konnten in knapp zwei Stunden noch einmal einige kontroverse Themen aufgerufen werden. Bei den Bebauungsplänen gab es den inzwischen üblichen Streit mit den Grünen. So beantragten sie unter anderem den Stellplatzschlüssel von 1,2 auf 0,7 beim Bauprojekt am Europapark zu reduzieren. Der Investor würde dies begrüßen (klar, wäre ja auch zwei Millionen billiger). Die Antwort auf meine Frage, wie die 0,7 Stellplätze verteilt würden (Windhundprinzip, Verlosung, Spekulationsobjekt?), blieb unbeantwortet. Die CDU wird sich auch künftig immer gegen solche Formen von grüner Bevormundungspolitik wehren. Zum Glück gab es gegen den grünen Vorschlag auch eine breite Mehrheit. Zum Thema KOWO diskutierten wir zum wiederholten Mal die Frage einer Gewinnausschüttung – wir meinen die KOWO solle das Geld lieber selbst investieren. Rot-Rot-Grün braucht es hingegen zum Haushaltslöcher stopfen. Schließ wurde auch erneut über das ISEK diskutiert. Unsere Kritik der letzten Sitzung an den Handlungszielen sehen wir mit der  nun vorgelegten Langfassung bestätigt. Beschlossen wurde den Entwurf des ISEK jetzt in die öffentliche Auslegung zu geben. Nachfolgend finden sich noch zwei meiner drei Stadtratsanfragen. Weiter geht es dann mit einer Mammutsitzung des Stadtrates kurz vor Weihnachten. Nachhaltigen Arbeitsplatzmarkt in Erfurt ansiedeln Die Diskussion um das umstrittene ISEK (Integriertes Stadtentwicklungskonzept) ist noch nicht mal richtig abgeschlossen, da werden schon Nägel mit Köpfen gemacht, die doch aber scheinbar im Widerspruch zu den edlen Handlungsfeldern des Konzepts stehen. Demnach wolle man nämlich eigentlich bei Ansiedlungen weniger Logistik nach Erfurt holen. Vielmehr ist von qualitativer Ausweitung der Logistikbranche die Rede. Was dies bedeuten mag, fragt man sich berechtigt. Es ist im ISEK 2030 Entwurf von der „Ansiedlung stärker qualitativ orientierter Logistikunternehmen“ die Rede. Nun gibt es laut Presseberichten eine weitere Ansiedlung der Firma Lesara im GVZ im Logistikbereich. Das ist grundsätzlich positiv aufzufassen. Allerdings sind die Einkommenssituation der Beschäftigten im Logistikgewerbe und die diesbezüglichen Arbeitsbedingungen nicht grundsätzlich positiv zu bewerten. „Qualitativ“ klingt prinzipiell gut, besonders wenn man bedenkt, dass Erfurt eher von der Logistik wegkommen sollte, um im produzierenden Gewerbe und in weniger flächenintensiven Gewerbeansiedlungen Handlungsoptionen zu haben. Fakt ist, dass die aktuelle Logistikansiedlung im Widerspruch zum ISEK steht. Auch wenn die Stadtverwaltung die Ausflucht sucht, dass das ISEK noch diskutiert wird und bisher keine abschließenden Festlegungen getroffen wurden. Zudem gehe es im ISEK um Neuausweisungen von Gewerbeflächen. Dies klingt ein wenig nach Wasser predigen und Wein trinken. Wie dies alles zueinander passt – oder eben auch nicht – wollte ich in der Anfrage geklärt wissen. Laut der Antwort des Oberbürgermeisters will man aber gar nicht so weit von der Logistik weg. Zwar schließt man die reine Transportlogistik aus, dennoch sieht man sich wohl mit den bisherigen Strukturen der Logistik verbunden. Das zumindest meint „qualitative Logistik“. Die CDU-Fraktion warnt jedoch davor, diesen Weg weiter zu gehen und sich tatsächlich qualitativen Ansiedlungen zuzuwenden, wo Arbeitsplätze und eine Wirtschaftskraft für die Stadt im höherklassigen Bereich entstehen. Knöllchen am Hauptfriedhof Erfurt: Trauergäste sind sauer auf die Stadt Der Parkplatzdruck am Erfurter Hauptfriedhof ist hoch. Das bemerken auch Bürger und Friedhofsbesucher und beschwerten sich über mangelnde Parkplatzkapazitäten. Besonders an den Wochentagen sind die öffentlichen Stellplätze am Haupteingang des Friedhofs wiederholt durch  Fahrzeuginhaber der naheliegenden Berufsschule und durch die P+R Nutzer dauerbelegt. Der Stadtverwaltung ist die Überlagerung der verschiedenen Nutzungen bereits hinreichend bekannt. Sie beteuert aber, dass ihr bisher keine Beschwerden vorliegen. Die Stadtverwaltung versucht bisher erfolgslos, durch eine Beschilderung für eine ausgewogenere Verteilung der 171 Stellplätze zwischen den Nutzergruppen zu sorgen.  Lediglich 60 Stellplätze sind im Zeitrahmen von zwei Stunden für die Besucher des Friedhofs reserviert. Weitere Stellplätze befinden sich am Westeingang des Hauptfriedhofes, entlang der Binderslebener Landstraße und einige wilde Parkplätze befinden sich am Osteingang. Besonders älteren Bürger fällt es schwer, diese weiterentfernte Parkmöglichkeiten zu nutzen, da häufig noch Gegenstände zur Grabpflege transportiert werden. Als Ausweichmöglichkeit zum Parken, werden oftmals die vorhandenen freien Behindertenparkplätze genutzt, was zu weiteren Problem führt. Die Verwaltung hat im November eine Bestandaufnahme und eine Parkraumerfassung über den Verlauf von einem Tag geplant, aus der sie die tatsächliche Nutzung der Parkplätze ableiten will. Die Ergebnisse sollen dem Erfurter Stadtrat im Frühjahr 2018 vorgestellt werden. Ein respektvoller Umgang der Stadt mit den Trauernden wäre mehr als nur angebracht. Eine Beschilderung der Stellplätze und zugleich eine zeitliche Beschränkung der Nutzung, kann hier keine Lösung sein. Für Trauernde und Besucher des Friedhofs, muss eine zentrale separate Parkmöglichkeit geschaffen werden. Des Weiteren schätze ich die Ergebnisse einer eintägigen Messung der Nutzergruppen des Parkplatzes als unvollständig ein. Um eine wirkliche Nutzung des Parkplatzes herauszufinden, bedarf es einen längeren Zeitraum der Messung.    

Vertane Chance – Nachtragshaushalt von Rot-Rot-Grün beschlossen

Während der Auszeit - Beratung der Änderungsanträge
Während der Auszeit – Beratung der Änderungsanträge
Heute Abend wurde der Nachtragshaushalt im Stadtrat verabschiedet. Nach der vorangegangenen Diskussion um verspätete Anträge von Rot-Rot-Grün und einer einstündigen Auszeit folgte ein (dieses Mal) recht sachliche Debatte. Für die CDU habe ich verdeutlicht warum wir auch den Nachtragshaushalt abgelehnt haben:   Nachtragshaushalte sind normalerweise Notlösungen. Gemäß ThürKO ist klar vorgeschrieben wann und nach welchen Kriterien eine Kommune einen Nachtragshaushalt aufstellen muss. Erstmals war der Grund für einen Nachtragshaushalt in der Landeshauptstadt nicht Mindereinnahmen sondern mehr Geld, welches zur Verfügung steht. Die Ursachen dafür sich vielschichtig. Auf ein Problem hat die CDU-Stadtratsfraktion bereits bei der Beschlussfassung des viel zu spät vorgelegten Doppelhaushaltes im Mai 2017 hingewiesen. Etliche der geplanten Investitionen waren schlicht nicht umsetzbar im Jahr 2017 und werden jetzt noch einmal als Wohltat für 2018 verkauft. Bei den Beratungen zum Doppelhaushalt 2017/2018 wurden sämtliche Anträge der CDU von Rot-Rot-Grün abgelehnt. Die CDU hat hingegen den Haushalt abgelehnt und wir hatten und haben dafür gute Gründe. Der Haushalt hat eine falsche Grundstruktur. Wir beklagen einen viel zu hohen Verwaltungshaushalt (inzwischen rund 675 Millionen Euro) bei einem viel zu niedrigen Vermögenshaushalt (inzwischen 140 Millionen Euro). Der Haushalt führt zu weiteren Schulden. Es werden entgegen der ThürKO keinerlei Rücklagen gebildet und es gab und gibt keine Aktivitäten zur Umsetzung des Haushaltssicherungskonzeptes. An diesen Punkten ändert sich mit dem Nachtragshaushalt nichts. Deshalb ändert sich natürlich auch unsere Kritik an diesem Haushalt nicht und wir lehnen ihn ab. Ursächlich für den Nachtragshaushalt sind mehrere Punkte. Es gibt Mehreinnahmen vom Land und Bund (insbesondere für Investitionen). Es gibt Mehreinnahmen und Ausgaben für gesetzliche Leistungen wie das UVG. Es gibt mehr Schlüsselzuweisungen vom Land und es gibt mehr Steuereinnahmen. An all diesen Punkten haben aber die Stadt und insbesondere der Oberbürgermeister keine Aktie – sie partizipieren nur davon. Lediglich die Fehlkalkulation hinsichtlich nicht durchführbarer Bauprojekte bei Straßen und Brücken ist ein hausgemachtes Thema. Die Stadt hat es trotz guter Konjunkturlage nicht geschafft, sich eigene Freiräume und Gestaltungsspiel zu schaffen. Das ist verantwortungslos, weil damit zu rechnen ist, dass sich die Konjunktursituation irgendwann auch wieder verschlechtert. Deshalb ist es falsch das jetzt mehr zur Verfügung stehende Geld wieder fast vollständig zu verkonsumieren und nicht zu investieren. Um 17,7 Millionen Euro steigt mit dem Nachtragshaushalt das Haushaltsvolumen auf nunmehr 816 Millionen Euro. 16,3 davon gehen in den Verwaltungshaushalt und nur 1,4 in den Vermögenshaushalt. Zwar gibt es in 2018 eine leichte Reduzierung des Schuldenanstiegs, aber im Jahr 2019 und 2010 steigen dafür die Schulden um 7,6 Millionen Euro bzw. 4,5 Millionen Euro. Bei den Personalausgaben war mit dem Haushaltssicherungskonzept eine Reduzierung um jährlich 10 Millionen Euro avisiert. Da es aber immer noch kein Personalentwicklungskonzept vom Oberbürgermeister gibt und allein in diesem Nachtragshaushalt 55 Personalstellen hinzukommen steigen die Personalausgaben um zwei Millionen Euro auf 173 Mio. Zu kurz kommen wieder einmal die vielen Bereiche bei denen Investitionen dringend benötigt werden. Kitas, Schulen, Sporthallen, Bäderkonzept, Brücken und Straßen – die Liste ist endlos. Der Oberbürgermeister und Rot-Rot-Grün haben die Chance vertan etwas an der Schieflage der Erfurter Finanzen gerade zu rücken. Der Haushalt 2017/2018 und der Nachtragshaushalt sind für die CDU-Stadtratsfraktion nicht zustimmungsfähig!

Anschnitt

Noch nicht ganz fertig...
Noch nicht ganz fertig…
Fertig ist sie zwar noch nicht, aber Termin ist Termin! Zur heutigen feierlichen Verkehrsfreigabe der Rathausbrücke und zum großen Bänderdurchschnitt hatte heute der Oberbürgermeister geladen. Seit 16 Jahren diskutieren wir um die Rathausbrücke im Stadtrat, mehrmals wurden von Rot-Rot-Grün die für die Sanierung notwendigen Mittel aus dem Haushalt gestrichen. Am Ende blieb nur noch ein Neubau und auch darum wurde wieder heftig diskutiert  – insbesondere wie viele Bäume zu retten sind. Wir haben als CDU-Stadtratsfraktion für die Interessen der Bürgerinitiative gestritten und am Ende gab es eine fraktionsübergreifende knappe Mehrheit für den Erhalt der Bäume. 20 Monate Bauzeit sind jetzt fast zu Ende und auch wenn noch nicht alle notwendigen Arbeiten erledigt sind, wurde heute schon einmal geschnitten. Neben der 2,5 Millionen teuren Brückenkonstruktion fand Pittiplatsch beträchtliche Beachtung und wurde von den Kindern gleich in Besitz genommen. Eine Erfurter Familien hat Pitti gestiftet und er sitzt jetzt auf einer Bank auf der Rathausbrücke.
Pittiplatsch hat es ertragen
Pittiplatsch hat es ertragen
Wie das bei Einweihungen so ist, da ist immer großer Appell der Stadtverwaltung. Neben den Bauverantwortlichen und dem Oberbürgermeister waren gleich drei Beigeordnete dabei – bei manchen Ausschusssitzungen im Stadtrat ist gar keiner da… Noch nicht auf der Rathausbrücke Platz genommen hat Schnatterinchen, obwohl böse Zungen behaupten sie hätte die Schnatterente im Dialog mit Pitti gesehen. Insgesamt bei bestem Wetter sicher ein schöner Termin für unsere Stadtspitze. Ob die morgige Stadtratssitzung auch so schön wird bleibt abzuwarten. beim heutigen Pressegespräch habe ich die Knackpunkte für unsere Fraktion schon einmal benannt. Hauptthema wird der Nachtragshaushalt werden. Dass unser Oberbürgermeister künftig eher nach den schönen Terminen suchen wird und dass dazu vor allem Bänder durchgeschnitten werden, gehört wohl schon zum bevorstehenden OB-Wahlkampf und wird bis zum 15. April anhalten. Solange er nicht bei Kindergeburtstagen aus der Torte springt werden wir das aushalten 😉 Bilder vom Brückentermin    

Derby-Sieg verpasst

Volleyball meets Basketball
Volleyball meets Basketball
Irgendwie ist der Wurm drin – die Derbys der letzten Wochen gingen alle daneben. Lediglich RWE hat einen Derbysieg in dieser Saison zu verzeichnen, aber das 1:0 gegen Jena ist bei dem Trubel der letzten Wochen schon wieder vergessen. Gestern Abend standen die Vorzeichen für die Oettinger Rockets gut. Mit 3.700 Zuschauern war die Messehalle erstmals ausverkauft und mit Jena kam ein Gegner, mit dem die Rockets auf Augenhöhe sind. Wir waren gleich mit sieben Spielerinnen vom Schwarz-Weiß Erfurt Volleyteam und noch einigen Betreuern dabei, um die großen Jungs zu supporten. Drei Viertel sah es nach einem Happy End aus. Die Raketen lagen zeitweise sogar mit 15 Punkten vorn, aber drei Minuten vor Spielende ging den Raketen der Treibstoff aus. Jena holte auf und zog vorbei. 97:101 stand am Ende auf der Anzeigetafel und wie bei uns am Tag zuvor beim Thüringenderby in Meiningen war die Enttäuschung greifbar. Leider ist das nun einmal im Sport so – für meinen Sohn war es auch nur ein schwacher Trost, dass wir dafür noch gemeinsam das Spiel seiner Dallas Cowboys gegen die Atlanta Falcons bis ein Uhr Nachts live am Bildschirm verfolgt haben. Auch die Cowboys haben verloren 27:7 lautete das Ergebnis. Irgendwie war das Wochenende sportlich gesehen wie das Novemberwetter 🙁 Bilder von den Rockets  

Den Wolf noch nicht erlegt

Alles an der Trommel gegeben
Alles an der Trommel gegeben
Wieder einmal wurde die erfolgreiche Wolfsjagd verschoben – gestern Abend gelang es leider erneut nicht den Problem-Wolfi im Thüringer Wald zu erlegen. Das zweibeinige Wolfshybrid-Maskottchen der Damen aus Suhl konnte über einen 3:1 Sieg im Pokalachtelfinale gegen das Schwarz-Weiß Erfurt Volleyteam jubeln. In dieser Saison spielt Suhl wegen Umbauarbeiten nicht in der heimischen Wolfsgrube sondern in der Meininger Multihalle. Dort passen zwar auch immerhin 1.250 Zuschauer rein, aber die Volleyballmaße entsprechen nicht den Vorgaben der DVL. Für diese Saison hat Suhl eine Ausnahmegenehmigung und nächste Saison ist hoffentlich die Wolfsgrube fertig. Mit 25:18 ging der erste Satz in der Meininger Multihalle vor rund 1.100 Zuschauern klar an die Suhlerinnen. Im zweiten Satz waren unsere Mädels zwar dichter dran, aber mit 25:22 ging er wieder an Suhl. Im dritten Satz waren wir dann am Zug – 21:25. Hoffnung kam unter den Erfurter Fans auf, aber der Wolf wankte nur und fiel nicht. Bis zum 17:17 waren unsere Mädels im vierten Satz in der Vorhand, bevor Suhl den Sack mit 25:18 zuband. Im Pokalviertelfinale wird Suhl am 25.11. in Wiesbaden spielen und wir werden uns an dem Wochenende sicher schon auf die drei wichtigen Heimspiele Anfang Dezember vorbereiten. Aachen und der VCO Berlin kommen am 2. und 3. Dezember. Und am 9.12. ist der Wolf dann fällig – dann geht es um Bundesligapunkte in unserem Revier in der Riethsporthalle gegen Suhl! Bilder aus Meiningen    

Die Narren stürmen die Rathäuser…

Die Garde marschiert wieder
Die Garde marschiert wieder
…manchmal sitzen darin aber auch schon welche. Heute war es um 11.11 Uhr wieder soweit. Die fünfte Jahreszeit beginnt. Auf die närrische Ratssitzung im Erfurter Rathaus habe ich allerdings heute verzichtet – die findet regelmäßig statt. Stattdessen war ich um 11.11 Uhr bei unserem MKC in Marbach zur Eröffnung der 57. Saison und bei der Übergabe des Schlüssels durch die Ortsteilbürgermeisterin. In der bevorstehenden Saison haben wir das Motto „Das habt ihr nun davon“ in Anspielung auf die Bundestagswahlen. Mit unserer Bundestagsabgeordneten Antje Tillmann und unserem Vereinspräsidenten Andreas Schulz haben wir dann schon einmal wieder die vielen Termine der kurzen Saiosn (am 14. Februar ist schon Aschermittwoch) vorsortiert. Marbachia Heijo und viele Grüße an allen Narren! Der zweite närrische Termin stand dann noch am heutigen Nachmittag auf dem Programm. Der KCA Alach, in dem ich auch wie im MKC und beim Facedu Mitglied bin, feierte sein 30jähriges Bestehen mit einem Festakt im Bürgerhaus. Ich freue mich auf die bevorstehende Saison. Bilder aus Marbach  

Luther auf den Sockel gehoben

Luther auf seinem Sockel
Luther auf seinem Sockel
Erfreulich breite Unterstützung und Interesse erfuhr die heutige Enthüllung der Bronze-Statue von Martin Luther, nachdem diese on dieser Woche schon auf den Sockel gestellt wurde. Das war vor einigen Monaten noch ganz anders, als Bonifatius anlässlich des 1275jährigen Stadtjubiläums aufgestellt wurde. Im Frühjahr gab es zu dem Thema eine heftige Diskussion und am Ende eine “Kampfabstimmung” im Stadtrat. Oberbürgermeister Andreas Bausewein hatte schon vor zwei Jahren die Idee seines Amtsvorgängers Manfred Ruge positiv aufgenommen. Daraufhin hatte der Rotary Club Erfurt rund 110.000 Euro Spenden gesammelt und die beiden Bronzestatuen in Auftrag gegeben. Zieren sollten sie die beiden seit über 60 Jahren verwaisten Sockel am Rathaus. Genau dies war insbesondere einigen Linken, aber auch SPD-Genossen und Grünen ein Dorn im Auge. Bausewein hatte zuvor versäumt, die Zustimmung des Stadtrats einzuholen und holte dies nun eilig nach. Bei der fraktionsübergreifenden Zustimmung war die CDU am Ende die einzige Fraktion mit einhelliger Zustimmung. Heute nun folgte Luther, der große Reformator an seinem 534. Geburtstag. Traditionell wird am 10. November der Geburtstag von Martin Luther mit einem ökumenischen Gottesdienst auf dem Domplatz und der beiden Martins gedacht. Der 11. November ist der Tag des heiligen St. Matins und auch der Namenstag von Martin Luther. Tausende Kinder sind bei Martini auf dem Domplatz dabei und erlebten in diesem Jahr mit der Geburtstagsfeier des Reformators und der Enthüllung seiner Statue einen Höhepunkt und Abschluss des Reformationsjahres.

Teures Zeitspiel

Regenwolken über der MFA - sportlich und finanziell
Regenwolken über der MFA – sportlich und finanziell
Inzwischen gewöhnt man sich daran, dass die Multifunktionsarena oder Rot-Weiß Erfurt im Wechsel nahezu täglich medial präsent sind. Leider sorgt dafür weniger die sportliche Entwicklung – die ist schwierig genug – sondern praktisch jedes Mal geht es um Geld. Geld, das überall fehlt und an anderen Stellen mit vollen Händen verteilt wird. Heute war es einmal wieder die MFA, die für Schlagzeilen sorgte. Seit dem Spiel gegen den FSV Frankfurt am 4. Februar 2017 waren Sicherheitsmängel an der MFA offenkundig. Die zuständige Beigeordnete wimmelte ihre Verantwortung ab mit den Worten man habe ein Stadion und nicht Alcatraz bauen lassen. Schließlich erklärte dann im Sommer der Sprecher des Oberbürgermeisters in der TA „man habe verstanden“, „die Sicherheit der Besucher geht vor“. Die Tore würden verstärkt (ist inzwischen passiert) und der rumliegende Kies würde durch Pflaster ersetzt. Die Arbeiten sollten bis Ende des Jahres abgeschlossen sein, die Kosten lägen im unteren sechsstelligen Bereich und würden von den Geldern genommen, die eigentlich für die Sanierung der Westtribüne gedacht waren. Inzwischen wird nun gebaut und heute nun bestätigte der ESB in der TA, dass alleine das Pflaster rund 330.000 Euro kosten würde und somit doppelt so teuer sei, als wenn es gleich richtig gemacht worden wäre. Ich habe mir dazu einmal das DFB-Stadionhandbuch angesehen und festgestellt, dass die dort formulierten Anforderungen sehr klar sind. Dort steht: Artikel 10 Mobile Einrichtungen/Gegenstände (1) In allen für Zuschauer zuganglichen Bereichen sind die Umgebung und der Boden so auszugestalten, dass keine Steine, Platten oder sonstige Gegenstande aufgenommen, herausgebrochen oder anderweitig entfernt werden können. Das DFB-Handbuch ist nun zweifellos nicht die Bauanleitung für Alcatraz, wie es Frau Hoyer meint, sondern Richtschnur für die Stadionsicherheit. Die nun notwendigen Kosten überraschen und befremden mich sehr. Für die Stadtratssitzung kommende Woche habe ich eine dringliche Stadtratsanfrage eingereicht und möchte vom Oberbürgermeister eine Erklärung dafür, wer für diese (wieder einmal) entstandenen Mehrkosten die Verantwortung trägt. Ich bin gespannt auf die neuerlichen Ausreden! Dringliche Anfrage nach § 9(2) der Geschäftsordnung für den Stadtrat der Landeshauptstadt Erfurt zur Stadtratssitzung am 15. November 2017 –öffentlich – Aktuelle Sicherheitsumbauten bei der Multifunktionsarena Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, den lokalen Tagesmedien ist zu entnehmen, dass derzeit an der Multifunktionsarena die bereits länger angekündigten sicherheitsbedingten Umbauarbeiten hinter den Zuschauerbereichen vorgenommen werden. Die Kosten für die Pflasterarbeiten sollen demnach bei rund 330.000 Euro liegen, so beziffere es der ESB. Gleichzeitig wurde angemerkt, dass die Kosten bis um die Hälfte geringer gewesen wären, wenn die Pflasterung gemäß des DFB-Handbuchs beim Bau korrekt erledigt worden wäre. Im Juli 2017 erklärte Herr Köhlert, die genauen Kosten des Pflasters wären noch unklar, aber man schätzte, dass sie im unteren sechsstelligen Bereich liegen würden. Finanziert würde dies mit Geldern für die Sanierung der Westtribüne. Daher bitte ich um die Beantwortung der folgenden Fragen:
  1. Wie hoch sind die Kosten für die Sicherheitsumbauten (inklusive Tore im Zuschauerbereich) und ist die Aussage zutreffend, dass bei sofortiger Erledigung gemäß des DFB-Handbuchs die Kosten für die Maßnahme deutlich günstiger geworden wären?
  2. Wer in der Verwaltungsspitze ist verantwortlich dafür, dass der Bau trotz eindeutiger DFB-Vorgaben zunächst unzureichend und nun in einer teureren Variante ausgeführt wurde?
  3. Auf welcher Basis erfolgte die Kostenschätzung im Juli 2017 und wer trägt letztlich die nunmehr entstandenen Mehrkosten?
     

79. Jahrestag der Pogromnacht

Auf dem jüdischen Friedhof in Erfurt
Auf dem jüdischen Friedhof in Erfurt
Auch in diesem Jahr gedachten wieder viele Erfurterinnen und Erfurter, gemeinsam mit Politikerinnen und Politikern des Bundestags, des Landtages und des Erfurter Stadtrates gemeinsam mit Mitgliedern der Jüdischen Landesgemeinde der Opfer der Pogromnacht am 9. November 1038 und der nachfolgenden Shoa. Landtagspräsident Christian Carius und der Vorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde gaben den Teilnehmern der Gedenkveranstaltung wichtige Worte mit auf den Weg. Es ist ein wichtiges und gutes Signal, dass seit vielen Jahren in Erfurt die Erinnerung wach gehalten wird und die Parteien an diesem Tag alle gemeinsam stehen. Der 9. November als Schicksalstag der Deutschen bleibt ein markantes Datum. Neben der Freude über den Mauerfall ist er vor allem der Tag der mahnt und auch an das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte erinnert.

Frauenpower für den CDU-Kreisvorstand Erfurt – Kandidatinnen nominiert

Marion Walsmann ist regelmäßig bei uns im Ortsverband zu Gast
Marion Walsmann ist regelmäßig bei uns im Ortsverband zu Gast
Natürlich gilt auch in Erfurt der alte Satz: „Nach der Wahl ist vor der Wahl.“. Während in Berlin noch die Sondierungsgespräche für eine mögliche Jamaika-Koalition laufen, haben wir bereits die Oberbürgermeisterwahl (voraussichtlich am 15.4.2018) fest im Blick. Beim gestrigen Mitgliedertreff unseres CDU-Innenstadtortsverbandes “Am Petersberg” war unsere Kreisvorsitzende und designierte Oberbürgermeisterkandidatin Marion Walsmann zu Gast. Es gab ein erfreulich großes Interesse und so musste zu Beginn erst einmal noch ein paar Stühle herbeigeholt werden. Ausgehend von den aktuellen kommunalpolitischen Themen diskutierten 30 engagierte Ortsverbandsmitglieder mit Marion Walsmann. Unsere Bundestagsabgeordnete Antje Tillmann, selbst auch Mitglied im Ortsverband, berichtete vom Stand der Gespräche in Berlin und war zuversichtlich, dass vor Weihnachten eine Koalition steht. Vor Weihnachten haben wir auch unseren CDU Kreisparteitag. Dabei werden wir als Ortsverband Anfang Dezember unsere OB-Kandidatin bei der Nominierung und auch bei der anschließenden Gesamtmitgliederversammlung zur Neuwahl des Kreisvorstandes unterstützen. Für den neuen Kreisvorstand der CDU Erfurt haben wir zudem heute sechs Frauen unseres Ortsverbandes zur Wahl vorgeschlagen.