Erinnerungen an alte Zeiten

Nostalgiebild
Nostalgiebild
Einen Rückblick auf die Wendejahre und die Entwicklung des Autohauses Gitter gab es in der heutigen Ausgabe der Thüringer Allgemeinen und das war auch für mich eine Reise in die Vergangenheit. 1990/1991 hab ich im Autohaus Gitter als Kfz-Elektriker gearbeitet. Nachdem ich mein Handwerk bei der Firma Autolicht Flügel gelernt, den Gesellenbrief und die NVA-Zeit absolviert hatte stand in der Nachwendezeit der erste Arbeitsplatzwechsel an. Meine Studienambitionen hatten sich schon 1987 zerschlagen, weil ich als Diplomingenieurpädagoge (Berufsschullehrer für Elektrotechnik) meinen Studienplatz in Dresden wieder einbüßte, nachdem ich mich weigerte drei Jahre Armeezeit zu machen. Eigentlich wäre das nächste Ziel ein Meisterbrief gewesen, aber auch dafür änderten sich mit der Wende die Rahmenbedingungen. Also orientierte ich mich auf eine der neu entstehenden Fachwerkstätten. Das Autohaus Gitter war damals die größte private Kfz-Werkstatt in Erfurt und dort fand gerade der Wechsel von der Trabant- zur VW- und Audi-Werkstatt. Meine Begeisterung für deutsche Kfz-Wertarbeit muss wohl damals schon ausgeprägt gewesen sein. Bis auf einen kurzen Ausflug mit einen 105 Skoda und mein 23 Jahre altes Honda NTV Motorrad, waren es alles deutsche PKW – erst mehrere Zweiräder (Schwalbe, MZ TS 150 und MZ TS 250), danach zwei Trabis, Golf, Audi 80, Mercedes, Passat und heute wieder Audi. Damals war daran nicht zu denken und jedes Auto, was auf den Hof der Werkstatt fuhr, war Neuland. Meine “Lieblingsprojekt” war die Lichtmaschinenreparatur an einem Rolls-Royce Silver Shadow. Der war auf der Durchreise in Erfurt liegen geblieben. Helmut Gitter fragte mich, ob ich das probieren wollte – natürlich wollte ich, schließlich hatte ich noch keine Rolls gesehen, geschweige denn Probe gefahren. In Ermangelung vor Original Rolls-Royce-Ersatzteilen, habe ich die Lichtmaschine zerlegt und mit passend gefeilten Kohlebürsten einer Trabant-Drehstromlichtmaschine ausgestattet. Der Fahrer konnte dies kaum glauben und wir mussten extra auf der Rechnung bestätigen, dass er mit einem Trabi-Ersatzteil fuhr. Heute überlasse ich die notwendigen Reparaturen an meinen Fahrzeugen gerne den Fachleuten. Aber ich erinnere mich auch gerne an die Zeit, als ich selber geschraubt habe.

Familie, Sport und Kultur

Volle Bühne
Volle Bühne
Immerhin hat in der ersten Woche des Jahres das mit den guten Vorsätzen schon einmal weitgehend funktioniert. Mehr Zeit für die Familie, mehr Zeit für Sport und auch andere Aktivitäten als Politik 😉 Mit meinen Jungs, zumindest mit den beiden Großen war die Woche viel Zeit. Familienfeier mit allen am Mittwoch, mit dem Ältesten am Freitag Eishockey, gestern Abend mit dem Mittleren das Neujahrskonzert im Theater und heute in großer Familienrunde Geburtstagsfeier des Ältesten – inzwischen ist er nun 27 Jahre alt. Ich bin sehr stolz auf ihn und darauf, dass wir seinen Geburtstag heute als Eltern gemeinsam mit ihm feiern konnten.
Klasse-Spiel gegen Halle
Klasse-Spiel gegen Halle
Sportlich war die Woche gleich mehrfach erfolgreich. Am Mittwoch ein gutes Spiel unserer Schwarz-Weiss Erfurt Volleyteam gegen die Meistermannschaft aus Dresden. Am Freitag ein sensationeller Sieg der Black Dragons gegen die Hallenser. Mit 5:1 gewannen die Drachen und legten heute in Braunlage noch einmal mit 4:5 nach. Ein 6-Punkte-Wochenende zum Abschluss der Hauptrunde, jetzt folgt bis Anfang März die Qualifizierungsrunde. Die Drachen haben in dieser Saison vor allem gegen die Spitzenteams zu Hause überzeugt. Inzwischen sind daher auch die Zuschauerränge wieder voller – Freitag waren es 830.  Von den persönlichen Sportplanungen läuft es zu Beginn des Jahres auch gut – vier Fitnesseinheiten und ein erfolgreiches Squash-Spiel zum Jahresstart. Aber bis zum Kampfgewicht dauert es noch… 🙂
Neues Squash-Jahr
Neues Squash-Jahr
Gestern Abend stand dann das zweite Neujahrskonzert des Jahres auf dem Programm. Zum 1. Januar sind wir immer im Kaisersaal, da passte es gut, dass das Neujahrskonzert im Theater zwei Mal gespielt wird. Beethovens 9. Sinfonie mit der Ode an die Freude von Schiller “Freude schöner Götterfunken” gab es mit der ganz großen Kapelle, also neben dem Philharmonischen Orchester des Theaters (allein schon 60 Musiker), vier Solisten und mit der Augustiner-Kantorei, dem Philharmonischen Chor des Theaters und dem Domchor beeindruckende Sangesfülle. Also die erste Woche des Jahres lief schon einmal gut. Ab morgen folgen dann auch wieder kommunalpolitische Termine. Mal sehen, wie es dann wird, für den Sport ist dann wieder etwas weniger Zeit.    

Traditionspflege in Thüringen

Der Thüros-Grill hat geglüht
Der Thüros-Grill hat geglüht
Rostbratwürste und Thüringen gehören zusammen und dies zu jeder Jahreszeit! Allerdings hat sich dies noch nicht flächendeckend rumgesprochen. Der Versuch heute Holzkohle im Supermarkt zu kaufen scheiterte. Erklärung des Verkaufspersonals “Holzkohle haben wir nicht, das ist Saisonware”. Mein Gegenargument “Grillsaison ist in Thüringen bis zum 31.12. jeden Jahres und sie startet am 1.1. jeden Jahres” half leider auch nicht. Allerdings fand sich die Lösung des Problems in einem Baumarkt. Nun schon zum siebten Mal haben wir mit unseren Nachbarn das neue Jahr mit dem traditionellen Angrillen begonnen. Seit 2011 treffen wir uns in jedem Jahr am ersten Januar-Wochenende bei uns im Innenhof und der Grill wird angeheizt. Je nach Wetterlage auch die Feuerschale – heute war definitiv Feuerschalenwetter 😉 Grillabend (3)Es gab Jahre, da hatten wir 10 Grad Plus oder Regen – heute waren es 10 Grad Minus und Schnee dazu. Neben den 50 Rostbratwürsten fand daher auch der Glühwein dankbare Abnehmer. Ich finde es ausgesprochen schön, dass wir bei uns in der Nachbarschaft alle ein gutes Verhältnis zueinander haben und nicht nur seit 13 Jahren zusammen wohnen, sondern auch mehrmals im Jahr zusammen feiern. Insofern werden wir die Angrill-Tradition sicher auch im nächsten Jahr wieder fortsetzen.

Winter in Thüringen

Blick vom Inselsberg
Blick vom Inselsberg
Natürlich gehört Schnee dazu und es darf gerne auch kalt sein, dafür ist es ja Winter. Überraschend ist dies in jedem Jahr immer nur wieder für den Winterdienst in der Landeshauptstadt. Genauso sicher, wie der Winter kommt ist es, dass darüber in Erfurt diskutiert wird. Wie in jedem Jahr hat die Stadtwirtschaft gemeinsam mit dem Oberbürgermeister zum Winterbeginn erklärt, sie seien bestens gerüstet und neue Technik sei angeschafft. Leider kam die Technik wohl erst zu spät auf die Straße und der Salzgehalt der verstreut wurde, war etwas zu niedrig gewählt. Für die nächsten Tage wurde Besserung gelobt, allerdings soll es da auch nicht mehr schneien -) Inselsberg (2)Wie schön der Winter in Thüringen sein kann, habe ich heute bei einer dienstlichen Tour nach Brotterode erlebt. Vor dem Hintergrund des Erfurter Straßenzustands habe ich meinen alten Passat als “Wintertransportmittel” gewählt, aber außerhalb der Landeshauptstadt ist die Straße geräumt und schwarz. Weder die Fahrt den Inselsberg hinauf, noch der Weg nach Brotterode waren irgendwie beeinträchtigt. Bei einem kurzen Zwischenstopp auf dem Inselsberg waren dieses Mal perfekte Sicht und herrliches Winterwetter beisammen. In Brotterode war ich zu einem Gespräch mit dem Träger der dortigen Evangelischen Familienerholungsstätte “Haus am Seimberg”. Das Haus liegt wunderschön und bietet beste Voraussetzungen für Familienerholung und Familienbildungsmaßnahmen, die wir als Stiftung Familiensinn fördern. Das Jahresprogramm bietet aber auch noch genügend Raum für individuelle Besucher. Appartements und Einzel-, bzw. Zweibettzimmer stehen zur Verfügung und zudem ausreichend Tagungsräume. Bilder aus Brotterode und vom Inselsberg  

Gekämpft und verloren…

Unser Team
Unser Team
Leider ging auch unser erstes Spiel des neuen Jahres gegen die Damen vom Dresdner SC verloren. Überraschend war dies für die rund 400 Zuschauer nicht, sowohl von der Papierform, als auch dem Gesamtbudget liegen zwischen unserem Schwarz-Weiss Erfurt Volleyteam und dem Dresdner SC Welten. Der Vorjahresmeister Dresden verfügt über 1,65 Millionen Euro und eine Mannschaft mit mehreren Nationalspielerinnen. Auch die Reichhöhe am Netz – im Volleyball die Mischung aus Körperlänge und Sprungkraft spricht für die Damen des DSC – 1,99 m, 1,95 m, 1,95 m, 1,92 m und 1,90 – fast ein ganzer Sechser über 1,90! Allerdings gab es beim Deutschen Meister im Sommer letzten Jahres einen großen Umbruch. 11 Spielerinnen gingen und entsprechend viele im Team sind neu. Vor zwei Wochen kam mit den US-Zwillingsschwestern Kadie und Amber Rolfzen noch einmal Verstärkung. Vor dieser Ausgangssituation war es beachtlich, was unsere Mädels heute Abend geleistet haben. Im ersten Satz haben sie bis zum 20:21 gut mitgehalten und dann 22:25 verloren. Der zweite Satz war allerdings wie so oft zum Vergessen 9:25 waren eine deutliche Sache. Im dritten Satz meldeten sich unser Mädels aber mit einer tollen Abwehrarbeit eindrucksvoll zurück. Mit 25:22 ging der Satz an uns, was von den Rängen und auch den gegnerischen Fans Applaus und Anerkennung brachte. Im vierten Satz machte Dresden  mit 17:25 den Sack zu. Ich bin stolz darauf, was unsere Mädels gezeigt haben. Für vier unserer jungen Damen war es zudem eine besondere Bestätigung im Spiel gegen Dresden – hatten sie doch einst ihr Volleyballhandwerk an der Elbe in Dresden gelernt. Am 14. Januar gegen Aachen und danach Anfang Februar gegen Köpenick, VCO und Suhl kommt dann die Stunde der Wahrheit und unsere Mädels wollen endlich Punkte im Abstiegskampf. Wenn sie so wie heute Abend spielen mache ich mir da keine Sorgen.

Black Dragons auf der Zielgerade

Eishockey in Erfurt
Eishockey in Erfurt
Gerade erst ist das neue Jahr gestartet, aber für die Black Dragons endet in dieser Woche mit zwei Heimspielen bereits die Hauptrunde der Eishockeysaison in der Oberliga Nord. Grund genug also auch die verbleibenden Spiele der Drachen zu besuchen. Leider waren es heute Abend nur gut 326 Zuschauer in der Kartoffelhalle zum Nachholspiel gegen die Harzer Falken aus Braunlage. Am Volkstrauertag konnte das Spiel nicht stattfinden. Die Zuschauer sahen beim dem 7:0 zwar viele Drachentore und erstmals in dieser Saison konnte Otte auch das Tor sauber halten, aber ansonsten hatte das Spiel wenig Klasse. Dies lag vor allem an den lustlosen Falken, die als Tabellen 13. erschreckend schlecht spielten. Traurige Höhepunkte waren ein Wutausbruch eines Falkenspielers im zweiten Drittel, als er an der eigenen Bank seinen Schläger zertrümmerte und von Betreuern beruhigt werden musste und im letzten Dritte, als ein Spieler aus Braunlage sich zu einem Crosscheck gegen einen Linienrichter hinreißen lies und dafür eine Matchstrafe bekam. Am Freitag spielen die Drachen ihr letztes Hauptrundenheimspiel als Derby gegen Halle. Das Spiel wird hoffentlich wieder Klasse haben und viele Zuschauer aus Erfurt und Halle locken. Die Drachen wollen den 10 Platz vor Rostock sichern, dieser Platz berechtigt zur Teilnahme an den Pre-Playoffs. Ein paar Eishockeyspiele gibt es also sicher noch bis März in Erfurt. Ansonsten haben ja auch unsere Volleyballmädels gerade erst die Hinrunde abgeschlossen. Morgen kommt der Deutsche Meister Dresden zu uns in die Riethsporthalle.  

Gute Vorsätze

Sportpark Johannesplatz
Sportpark Johannesplatz
Erstaunlich viel Platz war heute Abend an den Geräten in meinem Fitnessstudio, dem Sportpark Johannesplatz. Offensichtlich lassen es viele mit den sportlich guten Vorsätze am 2. Januar erst einmal etwas ruhig angehen, es wahr lediglich der übliche Montag-Nachwochenend-Betrieb. In den ersten Tagen des neuen Jahres habe ich mir angewöhnt die guten Vorsätze, Ziele und Wünsche festzuhalten und gleich damit zu beginnen. Sowohl sportlich als auch im Büro und kommunalpolitisch ging das Jahr natürlich heute schon los – allerdings mit unterschiedlichen Erfolgen. Bevor es heute Vormittag ins Büro ging, gab es Zuhause noch die übliche Zeitungs- und Medienschau. Die Silvesternacht verlief in Deutschland höchst unterschiedlich. In Köln, wo sich im letzten Jahr unglaubliche Szenen abgespielt hatten, war die Polizei in diesem Jahr mit einem massiven Polizeiaufgebot Herr der Lage. Allerdings gelang dies nur indem über 1.000 Personenkontrollen stattfanden und Platzverweise ausgesprochen wurden. Die Polizei fasste die Zielgruppe unter dem Begriff Nafri zusammen und dies sorgte für reflexartige Empörung bei den Grünen. Die Kritik an der Polizei (sowohl von Bundes- als auch Thüringer Grünen) ist völlig unangemessen und wird wohl für erheblichen Medienwirbel sorgen – 0:1 im neuen Jahr. Im Büro hatte ein Teil der Kaffee-Tagesdosis nicht seine Bestimmung erreicht, sondern sich über die Computertastatur ergossen – 0:2 für den Jahresstart. 20170102_184048-1Eine Altlast aus dem letzten Jahr hat unsere Fraktionsgeschäftsstelle mit einer Pressemitteilung abgearbeitet. Die Stadtratsschelte des Oberbürgermeisters (Volksverdummung) vom letzten Freitag haben wir mit deutlichen Worten zurück gewiesen. Auch im neuen Jahr kann sich Andreas Bausewein darauf einrichten, dass ihm kommunalpolitisch ein scharfer Wind entgegen weht! Da komme ich dann schon zu den guten Vorsätzen. Beruflich freue ich mich auf die Herausforderungen des geplanten Landesprogrammes für das solidarische Zusammenleben der Generationen. Dabei werden viele Themen eine Rolle spielen, die ich in den letzten Jahren bearbeitet habe Mehrgenerationenhäuser, Familienzentren, Alter und Pflege sowie örtliche Sozialstrukturen. Ich werde gerne an dem Programm mitarbeiten, auch wenn sich dadurch höchstwahrscheinlich die Perspektive und die Struktur der Stiftung FamilienSinn verändern wird oder ganz in Frage stellt.
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Kommunalpolitisch ist der Kompass klar. Wir werden den Oberbürgermeister und seine links-link-grüne Koalition bedrängen, endlich die Finanzen in Ordnung zu bringen sowie unerfüllte Versprechen umzusetzen (Kita-Sanierung, Schulen). Das Thema Multifunktionsarena werden wir aufarbeiten (Ende Januar Sonderausschusssitzung). Zur Bundestagswahl im September werden wir darum kämpfen, dass unsere Bundestagsabgeordnete und Stadtratskollegin Antje Tillmann ihren Wahlkreis erfolgreich verteidigt und wir im Bund in Verantwortung bleiben. Sportlich steht an erster Stelle, dass wir mit unserem Schwarz-Weiss Erfurt Volleyteam in der 1. Volleyballbundesliga bleiben wollen und dazu sportliche und finanzielle Erfolge brauchen – an beidem arbeiten wir. Bereits im Februar/März wollen wir für die neue Saison planen. Für den privaten Bereich habe ich auch einige Wünsche und Pläne. Zunächst wünsche ich mir, dass alle gesund bleiben und mehr Zeit für die Familie und meine drei Söhne bleibt. Mehr Zeit ist schon deshalb wünschenswert notwendig, weil ich mich darauf freuen im Sommer Großvater zu werden 😉 Besonders freue ich mich aber auch jetzt schon auf die Osterferien. Gemeinsam mit allen meinen drei Söhnen möchte ich zwei Wochen an die Westküste der USA und dort tolle Tage erleben. Ebenfalls steht einmal wieder eine Reise nach Israel auf dem Jahreswunschzettel. Zumindest zeitlich begrenzt werde ich lernen und mich Prüfungsstress aussetzen. Die Prüfung für den Sportbootführerschein See möchte ich im März – pünktlich vor der Sommersaison – ablegen. Ich habe zwar seit über 30 Jahren den Sportbootführerschein Binnen, aber der reicht an den Küsten Kroatiens nur mit ganz viel Augen zu drücken. Um auf die Eingangssätze zurück zu kommen, auch 2017 darf es wieder viel Sport sein. Mehr, als im letzten Jahr geht kaum (75 x Fitnessstudio, 30 x Squash, 20 x Badminton und Tennis sowie rund ein Dutzend Mal Wasserski). Insofern wäre ich schon zufrieden, den Level zu halten, man wird ja nicht jünger. Am Jahresende 2017 werde ich kritisch prüfen, was aus den guten Vorsätzen geworden ist.

Kommunalpolitischer Fehlstart des Oberbürgermeisters

Einen klassischen Fehlstart attestiert der CDU-Fraktionsvorsitzende Michael Panse dem Erfurter Oberbürgermeister Andreas Bausewein für dessen Aussage zu Stadtratsentscheidungen. Bausewein hatte am Jahresende in der TA und TLZ erklärt (Zitat): „das hat in Teilen etwas mit Volksverdummung zu tun“, weil der Stadtrat Teile seines Haushaltsicherungskonzepts (HSK) nicht mitgetragen habe. Panse erklärt dazu: „Solche Aussagen sind wenig dienlich für eine sachorientierte Zusammenarbeit im bevorstehenden Jahr. Auch wenn sich die inhaltlichen Vorwürfe von Andreas Bausewein im Wesentlichen nicht ganz unberechtigt an den Koalitionspartner der rot-rot-grünen Gemeinschaft mit den Linken richten, ist dies ein unangemessener Sprachgebrauch für einen Oberbürgermeister gegenüber von Stadträten. Nach Überzeugung der CDU Stadtratsfraktion ist die schwierige Haushaltssituation Ergebnis der Führungsschwäche des Oberbürgermeisters. Seit Jahren laufen die Finanzen aus dem Ruder und der Oberbürgermeister tut als Chef der Verwaltung wenig bis gar nichts dagegen. Er hat die desaströse Haushaltssituation in den letzten 10 Jahren systematisch, gemeinsam mit seiner ihn tragenden Koalition verursacht. Nachdem der Oberbürgermeister monatelang zu seinem Haushaltssicherungskonzept geschwiegen hat und im September auch zur Einbringung im Stadtrat kein Wort sagte, jammerte er nun nach der Abstimmung. Er kritisierte den Stadtrat in Gänze und erklärte, dass sich die Stadt nun möglicherweise dauerhaft an vorläufige Haushaltsführungen gewöhnen müsse. Diese Krokodilstränen sind unangemessen und sollen nur von seinem eigenen Versagen ablenken.“ Die CDU Stadtratsfraktion hat unter anderem gegen das HSK gestimmt, weil es dem Oberbürgermeister nicht gelungen ist, die Öffentlichkeit von dessen Notwendigkeit und Wirksamkeit zu überzeugen. Es ist ihm nicht gelungen, den Erfurter Stadtrat davon zu überzeugen und es ist ihm noch nicht einmal gelungen, die ihn tragende rot-rot-grüne Kooperationsgemeinschaft davon zu überzeugen. Panse erklärt dazu abschließend: „Der Oberbürgermeister hat für sein Haushaltssicherungskonzept nicht gekämpft und mit niemandem zuvor darüber gesprochen, geschweige denn beraten. Das hatte er vor genau einem Jahr ganz anders versprochen. Er wollte damals mit allen Fraktionen über Sparpotentiale sprechen. Ich fordere den Oberbürgermeister eindringlich dazu auf, inhaltliche Gespräche mit allen Stadtratsfraktionen zur Haushaltssituation zu führen und dabei zu einer konstruktiven Gesprächskultur zurückzukehren.“

Jahreswechsel in Dresden

Vor der Semperoper
Vor der Semperoper
Hoffentlich sind alle Besucher meiner Homepage gut ins neue Jahr gekommen. Wir sind es jedenfalls und wünschen dies auch allen Freundinnen und Freunden. Möge es ein gutes und erfolgreiches Jahr werden. Seit Jahren feiern wir Silvester immer in größerer Familienrunde. Nachdem wir vor zwei Jahren in Prag waren, ging es dieses Jahr nicht ganz so weit, aber dafür in eine Stadt, die Prag sehr ähnlich ist, nach Dresden. Die sächsische Landeshauptstadt lockte mit der großen Silvesterparty vor der Semperoper auf dem Theaterplatz. Zusätzliche Argumente waren das Eishockeyspiel der Dresdner Eislöwen (mit 5:3 gegen Kassel gewonnen) und die Altstadt, sowie durchaus gute Einkaufsmöglichkeiten 😉 Die Silvesterfeier auf dem Theaterplatz war durchaus gelungen – rund 15.000 bis 20.000 Besuchern. Seit 2006 findet die Veranstaltung unter dem Namen Silvesterstadt vor der tollen Kulisse zwischen Semperoper, Kathedrale und Zwinger statt. Angenehm dabei, dass es zwar ein zentrales Feuerwerk am Reiterstandbild gibt, aber sonst Raketen und Feuerwerkskörper draußen bleiben.  
Festgottesdienst in der Frauenkirche
Festgottesdienst in der Frauenkirche
Beeindruckend begann für uns das neue Jahr mit einem Neujahrsgottesdienst in der wunderschönen Frauenkirche. Das ZDF hat den Gottesdienst live übertragen (wie in jedem Jahr seit 2007), so dass den Festgottesdienst neben den Besuchern der Frauenkirche auch rund eine Million Zuschauer verfolgen konnten. Am heutigen Nachmittag stand dann noch das traditionelle Neujahrskonzert im Erfurter Kaisersaal auf dem Programm. Der sächsische Bezug war dabei auch gegeben, denn das Neujahrskonzert wird seit 14 Jahren immer vom Sorbischen Nationalensemble gestaltet. Seit nunmehr 17 Jahren gehe ich schon regelmäßig zum Neujahrskonzert – fast immer mit meiner Mutter. In diesem Jahr war nun erstmals mein Sohn mit, der als Fagott-Spieler begeisterter Zuschauer und Zuhörer war.

Das Jahr 2016 im persönlichen Rückblick und Draufblick

Für den Blick von Oben
Für den Blick von Oben
Rückblickend auf das Jahr 2016 bleibt ein zwiespältiges Gefühl. In sieben Stunden ist das Jahr Geschichte und ich bin froh, dass es vorbei ist und hoffe, dass das Jahr 2017 besser wird. Viele traurige Ereignisse prägten das Jahr. Pfingsten ist meine Mutter von uns gegangen. Sie fehlt uns und dies nicht nur in den Weihnachtstagen. Auch sonst gab es viele traurige Dinge, die passiert sind. Die Angst vor terroristischen Anschlägen in Deutschland wurde in Berlin, wie zuvor an vielen anderen Orten, Realität. Den Jahreswechsel verbringen wir in diesem Jahr in Dresden und dies bei der Open Air Silvesterfeier auf dem Theaterplatz vor der Semperoper. Ich wünsche mir, dass die Menschen an vielen Orten unbeschwert ins neue Jahr wechseln können und uns solche Bilder wie im vergangenen Jahr nicht wieder einholen.
In der Wüste Dubais
In der Wüste Dubais
Wenn ich an die erfreulichen Dinge des letzten Jahres denke fällt mir zuerst ein, dass es viele schöne Erlebnisse mit meinen Kindern in Familie gab. Im Februar waren wir in Familienurlaub in Dubai – wunderschöne Tage wie aus „Tausend und einer Nacht“. Im Frühsommer war ich mit dem Kurzen im Motorrad-Urlaub in Göhren an der Ostsee und im Sommer zwei Wochen in Kroatien. Motorrad fahren, Wasserski, Motorboot, Klettern, Sonne und Strand – die Küste Kroatiens ist immer wieder schön. Im Oktober hatten wir ein tolles Wochenende mit unserem Sohn Jonas in Berlin. Zu Gast beim German Bowl, zwei Spiele der Eisbären, das Festival of Lights und als Bonus noch das Hard Rock Cafe – Berlin ist immer eine Reise wert. Dies gilt auch für München. Mit Jonas und Julian waren wir zum Wochenendtrip beim Oktoberfest und der Star Wars Ausstellung. Tagestouren mit einem Jeep Grand Cherokee sowie gleich mehrere Harley-Davidson-Tage sind auch in der Erinnerung mit den Jungs dabei.
Kroatienurlaub
Kroatienurlaub
Beim Kurzen war ich dieses Jahr einige Male in Heidelberg zu Besuch. Technikmuseum in Sinsheim und die DTM auf dem Hockenheimring sowie seine Eishockey- und Handballspiele. Mein Jüngster ist inzwischen in der 3. Klasse und hat an Sportveranstaltungen genauso viel Spaß wie Papa. Viel Wasserski bin ich auch mit seinem Bruder Jonas in diesem Jahr gefahren und zusätzlich die eine oder andere Badminton- und Tenniseinheit absolviert. Jonas ist inzwischen in der 9. Klasse am Königin-Luise-Gymnasium. 2016 hat er mit seinem Fagott den KLG-Kunstpreis gewonnen. Sportlich ist er immer noch begeistert beim Football und wechselte im Herbst von der Flag-Jugend in die Tackle-Jugend. Gemeinsam waren wir bei den Domstufenfestspielen und mehrmals im Theater und Konzert. Sein Tanzstundenabschlussball war 2016 auch – er ist zweifellos nicht nur größer als sein Papa geworden – er wird jetzt auch erwachsen.
Fahrspaß auch auf vier Rädern
Fahrspaß auch auf vier Rädern
Sein großer Bruder Maximilian hat dieses Jahr mit seiner Freundin Sarah etliche Erfolge mit seinem Tanzverein Opus Cultum eingefahren. Am Jahresende hat er vom Thüringer Innenminister die Lebensrettermedaile bekommen. Uns haben Maximilian und Sarah mit der freudigen Nachricht überrascht, dass die Familie im kommenden Jahr größer wird. Freundlicherweise haben sie damit gewartet, bis ich meinen 50. Geburtstag geschafft habe. Beruflich lief im Jahr 2016 alles in ruhigen Bahnen. Bei der Stiftung FamilienSinn bin ich als Leiter der Elternakademie viel mit den Familienzentren, Mehrgenerationenhäusern und Familienerholungsstätten beschäftigt gewesen.
Alles Gute 2017!
Alles Gute 2017!
Das kommunalpolitische Jahr 2016 habe ich schon vorgestern und das sportliche 2016 gestern aufgearbeitet. Während jetzt gerade die Glocken der Kreuzkirche im Hintergrund läuten, wünsche ich allen Lesern und Besuchern meiner Homepage ein gesundes, erfolgreiches und gutes Jahr 2017.