CDU-Stadtratsfraktion zur Arena GmbH: Auch das Land will sich aus der Verantwortung stehlen

Kritisch sieht CDU-Fraktionschef Michael Panse die Rolle des Freistaates Thüringen bei der Rettung der von der Insolvenz bedrohten Arena GmbH. Die Arena GmbH wird zu 51 Prozent durch die Erfurter Stadtwerke für die Landeshauptstadt Erfurt und zu 49 Prozent von der Messe für das Land getragen. Mit der aktuellen Entscheidung zur Rettung der Arena GmbH erscheint der Eindruck, dass sich nun nach der Stadt Erfurt auch das Land aus der Verantwortung stehlen will. Entsprechend der Verlautbarung nach der Kabinettssitzung, ist das Land erst dann bereit, finanzielle Mittel bereitzustellen, wenn die durch die Stadtwerke zusätzlich zur Verfügung gestellten Mittel vollständig aufgebraucht sind. Nachdem bereits die Stadt Erfurt den Stadtwerken Erfurt mit dem Stadtratsbeschluss letzte Woche den schwarzen Peter zugeschoben hatte, agiert das Land nun ähnlich. Damit sind die Erfurter Stadtwerke faktisch in der alleinigen finanziellen Verantwortung, haben aber nur eingeschränkte Gestaltungsmöglichkeiten in der GmbH. Panse unterstreicht in dem Zusammenhang: „Das Land ist zwar zu 49 Prozent Anteilseigner, will aber trotzdem nur nachrangig Verantwortung übernehmen. Gefühlt verschiebt sich das Verantwortungsverhältnis auf etwa 75 Prozent bei den Stadtwerken zu 25 Prozent bei der Messe, was aber den ursprünglichen Vereinbarungen keineswegs entspricht. Der Oberbürgermeister und die Beigeordnete Kathrin Hoyer verkündeten erst in der letzten Stadtratssitzung, dass die Beteiligung des Landes an der Rettung gesichert sei. In der Stadtratsvorlage 1734/16 steht zudem der Sachverhalt: ‚Beide Gesellschafter tragen die Stammkapitalerhöhung sowie die Einstellung in die Kapitalrücklage entsprechen der quotalen Beteiligung.‘ Dies scheint nun nicht mehr beabsichtigt zu sein. Die CDU-Fraktion erwartet, dass die Strukturen in der Arena GmbH neu geordnet werden. Es darf nicht sein, dass bei zwei nahezu gleich berechtigen Partnern nur einer die finanzielle Verantwortung bis hin zu einem Insolvenzrisiko trägt.“

Tag der Deutschen Einheit – (k)ein Grund zu feiern

Festliche Andacht zum Tag der Deutschen Einheit
Festliche Andacht zum Tag der Deutschen Einheit
Nunmehr seit 26 Jahren ist Deutschland wieder vereint und für mich ist dies ein Grund dankbar und glücklich zurück zu schauen. Offensichtlich geht dies zwar vielen Menschen insbesondere in der ehemaligen DDR so, aber die Wahrnehmung am Tag der Deutschen Einheit konzentriert sich auf die offiziellen Feierlichkeiten in Dresden und auf ein paar hundert rechtsradikale Schreibhälse, die garantiert nicht das Volk sind, wie sie selbst behaupten. Ich finde es sehr befremdlich, dass es in der Landeshauptstadt Erfurt zum ersten Mal seit 26 Jahren keine offizielle Veranstaltung gibt, bei der die Landesregierung oder die Landeshauptstadt die 26 Jahre Wiedervereinigung feiern. Medial mag dieses Defizit keine große Rolle spielen, da ist offensichtlich der Streit um einen verkaufsoffenen Sonntag schon wichtiger. Es sagt aber viel aus über die Denkweise der jeweils Regierenden. Teile der rot-rot-grünen Landesregierung können mit dem Datum 3. Oktober nicht viel anfangen. Teile der Linken und auch etliche Grüne sehen in diesem Tag den Untergang der DDR und in schwarz-rot-goldenen Fahnen eher ein Feindbild. Aber auch von den anderen Teilen der Landesregierung, insbesondere der SPD gibt es keine Signale, die optimistischer stimmen. Der Erfurter SPD-Landesvorsitzende und Oberbürgermeister der Landeshauptstadt hat mit seiner rot-rot-grünen Stadtspitze auch keine Ideen zum 3. Oktober “entwickelt”. So hat wohl jeder in Erfurt seinen Tag der Deutschen Einheit individuell oder bestenfalls in Familie gefeiert. Die Erfurter CDU hat hingegen, wie in den letzten 26 Jahren auch, den Tag der Deutschen Einheit zu einer Veranstaltung genutzt. Es ist eine gute Tradition geworden, dass wir zum 3. Oktober zu einer feierlichen Andacht in die Michaeliskirche einladen. Neben den Gedanken zum Tag von unserer Kreisvorsitzenden Marion Walsmann hielt Pfarrer Christoph Knoll die Predigt und ging dabei insbesondere auf den Tag, aber auch auf Dresden ein. Für mich bleibt am Ende des Tages Dankbarkeit. Ich bin froh darüber, dass alle meine drei Söhne nun ihr ganzes Leben (der Älteste ist 1990 geboren)  im wieder vereinten Deutschland leben könne und Entwicklungschancen haben, von denen wir in ihrem Alter nur träumen konnten.  

Oktoberfest und Star Wars

Fast so groß wie das Erfurter Riesenrad
Perfekte Übersicht
Gleich zwei gute Gründe hatten wir dieses Wochenende für einen Familienausflug nach München. Für beide Events war es auch höchste Zeit. Das Oktoberfest geht an diesem Wochenende schon wieder zu Ende – zumindest in München und die Ausstellung Star Wars Identities zieht nach fünf Monaten in der Olympiahalle München weiter nach London. Zuvor ging es aber am Freitagabend erst noch zu den Black Dragons in die Eishalle und wir jubelten dort über einen 5:3 Sieg gegen Rostock. Die Tour nach München zog sich am Samstag dann doch etwas in die Länge – offensichtlich hatten viele die gleiche Idee. Neben dem Oktoberfest spielten auch noch die Bayern und so war das Stadtbild geprägt von Trachten, Lederhosen, Dirndln und Fußballtrikots. Dem Irrsinn um die Hotelpreise zur Wiesnzeit sind wir in einen Vorort ausgewichen und haben mit dem Mooshäusl mitten im Grünen eine gute Alternative gefunden. In den letzten Wochen wurde viel geklagt, dass die Besucherzahlen auf der Wiesn rückläufig wären – zumindest am Samstag waren sie es nicht – perfektes Wetter war es aber auch. Während der Rest der Republik Regen hatte schein in München noch die Sonne. Riesenrad und Achterbahn sind sozusagen Familienpflichtprogramm. Toboggan für die Kinder auch. Mir gefällt besonders das zwischen den modernen Attraktionen auch alte traditionelle Fahrgeschäfte ihren Platz finden. Das Oktoberfest mit rund sechs Millionen Besuchern aus aller Welt bleibt die Nummer 1 auf der Hitliste der München-Besucher.
Die dunkle Seite der Macht
Die dunkle Seite der Macht
Für unseren Sohn Jonas war es allerdings der sehnlichste Geburtstagswunsch aus einem anderen Grund nach München zu fahren. Nach Stationen in Canada, Paris, Wien und Köln ist die Star Wars Identities Ausstellung seit Mai in München. Bis zum 17. Oktober gibt es nicht mehr viele Gelegenheiten zu einem Besuch. Das Buchen der Eintrittskarten im Internet ist dringend empfehlenswert. Dadurch vermeidet man lange Wartezeiten – gestern waren schon Mittags alle Tagestickets verkauft. Über vier Stunden haben wir gestaunt und an den persönlichen Star Wars Identitäten geformt. Für Star Wars Fans gibt es nichts Besseres. Möge die Macht mit euch sein! Bilder vom Oktoberfest Bilder von Star Wars Identities  

Ein Jahr geht schnell vorüber…

Zu Gast im Familienzentrum Nordhausen
Zu Gast im Familienzentrum Nordhausen
Morgen ist es nun schon wieder ein Jahr her. Und da es am Wochenende regnen soll passt dazu der Song von der Münchner Freiheit bestens „Ein Jahr geht schnell vorüber, wenn der Regen fällt…“. Das eine Jahr hat mir bei der Stiftung FamilienSinn viel Spaß gemacht, auch weil ich dabei als Leiter der Elternakademie Projekte begleiten und entwickeln durfte. Eines der erfolgreichen Projekte ist Spielraum. Die Stiftung FamilienSinn fördert derzeit in Thüringen sechs Spielraumprojekte. Die Modellprojekte finden in der Regel in den jeweiligen Familienzentren statt und dienen der Integration von Familien mit Migrationshintergrund. Dabei wirken sie als doppelte Brückenprojekte und sollen Vorschulkinder auf den Kitabesuch vorbereitet und die Eltern sollen mit den Angeboten und Unterstützungsmöglichkeiten der Familienzentren vertraut gemacht werden. Heute konnte ich das Spielraumprojekt im Familienzentrum in Nordhausen besuchen und dort mit dem Vorstandsvorsitzenden des Jugendsozialwerks Andreas Weigel und einer Vertreterin des Landratsamtes über die Fortführung des Projektes im Jahr 2017 sprechen. Ich hoffe sehr, dass es auch im nächsten Jahr weitergeht – in Nordhausen, Weimar, Gotha, Erfurt, Suhl und Sondershausen und vielleicht auch an weiteren Standorten. Die Münchner Freiheit passt aber noch aus einem weiteren Grund morgen besonders gut. Wir wollen mit den Kindern am Wochenende in die bayerische Landeshauptstadt – auch wenn der Regen fällt.

Keine Würdigung des Tages der Deutschen Einheit in Erfurt?

Mit Befremden nimmt CDU-Fraktionschef Michael Panse zur Kenntnis, dass die Stadt Erfurt kein sichtbares Interesse an der Würdigung des Tages der Deutschen Einheit zeigt. In den wöchentlichen Terminverlautbarungen der Erfurter Stadtverwaltung taucht der 3. Oktober nicht einmal auf. Feierlichkeiten oder Gedenkveranstaltungen sind augenscheinlich nicht angedacht. „Es ist schon traurig genug, dass auch die rot-rot-grüne Landesregierung den Tag nicht mehr angemessen würdigt. Die Erfurter Rot-Rot-Grünen machen es dem Land nach. So verkommt dieser Feiertag in Erfurt und in Thüringen in der Wahrnehmung lediglich zu einem zusätzlichen freien Tag“, bemängelt Panse. Für die CDU-Fraktion im Erfurter Stadtrat stehen die Errungenschaften der Wiedervereinigung Deutschlands in den letzten 26 Jahren außer Frage. Dass diese überhaupt zustande kommen konnte, war ein Glücksfall der Geschichte. Dem Tag sollte deshalb gerade von offizieller Seite her eine angemessene Würdigung zustehen. Die CDU Erfurt würdigt den Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober, wie auch in den letzten Jahren, mit einer festlichen Andacht in der Michaeliskirche um 15.00 Uhr.

Men in Black

Der männliche Teil des Vereins :-)
Der männliche Teil des Vereins 🙂
Schwarz-Weiß Erfurt Volleyteam ist seit dieser Saison der Name unseres Bundesligateams. Passend dazu natürlich die Kleiderordnung und dies nicht nur auf dem Feld sondern im ganzen Verein! Bei den vielen Fotos die ich quer durch alle unsere Teams immer wieder poste, fällt auf dass wir ein Damenverein sind. Die übergroße Mehrheit in der Mitgliedschaft stellen junge Damen, die in allen Altersklassen für uns am Netz stehen. Bevor auch die Spiele in der 1. Bundesliga losgehen (in drei Wochen), gibt es jeden Tag etwas zu tun. Gestern rollten unsere Mädels einen 2,50 m großen Volleyball durch die Erfurter Altstadt und verteilten Postkarten mit den Spielansetzungen. Heute wurden die letzten Teamfotos gemacht. Dieses Mal stand unsere U14 vor der Linse und bei der Gelegenheit haben wir einmal ein Bild von den “Men in Black”, unserem Vereinsvorstand, gemacht – nahezu alle männlichen Mitglieder des Vereins auf einem Bild. Eine Vorstandsfrau haben wir aber auch – nur sie konnte heute beim Fototermin nicht dabei sein. Ich nutze gerne einmal die Gelegenheit mich bei meinen Vorstandskollegen herzlich zu bedanken. Seit vielen Jahren engagieren wir uns gemeinsam für unseren Verein und freuen uns gemeinsam auf den Saisonstart – zum dritten Mal in der 1. Bundesliga,

Sonderstadtratssitzung zur Arena

Fachlich zuständig ist die Beigeordnete für die MFA - kompetent ist sie dafür nicht!
Fachlich zuständig ist die Beigeordnete für die MFA – kompetent ist sie dafür nicht!
Stadtratssitzung die Dritte – im Monat September ging es Dank Haushalt und Multifunktionsarena im Rathaus rund. Aber auch die dritte Stadtratssitzung hintereinander haben der Oberbürgermeister und seine Beigeordnete überstanden und weitgehend schweigend ertragen. Um die Arena GmbH vor der Insolvenz zu retten, tagte heute der Erfurter Stadtrat in einer Sondersitzung. Die Verwaltung forderte in einem Antrag, das Defizit der Arena GmbH mit Mitteln der Stadtwerke zu decken. Als CDU-Fraktionsvorsitzender machte ich deutlich, was wir davon halten: Das, was Frau Hoyer und der Oberbürgermeister hier machen gleicht einer Zechenprellerei: zunächst wird Essen bestellt. Jedoch wird die Bestellung während der Zubereitung mehrfach geändert und am Ende wird sich beschwert, dass das Essen zu spät kommt. Zudem wird dann die Zeche geprellt und jemand anderes muss für das Hin und Her zahlen. Im Falle der Multifunktionsarena sollen nach dem Willen der Verwaltung nun die Stadtwerke die Misswirtschaft von Frau Hoyer und vom Oberbürgermeister ausgleichen. Die Stadt soll nach unserer Meinung aber selbst ihre Fehler ausbaden und Lösungsvorschläge aufzeigen! Anlass zu deutlicher Kritik boten auch die  Ausführungen des Grünen-Fraktionschefs Alexander Thumfart in der Presse. Es ist geradezu perfide, wie er Ursache und Wirkung auseinanderreißt. Thumfart selbst sieht die Verantwortung vor allen bei den Stadtwerken als Teil der Arena GmbH und rechtfertigt damit die von der Verwaltung geplante Entnahme von 714.000 Euro. Dass die Arena GmbH beschuldigt wird, obwohl sie noch nicht einmal tätig werden konnte, sei absurd, stellte unser  Finanzpolitiker Thomas Pfistner klar. Rückendeckung bekam Pfistner von FDP-Stadtrat Kemmerich, der Thumfart direkt auf diesen logischen Bruch ansprach. Thumfart, der eigentlich Professor an der Universität Erfurt ist, verlor sich in Ausflüchten und druckste herum – muss er ja auch, weil immerhin er seine Beigeordnete schützen will. Dass er mit seiner Haltung jemanden für die Fehler anderer verantwortlich macht, war ihm scheinbar nicht bewusst. Obwohl es Kritik aus den Reihen der Linken an dem Gesamtverfahren zur Multifunktionsarena gab und sich die SPD fast komplett aus der Diskussion heraus gehalten hatte, wurde in der Sitzung durch Rot-Rot-Grün trotzdem beschlossen, dass die Stadtwerke die Fehler der Beigeordneten und damit auch des Oberbürgermeisters ausbaden dürfen und damit Opfer rot-rot-grüner Entscheidungen sind. Dafür können die Stadtwerke nun nicht in geplante Windkraftprojekte (so berichtet es die TA) investieren. Für die Grünen ist das eigentlich ein recht hoher Preis (genau wie die Baumfällungen beim Bau der Arena), um weiter an der Verwaltung mit einer Beigeordneten, die kaum etwas sagt, beteiligt zu sein. Dass die Grünen beim Opfern der Heiligen Kuh „Windkraft“ ein Auge zudrücken bzw. komplett wegschauen, spricht Bände im Zusammenhang der Gesamtsituation um das Stadion, aber eben auch was die Personalie Hoyer betrifft. Dabei können grüne Ideale offenbar auch einfach mal zurückgestellt werden. Die zunehmend unsachliche Argumentation des Grünen-Vorsitzenden Thumfart bestätigt dies. Als Fazit der Diskussion bleibt für uns – Grundsätzlich schweigt die Verwaltung notorisch zum Thema. Hoyer selbst äußerte in den vergangenen Sitzungen kaum ein Wort dazu. Sie ist in erster Linie in der Verantwortung. Inzwischen wird der ursprünglich angedachte Eigenanteil der Stadt Erfurt deutlich überschritten. Damit kommt es zur Mehrbelastung der Erfurter Steuerzahler. Es muss geklärt werden, ob die ursprüngliche Hauptfinanzierung der Arena durch EU-Fördermittel durch die Fehler Hoyers nicht sogar in Gänze gefährdet sind. Die CDU-Fraktion fordert deshalb, dass die Stadt endlich anständige Lösungsvorschläge machen soll. Dabei ist vor allem Transparenz gegenüber dem Stadtrat und der Öffentlichkeit gefragt. Ebenso muss geklärt werden, welche Rolle das Bauunternehmen Kösterbau spielt. Kösterbau trägt gewiss ebenfalls eine Verantwortung für die Verspätungen. Trotzdem soll es nach einem augenscheinlichen Deal mit der Verwaltung auch die Ertüchtigung der Westtribüne übernehmen. Es bleibt im Moment außerdem offen, warum bisher keine Schadensersatzforderungen durch die Stadt geltend gemacht wurden. Vermutlich müssten dabei eigene Fehler eingestanden werden. Deshalb sollen im Hauptausschuss alle rechtsanwaltlichen Zusammenhänge offengelegt werden. Fakt ist zudem, dass die Unterstützerfront in der rot-rot-grünen Kooperation inzwischen nur noch auf Grün fokussiert zu sein scheint, auch wenn sich dies nicht direkt beim Abstimmen zeigte. Besonders die Grünen, aber auch die Verwaltung selbst scheinen momentan viel Kraft in Strategien zu stecken, um von den Fehltritten und Versäumnissen von Frau Hoyer abzulenken. Stadtratssitzung im Netz  

CDU kritisiert Westtribünen-Deal

Die CDU-Fraktion im Erfurter Stadtrat hat im Werkausschuss Erfurter Sportbetrieb der Vergabe des Auftrags zur Sanierung der Westtribüne der Multifunktionsarena nicht zugestimmt und kritisiert heftig die dazu getroffenen Absprachen. Offensichtlich sei die Vergabe der Bauleistungen Teil eines Deals zwischen der Stadtverwaltung und dem Bauunternehmen Köster Bau. Der Fraktionsvorsitzende der CDU im Erfurter Stadtrat Michael Panse erklärt dazu: „Wir halten die Vergabe der millionenschweren Bauleistungen ohne eine Ausschreibung und ohne entsprechende Vergleichsangebote für fragwürdig. Die Verwaltung kaschiert den nun an Köster Bau vergebenen Auftrag zudem mit der Notwendigkeit der „brandschutzmäßigen Ertüchtigung der Westtribüne“, obwohl im Zuge dieser Baumaßnahme etliche andere Sanierungsarbeiten mit in das Paket genommen wurden. Wir befürchten zu dieser Vergabe die gleichen Probleme, wie beim Bau der Multifunktionsarena. Eine Kostentransparenz oder Vergleichbarkeit der angebotenen Bauleistungen ist nicht gegeben, Nachträge sind zu befürchten und ein verbindlicher Zeitplan wurde nicht vorgelegt. Dass die Stadtverwaltung ohne Ausschreibung und trotz der Probleme beim Bau der Multifunktionsarena das zuvor mit deutlichen Worten kritisierte Bauunternehmen vorgeschlagen hat, befremdet die CDU. Im Rahmen einer von mir beantragten Informationsaufforderung zur heutigen Stadtratssitzung offenbart sich allerdings, dass die Vergabe dieser Bauleistung Teil eines zwischen dem Oberbürgermeister Andreas Bausewein, der zuständigen Beigeordneten Kathrin Hoyer und den Vertretern von Köster Bau, ausgehandelten Pakets war. In der diesbezüglichen Drucksache werden der Fertigstellungstermin der Arena bis zum 28. Oktober 2016, ein nun doch vereinbartes Schlichterverfahren mit Gutachter zu den Nachforderungen von Köster Bau an die Stadt mit der Vergaben der Bauleistungen der Westtribüne benannt. Erstaunlicherweise Weise wurde der in der Öffentlichkeit und im Stadtrat heiß diskutierte Punkt „finanzielle Forderungen der Stadt an Köster Bau bezüglich der verspäteten Fertigstellung der MFA“ bei diesem Gespräch überhaupt gar nicht thematisiert. Dies legt für uns den Schluss nahe, dass die Stadt nicht damit rechnet, sich etwas holen zu können oder aber, dass dieses Thema den „Deal“ nicht belasten sollte. In jedem Fall schwächt es die Argumentation der zuständigen Beigeordneten Frau Hoyer, „Köster Bau“ sei an der verspäteten Fertigstellung Schuld und daher schadenersatzpflichtig.“

Deal or No Deal…

Diskussionsgegenstand MFA
Diskussionsgegenstand MFA
Heute Abend stand in einer Sondersitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Beteiligungen (WuB) sowie anschließend im Werkausschuss Erfurter Sportbetrieb (ESB) die Multifunktionsarena (MFA) wieder einmal auf der Tagesordnung. Während der WuB genauso wie heute Vormittag der Aufsichtsrat der Stadtwerke nur Empfehlungen für die morgige Stadtratssitzung aussprechen konnte, entschied der Werkausschuss des ESB über eine Vergabe – die Vergabe der noch offenen Bauleistungen an der Westtribüne. Weil es eine nichtöffentliche Sitzung war, darf ich darüber nicht viel verraten. Weil ich aber zur morgigen Stadtratssitzung eine öffentliche Informationsaufforderung beantragt hatte und heute die Antwort dazu kam, hat die Verwaltung das Wesentliche dazu schon selbst “verraten” (siehe unten stehender Text der Drucksache 1871/16). Zuvor aber noch einige Gedanken zur finanziellen Gesamtverantwortung: Ich habe heute für die CDU-Stadtratsfraktion in einem Pressegespräch erklärt, dass wir keine Insolvenz der Arena GmbH wollen, aber die vom Oberbürgermeister vorgeschlagen Lösung, den Stadtwerken die Schuld und die finanziellen Verantwortung zuzuschieben, für uns inakzeptabel ist. Richtig wäre gewesen, dass die Stadt sich zu ihrer Schuld am Bauverzug und Missmanagement bekannt hätte und ggf. Köster Bau als ausführendes Bauunternehmen sowie Dress und Sommer als Bauüberwacher zur Mitverantwortung auf dem Rechtsweg zwingen würde. Ich befürchte aber an, dass der „Schwarze Peter“ im juristischen Sinne bei einer rechtlichen Auseinandersetzung mit der Stadt heimgehen würde. Richtig wäre ordnungspolitisch gewesen, im Falle der Kapitalerhöhung bei der Arena GmbH im Gegenzug auf den entsprechenden Anteil aus der Gewinnausschüttung in diesem Jahr zu verzichten. Laut Stadtratsbeschluss zum Haushalt müssen die Stadtwerke 2016 eine Million Euro an den städtischen Haushalt abführen – rund 400.000 würden in 2016 benötigt, um die drohende Insolvenz der Arena GmbH abzuwenden. Die Beantwortung meiner Fragen zum Gespräch des OB mit Köster Bau (Drucksache 1871/16) führt nun zu ganz neuen Fragen. Bemerkenswert ist daran, dass es offensichtlich bei diesem Gespräch darum ging, einen Deal zwischen der Stadt und Köster Bau auszuhandeln: die Fertigstellung der Arena – dieses mal ganz ganz wirklich 🙂 bis zum 28. Oktober 2016 (Punkt 2a.), ein Schlichterverfahren mit Gutachter zu den Nachforderungen von Köster Bau (Punkt 2b.) und Nachforderungen von Köster Bau an die Stadt (Punkt 2e.) im “Tausch” gegen die Vergaben der Bauleistungen der Westtribüne (Punkt 2c.). Bemerkenswerter Weise wurde der in der Öffentlichkeit und im Stadtrat heiß diskutierte Punkt “finanzielle Forderungen der Stadt an Köster Bau bezüglich der verspäteten Fertigstellung der MFA” überhaupt gar nicht thematisiert. Dies legt den Schluss nahe, dass die Stadt damit rechnet, sich nichts holen zu können (möglicherweise mangelhafte Vertragsgestaltung) und der “Deal” mit einer Diskussion darüber nicht belastet werden sollte. In jedem Fall schwächt es die Argumentation der zuständigen Beigeordneten Frau Hoyer, “Köster Bau” sei an der verspäteten Fertigstellung schuld und schadenersatzpflichtig. Dies ist ein Grund mehr auf die Verantwortungsübernahme der Stadt zu drängen und bezüglich der Beigeordneten personelle Konsequenzen zu fordern!  
Informationsaufforderung Drucksache 1871/16 Nach eigenen Aussagen hat sich der Oberbürgermeister am Dienstag, 13. September 2016 mit Vertretern der Firma Köster Bau getroffen und über die aktuelle Situation bezüglich der Multifunktionsarena gesprochen. Dabei sollen offene Fragen geklärt und Absprachen getroffen worden sein. Daher bitte ich um die Beantwortung nachfolgender Fragen: 1. Wer hat in welcher Funktion an diesem Gespräch teilgenommen? Am benannten Gespräch haben für die Landeshauptstadt Erfurt neben dem OB, die Projektleiterin Multifunktionsarena (MFA), die Werkleitung des ESB, eine Vertreterin des Rechtsamtes, eine Vertreterin der begleitenden Rechtsanwaltskanzlei sowie zwei Vertreter des Projektsteuerers teilgenommen. Für den Totalübernehmer (TÜ) haben neben einem Vertreter der Geschäftsleitung der Projekt- und der Bauleiter sowie der begleitende Rechtsanwalt teilgenommen. 2. Welche Absprachen wurden in diesem Gespräch getroffen bezüglich: a) einem verbindlichen Fertigstellungstermin der MFA, bzw. einer Terminleiste, Die Terminleiste für die Fertigstellung wurde bereits im Vorhinein gemeinsam zwischen dem TÜ und den Projektverantwortlichen seitens der Stadt erstellt. Hieraus resultiert der seitens des TÜ benannte Fertigstellungstermin 28.10.2016. Eine verbindliche Fertigstellung wurde im Gespräch thematisiert, hierzu sollten im Nachgang noch einmal Abstimmungen der Vertragspartner erfolgen. Die Finalisierung seitens des TÜ steht derzeit noch aus. b) dem Schlichterverfahren bezüglich der Nachforderungen von Köster Bau, Im Rahmen der Fertigstellung der MFA wurden dem TÜ durch den Werkausschuss ESB Leistungen einseitig angeordnet, die aus Sicht der Landeshauptstadt Erfurt zum vereinbarten Leistungssoll gehören und vom TÜ bestritten werden. Hier besteht zwischen den Handelnden ein Dissens zum Umfang der Bauausführung gemäß der vertraglichen Grundlagen. Wie bereits im Werkausschuss ESB vom 15.09.2016 durch die Projektleiterin dargestellt, wurde vereinbart, zur Klärung dieser strittigen Leistungen einen Gutachter zu beauftragen, der die Auslegung des Vertrages bewertet. Das Ergebnis und ggf. notwendige Konsequenzen werden den zuständigen Gremien zur Kenntnis bzw. zur Entscheidung vorgelegt. c) der Vergabe der Bauleistungen zur Sanierung der Westtribüne, Für die brandschutztechnische Ertüchtigung der Westtribüne lag der Landeshauptstadt Erfurt bisher kein prüffähiges Angebot des TÜ vor. Da die Landeshauptstadt Erfurt kein nichtprüfbares Pauschalangebot beauftragen kann, wurde sich zum Verfahren einer Beauftragung als “Abrechnungsauftrag” auf Grundlage vereinbarter Einheitspreise verständigt. Diese Beauftragung soll bis zum 30.09.2016 erfolgen. Sie liegt inzwischen mit DS 1801/16 als Entscheidungsvorlage für den nichtöffentlichen Teil des Werkausschusses ESB am 27.09.2016 vor. d) finanziellen Forderungen der Stadt an Köster Bau bezüglich der verspäteten Fertigstellung der MFA, Dieses Thema war nicht Inhalt des Gespräches. e) finanziellen Nachforderungen von Köster Bau an die Stadt für Nachträge bzw. zusätzliche Bauleistungen. Sofern an den TÜ vergütungspflichtige Nachaufträge erteilt wurden, erfolgte dies nach Maßgabe des § 9 Abs. 2 Nr. 10 Eigenbetriebssatzung ESB unter Einbeziehung des Werkausschusses. Die Abrechnung dieser Nachträge erfolgt vereinbarungsgemäß. Für die darüber hinausgehenden Nachforderungen siehe Antwort zu b). 3. In welcher Form wurden diese Absprachen festgehalten und wie verbindlich sind diese Absprachen für die Gesprächsteilnehmer bzw. Dritte? Inhalt des Gespräches war es, Missverständnisse auszuräumen und Lösungsmöglichkeiten für strittige Fragen (siehe oben) zu finden. Dies ist mit dem Gespräch ein gutes Stück gelungen. Die Ergebnisse des Gespräches sind durch die beteiligten Rechtsanwälte festgehalten und im Nachgang schriftlich untereinander abgestimmt worden. Die Gesprächsteilnehmer/innen haben sich verpflichtet, die vereinbarten Verfahrensweisen weiter zu verfolgen. Eine Rechtsverbindlichkeit (für Dritte) besteht hierbei von vornherein nur, sofern sie den vorgeschlagenen Lösungen folgen. Die Gegenseite wurde hierbei generell darauf hingewiesen, dass Entscheidungen generell unter der Maßgabe der Beachtung der kommunalrechtlichen Bestimmungen getroffen werden können.  

Unpolitisches Sonntagsprogramm

Sonntagsprogramm auf einem Blick
Sonntagsprogramm auf einem Blick
Leider wird es schon zu einer festen Tradition, dass der Monat September kommunalpolitisch mehr auf das Haupt- als das Ehrenamt ausgerichtet ist. In der kommenden Woche findet am Mittwoch bereits die dritte Stadtratssitzung in diesem Monat statt (eine war sogar noch zweitägig). Dazu kommen die dritte Aufsichtsratssitzung der Stadtwerke, diverse Fraktions- und Ausschusssitzungen, sowie einige andere kommunalpolitische Termine. Da ist es um so wichtiger, dass zumindest das Wochenende Raum zum Abschalten bietet. Dieses Wochenende hat es von Freitag bis heute Abend einmal perfekt geklappt. Heute standen zwar fünf Punkte auf dem persönlichen Terminplan, aber alle freiwillig und mit Spaßfaktor 🙂
20160925_192249
…und das Abendprogramm
Das herrliche Wetter verführte heute Vormittag zu einer größeren Motorradrunde, danach etwas eigen sportliche Betätigung im Sportpark Johannesplatz und danach anderen beim Sport treiben zusehen. Leider blieben sowohl die Fußballer vor knapp 5000 Zuschauern im Steigerwaldstadion mit 0:1 gegen Duisburg, als auch die Eishockeyspieler der Black Dragons beim 2.5 gegen Hamburg vor 300 Zuschauern ohne Erfolg. Die geringen Zuschauerzahlen waren sicher dem Wetter geschuldet. Während es bei den Black Dragons am Feitag gegen Rostock eher mehr werden muss RWE auf das nächste Ostderby gegen Magdeburg bis zum 15.10. warten. Ob bis dahin die Arena endlich fertig wird, werden wir am Mittwoch dann wieder kommunalpolitisch diskutieren. Der Abend endete wie ein Thüringer Spätsommertag enden sollte. Mit einem kühlen Getränk und einem heißen Grill! Eine schöne terminreiche und erfolgreiche Woche allen Besuchern meiner Homepage!