Endlich Sommerwetter!

Gespräch unter Volleyball-Präsidenten
Seit letzter Woche hat es sich der Sommer nun ja doch noch überlegt! Ich war schon in Sorge, dass ich mir den ersten Sonnenbrand der Saison 2013 erst in Kroatien holen werde und der Urlaub dort ist ja noch ein paar Tage entfernt. Nachdem es bei der Premiere zu Turandot am Donnerstag Abend bei den Domstufenfestspielen noch leichten Nieselregen gab, wurde es schon am Freitag sommerlich. Beim Besuch in Tambach-Dietharz zur Einweihung des Seniorenzentrums strahlte schon die Sonne. Viele Gäste waren gekommen um mit dem Josias Löffler Diakoniewerk das neue Haus zu feiern. das Wohngruppenkonzept mit Seniorenwohnungen gehört in Thüringen noch zu den Modellprojekten. Ich denke es wird die Zukunft im Pflegebereich sein und insofern hat die Diakonie inovativ reagiert. Mit dem Bundestagsabgeordneten Tankred Schipanski habe ich bei einem Gespräch am Rande gleich einmal eine Pressekonferenz vorbesprochen, die wir gemeinsam (allerdings zum Thema Volleyball) in dieser Woche bestreiten werden. Das Wochenende war dann hochsommerlich und vor allem frei von dienstlichen Verpflichtungen. Also ging es mit den Kindern am Samstag ins Strandbad Stotternheim und den ersten sonnenbrand abholen 🙂 Am Abend stand das Sommerfest beim MKC in Marbach an. Die Trucker & Country-Night war gut vorbereitet und das Festgelände liebvoll dekoriert. Stiefelweitwurf und Hufeisenwurf gab es auch und vor allem viele gute Gespräche am Abend. Der heutige Sonntag war dann wieder Beachtag. Mein Sohn Jonas wollte endlich die Schwimmweste einweihen und so sind wir an den Nordstrand zum Wasserski gefahren. Ich bin stolz auf Jonas, dass er sich wie im letzten Sommer in Kroatien und Körk getraut hat auf die Bretter zu steigen und es erfolgreich gemeistert hat. Das riecht nun sehr nach einem neuen Urlaubshobby 😉  

SWE Volley-Team baut auf bewährte Kräfte

Mit ihren Unterschriften besiegelten der Präsident Michael Panse und die Spielerinnen Annika Müller, Saskia Leonhardt und Maria Völker ein weiteres Jahr der Zusammenarbeit. Michael Panse ist erfreut, gleich drei Leistungsträgerinnen für die kommende Spielzeit verpflichtet zu haben.  „Annika, Saskia und Maria sind in den letzten Jahren zu Leistungsträgerinnen gereift“, so der Präsident des SWE Volley-Teams, „… sie sollen das Grundgerüst einer konkurrenzfähigen Mannschaft bilden, die in der Saison 2013/2014 um die Medaillen spielen soll“. Ging es nach Michael Panse, hätte er gerne auch die Verpflichtung von Jana Illiger bekanntgegeben. Jana Illiger zählt seit Jahren zu den Top Spielerinnen auf der Liberoposition. Sie hat großen Anteil an den Erfolgen ihrer Mannschaft in den zurückliegenden Jahren. Doch nun sind es Mutterfreuden, denen Jana Illiger entgegensieht. So wird sie in den nächsten Monaten nur vom Spielfeldrand mit ihren Mädels mitfiebern können. Auf diesem Wege wünschen wir ihr alles Gute und sagen Dankeschön für die geleistete Arbeit. Bis zum Start in die Saisonvorbereitung am 5. August werden weitere Verpflichtungen folgen und auch potentielle Neuzugänge vorgestellt.

B-Plan zur Multifunktionsarena auf der Tagesordnung

Vor fast zwei Jahren verabschiedete der Erfurter Stadtrat den generellen Beschluss zum Bau einer Multifunktionsarena in Erfurt. Am 3. Juli 2013 stand zur letzten vorsommerlichen Ratssitzung der Bebauungsplan für die Multifunktionsarena auf der Tagesordnung. Die rot-rot-grüne Mehrheit hat das 1.500 Seiten umfassende Papier, ohne dabei besonders viel Wert auf eine umfängliche Diskussion zu legen, durch gewunken. Wie auch schon in der Vergangenheit übte die Stadtverwaltung erheblichen Druck auf die Stadträte aus, weil „alles irgendwie jetzt schnell gehen musste.“ Im Jahr 2012 gab es kurz vor der Wahl die wahlkampfbedingte „Ankündigungsrhetorik“ des Oberbürgermeisters und des Thüringer Wirtschaftsministers, dass der Spatenstich unmittelbar bevorstünde. Danach folgte noch eine rund einjährige Wartezeit auf das Prüfungsvotum der EU. Die Wartezeit wurde aber nach unserer Auffassung nicht umfänglich genutzt, um die anstehenden Hausaufgaben durch die Verwaltung zu erledigen. Zur Erinnerung: Nur durch einen Änderungsantrag der CDU-Fraktion wurden wichtige Auflagen geschaffen und von der Stadtratsmehrheit bestätigt, um Aspekte wie den Einwohnerschutz, die südliche Stadteinfahrt, Parkplatzprobleme sowie Fragen des ÖPNV zu berücksichtigen. Erschwerend bei der Abarbeitung der Hausaufgaben ist, dass zum Thema „Multifunktionsarena“ innerhalb der Stadtverwaltung mehrfach die Zuständigkeit wechselte. Aktuell ist es bei der grünen Wirtschaftsbeigeordneten verortet. Folgende beispielhafte und zugleich wesentliche Punkte des Beschlusses aus 2011, deren Erfüllung unklar ist oder noch aussteht, sind aus unserer Sicht wesentlich: 02 Dem Stadtrat ist dazu vor Einreichung des Fördermittelantrags ein Betreiber- und Nutzungskonzept zur Abstimmung vorzulegen. Dieses Konzept soll sowohl ein Sicherheitskonzept für Großveranstaltungen als auch die Absicherung des ÖPNV enthalten. […] 07 Die im Zusammenhang notwendig werdenden Infrastrukturmaßnahmen, insbesondere der Ausbau der Südeinfahrt, die Schaffung von Parkflächen, der Abriss der Schalenhalle die Umgestaltung des Stadionumfeldes und der Schutz der Wohngebiete im Umfeld des Stadions sind in das Gesamtprojekt zu integrieren, bezüglich der Planungs- und Erstellungskosten zu beziffern und umzusetzen. 09 Die Durchführung des Gesamtprojektes (Ziffern 1 – 8) steht unter dem Vorbehalt der Schaffung der haushalterischen Voraussetzungen. Unter anderem diese Auflagen des Stadtrates hatte die Verwaltung sicherlich durchaus im Blick. Jedoch ist man sich ebenso bewusst darüber, dass diese Auflagen zum jetzigen Planungsstand nicht alle erfüllt werden können – trotzdem drang man zu Eile. Zudem wurden Einwohnerinteressen nach unserer Auffassung nicht ausreichend berücksichtigt. Insofern legte man dem Stadtrat für den Juli zwei dicke Aktenordner vor. Die zuständigen Fachausschüsse mahnten mehr Beratungszeit an und vertagten das Thema in die Sitzung im September. Nach Intervention der Verwaltung folgte die Einberufung einer Sondersitzung der Ausschüsse für Bau und Verkehr sowie für Stadtentwicklung und Umwelt am 2. Juli 2013. Damit nahm man den Stadträten die Möglichkeit, sich ernsthaft mit der umfänglichen Drucksache auseinander zu setzen. Offenbar jedoch gibt es im rot-rot-grünen Lager Stadträte, denen es nichts ausmacht, dass ihnen die Möglichkeit eines demokratischen Diskurses beschnitten wird.

Rot-Rot-Grün beschließt Schuldenhaushalt

Leider hat alles nichts geholfen, weder eine intensive Diskussion im Finanzausschuss, noch die mahnend kritischen Worte der Finanzbeigeordneten noch die fast fünfstündige Diskussion im Stadtrat, Rot-Rot-Grün hat den Schuldenhaushalt 2013 beschlossen. Nachdem der Haushalt mit mehrmonatiger Verspätung in den Stadtrat eingebracht wurde, gab es gestern nun Planungssicherheit zumindest für den Rest des Jahres. Planungssicherheit für die Zukunft gibt es hingegen nicht. Rund 17 Millionen neue Schulden macht der Oberbürgermeister mit seine Koaltionsgemeinschaft. Über 155 Millionen Personalkosten und 160 Millionen Sozialausgaben machen rund die Hälfte des 650 Millionen umfassenden städtischen Haushalts aus. Lediglich 96 Millionen hat noch der Vermögenshaushalt der Stadt – im nächsten Jahr soll sich diese Summe halbieren und dies obwohl es einen schon dramatischen Investitionsbedarf an Schulen, Kita, Brücken und Straßen gibt. In meiner Rede zum Haushalt habe ich darauf hingewiesen, wo die tatsächliche Ursache für den verspäteten Haushalt 2013 zu suchen ist. Nicht im Beschluss des Landeshaushalts im Januar sondern darin, dass sich der Oberbürgermeister und seine Beigeordneten über Monate nicht auf einen Haushaltsentwurf einigen. Der von der rot-rot-grünen Stadtverwaltung vorgelegte Haushalt entsprach auch nicht im Ansatz den Prinzipien einer seriösen Haushaltsführung und schon gar nicht dem Anliegen einer konsequenten Konsolidierung. Im Haushaltsjahr 2013 sind wieder neue Schulden verankert. Diesmal 17 Millionen Euro- mehr als im letzten Jahr. Der Haushalt hat ein Strukturproblem. Der Verwaltungshaushalt wird um weitere 15 Millionen Euro aufgebläht und hat jetzt ein Gesamtvolumen von rund 657 Millionen Euro. Der Vermögenshaushalt wurde um 4,4% reduziert und beträgt dieses Jahr 96,3 Millionen Euro. Welche Folgen eine solche Finanzpolitik hat, erklärt der CDU-Stadtrat und Vorsitzende des Ausschusses für Finanzen, Liegenschaften, Rechnungsprüfung und Vergabe, Andreas Huck: “Der ungebremste Aufwuchs der Verwaltungskosten lähmt die Investitionsmöglichkeiten in unserer Stadt zusehends. Bereits im nächsten Jahr werden Investitionsmittel um zweidrittel zurückgehen.” Schon jetzt hat die Stadt einen Sanierungsstau von knapp 700 Millionen Euro. Gebäude werden nicht werterhalten und  verfallen. Diese utopische Zahl kann entstehen, weil die Stadt seit Jahren keine Sanierungs- und Renovierungsarbeiten durchführt und so Jahr für Jahr der Bedarf und die Notwendigkeiten von Sanierungen steigen. Die dringend sanierungsbedürftigen Kitas und Schulen werden bald aus Sicherheitsgründen nicht mehr tragbar sein. “Die Konsequenzen bekommen die Kinder unserer Stadt zu spüren. Sie spielen auf Schuldenbergen in dringend renovierungsbedürftigen Kitas”, erklärte Huck. Verwunderlich ist auch, wie der Oberbürgermeister Bausewein die Kreditaufnahme erklärt. Hier besagt eine Stellungnahme aus der Verwaltung, dass die Aufnahme nötig sei, da das Land seine Zuweisungen zurückfährt. Tatsächlich bekommt die Landeshauptstadt aber nur 600.000 Euro weniger Landesmittel, will aber, um eine Deckung im Haushalt zu erreichen, einen Großteil der 17 Millionen Euro Neuverschuldung in diese Deckung packen. Die Vorschläge der CDU-Stadtratsfraktion packen die Strukturprobleme bei der Wurzel. Ein Antrag soll die Stadtverwaltung verpflichten, jedes Jahr 10 Millionen aus dem Verwaltungshaushalt in den Vermögenshaushalt umzuschichten. Ein weiterer Antrag richtet sich gegen den Kauf des Kaffeetrichters für die Unterbringung des Bauamtes. In Erfurt gibt es die alte Zahnklinik, welche sich hervorragend für eine städtische Verwendung eignet und schon in Besitz der Stadt ist. Stadtrat Huck hierzu: “Wir haben ein Gebäude im Eigentum, welches für einen Verwaltungsstandort geeignet ist. Warum sollen wir für 7 Millionen Euro noch eins dazu kaufen? Wenn wir 2013 schon Kredite aufnehmen, dann nur zur Sanierung unserer Kitas und Schulen.” Der CDU liegt schon seit jeher viel an der Stärkung der Ortsteile. Sie sollen im Haushaltskonzept der CDU auch gestärkt werden. Die Mittel für die Ortsteile wurde in den letzten Jahren beliebig verändert. Dieses Jahr soll wieder massiv gekürzt werden. “Wir machen hier Politik auf Kosten der Bürgerinnen und Bürger in den Ortsteilen. Dort fehlt letztlich das Geld für so simple Sachen wie ein Stadtteilfest.”, beschrieb Huck die kritische Situation. Für mich ist völlig klar: „Im Endeffekt bleibt nur die Hoffnung, dass die rot-rot-grüne Stadtverwaltung aus ihren Träumen aufwacht und endlich die versprochene Verschlankung der Verwaltung durchsetzt. Dann wäre auch Geld für den konsequenten Schuldenabbau und Investitionen in die Zukunft da. Aber nach der Haushaltsberatung ist auch vor der Haushaltsberatung, denn bereits jetzt beginnt die Vorbereitung des Haushalts 2014. Es ist utopisch zu glauben, dass mit dem bisherigen Prinzip ein seriöser Haushalt 2014 aufstellbar ist.“

Zu Gast in der Sportklinik

Seit dieser Woche ist Leben in die neue Sportklinik am Urbicher Kreuz eingezogen. Heute hatte ich dann auch gleich Gelegenheit die Sportklinik von innen in Augenschein zu nehmen. Einen thüringenweit guten Ruf hatte die Orthopädische Gemeinschaftspraxis schon an ihrem alten Standort nur wenige hundert Meter entfernt. Zahlreiche Spitzensportler aus ganz Thüringen gehören zum regelmäßigen Patientenstamm. Auch unsere Bundesliga-Volleyballerinnen sind im Bedarfsfall dort zur Behandlung. Leider hatte mein Besuch heute auch vor allem mit gesundheitlichen Problemen zu tun. Eine vermeindliche Entzündung im Kniegelenk macht mir seit zwei Wochen zu schaffen und um dies abzuklären war es nun mal an der Zeit. Bei einer Magnetresonanztomographie (MRT)  kam die Diagnose gestochen scharf ans Licht. Auf dem hochmodernen MRT-Gerät war ich der vierte Patient überhaupt – alles in der Sportklinik ist noch neu. Aber die Diagnose war dann schon etwas ernüchternd. Zwar war es nicht der befürchtete Meniskusriss aber dafür eine sogenannte Stressfraktur mit einer Teilläsion im vorderen Kreuzband 🙁 Die Ursache dafür ist nicht mehr direkt zu finden, wahrscheinlich aber ist, dass es bei einem der letzten Squash-Spiele passiert ist. Die nächsten Wochen ist nun also ersteinmal Sportverbot und Schonung angesagt. Um dies zu unterstützen habe ich eine Orthese verpasst bekommen, die die Bewegungsfreundlichkeit heftig einschränkt. Der Laufstil ist zwar nocht gewöhnungsbedürftig und ähnelt Robocop, aber ich hoffe dies wird in den nächsten Tagen besser.

Auf Generationenreise durch den Tag…

Dr. Lüders bei seinem Vortrag
Selten sind die Termine des Tages so typisch generationsübergreifend wie heute. Am Vormittag war ich bei der Präsentation der Ergebnisses des 14. Kinder- und Jugendberichts der Bundesregierung. Das Thüringer Sozialministerium hat die Veranstaltung mit gleich drei der Verfasser des Berichts organisiert. Nachdem der 12. und 13. Kinder- und Jugendbericht sich jeweils Spezialthemen widmete, ging es dieses Mal wieder wie beim 11. Bericht (Aufwachsen in öffentlicher Verantwortung) um eine Gesamtbetrachtung der Lebenslagen junger Menschen. In die Rotunde des Sparkassenfinanzzentrums waren zahlreiche Engagierte aus der Jugendhilfelandschaft Thüringens gekommen. Dabei gab es ein Wiedersehen von gleich fünf ehemaligen Landesvorstandsmitgliedern der Jungen Union Thüringen und obwohl wir inzwischen alle in die Jahre gekommen sind, lässt uns die Jugendpolitik nicht los. Auch als Generationenbeauftragter habe ich selbstverständlich Kinder und Jugendliche im Blick. 1,8 kg schwer ist das dicke Werk und stellt als Rahmenkonzept den Wohlfahrtspluralismus in den Mittelpunkt.
JU-ler von einst sind immernoch Jugendpolitiker!
Dr. Christian Lüders (DJI) erläuterte den Bericht. Beim 11. Kinder- und Jugendbericht stand die öffentliche (staatliche) Verantwortung im Mittelpunkt und es gab dazu Auseinandersetzungen, weil die familiäre Veranwortung dadurch vermeintlich an Bedeutung verlor. Viele politische Entscheidungen der letzten Jahre waren von der öffentlichen Verantwortungsübernahme geprägt (Ganztagsschulprogramme, Kita-Ausbau, Frühe Hilfen), aber es sind auch bürgerschaftliche Engagementspropjekte entstanden (Großelterndienste, Patenschaftsmodelle, Mentoringprojekt). Im neuen Bericht werden vier Einfluss- und Verantwortungsbereiche beleutet. Dies sind neben dem Staat und der Familie (sozialer Nahraum) auch die Zivilgesellschaft und der Markt/Wirtschaft. Im September wird es noch eine zweite Fachtagung zum 14. Kinder- und Jugendbericht geben, dabei stehen dann die Themen Bildung, Betreuung und Erziehung sowie Medien im Blickpunkt. Um den aktiven (Un-)Ruhestand ging es bei der zweiten Veranstaltung des Tages in der Rotunde des TMSFG. Die AGETHUR, die Thüringer Ehrenamtsstiftung und das Netzwerk Demografie organisierten die Veranstaltung “Alter, was geht?! – Übergang in den (Un-)Ruhestand”. Dabei ging es um die Stärkung psychosozialer Resourcen bei der Gestaltung des Übergangs in die Nacherwerbsphase. Dr. Sabine Rehmer vom Institut für Gesundheit in Organisationen erläuterte in ihrem Vortrag den Weg zum aktiven Altern. Bei der dritten Veranstaltung des tages verbanden sich an Alt und Jung thematisch. Im Erfurter Rathaus wurde eine Fotoausstellung zu den Leselernhelfern eröffnet. Seit 10 jahren gibt es das generationenübergreifende Mentorenprojekt des Schutzbundes in Erfurt. Derzeit betreuen 35 aktive Senioren an 13 Schulen insgesamt über 100 Schüler. Ein Generationenprojekt mit Vorbildwirkung!

     

Lange Nacht der Politik und langes Wochenende…

Eines der beiden Gesprächspodien
Das Wochenendprogramm war einmal wieder dicht gedrängt. Am Freitag Abend begann es mit der Langen Nacht der Politik. Zum zweiten Mal lud die CDU Erfurt in die Buchhandlung Hugendubel ein, um mit mehreren Podiumsdiskussionen Politik in einer anderen Form an die Bürgerinnen und Bürger zu bringen. Musikalisch und von vielen Büchern umrahmt ging es in der ersten Runde um “Erfurt 2020 – Generation konfus?”. Der Vizepräsident des Europäischen Parlaments Rainer Wieland, der Landesvorsitzende der MIT Thüringen Gerd Albrecht, der Landesvorsitzende der Jungen Union Thüringen Stefan Gruhner und ich als Generationenbeauftragter diskutierten, welche Erwartung die Bürgerinnen und Bürger an eine moderne Politik haben. In der zweiten Runde diskutierte Rainer Wieland mit unserer Bundestagsabgeordneten Antje Tillmann, Europaministerin Marion Walsmann und dem Landesvorsitzenden des RCDS und CDU-Bundesvorstandsmitglied Younes Quqasse über “Europa wächst … uns über den Kopf?”. Beide Gesprächsrunden luden zum mitdiskutieren ein und ich denke wir werden dieses Veranstaltungsformat fortführen.
Beim Tag der Generationen
Samstag Morgen wurde es sportlich. Das Saisonfinale ist schon eine Weile her, aber der Saisonabschluss ist bei unserem SWE Volley-Team immer das Sommer-Beach-Fest. Leider fehlte auch in diesem Jahr wieder der Sommer, so dass es zwingend notwendig war, sich auf dem Beachfeld zu bewegen, damit man nicht friert. Ich konnte leider nicht an der Beachanlage am Flughafen bleiben, weil ich pünktlich 14 Uhr schon wieder in Gera auf den Bühne stehen musste. Dort hatte ich die Schirmherrschaft über den 3. Tag der Generationen. Vor zwei Jahren hatte die Volkssolidarität den Anfang gemacht und inzwischen ist der Tag der Generationen ein Projekt der Parität. Auf der Spielwiese an der Heinrichsbrücke präsentierten sich zahlreiche Vereine mit einem bunten Programm. Vor zwei Wochen wäre dies undenkbar gewesen – da stand der ganze Stadtteil unter Wasser. “Jeder ist jung zu seiner Zeit” war das Motto des Tages. Daran musste ich auch bei meinem Nachmittagstermin in Gera denken. Mit der Vorsitzenden und der Schatzmeisterin der Grauen Panther habe ich mich zu einem Gespräch getroffen. Frau Piehler ist bereits über 90 Jahre alt und engagiert sich immer noch als Vorsitzende der Grauen Panther – Respekt!
Die Indigo Swans Cheerleader
Am heutigen Sonntag stand der Abschlussappell beim 20. Jugendfeuerwehrzeltlager in Schwerborn auf dem Programm. Leider war auch das Wetter in diesem Jahr eher weniger nach Zeltwetter, dies war in den letzten Jahren durchgängig so. Dennoch waren 362 Kinder und Jugendliche mit 21 Mannschaften gingen an den Start der Wettkämpfe. Gemeinsam mit den Betreuern und Helfern bevölkerten so über 400 Teilnehmer den Ortsteil Schwerborn. Beim Abschlussappell konnte ich der Jugendfeuerwehr aus Alach zum Gesamtsieg gratulieren. Marbach lag auf Platz 2 und Melchendorf auf Platz 3. Den Staffelwettkampf hatte am Tag zuvor Molsdorf vor Alach gewonnen. Sportlich wurde es noch einmal am heutigen Nachmittag. Auf dem Sportplatz in der Essener Straße erwarteten die Erfurt Indigos als Gäste die Bad Kreuznach Thunderbirds im dritten Heimspiel der Football-Saison. Dieses Mal gab es aber eine klare 20:59 Niederlage. Spaß gemacht hat es trotzdem, weil die Fans ihr Team bis zum Schluß anfeuerten und die Indigo Swans Cheerleader für Stimmung sorgen. Die bevorstehende Woche wird ähnlich angefüllt sein wie das Wochenende. Von Montag bis Mittwoch steht der Haushalt der Landeshauptstadt im Mittelpunkt mehrerer Veranstaltungen, bevor er voraussichtlich Mittwoch oder Donnerstag Abend im Stadtrat verabschiedet wird. Donnerstag Abend ist dann die Premiere von Turandot bei den Domstufenfestspielen.

Fachtagung „Ergebnisse des Zensus 2011 für Thüringen“

Bei der heutigen Tagung diskutierten wir mit dem Thüringer Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr Christian Carius und dem Präsidenten des Landesamtes für Statistik Günter Krombholz über den Zensus 2011, dessen Auswertungsergebnisse nun vorliegen. Neben den inhaltlichen Vorträgen kamen in einer Podiumsdiskussion der Bürgermeister von Remptendorf Thomas Franke und der Leiter der Abteilung für Strategische Landesentwicklung im TMBLV Andreas Minschke zu Wort. Moderiert von Kai Philipps diskutierten wir dabei die Möglichkeiten kommunalpolitischer Reaktionen auf die Entwicklung der Einwohnerzahlen. Zielgruppe der Fachtagung  in der Rotunde im Regierungsviertel waren kommunale Verantwortungsträger, für die der Zensus bei Planungprozessen wichtig ist. Nachfolgend meine Anmerkungen zum Zensus 2011: Seit wann gibt es eigentlich den Zensus oder die Volkszählungen und wo begann das? Das war schon vor über 2500 Jahren in Rom und damals beklagten sich noch keine Piraten über die „Datensammelwut des Staates“. Weitaus bekannter wurde allerdings ein späterer Zensus. Er verbindet sich mit den Worten: „Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot vom Kaiser Augustus aus ging, dass alle Welt geschätzt würde.“ Warum war für die Römer ein Zensus so interessant? Sicher nicht, damit in der Bibel die Weihnachtsgeschichte nach Lukas – wie eben zitiert – beginnen konnte. Die Römer wollten wissen, wie viele Steuern sie eintreiben können, um zum Beispiel ihre Legionen auszurüsten. Im Zensus fiel auch auf, wenn die erfassten Steuerzahler und die in Rom ankommenden Steuern nicht übereinstimmten. Dann konnte man nachforschen, wo Geld abgezweigt wurde. Heute haben wir dafür Steuer-ID, Finanzämter und Steuerfahndung; dazu brauchen wir den Zensus nicht mehr. Heute ist der Zensus nicht mehr wichtig für die Frage: Woher bekommen wir das Geld? – sondern für eine andere Frage – Wofür geben wir das Geld aus? Und das ist auch ein Generationenthema. Geben wir mehr Geld aus für die jüngere Generation, für Kindergärten und Schulen; oder mehr für die ältere Generation, für Seniorentreffs und Pflegeheime; oder mehr für die mittlere Generation, für Arbeitsplatzförderung und Weiterbildung? Oder können wir mit Steuergeldern dafür sorgen, dass das Zahlen-Verhältnis der Generationen wieder günstiger wird? Denn dort haben wir ein Problem. Kamen vor fünf Jahren auf 100 Personen im erwerbsfähigen Alter, also zwischen 20 und 65 Jahren, nur 36 Personen über 65 Jahre, so werden es im Jahr 2030 bereits 70 Personen sein. Etwas verkürzt und gerundet könnte man also sagen, standen erst 10 Erwerbsfähigen 3 Rentner gegenüber, so werden es im Jahr 2030 in Thüringen 7 Rentner sein. Im Jahr 2030 werden über ein Drittel der Thüringerinnen und Thüringer älter als 65 Jahre sein. Und bereits im Jahr 2020 wird in Thüringen im Vergleich zu 2005 die Anzahl der Erwerbspersonen um ein Fünftel zurückgegangen sein. Mit immer mehr Älteren und immer weniger Jüngeren wird auch die Einwohnerzahl Thüringens weiter sinken; die Älteren werden keine Kinder mehr in die Welt setzen. Nach den vorliegenden Bevölkerungsvorausberechnungen wird sich im Jahr 2050 die Einwohnerzahl Thüringens im Vergleich zu 1950 annähernd halbiert haben; von knapp drei Millionen auf nur noch rund anderthalb Millionen. Und damit sind wir wieder beim Thema Geld. Sinkende Bevölkerungszahlen führen zu niedrigeren Steuereinnahmen und Finanzzuweisungen auf Bundesebene. In Abhängigkeit vom gesamtdeutschen Steueraufkommen verliert Thüringen mit jedem Einwohner rd. 2.500 Euro. Der skizzierte Einwohnerrückgang in Thüringen führt damit pro Jahr zu Mindereinnahmen von 50 Mio. Euro. Die neuen Länder sind ab 2014 nicht mehr Ziel-1-Gebiet der EU-Förderung. Der Solidarpakt II wird 2019 auslaufen. Im letzten Jahr hat Thüringen daraus noch 1,3 Mrd. Euro erhalten. Bei einem Gesamtlandeshaushalt von knapp 9 Mrd. Euro sind dies rund 14% der Einnahmen gewesen. Um die gesetzlich eingeführte Schuldenbremse ab dem Jahr 2020 einzuhalten, muss das Haushaltsvolumen bereits jetzt reduziert werden. Summa summarum wird sich nach den gegenwärtigen Prognosen das Einnahmeniveau bis zum Jahr 2020 um rund 20 Prozent verringern. Aber stimmen denn die demografischen Prognosen wirklich? Schon bei normalen Berechnungen, ohne einen Blick in die Zukunft, kann man ja kräftig daneben liegen. So leben, wie wir jetzt wissen, nach dem Zensus 2011 ja plötzlich nur noch 1,5% Ausländer, statt 2,2% in Thüringen; und eine Stadt wie Mühlhausen verliert von einem Tag auf den anderen 7% seiner Einwohner. Es gibt einen Minister in Thüringen – und damit meine ich nicht den der heute bei der Tagung anwesend ist – der hält von solchen Bevölkerungsprognosen, wie ich sie zitiert habe, anscheinend recht wenig. Auf die Frage einer Zeitung, wie darauf zu reagieren sei, dass im Jahr 2020 zehn Prozent weniger Einwohner in Thüringen leben werden, verwies er auf die Prognosen für Erfurt und Jena von vor zehn Jahren, die sich ja als falsch erwiesen hätten. Und in den zweiten Teil des Demographie-Berichts der Landesregierung hat dieser Minister schreiben lassen, dass nicht die Demographie die eigentliche Schicksalsfrage für den Freistaat sei, sondern die Personal- und Entlohnungspolitik. Unstrittig ist, dass selbstverständlich die Wirtschaft die Demographie entscheidend beeinflusst. Sicher zieht man keine Investoren an, wenn man den Standort Thüringen schlecht redet und den Eindruck erweckt, hier ginge alles nur noch bergab und bald macht der Letzte das Licht aus. Etwas Zurückhaltung in der Verbreitung demografischer Hiobsbotschaften ist sicher ratsam. Aber Personal- und Entlohnungspolitik allein werden sicher auch nicht das Schicksal Thüringens bestimmen. Wir werden in Thüringen nur höhere Löhne zahlen können und für zuziehende Arbeitskräfte attraktiv sein, wenn die Thüringer Wirtschaft für Innovationen und neue Ideen steht, die ihr in Deutschland und Europa Vorteile im Wettbewerb gegenüber anderen Regionen verschaffen. Die Attraktivität muss so hoch sein, dass sie wirklich Arbeitskräfte von außerhalb Thüringens anzieht und hier festhält. Wenn sich die Städte Jena und Erfurt entgegen früherer Prognosen positiver entwickeln, dann können wir nicht damit zufrieden sein, wenn dies nur auf Kosten des Thüringer Umlandes geschieht; wenn die größeren Städte die struktur­schwächeren Gebiete kanibalisieren. Hier gibt es ein weiteres Problem. Es verbindet sich mit dem sogenannten Matthäus-Effekt. Der hat nichts mit Lothar Matthäus zu tun. Jetzt kommt noch ein zweites Bibel-Zitat, aber in Thüringen mit zwei Theologen an der Spitze der Regierung sollte das erlaubt sein. Beim Evangelisten Matthäus heißt es: „Denn wer da hat, dem wird gegeben, dass er die Fülle habe; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat.“ Der Volksmund drückt es etwas drastischer aus, da kennen Sie sicher das Sprichwort mit dem Teufel und dem größten Haufen. Vornehmer kann man das auch einen Kumulationseffekt nennen. Ein solcher Effekt der Kumulation setzt erst ein, wenn bereits eine kritische Masse vorhanden ist. Wir brauchen in Thüringen Gravitationszentren, die anziehend wirken über die Grenzen Thüringens hinaus. Tun wir dafür wirklich genug? Die Ergebnisse des Zensus zeigen beim Thema Migration in die andere Richtung. Migranten ziehen gern dorthin, wo bereits andere Migranten sind. In Thüringen sind es offenkundig zu wenig. Von den über 2 Millionen Einwohnern Thüringens haben nur 71.070 Personen einen Migrationshintergrund, das entspricht 3,3 %. In Deutschland sind es im Durchschnitt 19 %. In Thüringen leben 33.230 Ausländerinnen und Ausländer, das entspricht 1,5 %. In Deutschland sind es im Durchschnitt 7,7%. Das Wort Migrations – Hintergrund ist zur Hälfte ein Fremdwort und hat damit für sich allein bereits einen Migrations – hintergrund von 50%. Aber hier wird ein Statistiker wie Herr Krombholz sicher widersprechen. Denn das Wort Migration ist ja bereits vor 1950 nach Deutschland eingewandert; vom Zensus würde es also nach der dort verwandten Definition nicht mehr erfasst. Ohne den Beitrag von Migranten, ob nun in der Sprache oder bei den Fachkräften in der Wirtschaft, werden wir aber in Thüringen unsere Probleme in Zukunft kaum lösen können. Haben wir eine Willkommenskultur, die Fachkräfte von außerhalb einlädt nach Thüringen zu kommen? Angesichts der demografischen Entwicklung muss sich eine solche Frage das ganze Land Thüringen stellen, aber auch jede Kommune für sich. Nun bin ich ausgehend vom Zensus, zu den Fragen gekommen: Wofür geben wir das Geld der Steuerzahler aus? – und – Wie bleibt Thüringen attraktiv? Zensus, Bevölkerungsstatistik, Demografie sind überhaupt keine trockenen, theoretischen Themen, sondern hängen direkt mit dem Leben in Thüringen zusammen. Zensus 2011 Thüringen  

Anstieg der Hortgebühren in Erfurt und die Geheimniskrämerei der Stadtverwaltung

Stadtratsvorlagen für den kommenden Mittwoch
Kaum scheint das Kita-Thema vom Tisch, gibt es den nächsten Aufreger für die Eltern der Landeshauptstadt. Für berechtigte Aufregung unter den Erfurter Eltern sorgen derzeit verschickte Ankündigungen der Stadtverwaltung zu Gebührenerhöhungen bei der Hortbetreuung. Die Erfurter Eltern wurden darüber zuvor weder umfänglich informiert, geschweige denn beteiligt. Bereits jetzt wird zudem seitens der Verwaltung aber so getan, als ob die Erhöhung bereits beschlossen sei. Die Eltern von Hortkindern erhalten die Aufforderung, neue Einkommensnachweise einzureichen und dazu die Mitteilung der Verwaltung über die Gebührenerhöhungen. Tatsächlich steht die Abstimmung dazu aber erst kommenden Mittwoch auf der Tagesordnung des Stadtrats. Wenn man den Stadtrat nicht nur als “Vollstrecker des Verwaltungswillens” ansieht, ist er natürlich frei in seiner Entscheidung ob der Erhöhung mehrheitlich zugestimmt wird, oder sie abgelehnt wird. Die CDU-Fraktion wird die Erhöhung der Hortgebühren im Stadtrat definitiv ablehnen. Die Hortgebühren, die die Eltern bezahlen müssen sind zweigeteilt. Es gibt den Anteil an Personalkosten (zuständig das Land) und den Anteil an den Betriebskosten (zuständig die Stadt). In Thüringen wurde per Verordnung des Kultusministeriums am 12.3.2013 die Neufassung der Hortkostenbeteiligungsverordnung in Kraft gesetzt (fällig ab dem 1.8.2013. Mit dieser Verordnung steigt der Personalkostenanteil, den die Eltern bezahlen, je nach Einkommen auf bis zu 50 Euro/monatlich. Für den Betriebskostenanteil kann und muss die Stadt den Elternanteil festlegen und versucht dies auch noch zum 1.8.2013 neu zu regeln. Nach den Willen der Stadtverwaltung soll dieser Betreibskostenanteil von derzeit maximal 30 auf künftig 40 Euro steigen. Im Finanzausschuss gab es am Donnerstag Abend zwar Kritik an der Beteiligung und Information der Eltern, aber leider dennoch eine mehrheitliche Zustimmung. Wie der Stadtrat dazu mehrheitlich entscheidet, wird sich bei der Beratung zum Haushalt 2013 am kommenden Mittwoch zeigen.

Multifunktionsarena: Niemand fühlt sich verantwortlich – Oberbürgermeister soll Verantwortung für Irritationen übernehmen

Zwei Aktenorder sind Beratungsgrundlage zum B-Plan
Unter anderem auf den Vorschlag von CDU-Stadtrat Jörg Kallenbach hin wurde in den Ausschüssen für Bau und Verkehr sowie für Stadtentwicklung und Umwelt die Beratung der Vorlagen zur Multifunktionsarena (MFA) auf die Sitzungen der Ausschüsse nach der Sommerpause vertagt. Ziel war, dass die Stadträte mehr Zeit haben, sich mit den sehr umfangreichen Unterlagen ernsthaft und kritisch zu beschäftigen. „Entgegen des Vertagungsbeschlusses der Ausschüsse lädt die Stadtverwaltung nun trotzdem zu einer Sondersitzung am 2. Juli 2013 ein, um das Projekt MFA noch vor der Sommerpause zu beraten. In Anbetracht der parallel dazu stattfindenden Haushaltsberatung im Stadtrat ist es zeitlich ein Ding der Unmöglichkeit, sich in angemessener Weise mit der MFA zu befassen, sodass am Ende auch ein tragbarer Beschluss dabei heraus kommen könnte. Vielmehr macht es den Anschein, dass die Verwaltung das nunmehr unbequeme Thema MFA schnell vom Tisch haben will, ohne dass dabei eine Diskussion zustande kommt. Dies entspricht nicht unserem Verständnis von Demokratie“, mahnte Fraktionschef Michael Panse. Offensichtlich fühlt sich in der Erfurter Stadtverwaltung niemand wirklich für dieses Projekt in seiner Gesamtheit verantwortlich. Panse betont daher weiter: „Es ist ein einziges Trauerspiel, mit welchem Unvermögen und welchem Leichtsinn die Stadtverwaltung mit einer Investition in Höhe von 35 Mio. Euro umgeht.“ Nachdem die Verantwortlichkeit für das Projekt MFA innerhalb der Verwaltung hin und her geschoben wurde, liegt das Projekt nun auf dem Tisch der einstigen Projektgegnerin und heutigen Wirtschaftsbeigeordneten Katrin Hoyer. Aus Sicht der CDU-Fraktion ist es höchste Zeit, dass der Oberbürgermeister dieses Projekt zur Chefsache erklärt und für derartige Irritationen persönlich die Verantwortung übernimmt.