Blogeinträge

Als Pilotgruppe in Israel

Masada
Ungewohnt war für mich die Erfahrung im Heiligen Land, nahezu ohne andere Touristengruppen unterwegs zu sein. Zu Ostern vor zwei Jahren, als ich das vorletzte Mal mit meinen beiden Söhnen in Israel war, waren die Straßen in Jerusalem natürlich auch bedingt durch die Ostertage brechend voll. Nach der Politikerdelegationsreise mit Elnet, an der ich im November 2019 teilnehmen durfte, gab es mehrere Anläufe für die Planung der nächsten Israel-Reise. Aber weder privat noch dienstlich hat es coronabedingt geklappt. Zwei Mal musste auch unsere Israel-Reise der LZT im letzten Jahr verschoben werden, bevor sie nun endlich Ende Oktober 2021 stattfinden konnte. Als erste deutsche Pilot-Gruppe durfte die Landeszentrale für politische Bildung Thüringen nach über 18 Monaten mit 27 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Israel einreisen. Alle mussten zuvor vollständig geimpft sein und mehrere PCR- und serologische Tests waren in Israel vorgeschrieben. Organisiert haben wir die Tour mit Scuba-Reisen in Deutschland und unserem bewährten Partner SarEl-Tours Jerusalem. Daniela Epstein war, wie bei vielen Reisen zuvor, unsere sachkundige Reiseleiterin in Israel. In der Reisegruppe waren rund zwei Drittel der Mitreisenden noch ohne Israel-Reiseerfahrung, aber auch einige, die das Land schon kannten. Zwei waren sogar mit mir vor 29 Jahren, bei meiner ersten Israel-Reise, dabei. Im November 1992 waren wir mit einer Gruppe der Jungen Union Thüringen in Israel. Seitdem musste ich immer wieder kommen. Das Land hat sich in den 29 Jahren extrem verändert, aber die Faszination ist geblieben. Das 10tägige Reiseprogramm war dicht gefüllt mit spannenden Gesprächspartnern und Besichtigungen. Einige Programmpunkte gehören zu jeder Israel-Reise, egal wie oft man dort war. Die Führung in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem gehört in jedem Fall dazu. “Das Gedenken an die Vergangenheit, die Gestaltung der Zukunft” diese Worte an der Anstecknadel von Yad Vashem beschreiben, um was es den Besuchern geht. Wir haben im Anschluss an unseren Besuch Blumen im Tal der Gemeinden niedergelegt, um dies zu bekräftigen.
Wishing Bridge Tel Aviv
Neu war der Besuch des Peres-Center for Pease & Innovation. Im Vermächtnis des ehemaligen  Ministerpräsidenten ist ein modernes großes Zentrum entstanden, welches einen staunend die Ergebnisse der Innovations-Nation Israel betrachten lässt. Im Büro von Peres (u.a. mit der Nobel-Preis-Medaille) erklärte uns einer seiner ehemaligen Mitarbeiter, wie sehr sich Shimon Peres zu Lebzeiten dafür engagiert hat. Gute Gesprächsrunden gab es unter anderem mit dem stellvertretenden deutschen Botschafter Dr. Jörg Walendy und dem Geschäftsführer der Deutsch-Israelischen Industrie- und Handelskammer Grisha Alroi Arloser in Tel Aviv. Die AHK ist in einem Bürohochhaus mit bester Aussicht auf Jaffa und den wunderschönen Strand von Tel Aviv untergebracht. Beides musste aber noch bis zu unserem einzigen “freien Tag” warten, denn uns kam es auf die Inhalte an. Auch in der AHK war die letzte deutsche Besuchergruppe (der Wirtschaftsminister von Meck-Pom) schon achtzehn Monate her. Dort, wie überall sonst, wurden wir freudig begrüßt. Erstmals im Programm war der Besuch im Rathaus in Haifa, der Partnerstadt von Erfurt. Der Stadtratskollege und Ausschussvorsitzende für Einwanderungsfragen Gary Koran begrüßte uns zu einer Gesprächsrunde. In unserer Partnerstadt geht es kommunalpolitisch derzeit rund. Der Stadtrat hat alle Stellvertreter der Oberbürgermeisterin entlassen und bei unserem Besuch stand gerade der Streit um den Haushaltsentwurf auf der Agenda. Beeindruckt hat mich der tolle Stadtratssaal. Den Tag in Haifa nutzten wir auch zu einer kurzen Besichtigung der Bahai-Gärten und danach ging es weiter zur Kreuzritterfestung in Akko. In den ersten drei Tagen unserer Tour waren wir im Hotel Nof Ginnosar bzw. Ginnosar Village am See Genezareth und konnten von dort aus auch die biblischen Stätten am See besichtigen. Dr. Georg Röwekamp trafen wir im Pilgerhaus in Tabgha und er sprach mit uns über die Situation der Christen im Heiligen Land.
Dream big am Peres-Center
Der zweite Teil unserer Reise fand in Jerusalem statt, wo wir wieder das Hotel Olive Tree gewählt hatten – nah bei der Altstadt am Damaskus Tor. Dort fanden viele unserer Gespräche statt. Sandra Simowitz vom Auswärtigen Amt war ebenso bei uns zu einer Diskussionsrunde,  wie Steven Höfner, Leiter der KAS Ramallah. Letzterer erläuterte in einer Gesprächsrunde die schwierige Situation in den Gebieten – leider ohne irgendeine Lösungsperspektive für die festgefahrene Situation. Bei unserer nächsten Reise werden wir auch wieder in Ramallah sein, dieses Mal mussten wir coronabedingt auf die Tagestour dorthin verzichten. Der israelische Fernseh-Journalist David Witztum beleuchtete die innenpolitische Situation insbesondere vor dem Hintergrund der neu gewählten Regierung. Seine Aussage, dass der Haushalt zum Knackpunkt werden würde, ob die Koalition hält, hat sich bestätigt. Der Haushalt wurde von der Knesseth, die wir dieses Mal nur von außen besichtigen konnten, bestätigt und die Regierung hält – vorerst. Die Autorin Lea Fleischmann und ihr Sohn Arie Rosen berichteten über die jüdische Kultur und ihre diesbezüglichen Projekte mit deutschen Schulen. Der deutsch-israelische Schriftsteller Chaim Noll empfing uns in seinem Haus im Negev. Ihn kenne ich von mehreren Begegnungen in Deutschland und Israel und bin immer wieder von seiner Biographie beeindruckt. Im Gepäck hatte ich nach der Reise natürlich auch sein neuestes Buch “Die Wüste” (2 Kilo schwer). Unser intensives politisches Bildungsprogramm der Reise rundete am letzten Abend mein Freund Arye Shalicar ab. Wir kennen uns inzwischen viele Jahre und treffen uns immer wieder in Deutschland und Israel. Als persischer Jude hat er seine Kindheit in Berlin verbracht und war kurz vor einer “Gang-Karriere” bevor er mit Anfang 20 nach Israel ging. In Israel wurde er Pressesprecher der israelischen Armee und arbeitet als Sicherheitsexperte und Abteilungsleiter im Büro des Ministerpräsidenten.
Jerusalem
Neben dem Besuch der biblischen Stätten am See Genezareth, in Jerusalem und der Geburtskirche in Bethlehem hatten wir auch einen Tag bei den Beduinen in Rahat. Der Besuch der Kommunalverwaltung und einer Schule sowie mehrerer Vor-Ort-Projekte (inklusive eines tollen Essens) gaben uns einen guten Einblick in das Leben der Beduinen. Vieles dreht sich in Israel um die Sicherheit. Im Netiw Hasara unmittelbar am Gazastreifen, auf dem Berg Bental im Golan und in Sderot stand die Sicherheitslage im Mittelpunkt der Diskussionen. Wie bei vielen der voran gegangenen Israel-Reisen gab es für die Reiseteilnehmer beeindruckende Erlebnisse und Antworten auf viele Fragen. Aber wie immer, gab es auch viele neue Fragen, auf die die Antworten im dem weltpolitisch spannenden Land Israel noch fehlen. Grund genug immer wieder zu kommen – auch für die Landeszentrale für politische Bildung Thüringen. Neben den vielen Gesprächen und Besuchsterminen blieb auch Zeit, die Schönheit des Landes zu genießen. Natürlich waren wir in Masada, auf der beeindruckenden Felsenfestung des Herodes. Natürlich waren wir in Kalia am Toten Meer zum baden und in der weltweit tiefstgelegenen Bar. Und natürlich waren wir auch im See Genezareth und am Banana Beach in Tel Aviv im Mittelmeer baden. Sonnenuntergänge am See Genezareth und in Tel Aviv luden zum träumen ein. Die Altstadt von Jerusalem vom Dach des österreichischen Hospizes, Granatapfelsaft an jeder Ecke in Akko, beeindruckende Blicke auf die Klagemauer mit tanzenden und singenden jungen Menschen, der Blick vom Ölberg, Gan haSchloscha, die Kulisse des  Tempelberges, Jaffa und die Wishing-Bridge, der Strand von Tel Aviv, die Menschen die in Israel leben oder dorthin kommen – es gibt dutzende Gründe, warum ich dieses Land liebe und immer wieder kommen werde. Ich bin froh darüber, dass ich in den letzten 29 Jahren so viele Reisegruppen in Israel begleiten durfte und hoffe viele Menschen mit meiner Begeisterung für Israel angesteckt zu haben. 17 Mal war ich in Israel und ich bin noch nicht fertig 😉 Reisebilder auf meiner flickr-Seite Video der Reise von Jochen Fasco  

Wieder im Rathaus angekommen

Living in a box…
Derzeit steigen in Erfurt die Inzidenzzahlen wieder deutlich. Trotzdem durften wir erstmals wieder mit dem Finanzausschuss im Rathaus tagen. Der Blick in den Sitzungssaal war durchaus ungewohnt. Neben dem verordneten Mindestabstand wurden auch für die Sitzungsleitung Plexiglasscheinen aufgebaut. Künftig sollen einzelne Ausschüsse wieder regelmäßig im Rathaus tagen. Der Stadtrat wird allerdings weiter in der Thüringenhalle zusammen treffen. Die neue Allgemeinverfügung in Erfurt reagiert auf die steigenden Coronazahlen noch sehr zögerlich. Ich befürchte, dies wird sich in den nächsten Wochen rächen. Mit Interesse habe ich nach der Rückkehr aus Israel registriert, dass es in Deutschland immer noch eine widersprüchliche Diskussion zum Impfen im Allgemeinen und zur dritten Impfung im Besonderen gibt. In Israel ist die dritte Runde zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Damit gelang es auch die vierte Welle zu brechen und die Inzidenzzahlen liegen wieder unter 100.

Bilder sagen mehr, als tausend Worte…

Unsere Reisegruppe in Masada
Endlich wieder! Zum 17 Mal durfte ich Israel bereisen und die diesjährige Reise der Landeszentrale für politische Bildung nach Israel gehört für mich neben der Reise mit meinen beiden Söhnen zu Ostern 2019 zu den schönsten Reisen ins Heilige Land. Seit ich 1992 das erste Mal in Israel war, zieht es mich immer wieder magisch dorthin. Nachdem ich in den 90ger Jahren viele Reisen der Jungen Union nach Israel führen durfte, war ich dieses Jahr Leiter der Reisegruppe der LZT. 27 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erlebten 10 wunderschöne Tage in einem Land, was dieses Mal sehr leer war. Als Pilotgruppe des Tourismusministeriums wurden wir mehrmals PCR- und serologisch getestet und mussten in Räumen eine Maske tragen. Aber ansonsten gab es keine Einschränkungen. Wir wurden überall ausgesprochen freundlich begrüßt. Viele unserer Gesprächspartner bestätigten, wie sehr die Besuchergruppen dem Land fehlen. Wie hatten ein ausgesprochen dichtes Programm – nahezu jeden Abend gab es noch zusätzlich eine politische Gesprächsrunde mit spannenden Referenten. In den nächsten Tagen schreibe ich noch etwas dazu. Heute habe ich aber erst einmal 900 Bilder ins Netz hoch geladen, die mehr sagen als tausend Worte. “Nächstes Jahr Jerusalem” – immer wieder Israel, ich liebe dieses Land! Tag 1 Anreise Tag 2 See Genezareth Tag 3 Haifa und Akko Tag 4 Tel Aviv Tag 5 Yad Vashem Tag 6 Masada und Totes Meer    Tag 7 Bethlehem und Tel Aviv Tag 8 Rahat und Negev Tag 9 Jerusalem Tag 10 Jerusalem und Heimflug  

Aktuelle Termine der Landeszentrale für politische Bildung

Der aktuelle Newsletter 16/2021
Rechtzeitig konnte ich noch den neue Newsletter der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen fertigstellen. Der Newsletter 16/2021 enthält die wichtigsten Veranstaltungen der nächsten drei Wochen und die Vorstellung unserer aktuellen Publikation “Hexen und Hexenverfolgung in Thüringen”. Der nächste Newsletter wird erst in der zweiten Novemberwoche erscheinen. Der Grund dafür ist ein wichtiger Termin der LZT (der allerdings nicht in diesem Newsletter steht). Wir werden vom 24. Oktober bis 2. November mit einer Gruppe zu einer Bildungsreise in Israel sein. Ich werde diese Gruppe in Israel leiten und bin froh, dass es nun im dritten Anlauf zu klappen scheint. Die LZT unternimmt nahezu in jedem Jahr Bildungsreisen nach Israel und die jetzige Reise war eigentlich für März 2020 geplant. Coronabedingt mussten wir sie fünf Tage vor Beginn absagen und in den Herbst verschieben. Auch dies klappte nicht und nunmehr können wir als Pilotgruppe des israelischen Tourismusministeriums fliegen. Erfreulicherweise geht in Israel die Inzidenz derzeit stark zurück. Aktuell liegt sie bei 100 nachdem es im September noch 800 waren. Auf unserer Tour dürfen nur vollständig geimpfte Teilnehmerinnen und Teilnehmer mitreisen und auch die benötigen zur und in Israel mehrere PCR-Tests. Insofern werden wir Einschränkungen haben, aber dafür auch erstmals ein Land mit sehr wenig Touristen erleben. Ich bin sehr gespannt darauf. Von meinen bisherigen 16 Israel-Reisen waren die letzten beiden 2019. Insbesondere bei der Reise zu Ostern 2019 mit meinen Söhnen war Jerusalem voller Menschen.

Andreas Minschke bleibt Präsident

Der neue TSBV Vorstand
Der Thüringer Schlitten- und Bobsportverband hat zwei Jahre vor den Heimweltmeisterschaften 2023 einen neuen Vorstand gewählt. Der bisherige Präsident Andreas Minschke wurde dabei erneut im Amt bestätigt und führt den Kufensportverband im Freistaat auch in den kommenden zwei Jahren. Ihm zur Seite stehen Rolf Baumann, Norbert Hahn, Torsten Weil und Michael Panse als Vizepräsidenten. Ute Karger bleibt Schatzmeisterin. In seinen Ausführungen während des Verbandstages unterstreicht Minschke seinen Anspruch, dass der olympische Kufensport auch in Zukunft seine Heimat in Oberhof haben soll: „Die neuen Sportstätten sind die beste Basis für eine goldene Zukunft. Wir werden alles dafür tun, auch für die kommenden Generationen eine Sportentwicklung zu ermöglichen, die uns künftig Erfolge „made in Thüringen“ feiern lassen. Die Weltmeisterschaften 2023 sind für uns ein wichtiger Meilenstein. Wir ermöglichen damit eine Verbindung zwischen herausragenden Resultaten der Gegenwart und schaffen einen Identifikationspunkt dafür, dass sich Kinder- und Jugendliche auch künftig für den Kufensport begeistern“, so der TSBV-Chef. Weitere Vertreter*innen im Vorstandsteam sind: Michael Zimmermann (Referent für Kampfrichterwesen), Mandy Linz (Referentin Breitensport), Volker Messing (Referent Wettkampf), Susan Klimitsch (Referentin Bildung), Constance Graf (Rechtswartin), Andi Langenhan (Antidopingbeauftrager), Constance Fröhlich (Jugendwart), Athletensprecher (Max Richard Ewald), Stefan Möller / Simone Krell (Kassenprüfer*innen), Sebastian Lenk (Pressereferent).

Neue Herausforderung beim TSBV

Der neue Vorstand des TSBV
“Weltweit erfolgreichster Sportverband” – diesen Titel trägt der Thüringer Schlitten- und Bobsportverband mit Stolz. Von keinem Verband sammeln so viele Sportlerinnen und Sportler Olympisches Edelmetall sowie Siege bei Welt- und Europameisterschaften. Insbesondere auf der Heimbahn in Oberhof werden die Grundlagen für die Erfolge gelegt. 21 Schlitten- und Bobsportvereine gibt es in Thüringen und deren Vertreter haben sich gestern zu ihrem Verbandstag getroffen. Auch wenn ich mich seit vielen Jahren für den Sport in Thüringen engagieren – in den zehn Jahren als Landtagsabgeordneter und in der Thüringer Sportjugend und natürlich kommunalpolitisch in Erfurt und für unser SWE Volley-Team – ist doch der Wintersport weitgehend Neuland. Allerdings kenne ich viele verantwortliche Akteure gut. Mit der erfolgreichen Rennrodlerin Ute Oberhoffner war ich im Vorstand der Thüringer Sportjugend, ebenso wie mit Uwe Theisinger, dem heutigen Geschäftsführer des TSBV, und Andreas Minschke, dem gestern wiedergewählten Präsidenten des TSBV.
…schon einige Jahre her
Andreas Minschke, den ich wie Ute Karger, die Schatzmeisterin des TSBV, seit über 30 Jahren von der gemeinsamen Arbeit der CDU und der Jungen Union gut kenne, hat mich vor einigen Wochen gefragt, ob ich im Vorstand des TSBV mitarbeiten möchte. Aktuell ist die größte Herausforderung der Umbau der Oberhofer Rennschlittenbahn in Vorbereitung der Weltmeisterschaft 2023 und der jährlichen Weltcups. Nach einiger Bedenkzeit habe ich zugesagt und freue mich, dass der Verbandstag mich gestern zu einem von vier Vizepräsidenten  gewählt hat. Insbesondere im Internet und Social-Media-Bereich werde ich mich im Vorstand engagieren. Vor vielen Jahren hat mich meine ehemalige Wahlkreismitarbeiterin Gabi Weißbrodt regelmäßig mit an die Bahn nach Oberhof genommen und mich schließlich motiviert, mit ihre ein Doppel auf der Bahn zu fahren. In den folgenden Jahren habe ich das bei den dortigen Seniorenwettbewerben noch zwei Mal wiederholen können, bevor ich es schließlich auch einmal allein versucht habe. Leider endete dies mit der Zerstörung des Rennanzugs und für mich ziemlich schmerzlich. Seitdem habe ich es nicht wieder versucht, aber einen Heidenrespekt vor dieser schnellen Sportart.  Ich freue mich auf die neue Herausforderung jetzt im Vorstand an den Rahmenbedingungen mitarbeiten zu können..

Süßes aus Saalfeld

Karin Hartewig bei der Buchvorstellung
“Wandel oder Verschwinden” dieses Fazit zog Karin Hartewig heute Abend in der Villa Bergfried in Saalfeld zur 120jährigen Firmentradition der Schokoladenproduktion in Saalfeld. Während der Markenname verschwand, hat die Firma eine wechselhafte Geschichte die bis heute erfolgreich ist. Für die Landeszentrale für politische Bildung Thüringen hat Karin Hartewig ein Buch darüber geschrieben, welches sie vor 50 hochinteressierten Gästen (viele von ihnen ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Mauxion/Rotstern/Stollwerk) vorstellte. Auch zwei Enkelsöhne des langjährigen Firmenchefs Ernst Hüther waren extra angereist. Für die LZT durfte ich den Abend moderieren und war beeindruckt von der Detailgenauigkeit mit der Frau Hartewig die Firmengeschichte und den sie prägenden Firmenchef Ernst Hüther bis 1948 nachzeichnete. Die zweite Epoche begann mit der Enteignung der Firma nach dem Krieg und der Etablierung als VEB Rotstern. Bis zur Wende entwickelte sich der Betrieb zum Monopolanbieter von Schokolade in der DDR. Die legendäre Schlagersüßtafel (von 1970 bis 1990 produziert) war ein Beispiel. In den 80ger Jahren kamen 95 Prozent aller Tafelschokoladen der DDR aus den TSW bzw. Rotstern und es gab schon Vorzeichen für das dritte Kapitel. In den 80ger Jahren begann die Gestattungsproduktion für Stollwerck und so kam manche Schokolade nach der Lieferung in den Westen im Weihnachtspaket wieder zurück in den Osten. Mit dem Einigungsvertrag begann dann die nächste Ära. Als einer von 1.100 (der ehemals über 8.000) VEB gelang für Rotstern früh der Verkauf und damit durch den Wandel der Erhalt des Standorts. Für 3,5 Millionen DM wechselte das Unternehmen zu Stollwerck und über 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind heute noch mit modernen Maschinen für Süßes aus Saalfeld zuständig. Bei der Begrüßung hatte ich das Lied von Trude Herr “Ich will keine Schokolade” von 1965 zitiert und eine Zeitreise mit dem Buch von Karin Hartewig angekündigt. Ausgesprochen gelungen war diese Reise durch 120 Jahre und Schokolade ist heute genauso gefragt wie 1901, 1948 und 1990. Ein großes Dankeschön für die Organisation des Abends auch an Frau Almut Wagner, die als ehemalige Geschäftsführerin der Thüringer Schokoladewerk Beteiligungsgesellschaft mbH. absolute Kennerin der Materie ist und heute für den Museumsverein Saalfeld den geschichtlichen Teil bewahrt. Natürlich lag für jeden Gast ein kleines Schokoladentäfelchen auf dem Platz, denn schließlich will zwar jeder einen Mann (oder Frau) aber eben auch Schokolade 😉 Bilder aus der Villa Bergfried Zur kostenfreien Bestellung des Buchs

Tausendundeine Nacht in 14 Tagen

Der Abi-Reisegutschein
Relativ wenig war auf meiner Homepage in den letzte zwei Wochen zu lesen. Ich war mit meinem Sohn Jonas in dieser Zeit in Abu Dhabi und Dubai. Wir haben danach auch noch einige Zeit gebraucht, die vielfältigen Eindrücke zu verarbeiten. Bereits im letzte Jahr hatte ich ihm die Reise zum Abitur geschenkt, allerdings mussten wir sie coronabedingt zwei Mal verschieben. Auch jetzt gab es coronabedingte Einschränkungen, aber die haben wir bewältigt. Grundsätzlich ist das Reisen mit vollständigen Impfungen möglich. Allerdings verlangen die UAE zusätzlich einen gültigen PCR-Test bevor man bei Etihad ins Flugzeug kommt. In Deutschland ist das etwas aufwändig und teuer. In Abu Dhabi am Flughafen (wo der nächste Test obligatorisch war) nicht. Innerhalb von Minuten erfolgte der kostenfreie PCR-Test und das Ergebnis wurde auf die Alhosn-App übertragen. Diese war dann der “Eintritt” in nahezu alle touristischen Orte, Hotels und Malls. Nach sechs Tagen und kurz vor der Abreise folgten die Test 3 und 4 – ebenfalls unkompliziert per “driveinn” und für umgerechnet 12 Euro pro Test. In Abu Dhabi ist allerdings die Maskenpflicht generell vorgeschrieben. Überall, auch bei 38 Grad auf der Straße. Nur am Strand und beim Essen, sowie in Autos und im privaten bereich nicht. Bei Sanktionen von 3000 Dirham (rund 900 Euro) hält sich auch jeder dran. In den zwei Wochen hatten wir ein intensives Programm. Dank unseres Mietwagens Dodge Charger waren wir mobil und allein fünf Tage in Dubai. Drei Tage verbrachten wir auf der Expo in Dubai und besuchten dort 76 der 192 Länderpavillons. Beeindruckend ist das richtige Wort, um die Expo zu beschreiben. Die Bilder von der Expo sprechen Bände. Wir hatten ein Monatsticket (23 Euro für einen Monat und Studenten generell kostenfrei). Die geplanten 25 Millionen Expo-Besucher werden sicher (leider) nicht erreicht. In den ersten 10 Tagen waren es 400.000, darunter nur 1/3 Touristen. Um die vielen Erlebnisse zu beschreiben, fehlen mir jetzt noch die Worte. Deshalb verweise ich auf meine Bilder-Internetseite, wo sich 1.500 Eindrücke aus Abu Dhabi und Dubai finden. Al Ain, Jebel Jais, Scheich-Zayid-Moschee, Louvre, Burj Khalifa, Burj Arab, YAS Waterworld, Ferrari-World, Jet-Ski, Wüstensafari, Sandboarding,  YAS Marina Circuit, Topgolf, Qasr AlWatan, Emirates Palace und unser Hotel Conrad in den Etihad Towers sind die Stichworte dazu. Bilder aus Abu Dhabi Bilder Dubai Wüstensafari YAS Waterworld und Ferrai-World Expo Dubai Topgolf Dubai  

Auf Wiedersehen Buga!

Blütenpracht bis zum letzten Tag
Ausgesprochen gelungen endete heute die Buga 2021 in Erfurt. Mit über 20.000 Besuchern wurde am letzten Tag der Buga noch ein Besucherrekord aufgestellt. Bereits die letzten Wochen haben für nicht enden wollende Besucherströme auf dem Petersberg und der EGA gesorgt. Nach dem coronabedingt schleppenden Start, war die Sorge groß, dass die Buga mit einem hohen Minus abschließen würde. Am Ende gab es rund 1,5 Millionen Besucher statt geplanter 1,8 Millionen und dies ist angesichts der Einschränkungen ein riesengroßer Erfolg. Was noch wichtiger ist, ist alles was für die Stadt nachhaltig bleiben wird. Die sanierte EGA, die Geraaue, der Nordpark und der Petersberg haben eine unwahrscheinliche Aufwertung erfahren. Vor über 10 Jahren war ich im ersten Aufsichtsratsgremium der Stadt, damals als Fraktionsvorsitzender der CDU, um mit die Weichen für die Buga-Bewerbung zu stellen. Mehrere Jahre war ich stellvertretender Buga-Ausschussvorsitzender im Stadtrat und auch aktuell bin ich noch Ausschussmitglied. Ich bin froh, dass die Buga ein Erfolgsprojekt geworden ist und ich allen dankbar, die daran mitgewirkt haben. Meine Buga-Dauerkarte wurde sehr viel genutzt und bei den Buga-Gießkannen, hätte ich auch einen kleinen Eigenvertrieb anmelden können. Bei der Übergabe des Staffelstabs an den nächsten Buga-Standort Mannheim war heute auch etwas Wehmut dabei. Der Oberbürgermeister von Mannheim, den ich bei der Abschlussveranstaltung auf dem Petersberg kurz sprechen konnte, sagte Erfurt hat die Latte ganz hochgelegt. Ich werde mich zwei Jahren sicher nach Mannheim fahren, um nachzuschauen, wie dort die zweite Buga (nach 1975) gemeistert wird. In sofern heißt es zu Recht “Auf Wiedersehen Buga”. Bilder vom letzten Buga-Tag  

Endlich!

So sehen Siegerinnen aus!
Unbeschreiblich war heute Abend der Jubel in der Erfurter Riethsporthalle. Endlich nach langer Durststrecke haben unsere Damen von Schwarz-Weiß Erfurt den ersten klaren Drei-Punkte-Sieg in einem Heimspiel errungen. Fast drei Jahre ist es her, dass dies gegen Berlin gelang. Gegen den VC Wiesbaden siegten unsere Damen heute verdient mit 3:1. Auffällig war der Entwicklungssprung zur letzten Saison bei beiden Mannschaften. Wiesbaden, die letzte Woche immerhin den Meister Dresden besiegten begann mit viel Druck und holte den ersten Satz. Ab dem zweiten Satz waren wir aber im Spiel und gewannen die folgenden Sätze. Es machte den Fans großen Spaß, die Spielfreude unserer Mannschaft zu beobachten. Konstantin Bitter, unser neuer Trainer, hat ein Team geformt, an dem wir viel Freude haben werden. Überhaupt scheint es eine Saison zu werden, in der Prognosen schwierig werden. Dresden hat letzte Woche gegen Aachen verloren und Schwerin heute in Suhl. Aachen und Schwerin sind unsere beiden nächsten Gegner – mal sehen was da geht. Bilder vom Spiel