
Beantwortung der Großen Anfrage zu Kitas in Erfurt liegt nun vor

Ihr Stadtrat für Erfurt

Thüringen hat bundesweit neben Mecklenburg-Vorpommern den niedrigsten Ausländeranteil. Thüringen hat viele junge Abwanderer in den letzten Jahren verloren. Und Thüringen hat vor dem Hintergrund des demografischen Wandels inzwischen einen gewaltigen Fachkräftebedarf. Diese drei Punkte zusammen sind Ursache, dass inzwischen sehr breit in unserer Gesellschaft über Zuwanderung und Integration diskutiert wird.
Neben der Thüringer Agentur für Fachkräftegewinnung (ThAFF) bei der LEG gibt es seit heute das Welcome Center Thüringen am Erfurter Hauptbahnhof. Wirtschaftsminiter Matthias Machnig eröffnete das Welcome Center. Ausländische Fach- und Arbeitskräfte sollen dort Beratung und Unterstützung erhalten. Neben der Fachkräftegewinnung soll es auch unterstützungsangebote für mitziehende Familienangehörige geben. Die Idee dazu stammt von Studenten der Erfurter Willy Brandt School of Public Policy.
Ich finde sowohl in meiner Funktion als Generationenbeauftragter der Landesregierung, als auch als Ansprechpartner für Antidiskriminierungsfragen, dieses Initiative wichtig. Wir haben deshalb sowenig Zuwanderung, weil die Willkommenskultur in Thüringen noch nicht so ausgeprägt ist, wie wir es uns wünschen. Mit dem Vorsitzenden des Erfurter Ausländerbeirats Jose Manuel Paca bin ich dazu regelmäßig im Gespräch. Schade fanden wir aber beide heute, dass leider keine Vertreter der Stadt bei der Eröffnung des Welcome Centers dabei waren.
Die Universitäten und Fachhochschulen haben in dem Bereich eine ganze Menge Erfahrungen, weil sie seit Jahren um Studenten aus dem In- und Ausland werben. Informationen über den Freistaat zu vermitteln ist wichtig. Die richtigen Jobs in Thüringen sind hingegen die Voraussetzung für Zuwanderung. Ob Rückkehrer oder Zuwanderer tatsächlich nach Thüringen kommen, hängt aber davon ab, ob sie sich hier wohl fühlen und eine berufliche sowie private Perspektive sehen. Ich hoffe sehr, dass das Welcome Center dabei helfen kann. Herzlich Willkommen in Thüringen!
Link zum Welcome Center
Bilder von der Eröffnung
Mitglieder des Arbeitskreises Soziales der CDU-Stadtratsfraktion besuchen ASB Regionalverband Mittelthüringen e.V.
Immer mehr Menschen suchen in Erfurt Betreuung und zugleich eine individuelle Wohnsituation. Dieser Fakt wurde während des Besuches des Arbeitskreises Soziales der CDU-Fraktion im Erfurter Stadtrat von Geschäftsführer Frank Stübling und der Vorstandsvorsitzenden Marion Walsmann (MdL) deutlich erläutert. Gemeinsam mit dem Arbeitskreis war ich gestern als Fraktionsvorsitzender der CDU beim ASB in der Geibelstraße zu Gast.
In Erfurt betreibt der ASB die beiden Objekte “Haus am Ententeich” und “Im Dichterviertel”. Ein drittes Projekt soll im Heckersteig mit 68 Wohneinheiten entstehen. Stübling erläutete sinngemäß, dass 10-facher Bedarf besteht. Täglich fragen Menschen bezüglich altersgerechten Wohnraum nach und er muss leider Absagen erteilen. Thomas Pfistner, unser Vorsitzender des Arbeitskreises Soziales, Gleichstellung und Arbeitsmarkt sagte dazu:
“Zukünftig müssen Planungen und Konzepte dahingehend entwickelt werden, dass ältere Menschen so lange wie möglich selbstbestimmt Wohnen können. Sobald Hilfe notwendig wird können ambulante Pflegebudgets in Anspruch genommen werden. Für ambulante Tagespflege müssen künftig mehr Angebote in der Stadt Erfurt geschaffen werden. Weitere Zentren sollten für dieses breite Spektrum geschaffen werden.”
Des Weiteren betreibt der ASB ein Senioren und Pflegeheim in der Geibelstraße mit 124 vollstationären Pflegeplätzen. Im Gelände des Objektes wird der Arbeiter-Samariter-Bund eine Kindertagesstätte mit 64 Plätzen eröffnen. Dies ist für uns als CDU-Stadtratsfraktion ein besonderes Signal, wo alt und jung miteinander integriert und ein generationenübergreifendes Miteinander vorgelebt wird. Damit wird auch das Angebot an dringend benötigte Kita-Plätze in der Stadt aufgestockt.
Ein besonderer Höhepunkt in der Kita wird die Errichtung einer Salzgrotte sein. Als voraussichtlicher Eröffnungstermin ist der 23. September 2013 vorgesehen. Fazit des Arbeitsbesuches ist, dass die CDU-Fraktion im Erfurter Stadtrat auch weiterhin den Bau von altersgerechten Wohnraum in der Stadt befördert und es so den älteren Menschen ermöglicht im angestammten Stadtquartier auch im hohem Alter leben zu können. 


Staatsssekretär Lutz Stroppe vom Bundesfamilienministerium erläuterte, dass der demografische Wandel kein Ost-West-Problem mehr sei. Er forderte die sorgende Gemeinschaft und kündigte Initiativen zur Großelternzeit für die kommende Legislaturperiode an. Erfreut habe ich auch seine Aussagen zu den Mehrgenerationenhäusern und zum Bundesfreiwilligendienst registriert (für beide Bereiche bin ich in Thüringen zuständig). Für den BFD betonte er die Notwendigkeit ältere Menschen einzubeziehen und für die derzeit 450 MGHs kündigte er an, dass bis Ende 2014 ein Konzept zu Weiterentwicklung vorliegen wird und er die Aufgabe des Bundes auch in einer Weiterfinanzierung sehe. Ab diesem Herbst kommen zu den 450 MGHs noch 300 Anlaufstellen für ältere Menschen bundesweit hinzu.
Zahlreiche Vorträge und Foren gab es zu nahezu allen denkbaren Themen. Kinderarztmangel im ländlichen Raum (Klasse-Vortrag von Prof. Wolfgang Hoffmann, Uni Greigswald), Pflegausbildung, Kita-Situation, Sorge und Mitverantwortung in der Kommune, Einblicke in den siebten Altenbericht (Prof. Dr. Andreas Kruse war wieder Spitze), inklusive Stadtgestaltung, Bildungssystem, freiwilliges Engagement, der Arbeitsmarkt für Ältere und viele mehr.
Ich habe von den beiden Kongresstagen eine Menge an Impulsen mitgenommen und gute Kontakte geknüpft. Und zwei Begriffe werde ich künftig auch in den Diskussionsprozess miteinstreuen und bin auf die Reaktionen gespannt. Dr. Jörg Bentmann, Abteilungsleiter im BMI sprach davon, dass wir eine „Verwolfung“ im ländlichen Raum nicht wollen und dagegen Konzepte entwickeln. Auch ein anderer Referent sprach im Zusammenhang mit Brandenburg vom „Wolfserwartungsland“. Es waren zwei ausgesprochen gute Tage in Berlin!
Bilder vom Kongress
Link zur best-age-conference 

Zum ersten Mal fand das jährliche Fußballturnier vietnamesischer Fußballmannschaften in Erfurt statt. Der Vietnam Verein Erfurt hat mit Unterstützung zahlreicher Sponsoren, des FC Erfurt Nord, des Stadtsportbundes und engagierter Politiker das Turnier vorbereitet. Elf Mannschaften aus dem ganzen Bundesgebiet u.a. Berlin, München, Dresden aber auch aus Wien waren nach Erfurt gekommen.
Bei der Eröffnung gab es ein buntes Programm, bei dem Kinder tanzten, bevor die Grußworte u.a. des Vietnamesischen Fußballverbandes, der Botschaft und der Politik gehalten wurden.
Ich war sowohl als Erfurter CDU-Fraktionsvorsitzender, als auch als Ansprechpartner der Landesregierung für Antidiskriminierungsfragen gerne heute zu Gast, sowohl zur Eröffnung, als auch am Abend bei der Siegerehrung. Unter den Gästen waren sowohl Bundestagsabgeordnete, als auch Landtagsabgeordnete und die Ausländerbeauftragte der Landesregierung.
Am Abend konnte ich dann noch die beiden letzten Spiele live gemeinsam mit unserer Bundestagsabgeordneten Antje Tillmann verfolgen. Erfurt hat leider das Finalspiel gegen Magdeburg im Elfmeterschiessen verloren.
Mich beeindruckte sehr das Organisationstalent, dafür ein großes Dankeschön an den gastgebenden Verein. Bereits kommende Woche werde ich zu einem Vortrag über Vietnam wieder beim Vietnam Verein Erfurt zu Gast sein können.
Bilder vom Fußballturnier

