Blogeinträge

Vorbereitung auf die Haushaltsberatungen

Haushaltsvorberatung in der Fraktionsgeschäftsstelle
Voraussichtlich die letzten beiden Beratungen in diesem Jahr im Rathaus haben mit der Planung für das neue Jahr zu tun. Anfang Januar beginnen die Anhörungen zum Haushalt 2022/2023. Beginnend ab dem 4.1. bis zum 13.1. treffen sich der Finanzausschuss und die Fachausschüsse zu den obligatorischen Haushaltsanhörungen. Gestern habe ich mit unserem Fraktionsreferenten den Haushalt durchgearbeitet. Entgegen der vollmundigen Ankündigung des Finanzbeigeordneten in der letzten Stadtratssitzung sieht der Haushaltsentwurf aber nicht wirklich gut aus und war wohl mit der heißen Nadel gestrickt. Denn heute flatterte ein 145 Seiten dicker Änderungsantrag des Oberbürgermeisters zu seinem eigenen Haushaltsentwurf 2022/2023 in die E-Mail-Postfächer der Stadträte. Die CDU Stadtratsfraktion Erfurt wird sich intensiv mit den Vorlagen auseinander setzen und danach entscheiden, wie wir uns bei der Abstimmung zum Haushalt positionieren. Zur morgigen Finanzausschusssitzung hoffe ich dann auch den Änderungsantrag in gedruckter Form zu bekommen, damit ich zwischen den Feiertagen ergründen kann, wie 145 Seiten Änderungen zu Stande kommen – für einen Haushaltsentwurf, der erst Anfang Januar fertig gestellt wurde.

4. und 5. Junioren Rennrodel-Weltcup

Mit unserer Schatzmeisterin Ute Karger in Oberhof
Erfolgreich endeten der 4. und 5. Junioren Rennrodel-Weltcup am heutigen Sonntag in Oberhof. Die Weltcup-Woche für die Nachwuchs-Rennrodlerinnen und Rennrodler begann schon am Montag mit den obligatorischen Corona-Tests und danach mit den Trainingsläufen. Bei unserer Vorstandssitzung des Thüringer Schlitten- und Bobsportverbandes am Donnerstag haben wir uns in Oberhof neben den organisatorischen Absprachen zum Junioren Weltcup vor allem mit dem Weltcup Mitte Januar beschäftigt. Leider muss auch dieser Weltcup coronabedingt und wegen der noch nicht abgeschlossenen Bauarbeiten an der Bahn ohne Zuschauer stattfinden. Auch die Junioren mussten Freitag, Samstag und Sonntag ohne Zuschauer fahren. Für mich, als neuen Vizepräsidenten des TSBV  waren die drei Tage hochinteressant und ich konnte mit vielen unserer ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer ins Gespräch kommen. Beeindruckt haben mich die sportlichen Leistungen unserer Nachwuchsathleten. Ich bin mir sicher, dass wir von ihnen in den nächsten Jahren auch bei den “Großen” sportliche Erfolge sehen werden. Nachfolgend die Zusammenfassung des Wochenendes von  unserem Pressesprecher. Auf meiner Flickr-Seite finden sich zudem viele Fotos und Videos vom Wochenende.

Juniorenweltcup – Rennrodeln: Heimsiege für Juniorin Fräbel und Doppel Jäger/Steudet 

Oberhof. Die 18-jährige Suhlerin Merle Fräbel holte beim Juniorenweltcup in Oberhof den ersten Sieg ihrer Karriere. Während sie sich noch am Freitag der Altenbergerin Jessica Degenhardt mit 0,030s geschlagen geben musste, verwies sie ihre sächsische Teamkollegin beim zweiten Rennen am Sonntag mit 0,218s Vorsprung auf Rang zwei. Dritte wurde die Russin Sofia Mazur. „Es war eine Frage der Zeit. Merle hat sich das verdient und hart erarbeitet. Jetzt kann sie mit der Gewissheit Erfolge erringen zu können, die weiteren Rennen der Saison angehen“, freut sich ihr Trainer Karsten Albert. 

Das Juniorendoppel Moritz Jäger (RRC Zella-Mehlis) und Valentin Steudte (RT Suhl) glänzte bei beiden Weltcups auf ihrer Heimbahn mit Platz eins und fährt zurzeit im internationalen Vergleich in einer eigenen Liga.  Der für den RRV Sonneberg/Schalkau startende Louis Grünbeck und sein Partner Maximilian Kührt lieferten ebenfalls solide Leistungen und belegten Platz vier im ersten Weltcup und ebenso Platz vier in der zweiten Wettkampfrunde.  

Carlos Stang vom Rodelclub Ilmenau steigerte sich beim zweiten Wettkampf und kam nach einem vierten Platz am Donnerstag mit Platz zwei in der Jugend A Wertung am Samstag sogar auf Platz zwei. Die Jugendnachwuchsdoppel Sara-Marie Pflaume / Lina Peterseim (beide BRC Friedrichroda) wurden vierte und achte. Marie Sauerteig und Hanna Puy (Sonneberg/Zella-Mehlis) fuhren auf sechs im ersten und fünfte im zweiten Weltcup. 

Die Wettbewerbe, die seit Donnerstag stattfanden, endeten heute mit dem Mannschaftswettkampf und einem Sieg für das deutsche Team in der Besetzung Fräbel, Grancagnolo und Jäger/Steudte. Russland und Lettland folgten auf den Plätzen zwei und drei.  

Online durch das Jahr

Letzte Online-Tagung des Jahres im Homeoffice
Normalerweise treffen wir uns mit den Kolleginnen und Kollegen der Bundesarbeitsgemeinschaft Online der Landeszentralen für politische Bildung einmal im Jahr zu einer großen Tagung, um uns auszutauschen. In diesem Jahr hat es wieder nicht geklappt – coronabedingt startete das Jahr mit Online-Veranstaltungen und es ging auch so zu Ende. Aber immerhin haben wir mittels Videokonferenz regelmäßig einmal im Quartal getagt. Die positive Seite der ganzen Einschränkungen ist, dass das sich sowohl die technische Ausstattung, als auch die Menge der Online-Veranstaltungen deutlich verbessert hat. Neben den Netzpolitischen Tagen der Landeszentralen, bei denen wir konzentriert gemeinsam agieren, setzen alle Landeszentralen auf die sozialen Medien. Ich bin gespannt, wie sich der Online-Bereich im nächsten Jahr entwickeln wird. Aber ich hoffe vor allem, dass wir uns auch wieder einmal direkt treffen können.

Stadtratssitzung zügig abgearbeitet

Stadtratssitzung mit Maske
Überraschend schnell ging die gestrige Stadtratssitzung. Zahlreiche Punkte wurden wieder im Vorfeld “weggeräumt” und es gab auch nicht allzu viele Streitthemen. Vor Beginn der Sitzung stand aber erst einmal die obligatorische 3 G – Kontrolle aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die Johanniter übernahmen das Testangebot und rund die Hälfte der Teilnehmer der Stadtratssitzung nutzten die Testmöglichkeit, etliche andere kamen mit Testbestätigungen und einige legten auch nur den 2 G – Nachweis vor. In der Sitzung galt dieses Mal eine generelle Maskenpflicht und alle haben sich auch daran gehalten. Die geplanten Coronamaßnahmen in Erfurt waren ansonsten kein offizieller Tagesordnungspunkt, wurden aber immer wieder angesprochen. Am Ende der Stadtratssitzung verkündete dann der Oberbürgermeister die Planungen für die nächsten vier Wochen. Von den Beratungsthemen war sicherlich die Einbringung des Haushaltsentwurfs 2022/2023 am Wichtigsten. Zwar ist der Entwurf immer noch zu spät (laut ThürKO müsste er bereits Ende des Jahres beschlossen sein), aber immerhin deutlich zeitiger, als im letzten Jahr. Der Finanzbeigeordnete brachte den Entwurf in erster Lesung ein und versuchte ihn in bunten Farben, als gelungen darzustellen. In der ersten Januarwoche starten dann die Anhörungen und spätestens dann wird sich Herr Linnert auch unangenehmen Nachfragen stellen müssen. Zwischen den Feiertagen werde ich mich umfänglich mit dem Haushalt beschäftigen.  

Stadtratssitzung nun doch mit Testangebot

Fraktionsübergreifende Zustimmung
Anknüpfend an die Diskussion aus der letzten Woche hat der Hauptausschuss heute Abend nun entschieden. Es soll vor der Sitzung des Stadtrats morgen in der Thüringenhalle ein Corona-Testangebot für alle Stadträtinnen und Stadträte sowie Mitarbeiter der Verwaltung geben. Allerdings wird dieses Thema schon seit zwei Wochen diskutiert und erst auf der Zielgerade hat sich die Verwaltung bewegt. Fünf Fraktionen hatten einen diesbezüglichen Antrag eingereicht. Selbst dazu schrieb dann die Verwaltung eine Stellungnahme, die erkennen lies, dass sie von Anfang an gar nicht wollte. Erst erklärte die Verwaltung trotz intensivster Bemühungen keinen Anbieter gefunden zu haben. Daraufhin habe ich am Freitag mit den Johannitern Kontakt aufgenommen, die in Gotha regelmäßig vor Stadtratssitzungen Testangebote unterbreiten. Sie waren auch bereit, dies in Erfurt zu tun wurden allerdings zu keinem Zeitpunkt gefragt. Problem (vermeintlich) geklärt. Nicht aber für die Erfurter Verwaltung. Als Argumente führte die Verwaltung nun ins Feld, dass es 23 Teststellen in Erfurt gäbe und die ehrenamtlichen Stadträte ja dorthin gehen könnten. Ich habe noch einmal für die CDU-Fraktion erklärt, dass dies keine Lösung sei. Die berufstätigen Stadträte gehen in der Regel direkt von ihrer Arbeitsstelle in die Thüringenhalle und haben nur begrenzt Verständnis dafür, in der Mittagspause in ein Testzentrum zu gehen. Mir ist es wichtig, dass sich morgen auch Geimpfte und Genesene testen lassen, um sich und andere zu schützen. Dafür ist es notwendig die Hürden niedrig zu halten und dies geht am Besten mit einem Testangebot vor Ort.

Politische Bildung zum Jahresende

Der Newsletter 18
Coronabedingt fallen leider alle Veranstaltungen aus, die bei der Landeszentrale für politische Bildung noch auf dem Programm standen und auch im Januar wird es erst einmal ruhig losgehen. Insofern bleibt aber genügend Zeit zur Planung für das nächste Jahr und zum Rückblick auf das zu Ende gehende Jahr. Mit dem 18. Newsletter in diesem Jahr haben wir noch ein Mal eine kleine Bilanz gezogen. Wie geplant gab es alle drei Wochen einen Newsletter, der unsere Online-Aktivitäten verstärkt. Zahlreiche Publikationen, Videos, Podcasts haben das normale Veranstaltungsprogramm ergänzt. Die 18 Newsletter sind alle noch verfügbar und bieten einen schönen Rückblick. Beruflich war in diesem Jahr für mich die Israel-Reise der LZT der Höhepunkt. Wir hatten mit unserer Pilotgruppe gerade den richtigen Zeitpunkt gewählt, als das “Corona-Fenster” etwas geöffnet war. Ich denke jetzt noch viel an die Tage in Israel. So leer war das Land nie und wird es wohl auch nie wieder sein. Pünktlich zum Jahresende habe ich aber schon begonnen die nächste Reise nach Israel zu planen. Im Herbst 2022 soll es mit der CDU Thüringen auf Pilgereise ins Heilige Land gehen.

Weihnachtszeit…

Ergebnis
Inzwischen ist schon die Hälfte der Adventszeit vorbei und in zwei Wochen ist schon Weihnachten. Da wird es höchste Zeit für weihnachtliche Stimmung. Die letzten Wochen vergingen wie im Flug und auch bis Weihnachten steht noch einiges auf dem Programm – nächstes Wochenende der Junioren-Weltcup in Oberhof, Stadtratssitzung kommende Woche und auch noch ein Heimspiel unserer Damen von Schwarz Weiß Erfurt. Dieses Wochenende war aber erstmal Familienwochenende. Mein Jüngster war noch mal da und auch der Älteste mit Familie. Erstmals seit vielen Jahren habe ich die Gelegenheit genutzt und die Backzutaten aus dem Schrank geholt und mit meinem Sohn und der Enkeltochter Plätzchen gebacken. Ich fürchte aber, sie werden nicht bis Weihnachten reichen… Allen Besuchern meiner Homepage einen schönen 3. Advent und etwas Ruhe für die Familie!  

Ungenügender Corona-Schutz bei Stadtratssitzungen

Verärgert hat der Erfurter Stadtratsvorsitzende Michael Panse (CDU) auf Aussagen der Stadtverwaltung zur bevorstehenden Stadtratssitzung reagiert. Die Stadtverwaltung erklärte, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Stadtratssitzung entweder geimpft oder genesen sein müssen oder einen zertifizierten Test von einem Testzentrum vorweisen müssen. Mehrere Fraktionen hatten daraufhin gefordert, Testmöglichkeiten in der Thüringenhalle zu organisieren, um die Sicherheit der Stadträtinnen und Stadträte, aber auch die der Verwaltungsmitarbeiter zu gewährleisten. Michael Panse erklärt dazu: „Als Stadtratsvorsitzender appelliere ich an die Verwaltungsspitze, dieses Problem bis zum kommenden Mittwoch zu klären und für ausreichenden Schutz zu sorgen. Angesichts der extrem hohen Inzidenz hat der Oberbürgermeister angekündigt, den Katastrophenfall in Erfurt ausrufen zu wollen und dazu eine Allgemeinverfügung zu erstellen. Dies erscheint richtig und notwendig, um zu verhindern, dass zahlreiche Erfurterinnen und Erfurter Weihnachten in Quarantäne verbringen müssen. Ich erwarte, dass das gleiche Verantwortungsgefühl auch im Umgang mit den ehrenamtlichen Stadträtinnen und Stadträten sowie den sonstigen Teilnehmern der Stadtratssitzung zum Tragen kommt. Im Frühsommer war es problemlos möglich, vor den Sitzungen Testmöglichkeiten in der Thüringenhalle anzubieten. Zahlreiche Veranstalter können und tun dies derzeit auch. Ehrenamtliche Stadträtinnen und Stadträte haben in der Regel mehrmals wöchentlich Ausschusssitzungen und monatlich ein bis zwei Stadtratssitzungen – alles in der Regel in den Abendstunden und mit einer Teilnahmeverpflichtung. Ich möchte ein hohes Maß an Sicherheit für alle Stadtratskolleginnen und Stadtratskollegen haben. Dazu ist ein obligatorischer Test vor der Stadtratssitzung für alle, also auch für Geimpfte und Genesene, eine Grundvoraussetzung. Ich sehe hier den Oberbürgermeister in der Pflicht, für ein Testangebot zu sorgen. Unabhängig davon appelliere ich an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, sich vor der Sitzung selbst zu testen.“

Vorbereitung Junioren-Weltcup

Sieht schon gut aus an der Bahn
Übernächstes Wochenende soll in Oberhof der 5. Junioren-Weltcup im Rennrodeln stattfinden. Die Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren. Gestern war ich dazu in meinem neuen Amt als Vizepräsident des Thüringer Schlitten- und Bobsportverbandes an der Rennschlittenbahn im winterlichen Oberhof. Die ehrenamtlichen Helfer und Mitarbeiter des Organisationskomitees haben sich zur Vorbereitung getroffen. Ihnen allen gebührt ein riesengroßes Dankeschön. In dieser Woche war der Tag des Ehrenamtes und ich bin immer wieder erfreut darüber, wie viele Menschen sich ehrenamtlich engagieren. Gerade in Corona-Zeiten ist dies nicht selbstverständlich. Heute und morgen wird es an der Bahn die letzten Abnahmen geben. Da sich die Bahn in der Endphase der Umbauarbeiten befindet, zugleich aber bereits der Trainings- und ab dem Juniorenweltcup auch der Wettkampfbetrieb läuft, bin ich gespannt auf die “Generalprobe”. Ich werde während des Weltcupwochenendes an allen Tagen mit vor Ort in Oberhof sein und in den Marketingbereich mit reinschnuppern und mich um das Hygienekonzept zu Corona kümmern. Im Januar wird der Wintersportfahrplan dann richtig eng – zwei Weltcupwochenenden in Winterberg stehen für mich dann im Kalender und natürlich unser Heimweltcup in Oberhof.  

Thüringen-Monitor 2021 vorgestellt

Demokratiezufriedenheit und die Einstellung der Thüringerinnen und Thüringer zu extremen Thesen stehen von Anbeginn im Mittelpunkt der Untersuchungen des Thüringen-Monitors. Seit dem Jahr 2020 gibt es diese jährliche Langzeitstudie schon und sie liefert viele Daten als Empfehlungen an die Politik. Heute wurde der Thüringen-Monitor 2021 vorgestellt. dazu wurden im Juni und Juli 2021 1.100 wahlberechtigte Thüringerinnen und Thüringer befragt. Die Befunde sind somit nicht tagesaktuell, aber trotzdem bemerkenswert. “Demokratie in der Corona-Pandemie” ist der Titel und das Kurzfazit: immerhin jeder dritte Thüringer mutmaßt geheime Verschwörungen bei der Corona-Pandemie. Die Mehrheit hingegen ist trotz der Corona-Maßnahmen mit der Demokratie zufrieden. Erschreckend finde ich einen weiteren Befund. Antisemitismus ist in Thüringen nach wie vor verbreitet und nimmt getarnt als Kritik am Staat Israel zu. Der Thüringen-Monitor wird in der kommenden Woche im Thüringer Landtag Gegenstand einer Regierungserklärung sein und sicher auch intensiv diskutiert werden. Ich erinnere mich an die vielen Monitore, die wir im Landtag in der Vergangenheit debattiert haben. Ich würde mir wünschen, dass mehr in politische (schulische und außerschulische) Bildung investiert wird. Insbesondere bei der politischen Bildung in der Schule hängt Thüringen weit zurück. Wir werden mit der Landeszentrale für politische Bildung den Thüringen-Monitor im Februar kommenden Jahres vorstellen – vielleicht gibt es bis dahin ja auch Handlungsempfehlungen. Immerhin wird ja in der Zwischenzeit der Landeshaushalt diskutiert… Thüringen-Monitor 2021