Mobilisierungskampagne #gehwählen zur Kommunalwahl gestartet

Vorstellung der Kampagne
Aufmerksam verfolgt von Zahlreichen Gästen und Medienvertretern hat die Landeszentrale für politische Bildung heute Nachmittag im Haus Dacheröden eine Wahlmobilisierungskampagne öffentlich vorgestellt und die dazu gehörende Internetseite frei geschaltet. Sowohl der Landejugendring, als auch zahlreiche Netzwerkpartner unterstützen das Projekt und ich hoffe sehr, dass es viele Jung- und Erstwähler erreicht. In den letzten Wochen haben wir dazu zahlreiche Gespräche geführt, die Internetseite gemeinsam mit der Agentur fertig gestellt – und uns vor allem um Datenschutzfragen gekümmert. Gespannt bin ich, wie das Thema bei Instagram ankommt 😉 Anbei ein Link zu den Bildern der Präsentation
…und einige der Unterstützer von der Thüringer Sportjugend und dem Landesjugendring
Nachfolgend die Medieninformation der Landeszentrale für politische Bildung Thüringer Landeszentrale für politische Bildung startet Kampagne zur Kommunalwahl Die Landeszentrale für politische Bildung Thüringen hat heute eine Mobilisierungskampagne zur  Kommunalwahl gestartet. Die Kampagne richtet sich vor allem an junge Erstwählerinnen und Erstwähler. Hintergrund ist ein Beschluss des Thüringer Landtags aus dem Jahr 2015, wonach bei Kommunalwahlen künftig bereits ab dem Alter von 16 Jahren gewählt werden darf. Die Kampagne macht mit der zentralen Frage „Was willst Du eigentlich!?“ darauf aufmerksam, worum es bei einer Wahl geht: Sich der eigenen Interessen bewusst zu werden und dazu passende Interessensvertreter zu wählen. Außerdem werden grundlegende Informationen vor allem zur Kommunalpolitik und zum Wahlverfahren vermittelt. Die Kommunalwahlen in Thüringen finden zusammen mit der Europawahl am 26. Mai 2019 statt. „Mit der Kampagne wollen wir über die Wahlmöglichkeit ab 16 informieren, auf die Bedeutung von Wahlen in der Demokratie hinweisen und die Relevanz von Kommunalpolitik deutlich machen.  Und natürlich wollen wir als Landeszentrale für politische Bildung unseren Teil dazu beitragen, dass es bei der Kommunalwahl in Thüringen – und auch bei der Europawahl – eine möglichst hohe Wahlbeteiligung gibt. Also informieren, motivieren und mobilisieren!“, so der Leiter der Landeszentrale, Franz-Josef Schlichting. Alexander Elbers von der Agentur BEST FRIEND, die die Kampagne im Auftrag der Landeszentrale konzipiert hat, ergänzte: „Wollen und Wählen hängen miteinander zusammen. Etwas zu wollen bedeutet nichts anderes, als Interessen zu haben. Und bei einer Wahl geht es genau darum. Sich zu fragen, welche Interessen habe ich? Und welche Partei oder welche Kandidatin bzw. Kandidat kann meine Interessen am besten vertreten? Deshalb steht der Satz  `Was willst Du eigentlich!?´ im Zentrum der Kampagne.“ Die Kampagne richtet sich vor allem an junge Menschen, daher spielen die Website www.was-willst-du-eigentlich.de sowie die Kommunikation in den sozialen Medien – insbesondere Instagram – eine wichtige Rolle. Auf der Internetseite gibt es die wichtigsten Informationen zur Wahl. Außerdem finden Interessierte dort einen Fotogenerator, mit dem sich Kampagnenmotive mit dem eigenen Bild produzieren lassen. Des Weiteren gibt es auf der Seite kurze Clips von prominenten Unterstützerinnen und Unterstützern aus Thüringen. Großflächenplakate in den Wochen vor der Wahl werden die Kommunikation im Internet ergänzen. Weitere Informationen unter www.was-willst-du-eigentlich.de und www.lzt-thueringen.de

Gespräch im Kubus mit Bundespräsident a.D. Joachim Gauck

Bundespräsident a.D. Joachim Gauck
Auf Einladung der Stiftung Ettersberg, des ZDF Landesstudios Thüringen und der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen war Bundespräsident a.D. Joachim Gauck zu Gast in der Gedenkstätte Andreasstraße. Er diskutierte zum Thema “Ich und Wir – Gesellschaften im Wandel” mit den Bürgerinnen. Der erste Leiter der Stasi-Unterlagenbehörde und bisher einzige ostdeutsche Bundespräsident sprach im 30 Jahr nach der Wende über den Wert der Demokratie und ermutige zu gesellschaftspolitischem Engagement. Er sprach über die Freiheiten und die Verantwortung des Einzelnenn in der Gesellschaft. Von der aktuell diskutierten Ost-Quote hält er gar nichts und auch zu den von der AfD organisierten Bürgerprotesten fand er klare Worte. Der dort postulierte Slogan „Wir sind das Volk“ ist vor dem Hintergrund der friedlichen Revolution anmaßend. Er erinnerte daran, dass die übergroße Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger sehr wohl die Demokratie und unsere Staatsform wertschätzt. Wer unsere demokratische Grundordnung in Frage stellt, kann somit nicht beanspruchen für „das Volk“ zu sprechen. Allerdings müsse und werde eine Demokratie auch so etwas aushalten, da die Meinungsfreiheit für alle gälte. Joachim Gauck reflektierte auch die Wendezeit, in der er als Sprecher des Neuen Forums in Rostock und Mitglied der ersten frei gewählten Volkskammer seine politische Laufbahn begann. Auch nach der offiziellen Gesprächsrunde mit dem Leiter des ZDF-Landestudios Andreas Postel nahm er sich noch Zeit für Bürgerfragen und konkrete Anliegen. Joachim Gauck war schon als Bundespräsident ein Mann der klaren Worte. Erst Recht nach seiner Amtszeit spricht er direkt aus, was er meint und dies fand breite Zustimmung unter den mit über 150 restlos gefüllten Kubus in der Gedenkstätte Andreasstraße. Bilder des Abends Videobeitrag des ZDF  

Attraktivität der Innenstadt erhöhen

Das Podium in der IHK
Erfurt hat die attraktivste Innenstadt in der Größe von 10 untersuchten Städten zwischen 200.000 bis 500.000 Einwohnern. Dieser Befund einer Studie des Instituts für Handelsforschung ist außerordentlich erfreulich, zumal die Studie das Ergebnis von 2016 im Jahr 2018 erneut bestätigt. Allerdings sagt dies nur eingeschränkt etwas darüber aus, wie dies die Innenstadthändler und Gastronomen beurteilen. Zur Vorstellung der Studie hatte der City-Management e.V. und der Verein Wir für Erfurt heute in die IHK eingeladen. Nach der Vorstellung der Studie haben wir, die Vorsitzenden der Stadtratsfraktionen mit den Gästen über Maßnahmen diskutiert, wie die Attraktivität der Innenstadt erhöht, bzw. wie mehr Kaufkraft in die Geschäfte kommt. Erwartungsgemäß gibt es da von jeder Fraktion andere Ansätze. Ich habe für die CDU deutlich gemacht, dass wir mehr Parkmöglichkeiten an der Peripherie zur Innenstadt fordern, den ÖPNV stärken und ausbauen wollen (Kombitickets) und auch mehr Sauberkeit in der Stadt wollen.
…und die engagiert diskutierenden Gäste
Am Rande der Veranstaltung wurde auch das Thema Erweiterung Thüringenpark diskutiert. Wir hatten als Fraktion gestern Abend gerade darüber beraten. Die Frage, ob eine Erweiterung der Innenstadt schadet oder nicht, wird wohl nie zu Einigkeit führen. Allerdings sind beispielsweise der große Parkplatz am Thüringenpark ein wichtiger Standortvorteil gegenüber der Innenstadt. Die Lösung kann aber nicht sein, dass man die Erweiterung des Thüringen Parks blockiert, sondern wir müssen die Innenstadt wettbewerbsfähiger machen. Einer der Vorschläge von uns scheint jetzt Realität zu werden. Die Stadtverwaltung schreibt die Stelle als City-Manager aus. Dies soll nach unserer Meinung jemand als Ansprechpartner in der Stadtverwaltung sein, der den ansässigen Händlern hilft und informiert. Insgesamt war die heutige Runde erstaunlich sachlich – allerdings waren auch nicht alle Fraktionen des Stadtrats vertreten 😉  

Marbachia Heijo – 2. und 3. Frühschoppen beim MKC

Prinzessin Josi I. mit unserem MKC-Präsidenten Andreas Schulz
Perfekte Stimmung beim MKC in Marbach! Der 2. Frühschoppen am Samstag begeisterte das Thüringer und Erfurter Prinzenpaar so sehr, dass sie nicht nur mehrere Stunden bei uns zu Gast waren, sondern auch am Sonntag spontan noch einmal gleich wieder zum 3. Frühschoppen gekommen sind. Neben dem tollen Programm und der Wahnsinnstimmung begeisterte aber auch das Prinzenpaar die mit 450 Gästen restlos ausverkaufte Narrhalla in Marbach. Der singende Prinz Kai I. und seine Prinzessin Josi I. haben mit uns im Elferrat und mit den Närrinnen und Narren im Saal gefeiert. Unter den Gästen waren reichlich Politiker, aber vor allem auch viele der engagierten Sponsoren unseres Vereins. Beide Frühschoppen des MKC in der 58. Saison unter dem Motto “Wir fallen aus dem Rahmen” waren, wie auch schon der erste in der letzten Woche, ein voller Erfolg und dies, obwohl einige Hürden zu meistern waren. Unser Vizepräsident liegt derzeit im Krankenhaus – gute Besserung von hier aus. Gleich drei Mal brauchten wir am Samstag und Sonntag ärztliche Unterstützung, aber allen drei Patienten geht es wieder gut. Das Programm bot das ganze Spektrum des karnevalistischen Angebots. Besonders stolz sind wir beim MKC auf den Nachwuchs. Das Kindershowballett und die kleine Garde sind Garanten dafür, dass die große Garde, die Showtanzgruppe und die Bivis weiter guten Nachwuchs bekommen.
Der Till mit dem Narrenspiegel
Die drei Frühschoppen der 58. Saison und der Kinderfasching sind jetzt Geschichte, aber karnevalistisch haben wir erst Bergfest. Kommendes Wochenende stehen die beiden Kostümbälle am dem Programm und natürlich auch der Umzug, den wir jetzt mit Hochdruck vorbereiten. Dann folgt danach auch noch der Rosenmontagsball. Bilder vom 2. Frühschoppen Bilder vom 3. Frühschoppen  

Horror in Erfurt…

Einfach nur Kult!
Bereits die zweite Horror-Show in Erfurt begeistert auch sechs Jahre nach ihrem Premierenstart immer noch das Publikum. Im Jahr 2013 hatte die Rocky Horror Show von Richard O`Brian Premiere. 20 Jahre zuvor, kurz nach der Wende war das Stück schon einmal auf der Bühne und sorgte im damaligen Schauspielhaus für ausverkaufte Vorstellungen. Für mich ist Rocky Kult, ich habe zu Hause natürlich das Video der Rocky Horror Picture Show, die Schalplatte mit der Filmmusik und ich war am Samstag auch wieder einmal in einer Vorstellung in der Alten Oper. Das Stück ist so schräg, dass man es nicht beschreiben kann bzw. beschreiben muss. Es lebt davon, dass das Publikum mitmacht und auch dies gelang Samstag wieder perfekt. Nach dem Stück war im Foyer noch Zeit für Selfies mit den Hauptdarstellern und da waren alle Jahrgänge begeistert dabei sich mit Frank`N`Furter, Riff Raff oder Magenta fotografieren zu lassen. Einziger Nachteil des Mitmachtheaters – irgendjemand muss den Reis, die Klopapierrollen, Zeitungen, Spielkarten und Leuchtstäbe wieder aufräumen 😉 Bilder von der Rocky Horror Show

Vereinswanderung 2019

Unser Helferteam
Leider befindet sich die Bundesligasaison 2018/2019 schon wieder auf der Zielgerade. Nur noch wenige Spiele stehen an und nur noch ein einziges Heimspiel gegen Münster am 16. März. Auch bei diesem Heimspiel können wir uns wieder auf unsere ehrenamtlichen Helfer im Verein verlassen. Sie werden vor und hinter den Kulissen dafür sorgen, dass alles gut klappt. Traditionsgemäß sagen wir dafür im Verein, unserem SWE Volley-Team, einmal im Jahr bei der Vereinswanderung Dankeschön. Immer im Januar/Februar wandern wir dazu von Tiefthal zur Grundmühle und verbringen dort einen schönen gemeinsamen Abend. Vielen Dank, dass ihr alle so viel Kraft und Zeit investiert, damit unsere Bundesligavolleyballerinnen, aber auch alle Nachwuchsteams des Verein am Netz erfolgreich sein können. Bilder von der Vereinswanderung 2019  

Seitwärts in die Büsche schlagen…

So sieht es in Erfurter Schulen aus…
Gestern war es noch eine Befürchtung, heute scheint es zur Gewissheit zu werden. Kaum wurden die Pläne zum Schulsanierungsprogramm vorgestellt, schon formieren sich die Bedenkenträger. In der heutigen Presse werden die Linken und die Grünen, aber auch einzelne Vertreter der Bunten Fraktion zitiert. Während die Kritik von Peter Stampf (Freie Wähler) nicht überrascht und er zudem in der Regel nur für sich selbst spricht ist die pauschale Kritik des linken Fraktionsvorsitzenden schon bedenklich. In der TA ist dazu heute zu lesen: „Den Beteuerungen, dass die Mieten nicht steigen, glaube ich nicht“ sagt Bärwolff. Werde die Kowo zur Refinanzierung der Transaktionen herangezogen, werde das auch über die Mieten geschehen. Außerdem habe die Kowo angesichts der Belastungen überhaupt kein Geld, noch Flächen zu entwickeln. Und die Alternative? Die Stadtspitze habe ja selbst ein Eigenkapital von 100 Millionen Euro angestrebt und komme nur auf 70, sagt Bärwolff. Da könne man doch auch die 30 Millionen Euro aus dem Haushalt nehmen, die im Vorjahr nicht für Schulen verbaut werden konnten, und mit dieser Hausnummer anfangen. Am Dienstag haben wir im Ältestenrat ausführlich dazu diskutiert. Die Refinanzierung des Kauf der Grundstücke soll bei der KoWo zunächst über Kredite erfolgen. Mit derzeit 25 Millionen Euro ist der Schuldenstand für eine Wohnungsgesellschaft in der Größe recht niedrig. Danach soll die KoWo die Grundstücke entwickeln und bebauen. Die Tilgung der Kredite soll natürlich darüber erfolgen und nicht wie Bärwolff Befürchtungen schürt, über höhere Mieten. Die von ihm präsentierte Alternative “30 Millionen aus dem Haushalt nehmen, die letztes Jahr nicht verbaut wurden” ist absurd. Damit wurden längst andere Löcher des wackeligen Haushalt 2018 gestopft (den die Linken mit beschlossen haben). Bereits im Januar hatten die Linken erklärt die Erfurter Schulen seien in einem guten Zustand und ruderte erst nach Protesten der Eltern zurück. Die jetzige Diskussion sehe ich in logischer Folge. Die Linken stehen nicht zu ihrer Verantwortung. Sie werden Gründe suchen und finden und sich mit den Grünen seitwärts in die Büsche schlagen. In Zeiten wo es an das gemeinschaftliche Geld ausgeben und Wohltaten verteilen ging, war das rot-rot-grüne Bündnis stabil. Jetzt ist es so brüchig wie etliche Schulen in Erfurt. Allerhöchste Zeit dieses Drama zu beenden!

Schulsanierungsprogramm muss endlich starten

Die Grundschule in Vieselbach
Geredet wurde in den vergangenen Jahren viel über den Sanierungsstau an Erfurter Schulen. Jetzt ist es an der Zeit zu handeln. Während eines Pressegespräches am 20. Februar 2019 sowie zuvor bei einer Sitzung des Ältestenrates, habe ich die Position meiner Fraktion verdeutlicht und zum Vorschlag einer Gründung des Eigenbetriebs zur Schulsanierung und zu dessen Finanzierung unsere Zustimmung signalisiert. Der Sanierungsstau an Erfurter Schulen beläuft sich nach aktuellen Schätzungen auf rund 500 Millionen Euro. Darin eingerechnet ist auch der zwischenzeitlich bestehende Mehrbedarf durch steigende Schülerzahlen. Daraus ergibt sich die dringende Notwendigkeit zu Schulneubauten. Neu oder überraschend ist das nicht. Seit Jahren sind die Engpässe in den Kitas bekannt und es war absehbar, wann geburtenstarke Jahrgänge in die Schule kommen. Auch die Sanierungsbedarfe sind bekannt. Die wenigen zur Verfügung gestellten Mittel haben inklusive der Fördermittel die Situation nicht wesentlich verbessert. Bei der Beschlussfassung der Haushalte der letzten Jahre hat die CDU immer wieder darauf hingewiesen, dass in Erfurt zu viel Geld verkonsumiert und zu wenig investiert wird. Änderungsanträge der CDU wurden regelmäßig abgelehnt und auch konkrete Vorschläge (beispielsweise zum Schulneubau in Vieselbach oder Hochheim) verschleppt bzw. nicht umgesetzt. Seit 2012 haben wir immer wieder auf die schwierige Sanierungssituation hingewiesen – geändert hat sich nichts.Die Mehrheitsfraktionen von Rot-Rot-Grün haben die Haushalte beschlossen und sind deshalb auch für die derzeitige Situation in einer besonderen Verantwortung.  Oberbürgermeister Andreas Bausewein hatte immer erklärt, dass das Schulsanierungsprogramm unmittelbar nach Abschluss des Kita-Sanierungsprogramms beginnt. Da sich der Abschluss des Kita-Sanierungsprogramms aber um etliche Jahre nach hinten verschoben hat, gestaltet sich die Situation an den Schulen jetzt dramatisch und erfordert zügiges und konsequentes Handeln. Nach dem notwendigen Rückblick gilt es jetzt den Blick nach vorne zu richten und mit dem Schulsanierungsprogramm zu beginnen. Die schwierige Finanzsituation der Stadt ermöglicht keine vermeintlich einfachen Lösungsvorschläge. Mit 17 Millionen neuen Schulden in diesem Jahr und 34 Millionen im kommenden Jahr ist das Thema neuer Kredite bereits ausgereizt. Auch die Erhöhung der Steuersätze (im wesentlichen Grund- und Gewerbesteuer) ist keine Lösung, da die Schraube der Hebesätze schon bis zum Anschlag gedreht ist. Auch sonst finden sich im Haushalt von 784 Millionen Euro keine großen Reserven.
Gestern beim Pressegespräch
Um an die entsprechenden Finanzmittel zu kommen, schlägt die Verwaltung drei Schritte vor. Zum einen sollen städtische Grundstücke für rund 30 Millionen Euro an die KoWo verkauft werden. Diese sollen dann dort entwickelt und zur Wohnbebauung genutzt werden. Darüber hinaus sollen rund 40 Millionen von den Stadtwerken in die städtische Kasse fließen, für die die SWE perspektivisch die KoWo übernimmt. In einem ersten Schritt soll es eine 25 Prozent-Beteiligung sein, die 10 Millionen Euro bringt. Mit diesem Geld wird der Eigenbetrieb Schulsanierung gegründet und ausgestattet. Zusätzliche Fördermittel des Landes sollen in diesen Eigenbetrieb fließen und beträchtliche Mietzahlungen der Stadt für die Schulen. Damit soll innerhalb von 10 Jahren ermöglicht werden, dass Schulsanierungsprogramm durchzuführen. Die CDU sieht darin einen realisierbaren Weg. Es geht uns darum, dass mit einem Eigenbetrieb Planungssicherheit besteht und dieser unabhängig von Haushaltsbeschlüssen (die meist erst Mitte des Jahres wirksam sind) Sanierungen durchzuführen. Darüber hinaus würde es bedeuten, dass wir das notwendige Sanierungsgeld vor jährlich wiederkehrenden Begehrlichkeiten “in Sicherheit bringen”. Natürlich gibt es Risiken. Die KoWo muss das Projekt des Wohnungsneubaus realisieren, daneben Bestandswohnungen sanieren und immer noch wirtschaftlich bleiben. Die Stadtwerke dürfen nicht überfordert werden. Mit Buga, EGA, EVAG, Schwimmbädern und der Multifunktionsarena haben die Stadtwerke bereits etliche Risikofaktoren in ihrem Aufgabenportfolio. Diese Risiken erfordern auch vom Stadtrat verantwortungsbewusstes Handeln. Das permanente Hineinregieren in unternehmerische Entscheidungen muss ebenso, wie die regelmäßigen Begehrlichkeiten, kommunale Haushaltslöcher mit zusätzlichen Gewinnausschüttungen zu stopfen, aufhören. Wenn dies gelingt, können Synergieeffekte zwischen SWE und KoWo dieses Projekt durchaus erfolgreich gestalten. Als nächste kommunalpolitischen Schritte ist vorgesehen, im März den Haushalt zu verabschieden und damit auch die Grundstücksverkäufe an die KoWo. Danach kann der Verkauf von KoWo-Anteilen an die SWE realisiert werden und schließlich spätestens im Mai der Beschluss zur Gründung des Eigenbetriebs mit der finanziellen Einlage erfolgen. Die CDU appelliert an alle Fraktionen, insbesondere an die noch unentschlossenen Grünen und Linken, zu ihrer Verantwortung zu stehen. Wer sich jetzt seitwärts in die Büsche schlägt oder einen “schlanken Fuß” macht, verkennt die dramatische Situation an Erfurter Schulen. Es gibt keine anderen erfolgversprechenden Konzepte. Zu Recht erwarten die Eltern vom Stadtrat abseits von parteipolitischen oder wahltaktischen Erwägungen endlich eine Entscheidung für die Erfurter Schülerinnen und Schüler. Die CDU-Stadtratsfraktion bekennt sich zu ihrer Verantwortung für die Entwicklung in der Landeshauptstadt. Pressebericht in der TA    

Heiße Diskussion zu Baumfällungen

Planung Petersberg
Ausgesprochen heftig war die Diskussion um die bereits erfolgten und noch anstehenden Baumfällungen im gestrigen Buga-Ausschuss. Am Ende stand ein Kompromiss (zumindest beim Petersberg), der einen Baum erhält, aber die anderen elf Bäume fallen lässt. Die Presse hat heute umfänglich darüber berichtet. Voran gegangen war eine heftige Diskussion mit den grünen Vertretern im Ausschuss. Diese hatten zuvor bei öffentlichen Diskussionen den Buga-Ausschuss als Gremium, in dem Baumfällungen einfach abgenickt werden diskreditiert. Die rief alle anderen Fraktionen im Buga-Ausschuss auf den Plan, die daran erinnerten, dass wir sehr intensiv die Neugestaltung des Petersbergs diskutiert und am Ende auch einmütig beschlossen haben (mit den Stimmen der Grünen). Mich regt besonders die Stimmungsmache der Grünen gegen die Buga 2021 auf. Kein Thema ist zu billig, um sich damit nicht aus der Verantwortung zu stehlen. Die Grundzüge der Buga haben wir schon 2011 beschlossen und waren uns damals alle einig, dass die Buga die Stadt entwickeln soll. Aber abseits von der obligatorischen Radwegediskussion gibt es nicht mehr viel, wo die Grünen aktiv für die Buga eintreten. Vor einem Jahr war es die Diskussion um das Tropenhaus Danakil. Als der erste Spatenstich erfolgte, das Projekt durchgeplant und Aufträge vergeben waren und zudem die Fördermittel da waren forderten die Grünen den Baustopp. Jetzt sind es die Bäume. Nachdem im Nordpark die Bäume gefällt sind und die Plateauplanung auf dem Petersberg fertig ist mobilisieren die Grünen. Ich halte diese Politik für verantwortungslos!

Zugvorbereitung

Der Marbacher Narrenplan
Irgendwie ungewohnt war es schon – im Ratssitzungssaal zu einer Beratung und es ging einmal nicht um ein kommunalpolitisches Thema. Oder vielleicht doch, es ging gestern Abend um die Vorbereitung des Karnevalumzugs in der Landeshauptstadt und dazu waren von jedem der teilnehmenden Vereine jeweils ein Vertreter geladen. Wir waren vom MKC zu zweit da – ich bin schließlich noch Zugminister in Ausbildung und da bin ich froh, dass mein “Ausbilder” Minister- und Elferratskollege Martin Hanemann mit erklärt, was da künftig für Aufgaben warten. Kommunalpolitisch ist das aber schon ein Thema. Für eine der größten Veranstaltungen in Erfurt – immerhin 70.000 – 100.000 Besucher an der Strecke und 3.000 Mitwirkende – gibt es leider keine wirkliche finanzielle Unterstützung der Stadt Erfurt. Getragen wird der Umzug von der GEC bzw. den teilnehmenden Vereinen. Zusätzliche Auflagen führen daher nun in diesem Jahr dazu, dass aus Kostengründen die Umzugslänge halbiert wird. Statt einem über 4km langen Rundkurs durch die Stadt, sind es nun nur noch 2,6km über den Ring – Bahnhofsstraße – Anger – Fischmarkt -Domplatz. Das ist ärgerlich, weil die 45 teilnehmenden Vereine mit großem Aufwand ihre Wagen vorbereiten, Kamellen kaufen, Wagenengel organisieren und sich auf den Umzug intensiv vorbereitet. Wenn dann die Zuglänge kräftig gekürzt wird und der Start nicht mehr auf dem Domplatz ist, geht viel Atmosphäre verloren. Aber wir präsentieren uns trotzdem gerne den Gästen des Umzugs am 3. März in Erfurt. Kommende Woche werden die Fahrzeuge fertig gestaltet, genügend Wurfgeschosse verstaut und es geht von Marbach nach Erfurt und dann auf dem Festwagen durch die Stadt. Der MKC kommt dieses Jahr recht weit vorne. Zugnummer 15 und immer daran denken – in Marbach heißt es Marchia Heijo! ÖPNV am Karnevalssonntag