LAUT.NAH.DRAN bei der DTM 2017

Nah dran am Renngeschehen
Nah dran am Renngeschehen…
Einfach nur Klasse! Auch in diesem Jahr konnten wir Dank eines guten Bekannten, der uns die Karten besorgt hat, wieder beim DTM-Finale auf dem Hockenheimring dabei sein. Traditionell findet auf dem Hockenheimring die Eröffnung und das Finale statt. In diesem Jahr bleibt es spannend bis zum Schluss. Mit unseren Plätzen auf Innentribüne hatten wir perfekte Sicht auf mehrere Kurven und waren zwischen den Rennen im Fahrerlager ganz nah dabei. Viele Präsentationen und vor allem die Rennwagen und Fahrer aus der Nähe zu bestaunen, war für meinen jüngsten Sohn ein tolles Erlebnis. Pit-View beim Reifenwechsel und Fan Village sowie Backstage bei den Vor- und Nachbereitungen – Papa erfreute sich ebenfalls daran und natürlich auch an den Boxengirls 😉
...und im Fahrerlager
…und im Fahrerlager
Gewinner des ersten Wochenendrennens war der Brite Jamie Green – die Entscheidung in der DTM ist damit auf morgen vertagt. Neben der Rennstimmung und dem wunderschönen sonnigen Rennwetter gab es am Abend noch ein Novum. Erstmals gab es noch ein Abendkonzert. Die Fantastischen Vier traten direkt an der Rennstrecke auf. Für meinen Kleinen das erste Openair-Konzert und Papa konnte fast alle Lieder mitsingen. Es hat wieder viel Spaß gemacht am Hockenheimring! Ich habe so das Gefühl, wir planen im nächsten Jahr die Wochenende wieder so, dass ein Rennwochenende am Hockenheim dabei ist. Bilder vom Renntag  

Zu Gast bei den Adlern

Blick in den Adler-Horst
Blick in den Adler-Horst
Freitags oder Sonntags geht es zum Eishockey – jedenfalls wenn es die Zeit erlaubt und die Black Dragons spielen. Dies ich seit 18 Jahren so und mit großer Begeisterung beteiligen sich daran meine Söhne. Beim Jüngsten hat die Begeisterung sogar soweit geführt, dass er selber spielt. Immer wenn wir unterwegs sind besuchen wir auch andere Arenen und da ist inzwischen eine umfangreiche „Sammlung“ zusammen gekommen. Die Canadian in Montreal, Eispiraten in Crimmitschau, Eislöwen Dresden, Sparta Prag, Anaheim Ducks, Eisbären Berlin und die Kölner Haie haben wir schon erlebt. Heute nun waren wir mit 9.200 anderen Zuschauern endlich einmal bei den Adlern Mannheim in der SAP-Arena zu Gast. Das Spiel gegen die Iserlohn Roosters endete für den siebenfachen Deutschen Meister (zuletzt 2015) mit 2:5 rechtunglücklich. Nach dem 2:3 Anschlusstreffer setzten die Haie in den letzten drei Minuten alles auf eine Karte und kassierten eine Strafzeit sowie noch zwei Gegentore. Uns hat es aber trotzdem gut gefallen in der modernen Arena und mein Kurzer ergatterte nach dem Spiel noch von zwei Mannheimer Spielern Autogramme auf seine Adler-Fahne. Per Internet erfuhren wir, dass unsere Drachen 0:3 in Halle beim Dauerrivalen verloren haben. Beim nächsten Mal unterstützen wie sie wieder in der heimischen Kartoffelhalle in Erfurt! Bilder aus Mannheim  

CDU: Empörung über Bevormundung zu Mobilitätsform in Wohngebieten

Vorschlag der Grünen auf Tiefgaragen zu verzichten ist weltfremd Der Vorschlag der Grünen bei künftigen Wohnungsbauvorhaben auf den Bau von Pkw-Stellplätzen in Tiefgaragen zu verzichten (TA/TLZ berichteten), ist aus Sicht der CDU-Fraktion vollkommen weltfremd. Fraktionsvorsitzender Michael Panse erklärte dazu: “Dahinter steht der perfide grüne Ansatz den Menschen vorzuschreiben, wie sie leben sollen. Menschen, die auf sozialen Wohnraum angewiesen sind, Familien mit Kindern oder älteren Menschen, die sich keine teuren Wohnungen leisten können, mit typisch grünem “Nachdruck” zu vermitteln, sie sollen auf ein eigenes Auto verzichten und stattdessen Carsharing-Autos oder ÖPNV nutzen, ist völlig weltfremd. Die CDU-Stadtratsfraktion wird sich immer gegen solche Formen grüner Bevormundung und Gängelung wehren.” Auch in 10 oder 20 Jahren wird es PKW’s, zwar mit anderen Antrieben aber trotzdem private Autos geben. In einigen Jahren werden auch selbstfahrende Autos auf unsere Straßen kommen und auch die brauchen Stellplätze. “Es wäre fahrlässig, jetzt Wohnungen zu bauen, die die Mobilität der Nutzer einschränken würden”, so der verkehrs- und baupolitische Sprecher Jörg Kallenbach. Der Verzicht auf die Schaffung von Stellplätzen für private PKW ist auch rechtlich nicht zulässig. Nach der Thüringer Stellplatz-Verordnung ist jeder Bauherr verpflichtet, nach einem Schlüssel mit einer gewissen Bandbreite, Stellplätze zu schaffen. Carsharing-Angebote sind sinnvoll. Deren Nutzung kann aber nur angeboten und nicht vorgeschrieben werden. Die CDU lehnt jede Art von Bevormundung der Bürger ab. Auch die Nutzung von Carsharing und vom ÖPNV kostet Geld. Letztlich soll nach Auffassung der CDU jede Familie selber für sich entscheiden, welche Mobilitätsform für sie die Richtige ist. “Die Aufgabe des Staates ist es, ökologisch sinnvolle Angebote den Bürgern zu ermöglichen und diese auch zu fördern. Die Entscheidung über deren Nutzung muss aber jeder selber treffen. Die eigentlichen Kostentreiber im Wohnungsbau sind immer höhere Umweltstandards und immer mehr Gutachten, die von den Bauherren zu bezahlen sind”, so Kallenbach abschließend.

Startaufstellung zum Saisonbeginn

Unser Team 2017/2018
Unser Team 2017/2018
Sämtliche Warm-up-Runden sind gedreht und die Startaufstellung steht. Unmittelbar vor dem Saisonstart unserer Mädels vom Schwarz-Weiß Erfurt Volleyteam am Sonntag in Münster ist das Team nun komplett und alle brennen darauf, dass es endlich losgeht. Morgen Abend wird mit Ivana Dinic die letzte unserer neuen Spielerinnen von Belgrad nach Berlin und dann nach Erfurt kommen und bereits am Wochenende mit nach Münster fahren. Visafragen haben verhindert, dass sie frühzeitig bereits mit ihren Teamkolleginnen in die Saisonvorbereitung einsteigen konnte. In unserer heutigen Vorstandssitzung haben wir den Stand der Saisonvorbereitung diskutiert und organisatorische Fragen besprochen – jetzt kann es endlich losgehen. Die neue Saison 2017/2018 beginnt am Wochenende und wir wollen es zum vierten Mal in unserer Vereinsgeschichte wissen. Wir stellen uns erneut der Herausforderung der 1. Volleyballbundesliga. Im letzten Jahr haben wir viele Erfahrungen sammeln können und haben doch am Ende der Saison den sportlichen Klassenerhalt verpasst und nur den 11. Tabellenplatz belegt. Aus sportlicher Sicht hätte es mit der Platzierung eine Etage tiefer gehen müssen. Doch da die Meister der 2. Ligen nicht von ihrem Aufstiegsrecht Gebrauch gemacht haben, haben wir den Antrag auf einen freien Platz in der 1. Liga gestellt. Dieser wurde vom Vorstand der Volleyball Bundesliga mit Berufung auf ein nachhaltiges Strategiepapier des Vereins befürwortet. Die VBL bescheinigte uns: „Erfurt hat in der Spielzeit 2016/17 in einer starken Liga sehr viele positive Eindrücke hinterlassen. Wir glauben, das Team kann die gute Entwicklung in der kommenden Erstliga-Saison der Frauen fortsetzen.“
Beim Fototermin
Beim Fototermin
Als Vorstand des SWE Volley-Team e.V. und als Gesellschafter unserer Spielbetrieb GmbH sind wir davon überzeugt, dass wir die gute Entwicklung fortsetzen können. Unser Manager Heiko Herzberg hat in den Sommermonaten die schwierige Aufgabe geschultert und gemeinsam mit vielen Partnern die Voraussetzung für eine weitere Erstligasaison geschaffen. Dem folgte der positive Bescheid des Lizensierungsausschusses der Volleyball Bundesliga über den Verbleib in der 1.Liga. Viele langjährige treue Sponsoren und Werbepartner und viele neue Unterstützer vertrauen auf unser Konzept und ermöglichen mit ihrem finanziellem Engagement Spitzenvolleyball in der Landeshauptstadt. An erster Stelle nenne ich stellvertretend für viele Partner unseren Hauptsponsor die Stadtwerke Erfurt mit denen uns nun schon eine 13jährige gute Zusammenarbeit verbindet. Mit der Verpflichtung unseres neuen Cheftrainers Jonas Kronseder konnten wir einen jungen und zugleich Erstligaerfahrenen Trainer gewinnen, der bedingt durch die viele Spielerinnen die uns verlassen haben, ein gänzlich neues Team zusammen gestellt hat. Selma Hetmann und Lisa Stock sind zum VC Wiesbaden gewechselt und Antonia Stautz zum SC Potsdam. Wir werden alle drei in der kommenden Saison wieder in Erfurt begrüßen können – dann aber bei unseren Gästen. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle für ihr langjähriges Engagement bei uns. Dies gilt auch für die drei Amerikanerinnen Macy Ubben, Katlin Winters und Ali Skayhan die zurück in die Staaten sind sowie Liis Kullerkann die künftig in Paris am Netz steht. Luise Wolf musste aus gesundheitlichen Gründen ihre Volleyballlaufbahn beenden und Marie Belitz ist für ein Jahr in Australien. Natascha Niemczyk wird in der kommenden Saison in Sonthofen spielen. Allen Spielerinnen der letzten Saison gebührt unser Dank und sie begleiten die besten Wünsche. Zu den fünf verbliebenen jungen Spielerinnen im Schwarz-Weiß Erfurt Volleyteam sind somit viele neue Gesichter hinzu gekommen. Amerika, Brasilien, Ecuador/Argentinien, Japan, Serbien und Deutschland sind die Heimatländer unserer neuen Spielerinnen die trotz der internationalen Herkunft schon in der Vorbereitungsphase schnell zu einem Team zusammen gewachsen sind. Herzlich Willkommen allen unseren neuen Spielerinnen und dem Trainerteam in Erfurt! Vielen Dank den vielen ehrenamtlich und hauptamtlichen Helfern unseres Vereins. Ein besonders großes Dankeschön auch an den Fanclub die Monsterblocker die bereits bei der Saisonvorbereitung engagiert dabei waren. Ich wünsche im Namen des Vorstandes allen Mannschaften unseres Vereins, in allen Alters- und Spielklassen, spannende, verletzungsfrei und erfolgreiche Spiele in der neuen Saison 2017/2018!

Straßenverkehrstechnische Infrastruktur in Erfurt mangelhaft

Der 50 seitige Bericht
Der 50 seitige Bericht
Ein ausgesprochen schlechtes Zeugnis stellt die Stadtverwaltung sich selbst bei der Beurteilung der straßenverkehrstechnischen Infrastruktur in der Landeshauptstadt aus. Der straßenverkehrstechnische Zustandsbericht 2016 wurde in dieser Woche im Finanzausschuss vorgestellt und diskutiert. Die CDU-Stadtratsfraktion fordert in Reaktion auf den Bericht vom Oberbürgermeister und seiner Stadtverwaltung ein Handlungskonzept, welches die bestehenden Risiken schnellstmöglich reduziert. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Michael Panse kritisierte im Anschluss an die Finanzausschusssitzung: „Der Zustandsbericht ist ein absolutes Alarmsignal. Die Information der Stadtverwaltung zu diesem Thema verweist auf die zunehmende kritische Lage insbesondere der Lichtsignalanlagen und des Kabelnetzes der Landeshauptstadt. Auf meine Nachfrage erklärte die Verwaltung, dass allein für die Lichtsignal- und Steuerungsanlagen rund 15 Millionen Euro benötigt werden, von denen in naher Zukunft allerdings nur ein kleiner Bruchteil als Fördermittel vom Land zu erwarten seien. Diese Ausrede und das weitere Zeitspiel lässt die CDU Stadtratsfraktion nicht gelten. Verantwortlich für die Erfüllung der Verkehrssicherungspflicht ist zwingend die Stadt Erfurt. Eine Gefährdung dieser Verkehrssicherungspflicht führt zu erheblichen Risiken und Gefahren. Die Verwaltung verweist auf drohende größere Lärm- und Schadstoffbelastungen für die Bevölkerung und sieht als mögliche Gegensteuerungsmaßnahme die signifikante Erhöhung der Mittelbereitstellung für Investitionsmaßnahmen und Planungssicherheit. Allerdings konnte die Stadtverwaltung weder die eingeplanten Finanzmittel noch einen zeitlichen Horizont zur Verbesserung der straßenverkehrstechnischen Infrastruktur benennen. Wir werden dieses Thema bei der Beratung des Nachtragshaushalts erneut kritisch hinterfragen.“ Für Diskussionsstoff sorgte in der Finanzausschusssitzung auch die Aussage der Verwaltung, dass juristische und finanzielle Risiken in absehbarer Zeit drohen. Fraktionschef Panse fordert vom Rechtsamt eine diesbezügliche Wertung, welche Haftungsfragen drohen, wenn die Stadt von einer Gefährdungssituation weiß, aber nicht ausreichend und zeitnah reagiert. Der Zustand der straßenverkehrstechnischen Infrastruktur reiht sich ein in die lange Liste dringend notwendiger Investitionen. Kitas, Schulen und Brücken sind dazu schon länger Diskussionsgegenstand und mit einem Investitionsstau behaftet. Auf Nachfrage erklärte die Verwaltung, dass der notwendige Sanierungsbedarf bei den Straßen in der Landeshauptstadt ca. 350 Millionen Euro beträgt. Abschließend erklärt Panse: „Von der Stadtspitze wird, wenn es um Verkehrssicherheit geht, gerne über stationäre und mobile Blitzer sowie Polleranlagen und Kreisel diskutiert. Dabei kommen die Grundanforderungen an die  Straßenverkehrsinfrastruktur zu kurz. Dies muss sich dringend ändern, bevor etwas passiert und Haftungsfragen im Raum stehen. Ich erwarte hier ein anderes Problembewusstsein.“

Wer die Musik bestellt…

Am Ende der Kette...
Am Ende der Kette…
Eines der beliebten Streitthemen in der Politik ist die frage, wer auf welcher Ebene welche Kosten trägt. Am Ende in der finanziellen “Nahrungskette” steht meist dabei die Kommune, die Aufgaben übertragen bekommt, aber nicht immer auch die dafür notwendigen Finanzmittel. Dafür gibt es in der Regel den Kommunalen Finanzausgleich (KFA) und die Schlüsselzuweisungen des Landes für die Kommunen, die neben eigenen Steuereinnahmen die wichtigsten Einnahmequellen sind. Aktuell beschäftigt die Kommunen die Frage, wie die Kostenerstattung bei der Umsetzung des sogenannten Unterhaltsvorschussgesetzes läuft. Da hat der Bund den gesetzlichen Rahmen vorgegeben, dass Alleinerziehende künftig bis zum 18. Geburtstag Anspruch auf Unterhaltsvorschuss haben (bis jetzt war es bis 12 und für maximal 72 Monate). Die Umsetzung des Gesetzes erfolgt in den Kommunen. In unserer heutigen Finanzausschusssitzung ging es diesbezüglich um ein vergleichsweise kleines Thema. Am 1.10.2017 trat das Gesetz zur Einführung des Rechts auf Eheschließungen für Personen gleichen Geschlechts bundesweit in Kraft. Zugleich können bisher bestehende Lebenspartnerschaften umgeschrieben werden. Die Kostenfrage dafür ist ungeklärt. Mitte September gab der neue Thüringer Innenminister dazu die nachfolgende Pressemitteilung ab: Umwandlung eingetragener Lebenspartnerschaften gebührenfrei – Innenministerium trifft Anordnung für Standesämter Die Umwandlung einer eingetragenen Lebenspartnerschaft in eine Ehe soll in Thüringen gebührenfrei möglich sein. Entsprechend einer zeitnah mit dem Finanzministerium abzustimmenden Anordnung des Thüringer Ministeriums für Inneres und Kommunales dürfen die Standesämter für die ab 1. Oktober 2017 mögliche Erklärung zur Umwandlung einer Lebenspartnerschaft in eine Ehe keine Verwaltungsgebühren erheben. „In einer modernen, toleranten Gesellschaft dürfen wir beim Modell Ehe keine Unterschiede machen. Es ist für mich selbstverständlich, dass die Umwandlung einer bereits mit Kosten verbundenen Lebenspartnerschaft in eine Ehe nicht noch einmal Kosten verursacht. Thüringen ist damit auf der Höhe der Zeit“, betonte heute (15. September 2017) Innenminister Georg Maier. Nach den geltenden Bestimmungen ist die Höhe der Gebühr für die Umschreibung einer eingetragenen Lebenspartnerschaft in eine Ehe nicht geregelt. Die geplante Anordnung des Ministeriums erfolgt im Vorgriff auf die vorgesehene gebührenfreie Regelung in der Thüringer Verwaltungskostenordnung für den Geschäftsbereich des Innenministeriums, die voraussichtlich zum Januar 2018 wirksam werden soll. So richtig wie diese Entscheidung ist, so fragwürdig ist das Vorgehen. Im heutigen Finanzausschuss konnte die Stadtverwaltung weder die Frage beantworten, ob noch wann es eine Erstattung dazu gibt, oder ob dies alles im großen Loch der Finanzbeziehungen zwischen Stadt und Land verschwindet. Ja, es geht dabei um vergleichsweise wenig Fälle – 1.000 Eheschließungen im letzten Jahr standen 24 Lebenspartnerschaften gegenüber. Seit dem Inkrafttreten des Gesetzes gab es im Erfurter Standesamt 4-5 Anfragen auf Umschreibungen. Ich bin gespannt ob der Ankündigungsrhetorik des Ministers auch eine entsprechende Regelung der Verwaltungskostenordnung und Erstattung für die Kommunen folgt.

Buga-Ausschuss mit oder ohne Würfelspiel

Das Buga-Würfelspiel
Das Buga-Würfelspiel
Kommunalpolitische Herbstferien gibt es nicht und deshalb tagen die Fachausschüsse des Erfurter Stadtrats auch während der Schulferien – aber immerhin ohne größere Streitthemen. Das galt zumindest für den heutigen Buga-Ausschuss. Sowieso sind wir uns da bei den meisten Themen weitgehend einig und die Vorbereitung auf die am 21.4.2021 beginnende Buga läuft. Im heutigen Ausschuss hat sich der Verein der Buga-Freunde e.V. vorgestellt. Über 100 Mitglieder hat der Verein, an deren Spitze der Sparkassenchef Herr Bauhaus steht. Mit viel bürgerschaftlichem Engagement konzipiert der Verein Projekte, die für die Buga stehen und werben. Alt-Oberbürgermeister Manfred Ruge, der im Verein als stellvertretender Vorsitzender wirkt stellte heute viele Ideen vor – darunter auch eine Idee, die schon während seiner Zeit als Oberbürgermeister entstand. Die Gera durchfließt die ganze Stadt und verbindet damit verschiedene Buga-Standorte. Was liegt also näher, als diese Verbindung zu nutzen. Die Gera ist zwar sehr flach aber durchaus mit flachen Booten zu befahren. Von einem Testfahrt gibt es ein längeres Video, welches ganz neue Wasseransichten von unserer Stadt eröffnet. Allerdings ist das ganze nur als Freizeitaktivität gedacht und nicht zur Bereicherung des Verkehrskonzeptes der Buga 2021. Um dieses ging es im nichtöffentlichen Teil der Ausschusssitzung. Das Verkehrskonzept ist noch nicht fertig und hängt auch damit zusammen, ob die sogenannte Buga-Seilbahn noch geplant ist, oder nicht. Verbindliche Aussagen dazu gibt es ebenso wenig, wie eine Beschlussvorlage. Also das braucht noch etwas Zeit – und wenn die Zeit einmal zu lang wird… Die Buga-Freunde haben ein Familienwürfelspiel entwickelt, welches sie uns heute im Ausschuss vorgestellt haben. Für Familien ein tolles Spiel – allerdings für die Ausschussarbeit nicht geeignet. Erstens würfeln wir grundsätzlich kommunalpolitische Entscheidungen nicht aus, sondern diskutieren sie und zweitens geht das kollegiale Verhältnis zu den anderen Ausschussmitgliedern nicht so weit, dass wir Spieleabende miteinander veranstalten.

Elternchance

Fachtag Elternchance
Fachtag Elternchance
Wieder einmal in Berlin und wieder einmal bei einem Fachtag der eaf. Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft Familie (eaf) e.V. lud heute Fachkräfte der Familienbildung sowie ausgebildete Elternbegleiterinnen nach Berlin in das Tagungshotel Grenzfall ein. Der Ort der Tagung war bewusst gewählt – weist doch der Name des Hotels auf die Lage (direkt neben dem Dokumentationszentrum Berliner Mauer) aber vor allem auf den Charakter des Hotels hin. Das Hotel Grenzfall ist das erste Integrationshotel in Berlin-Mitte. Integration war jahrelang der Begriff, wenn es darum ging, Menschen mit Beeinträchtigungen den Weg in die Mitte der Gesellschaft zu ermöglichen. Heute ist Integration besonders auch dann gefragt, wenn es um Menschen mit Migrationshintergrund geht.
Symbolträchtiger Tagungsort
Symbolträchtiger Tagungsort
Im Fokus der heutigen Tagung standen dabei Familien. 60 Prozent der rund 100.000 Flüchtlinge, die in diesem Jahr einen Erstantrag gestellt haben sind Kinder bzw. Minderjährige. Ihnen Zukunftschancen zu eröffnen ist Anliegen des Fachtages Elternchance II – Familien früh für Bildung gewinnen. Die Rechtslage ist dabei in Deutschland klar – das Recht und die Pflicht auf den Schulbesuch sind gesetzliche geregelt, ebenso wie der Kita-Rechtsanspruch. Leider spricht die Realität eine andere Sprache. Fehlende Kita-Plätze und nicht ausreichende Personalausstattung verhindern zu oft den frühen Kita-Besuch, der zur Sprachbildung und Integration elementar wichtig ist. Inzwischen gibt es viele ausgebildete Elternbegleiter, die vor allem eine Willkommenskultur entwickeln sollen und bei allen sprachlichen und kulturellen Unterschieden den Zugang zu Kitas oder Grundschulen erleichtern. Auch wir haben dazu in Thüringen gelungene Projekte beispielsweise an den Familienzentren und in den ThEKiZ-Einrichtungen. Dabei ist es der wichtigste Schritt mit einer dialogischen Haltung den Zugang zu den Eltern zu finden. Vielfalt und Diversity sind Chancen – erfordern aber einen professionellen Umgang. Viele gute Praxisbespiele gab es heute dazu in Berlin. Allerdings habe ich auch wieder einmal erstaunt festgestellt, dass die Qualifikation Elternbegleiterin feminin geprägt ist – unter den 50 Tagungsteilnehmerinnen war ich der einzige Mann. Gelungene weiterführende Informationen bietet neben der eaf auch die Onlineplattform der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ mit dem Serviceportal „Integration“.

Deutschlandtag 2017

Die Bundeskanzlerin bei der JU beim DLT 2017...
Die Bundeskanzlerin bei der JU beim DLT 2017…
Angela Merkel stellt sich der Diskussion mit dem CDU-Nachwuchs und dies tut sie schon, solange ich mich politisch zurück erinnern kann. Bereits beim Deutschlandtag 1991, bei dem ich das erste Mal dabei sein konnte, war sie als Bundesministerin für Frauen und Jugend bei der Jungen Union und diskutiere mit dem damaligen JU Vorsitzenden Hermann Gröhe. Beim diesjährigen Deutschlandtag in Dresden gab es im Vorfeld kritische Töne von etlichen JU-Vertretern insbesondere aus Bayern und so versprach der Deutschlandtag mit den vielen prominenten CDU-Gästen eine offensive Auseinandersetzung mit dem Wahlergebnis und den anstehende Koalitionsverhandlungen.
...und mit Hermann Gröhe, dem damaligen JU Vorsitzenden beim DLT 1991
…und mit Hermann Gröhe, dem damaligen JU Vorsitzenden beim DLT 1991
Als ehemaliger Bundesgeschäftsführer werde ich jedes Jahr zu den Deutschlandtagen eingeladen und war in diesem Jahr gerne einmal wieder dabei. Verglichen mit den Deutschlandtagen zu meiner Zeit ist das ganze inzwischen sehr professionell geworden und ähnlich im Ablauf wie die Bundesparteitage. Bedingt dadurch, dass Angela Merkel noch nicht viele größer öffentliche Auftritte nach der Wahl hatte, gab es ein riesengroßes Medieninteresse – allein 150 Journalisten und zig Fernsehteams sorgten für bundesweites Interesse. Angela Merkel schaffte es mit ihrer Rede die Mehrheit der Jungunionisten zu überzeugen indem sie unter anderem der Forderung der JU zustimmte, dass ein möglicher Koalitionsvertrag von einem Sonderparteitag der CDU diskutiert und beschlossen werden muss. Ob es soweit kommt ist allerdings noch offen. Dazu muss es heute erst einmal eine Verständigung mit der CSU geben und danach mit den anderen Jamaika-Partnern. Der SPD sprach Merkel mittelfristig die Koalitionseignung ab und auch Neuwahlen erteilte sie eine Absage. Mich hat Angela Merkel einmal mehr mit ihrer ruhigen Art beeindruckt. Als weitere prominente Besucher hatte die JU Thomas de Maiziere, Alexander Dobrindt, Annegret Kramp-Karrenbauer, Günther Oettinger, Stanislaw Tillich und Jens Spahn zu Gast. Inhaltlich war besonders der Freitagabend von der Diskussion um die Dresdner Erklärung geprägt. Ich bin gespannt, wo die politische Diskussion der nächsten Wochen hingehen wird, aber ich bin mir sicher, dass sich die Junge Union dabei immer wieder einbringen wird. Deshalb bin ich auch immer wieder gerne bei der JU zu Gast – auch wenn meine aktive JU-Zeit nunmehr schon 16 Jahre zurück liegt. Bilder vom Deutschlandtag Position des Thüringer JU Landesvorsitzenden  

Terminkonflikte

Die Drachen auf der Erfolgsspur
Die Drachen auf der Erfolgsspur
Jetzt beginnt wieder die Zeit, in der an den Wochenenden so viele sportliche Termine anstehen, dass es schwierig wird sich zu entscheiden. Dabei geht es weniger um die eigenen Sporttermine, die kann ich immer noch hin und her schieben. Das Fitnessstudio am Johannesplatz hat lange Öffnungszeiten und auch Squashpartien gehen noch spät am Abend. Da wir in Erfurt gleich mehrere Mannschaftssportarten haben, bei denen ich gerne die Spiele verfolge, muss ich mich im Zweifelsfall entscheiden. Die Footballsaison ist schon vorbei – letzte Woche das NFL-Spiel war der Höhepunkt des Jahres. Jetzt folgt nur noch der Germanbowl und Anfang nächsten Jahres der Weg zum Superbowl. Regelmäßig finden nun wieder Spiele der Black Dragons und der Oettinger Rockets statt. Zwischen Eishockey und Basketball ist es keine einfache Entscheidung. Heute Abend haben die Black Dragons gesiegt – erst indem ich mich für das Eishockeyspiel der Black Dragons gegen die Harzer Falken entschieden habe und dann mit einem 6:0 Sieg. Ab kommender Woche spielen dann unsere Mädels wieder in der 1. Volleyballbundesliga – aber das ist gar keine Frage, ihre Spiele haben immer die höchste Priorität 😉