The next generation

Drei Generationen
Drei Generationen
Unsere große Familie ist wieder größer geworden und am meisten hätte sich meine Mutter darüber gefreut. Sie war immer stolz auf ihre große Familie mit vier Kindern, 11 Enkeln und neun Urenkeln. Seit Mittwoch sind es 10 Urenkel. Wir freuen uns über die größer gewordene Familie. Mein ältester Sohn Maximilian und seine Sarah haben mich mit Marie Charlotte gestern Abend zum Opa gemacht und ich bin sehr glücklich darüber. Alles Gute für euch! Ab sofort wird kein graues Haar mehr ausgerissen, sondern ich trage es als Opa mit Stolz. Heute haben wir die kleine Prinzessin im Helios-Klinikum besucht.

Resolution des Erfurter Stadtrates „Gesicht zeigen für ein weltoffenes Erfurt!“

In der Stadtratssitzung am 14.6.2017 hat der Stadtrat fraktionsübergreifen seine Position zu rechtsextremen Aktivitäten in einer Resolution formuliert. Der Fraktionsvorsitzende der CDU Michael Panse erklärt dazu: “In Erfurt darf kein Platz für Extremisten sein, deshalb unterstützt die CDU-Stadtratsfraktion die gemeinsame Resolution der Stadtratsfraktionen.” Resolution des Erfurter Stadtrates „Gesicht zeigen für ein weltoffenes Erfurt!“ – 14.06.2017 Am Sonnabend den 01.07.2017 plant die neonazistische Partei „Die Rechte“ durch Erfurt zu marschieren. Die Neonazis rechtfertigen und verherrlichen die verbrecherische NS-Politik, in deren Kontinuität sie stehen. Sie stehen für rassistische Gewalt und Ausgrenzung gegenüber allen Andersdenkenden. Diesem Ansinnen gegenüber können und wollen wir als Demokratinnen und Demokraten nicht die Augen verschließen! Wir, die Vertreterinnen und Vertreter der im Erfurter Stadtrat vertretenen demokratischen Parteien, bekräftigen daher abermals: Erfurt ist kein Platz für jene, die rassistischen Hass und fremdenfeindliches, neonazistisches Gedankengut verbreiten. – Die Landeshauptstadt ist bunt, sie ist vielfältig und weltoffen. Wir leben in einer toleranten Stadt, die sich gegenüber Flüchtlingen und Hilfsbedürftigen solidarisch zeigt und diese unterstützt. Darauf sind wir stolz und dafür treten wir ein. Jugendorganisationen, Vereine und Verbände der Erfurter Zivilgesellschaft haben am 01.07.2017 in der gesamten Innenstadt Kundgebungen angemeldet, um sich dem völkischen und gewaltverherrlichenden  Spuk entgegenzustellen. Bunt, friedlich und entschlossen wird  die demokratische Stadtgesellschaft gegen Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit Widerstand leisten. Als Erfurter Stadtrat werden wir ab 10:00 Uhr auf einer öffentlichen Sitzung der Stadtratsmitglieder auf dem Fischmarkt Gesicht zeigen. Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger  auf, sich den friedlichen Protesten anzuschließen.

Stadtrat mit Begleitprogramm

Demo vor der Stadtratssitzung
Demo vor der Stadtratssitzung
Inzwischen gibt es zu jeder Stadtratssitzung eine Demonstration. Allerdings zeigen sich die Kollegen von Rot-Rot-Grün meist davon unbeeindruckt. Auch gestern gelang es den Schüler und Eltern aus Kerspleben nicht, die Stadtratsmehrheit von Rot-Rot-Grün zu überzeugen. Das Fazit der Stadtratsdiskussion: Die Regelschule in Kerspleben kann dieses Jahr nicht mehr mit der Umwandlung in eine Gemeinschaftsschule starten. Bedauerlicherweise wurde unser CDU-Antrag durch eine rot-rot-grüne Mehrheit in der Stadtratssitzung abgelehnt und damit eine Gründung für das kommende Schuljahr verhindert. Unser Dank gilt den Lehrern und Eltern, die sich ehrenamtlich ein Jahr lang mit dem Schulkonzept befasst haben und wir werden hartnäckig bleiben! Ein weiteres wichtiges Thema zu Beginn der Stadtratssitzung war das Verfahren zum Sozialticket. Ohne Beratung in den zuständigen Gremien und mit den Erfurter Verkehrsbetrieben (EVAG) haben die Linken gefordert künftig das Sozialticket auch über Automaten zu verkaufen. Ob und wie lange die Anspruchsgrundlage zum Kauf eines Sozialtickets geprüft wird blieb offen, ebenso wie die Frage, wer das Verfahren bezahlen soll. Die CDU-Fraktion hat den ursprünglich vom Oberbürgermeister eingereichten Antrag und den Änderungsantrag der Fraktion DIE LINKE zum Verfahren Sozialtickt in der Stadtratssitzung abgelehnt. Neben der grundsätzlichen Kritik am Sozialticket kritisierten wir auch den von den Linken nachgeschobenen Ergänzungsantrag. Damit soll die EVAG verpflichtet werden, ein Sozialticket auch über elektronische Abokarten anzubieten. „Der Antrag der Linken hätte zuvor in einem zuständigen Gremium diskutiert werden müssen – vor allem aber mit der EVAG. Die EVAG ist ein wirtschaftliches Unternehmen und kein volkseigenes Kombinat“.

Jahresempfang CDU-Landtagsfraktion 2017

Volles Haus - gute Stimmung!
Volles Haus – gute Stimmung!
Jedes Jahr werden es mehr. Die Jahresempfänge der CDU-Landtagsfraktion haben Jahr für Jahr mehr Besucher. Prominente Redner aus der Bundespolitik haben in jedem Jahr für ein volles Haus gesorgt. Allerdings kommen die vielen Besucher nicht nur, um Reden zu hören, sondern auch um sich miteinander auszutauschen. Gestern Abend waren es mit 3.000 Gästen so viele Besucher, wie noch nie zuvor. Nach dem hessischen Ministerpräsident Volker Bouffier und im Folgejahr Julia Klöckner war es in diesem Jahr unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel höchst selbst, die mit ihrem Hubschrauber „Superpuma“ nach Erfurt kam. Denkbar knapp war der Zeitplan – gut eine Stunde war Angela Merkel in der Messe und sprach eingerahmt von zwei Reden unsres Fraktions- und Landesvorsitzenden Mike Mohring. Der große Zuschauerzuspruch brachte den großen Saal der Messe an die Grenze. Wenn es so weiter geht, wird die Landtagsfraktion die Kapazitäten erhöhen müssen oder irgendwann Open Air tagen – allerdings sicher nicht in der Multifunktionsarena. 3.000 geladene, angemeldete und anwesende Gäste sind eine beeindruckende Zahl. Wenn wir mit dieser Kraft in den Wahlkampf gehen mache ich mir keine Sorgen und Angela Merkel wird mit dem Luther-Füller, den ihr Mike Mohring am Ende ihrer Rede schenkte, den nächsten Koalitionsvertrag unterzeichnen. Bericht im MDR    

Flughafenfest 2017

Weltmeister Matthias Dolderer
Weltmeister Matthias Dolderer
Tollkühne Männer in fliegenden Kisten begeistern regelmäßig zum Flughafenfest viele Besucher. Wie bereits vor zwei Jahren war ich auch in diesem Jahr wieder gerne beim Flughafenfest des Airports Erfurt-Weimar dabei. Trotz hochsommerlicher Temperaturen waren es am Samstag 4.000 und heute über 6.000 Besucher, die die vielen Angebote nutzten und das fliegerische Können bewunderten. Hauptact war an beiden Tagen die Flugshow des Red-Bull-Airrace-Weltmeisters Matthias Dolderer. Unser SWE Volley-Team hatte ebenfalls Großeinsatz am Wochenende. Die Jüngsten habe ich beim Magdeburger-Allee-Fest getroffen und die etwas Älteren waren am Flughafen mit Netz und Bällen sowie unserem Riesenball präsent und animierten zu Bewegung. Das war nicht ganz einfach, weil zumindest heute eher Abkühlung gefragt war. Bevor es zum Flughafenfest ging, hatten wir das aber schon erledigt. Der Fahrtwind beim Motorrad fahren hat nicht ausgereicht – das Wasser des Nordstrandes aber schon. Nachdem ich vor zwei Wochen mit meinem jüngsten Sohn bereits die Wasserski-Saison am Leonberger See eröffnet hatte, war ich dieses Mal mit dem Älteren auf dem Wasser. Jonas dreht inzwischen seine Runden auf dem Wakeboard. Ich werde allerdings im “fortgeschrittenen Alter” nicht mehr umsatteln. Seit über 35 Jahren fahre ich Wasserski und dabei bleibt es auch. Eine sportliche Herausforderung ist es allemal. Heute bin ich 30 Runden gefahren und mir sicher, dass ich den Muskelkater morgen spüren werde. Bilder vom Flughafenfest Bilder vom Wasserski  

1275 Jahre Erfurt

Festakt im Rathaus
Festakt im Rathaus
Mindestens 1275 Jahre ist Erfurt nun und wahrscheinlich noch viel älter. Die erste urkundliche Erwähnung verdanken wir Bonifatius und er beschrieb den Ort, an dem Heiden lebten in einem Schreiben. Bonifatius war als Missionar in Europa unterwegs und in Erfurt fällte er die Donareiche und bekehrte die Heiden zum christlichen Glauben. Er gründete 742 ein Bistum in Erfurt. Auf einem der Gemälde im Festsaal des Rathauses ist diese Gründungsepisode der Stadt festgehalten. Heute Abend wurde das 1275 jährige Jubiläum mit einem Festakt im Rathaus gefeiert. Schauspieler der Schotte illustrierten die 9 Gemälde des Rathauses und erzählten dabei die Stadtgeschichte. Vor dem Festakt wurde auf einem der beiden Rathausportale die Statue von Bonifatius enthüllt. In den letzten Wochen hatte es darum heftige Diskussionen gegeben. Jetzt ist das Thema entschieden und am 10. November wird die zweite Statue mit Martin Luther folgen. Eingebettet war der heutige Abend gleich in eine Reihe von Veranstaltungen. Nach dem obligatorischen Squash-Spiel am Nachmittag ging es zur Geburtstagsfeier des Ratsgymnasiums. Vor genau 25 Jahren wurde das Evangelische Ratsgymnasium gegründet und dies wurde mit einem Festgottesdienst in der Predigerkirche gefeiert. 18920690_10212744722083632_4012586784045968823_nAm späten Abend war ich bei unserem Fanclub, den Monsterblockern, und wir haben über die Vorbereitung der nächsten Saison gesprochen. Neben einem neuen Trainer werden wir auch viele neue Spielerinnen in Erfurt begrüßen können und der Fanclub will sich da von Anbeginn intensiv engagieren. Klasse und vielen Dank dafür. Politisch geprägt war der heutige Tag aber auch. Am Vormittag hatte das Verfassungsgericht das Vorschaltgesetz der Gebietsreform gekippt. Rot-Rot-Grün erklärte danach trotzig weiter machen zu wollen, der politische Streit bleibt da wohl auch in den kommenden Wochen. Die TA titelte heute bezüglich unserer Mitgliederversammlung am Mittwoch über einem Artikel “Panse bleibt Chef bei Schwarz-Weiß”. Richtig müsste dies natürlich heißen beim SWE Volley-Team e.V., den das Schwarz-Weiß Erfurt Volleyteam ist natürlich der Name unserer Bundesliga GmbH. Angesichts der politischen Ereignisse des Tages bin ich trotzdem lieber Chef von Schwarz-Weiß als von Rot-Rot-Grün 😉  

Nachwuchsarbeit und Bundesliga

Die Saisonbroschüren der letzten sieben Jahre
Die Saisonbroschüren der letzten sieben Jahre
Beide Seiten der Medaille stehen im Mittelpunkt unserer Vereinsarbeit beim SWE Volley-Team e.V. und dies nun schon seit Jahrzehnten. Die Traditionslinie begann schon in den 80ger Jahren als BSG Braugold Erfurt. Damals entstand der Verein als Betriebssportgemeinschaft und schaffte es bis in die DDR-Liga. 1990 erfolgte die erste Umbenennung in TuS Braugold und im Jahr 2004 in SWE Volley-Team. Bei unserer heutigen Mitgliederversammlung konnten wir die Bilanz der letzten Saison präsentieren und haben einen neuen Vorstand gewählt. In diesem Jahr können wir 20 Jahre Bundeliga feiern. Solange ist unsere erste Mannschaft schon durchgängig in der 1. oder 2. Bundesliga vertreten. In der kommenden Saison geht es in die vierte Erstligasaison der Vereinsgeschichte und unser Ziel ist es uns in der ersten Liga festzusetzen. Dies dominiert die Vorstandsarbeit, auch wenn wir bereits vor zwei Jahren den Bundesligaspielbetrieb in eine hundertprozentige Vereinstochter GmbH dem Schwarz-Weiß Erfurt Volleyteam ausgelagert haben. Ebenso wichtig ist uns aber die Nachwuchsarbeit. 136 Mitglieder hat unser Verein und unsere Mädels spielen in allen Nachwuchsspielklassen. Sie konnten beachtliche Erfolge erringen. Die U20 und die U16 haben sich jeweils für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert. Vier Meistertitel, ein Vizemeister und ein dritter Platz ist die Bilanz bei den Thüringenmeisterschaften. Gerade erst waren sechs Spielerinnen des Vereins bei den Schulweltmeisterschaften im Beachvolleyball auf Tahiti. Die Jüngsten U14 erreichten einen 5. Platz und die U16-Mädels kletterten mit einem dritten Platz sogar aufs Treppchen. Das alles klappt nur, weil wir ein tolles Team haben, denen ich ausdrücklich danken möchte. Neben meinen Vorstandskollegen sind es viele ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter und Übungsleiter, Eltern, Sponsoren und Unterstützer, die dies alles ermöglichen. Seit 14 Jahren bin ich jetzt Vereinspräsident und ich danke der Mitgliederversammlung, dass ich auch die nächsten zwei Jahre unseren Verein mit einem engagierten Vorstandsteam führen darf.

Geschönte Zahlen bei Zooparkbesuchern

Panse fordert erneut Hoyers Rücktritt Mit Erschrecken nimmt CDU-Fraktionschef die jüngsten Meldungen zur Erfassung der Zooparkbesucher auf. Offenbar wurden die Besucherzahlen in den letzten Jahren bewusst schön gerechnet. Auch auf Nachfrage der CDU-Fraktion wurden diese Zahlen von der zuständigen Beigeordneten Kathrin Hoyer wiederholt unter Einbeziehen unrealistischer und unüberschaubarer Berechnungsmethoden der Öffentlichkeit und dem Stadtrat dargestellt. Damit fehlen nachvollziehbare Informationen. Die CDU-Fraktion fordert daher erneut Hoyers Rücktritt. Es sei zu hinterfragen, wie lange sich der Oberbürgermeister dieses Drama noch ansehen will, ohne einzuschreiten. „Der lapidare Umgang der Beigeordneten mit den ihr anvertrauten Aufgaben ist inzwischen hinlänglich bekannt. Der Zoopark gehört ebenfalls dazu und ist damit ein weiterer Fall in der Reihe ‚Pleiten, Pech und Pannen‘. Dass sie immer noch in ihrem Amt ist und der Oberbürgermeister sie trotz allem gewähren lässt, ist ein Skandal“, kritisiert Panse. Dabei erinnert er an die Mehrkosten beim Elefantenhaus und die Schließung des Aquariums sowie darüber hinaus an die Multifunktionsarena. Die Weise, wie Hoyer an dieser Stelle versucht, die „geschönten Zahlen“ im Vergleich mit anderen Zoos noch zu rechtfertigen, sei demnach an Unverfrorenheit kaum zu überbieten. „Mich empört besonders, dass diese Praxis offensichtlich seit Jahren der Beigeordneten bekannt war. Dennoch wurde bei Forderungen nach Fördermitteln oder Stadtratsvorlagen, die höhere Eintrittspreise rechtfertigen sollten, mit diesen getürkten Zahlen argumentiert“, kommentiert Panse weiter. Um den Übergang nicht zu drastisch zu gestalten, wurden für 2015 Jahreskarten nur noch mit dem halben Faktor berechnet, hieß es am 7. Juni in der TA und in der TLZ mit Bezug auf Aussagen der Beigeordneten. Dies belegt, dass sich Hoyer sehr wohl der schlechten Entwicklung bei den Besucherzahlen bewusst war. Sie hat diese scheinbar wissentlich dem Stadtrat verschwiegen. Die CDU befürchtet fortlaufende Kollateralschäden durch Hoyers Agieren. „Das Schönreden von Fehlern, die sie zu verantworten hat, muss ein Ende haben. Permanent wird die Schuld auf andere geschoben, wie jüngst bei der Schließung der Dauerausstellung im Volkskundemuseum. Auch der Stadtrat muss gelegentlich als Sündenbock herhalten. Hinsichtlich der Hoyer-Meldungen erinnert der regelmäßige Blick in die Zeitung vielmehr an den Film ‚Täglich grüßt das Murmeltier‘ bezüglich des Verantwortungsbereichs von Frau Hoyer. Sie bietet keine Lösungen bei Problemen, sondern ist Teil und Verursacherin vieler Probleme im Rathaus. Sie kann den ihr unterstellten Verantwortungsbereichen am besten nützen, indem sie zurücktritt“, erklärt Panse abschließend.

Der Druck und der Sanierungsstau an Schulen steigen weiter

Das Werk von KOWO und Stadtverwaltung
Das Werk von KOWO und Stadtverwaltung
Immerhin rund ein Drittel der Stadtratsmitglieder waren heute Abend bei einer gemeinsamen Sonderausschusssitzung zur Vorstellung des Ergebnisberichts “Schulen” im Finanz- und Bildungsausschuss. Bereits 2015 wurde die Verwaltung durch den Stadtrat beauftragt den Bericht zu erstellen – nun nach zwei Jahren liegen 319 bedruckte Seiten vor. Die ernüchternde Bestandsaufnahme für die 81 kommunalen Schulgebäude und 45 Schulsporthallen benennt einen hohen Sanierungsbedarf insbesondere bei den Typenbauten. 406 Millionen Euro beträgt der aktuelle Sanierungsbedarf. Bei einem Sanierungszeitraum von 10 Jahren werden es 450 Millionen, bei 20 Jahren wären es 520 Millionen. Zugleich rechnet die Verwaltung (jetzt) mit einem Schülerzuwachs von 20 Prozent in den nächsten Jahren. Es befremdet, dass diese Zusammenstellung erst jetzt kommt, als ob die Missstände nicht schon seit Jahren bekannt wären. Auch der Schülerzuwachs ist keine neue Botschaft. Das haben wir in den Kitas seit vielen Jahren nach den steigenden Geburtenzahlen erlebt – logisch, dass die Kinder alle irgendwann im schulpflichtigen Alter ankommen. Mich irritiert, dass die Verwaltungsspitze einschließlich des Oberbürgermeisters und der zuständigen Beigeordneten erst jetzt auf die Idee kommt, das Thema zu bearbeiten. Der zuständige Amtsleiter hat schon vor mehreren Jahren darauf hingewiesen, dass Erfurt bis zu fünf Schulneubauten braucht. Wenn man sich dann ansieht, was um den notwendigen Neubau in Hochheim, die Sanierung in Vieselbach oder die Stärkung des Schulstandorts Kerspleben immer noch für ein Gezerre gibt, zweifelt man, ob die Signale nun endlich angekommen sind. Von einem Finanzierungskonzept sind wir nach wie vor weit entfernt. Zu dem vom Oberbürgermeister theatralisch angekündigten Gespräch mit den Fraktionsvorsitzenden gibt es keinen Termin. Aber immerhin werden die Verantwortlichen nun das Thema nicht mehr ohne einen Lösungsvorschlag vom Tisch bekommen.

Begegnungszone mit Gefährdungspotential?

Von oben betrachtet sieht der Anger gut aus...
Von oben betrachtet sieht der Anger gut aus…
Eigentlich sollten die zentralen Plätze der Stadt ein Aushängeschild sein. Sie sollten Besucher begrüßen, Touristen begeistern und von den Einheimischen als Zentren angenommen werden. Viele der Erfurter Plätze erfüllen diese Kriterien. Der Bahnhofvorplatz ist der erste Anlaufpunkt für Bahnreisende und der Domplatz mit täglich vielen Bussen und dem Parkhaus ist es für viele motorisierte Besucher. Gemeinsam sind Touristen den ganzen Tag in der Stadt mit Einheimischen unterwegs und sammeln dabei positive und negative Erfahrungen mit der Begegnungszone. Positiv ist zweifellos der ÖPNV in Erfurt zu bewerten. Im Minutentakt sind Bahnen der EVAG unterwegs und kreuzen auf dem Anger. Der Fischmarkt vor dem Rathaus ist schön geworden und der Wenigemarkt ebenso. Dazwischen gibt es den Benediktsplatz. Wenn die Rathausbrücke fertig saniert ist sind die drei Plätze wieder direkt verbunden. Nicht nur bei schönem Wetter sind viele Touristengruppe und Einheimische auf dem Anger unterwegs. Leider häufen sich da inzwischen negative Erfahrungen. Manche Erfurter meiden den Platz zumindest in den Nachtstunden und heute hat die Polizei Alarm geschlagen. Der Anger könnte das zweifelhafte Etikett “Gefährlicher Ort” bekommen. Damit würde er der Magdeburger Allee und dem Bahnhofsvorplatz folgen. Den Orten gemein scheint zu sein, dass dort viele Straftaten zu verzeichnen sind. Bevor es soweit kommt, sollten sich Stadt und Land dringend an einen Tisch setzen und Lösungsmöglichkeiten besprechen. Ich bin mit meiner CDU-Stadtratsfraktion verärgert und befremdet darüber, dass dieser schleichende Prozess stattfindet und die Stadt völlig inaktiv bleibt. Vor Jahren warben die Jusos mit dem zweifelhaften Slogan “Erfurt schön saufen” und mit Grünen und Linken für akzeptierende Ansätze in der Drogenarbeit. Beides trägt nun Früchte. Alkoholkonsumenten trifft man auf dem Anger rund um die Uhr und spätestens wenn sie in Gruppen auftreten wird es unerfreulich. Hinzugekommen ist nach Einschätzung der Polizei ein zunehmender Drogenhandel. Begünstigend wirkt, dass die Durchsetzung der Stadtordnung häufig nur bis zu den Falschparkern reicht, aber nicht in die Fußgänger- und Begegnungszone. Wir haben vor Jahren leider vergeblich die Einrichtung einer Anger-Polizeiwache gefordert. es ist Zeit dieses Thema erneut mit dem Land zu diskutieren. Was die Stadt dazu beitragen kann, dass der Anger wieder zur lebens- und liebenswerten Begegnungszone wird, werden wir im Stadtrat thematisieren.