Arena-Desaster: Bausewein agiert kopf- und verantwortungslos

Die CDU Kreisvorsitzende Marion Walsmann, MdL und der CDU Fraktionsvorsitzende Michael Panse erklären zur Diskussion um Rot-Weiß-Erfurt bei einer gemeinsamen Klausurtagung des CDU-Kreisvorstandes und der CDU-Stadtratsfraktion: „Wir fühlen uns von Oberbürgermeister Bausewein angelogen. Unser Stadtoberhaupt agiert kopf- und verantwortungslos. Auch RWE muss jetzt erfahren, dass man sich auf das Wort des Oberbürgermeisters nicht verlassen kann. Die Stellungnahme von Rot-Weiß Erfurt lässt die Diskussion um die Finanzen des Fußballvereins in einem neuen Licht erscheinen. Eine Verhandlung über die Höhe des Pachtvertrages hätte zwischen RWE und der Arena GmbH geführt werden müssen. Der vom OB vorgeschlagene direkte Zuschuss aus dem städtischen Haushalt ist rechtlich im Rahmen der vorläufigen Haushaltsführung gar nicht möglich. Mit seinem Vorschlag am 22. Februar hat Oberbürgermeister Bausewein auch mit RWE ein übles Spiel getrieben. Der OB hat zudem mit sehendem Auge in Kauf genommen, dass die Erfurterinnen und Erfurter durch den Haushalt den Verein mitfinanzieren. Der Oberbürgermeister trägt die Verantwortung für das Arena-Desaster, da er sich von Anfang an für das Projekt und die Finanzierung eingesetzt hat. Das Finanzkonstrukt ist jetzt endgültig gescheitert. Ohne die Spiele von Rot-Weiß Erfurt sind die Auflagen für die Förderungen der EU kaum erfüllbar: Rückzahlungen in Millionenhöhe drohen. Es ist eine gefährliche Abhängigkeit zwischen der Zukunft der Arena und der Zukunft des Vereins entstanden. Am Ende dürfen nicht kleine Sportvereine, Schulkinder und Steuerzahler die Zeche für Bauseweins Fehleinschätzungen zahlen. Der OB muss sich umgehend öffentlich zu den Vorwürfen äußern und alle Fakten auf den Tisch legen. Danach entscheiden wir, ob ein Sonderstadtrat zur Aufklärung notwendig ist.“

RWE-Diskussion mit heftiger Wende

Verantwortung?
Verantwortung?
Täglich grüßt das Murmeltier – oder kein Tag ohne RWE in den Nachrichten. Ich räume dabei ein, mir wären sportlich positive Schlagzeilen lieber als die leidige Finanzdiskussion. Vielleicht klappt es ja morgen beim Spiel in Paderborn oder nächste Woche beim Heimspiel gegen Osnabrück. Heute war es eine sehr überraschende Meldung, die Mittags durch die Medien ging. Sie wird für heftige Diskussionen sorgen. Per Pressemitteilung verlautbarte RWE, dass man auf den avisierten 600.000 Euro-Zuschuss verzichten werde und stattdessen wieder über die Pachthöhe und die Nebenkosten mit der Arena GmbH verhandeln will. Bis zum 1. April muss ein unterschriebener Vertrag dazu zu den Lizenzunterlagenhinzugefügt werden. Bemerkenswert an der Pressemitteilung von RWE finde ich die Aussagen zum bisherigen Verlauf der Verhandlungen. Am 22. Februar hat danach RWE in Vertretung der Führungsetage bei Oberbürgermeister Andreas Bausewein und Beigeordneten Alexander Hilge vorgesprochen und den Arena-Pachtvertrag diskutiert. Ich wusste über den Aufsichtsrat der Stadtwerke und aus einem Gespräch mit dem RWE-Präsidenten Rolf Rombach davon, dass dies strittig war. Problematisch scheinen zwei Dinge. Erstens scheint das Betreiberkonzept von zu optimistischen Annahmen auszugehen. Zweitens haben die verspätete Fertigstellung und die Mängel am Sicherheitskonzept erheblichen Einfluss auf die laufenden Kosten. Der Oberbürgermeister hielt das komplizierte Vertragsverhältnis des Pachtvertrags aber offensichtlich für nicht durchschaubar, geschweige denn für lösbar und brachte RWE auf einen anderen „Trip“. Er riet offensichtlich allen Ernstes RWE einen Zuschuss bei der Stadt in Höhe von 600.000 Euro zu beantragen. Er kündigte im Gespräch zudem an, dafür werben zu wollen. Dies zeugt von wenig Sach- und Fachkenntnis! Als Oberbürgermeister hätte er wissen können und wissen müssen, dass ein solcher Zuschuss während der vorläufigen Haushaltsführung (in der sich Erfurt bis zum Sommer befindet) gemäß § 61 ThürKO gar nicht möglich ist. Über zwei Wochen ließ er RWE in dem Glauben das ginge doch und wartete bis zum 7. März, bis er in einem Gespräch mit Rolf Rombach die Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat informierte. Zwei vertane Wochen, in denen kein Lösungsvorschlag erarbeitet wurde. Seit dem Gespräch mit den Fraktionsvorsitzenden häuften dann der Oberbürgermeister und die Fraktionsvorsitzendenkollegen von Grünen und Linken Hindernisse auf, um später die Schuld RWE in die Schuhe schieben zu können. Rücktrittsforderungen gegen die RWE-Führungsspitze wurden vom OB als Bedingung genannt und die vollständige Offenlegung aller Finanzunterlagen von den Linken. Der grüne Fraktionsvorsitzende erklärte sie würden RWE nicht unterstützen, weil Herr Rombach Frau Hoyer kritisiert habe (wie alle wissen: völlig berechtigt). Die Forderung des OB hilft für die Finanzsituation von RWE wenig – die Entlassung mehrerer Mitarbeiter würde Abfindungen kosten und noch keine Strukturen verändern. Den Rücktritt des Präsidenten zu fordern, halte ich für völlig verfehlt. Wer nur etwas Ahnung vom Erfurter Fußball hat, weiß dass es RWE nur noch wegen Herrn Rombach gibt! Ich sehe auch niemand, der sich in der jetzigen Situation den Hut aufsetzen würde. Für die Forderung sämtliche Bücher offenzulegen, habe ich nur zum Teil Verständnis. Als Vereinspräsident eines Bundesligisten weiß ich, dass dabei Lizenzunterlagen, Spielerverträge und Sponsorenverträge betroffen sind, die der Vertraulichkeit unterliegen. Einem ausgewählten Gremium kann man so etwas zugänglich machen, aber nicht dem Stadtrat in Gänze. Mein Eindruck ist, dass seit Dienstag eine unglaubliche Schaufensterveranstaltung von Seiten des OB geboten wird. Er will RWE jetzt die Schuld zuschieben, weil es keine einfache Lösung gibt! Statt öffentlicher Schuldzuweisungen hätte es einen lösungsorientierten Runden Tisch mit der Kommunalpolitik, Arena GmbH, RWE und den großen Sponsoren geben müsen. Drei Dinge müssen jetzt schnell geklärt werden: 1. Der Pachtvertrag mit RWE und der Arena GmbH muss zwei Kriterien erfüllen. Er muss sicherstellen, dass die Arena GmbH nicht in wirtschaftliche Schwierigkeiten kommt und zudem keine versteckte Subvention von RWE stattfindet (letzteres wäre problematisch bezüglich der Fördermittel beim Arena-Bau). 2. Der Pachtvertrag muss die hohen Nebenkosten berücksichtigen. Dass dies nicht vernünftig kalkuliert wurde, müssen sich beide Seiten zurechnen lassen. Optimistische Einschätzungen bei RWE (400.000 Euro Miete sind bezahlbar in der neuen Arena – war einmal die Anfangsdiskussion) vs. Mehrkosten für Security (aufgrund baulicher Mängel). 3. RWE muss verbindlich benennen, welche Mietzahlungen und Mietnebenkosten in der dritten und auch zweiten oder vierten Liga zahlbar sind. Bereits vor Wochen habe ich gefordert, dass die bestehenden baulichen Mängel (Zaun, Tor etc.) zu Lasten der Stadt abgestellt werden müssen. Dabei geht es immerhin um eine sechsstellige Summe. Aber die Stadt ist Eigentümer der Arena und damit ist es ihre Verantwortung! Es bleibt zudem ein großer “Stockfehler”, dass kein Pacht- oder Vormietvertrag geschlossen wurde, bevor der MFA-Bau losging. Ich erwarte vom Oberbürgermeister, dass er seiner Verantwortung für das Projekt gerecht wird. Er und seine Beigeordnete Hoyer haben einen großen Teil der Verantwortung für das schwierige Fahrwasser in dem sich nun alle befinden. Ich will von ihm Lösungsvorschläge und nicht Schuldzuweisungen und Ausreden!

CDU-Fraktion dankt Andreas Horn

CDU-Fraktionschef Michael Panse erklärt zur Wahl des neuen Beigeordneten für Bürgerservice und Sicherheit: “Andreas Horn hat fachlich überzeugt. Das hat auch das Ergebnis des ersten Wahlgangs gezeigt. Herr Horn hat aus allen politischen Lagern Zuspruch erhalten. Wir bedauern, dass die Wahl nicht auf unser Fraktionsmitglied und Vorsitzenden des Ausschusses für Ordnung, Sicherheit und Ortsteile Andreas Horn gefallen ist. Rot-Rot-Grün hat sich für Parteitaktik und gegen Sachkenntnis entschieden.” Panse erklärt dazu weiter: „Erst in einer knapp einstündigen Auszeit gelang es dem Oberbürgermeister mühsam seine links-links-grüne Koalition auf seinen persönlich motivierten Vorschlag einzuschwören. Die CDU-Fraktion hat Andreas Horn vorgeschlagen, weil er als Volljurist und als Ausschussvorsitzender beste Kompetenzen für das Beigeordnetenamt nachweisen konnte. Gleichzeitig ist er dafür bekannt, immer einen guten Draht zu den Ortsteilen und den Erfurter Feuerwehren zu haben.“ Die CDU-Stadtratsfraktion dankt Horn für seine Courage, sich trotz der bestehenden politischen Verhältnisse auf das nicht ganz einfache Amt zu bewerben. Damit hat nicht nur er, sondern auch die CDU-Fraktion den Willen zu aktiver Mitgestaltung in Erfurt gezeigt. Panse gratulierte abschließend dem vom Oberbürgermeister vorgeschlagenen Steffen Linnert zu seiner Wahl.

Stadtratsrückblick

Bei der Thüringen-Ausstellung war die Welt noch in Ordnung
Bei der Thüringen-Ausstellung war die Welt noch in Ordnung
Gesundheitlich angeschlagen – so lautet das Fazit dieser Woche. Seit dem letzten Wochenende ist es daher etwas ruhig auf der Homepage geworden. Das lag daran, dass nach der Messe und den Sportveranstaltungen des Wochenendes der Bumerang in Form einer aufziehenden Kehlkopfentzündung kam. Wichtigste Empfehlung meines Arztes – weniger reden und bei Sportveranstaltungen etwas emotionsloser. Beides ist schwer, aber notwendig. Um das erste Thema aufzugreifen sind etliche Termine ausgefallen und die Stadtratssitzung habe ich nur zeitweise und passiv verfolgt. Nachfolgend daher eine umfängliche “Aufarbeitung” auf Basis unserer Fraktionsgeschäftsstelle: Einzelhandel in Erfurt stärken In der Stadtratssitzung am Mittwoch standen zwei Punkte auf der Tagesordnung, die in der Diskussion beinahe den ganzen Sitzungsabend vereinnahmten. Es handelt sich dabei um die Ansiedlung des Sportartikelherstellers Decathlon im ehemaligen Praktiker-Baumarkt und einzelner kleinerer Umstrukturierungen im T.E.C. sowie um einen erneuten Antrag zur Erweiterung des Thüringenparks – bei dem es sich jedoch zunächst um einen Antrag zu einem Gutachten mit entsprechender Studie handelt. Besonders die Erweiterung des Thüringenpark ist Teilen des Erfurter Stadtrates durch alle Fraktionen hinweg ein Dorn im Auge. Es besteht die Annahme, dass insbesondere die Erweiterung von Einzelhandelszentren jenseits der Innenstadt den Handel im Stadtkern wiederum schädigen könnte. Die bisherigen Erfahrungen und Ängste mit dem Thüringenpark werden dabei teils auf das T.E.C. projiziert. Andere Stadträte wiederum sind der Auffassung, dass die Innenstadt und die äußeren Handelszentren sich besonders in Anbetracht des erstarkenden Onlinehandels zusammen tun müssten, da es immerhin um die eine Stadt Erfurt geht, und vielmehr Synergien entwickelt werden sollten. Zudem besteht die These, dass sich der Handel im Außenbereich und in der Innenstadt nicht zwingend das Wasser abgraben, sondern sich ergänzen, da nicht immer dasselbe Klientel angesprochen wird. Ganz in diesem wurde auch die Stadtratssitzung zu einem Abwägen über das Für und das Wider beider Positionen. Egal, ob man nun der einen oder andere Annahme folgt, Fakt ist, dass bestimmte Segmente, z.B. Marken und Angebote, sowohl in den Außenhandelszentren, als auch in der Innenstadt in Erfurt fehlen. Durch inzwischen gute Autobahnanbindungen sind potentielle Kunden eher geneigt, beispielsweise ins Nova Eventis zwischen Halle und Leipzig zu fahren, weil dort die Angebotslage deutlich besser ist. Die Frage, welche konkurrierende Wirkung andere Städte mit solchen Zentren auf Erfurt haben und wie der Erfurter Handel mit einer Stimme dem entgegenwirken könnte, blieb bisher sowohl ungestellt, als auch unbeantwortet. Fakt ist auch, dass die Innenstadt eine besondere Förderung braucht. Vielleicht muss man dazu nicht unbedingt die Außenbereiche einschränken, sondern vielmehr die Zuwendungen für die Innenstadt intensivieren. Die Lockerung von bürokratischen Hürden oder der Erlass von Gebühren wären beispielsweise ein erstes Entgegenkommen an den Handel der Innenstadt ohne die Außenbereiche in ihrer Entwicklung ausbremsen zu müssen. CDU-Stadtentwicklungsexperte Jörg Kallenbach schlug vor, sich für die Erweiterung der Parkplatzkapazitäten, z.B. am Hirschgarten, einzusetzen, um so die Innenstadtentwicklung voranzutreiben. Marion Walsmann sieht vor allem in der Bahnhofstraße ein Ausbluten des innerstädtischen Handels und geht sogar noch einen Schritt weiter. Sie fordert eine Aussetzung der Erfurter Begegnungszone, bis genügend Parkmöglichkeiten in der Innenstadt für die Bürger und Gäste vorhanden sind. Außerdem müssen noch mehr Anreize für einen lohnenden Innenstadthandel geschaffen werden. Walsmann betonte auch das Thema Sicherheit als Wohlfühlkriterium für die Innenstadt. Das Beispiel Bahnhofsstraße scheint sich demnach auf einem Kipppunkt zu befinden. „Die Bürger wollen ein Einkaufserlebnis und sich dabei sicher fühlen“, kritisierte Walsmann. „Bürger“ bzw. „Kunde“ ist an der Stelle das Stichwort. Was in der Diskussion nämlich bisher vernachlässigt wurde, ist eine Befragung der Kunden und wie deren Wünsche aussehen. Momentan würde man einseitig aus der Perspektive des Handels argumentieren, bemängelte Thomas Pfistner. Jörg Kallenbach mahnt insgesamt zu Sachlichkeit und unterstützt das Gutachten zum Thüringenpark gemäß des Verwaltungsantrages: „Um überhaupt zu ergründen, wie es beim Thüringenpark weitergehen kann, ist ein möglichst objektives Verfahren mit einem objektiven Gutachten durchzuführen, um am Ende eine objektive Entscheidung treffen zu können.“ Auch müsse man an die Menschen im Norden der Stadt denken, die um die Ecke im Thüringenpark einkaufen gehen, betonte Michael Hose mit Blick auf das geplante Gutachten. „Für den Thüringenpark brauchen wir einen Kompromiss.” Die CDU-Fraktion ist sich vor allem in dem Punkt sicher, dass der Onlinehandel wächst. Deshalb muss der Einzelhandel in Erfurt gestärkt, gefördert und unterstützt werden. Welche Schwerpunkte dabei für Erfurt zu setzen sind, wäre in den kommenden Diskussionen zu klären. Die beiden Vorlagen zum Umbau im T.E.C. und zum Gutachten zum Thüringenpark wurden mehrheitlich auf den Weg gebracht. Durch den Sportartikelanbieter im baulichen Bestand des T.E.C. und lediglich durch eine Studie zum Thüringenpark sieht die CDU-Fraktion zunächst keine Gefahr für die Innenstadt.

Finanzdesaster bei RWE

Es drohen leere Schränke in der MFA
Es drohen leere Schränke in der MFA
Rot-Weiss Erfurt wird uns in den nächsten Wochen kommunalpolitisch wieder heftig beschäftigen. Dabei geht es dieses Mal nicht um die sportliche Leistung – die ist schwierig genug. Dabei geht es auch nicht um die Multifunktionsarena – die ist schließlich mit allen Mängeln der Verantwortungsbereich der grünen Beigeordneten. Es geht dieses Mal schlichtweg um fehlendes Geld und dies hat auch mit den beiden ersten Punkten zu tun, aber eben nicht nur. Fakt ist: RWE hat über 5 Millionen Euro Schulden. Das ist nicht neu, sondern schon sehr lange so. Einige der Verbindlichkeiten sind schon über 15 Jahre alt und andere relativ neu (wie die Genussscheine). Leider schafft es RWE nicht von diesen Verbindlichkeiten runter zu kommen. Dafür gibt es viele Gründe. Hauptgrund sind fehlende Einnahmen. Zuschauerzahlen unter dem geplanten Durchschnitt, zu wenig neue Sponsoren und die über nunmehr viele Jahre verpasste Pokalteilnahme tun ein Übriges. Mit der neuen MFA sind nicht die erhofften Mehreinnahmen hinzugekommen, sondern zunächst Mehrausgaben. Regelmäßig im März müssen die Vereine ihre Lizenzunterlagen einreichen und dabei muss die Leistungsfähigkeit für die kommende Saison belegt werden. RWE fehlen für die kommende Saison rund 650.000 Euro, um eine Lizenz zu erhalten. Gestern Abend hat der Oberbürgermeister gemeinsam mit Rolf Rombach, dem RWE Präidenten, die Fraktionsvorsitzenden darüber informiert. Der RWE-Wunsch, die Stadt möge rund 650.000 Euro zur Verfügung stellen, wird für heftige Diskussionen sorgen. In Chemnitz und Dresden gab es dies auch schon und eine handvoll anderen Drittligavereine sind in einer ähnlichen Situation.
Keine sonnigen Tage in der MFA
Keine sonnigen Tage in der MFA
Bereits bei der Diskussion zur MFA und der Vertragsgestaltung zwischen Arena GmbH und RWE habe ich auf das Problem im Stadtrat hingewiesen. RWE ist in der 3. Liga und auch nach einem Aufstieg in die 2. Liga (zumindest im ersten Jahr) wirtschaftlich nicht in der Lage, die ursprünglich avisierte Miete zu bezahlen. Aber das wollte vor lauter MFA-Begeisterung damals niemand hören. In den kommenden Tagen werden sich die Stadtratsfraktionen ein Meinungsbild schaffen und der Oberbürgermeister will dem Vernehmen nach einen Vorschlag unterbreiten. Voraussichtlich am 29. März soll der Stadtrat eine Entscheidung treffen und am Vortag der Finanz- und Sportausschuss beraten. Neben den völlig ungewissen Mehrheiten gibt es dabei etliche Probleme. Erfurt hat derzeit keinen Haushalt und befindet sich in der vorläufigen Haushaltsführung. Jede während dieser Zeit bewilligte nennenswerte Ausgabe muss nicht nur gedeckt sein, sondern auch vom Landesverwaltungsamt abgesegnet werden. Ob somit bis zum 1. April ein lizenzrelevanter Beschluss gefasst werden kann, erscheint fraglich. Mich ärgert sehr, dass der Oberbürgermeister schon seit einer Woche von dem Thema weiß, aber erst gestern in einer vertraulichen Sitzung die Fraktionsvorsitzenden informiert und sich er sich ebenso wie RWE zugleich an die Presse gewandt hat. Einen konkreten Vorschlag hat er uns hingegen nicht unterbreitet. Die CDU-Stadtratsfraktion wird sich am kommenden Wochenende zu einer bereits länger geplanten Klausurtagung (u.a. mit dem Thema Haushalt) treffen. Dabei werden wir auch das Thema RWE besprechen. Bereits jetzt ist absehbar, dass in unserer Fraktion das Meinungsspektrum dazu sehr breit ist. Ich persönlich neige dazu eine Lösung (wenn es eine vernünftige ist) zu unterstützen.

Drei Niederlagen in Folge

Bei den Drachen
Bei den Drachen
Wieder einmal war es nicht das Wochenende der Erfurter Vereinsportarten – aber die Niederlagen kamen jeweils unterschiedlich beim Publikum an und wurden einmal sogar gefeiert. Gleich drei Mal gab es eine 1:3 Niederlage und ein Mal ein 1:2 – allerdings einmal dennoch mit einem Happy-End. Freitag Abend ging es schon los. Mit meinem Kurzen war ich beim Eishockey. Zum vorletzten Spiel der offiziellen Saison waren die Hannover Indians in Erfurt zu Gast. Um ganz sicher in die Pre-Playoffs zu kommen musste ein Punkt her. Dies gelang leider nicht, aber da Rostock in Berlin verlor, war die Entscheidung vertagt. Das 1:2 war zu verschmerzen und mein Sohn trotzdem begeistert, weil wir danach noch in die Schiedsrichterkabine duften und er den Spielpuck mit Heim nehmen durfte. Samstag Mittag waren wir dann bei Rot-Weiss im Steigerwaldstadion. Immerhin über 7000 Zuschauer waren dabei – allerdings bis auf die Gäste, alle am Ende restlos bedient. 1:3 stand gegen den Aufsteiger Zwickau auf der Anzeigetafel. Das gleiche Ergebnis gab es am Abend für unser Schwarz-Weiss Erfurt Volleyteam im letzten Saisonspiel gegen Wiesbaden. Aber da feierten die rund 500 Besucher den Satzgewinn unserer Mädels und hoffen sie in der nächsten Saison in der 1. Liga wieder zu sehen. Sonntag Abend blieb dann nur der Live-Ticker. Die Drachen waren zum Rückspiel in Hannover während Rostock gegen Preussen Berlin spielte. Erfurt verlor 1:3 und alles hing am Ergebnis in Rostock. Statt einem Sieg stand es am Ende der regulären Spielzeit nur 3:3 und das 4:3 in der Overtime half nicht mehr, da Rostock damit den entscheidenden Punkt verloren hatte. Somit werden die Drachen am kommenden Wochenende die Pre-Playoffs gegen Halle spielen. Sonntag – 16 Uhr – Eishalle – ein Pflichttermin für alle Eishockeyfans!  

Saisonfinale

Dank an die Fans
Dank an die Fans
Unsere dritte Erstligasaison ist Geschichte. Leider endete sie für unser Schwarz-Weiss Erfurt Volleyteam wieder mit dem sportlichen Abstieg. Dennoch sind wir mit der Saison nicht unzufrieden, weil es gelungen ist eine solide wirtschaftliche Basis zu schaffen. Damit gibt es die berechtigte Hoffnung auch in der kommenden Saison wieder erstklassig zu sein 🙂 Die Deutsche Volleyball Liga will kommende Saison von 12 auf 14 und danach sogar auf 16 Teams aufstocken. Zudem gibt es nach dem jetzigen Stand nur einen Aufsteiger. Um die Aufstockung trotzdem zu erreichen, erwägt die Liga die Vergabe von Wild-Cards mit reduzierten Lizenzanforderungen. Wir haben dabei sehr gute Chancen als wirtschaftlich gesunder Verein in der ersten Liga bleiben zu können. Vergangene Woche haben wir im Vereinsvorstand beschlossen, die Lizenz zu beantragen. Das gestrige Spiel gegen Wiesbaden war für unsere Mädels noch einmal eine gute Gelegenheit unbeschwert auf zu spielen. Die ersten beiden Sätze gingen an unsere Gäste 18:25 und 22:25. Danach drehten unsere Mädels noch einmal auf und gewannen den dritten Satz mit 25:17. Großer Jubel unter den Fans und auf dem Feld und die Hoffnung auf ein Wunder zum Saisonabschluss. Allerdings ging dann der vierte Satz wieder mit 22:25 an Wiesbaden. Gefeiert haben wir unsere Mädels danach trotzdem und bei der obligatorischen Trikotversteigerung brachten gleich mehrere Spieltrikots der Damen über 200 Euro für die Vereinskasse. Im Oktober beginnt die neue Saison – hoffentlich mit vielen unserer Spielerinnen wieder beim Schwarz-Weiss Erfurt Volleyteam und in der 1. Liga! Bilder vom Saisonfinale  

Flüchtlinge informieren sich bei der CDU Stadtratsfraktion über die Kommunalpolitik im Erfurter Rathaus

Im Ratssitzungssaal
Im Ratssitzungssaal
Eine Gruppe junger Geflüchteter aus dem Irak, Afghanistan und Syrien besuchte gemeinsam mit Ihren Sozialbetreuern vom Verein MitMenschen e.V. am 1. März 2017 das Erfurter Rathaus, um sich über die Kommunalpolitik der Stadt zu informieren. Die CDU Stadtratsfraktion hat die Anfrage zu einem solchen Informationsbesuch erfreut   aufgenommen. Gemeinsam mit einem arabisch sprechenden Sozialarbeiter erläuterte der Fraktionsvorsitzende Michael Panse den ins Rathaus gekommenen Flüchtlingen zunächst anhand der historischen Wandgemälde im Festsaal des Rathauses die reichhaltige Geschichte der Stadt. Nach einem Rundgang durch das Haus wurde im Ratssitzungsaal intensiv über die politischen Abläufe, Prozesse und die aktuelle Situation in Erfurt diskutiert. “Ich freue mich über das bemerkenswerte  Interesse dieser jungen Menschen an der Erfurter Kommunalpolitik. Seitens der CDU-Fraktion haben wir die Anfrage zum Besuch gerne entgegengenommen und stehen als Gesprächspartner auch künftig zur Verfügung. Wir werden uns auch weiterhin für eine gute Betreuung und Integration der Flüchtlinge in Erfurt einsetzten. Dies gilt ausdrücklich auch für den Gedankenaustausch und die direkten Begegnungen.“ so Panse abschließend.

Fastenzeit

Beim politischen Aschermittwoch
Beim politischen Aschermittwoch
Aschermittwoch hat die Fastenzeit begonnen – also die Zeit in der jeder nach seinen Vorstellungen auf etwas verzichten kann oder sollte. Natürlich ist es in den heutigen Zeiten, wo der religiöse Hintergrund der Fastenzeit bei vielen Menschen keine Rolle spielt jedem selbst überlassen, wie er damit umgeht. Allerdings wollen immerhin rund 50 Prozent der Deutschen auf irgendetwas verzichten. Weniger essen, kein Alkohol, nicht mehr rauchen und keine Süßigkeiten sind die Klassiker. Handy- oder Internetfasten, Plastikfasten, kein Auto fahren und einiges Dinge mehr sind die modernen Formen. Ich verzichte seit vielen Jahren in der Fastenzeit bis Ostern auf Alkohol und habe gestern Abend beim politischen Aschermittwoch des CDU Ortsverbandes “Am Steiger” damit begonnen. Die 40 Tage bis Ostern machen mir in jedem Jahr bewusst, wie oft und manchmal auch selbstverständlich man zu einem Glas greift. Ganz abgesehen vom “runter kommen” tut es jedes Mal auch dem Körper gut. 2-3 Kilo verliere ich dabei auch ohne das Sportpensum noch zu erhöhen. Letzteres habe ich zusätzlich vor – von 3-4 Mal Sport pro Woche auf 4-5 Mal und heute Abend geht es gleich mit einer Badmintoneinheit los 😉 Schwierig wird das aber meiner Meinung nach mit dem Fasten, wenn es quasi verordnet wird oder werden soll. Wie in den letzten Jahren auch sind die Grünen als Fremdbeglückungspartei da immer in der ersten Reihe dabei. Sie “regen nicht an” auf das Auto- oder Motorradfahren zu verzichten, sondern fordern passend zur Fastenzeit bundesweite Gesetzesnormen um Dieselfahrzeuge aus den Städten zu verbannen (Stuttgart lässt grüßen). Wenn sie sich mit ihren Vorschlägen und Gängelungen auf den politischen Aschermittwoch beschränken würden, wäre es ja noch zu ertragen. Aber die meinen das wirklich so! Ich werde in den nächsten Wochen weiter mit meinem Euro6-Diesel fahren. Ich werde am Wochenende auch das Motorrad raus holen. Ich habe aber auch vor jedem Respekt, der fleischlos oder zu Fuß unterwegs ist – zur Freiheit des Einzelnen gehört aber vor allem, dass er darüber entscheidet!

Emotionaler Abschied

Finale
Finale
Selbst die erfolgreichste Regentschaft geht irgendwann zu Ende. Dies ist in der Politik so und dies ist auch beim Karneval gesetzt. Am Aschermittwoch ist alles vorbei und so war heute Nacht auch für Prinz Samu und seine Prinzessin Ricarda der letzte Auftritt mit den Insignien der Macht. Pünktlich um Mitternacht läutete auf der Bühne im DasDie Brettl die Gloriosa und er musste seine Orden und das Zeptern ablegen sowie dem Oberbürgermeister den Rathausschlüssel zurück geben. Letzteres fiel ihm besonders schwer und auch die übergroße Mehrzahl der närrischen Fans hätte es gerne gesehen, wenn er weiter die Stadt regiert. Zumindest lies dies der Jubel vermuten, der aufkam, als er Andreas Bausewein damit drohte, zu kandidieren. Zuvor fand auf der Bühne des Brettl der Sessionsabschluss des FACEDU mit einer GEC-Gemeinschaftssitzung statt und sowohl beim Prinzenpaar, als auch beim Kinderprinzenpaar gab es Tränen auf und vor der Bühne. 15 größere Erfurter Karnevalsvereine gibt es. Davon sind 13 in der GEC organisiert. Zwei der Vereine, in denen ich Mitglied bin, der KCA aus Alach und der MKC aus Marbach,  sind zwar ebenfalls mit langer närrischer Tradition versehen, aber nicht in der GEC. Bei der Gemeinschaftssitzung präsentierten alle Vereine noch einmal ihre Flaggen und besten die Programmpunkte – insbesondere die Garde und Showtänze. Auch mein Sohn präsentierte für seinen Verein Opus Cultum zwei der von ihnen trainierte Tanznummern mit einem Mariechentanz und das Norddeutsche Meistertanzpaar Lucienne und Leon. Das Prinzenpaar erhielt für seine über 200 Auftritte (auch als gewähltes Landesprinzenpaar) nur lobende Worte und dies völlig zu Recht. Seit gut 15 Jahren habe ich alle Erfurter Prinzenpaare erlebt – das was Samu und Ricarda geleistet haben, war absolute Spitze. Sie haben jeden Saal gerockt und die Latte für künftige Prinzenpaare extrem hoch gelegt. Danke für eine tolle Saison! Bilder vom Finale