Die aktuellen Erfurter Zahlen
Inzwischen ist es nun schon eineinhalb Jahre her, dass die Zunahme an Flüchtlingen und Asylbewerbern die Stadt Erfurt, wie viele andere Kommunen auch, an den Rand der Leistungsfähigkeit brachte. Die Herausforderung bestand unter anderem darin, viele Menschen innerhalb von kurzer Zeit unterzubringen.
Im Februar 2015 ging Erfurt von der Einzelunterbringung zu Gemeinschaftsunterkünften über. Zunächst war es die leerstehende Schule am Herrenberg, später waren es Sporthallen, auf dem Höhepunkt der Flüchtlingswelle auch die Thüringenhalle und die Messehalle sowie viele andere Objekte.
Die CDU-Stadtratsfraktion hat im Sommer letzten Jahres beantragt, dass im Hauptausschuss und im Stadtrat regelmäßig über die Situation der Flüchtlingsunterbringung berichtet wird. Auch in der heutigen Hauptausschusssitzung wurden dazu die aktuellen Zahlen vorgelegt. Inzwischen gibt es keine Unterbringungen mehr in Schulen, Sporthallen oder Notunterkünften. Letztere werden zwar noch vorgehalten, aber wie bei den Containerunterbringungen und dem ehemaligen Baumarkt in Linderbach, ist dies dem Umstand geschuldet, dass sie mit Landesmitteln finanziert sind und eine Zweckbindung haben.
Aktuell gibt es in Erfurt 2.248 Flüchtlinge und Asylbewerber – dies sind somit rund ein Sechstel der 13.231 in Erfurt lebenden Ausländer. Erstmals seit eineinhalb Jahren ist die Zahl rückläufig. Im Mai waren es 2.278 Flüchtlinge und Asylbewerber. Auch die Zahl der unbegleiteten Minderjährigen sinkt. Von Mai bis August um 10 Prozent, also von 180 auf 162. Beide Entwicklungen haben (wenn sie sich so fortsetzen) erheblichen Einfluss auf die Finanzen der Stadt und ich habe deshalb heute die Bürgermeisterin gebeten, die Finanzstruktur im Flücklings- bzw. Asylbewerberbereich bis zur nächsten Sitzung aufzubereiten.
Die Debatte um die Pläne des Oberbürgermeisters die Kita-Gebühren drastisch anzuheben verschärft sich. Der Oberbürgermeister hat zwar die ursprüngliche Vorlage zu seinen Erhöhungsplänen zurück gezogen, ersetzt sie aber mit einer Vorlage, die das Problem keineswegs behebt. Die CDU-Fraktion bringt deshalb einen eigenen Antrag in den Stadtrat ein, der vor allem den Dialog mit den Eltern fordert.
Der jugendpolitische Sprecher der CDU-Fraktion Dominik Kordon erklärt dazu: „Die neue Vorlage des Oberbürgermeisters erweist sich als Mogelpackung, auch weiterhin strebt der OB eine Gebührenerhöhung an und versucht nun die Verantwortung auf die Eltern und den Unterausschuss abzuschieben.
Der Oberbürgermeister hatte den Eltern in der Vergangenheit eine Reduzierung bzw. sogar einer Befreiung von den Kita-Gebühren versprochen. Mit seinem jetzigen Vorgehen bricht er erneut mehrere seine Versprechen und stößt damit vor allem den Erfurter Eltern massiv vor den Kopf. Die Zusagen und Versprechen des Oberbürgermeisters werden allmählich unglaubwürdig. Das Ziel des Oberbürgermeisters ist es scheinbar nicht, die Eltern von Gebühren zu entlasten, sondern in der Summe Mehreinnahmen zu erzielen, um seinen Haushalt zu flicken.“
Fraktionschef Michael Panse unterstreicht in diesem Zusammenhang die verzögerte Sanierung der Kitas: „Die Kosten für die Eltern sollen steigen, gleichzeitig ändert sich aber der baulich schlechte Zustand bei einigen Kitas nicht. Nicht nur dass der OB bestehende Wahlversprechen bricht, es ist auch schwer zu erklären, dass manche Kitas erhebliche Mängel in ihrer Bausubstanz aufweisen und an anderer Stelle die Gebühren angehoben werden. Zwar stehen Elternbeiträge und die Sanierung nicht in unmittelbaren Zusammenhang, jedoch kommen solche Fragen berechtigter Weise auf.“
Die CDU-Fraktion behaart auf ihren eingebrachten Antrag und bleibt bei der Forderung, das ursprüngliche und ebenfalls im neuen OB-Antrag enthaltene Ansinnen der Gebührenerhöhung zurückzuziehen. Ziel muss eine perspektivische Gebührenbefreiung sein.
Das neue Drachen-Team
Trotz oder gerade wegen der hochsommerlichen Temperaturen ist die Lust auf Eis in jedem Jahr Anfang September besonders groß. Seit nunmehr 17 Jahren ist dies bei mir aber vor allem mit der Lust auf Eishockey verbunden und mit den regelmäßigen Besuchen seit der Saison 1999/2000 bei den Black Dragons habe ich auch der Reihe nach alle meine drei Söhne mit Eishockeybegeisterung “infiziert”. Den Jüngsten sogar so sehr, dass er selber inzwischen spielt.
Heute nun starteten die Black Dragons mit dem ersten Heimspiel in die Vorbereitungsrunde der neuen Saison. In der Erfurter Kartoffelhalle ist das Eis drauf und liegt den Drachen auch, jedenfalls gewannen sie heute ihr Spiel souverän mit 8:3 gegen die Hammer Eisbären. Allerdings darf man solche Spiele nicht überbewerten. Hamm spielt in der Regionalliga und in der Saison erwarten unsere Black Dragons in der Oberliga Nord dann andere Brocken. Trotzdem scheint die Truppe in diesem Jahr in einer guten Mischung beisammen zu sein, jedenfalls hat es heute schon Spaß gemacht zuzusehen und rund 400 Zuschauer nutzen auch die erste Gelegenheit. Kommenden Freitag folgt das nächste Vorbereitungsspiel gegen die Ice Dogs Pegnitz bevor es gegen alte Bekannte aus Schönheide in die dritte Vorbereitungsrunde geht.
Am 24. September ist dann noch große Drachenfeier zum 20jährigen Jubiläum und am 25. September ist dann der “scharfe Start” gegen die Crocodiles aus Hamburg. Da wir seit vielen Jahren eine freundschaftliche Partnerschaft zwischen Volleyball und Eishockey pflegen, werden auch in der kommenden Saison unsere Bundesligaspielerinnen immer einmal in der Eishalle zu Gast sein und die “harten Jungs” bei uns in der Riethsporthalle. Allen zusammen eine erfolgreiche und verletzungsfreie Saison!
Zur Halbzeit gab es noch Grund zum Jubeln
Während die Erfurt Indigos mit ihrem letzten Heimspiel die Footballsaison abschließen, beginnen unsere Volleyball-Mädels ebenso wie die Black Dragons mit ihrer aktiven Saisonvorbereitung. Das Schwarz-Weiß Erfurt Volleyteam reiste zum ersten Saisonvorbereitungsturnier nach Wiesbaden und die Black Dragons traten zum ersten Vorbereitungsspiel gegen die Hammer Eisbären an.
Zusammen mit dem gestrigen Sommerwetter bot dies den idealen Rahmen für ein Wochenende mit meinen Jungs. Donnerstagabend waren wir im Maislabyrinth. Bis zum 18.9.2016 ist es noch geöffent. Donnerstag und Freitag war das Wetter zudem ideal für das Dreienbrunnenbad und das Bad in Möbisburg. Aber die Hallensaison begann schon Freitagabend mit der ersten Squasheinheit nach der Sommerpause. Ich muss dringend wieder mehr machen – die Knochen machen sich schon kräftig bemerkbar 😉
Gestern Vormittag haben wir dann erstmals zu dritt auf der Wakeboard- und Wasserskianlage am Nordstrand unsere Runden gedreht. In diesem Jahr waren wir zum sechsten Mal auf dem Wasser – ich bin ziemlich mächtig beeindruckt welche Fortschritte meine beiden jüngsten Söhne gemacht haben. Julian fährt inzwischen perfekt Wasserski – gestern neuen Runden am Stück. Jonas hat inzwischen sein Wakeboard gut im Griff. Mal sehen ob uns das Wetter in diesem Jahr noch einige Runden erlaubt.
Vater-Sohn-Hobby
Am Nachmittag ging es mit einem lachenden und weinenden Auge zu den Erfurt Indigos. Während in Amerika die NFL-Saison erst beginnt, geht bei uns die Football-Saison zu Ende. Für die Indigos lief die Saison nicht so gut. Auch gestern spielten sie gut mit – zu Beginn des letzten Viertels stand es noch 7:7 gegen die Spandau Bulldogs . Leider kassierten sie noch einen Touchdown und so endete das Spiel 7:14. In der nächsten Saison wird alles besser – egal in welcher Liga 🙂
Ein Höhepunkt steht aber noch aus. Zum German-Bowl werde ich mit meinem Sohn wieder nach Berlin fahren und bei der Gelegenheit auch bei zwei Spielen bei den Eisbären sein. Die Eishockey-Saison beginnt heute Nachmittag auch bei unseren Erfurter Drachen. Darauf freuen wir uns genauso wie auf den SWE-Cup in der kommenden Woche.
Bilder von den Indigos
Unser ältestes Bad
Perfekte Rahmenbedingungen in der letzten Woche – die Temperaturen noch einmal hochsommerlich. Zugleich hatte ich einen Tag Urlaub und etliche Überstunden, die abgebaut werden konnten. Dadurch war ich in sechs Tagen in fünf verschiedenen Erfurter Freibädern bzw. Badeseen. Den richtigen Fachexperten hatte ich auch dabei. Mein jüngster Sohn hat in BaWü noch bis Mitte September Ferien und ist nach dem Kroatienurlaub noch einmal eine Woche bei mir. Da man ja das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden kann, habe ich bei dem privaten Freibadcheck auch ein Auge auf die Bädersituation der Landeshauptstadt geworfen.
Vier Freibäder gehören zur Erfurter SWE Bäder GmbH. Die Stadtwerke haben auf kommunalen Beschluss ein Defizitunternehmen “geerbt” welches den Erfurterinnen lieb und auch teuer ist. Im Strandbad Stotternheim (letzten Sonntag – brechend voll) sind die Eintrittspreise analog zum Nordbad (Mittwoch – ebenfalls gut besucht) 4.20 Euro Erwachsene und 2.90 Kinder. Das Strandbad punktet mit einem klaren Natursee, mit Schwimminseln, Kinderbecken und Sandstrand sowie einem großen FKK-Bereich. Traditionell problematisch ist die Parkplatzsituation. Wir umgingen das Problem (anlog auch Nordbad) durch die ganzwöchige Nutzung des Motorrades.
Wasserski am Nordstrand
Dienstag waren wir am Nordstrand, der nicht von der SWE Bäder betrieben wird. Die dortigen Pächter haben insbesondere die Wasserski- und Wakeboardanlage toll ausgebaut. Auch die Tauchschule auf der Halbinsel und der Badestrand ist top. Vernachlässigt ist nur der relativ große FKK-Bereich. Wir sind in den letzten Jahren in der Regel zum Wasserski dort gewesen. Seit diesem Jahr fährt nun auch mein jüngster Sohn begeistert dort seine Runden.
Mittwoch ging es in das größte und modernste Erfurter Freibad. Das Nordbad hat zwar auch schon eine sehr lange Tradition, wurde aber für viele Millionen Euro aufwändig saniert. Bei unserem Besuch war es gut voll, alle Becken hatten 24 Grad, Sprungturm und Rutschen waren Anlaufpunkt Nummer eins für meinen Sohn. In dem Gewimmel verliert man schnell den Überblick. Familien mit kleinen Kindern suchen sich da besser ruhige Ecken am Kinderbecken.
Unsere beiden derzeitigen Bäder-Problemkinder haben wir Donnerstag und heute besucht. Das Dreienbrunnenbad ist das älteste Erfurter Bad. Seit 113 Jahren gibt es das damalige Frauenbad. Heute ist es dringend sanierungsbedürftig. Das besondere Flair des “kaiserlichen Bades” lockt viele ältere Stammgäste an. Sie schätzen die ruhige Atmosphäre und das mineralhaltige konstant 18-19 Grad kalte Wasser aus den Dreienbrunnen. Möbisburg schließlich ist das einzige noch bestehende Schwimmbad in einem Ortsteil im Westen der Stadt. Es bietet viel Platz und eine große Wasserfläche. In den beiden kleineren Bädern liegen die Eintrittspreise bei 3,30 Erwachse und 1,80 Kinder.
Im Erfurter Stadtrat diskutieren wir seit Jahren um die dringend notwendige Sanierung der beiden Bäder in Möbisburg und Dreienbrunnen. Ein klares Bekenntnis gibt es zwar, aber kein Finanzierungskonzept. Das Bäderkonzept ist aber ohne einen Finanzierungsplan nicht wirklich aussagekräftig. Ich bin froh, dass ich mir in der letzten Woche einmal wieder ein Bild von allen Bädern als Besucher machen konnte. Und ich werde mit meiner Fraktion weiter für den Erhalt und die Sanierung der Bäder kämpfen.
Bilder der Erfurter Freibäder
Huddle bzw. Mannschaftsbesprechung 🙂
(Erfurt) In der kommenden Saison wird Katja Franz in der Regionalliga beim SWE Volley-Team als neue Trainerin an der Seitenlinie die Verantwortung tragen. Besonders erfreulich ist für den Vorstand des SWE Volley-Teams, dass mit Katja Franz eine bundesligaerfahrene Spielerin gewonnen werden konnte, die die B-Lizenz als Trainerin hat und Erfahrungen als Spielerin und Trainerin mitbringt. Vereinspräsident Michael Panse hat gestern Abend die neue Trainerin dem Team vorgestellt. Er erklärte dabei:
„Ich bin sehr froh, dass wir Katja Franz nach einigen guten Gesprächen als Trainerin gewinnen konnten. Katja Franz brauchen wir im SWE Volley-Team eigentlich nur den ganz jungen Spielerinnen neu vorzustellen, alle anderen kennen und schätzen sie. Katja ist 2007 vom Chemnitzer PSV zum SWE Volley-Team gekommen und hat bei uns bis 2011 in der 2. Volleyballbundesliga gespielt. In der Saison 2013/2014 und 2014/2015 stand sie für das SWE Volley-Team in der 3. Liga am Netz und danach zwei Jahre in der Regionalliga. Erste Trainer-Erfahrungen sammelte sie als zeitweilige Trainerin der U13/14 gemeinsam mit Heiko Herzberg.
Der Vorstand setzt mit Katja Franz und einem motivierten jungem Regionalligateam einen deutlichen Akzent der Nachwuchsförderung. Wir wollen junge Talente im Verein halten und mit der Regionalliga eine Brücke zur Bundesliga schlagen. Deshalb werden in der kommenden Saison sowohl die Anschlusskader der ersten Bundesliga, als auch sehr junge Spielerinnen die derzeit am Erfurter Sportgymnasium sind, die tragenden Säulen des Regionalligateams sein.“
Mit Jörg Neuberg wird die Trainerin auch einen jungen Co-Trainer an ihrer Seite haben. Der frisch gebackene C-Trainer kommt aus Ilmenau zum SWE Volley-Team. Er wird sich im Anschlussbereich (Regionalliga) sowie in ausgewählten Bereichen der Nachwuchsarbeit des Vereins einbringen, neue Impulse setzen und wertvolle Erfahrungen sammeln.
Während die 1. Bundesliga in Erfurt erst am 29. Oktober startet, ist der erste Heimspieltag der Regionalliga am 17. September 2016 um 15 Uhr im Erfurter Sportgymnasium. Gegen die Damen vom VC Gotha startet das SWE Volley-Team in die Saison in der Regionalliga.
Themen beim Sommerempfang
Ruhig war die Sommerpause in diesem Jahr nicht. Seit letzter Woche sind wieder regelmäßig Ausschuss- und Fraktionssitzungen aber ein kurzer Rückblick auf die letzten Wochen lohnt sich noch.
Noch nach der letzten Stadtratssitzung am 15. Juni musste die CDU-Fraktion massiv darauf drängen, dass der Oberbürgermeister den Haushaltsentwurf für 2016 endlich auf den Tisch packt. Im Juli stellte er dann alles auf den Kopf in dem er für den August die Haushaltsanhörungen und für September eine weitere Stadtratssitzung ankündigte. Dementsprechend war die Sommerpause im Wesentlichen durch den Haushalt geprägt. Manch Stadtrat wurde wohl sogar im Urlaub überrascht.
Aber in dem Maße, wie sich der OB für den Entwurf Zeit gelassen hat, in derselben Weise drängt er nun den Stadtrat zu einer zügigen Beratungsfolge und zu einem beinahe übereilten Beschluss. Viel Zeit, sich ausreichend mit dem Haushalt zu befassen und möglicherweise kritische Fragen zu stellen, blieb den Stadträten jedenfalls nicht, zumal gleichzeitig die Jahresrechnung und eine Vorlage zum Haushaltssicherungskonzept vorgelegt wurden. Insgesamt ein sehr enges Zeitfenster – ein Schelm, wer Böses denkt.
Am 7. und am 21. September wird der Haushalt im Stadtrat beraten. Ob das Landesverwaltungsamt diesen Entwurf am Ende als rechtskonform bestätigt, ist zu bezweifeln, da dieser in seiner jetzigen Fassung ohne Rücklagen bereits rechtswidrig ist. Der OB bereitet indes scheinbar seinen OB-Wahlkampf im Jahr 2018 vor. Angeblich soll der Doppelhaushalt 2017/18 noch Ende 2016 beraten werden. Somit schafft er sich die unbequemen Haushaltsfragen für die kommenden zwei Jahre geschickt vom Hals. Der Mangelhaushalt des Erfurter Oberbürgermeisters zieht zudem seine Kreise: Augenscheinlich versucht das Stadtoberhaupt die Versäumnisse im Haushalt auf die Kleinsten abzuwälzen, indem er die Kita-Gebühren erneut anzuheben versucht, ohne zuvor überhaupt ein Wort mit den Eltern gesprochen zu haben.
Diese zeigten ihre Verärgerung am 18. August auf einer Demo vor dem Rathaus. Der OB selbst gänzte an dem Nachmittag vor allem mit Abwesenheit. Fraktionschef Michael Panse und der jugendpolitische Sprecher Dominik Kordon forderten deshalb für die CDU-Fraktion eine klare Beteiligung der Eltern bei der Diskussion um dieses sehr emotionale Thema und eine perspektivische Senkung der Gebühren, wie es der OB einst selbst versprochen hatte. Nach großem Drängen und nach offensichtlichem Dissens mit seinen eigenen SPD-Leuten zog der OB die umstrittene Vorlage zurück. Die Ersatzvorlage ist lediglich ein Placebo und macht die Situation nicht besser. Mit dieser „Verschlimmbesserung“ wird das Thema Kita-Gebührenerhöhung den Erfurter Stadtrat weiterhin beschäftigen.
Auch die Kultur ist durch den Haushalt stark beeinträchtigt. Die Unterfinanzierungen der vorläufigen Haushaltsführung im Kulturbereich ziehen sich mit dem Entwurf fort. Bestes Beispiel war das massiv abgespeckte Krämerbrückenfest. Darauf verwies Marion Walsmann. Ebenso äußerte sich der kulturpolitische Sprecher Michael Hose. Demnach wird Erfurts Kulturlandschaft kaputt gespart. Vor allem die enormen Kürzungen bei den Straßen- und Ortsfesten sowie den Projekten der freien Träger sind ein Schlag ins Gesicht vieler Ehrenamtlicher. Besonders kleine Feste in den Orts- oder Stadtteilen sowie innovative Kunstprojekte sind mit dem Haushaltsentwurf weiter gefährdet.
Jenseits der eigentlichen Haushaltsdiskussion sorgte die umstrittene Beigeordnete Kathrin Hoyer wiederholt für negative Schlagzeilen. Das Stadion-Drama setzt sich fort. Nicht nur die steigenden Ausgaben, die scheibenweise und oft erst auf Nachfrage offenbart wurden, sondern auch die Verzögerung des Fertigstellungstermins zeigten die fehlenden Qualitäten der Wirtschaftsbeigeordneten. Die CDU-Fraktion forderte deshalb ihren Rücktritt. Dass der OB bis heute kein Machtwort zu dem Unvermögen seiner Beigeordneten gesagt hat, zeigt, dass er verwaltungsintern schon längst die Kontrolle verloren hat. Eine Führungskraft würde anders handeln.
Vorlage 1622/16
Vollmundig angekündigt wurde letzte Woche von der SPD, dass der Oberbürgermeister seine Kita-Gebührenerhöhungsvorlage zurück ziehen werde. Fakt ist, er hat es nicht getan und stattdessen zur Vorbereitung der nächsten Stadtratssitzung eine weitere Vorlage eingebracht, die aufzeigt um was es ihm wirklich geht!
Ziel des Oberbürgermeisters Andreas Bausewein ist es, den Anteil der Elterngebühren zu erhöhen – nur dann ist er offensichtlich bereit, seine handwerklich schlecht gemachte Vorlage durch eine andere Vorlage zu ersetzen. Zur nächsten Stadtratssitzung am 7. September 2016 haben wir heute die Tagesordnung erhalten und darin enthalten ist die Vorlage 1622/16 des OB. Damit soll ein Beschluss von 2014 um zwei weitere Beschlusspunkte ergänzt werden. Diese lauten:
VIII. Ziel ist es, mit den Elternbeiträgen eine Annäherung an den Landesdurchschnitt der in Thüringen zu zahlenden Elternbeiträgen/Gebühren zu erreichen.IX. Hierbei sind auch bestehende Gebühren-/Entgeltordnungen anderer kreisfreier Städte zum Vergleich heranzuziehen und mit der bisherigen und zukünftigen Art und Weise zu vergleichen.
Ziel ist es damit definitiv nicht, Eltern von Gebühren zu entlasten, sondern in der Summe Mehreinnahmen zu erzielen. Eine “faire Kostenteilung” nennt dies der OB in seinem Antrag und meint, dass ihm die (angeblichen) 10 Prozent) Kostenbeteiligung der Erfurter Eltern nicht reichen, weil es im Landesdurchschnitt 14-15 Prozent der Kita-Gesamtkosten sind. Bis November solle ein Vorschlag der seinen Maßgaben entspricht vorgelegt werden.
Für den 13. September hat nun der OB die Elternvertreter zu Gespräch geladen – ein ergebnisoffenes Gespräch dürfte dies Angesichts der Vorlage 1622/16 nicht werden, es sein denn, der Stadtrat folgt unserem Stadtratsantrag, den wir letzte Woche eingereicht haben. Es wird in jedem Fall eine lebhafte Diskussion zum Thema Kitagebühren!
Nominierung der Wahlkreisvertreter
Reichlich ein Jahr ist noch Zeit, bis die Bundestagswahl ansteht. In allen Parteien und Wahlkreisen laufen die Vorbereitungen für die Wahlen. Während aber anderswo noch kräftig gestritten wird ist die CDU Erfurt schon klar positioniert. Wir wollen, dass unsere Bundestagsabgeordnete Antje Tillmann ihren Wahlkreis erfolgreich verteidigt.
Heute Abend haben wir uns in Vorbereitung der Wahlen im Königin-Luise-Gymnasium getroffen, um unsere Wahlkreisvertreter für die Nominierung der Direktkandidatin am 26. November und die nachfolgende Landesvertreterversammlung zu wählen. 26 Erfurterinnen und Erfurter werden bei der Wahlkreisvertreterversammlung und 8 bei der Landesvertreterversammlung unsere Interessen vertreten. Ich freue mich über das Vertrauen auf unserer heutigen Mitgliederversammlung und werde bei beiden Veranstaltungen die richtige Wahl treffen. Antje Tillmann soll uns weiter in Berlin vertreten, dafür werden wir nächstes Jahr in den Wahlkampf ziehen!
Erfolgreiches Turnier
Hitzeschlacht auf dem Footballfeld und am Ende das bisher beste Saisonergebnis – die Fahrt in den Harz hat sich definitiv gelohnt. Dafür ging es aber zeitig los. Samstag startete der Bus mit dem Team und den mitreisenden Fans bereits 6 Uhr am Sportplatz in der Essener Straße.
Die Flag-Jugendliga spielt ihre Meisterschaften in Turnierform aus und an diesem Samstag ging es zu den Mountain Tigern nach Werningerode. Wir waren überpünktlich – Jena, Halle und Leipzig fehlten aber und so wurde der Spielplan kräftig durcheinander gewürfelt. Jena und Halle schafften es noch – Leipzig leider nicht. Für unsere Jungs und Mädels ging es gleich im ersten Spiel um die “Thüringen-Ehre”. Gegen die Flag-Jugend der Jena Hanfrieds gab es bis jetzt (wie bei den Indigos auch) nur Niederlagen. Diese Serie ging aber nun zu Ende. 24:18 für die Erfurter und die Fans und das Team jubelten. Auch unser Sohn freute sich sehr über seine zwei Touchdowns.
Im nächsten Spiel ging es gegen die Junior-Falken aus Halle und mit 19:7 ging auch dieses Spiel an die Indigo-Jugend. Mittlerweile waren es auf dem Feld über 30 Grad und so wurde das Spiel nach der Mittagspause gegen die Gastgeber die Werningeroder Mountain Tiger zur Hitzeschlacht – mit 19:0 gewannen wir auch dieses Spiel und so musste das letzte Spiel über den Turniersieg entscheiden. Die Virgin Guards aus Magdeburg gewann zwar, aber die Erfurter freuten sich nach einem guten Spiel über den zweiten Turnierplatz – die bisher beste Platzierung der Saison. Herzlichen Glückwunsch!
Bilder vom Turnier in Werningerode
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