Tympanus Forte in der Messehalle

 
Tolle Show – tolle Stimmung
Inzwischen gibt es die großen Trommelshows von Tympanus Forte schon seit 12 Jahren. Im Jahr 2005 startete die erste große Bühnenshow damals noch mit 20 Trommlern und Trommlerinnen und seitdem gab es 14 Mal kräftig was auf die Ohren – aber auch für die Augen. Mein ältester Sohn Maximilian trommelt von Anfang an kräftig mit und so waren im Laufe der letzten Jahre viele Auftritte, bei denen ich ihn erleben konnte. Unter den rund 1.000 Auftritten waren anfangs viele Karnevalveranstaltungen aber auch die Krämerbrückenfeste und größere und kleinere Feiern. Auch beim SWE Volley-Team war Tympanus Forte schon zu Gast und trommelte uns in die 1. Liga. Anfangs hunderte und später weit über tausend Fans besuchten die Shows, die ein bis zwei Mal pro Jahr professionell inszeniert wurden. Nach der Halle des Oldtimer-Clubs und der Thüringenhalle musste für die diesjährige Trommelshow kurzfristig wieder eine neue Halle gesucht werden. Eigentlich sollte die Show kurz vor Weihnachten in der Thüringenhalle steigen, aber diese ist derzeit mit Flüchtlingen belegt. Deshalb entschied man sich nun kurzfristig für die ganz große Variante und zog in die Messehalle 1. Für das große Bühnenspektakel war dort ausreichend Platz und auch für die Party nach der Show gab es Raum. Rund 2.000 Fans feierten begeistert zu den Trommelklängen und auch wir waren wieder begeistert – und ich als Papa natürlich mächtig stolz auf den großen Sohn. Bilder der Show: https://www.flickr.com/photos/michael-panse-mdl/albums/72157663266032766  

ICE-Zwischenstopp in Weimar – es grünt so grün…

Der ehrwürdige Erfurt Hauptbahnhof im Modell
Gestern, am 5. Januar 2016, hatte der ICE Sprinter (17:03 Uhr) von Berlin nach Frankfurt über Erfurt eine veritable Verspätung weil er wegen eines Triebwerksschadens nicht die neue Schnellfahrstrecke nutzen konnte. Dies ist ärgerlich für die Reisenden oder die auf sie am Bahnhof Wartenden, es kann aber passieren und wird wohl auch immer wieder passieren. Befremdlich wird es aber, wenn man dann erfährt was die Ursache für weitere Verzögerungen durch einen zusätzlichen Halt ist und wer sich dafür warum „engagiert“ hat. Im besagten Zug fuhren auch mehrere Bundestagsabgeordnete der Grünen mit – offensichtlich auf der Anreise zur Klausur ihrer Bundestagsfraktion in Weimar. Es ist ja durchaus erfreulich, dass die grüne Thüringer Bundestagsabgeordnete und Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt gemeinsam mit ihrem Co-Fraktionschef  Anton Hofreiter die Bahn nutzt. Weniger erfreulich ist dies für die Mitreisenden wenn sie erleben, wie die Bundestagsabgeordnete und Fraktionsvorsitzende ihren Status benutzt, beziehungsweise missbraucht. Während alle normalen Reisenden die Folgen von Verspätungen hinnehmen müssen und ihre Anschlusszüge nicht oder verspätet erreichen, beharrte die Abgeordnete auf einen Sonderhalt in Weimar. Nach ausgiebigem Disput fand dieser zusätzliche Halt dann statt, damit die Damen und Herren Abgeordnete nicht unter den Folgen des Schadens am Triebwagen von Berlin nach Frankfurt (über Erfurt) leiden müssen. Ein Mitreisender berichtete als Krönung des „Bahnabenteuers“ mit KGE noch von ihrer zufriedenen Bemerkung an Anton Hofreiter “das habe ich doch gut gemacht“. Mein Tipp kann daher nur lauten: Achten Sie bei Fahrten mit der Bahn immer darauf, eine Abgeordnete der Grünen dabei zu haben. Wenn Ihr Zug mal Verspätung hat, könnten sie dann Nutznießer des grünen  Selbstbewusstseins und der Dreistigkeit, mit der dies zur Schau gestellt wird, sein.  

Neuer Dezernatsverteilungsplan ist nicht der große Wurf

 
Die neue Dezernatsverteilung
Anfang Dezember wurde es groß angekündigt mit den Worten „Bausewein räumt auf: Umbau betrifft alle Dezernate“. Jetzt liegt der neue Dezernatsverteilungsplan (gültig ab dem 1.1.2016) vor. Von der Ankündigungsrhetorik aus dem Dezember ist leider nicht viel übrig geblieben. Im TA-Interview hatte Andreas Bausewein am 4.12. angekündigt, dass Alexander Hilge neuer „Superbeigeordneter“ wird und nicht nur das Aufgabenfeld von ehemaligen Baudezernenten Spangenberg übernimmt, sondern auch das Beteiligungsmanagement und die Grundstücks- und Gebäudeverwaltung bekommt. Dies ist nun auch geschehen. Allerdings will Bausewein entgegen der Ankündigung vom Dezember das Ordnungsdezernat nicht „so bald als möglich“ ausschreiben, sondern vorerst ebenfalls Alexander Hilge übertragen. Auch die Kultur bleibt (vorerst) bei Tamara Thierbach. Einige durchaus kritikwürdige Punkte hat der Oberbürgermeister gar nicht erst angefasst. So bleiben der Wirtschaftsbereich und auch die Multifunktionsarena, bei der etwas glücklos agierenden Beigeordneten Kathrin Hoyer. Für problematisch halte ich es nach wie vor, dass es keine klare Verantwortlichkeit für die Herausforderungen der Flüchtlingsfrage gibt. Im Dezernatsverteilungsplan findet das Thema überhaupt nicht statt. Theoretisch sind gleich vier Dezernate mit dem Thema betraut – aber keiner ist abschließend verantwortlich. Bauangelegenheiten, soziale Betreuung, unbegleitete Minderjährige, Finanzen aber auch Recht und Ordnung/Meldeangelegenheiten sind alle bei unterschiedlichen Dezernenten verortet. Dieses Dilemma führt zu Reibungsverlusten und dazu, dass auch der Bürger keine klare Verantwortungsregelung vorfindet. Ich denke, der OB sollte diese Struktur noch einmal überdenken und ggf. mit der Ausschreibung des noch fehlenden Beigeordneten glatt ziehen.

Kernforderung für 2016: Sanierung des städtischen Haushalts

Als vordringlichste Aufgabe für 2016 und größte Herausforderung benennt der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Erfurter Stadtrat Michael Panse die Sanierung des städtischen Haushaltes. Zu einer traurigen Tradition hat es sich in den letzten Jahren entwickelt, dass die Landeshauptstadt Erfurt ohne einen Haushaltsentwurf und stattdessen nur unter einer sogenannten vorläufigen Haushaltsführung ins neue Jahr startet. Die Dramatik der aktuellen Situation eines derzeitigen Haushaltslochs von derzeit 46 Mio. Euro ist nach Auffassung der CDU-Fraktion aber immer noch nicht bei den Stadtratskollegen der Linken angekommen. Der Vorsitzende der CDU-Fraktion Michael Panse erklärte zu den Verlautbarungen des Oberbürgermeisters Andreas Bausewein und Karola Stange (Linke): “Die Finanzen sind in einem desolaten Zustand, wir werden es allerdings nicht zulassen, dass die Verantwortung dafür weggeschoben wird und sich das rot-rot-grüne Bündnis in die Büsche schlägt. Die Verantwortung tragen diejenigen, die in den vergangenen Jahren die Haushaltsbeschlüsse gefasst haben. Die CDU Fraktion hat immer wieder vor Fehlentscheidungen gewarnt und Vorschläge unterbreitet, wie der Haushalt mittelfristig saniert werden kann. Sämtliche dieser Vorschläge wurden von Rot-Rot-Grün abgelehnt.” Die CDU Fraktion wird darauf drängen, dass aus der derzeitigen Ankündigungsrhetorik des Oberbürgermeisters auch endlich konkrete Sparvorschläge erwachsen. Die CDU-Fraktion begrüßt, dass der Oberbürgermeister nunmehr aus den Fehlern der Vergangenheit lernen möchte und unter anderem angekündigt hat, dass er auf ein Haushaltssicherungskonzept drängen wird. In seinem Jahresrückblick (TA und TLZ berichteten) hat der Oberbürgermeister darauf hingewiesen, dass es noch Einsparpotentiale gibt und die Stadt sich immer noch zu viel leistet. “Bis heute liegen allerdings noch keine konkreten Maßnahmen vor, wie der Zustand des desolaten Haushaltes behoben werden kann. Die  hausgemachten Probleme sind Fehlplanungen, Steigerung der Personalkosten durch Stellenneubesetzungen, ein fehlendes Personalentwicklungskonzept sowie fehlende Rücklagen in den Jahren, wo Steuerhöchsteinnahmen zu verzeichnen waren. Dies hat sukzessiv dazu geführt, dass jetzt ein Haushaltsdefizit von 46 Mio. Euro zu verzeichnen ist. Entgegen ursprünglich anderer Ankündigungen ist in dieser Frage auch keine nennenswerte Hilfe von der rot-rot-grünen Landesregierung zu erwarten”, so Fraktionschef Panse abschließend. Laut Thüringer Kommunalordnung ist der Oberbürgermeister verpflichtet dem Stadtrat einen Haushaltsplanentwurf so rechtzeitig zuzuleiten, dass dieser bis zum Ende des Vorjahres den Haushalt verabschieden kann. Ein beschlossener Haushalt ist Voraussetzung für die planmäßige Abwicklung von Investitionen und für ein geordnetes kulturelles und soziales Leben in der Stadt.

Traditioneller Start ins neue Jahr

Tolle Akustik in der Thomaskirche
Traditionell ging es bei mir ins neue Jahr. Zwischen den Feiertagen habe ich gearbeitet und de freien Tage zum Abschalten mit der Familie und etwas  Sport genutzt. Das neue Jahr begann – wie auch in den letzten 15 Jahren schon – mit dem Neujahrskonzert im Erfurter Kaisersaal. Zum 13 Mal war das Sorbische Nationalensemble zu Gast und begeisterte mit Melodien und Ballett. Musicalmelodien garnierten das klassische Strauss-Programm. Leider konnte in diesem Jahr meine Mutter aus gesundheitlichen Gründen nicht dabei sein. Die zweite Tradition ist das jährliche Angrillen mit unseren Nachbarn. Seit sechs Jahren glüht bei uns am ersten Januarwochenende der Grill im Klostergarten. 50 Thüringer Bratwürste sind Standard, dazu gibt es Glühwein und was halt jeder so mitbringt. In diesem Jahr ging der Glühwein ganz gut – zu Weihnachten gab es zwar die ersten Blüten auf der Terrasse, aber rechtzeitig zu Neujahr auch etwas Schnee. Neu im Jahresstartprogramm war ein Konzert von unserem Sohn. Seit einige Monaten spielt er im Landesjugendorchester Thüringen und war über die Feiertage zu einer Konzertvorbereitungswoche in Weimar. Das Ergebnis präsentierten die jugendlichen Musiker (fast alle Preisträger von “Jugend musiziert in drei Konzerten in Heilgenstadt, Ilmenau und der Erfurter Thomaskirche (nächste Woche folgt noch Bad Salzungen). Die Thomaskirche war voll und das Publikum war begeistert. Schostakovitsch, Chaminade, Schubert und Strauss standen auf dem Programm.  Ich bin wahnsinnig stolz auf meinen Sohn, wie schnell er im LJO angekommen ist. Mit seinen 14 Jahren ist er einer der Jüngsten.

Zwischen Gänsebraten und Fondue – Zeit für Sport

 
Nordische Sportparkkombination
Regelmäßig zwischen Heiligabend und dem Neujahrstag versagen Selbstdisziplinierungen bezüglich des Essens. Ganz egal, welche Zurückhaltung ich mir sonst im Jahr auferlege, um die Konfektionsgröße zu halten, dies gilt zu den Feiertagen nicht. Bei uns ist es Tradition, dass es Heiligabend Fondue gibt (meist am nächsten Tag noch mal), sowie am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag dann Ente und Gans mit Klößen. Silvester ist es dann wahlweise Käsefondue, Raclette oder Sushi – die Wage freut sich in den Tagen über Ignoranz. Glücklicherweise wird man aber nicht zwischen Weihnachten und Neujahr dick, sondern im restlichen Jahr. 2015 war ich beim Kampf dagegen sehr erfolgreich und im Jahresvergleich geht die Gewichtskurve deutlich nach unten. Viel Sport hat dazu beigetragen – bis in die letzten Tage des Jahres. Meinen Beitrag im Sportpark Johannesplatz habe ich in diesem Jahr gut abgearbeitet. Gestern Abend konnte ich bei der Nordischen Sportparkkombination sogar den Wintersport einbeziehen (allerdings nur via TV). Während ich das Gewicht auf dem Crosstrainer bekämpfte flogen die deutschen Skiadler durch die Lüfte von Oberdorf und live auch über die Bildschirme. Bei uns zu Hause war die Vierschanzentournee Fernsehpflichtprogramm. Mit dem Sieg von Severin Freund konnten die Deutsche gestern wieder an lange Traditionslinien anknüpfen. Heute am frühen Morgen ging es noch einmal in den anderen Sportpark in Erfurt in die Apoldaer Straße zum Squash. Allen Sportfreunden wünsche ich schon einmal ein sportliches Jahr 2016 – aktiv und passiv!

Kommunalpolitischer Jahresrückblick

Dienstlich war ich im zurückliegenden Jahr nicht ganz so viel unterwegs, wie in den vergangenen Jahren. Dies hängt natürlich mit dem Wechsel meines Aufgabenbereichs zusammen – aber auch damit, dass es im Sommer einige Monate „Luft“ gab. Während meiner Tätigkeit im Sozialministerium war ich noch viel in Sachen Mehrgenerationenhäuser und Bundesfreiwilligendienst sowohl in den Einrichtungen, als auch in Berlin bei Tagungen im Bundesministerium. Anfang 2015 war ich zudem beim 4. Demografie-Forum und beim Ländertreffen der Antidiskriminierungsstellen. Am letzten Tag in der „Landespolitik“ habe ich Ende März noch dem ZDF ein Interview gegeben. Seit dem melde ich mich gerne zu Wort, wenn es um sozialpolitische Themen oder Diskussionsrunden geht, aber konzentriere mich auf die Kommunalpolitik. In den Sommermonaten blieb dann auch mehr Zeit für den kommunalpolitischen Teil. Leider zog sich die Diskussion um den erst nicht vorliegenden, dann mit Mängeln versehenen und schließlich nur mit Auflagen genehmigten Haushalt durch das Jahr. Etliche Änderungen und Nachträge beschäftigten uns im zweiten Halbjahr – zusammen mit einem traurigen Ausblick auf das kommende Jahr und dem Minus im Jahresabschluss 2014. Hoffnung, dass dies besser wird besteht leider nicht. Aktuell ist das Minus in der Planungskasse für 2016 bei 46 Millionen Euro. Angesichts der Herausforderungen bei der Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen und Asylbewerbern stellen sich nun neue große Aufgaben. Vor fast einem Jahr war Erfurt erstmals an der Grenze der Aufnahmefähigkeit angelangt und die erste leerstehende Schule wurde am Herrenberg zur Gemeinschaftsunterkunft umgenutzt. Seit dem gab es keine Stadtratssitzung mehr ohne das Thema. Über 3.000 Flüchtlinge sind zu uns nach Erfurt gekommen. Darunter sind auch viele unbegleitete Minderjährige, die uns im Bereich der Jugendhilfe besonders beschäftigen. Sowohl im Stadtrat, als auch in der Fraktion, der Kreispartei und im CDU Ortsverband war es das dominierende Thema und wird es wohl auch bleiben. Den Demonstrationen von Rechtsextremen setzte die Stadt am 9. November eine Großdemonstration auf dem Domplatz entgegen. Für die CDU Stadtratsfraktion stand ich auf der Bühne, um ein Zeichen für Mitmenschlichkeit zu setzen. Im März unterzeichneten die Vertreter von Rot-Rot-Grün ein Kooperationspapier. Darin verpflichtet sich das links-link-grüne Bündnis bis 2019 die Haushalte gemeinsam zu beschließen und Personalentscheidungen gemeinsam zu treffen. Dieser „kleinste gemeinsame Nenner“ oder das „größte gemeinsame Vielfache“ hielt nur einen Sommer. Im Spätherbst eröffnete der Oberbürgermeister dann eine Koalitionsdiskussion. Er bot der CDU einen vakanten Beigeordneten an. Nach dem Abgang des glücklosen Baubeigeordneten und einer Neustrukturierung der Beigeordnetenbereiche solle die CDU einbezogen werden. Für uns bleibt es aber dabei: fürs Fremdgehen stehen wir nicht zur Verfügung – erst muss die erfolglose rot-rot-grüne Ehe geschieden werden… Anders gesagt, als Drohpotential für die Linken lässt sich die CDU nicht benutzen. Wenn dann wollen wir Verantwortung für die Stadt tragen. Mal sehen, wie sich dies in den nächsten Wochen entwickelt. Die Multifunktionsarena entwickelt sich baulich gesehen im Plan – finanziell eher nicht. Fehler der grünen Beigeordneten führten zu erheblichen Mehrkosten und schließlich zu berechtigten Rücktrittsforderungen. Drei weitere Themen aus dem Bereich des Baubeigeordneten sorgten und sorgen für Diskussionsstoff – die Rathausbrücke, die Nordhäuser Straße und die MAN-Straße. In allen Bereichen hinterlässt er unerledigte Hausaufgaben für seinen Nachfolger. Gefeiert wurde aber auch ein wenig 25 Jahre Erfurter Stadtrat, 25 Jahre Wiedervereinigung und der 70. Geburtstag von Manfred Ruge. Beim CDU Kreisparteitag konnte ich zusammen mit vielen anderen „Nach-Wende-Neumitgliedern“ 25 Jahre CDU-Mitgliedschaft feiern. Nachdem ich Ende 1989 Mitglied des Demokratischen Aufbruchs wurde, fusionierte der DA im Spätsommer 1990 mit der CDU. Beim CDU Kreisparteitag habe ich nach 24 Jahren Vorstandsarbeit und 10 Jahren als stellevertretender Vorsitzender erstmals nicht kandidiert. Als Fraktionsvorsitzender wurde ich im Sommer für den Rest der Wahlperiode im Amt bestätigt und bin dadurch sowieso Mitglied im CDU Kreisvorstand.  

Versöhnlicher Jahresabschluss

Die Drachen durften feiern…
Inzwischen ist es nun schon 16 Jahre her, dass ich regelmäßig zum Eishockey zu den Black Dragons gehe, aber so ein Spiel wie gestern Abend habe ich seltengesehen. Gerade in den letzten Monaten verwöhnten die Black Dragons ihre Fans nicht gerade mit Erfolgen. Dies liegt an der stärker gewordenen Liga – aber auch daran, dass einige Leistungsträger weg sind. Die Zuschauerzahlen pendelten sich auf dem Niveau von 400 bis 500 ein. Gestern Abend gegen die Harzer Falken aus Braunlage war die erste Überraschung, dass die Halle brechend voll war. 950 Zuschauer gab es lange nicht. Die zweite Überraschung gab es nach gerade 15 Sekunden mit dem 1:0. Danach wurde es ein aufregendes erstes Drittel mit viel Frustpotential. Drei Spieldauerstrafen dezimierten die Falken und sorgten für Aufregung bei ihren mitgereisten Fans. 99 Strafminuten in einem Drittel, welches 45 Minuten dauerte sorgten für ausreichende Chancen für unsere Drachen und es stand 4:1. Gelaufen war der Abend aber damit noch nicht. Im zweiten Drittel schossen beide Teams vier Tore und es stand 8:5 bevor die Drachen im Schlussdrittel wieder einen Gang zulegten und auf 11:6 enteilten. Klasse Spiel, super Stimmung! So kann es nächstes Jahr in der Kartoffelhalle weiter gehen. Wermuttropfen für alle Erfurter war die Verletzung unseres Leistungsträgers Jan Zurek. Nach einem Bandencheck musste er vom Eis und heute wurde ein gebrochener Halswirbel diagnostiziert.

Persönlicher Rückblick auf 2015

 
Jahres(rück)spiegel
Eigentlich könnte ich es mir leicht machen – der Rückblick auf das zu Ende gehende Jahr bietet verschiedene Ansatzpunkte und draus kann sich jeder das Passende heraus suchen. Auf meiner Flickr-Seite finden sich aus dem Jahr 2015 genau 99 virtuelle Fotoalben – Reisen, Sportveranstaltungen, Karneval, politische Termine und Tagungen. Damit wäre dann schon Vieles illustriert. Beschrieben ist Vieles auch hier auf meiner Homepage mit rund 250 Blog-Einträgen – tagebuchartig habe ich dabei ausgewählt, was mir wichtig erschien. Hinzu kommen noch 52 Pressemitteilungen – überwiegend als Fraktionsvorsitzender, von unserem SWE Volley-Team oder als Generationenbeauftragter. Wer es kurz mag, findet auf dem Twitter-Account Kurzmitteilungen. Allerdings mit 140 Zeichen oder diversen Links nicht besonders reichhaltig. Bei Facebook ist das Ganze etwas bunter und vielfältiger und zudem aufgeteilt auf das fb-Freunde-Profil und die Politikerseite (auf der ich mich dann vorzugsweise zu kommunalpolitischen Themen positioniere). Beim virtuellen „Blättern“ habe ich aber einige Punkte gefunden, die mir 2015 besonders wichtig waren und die ich hier festhalte. Das Wichtigste am zu Ende gehenden Jahr sind für mich meine Familie und meine Freunde, die mich durch das Jahr begleitet haben. Ich bin glücklich darüber, dass alle weitestgehend gesund durch das Jahr gekommen sind und ich viel Zeit mit meinen drei Söhnen verbringen konnte. Der Älteste Maximilian ist nun 25 Jahre alt, hat mit seiner Freundin eine gemeinsame Wohnung und wurde Ende September bei der Ernennungsveranstaltung als Polizeibeamter von der ganzen Familie gefeiert. Ich bin stolz auf ihn, dass er seinen Weg gemacht hat. Stolz bin ich auch auf seine beiden jüngeren Brüder. Jonas ist jetzt in der 8. Klasse am Königin-Luise-Gymnasium spielt immer noch erfolgreich Football bei den Indigos und ist jetzt in das Landesjugendorchester als Fagottmusiker berufen worden. Sein kleiner Bruder Julian ist oft bei uns zu Besuch, lebt in St. Ilgen bei Heidelberg, besucht dort die 2. Klasse und spielt Eishockey und Handball. Besonders mit den beiden Jüngeren waren wir auch viel unterwegs. Im Sommer an der Ostsee – Kühlungsborn und Ribnitz-Damgarten sowie mit dem Kurzen eine Woche im Regenbogencamp in Prerow. Dazu waren wir gleich drei Mal in Prag. Zum Jahreswechsel 2014/2015 und zwei Mal im Sommer. Im Oktober war ich dann noch eine Woche auf USA-Reise in unserer Partnerstadt Shawnee und in Chicago. Zum persönlichen Teil des Jahres gehört aber auch, dass ich in den Sommermonaten viel Zeit hatte – unfreiwillig. Mein Job als Beauftragter für das Zusammenleben der Generationen endete Anfang April. Die Auseinandersetzung um die Rechtswirksamkeit des Arbeitsvertrages ging durch mehrere Gerichtsverfahren, bis wir uns schließlich geeinigt hatten und ich ein halbes Jahr später bei der Stiftung FamilienSinn als Leiter der Elternakademie eine neue berufliche Herausforderung übertragen bekommen habe. Der neue Job macht mit viel Spaß, zumal ich mit vielen Vereinen und Verbänden zu tun habe, die ich aus 25 Jahren Sozialpolitik in Thüringen kenne. Positiv an der „Pause“ war, dass ich mich intensiv dem Sport widmen konnte. Sport nicht nur bei der Organisation beim unserem SWE Volley-Team (die gerade einen beeindruckenden Lauf haben), sondern auch selbst aktiv. So viele Fitness-, Squash-, Badminton- und Wasserskieinheiten, wie in keinem Jahr zuvor, haben erfolgreich das leichte Übergewicht bekämpft. Viele Sportveranstaltungen sind aber auch in Erinnerung geblieben. Eishockey in Erfurt und Prag, die Superbowl-Nacht mit meinem Sohn, Rodel-Weltcup in Oberhof, Eisschnelllauf-Weltcup, Fußball in Rostock und bei Hertha BSC ergänzten die vielen Spiele vom SWE Volley-Team, den Black Dragons und RWE. Im März haben wir den Vorstand unseres SWE Volley-Teams neu gewählt – gerne werde ich auch die nächsten zwei Jahre als Vereinspräsident weiter machen. Mit der Gründung einer Spielbetriebs GmbH haben wir einen wichtigen Schritt zu einer Professionalisierung gemacht. Für die neue Saison konnten wir das Team gut verstärken und mit nur zwei verlorenen Spielen bei 11 gewonnenen Spielen sind wir derzeit auf dem zweiten Platz. Der Karneval war in diesem Jahr kurz, aber wieder intensiv. Darüber hinaus erinnere ich mich an viele schöne Stunden mit meinen Jungs. Bei den Motorradtagen, dem Ausfahrt am 1. Mai, dem Harley-Tag und vielen Touren war ich mal mit dem Kleinen und mal mit dem Großen unterwegs. Gemeinsam waren wir im Technik-Museum in Speyer, in der VIBA-Nougatwelt in Schmalkalden, im Miramar in Weinheim, Wasserski fahren St. Leon, zur Flughafenführung in Frankfurt, beim Eisenbahnfest in Weimar, im Audi-Museum in Ingolstadt, im Kletterpark Possen und Hohenfelden, beim Flughafenfest und häufig auf der EGA (Wasserachse, Kürbissausstellung, Winterleuchten). Tolle Abende gab es in diesem Jahr auch unter anderem im Spiegelzelt in Weimar zum 10jährgen Jubiläum des Kinderhospizes, bei der Premiere zum Domstufenfestival (Freischütz), bei Danetzare 2015, den Jüdisch-israelischen Kulturtage und beim Chanukka-Ball im Kaisersaal. Einen Höhepunkt gab es dann noch für die ganze Familie kurz vor Weihnachten. Als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk haben wir unseren neuen Weihnachtsgeschenkefamilienschlitten direkt im Audi-Werk in Ingolstadt abgeholt – Erlebnisprogramm inklusive. Wenn ich zurück schaue bleiben viele schöne Stunden von 2015 in Erinnerung – die weniger schönen werde ich erfolgreich verdrängen 😉 Morgen blicke ich dann noch auf die (kommunal-)politischen Themen zurück.  

Familienweihnachtstage

Den Coca-Cola-Weihnachtstruck haben schon alle drei Söhne um den Weihnachtsbaum gefahren 🙂
Weihnachten in Familie ist nicht nur der Titel eines Weihnachtsliederalbums von Frank Schöbel und Aurora Lacasa – es ist für viele Menschen der Inbegriff erfüllter Weihnachtsfeiertage. Auch bei mir war und ist das zu Weihnachten so, dass man die ganze Familie trifft miteinander isst, mit den Kindern viel Zeit verbringt und alles was sonst so zeitraubend wichtig ist, vergessen kann. Ich bin dankbar dafür, dass dies auch in den letzten Tagen wieder so war. Heiligabend wird bei uns traditionell mit der Bescherung nach dem Besuch der Thomaskirche und Fondue gefeiert. In diesem Jahr waren wir sowohl zum Krippenspiel, als auch zur anschließenden Christvesper in der Thomaskirche. Mein Sohn ist Konfirmand und das Krippenspiel wird in jedem Jahr von den Konfirmanden gestaltet. Der erste Weihnachtfeiertag begann in diesem Jahr ungewöhnlich zeitig. Mit dem Auto ging es schon kurz vor 7 Uhr auf die fast menschenleere Piste. Die Bedingungen um den Audi einzufahren waren nahezu ideal – allerdings natürlich nicht der Grund für den 700km-Tripp nach Heidelberg und zurück. Ich habe meinen jüngsten Sohn dort abgeholt und zu den Klößen und Ente bei meiner Mutter waren wir – etwas verspätet – wieder zurück. Am Abend war dann auch mein ältester Sohn mit seiner Freundin bei uns zu Gast. Der zweite Weihnachtsfeiertag ging genau da weiter, wo der erste Feiertag aufgehört hat – mit gut essen und spielen mit den Kindern. Heute haben wir den einen Sohn in sein einwöchiges Musiklager nach Weimar gebracht – er probt dort mit dem Landesjugendorchester für eine Serie von Auftritten zu Beginn des Jahres. Mit dem Kurzen war ich im Kino – “Der Kleine Prinz” erinnerte an all dies was wichtig ist. Die Zeit, die man miteinander verbringt macht nicht nur die Rose so wichtig…. Am Abend habe ich den Kurzen zurück nach Heidelberg gefahren. Dieses Mal allerdings auf durchaus gut gefüllten Straßen – offensichtlich waren auch in diesem Jahr viele Menschen zu Weihnachten unterwegs mit ihren Familien oder auf dem Weg von/zu ihren Familien.