Frühling im Brühl

Attraktive Foto-Location im Brühl
Attraktive Foto-Location im Brühl
Mitten in der Stadt ist das Erfurter Brühl inzwischen eine begehrte Wohngegend geworden. Vor 20 Jahren sah das am Brühl noch ganz anders aus. Eine Industriebrache mitten in der Stadt und erst nach und nach gelangen der LEG Ansiedelungen. Spätestens aber  mit dem Bau des Theaters und des Grand-Hotels sowie zwei benachbarter Seniorenresidenzen erwachte der Stadtteil. Inzwischen ist in dem Gebiet auch das ehemalige Heizwerk (äußerlich) ansehlich rekonstruiert und es entstanden zudem viele neue und attraktive Wohnungen. Die Nähe zum Theater, zum Dom, dem Brühler Garten und dem Petersberg führen auch dazu dass regelmäßig Spaziergänger im Brühl sind. Derzeit auch Fotografen aus der ganzen Stadt, die die Baumblüte bewundern und festhalten. Mit der Kamera ausgestattet findet man auch als Anwohner im Brühl noch viele schöne Ecken – die blühenden Bäume haben wir leider nur für einige Wochen im Jahr. Bilder aus dem Brühl  

Von Thüringen nach Rio

Mit der Finanzministerin Heike Taubert und dem Rennrodler Sascha Bennecken
Mit der Finanzministerin Heike Taubert und dem Rennrodler Sascha Bennecken
Leider sind das nicht die persönlichen Reisepläne 🙁 Aber es spannt den Bogen über das Sportwochenende. Neben der obligatorischen Squash-Runde am Freitag ging es Samstag zum Fußball. Erfreulicherweise beflügelte die Einweihung der Nordtribüne mit den Erfurter Fans dieses Mal das Team – bei letzten Heimspiel durften die Gästefans auf die Tribüne und promt hat Erfurt gegen Chemnitz verloren. Dieses Mal gewann Erfurt in einem guten Spiel gegen den Tabellendritten Osnabrück mit 4:2. Volleyball gab es dieses Wochenende hingegen nur aus der Ferne. Unsere U16 und die U20 waren zur Regionalmeisterschaft in Dresden. Die U16 wurde 3. und die U20 2. – für letztere bedeutet dies die Qualifikation zu den Deutschen Meisterschaften. Glückwunsch! Am Abend war dann das SWE Volley-Team zumindest kurzzeitig auf der Leinwand präsent. Beim Ball des Thüringer Sports gab es einen Video-Jahressportrückblick. Unser Aufstiegsjubel war nicht nur im MDR zu sehen, sondern auch von den 1.150 Ballgästen, gleich drei Mal waren wir gut im Bild. Da bleibt jetzt die Hoffnung, nächstes Jahr auch einmal zu den nominierten Teams zu gehören – das waren wir bis jetzt erst ein Mal im Jahr 2003. Gemeinsam mit unserem Schatzmeister Thomas Recknagel habe ich die Vereinsfahne des SWE Volley-Teams beim Ball des Thüringer Sports gerne hoch gehalten. Nahezu alle Spitzensportler waren dieses Mal auch auf der Bühne – der Termin war also gut gewählt vom LSB zwischen der beendeten Wintersaison und der heißen Phase der Olympiavorbereitung für Rio. Ein rundherum gelungener Ballabend ging am Ende bis kurz vor zwei. Nur eine Sache war bedauerlich – trotz mehrmaligen Aktivitäten beim Los-/Gewinnspielkauf gingen wir leer aus (ich habe sogar extra meiner Ex-Chefin, der heutigen Finanzministerin Heike Taubert ein Los abgekauft). Bei uns am Tisch saß die Rennrodlerin Dajana Eitberger mit ihrem Freund und der hat gewonnen – ein Fahrrad. Gewonnen haben. Eigentlich haben aber alle gewonnen, vor allem der sportliche Thüringer Nachwuchs – 7.500 Euro erbrachte der Losverkauf. Bilder vom Ball des Sports  

Politik mit und für Frauen

Annette Widmann-Mauz bei ihrer Rede
Annette Widmann-Mauz bei ihrer Rede
Leider ist es auch in Thüringen immer noch so, dass Politik männlich geprägt ist. Mit Christine Lieberknecht als Ministerpräsidentin konnten wir in der Vergangenheit auch als CDU nicht darüber hinweg täuschen, dass bei vielen Politik-Veranstaltungen und den Einladungen dazu die Anrede „sehr geehrte Damen und Herren“ nicht korrekt ist – weil sich viel zu oft nur die Herren angesprochen fühlen. Am Samstagvormittag war dies im Augustinerkloster genau anders herum. Beim Landesdelegiertentag der Frauen Union Thüringen war ich die erste Stunde der einzige männliche Gast und wurde deshalb immer gesondert begrüßt, bis der Landesvorsitzende Mike Mohring da war. 10.500 Mitgliederinnen und Mitglieder hat die CDU Thüringen. Aber nur 2.900 davon sind Frauen und erschwerend kommt hinzu, dass besonders junge Frauen in der CDU selten sind. Gut fand ich, dass am Samstag viele engagierte CDU-Frauen beisammen waren. Ihre Bundesvorsitzende Annette Widmann-Mauz sprach zu den Delegierten, ebenso wie Mike Mohring. Fachlich setzte sich der Landesdelegiertentag mit dem Thema Schwangerschaftskonfliktberatung auseinander. Und gewählt wurde schließlich auch. Im Amt bestätigt wurde Evelin Groß – herzlichen Glückwunsch! Bilder vom Landesdelegiertentag der Frauen Union

Königin Luise Kunstpreis 2016

Kunstpreis 2016
Kunstpreis 2016
Eine Tradition, die es bereits in den 90ger Jahren am Königin Luise Gymnasium gab und die dann 2003 endete, hat der Förderverein Königin Luise macht Musik bereits im letzten Jahr aufleben lassen. In diesem Jahr wurde diese Tradition fortgesetzt. Unter Schirmherrschaft des Wirtschaftsministers Wolfgang Tiefensee, der selbst begeisterter Cello-Spieler war, fand der diesjährige Kunstpreis statt. Instrumentales und vokales Musizieren gibt es erfreulicherweise an allen Gymnasien der Stadt Erfurt und so waren auch wieder Musiker aus der ganzen Stadt beim Kunstpreis dabei. Jeweils zwei Stücke mit einer Gesamtdauer von maximal 10 Minuten konnten vorgetragen werden. Instrumental Solisten aber auch Gruppen mit einem beachtlichen Leistungsspektrum präsentierten sich in der Aula des KLG und beeindruckten nicht nur den Schirmherrn sondern auch die rund 80 Zuhörer. Unser Sohn startete auch in diesem Jahr mit zwei Fagott-Stücken. Im letzten Jahr war der Kunstpreis für ihn zugleich die Bronzeprüfung, die er erfolgreich absolvierte. In diesem Jahr gewann er den Kunstpreis. Der erste gewonnene Preis machte ihn genauso stolz, wie seine Eltern. Glückwunsch und weiter so! Bilder vom Kunstpreis  

Ratlosigkeit nach der Ablehnung des Jahresabschlusses der KoWo

Karte gezeigt...
Karte gezeigt…
Ganz große Superstrategen bei Rot-Rot-Grün! Beim Thema Gewinnausschüttung der KoWo teilte sich gestern einmal wieder die Meinung von Rot-Rot. Mit knapper Mehrheit wurde der Jahresabschluss 2015 der Kommunalen Wohnungsgesellschaft mbH (KoWo) abgelehnt. Dieser Beschluss kam für alle Stadträte, aber insbesondere auch für die Stadtverwaltung sehr überraschend und sorgte, der Wahrnehmung nach, beim Bündnis aus SPD, Linken und Grünen für große Verärgerung untereinander. Der Abstimmung ging zunächst eine andauernde Debatte voran, ob die KoWo Teile ihrer Gewinne an die Stadt als Gesellschafter ausschütten müsse. Die CDU-Fraktion kritisiert dieses Vorgehen als unlauteres Mittel, den eigenen Haushalt aufzubessern auf Kosten des Gemeinwohlauftrags der KoWo. Diese Problematik zeichnete Stadträtin Marion Walsmann zum wiederholten Male in ihrem Redebeitrag. Die KoWo ist zwar aus ihrem Tief seit einige Jahren heraus und damit auf einem stabilen Level. Dennoch besteht die Notwendigkeit von Neubau von Wohnungen, so wie es Stadträte aller Fraktionen fordern, aber auch von Werterhaltung durch Sanierung von Beständen. Dafür benötigt die KoWo ausreichende Rücklagen, die aber beschnitten werden, wenn sie Gewinne an die Stadt abführen muss. Besonders der teure soziale Wohnungsbau, der in Erfurt dringend benötigt wird, wird damit perspektivisch infrage gestellt. Die Frage nach der Gewinnabführung beschäftige nun offenbar nicht nur die Opposition, sondern auch einzelne Stadträte von Rot-Rot-Grün. Bevor es zur Abstimmung kam, beantragte der Fraktionsvorsitzende der SPD eine kurze Auszeit, die jedoch dazu führte, dass in den Reihen der SPD und ihrer Partner nicht die Unklarheiten, sondern augenscheinlich noch mehr Klarheiten beseitigt wurden. Die anschließende Abstimmung ergab überraschend ein Ergebnis von 17 Ja-Stimmen, 19 Nein-Stimmen und 2 Enthaltungen. Diese Ablehnung war Ergebnis des linken Frusts über den Umgang mit ihrem Antrag. Offensichtlich zur “Strafe” verweigerten einige Linke der Feststellung des Jahresabschlusses 2015 der KOWO die Zustimmung. Weder der Oberbürgermeister noch der Fraktionsvorsitzende der SPD waren auf diese Situation eingestellt. Der eine war bei der Beratung gar nicht da und der andere begann erst seine Schäfchen zu zählen und zusammen zu stauchen, als es vorbei war. Es gilt jetzt und auch in Zukunft, dass die CDU nicht der Rettungsanker einer uneinigen Koalition ist. Um eure Mehrheit müssen die Kollegen sich selbst kümmern. Im Nachgang an diesen (Nicht-)Beschluss kommen nun zahlreiche Fragen auf. Die Verweigerung des Beschlusses zu einem Jahresabschluss einer kommunalen Gesellschaft ist so noch nicht vorgekommen. Faktisch wurde die KoWo für das Geschäftsjahr 2015 nicht entlastet. Man vertraute wohl darauf, dass es sich dabei um einen formellen Vorgang handle, der routinemäßig vom Stadtrat bestätigt werden würde und prüft erst jetzt die Konsequenzen. Die Stadtratsgeschäftsordnung sieht vor, dass abgelehnte Vorlagen erst frühestens ein Jahr später vom selben Antragsteller eingebracht werden können (Geschäftsordnung für den Stadtrat der Landeshauptstadt Erfurt und seine Ausschüsse vom 18.06.2014 § 7(2)). Dann stünde die KoWo als städtische Gesellschaft aber ohne Geschäftsabschluss da. Wie sich das rechtlich darstellt und welche Auswirkungen dies auf das laufende Geschäftsjahr der KoWo hat, kann man derzeit nur schwer beurteilen. Eine Ausschüttung von Gewinnen kann jedoch nur nach einer Bestätigung des Jahresabschlusses getätigt werden. Die Geschäftsordnung des Stadtrates enthält eine Klausel: Wenn sich „die entscheidungserheblichen Tatsachen […] verändert haben“, dann bestehe die Möglichkeit, den Antrag ggf. in der nächsten Stadtratssitzung erneut einzubringen. Sollte dies tatsächlich der Fall sein, so plädiert die CDU-Fraktion weiter für den Verzicht auf die Ausschüttung der KoWo an die Stadt, damit die KoWo ihren gemeinwohlorientierten Auftrag erfüllen kann.

Wie in einer zerrütteten Ehe…

Auch ein Ausdruck von "Dialogbereitschaft" - Dezernentenbank zu Beginn der Stadtratssitzung
Auch ein Ausdruck von “Dialogbereitschaft” – Dezernentenbank zu Beginn der Stadtratssitzung
Inzwischen scheint im Erfurter Rathaus wohl nur noch ein Mediationsverfahren zu helfen. Allerdings ist für einen professionellen Mediator ganz sicher kein Geld im Haushalt zu finden. Zudem (auch das ist wie bei zerrütteten Ehen) setzt eine Beratung und Mediation den Willen beider Seiten voraus sich zu einigen, bzw. Konflikte zu lösen. Bei der gestrigen Stadtratssitzung wurde überdeutlich, dass von Seiten der Verwaltungsspitze daran kein großes Interesse besteht. Erster Streitpunkt der Stadtratssitzung war die Beanstandung von sechs (bereits vom Stadtrat in vergangenen Sitzungen beschlossenen) Anträgen durch die Verwaltung. Die Interpretation des Oberbürgermeisters und seines Rechtsamtes, der Stadtrat sei dafür gar nicht zuständig, halte ich für zumindest fragwürdig. Fragwürdig wäre ein gutes Stichwort – zum Fragen gehört auch Jemand, der Antworten geben kann. Zu Beginn der Stadtratssitzung war die Bank der Beigeordneten leer und auch der Oberbürgermeister fehlte. Statt seiner leitete die Bürgermeisterin die Sitzung. Von Rot-Rot-Grün wurde beantragt, die Themen die beanstandet wurden, zu vertagen. Mindestens einen Stadtrat der SPD hat das ganze Verfahren nachhaltig verärgert. Während sich Montag die SPD-Stadtratsfraktion (zumindest ein Teil von ihr) über einen Neuzugang in Form des ehemaligen AfD-Stadtrats freuen konnte, musste sie heute einen Weggang verkraften. Stadtratskollege Wolfgang Beese kritisierte berechtigt und mit deutlichen Worten den Umgang der Stadtverwaltungsspitze mit dem Stadtrat und er wird aus Protest vorerst nicht mehr an Stadtrats- und Ausschusssitzungen teilnehmen. Respekt für seine deutlichen Worte! Unter anderem sagte er „Das Verhältnis zwischen Stadtrat und Teilen der Stadtverwaltung erweist sich als zunehmend zerrüttet. Verlautbarungen zur Frage was der Stadtrat darf und was nicht, sind, unabhängig von den rechtlichen Begründung, ein Affront für viele Mitglieder des Stadtrats. Durch die zunehmenden Beanstandungen von Beschlüssen ist die Lage eskaliert und unerträglich.“ Anknüpfend daran kann ich nur an den Oberbürgermeister appellieren zu einer sachorientierten Zusammenarbeit zurück zu kehren, was zunächst voraussetzt miteinander zu sprechen! Auch danach ging es munter zur Sache zum wiederholten Mal stand das Thema Multifunktionsarena auf der Tagesordnung. Dieses Mal ging es bei einer aktuellen Stunde um bauliche Mängel an der Westtribüne. Die meisten der offenen Fragen konnte die grüne Beigeordnete nicht beantworten – sie werden nun schriftlich nachgeliefert und spätestens in der Werkausschusssitzung am 21. April wird es wieder kräftig zur Sache gehen.

Vorfreude sieht anders aus

Die Thüringer Kommunalordnung muss einmal wieder herhalten...
Die Thüringer Kommunalordnung muss einmal wieder herhalten…
Traditionell finden am Vortag zur Stadtratssitzung immer Pressegespräche der Fraktionen statt. Jeweils 30 Minuten erläutern, in der Regel die Fraktionsvorsitzenden, die Positionen zu den Tagesordnungspunkten im Stadtrat. Beim Blick auf die Anträge zur morgigen Stadtratssitzung kann einem die Lust vergehen. 21 Beschlusspunkte listet die TO auf aber davon sind allein sechs Beanstandungen von der Verwaltung (siehe Pressemitteilung). Ein partnerschaftliches Zusammenarbeiten gibt es derzeit zwischen der Verwaltungsspitze und dem Stadtrat bzw. den Bürgern nicht. Bei allen sechs Beanstandungsthemen handelt es sich um offensichtliches Nachkarten der Verwaltung. Die jetzige Beanstandungen sind (wenn sie berechtigt wären) das Ergebnis vorheriger Pflichtversäumnisse der Verwaltung. Schließlich gab es zu allen Anträge bei den vorangegangenen Stadtratssitzungen Stellungnahmen ohne Hinweise auf mögliche Beanstandungen. Die lässt nur zwei Möglichkeiten zu entweder nicht ordentlich geprüft oder fehlerhafte Stellungnahmen – beides peinlich! Die CDU wird dies generell vom Landesverwaltungsamt und ggf. von Verwaltungsgerichten klären lassen. Es bleibt aber der Eindruck, dass die Verwaltung offensichtlich den Stadtrat als lästiges Anhängsel betrachtet und davon ablenken will, dass der fehlende Haushalt die Stadt inhaltlich lahm legt. Im Rahmen einer aktuellen Stunde geht es einmal wieder um die Multifunktionsarena. Seit kurz vor Ostern weiß die Verwaltung von zusätzlichen baulichen Defiziten. Auf die Idee den Stadtrat von sich aus zu informieren kommt die grüne Beigeordnete erst gar nicht, also wird sie morgen einmal wieder an ihre Pflichtversäumnisse erinnert. Unseren Antrag auf eine Facebook-Seite der Stadtverwaltung lehnen SPD und Verwaltung ab (auch die jungdynamischen Jusos) – interessanterweise sind aber die Linken dafür. Die Stadtverwaltung führt als Ablehnungsgrund ins Feld, dass sie dafür zwei zusätzlichen Personalstellen bräuchte. Was sie damit vorhaben verraten sie nicht – eventuell eine Kontrollinstanz oder Facebook-Zensurbehörde? Es ist ein Armutszeugnis der Verwaltung, dass dies der Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit nicht mit erledigen kann andere Städte und Ministerien können es auch. Das Interesse der Presse wird sich (auch angesichts der sonstigen Themengebiete) eher auf die neue Sitzordnung im Stadtrat konzentrieren. Wer neben wem sitzen will wird neu eingeteilt, weil der ehemalige AfD-Stadtrat die Seiten gewechselt hat. Künftig gehört er zur SPD-Stadtratsfraktion. Das wird für einige der jungen Sozialdemokraten eine kräftige Verbiegung werden mit ihren neuen Fraktionsgenossen. In den vielen Jahren, in denen ich Politik gestalten darf, habe ich häufiger erlebt, dass Politkonvertiten schon nach kurzer Zeit auch in ihren neuen Parteien für viel „Spaß“ sorgen.

Krönung einer Wahnsinns-Saison für das SWE Volley-Team

Aufstiegsjubel
Aufstiegsjubel
Inzwischen sind es nur hunderte Fotos, die in den sozialen Netzwerken gepostet wurden, Texte in den Tageszeitungen und sogar das MDR Thüringen Journal, welche vom Samstagabend berichteten. Das Wochenende war bei mir sportlich geprägt (wie fast jedes Wochenende). Freitag die obligatorische Squash-Runde und Sonntag die Saisoneröffnung mit dem Football Vorbereitungsspiel der Erfurt Indigos gegen die Radebeul Suburbians (16:13 gewonnen). Höhepunkt des sportlichen Wochenendes war aber zweifellos der Samstag. Vor allem war er der Höhepunkt einer Wahnsinns-Saison für unser SWE Volley-Team. Bereits am Vormittag war in der Riethsporthalle zu sehen, dass Großes auf dem Programm stand. Eine Musikanlage, die für ein Stadion gereicht hätte, Lichttechnik, Nebelanlage, Einlauftunnel für die Spielerinnen, Klatschpappen auf über 1.000 Plätzen und ein 2m Volleyball. Mit dem Motorrad war ich auf Tour um die Spannung vor dem Abend etwas runter zu fahren. Zudem hat unsere 2. Mannschaft ihr letztes Heimspiel der Saison in der Halle am Sportgymnasium gespielt (gegen Zschopau mit 0:3 verloren). 19.30 Uhr (sonst spielten wir diese Saison immer 18 Uhr) war eine irre Stimmung in der Halle – 1.150 Zuschauer (Saison- und Vereinsrekord!) erlebten wie unsere Spielerinnen im Gegenlicht und Nebel einliefen. Gegen die Damen vom VV Grimma war eine Rechnung offen – vor vier Jahren verloren wir im direkten Duell am letzten Tag an sie die Meisterschaft mit dem damaligen Zuschauerrekord von 860. Dieses Jahr lag Grimma im Mittelfeld der Tabelle und das Meisterschaftsduell lief via Internet mit Offenburg. Nach dem 1. Satz wären wir in der Blitztabelle Meister gewesen – wir hatten den 1. Satz klar gewonnen, Offenburg in Neuwied klar verloren. Der zweite Satz ging an Grimma, der dritte Satz wieder an uns. In Neuwied holte Offenburg zwei Sätze. Im vierten Satz kam noch einmal Hoffnung auf. Neuwied führte gegen Offenburg bereits 24:21, aber am Ende gewann Offenburg mit 24:26. Damit war die Meisterfrage geklärt. Dennoch sollte es in Erfurt ein 3-Punkte-Sieg werden. Mit 27:25 gewannen unsere Mädels vor einem begeisterten Publikum. Mit Oberbürgermeister Andreas Bausewein, SWE-Geschäftsführer Peter Zaiß und dem TVV-Präsidenten Christian Stückrad habe ich bei der Siegerehrung unsere Mädels und die MVP der Liga Alison Skayhan geehrt. Der Rest des Abends war Party, Sektduschen, Trikotversteigerung und Stimmungsmusik vom Muschikantenstadel. Der Aufstieg in die 1. Liga krönt eine tolle Saison. Danke allen Freunden von unserem SWE Volley-Team. Bilder vom Spiel Bericht im MDR

Aprilscherze und ernste Absichten

Kein Aprilscherz
Kein Aprilscherz
Heute begann der Tag mit ungläubigem Staunen. Schnee am 1. April war aber in Thüringen kein Aprilscherz sondern die Folge vom Tief Kerstin. Über Nacht war so viel Schnee gefallen, wie im ganzen Winter nicht. Auf meinem Auto nicht, weil es in der Tiefgarage stand – allerdings mit Sommerreifen 😉 Also durfte heute noch einmal der gute alte Passat in den Einsatz, nachdem ich ihn schneeberäumt hatte. Im Laufe des Tages gab es aber auch einige wirkliche Aprilscherze. Ein Bekannter schickte mir einen Artikel von Eisenach Online. Darin war zu lesen, dass es bei der Antidiskriminierungsstelle des Freistaats eine Beschwerde über die Diskriminierung des alten Mannes Winter beim jährlichen Sommergewinn eingegangen sei. Männer würden damit regelmäßig diffamiert und herabgewürdigt. Der Ansprechpartner der Landesregierung für Antidiskriminierung, Michael Panse, habe dies bestätigt. Dies kann bzw. muss ich ausdrücklich dementieren 😉  Auch wenn die Tätigkeit als Ansprechpartner der Landesregierung für Antidiskriminierungsfragen sehr interessant war, bin ich jetzt nun heute am 1. April genau ein halbes Jahr als Leiter der Elternakademie bei der Stiftung FamilienSinn. Angesichts der heutigen Wetterkapriolen hätte ich aber dem “bösen Winter” mitgeteilt, dass es sich nach meiner Meinung gemäß AGG § 8-10 um eine durchaus zulässige unterschiedliche Behandlung handelt. Ich denke auch die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) würde dies so bestätigen. Schließlich möchte ich am Wochenende Motorrad fahren und habe keine Winterreifen auf meinem Bike drauf. Am Wochenende wird es aber wetterunabhängig noch einmal um Volleyball gehen. Am Samstag Nachmittag spielt unsere zweite Mannschaft ihr letztes Heimspiel der Saison gegen Zschopau in der Halle am Sportgymnasium. Am Abend dann ist ab 19.30 Uhr Saisonabschluss für unsere 1. Mannschaft. Im Spiel gegen VV Grimma wollen unsere Mädels die saubere Heimweste behalten und mit einem Sieg die Option auf die Meisterschaft offen halten. Feiern werden wir danach in jedem Fall – Vizemeister oder Meister am Ende einer tollen Saison. Seit gestern ist es auch offiziell, dass dies der Aufstieg in die 1. Bundesliga sein soll. heute berichtete sowohl die Presse, als auch Funk und Fernsehen davon. Während Hamburg wohl keinen Lizenzantrag für die 1. Liga stellen wird und sich aus Kostengründen zurück zieht, haben die VolleyStars in Suhl einen Lizenzantrag gestellt, um in der 1. Liga bleiben zu können. Wenn also alles klappt gibt es nächste Saison Thüringenderbys in der 1. Liga.  

SWE Volley-Team goes 1. Liga

...ein neues Vereinskapitel
…ein neues Vereinskapitel
Unser Lizenzantrag ist auf dem Postweg nach Berlin – am Dienstagabend haben wir in der Gesellschafterversammlung die Entscheidung getroffen, in der kommenden Saison die Herausforderung 1. Volleyballbundesliga anzunehmen. Sechs Jahre hat es gedauert, bis wir nun wieder einen Lizenzantrag für die 1. Volleyballbundesliga für unser SWE Volley-Team einreichen. Die „Mission 2016“ haben wir nicht so offensiv beworben, wie es andere Sportvereine tun, aber trotzdem systematisch die Rahmenbedingungen dafür geschaffen. Zum dritten Mal in unserer Vereinsgeschichte soll es in der Saison 2016/2017 in die erste Liga gehen. Nach der Saison 2003/2004 und 2010/2011, in denen das Gastspiel jeweils nur ein Jahr ging, wollen wir dieses Mal länger als nur für eine Saison oben mitmischen. Bei einem Pressetermin habe ich heute gemeinsam mit unserem Cheftrainer und Geschäftsführer der Spielbetriebs GmbH Heiko Herzberg bei unserem Hauptsponsor den Stadtwerken über den Planungsstand für die Saison 2016/2017 informiert. Vor einem Jahr hatten wir bereits eine Spielbetriebs GmbH gegründet und Ende 2015 am sogenannten Vorlizenzierungsverfahren der VBL teilgenommen. Mit der Erarbeitung und erfolgreichen Präsentation von unserem Sponsoringkonzept beim Businessabend vor zwei Wochen haben wir ein solides wirtschaftliches Fundament gelegt. Hinzu kam eine sportlich erfolgreiche Saison, in der wir vor Saisonstart um die Medaillenränge mitspielen wollten. Im Laufe der Saison haben wir erfreut registriert, dass mehr in der Mannschaft steckt. Am kommenden Samstag findet nun das letzte Spiel der Saison 2015/2016 in der 2. Volleyball Bundesliga statt. Der Gewinn der Vizemeisterschaft für unser SWE Volley-Team ist bereits jetzt sicher – ob sogar noch mehr geht wird sich am letzten Spieltag entscheiden. Neben unserem Heimspiel gegen Grimma muss der derzeitige Spitzenreiter VC Offenburg beim Tabellendritten Neuwied antreten. Für ausreichend Spannung ist somit gesorgt. Wir wollen in jedem Fall gemeinsam mit der Mannschaft, den Fans und unseren Sponsoren einen erfolgreichen Saisonabschluss feiern. Und wir wollen auch den Aufstieg in die 1. Bundesliga feiern. Wir haben starke Partner an unserer Seite – Sponsoren, die uns tragen, einen gut zusammen arbeitenden Vereinsvorstand und eine engagierte Geschäftsstelle. Vor allem haben wir aber auch den Rückenhalt vieler volleyball-begeisterter Fans. Den Vereinszuschauerrekord von 1.020 Zuschauern im Spitzenspiel gegen Offenburg wollen wir am Samstag überbieten. Ich bin dankbar dafür in unseren Verein seit nunmehr 13 Jahren als Vereinspräsident Verantwortung tragen zu dürfen. Unser Verein hat eine lange Traditionslinie. Mitte der 80ziger Jahre entstand die damalige BSG Braugold aus Teilen des ASV Erfurt. Schon damals war ich bei vielen Auswärtsspielen, und den Heimspielen sowieso, dabei. 1990 wurde der Verein TuS Braugold e.V. gegründet. Über die Stationen DDR-Liga und Regionalliga sind wir 1993 in die 2. Bundesliga aufgestiegen und spielen seitdem (mit Ausnahme der Saison 1995/1996) durchgängig in der 2. Bundesliga (mit den zwei Ausflügen in die 1. Liga). Seit dem Wechsel des Hauptsponsors und des Vereinsnamen im Jahr 2004 starten wir als SWE Volley-Team. Wir freuen uns auf das nächste Kapitel in der Vereinsgeschichte!