Panse: Formfehler in Antrag seit Wochen bekannt
Der Formfehler im Förderantrag für die Sanierung der kleinen Eishalle ist der Stadtverwaltung seit mehreren Wochen bekannt. Anstatt das Problem mit dem Bund zu beheben, zieht es der Oberbürgermeister vor, das Problem zu ignorieren und andere für seine Arbeit einspannen zu wollen. Stadtrat Michael Panse zeigt sich befremdet über diesen Vorgang:
“Nach unserer Kenntnis wurde die Stadtverwaltung bereits vor Wochen von unserer Bundestagsabgeordneten Antje Tillmann über einen Formfehler im Förderantrag informiert. Detaillierte Nachfragen dazu kann natürlich nur der Antragssteller, also die Stadt Erfurt, stellen. Die Stadt ist in der Pflicht, sich um Ihren eigenen Antrag zu kümmern!”
In einer heutigen Pressemitteilung fordert der Oberbürgermeister die Bundestagsabgeordnete auf endlich zu “sagen was sie wisse”. “Das allein zeigt, wie wenig Ahnung der Oberbürgermeister von Fördermittelvergaben zu haben scheint. Die Vergabe erfolgt in nicht öffentlicher Sitzung, daher ist die Weitergabe von Informationen an den Antragssteller über Dritte gar nicht zulässig”, ärgert sich Panse.
“Der laxe Umgang mit so wichtigen Fördermittelanträgen ist befremdlich. In anderen Kommunen hat so etwas oberste Priorität. Nun muss die Stadtverwaltung endlich aufwachen und den Formfehler im Antrag beheben, ansonsten wird der Antrag auch in der nächsten Vergaberunde hinten runterfallen”, erklärt Panse weiter.
Die CDU-Fraktion wird zu diesem Vorgang im Finanz- als auch im Werkausschuss des Erfurter Sportbetriebs detaillierte Informationen von der Verwaltung einfordern.
Seit einem Jahr Stadtrat unter Corona-Bedingungen
Erstaunlich glatt lief die gestrige Stadtratssitzung, zu der es im Vorfeld wieder heftige Diskussionen gab. Angesichts der steigenden Inzidenzzahlen (heute ist Erfurt wieder bei 120) stellt sich von Mal zu mal die Frage, wie die Sitzungen ablaufen und wie lange noch. Für gestern war als eine Neuerung die Möglichkeit zu Schnelltests am Vorabend im Hauptausschuss beschlossen wurden. Rund zwei drittel der Stadträte und Gäste nutzte die Gelegenheit und erfreulicherweise waren auch alle Tests negativ. Zudem bestand während der gesamten Sitzung Maskenpflicht und auch daran haben sich alle gehalten.
Im Gegensatz zu den vergangenen Sitzungen wurden auch zahlreiche Punkte beschlossen und somit die Liste der wartenden Tagesordnungspunkte gekürzt. Nachdem dann die Sitzung um 21.30 Uhr per Mehrheitsbeschluss beendet wurde, bleiben nunmehr rund 25 Punkte für die nächste Beratung. Dies soll dann eine Sondersitzung am 28. April sein. Ob diese Sitzung tatsächlich stattfinden wird, ist natürlich momentan völlig offen.
Mit dem Beschluss des Thüringer Landtags zur Änderung der Thüringer Kommunalordnung, gibt es jetzt auch in Erfurt die Möglichkeit zu Online-Sitzungen. Für die Anhörungen zum Haushalt 2021 wurde dies schon angekündigt. Neben Online-Sitzungen, könnten auch wieder Entscheidungen an den Hauptausschuss delegiert werden. Die neue ThürKO erlaubt eine Änderung der Zusammensetzung des Hauptausschusses – respektive eine Vergrößerung. Somit wären dann alle Fraktionen darin stimmberechtigt vertreten. Allerdings soll/muss der Hauptausschuss dann auch die Mehrheitsverhältnisse im Stadtrat widerspiegeln.
Am Rande der gestrigen Stadtratssitzung verkündete der Oberbürgermeister, dass seine Idee zur zweitägigen Öffnung der Innenstadtgeschäfte vorerst nicht umgesetzt wird. Erst wenn Erfurt eine Woche lang stabil unter einer Inzidenz von 100 wäre – würde er damit wieder kommen. Etwas mehr Realismus bei der Verkündung seiner Schnapsidee hätte verhindern können, dass er mit den Hoffnungen und Sorgen der Erfurterinnen und Erfurter spielt. 10.000 Schnelltests an zwei Tagen sind ebenso wenig realistisch, wie eine konsequente Nachverfolgung von positiv getesteten Personen. Beides funktioniert derzeit in Erfurt nicht gut – leider ist auch deshalb nicht wahrscheinlich, dass die Inzidenz kurzfristig unter 100 sinkt.
Letzte offizielle Teamrunde
Gestern war es nun soweit – sieben Monate nach unserem ersten offiziellen Teammeeting habe ich mich von unserer Mannschaft und dem Trainerteam verabschiedet. Am Donnerstag dieser Woche werden unsere Spielerinnen nach Hause fliegen und hoffentlich trotz aller sportlichen Rückschläge in dieser Saison auch gute Eindrücke von Erfurt mit nach Übersee nehmen.
In dieser Saison 2020/2021 waren in unserem Team acht deutsche Spielerinnen und sechs Spielerinnen aus den USA, Kanada, Argentinien und Russland. Es war für alle schwierig, weil gemeinschaftliche Erlebnisse und teambildende Maßnahmen nur sehr eingeschränkt möglich waren.
Fans hatten coronabedingt fast gar keinen Kontakt zum Team. Bei den Heimspielen durfte nur das Helferteam in die Halle und zu den Auswärtsspielen durften nur eine Handvoll Vereinsvertreter mit, die auch alle extra getestet werden mussten. Ich habe das Team regelmäßig sehen können – jede Woche haben wir alle Spielerinnen mit Schnelltests getestet. Glücklicherweise waren die über 400 Tests alle negativ.
Der Trainerwechsel Ende Dezember hat uns zusätzlich beschäftigt – ein großes Dankeschön an Gil, der kurzfristig das Traineramt übernommen hat, an Hayden der für einen Spieltag Cheftrainer war und an Thomas, der als zweiter Co-Trainer dazu gekommen ist. Gil hat heute in der Abschiedsrunde den Spielerinnen ebenso gedankt. Es war sportlich keine erfolgreiche Saison, aber es war trotzdem eine Saison, in der alle Erfahrungen die gemacht wurden bleiben und den Spielerinnen in ihrer persönlichen Entwicklung helfen. Einige werden mit Volleyball aufhören und sich auf die berufliche Entwicklung bzw. das Studium konzentrieren. Einige werden zu anderen Vereinen gehen und vielleicht irgendwann wieder in Erfurt sein. Und einige Spielerinnen werden wir im SWE-Trikot wieder sehen.
Meine Wünsche zum Abschied habe ich unseren Spielerinnen auch in den sozialen Medien mit auf den Weg gegeben:
Today was the last time I was with our players and coaching team to see them off. On Thursday our players from overseas will fly back to their homeland. At the end of a difficult season, I thanked them warmly for their commitment in Erfurt and wished them all the best for their future. Have a good flight home and stay healthy. I hope to see you again someday!
Panse: Viele Bauprojekte zu spät gestartet
In 37 Tagen beginnt die BUGA 2021 in Erfurt. Doch bis dahin werden längst nicht alle der begonnenen Bauprojekte fertiggestellt sein. Stadtrat Michael Panse kritisiert: “Die Stadt Erfurt hat den Startschuss für diverse Bauvorhaben anlässlich der BUGA 2021 definitiv verpasst!”. So werden z.B. das Kommandantenhaus am Petersberg, die Gerabrücke in der Warschauer Straße, aber auch viele einzelne kleine Projekte nicht fertiggestellt. Zusätzlich wird die Straße „Lauentor“ für die gesamte BUGA-Zeit Baustelle bleiben. Somit werden die Besucher nicht nur in der ersten Zeit der Gartenschau noch den einen oder anderen Bagger besichtigen können.
„Auffällig ist, dass sich viele dieser Projekte nicht in Verantwortung der BUGA GmbH, sondern in Verantwortung der Stadt befinden“, stellt Panse klar. „Leider hat sich die Stadt Erfurt bei einigen Bauvorhaben, gerade auch bei Publikumsmagneten wie dem Petersberg, schwergetan. Das ist nicht allein dem Umstand der Pandemie oder dem kurzzeitigen Wintereinbruch geschuldet, sondern liegt an verspäteten Ausschreibungen und Vergaben. Ärgerlich daran ist, dass offensichtlich aus den Fehlern zum Bau der Multifunktionsarena nichts gelernt wurde. Großprojekte dieser Dimension erfordern ein professionelles Agieren.“, ärgert sich Panse.
Dennoch muss nun alles getan werden, um die BUGA zu einer Erfolgsgeschichte zu machen. Trotz aller momentanen Unsicherheiten hat die BUGA bereits viele Tickets vorverkauft, Sicherheits- und Hygienekonzepte sind erstellt. Wenn jetzt alle an einem Strang ziehen, kann die Bundesgartenschau ein Meilenstein für Erfurt werden. Die CDU-Fraktion wird jedoch, wie in der Vergangenheit auch, darauf achten, dass Verantwortlichkeiten für Fehler klar benannt werden.
Zur Erinnerung für unseren Oberbürgermeister
Derzeit sieht es an vielen Stellen in unserer Stadt noch wie auf einer Baustelle aus. Bis zum Buga-Beginn in 38 Tagen und leider auch danach noch werden die Baustellen nicht alle fertig. Da ist es schon eine Extra-Einweihung wert, wenn ein Projekt fertig wird. Heute war es der Buga-Schriftzug an der Mauer der Festung Petersberg, den der Oberbürgermeister enthüllt hat. Bepflanzt mit Blumen wird der Name der Landeshauptstadt damit ganz sicher zum Fotomotiv für viele Besucher.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Erfurter Theaters haben den Schriftzug angefertigt – ein herzliches Dankeschön dafür. Ein Dankeschön auch dem Erfurter Garten- und Friedhofsamt für den Bau der Anlage und die Bepflanzung. Bei aller Freude sei aber auch eine Korrektur angemahnt. Es ist zwar schon drei Jahre her, aber die Beteiligten erinnern sich noch gut, wer die Idee zu dem Schriftzug hatte und einen Stadtratsantrag dazu eingebracht hat. Es war die CDU-Stadtratsfraktion und nicht das Garten- und Friedhofsamt, wie es der Oberbürgermeister in bewusster oder unbewusster Verkennung der Tatsachen heute behauptete. Zur Wahrheit gehört dazu, dass weder seine Stadtverwaltung, noch die Mehrheit des Stadtrats damals diesen Antrag unterstützt haben. Um so besser, dass der Antrag nun doch umgesetzt wurde.
Ich hoffe sehr, dass auch die restlichen Baustellen am Petersberg rechtzeitig fertig werden. Der Aufzug zum Skywalk soll am 22.4. eingeweiht werden. Wir hoffen das Beste!
Bilder vom Schriftzug
Letztes Saisonspiel in Münster
Genau 10 Jahre ist es her, dass ich zum ersten Mal zu einem Auswärtsspiel nach Münster mitgefahren bin. In unserer zweiten Erstligasaison war Münster noch der Inbegriff des Damen-Volleyball. Zwar lag die letzte Meisterschaft da auch schon sechs Jahre zurück, aber in den Jahren zuvor lieferte Münster 17 Meistertitel und 12 Pokalsiege ab. Die legendäre Sporthalle am Berg Fidel stand dafür.
Gestern bei meiner dritten Tour nach Münster habe ich mich daran erinnert, auch wenn die Vorzeichen in dieser Saison ganz anders waren. Nach dem 3:2 Hinspielsieg haben wir uns für unser Team für den letzten Spieltag einen versöhnlichen Abschluss gewünscht. Daraus wurde leider nichts und der Spielbericht zeigt auf warum.
Traurig und enttäuscht ging es deshalb gestern Nacht auf die Heimreise von Münster nach Erfurt. Das Spiel war leider ein Spiegelbild der Saison. Aber diese in jeglicher Hinsicht schwierige Corona-Saison ist jetzt zu Ende und wir werden eine ganze Menge aufarbeiten müssen.
Danke allen Spielerinnen, dem Trainerteam und allen Verantwortlichen im Verein – vor allem aber Dankeschön den Helferinnen und Helfern, Fans und Sponsoren. Ohne Euch wäre diese Saison nicht möglich gewesen. Und jetzt arbeiten wir an der Vorbereitung der nächsten Spielzeit.
Spielbericht Schwarz-Weiß Erfurt:“Schwarz-Weiß Erfurt ist auch im letzten Auswärtsspiel erfolglos vom Spielfeld gegangen. Beim Neunten, USC Münster, unterlagen die Thüringerinnen mit 0:3.Kein Satzgewinn, keinen Punkt: Auch vom letzten Auswärtstrip kehrten die Erfurterinnen ohne Erfolgserlebnis zurück. Und auch wenn sich das 0:3 deutlich anhört, so war es das im Detail betrachtet nicht. Denn in den Sätzen zwei und drei war mehr möglich, doch verpassten die Gäste die Chance, in ihrem letzten Saisonspiel den Bock umzustoßen.Beide Teams mussten auf verletzte Spielerinnen verzichten, weshalb einige junge Spielerinnen zum Einsatz kamen. Vielleicht sind so auch die vielen Aufs und Abs im Spielverlauf erklärbar. Dass die ernüchternde sportliche Saisonbilanz nicht gerade für großes Selbstvertrauen in beiden Lagern sorgte, geht damit wohl einher. Münster hatte im Auftaktsatz den besseren Start, führte 10:6, doch Erfurt konnte egalisieren. Mit einem zweiten Run setzte sich der USC dann jedoch entscheidend ab und gewann mit 25:18 deutlich. Erfurt war aber willens, im letzten Spiel nicht mit leeren Händen die Heimreise anzutreten. Mit 18:10 führte das Schlusslicht, das sich aus einer wirklich guten Annahme heraus viele Chancen im Angriff erarbeitete. Doch die Coolness am Netz fehlte, um einen so formidablen Vorsprung ins Ziel zu bringen. Beim 21:18 war vom großen Vorsprung einiges abgeschmolzen und Münster drehte tatsächlich noch den Satz. Für die SWE-Damen bitter, dass Münster seinen zweiten Satzball zum 26:24 nutzte. Der fast schon sicher geglaubte Satzausgleich wurde verpasst.Wenn man den Erfurterinnen nach dieser Saison eines nicht nachsagen kann, dann ist es, dass sie sich zu früh aufgeben. So steckten sie auch diesen Tiefschlag weg und gingen weiter engagiert zu Werke. Erneut führten sie mit 12:8. Doch was sie sich soeben hart erarbeitet hatten, riss eine 5-Punkte-Serie des Kontrahenten schnell wieder ein. Mehr noch, Münster führte zur zweiten technischen Auszeit 16:13. Zum Satzende kam Erfurt zwar noch einmal heran und wehrte zwei Matchbälle ab, der dritte und letzte beendete dann doch die Saison der beiden Teams (25:23).Die MVP-Medaillen gingen an Nele Barber (Münster) und Meghan Barthel (Erfurt).In Erfurt hat die Aufarbeitung dieser nicht zufriedenstellend verlaufenen Saison schon vor dem Saisonende begonnen. Deshalb wird man sich jetzt nicht länger damit beschäftigen, sondern für eine weitere Spielserie in der 1. Bundesliga anpacken. Damit gehen konsequenter Weise auch einige Änderungen einher, um es in der Saison 2021/22 besser zu machen.” (StS, Foto: Jonas Zimmermann)Bilder aus Münster
Mittwoch noch in Potsdam
Letzter Halt Münster, dann ist die Saison für Schwarz-Weiß Erfurt vorbei. Die Hauptrunde in der 1. Volleyballbundesliga endet für uns morgen und ich werde auch morgen noch einmal das Team nach Münster begleiten. GZSZ war in dieser Saison nicht gleichmäßig verteilt.
In der Corona-Saison überwiegen die schlechteren Zeiten. Nach der vergangenen Saison, die wir der wir erstmals auf einem Nichtabstiegsplatz und – fast noch wichtiger – vor Suhl beendeten, hofften wir es geht so weiter. Leider kamen dann einige nicht geplante Dinge hinzu. Ein knapp bzw. vorsichtig geplanter Corona-Haushalt ein neuer Trainer, der zum Jahreswechsel noch einmal wechselte. Eine Spielerin aus Russland konnte gar nicht anreisen und bei vielen anderen Spielerinnen sorgten die Coronaeinschränkungen für Frust.
Aber wir richten den Blick nach vorn. Unser Hauptsponsor, die Stadtwerke Erfurt, gehen mit uns in das 18. Jahr und wir planen bereits kräftig für die nächste Saison. Ich hoffe morgen noch einmal auf ein gutes und spannendes Spiel und auf ein versöhnliches Ende. Nachfolgend unser Vorbericht:
“Am Samstag endet die Hauptrunde der Saison 2020/21. Für Schwarz-Weiß Erfurt ist es zugleich das letzte Saisonspiel. Genauso wie für den USC Münster, der die Thüringerinnen um 19 Uhr am Berg Fidel empfängt.Ohne Frage, die am Samstag endende Volleyballsaison ist für Schwarz-Weiß Erfurt eine, an die man sich als Anhänger nicht lange erinnern möchte. Vom Zuschauen in der Riethsporthalle ausgesperrt, blieb lediglich das Verfolgen des Geschehens auf den Bildschirmen via Internet. Und was den Fans dort geboten wurde, war nicht allzu oft zum Jubeln. Vier Tiebreak-Spiele (zwei Siege, zwei Niederlagen) gab es in der Riethsporthalle. Die daraus erzielten sechs Punkte sind vor dem letzten Spieltag die magere Bilanz. Auswärts waren die Damen in schwarz-weiß in neun Spielen Punktelieferant. Dass dieser klägliche Ertrag einer Saison nicht zufriedenstellend ist und auch nicht sein kann, liegt auf der Hand. Auch nicht für einen schon mit wenig zufriedenen Verein wie der Erfurter.Der Schwarz-Weiß-Tross macht am Samstag nun zum zehnten Mal Halt. Und im zehnten Anlauf soll der Negativlauf gestoppt werden. Wie das geht, können sich die Damen um Kapitänin Michelle Petter per Videos anschauen. Denn im Hinspiel gewannen sie mit 3:2 eben gegen jenen USC.Der legendäre Berg Fidel hat auch schon bessere Zeiten erlebt. Die Zeiten, wo Meistertitel gefeiert und internationale Spiele abgehalten wurden, sind längst Geschichte. Die Gegenwart sieht die Unabhängigen auf Platz neun, das Erreichen der Playoffs bereits vor dem letzten Spieltag nicht mehr möglich. Dabei wollte man im Münsterland näher an die Spitzenteams heranrücken. Das Gegenteil ist der Fall. Wie in Erfurt, so gab es auch beim USC im Saisonverlauf auf der Trainerposition ein Stühlerücken. Die sportliche Bilanz konnten beide Teams damit nicht verbessern. Somit dürfte logisch sein, dass sich in beiden Mannschaften personell einiges ändern wird, um es im kommenden Spieljahr besser zu machen.Wer im Duell der Enttäuschten mit einem Sieg aus der Saison ausscheidet, das können alle Anhänger im kostenlosen Livestream bei sporttotal.tv verfolgen.” (Stefan Siegl, Foto: Jonas Zimmermann)
Vor dem Spiel waren wir noch optimistisch
Leider standen gestern der Zeitaufwand für die Fahrt nach Potsdam und die Dauer unseres vorletzten Saisonspiels in keinem aktzeptablen Verhältnis zueinander. Die drei Sätze waren schnell – viel zu schnell für uns gespielt und erst in der Nacht 1 Uhr waren wir wieder in Erfurt.
Es bleibt zu hoffen, dass es am Samstag in Münster ein längeres und spannenderes Spiel und hoffentlich auch Punkte für uns gibt. Wir werden uns Samstagmittag wieder auf Tour begeben und unser Team auch im letzten Spiel dieser schwierigen Saison vor Ort unterstützen. Nachfolgend der Vereinsspielbericht von gestern:
“Im vorletzten Auswärtsspiel der Saison musste Schwarz-Weiß Erfurt beim neuen Tabellendritten, SC Potsdam, eine deutliche 0:3-Niederlage einstecken. Ganze 64 Spielminuten benötigten die Brandenburgerinnen, um Erfurt wieder auf die Heimfahrt zu schicken.Die Hoffnung war da, an die zuletzt gezeigten Leistung anknüpfen zu können. Doch das Fleisch war offenbar zu schwach. Mit einer saft- und kraftlosen Angriffsvorstellung gingen die SWE-Damen in der MBS-Arena klar geschlagen vom Spielfeld. Bis zum 8:6 im Auftaktsatz hing man dem Favoriten noch an den Fersen, der sich dann allerdings warm gespielt hatte und den Gästen noch lediglich sechs weitere Punkte gestattete (25:12).Die Hoffnung auf Besserung seitens der Gäste, die beim 0:1 im zweiten Satz erstmals überhaupt in Führung gingen, zerstob nach fünf Punkten in Serie des SCP schnell. Allein vier Eigenfehler (2 x Netzberührung, 1 x Annahmefehler, 1 x unsauberes Zuspiel) des Tabellenletzten verhalfen den Potsdamerinnen zu einer beruhigenden 8:3-Führung. Eine Dreierserie brachte Erfurt zwar wieder heran (8:6), doch postwendend konterte der Vierte mit vier Punkten in Folge (12:6). Damit war auch hier alles vorentschieden, denn Potsdam schien keine Lust zu haben, sich länger mit den Gästen zu beschäftigen.Aggressiv am Netz, machten sie vor, wie man in der 1. Bundesliga nur erfolgreich sein kann. Die SWE-Angreiferinnen versuchten es weiterhin – zumeist erfolglos – mit zaghaften Tipp-Bällen. Dass Trainer Gil Ferrer Cutino beim 22:12 noch seine zweite Auszeit nahm, durfte eher als Spielverzögerung angesehen werden. 25:13 ging auch der zweite Satz deutlich an die Einheimischen.Bei denen gönnte Trainer Hernandez im dritten Durchgang seinem zweiten Sechser Spielpraxis. Bis sich dieser gefunden hatte, enteilte Erfurt auf 9:4. Sollten sich die Thüringerinnen jetzt der drohenden klaren Niederlage erwehren? Nein. Mit der Ex-Erfurterin Lindsay Flory am Aufschlag erzielte Potsdam acht Punkte in Serie zum 12:9. Völlig unverständlich, weil Schwarz-Weiß aus vielen guten Annahmen heraus die Möglichkeiten hatte, zu Punkten zu kommen. Doch die vielen Chancen wurden ängstlich und kläglich vertan. Letztendlich wies auch der zweite Anzug der Potsdamerinnen die Erfurterinnen in die Schranken. Die einzige sich noch auf dem Spielfeld befindende Stammspielerin, Kelsey Veltman, beendete mit einem Block den Satz (25:18) und somit die Partie.Ob die Luft bei den Gästen bereits raus ist oder sie sich noch einmal aufraffen können, wird man am Samstag sehen. Dann geht es zum Ende einer verkorksten Saison zum USC Münster. “(StS) Fotos: Jonas Zimmermann
Bilder aus Potsdam
Der blaue Engel
Leider einen Tag zu spät ist heute unser neues YouTube-Video der Landeszentrale für politische Bildung fertig geworden. Es hätte wunderbar zum Frauentag gepasst, weil es von einer starken durchsetzungsfähigen und selbstbewussten Frau handelt.
Mit dem Autor Michael Grisko habe ich über seine Publikation aus der LZT-Reihe “Die Geschichte hinter dem Bild” gesprochen und wir haben heute ein Video dazu gedreht. Er hat über das legendäre Bild “Lola Lola auf dem Fass sitzend” aus dem 1930 uraufgeführten Film “Der blaue Engel” die Geschichte hinter dem Bild recherchiert. Die daraus entstandenen 36seitigen Broschüre kann die über die Homepage der LZT bestellt werden kann.
Den Film kenne ich – die Geschichte um Marlene Dietrich war für mich nur in Teilen bekannt. Auch sie ist ein Beispiel für eine selbstbewusste Frau, die schon vor 90 Jahren ihren Weg gegangen ist.
Am gestrigen Abend habe ich passend zum Frauentag auch noch im Netz die legendären Worte von Clementine Churchill gelesen. In den 57 Jahren ihrer Ehe war sie ihrem Mann und den gemeinsamen fünf Kindern die wichtigste Stütze. Von beiden gibt es die nachfolgende kurze Geschichte, die ebenfalls wunderbar zum Frauentag passt:
Das Ehepaar Churchill
Eines Tages spazierte das Ehepaar Churchill durch ein vornehmes Quartier in London. Die Leute grüßten und wechselten ein paar Worte mit dem Premierminister.
Ein Straßenfeger hingegen grüßte vor allem Frau Churchill und die beiden blieben ein Weilchen in vertrautem Gespräch beiseite. Danach fragte Churchill seine Frau, was sie so lange mit einem Straßenfeger zu besprechen gehabt hätte. “Ach…er war vor langer Zeit mal verliebt in mich” entgegnete sie.
Churchill schmunzelte und meinte: ” Siehst du, wenn du ihn geheiratet hättest, wärst du heute die Frau eines Straßenfegers”.
Frau Churchill schaute ihren Mann verwundert an und sagte die legendären Worte:
“Aber nein Darling, wenn ich ihn geheiratet hätte, wäre er heute Premierminister”.
Viel Platz für den Aufsichtsrat
Zwischenzeitlich hat sich die Hauptnutzung der Multifunktionsarena deutlich verändert. Das altehrwürdige Steigerwaldstadion wurde mit über 40 Millionen Euro zu einer Multifunktionsarena umgebaut, die Heimstätte für den FC Rot-Weiß Erfurt in der 2. Bundesliga werden und zudem im großen Parksaal auch Veranstaltungen ermöglichen sollte.
Die Insolvenz von RWE und der damit verbundene Zwangsabstieg in die fünfte Liga verpasste der Arena den ersten Dämpfer. Immerhin kamen aber auch da noch die treuen Fans zu den Spielen ins Stadion. Seit Beginn der pandemiebedingten Einschränkungen ist damit Schluss. Frühestens im Mai soll die Saison fortgesetzt werden. bis Zuschauer kommen dürfen, wird die Saison 2020/2021 aber vorbei sein.
Veranstaltungen – zumindest die kultureller und politischer Art fanden im letzten Jahr ebenfalls kaum statt und so war die Arena froh, mit dem benachbarten Thüringer Landtag einen neuen “Ankermieter” in Coronazeiten gefunden zu haben. Die Lüftungstechnik und Veranstaltungsfläche ist deutlich größer und so kann der Landtag mit ausreichen Abstand tagen. Dies hat letztendlich die Arena GmbH im Jahr 2020 vor dem finanziellen Absturz bewahrt. Die Arena GmbH betreibt als Geschäftsbesorger die Bewirtschaftung der Arena im Auftrag des Eigenbetriebs. Seit eineinhalb Jahren bin ich Aufsichtsratsvorsitzender des kleinen dreiköpfigen Aufsichtsrats.
Heute haben wir uns zur wahrscheinlich letzten Sitzung getroffen. Planmäßig soll per Stadtratsbeschluss der Gesellschaftervertrag geändert und damit der Aufsichtsrat abgeschafft werden. Angesichts des Umsatzvolumens und der einstelligen Beschäftigtenzahl ist dieser Schritt nachvollziehbar. Die Arbeit im Aufsichtsrat war mit meinen Mitstreitern und dem Arena-Geschäftsführer Christian Fothe angenehm und ich bedanke mich dafür. Ich wünsche der Arena eine gute Entwicklung und Auslastung.
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