Blogeinträge

In das Spiel gekämpft

Vor dem Spiel
Dieses Mal hatte Aachen das bessere Ende für sich. Allerdings haben sich unsere Spielerinnen nach einem völlig verkorksten ersten Satz gut ins Spiel gekämpft und hätten den zweiten Punkt ebenso verdient gehabt. Noch auf drei Spiele können wir uns in dieser Saison freuen und ich habe vor bei allen drei Spielen unseren Mädels den Rücken zu stärken. Kommenden Samstag steht das Thüringen-Derby auf dem Programm und auch im nachfolgenden Spiel in Potsdam kann unser Team unbeschwert aufschlagen. Nachfolgend der Spielbericht von Stephan Siegl. “Nach einem zweistündigen Match musste sich Schwarz-Weiß Erfurt im Duell mit den LiB Aachen knapp mit 2:3 geschlagen geben und verpasste somit den dritten Saisonsieg. Wenn man mit 13:15 im Tiebreak unterlegen war, dann waren es nur Nuancen, die an einem vollen Erfolg fehlten. Im Spiel der beiden Tabellennachbarn war es am Ende die Routine, die gesiegt hatte. Bezeichnend, dass Kapitänin Mareike Hindriksen den dritten Matchball mit einem Leger verwandelte und ihrer Mannschaft damit zwei wichtige Punkte im Kampf um den Play-off-Platz sicherte. Neben ihr waren es auch die später zur MVP gekürte Jana Franziska Poll und Leonie Schwertmann, die das Spiel der Ladies maßgeblich prägten. Erfurt hatte dem „nur“ einen aufopferungsvollen Kampf entgegen zu setzen – allerdings recht erfolgreich. Zunächst standen sich die SWE-Damen mit einer schwachen Annahmeleistung wieder einmal selbst im Weg. Mit 14:25 ging der Auftaktsatz dann auch deutlich an die Gäste. Als Gil Ferrer Cutino beim 7:12 im zweiten Satz Auszeit nahm, schien der Abend aus Erfurter Sicht nicht vielversprechend. Doch so langsam stabilisierte sich das Defensivverhalten der Gastgeberinnen und mit mehr Mut in ihren Aktionen bliesen die SWE-Damen zur Aufholjagd. Eine Initialzündung war da die eingewechselte Rica Maase (Bild links), die ihre Chance beim Schopfe packte und fortan mit gutem Beispiel am Netz voranging. Beim 18:17 lag Erfurt erstmals im Spiel überhaupt in Führung und fuhr nach einem Block von Jasmine Gross den Satzgewinn (25:21) ein. In Satz drei hatte Aachen wieder den besseren Start erwischt (3:7). Doch hatte nun auch Madeline Palmer (spätere MVP auf Erfurter Seite) der Aufwind im Erfurter Angriff gepackt. Mit drei Punkten einer Erfurter Fünfer-Serie brachte sie ihre Mannschaft wieder in Führung (8:7). Nachdem es dem Vorletzten wieder gelang, dem Schlusslicht vier Punkte zu enteilen (12:16), waren es die wirkungsvollen Aufschläge der eingewechselten Anastasiia Grechanaia, die die Gastgeberinnen wieder ins Spiel brachten. Beim 23:23 war alles offen. Dass Leonie Schwertmann und Eline Timmerman mit zwei Angriffen über die Mitte den Satz für Aachen einfuhren, war ein Puzzleteil zum späteren Gästesieg. Sie waren ihren Gegenüber im Block und Angriff einen Tick voraus. Doch noch war nichts entschieden. Erfurt war jetzt wild entschlossen, nicht klein bei zu geben. Beim Stand von 5:6 verletzte sich aber Zuspielerin Madelyn Cole nach einer Blockaktion, als sie bei der Landung umknickte und vom Spielfeld musste. Schwarz-Weiß schien kurz geschockt, Aachen zog auf 5:8 davon. Es sprach für die tapferen Thüringerinnen, dass sie erneut zurückschlugen. Mit einer 16:12-Führung gingen sie in die zweite technische Auszeit. Eine diskutable Ausballentscheidung zum 17:12 für Erfurt, die nach Beschwerden der Gäste zu zwei gelben und einer roten Karte führte, sah die Gastgeberinnen nun mit 18:12 in Führung. Eine Vorentscheidung war gefallen und Sindy Lenz versenkte zum 25:16-Satzgewinn und 2:2-Ausgleich. Der Tiebreak musste die Entscheidung bringen. Bis zum letzten Seitenwechsel war es ein ständiges Hin und Her. Danach zogen die Ladies auf 10:7 davon und erkämpften sich drei Matchbälle. Zwei Mal konnten die Erfurterinnen noch Gegenwehr leisten, bis Mareike Hindriksen abgezockt die Partie beendete. Aachen hatte verdient zwei Zähler eingefahren und sich die Chance auf Platz acht erhalten. Erfurt hat sich zumindest den einen Zähler verdient, sollte Selbstvertrauen getankt haben und dieses in das Thüringenderby am kommenden Wochenende mitnehmen. StS” MDR-Bericht Thüringer Allgemeine Bilder vom Spiel

Noch vier Spiele in der Corona-Saison

 
Mannschaftbild in Corona-Zeiten
Immerhin noch vier Spiele – zwei zu Hause und zwei Auswärts – stehen für unsere Damen auf dem Programm. Während es bei den anderen Teams der Liga in der Regel nur noch zwei Spiele sind, haben wir zwei Nachholspiele und dadurch auch noch die Hoffnung etwas Balsam auf die Seele streichen zu können und vielleicht doch noch einige Sätze und Punkte zu sammeln. Die Saison war sportlich bis jetzt wenig erfolgreich und so richten wir auch schon den Blick nach vorn. In einem Gespräch mit der TA habe ich erklärt, dass wir weiter 1. Liga spielen wollen. Auch in dieser Saison gibt es keinen Absteiger. In vielen Sportarten ist das so, weil die Corona-Saison überall schwierig war. Mit dieser Entscheidung haben wir zwar frühzeitig Planungssicherheit, aber was die wirtschaftliche Planung angeht bleibt es ungewiss. Sponsorenverluste in Corona-Zeiten konnten wir noch nicht kompensieren und dies wird in der kommenden Saison die größte Herausforderung. Zunächst geht es jetzt aber zwei sportlich zu. Aachen, Suhl, Potsdam und Münster sind noch unsere Gegner. Heute um 18 Uhr steht es in der Riethsporthalle 0:0 und es gibt den ersten Aufschlag. Nachfolgend unser Vorbericht: In einem Nachholspiel aus dem Januar empfängt Schwarz-Weiß Erfurt am Freitag, 18 Uhr, in der heimischen Riethsporthalle die Ladies in Black Aachen. Im Duell der Tabellennachbarn hegen beide Kontrahenten Siegwünsche. Da die ursprüngliche Saisonplanung vorsah, dass im Januar ein EM-Qualifikationsturnier stattfinden sollte – was sich später durch die Corona-Pandemie erledigte – und die Gäste dafür Nationalspielerinnen abstellen müssen, wurde schon frühzeitig ein Ausweichtermin gefunden: der 26. Februar. Dass es ein Freitag ist, hat einen zweiten Grund, der seitens der VBL vorgegeben ist. Am Sonntag finden die DVV-Pokalfinals in Mannheim statt und deshalb dürfen am Wochenende keine Punktspiele ausgetragen werden, um dem einzigartigen Event in der Mannheimer SAP-Arena die volle Aufmerksamkeit in Volleyball-Deutschland zu schenken. Somit dürfte sich am Freitagabend die Aufmerksamkeit derer, die gerne Volleyball schauen, auf den Livestream von sporttotal.tv konzentrieren. Der Ausgang des Duells des Elften gegen den Zehnten scheint zumindest offen, wenngleich die Gäste mit doppelt so vielen Siegen wie ihre Gegenüber die Rolle des Favoriten tragen. Zwar ist der vorletzte Platz sicher nicht das, was die Ladies für diese Saison angestrebt haben, aber das Tabellenbild können die Damen aus der Kaiserstadt noch korrigieren. Das Erreichen der Play-offs haben sie nicht nur sprichwörtlich noch in den eigenen Händen. Vier Punkte bei noch zwei mehr zu absolvierenden Spielen beträgt der Rückstand zum Achten, USC Münster. Ein Sieg, bestenfalls mit drei Punkten, würde die LiB um Kapitänin Mareike Hindriksen und Nationalspielerin Jana Franziska Poll ihrem nordrhein-westfälischen Konkurrenten um einiges näherbringen. Die auf der anderen Netzseite stehenden Erfurterinnen wollen ihrerseits aber auch ein Erfolgserlebnis einfahren. So wie in der Vorsaison, als sie beim 3:2-Heimsieg die mit 13:9 führenden Gäste vor der Ziellinie noch abfingen. Zwar ist in dieser Saison aus Erfurter Sicht nicht mehr viel zu retten, aber das eine oder andere Erfolgserlebnis wollen sich die Schwarz-Weißen in den verbleibenden vier Spielen gerne noch holen. Es wäre etwas Balsam für die Mannschaft, aber auch für diejenigen, die sich um die Bundesliga, insbesonder die Heimspiele, verdient machen. „Wir wollen gewinnen“, sagt Geschäftsführer Christian Beutler entschlossen und meint damit nicht nur aus Sicht der Mannschaft. „Auch wir alle drumherum wollen den Sieg“, legt er nach. Wollen ist das Eine, machen das Andere. Und da sind dann doch die Spielerinnen auf dem Spielfeld gefragt. Auch wenn – wie leider gewohnt – immer noch keine Zuschauer zugelassen sind, so hoffen „Michi“ Petter & Co. auf viele Daumendrücker vor den Bildschirmen. StS

Online-Ortsverbandssitzung

Online Ortsverband
Wahlkampf als Online-Variante? Kann das funktionieren? Ich bleibe bei dem Thema skeptisch. Heute Abend hatten wir wieder einmal eine CDU-Ortsverbandsversammlung und natürlich, wie fast alle Beratungen in Corona-Zeiten, ging dies nur Online. Fast genau ein Jahr ist es her, dass wir uns in größerer Runde im Thüringer Landtag getroffen haben und mit unserem damaligen Generalsekretär Raymond Walk die politische Situation nach der Kemmerich-Wahl diskutierten. Dies war noch vor Corona und den Vereinbarungen über Neuwahlen. Inzwischen hatten wir einen Kreisparteitag und eine Ortsverbandsversammlung in Präsenz im Sommer (als das Corona-Fenster kurz offen war), aber sonst nur Online-Runden. Unsere Bundestagsabgeordnete Antje Tillmann war heute Abend aus Berlin zugeschaltet. Das Themenspektrum drehte sich um Corona-Maßnahmen, Finanzen, die aktuelle politische Situation in Erfurt und den Wahlkampf. Während für die Bundestagswahl der Termin fix ist und es nur darum geht, wann wir nominieren könne, ist es für die Landtagswahlen schwieriger. Erst 70 Tage vor der Wahl entscheidet sich, ob überhaupt gewählt wird. Danach kann erst die Nominierung erfolgen und der Wahlkampf gestartet werden. Wenn man dann noch bis zu 40 Prozent mögliche Briefwähler berücksichtigt, wird klar, was dies bedeutet vieles wird im Netz passieren, was vorher an Infoständen geplant wurde. Aber wir werden es hinbekommen…  

Veränderung der Arbeitswelt

Blick ins Homeoffice
Homeoffice ist inzwischen und voraussichtlich auch die nächsten Wochen noch, der größere Teil meiner Arbeit. Während die Landeszentrale für politische Bildung früher jeden Monat zahlreiche sogenannte Präsenzveranstaltungen hatte in denen Autoren neue Publikationen vorstellten oder thematische Veranstaltungen abgehalten wurden, hat sich das jetzt geändert. Seminare und Buchvorstellungen finden nicht mehr in der Fläche in Thüringen statt, sondern meist als Online-Veranstaltungen. Dies ist das dominierende Thema bei allen Bildungsträgern und bedeutet, dass erst einmal die technischen Voraussetzungen geschaffen werden müssen. Mein Job ist es seit über zwei Jahren den Online-Bereich zu betreuen und auszubauen. Wir sind in den sozialen Medien (Twitter, Facebook, Instagram, YouTube) vertreten, haben jetzt eine überarbeite Homepage und versenden regelmäßig Newsletter. Inzwischen ist auch die technische Ausstattung so gut, dass wir nicht nur unterschiedliche Online-Formate anbieten, sondern auch neue Wege suchen, Publikationen zu bewerben. Kurze Videoclips für YouTube produziere ich mit den Autoren gemeinsam. Es hat sich viel in Corona-Zeiten beschleunigt, was sonst sicher einige Zeit gedauert hätte.

Antigentests vs. PCR-Tests

Bundesweit wird in diesen Tagen über mehr und zuverlässigere Tests diskutiert. Massenschnelltests durch kostenfreie und vor allem auch verfügbare Testsets sollen nach Meinung des Bundes ab Mitte März möglich sein.  Spannend ist aber die Frage was mit möglichen positiven Tests passiert. Die Stadt Erfurt hat erklärt dazu auf ihrer Homepage: “Antigentests können schneller durchgeführt werden als PCR-Tests, mit denen standardmäßig getestet wird. Weitere Vorteile sind die vergleichsweise geringen Kosten und die leichte Handhabung. Sie erlaubt die Testung auch außerhalb eines Labors. So kann ein Schnelltest helfen, asymptomatische, möglicherweise infektiöse Personen leicht festzustellen und durch geeignete Maßnahmen – wie zum Beispiel vorübergehende häusliche Isolation – die Übertragung des Virus zu verhindern. Die Schnelltests erkennen sind derzeit allerdings noch nicht  so zuverlässig. Deshalb muss ein positives Antigen-Testergebnis mittels PCR-Test bestätigt werden. Alle zurzeit auf dem Markt befindlichen Antigen-Schnelltests müssen von geschultem Fachpersonal durchgeführt werden. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) rechnet etwa ab Anfang März mit den ersten Sonderzulassungen von Corona-Schnelltests für Laien. Nach der 3. Thüringer Sonderverordnung gelten Personen mit einem positiven Antigen-Schnelltestergebnis als Ansteckungsverdächtige. Sie sind daher verpflichtet, sich in häusliche Isolation bzw. Quarantäne zu begeben. Symptome einer COVID-19-Erkrankung sind unverzüglich dem Gesundheitsamt mitzuteilen. Die Pflicht zur Absonderung entfällt, wenn das Testergebnis der nachfolgenden PCR-Testung negativ ist, spätestens nach Ablauf von 14 Tagen. Jeder, bei dem der Antigen-Schnelltest positiv ausfällt, ist verpflichtet, das Gesundheitsamt über das Ergebnis zu unterrichten.” Im 2. Absatz ist erklärt, dass ein positiver Antigentest mittels PCR-Test bestätigt werden muss. Die Realität ist aber so wie es im 3. Absatz beschrieben wird. Es folgt auf einen positiven Antigentest eine Quarantäneanordnung des Gesundheitsamtes und selbst bei auftretenden Symptomen nicht automatisch ein Antigentest. Ich finde das problematisch und der Corona-Bekämpfung auch nur eingeschränkt dienlich. Die Stadt beruft sich in ihrer aktuellen Teststrategie auf Empfehlungen des RKI. Das mag seine Berechtigung gehabt haben um schonend mit Testkapazitäten umzugehen. Aber inzwischen erklärt auch das RKI: “Aufgrund des zunehmenden Anteils von besorgniserregenden Varianten von SARS-CoV-2 auch in Deutschland, die mit einem erhöhten Ansteckungspotenzial einhergehen, ist eine niederschwellige Testung bei Auftreten von Symptomen zu empfehlen.” Die CDU-Stadtratsfraktion hat deshalb heute eine Überarbeitung der Teststrategie der Landeshauptstadt gefordert – ich bin gespannt was daraus wird.

Strategieänderung beim Corona-Test

Michael Panse: Stadt muss mehr Kapazitäten nutzen Erneut fordert die CDU-Fraktion, dass die Stadt ihre Strategie in Bezug auf das Testen von Kontaktpersonen ändert. Mit immer mehr durchgeführten Schnelltests muss auch die Anzahl der durchgeführten PCR-Tests steigen. Die zuständige Beigeordnete für Soziales hat letzte Woche im Hauptausschuss dargelegt, dass in Erfurt derzeit auf ein positives Schnelltestergebnis nicht zwangsläufig auch ein aussagekräftiger PCR-Test folgt. Dieser würde zwar eine höhere Ergebnissicherheit erzielen, allerdings auch mehr kosten, sowie einen höheren Aufwand bei der Kontaktnachverfolgung nach sich ziehen. Auch würden symptomfreie Kontaktpersonen von Infizierten nach derzeitigen Empfehlungen des RKI nicht getestet, sondern pauschal in Quarantäne geschickt. „Diese Strategie ist nicht mehr zeitgemäß. Da die Zahl der durchgeführten Schnelltests immer weiter steigt, muss sich die Stadt um entsprechende Kapazitäten kümmern. Im gleichen Zug sollte sie auch Ihre eigene Strategie in Bezug auf das Testen mit PCR-Tests ändern,“ fordert CDU-Stadtrat Michael Panse. „Nach Aussage der Beigeordneten gibt es ausreichende Laborkapazitäten. Nach Ihren Worten könnten bis zu 600 Tests täglich durchgeführt werden. Bisher würden davon aber nur ein Bruchteil genutzt. Im Interesse der Bürgerinnen und Bürger ist ein aussagekräftiger PCR-Test notwendig, um die Akzeptanz für Quarantänemaßnahmen zu erhöhen. Gleichzeitig liegt eine effektive Kontaktverfolgung im öffentlichen Interesse bei der Bekämpfung des Pandemiegeschehens,“ so Panse abschließend.

Ordentliche Leistung aber leider nichts Zählbares

Blick zurück… (Foto Bastian Duehse)
Unser Rückblick auf das Spiel in Stuttgart muss leider die erwartete Niederlage verkünden. Jetzt haben wir noch vier Spiele in dieser Corona-Saison vor uns – davon zwei Heimspiele gegen Aachen und Suhl und zwei Auswärtsspiele in Potsdam und Münster. Sportlich ist es in dieser Saison nicht wie gewünscht gelaufen, daran werden die vier Spiele auch nichts mehr ändern, auch wenn wir natürlich noch auf Punkte hoffen. Im Gespräch mit der Thüringer Allgemeinen habe ich heute die Probleme benannt. Zweifellos haben wir uns sportlich im Vergleich zur letzten Saison nicht verstärken können. Die Corona-Einschränkungen taten ihr Übriges und waren für die Spielerinnen und auch das Vereinsumfeld eine erhebliche Belastung. Unser Trainerwechsel zum Jahresbeginn hat den Spielerinnen noch einmal neuen Schwung gegeben, der bis auf das Wiesbaden-Spiel auch auf dem Feld zu spüren war. Mal sehen, ob in den jetzt anstehende Spielen, nach den “Big four” noch was geht. Wichtig war aber in dieser Saison auch die wirtschaftliche Frage. Mit der Corona-Hilfe des Landes sind wir durch die Saison gekommen. Ohne diese hätten wir, wie alle Thüringer Spitzensportvereine diese Saison nicht spielen können und auch die wirtschaftliche Existenz wäre gefährdet gewesen. Wir richten den Blick aber bereits jetzt nach vorne auf die kommende Saison und auch dies wird eine Herausforderung. Rückblick auf das Spiel am Samstag in Stuttgart: Mit der zu erwartenden Niederlage kehrte Schwarz-Weiß Erfurt vom Tabellenzweiten Allianz MTV Stuttgart zurück. Der erhoffte Satzgewinn blieb trotz Leistungssteigerung im Spielverlauf aber aus. Nach einem Spiel mit Höhen und Tiefen im Erfurter Spiel, konnten die Gäste zumindest mit erhobenem Haupt die Scharrena verlassen. Der Start in die Partie ging, fast schon standesgemäß, in die Hosen (3:11). Erfurt nahm schlecht an, blieb drei Mal in Folge am Stuttgarter Block hängen und profitierte allenfalls von Aufschlagfehlern des amtierenden Deutschen Meisters. Erfurts Coach wechselte früh auf Zuspiel, Madelyn Cole kam für Meghan Barthel, und später auch die Außenangreiferinnen. Von nun an berappelte sich der Außenseiter, auch wenn am Auftaktsatz nichts mehr zu retten war (13:25). Erfurt war aber jetzt im Spiel und machte es den Einheimischen zunehmend schwerer, zum Erfolg zu kommen. Die Block-/Feldabwehr stand immer besser und so blieben die Sätze zwei und drei bis zur „Crunchtime“ offen. Zehn Blockpunkte am Spielende waren ein guter Wert. Dass es nicht zu einem Satzgewinn reichte, weil man z. B. eine 16:14-Führung im dritten Durchgang zu schnell wieder hergab, lag an einer unterm Strich zu schwachen Annahmequote (24 % gute Annahmen). Wenn es dann auch keiner Angreiferin gelingt, eine Angriffseffizienz von 30 % zu erreichen, ist es zu wenig, um etwas Zählbares mitzunehmen. Die jeweils mit 19:25 verlorenen Sätze lassen erkennen, dass mit weniger „Baustellen“ im Erfurter Spiel mehr erreichbar gewesen wäre. Die MVP-Medaillen erhielten Dora Grozer (Gold) und Michelle Petter (Silber). Bis zum kommenden Freitag hat Trainer Gil Ferrer Cutino Zeit, um mit seiner Mannschaft an den Schwachstellen zu arbeiten. Dann sind um 18 Uhr die Aachener „Ladies in Black“ in Erfurt zu Gast. (StS)

Vom Eise befreit…

Gleicher Ort
Innerhalb von nur einer Woche hat sich das Wetter gedreht – von -20 Grad auf +18 Grad.  Zwar vier Tage später, als im letzten Jahr aber immerhin wieder im Februar. I’ve opened the preseason… Letzte Woche war ich noch auf dem Stausee Hohenfelden mit Schlittschuhen unterwegs und diese Woche habe ich die erste Biketour der neuen Saison dorthin gemacht. Beide Motorräder, sowohl die Ducati als auch die Honda, haben den Winter in der Garage gut überstanden und brauchten nur eine Starthilfe und danach ein aufladen der Batterien. Dadurch kamen beide Bikes dieses Wochenende zum Einsatz. Da ich auf Saisonkennzeichnen generell verzichte und das Wetter frühlingshaft bleiben soll freue ich mich auf die nächsten Touren. Allen Bikern die linke Hand zum Gruß und eine unfallfreie Saison! Ganz sind Schnee und Eis noch nicht verschwunden. Sowohl auf dem Stausee war noch Eis, als auch heute im Steiger noch Schneereste. In den nächsten Tagen hat sich dies sicher erledigt. Ich freue mich auf den Frühling und den Sommer, in diesem Jahr noch mehr, als in anderen Jahren.

Nächster Gegner aus den Top Four

Mal sehen was unser Trainer dieses Mal vorhat… (Foto Bastian Duese)
Nachdem unsere Mädels heute Vormittag den obligatorischen Corona-Test absolvierten (wie bisher alle rund 400 Tests seit September negativ), machten sie sich per Bus auf die Reise ins ferne Stuttgart. In dieser Woche wenigstens bei guten Straßenverhältnissen. Wieder wartet ein ganz schwerer Brocken auf uns und ein Satzgewinn wie im Hinspiel bzw. letzte Woche gegen Schwerin wäre schon Spitze. Nachfolgend unser Vorbericht: “Für Schwarz-Weiß Erfurt steht am Samstag die nächste knüppelharte Aufgabe auf dem Programm. Um 19.30 Uhr treten die SWE-Damen beim immer noch amtierenden Deutschen Meister, Allianz MTV Stuttgart, an. Nach Vilsbiburg, Schwerin und Dresden hat Schlusslicht Schwarz-Weiß Erfurt nun das nächste Mitglied der Top-4-Mannschaften in Serie vor der Brust. Wegen der im letzten Jahr abgebrochenen Saison, sind die Stuttgarterinnen immer noch der amtierende Deutsche Meister. Und sie liegen mit drei Punkten Rückstand weiter in Schlagdistanz zum Ersten Dresdner SC, den sie in der Hauptrunde noch in heimischer Halle empfangen. Es besteht, trotz der 0:3-Niederlage am Mittwoch bei stark aufspielenden Potsdamerinnen, also weiterhin die Möglichkeit, den für die Play-offs vorteilhaften Platz an der Sonne noch zu erreichen. Dafür dürfen sich die Spielerinnen von Trainer Tore Aleksandersen aber keine Ausrutscher in den verbleibenden vier Heimspielen leisten. Schon gar nicht, wenn der mit lediglich zwei Siegen Tabellenletzte in die Scharrena kommt. Im Hinspiel ließen die MTV-Damen einen Satz in der Riethsporthalle liegen, was sich in heimischer Umgebung sicher nicht wiederholen sollte, denn auch das Satzverhältnis könnte am Ende der Hinrunde entscheiden. Die Qualität besitzen die Schwaben, um der klaren Favoritenrolle gerecht zu werden. Selbst auf der Bank sitzen Spielerinnen, die bei den Thüringerinnen locker im Stammsechser spielen würden. Allerdings klaffen auch in den finanziellen Möglichkeiten große Unterschiede der beiden Kontrahenten vom Samstag. Erfurt, dass auf Mittelblockerin Sabrina Krause, die sich im Training eine Bänderverletzung im Fußgelenk zuzog, verzichten muss, wird sich aber nicht brav in sein Schicksal fügen. Denn sie haben – wie in den vorangegangenen Partien – rein gar nichts zu verlieren. Im Wissen darum, wollen es die Schwarz-Weiß-Damen dem klaren Favoriten so schwer wie möglich machen. Das Spiel wird wie gewohnt im kostenlosen Livestream auf sporttotal.tv übertragen.” (StS)

Mehr Testmöglichkeiten gefordert

Regelmäßig Thema im Hauptausschuss
Corona dominiert nun seit mehreren Wochen die Tagesordnungen der Stadtrats und Hauptausschusssitzungen. Im November hat der Stadtrat beschlossen, dass die Bürgermeisterin und zuständige Beigeordnete regelmäßig in jeder Sitzung des Hauptausschusses zu den aktuellen Corona-Entwicklungen in Erfurt berichtet. Erfreulicherweise sinken auch in Erfurt gegenwärtig die Zahlen in der 7-Tagebetrachtung (Montag 2, Dienstag 27, heute 62). Allerdings haben wir gestern Abend umfangreicher darüber diskutiert, ob nicht die Testkapazitäten ausgeweitet werden sollten. An den sehr unterschiedlichen Tageszahlen wird deutlich, dass am Wochenende praktisch gar nicht getestet bzw. ausgewertet wird. Auf meine Nachfrage erklärte die Beigeordnete, dass theoretisch täglich bis zu 600 PCR-Tests in Erfurt möglich sind. Tatsächlich sind es aber deutlich weniger. Die Beigeordnete erklärte, dass in Erfurt derzeit strikt nach den RKI-Empfehlungen verfahren würde. Symptomfreie Kontaktpersonen werden nicht getestet, sondern stattdessen in Quarantäne geschickt. Dies reduziert natürlich die Zahl der positiven Ergebnisse, aber auch den Aufwand für eine Nachverfolgung. Ich denke dieses Vorgehen ist nicht mehr zeitgemäß. Während überall darüber diskutiert wird, Testkapazitäten auszuweiten, gibt es dazu in Erfurt praktisch keine Überlegungen. Mit der Öffnung der Kitas und Schulen wird das Land entsprechende Schnelltests anbieten. Der Bund will ab März Schnelltests für Privatpersonen. Aber das alles nützt nicht viel, wenn bei positiven Schnelltests nicht automatisch ein PCR-Tests folgt. Auf der städtischen Homepage steht dazu: „Nach der 3. Thüringer Sonderverordnung gelten Personen mit einem positiven Antigen-Schnelltestergebnis als Ansteckungsverdächtige. Sie sind daher verpflichtet, sich in häusliche Isolation bzw. Quarantäne zu begeben. Symptome einer COVID-19-Erkrankung sind unverzüglich dem Gesundheitsamt mitzuteilen. Die Pflicht zur Absonderung entfällt, wenn das Testergebnis der nachfolgenden PCR-Testung negativ ist, spätestens nach Ablauf von 14 Tagen. Jeder, bei dem der Antigen-Schnelltest positiv ausfällt, ist verpflichtet, das Gesundheitsamt über das Ergebnis zu unterrichten.“ Nach der gestrigen Diskussion glaube ich nicht, dass es nur um fehlende Testkapazitäten geht, sondern auch um Kostenminimierung. Das Verfahren der Absonderung- bzw. Quarantäneregelung führt zwar vielleicht zu weniger Kosten, aber eben auch zu erheblicher Unsicherheit bei den Betroffenen. Die Krankenhäuser in Erfurt testen jeden Patienten, der zu einer OP kommt, bzw. stationär aufgenommen wird. Dort dauert es auch nicht die sonst in Erfurt üblichen drei bis vier Tage, bis ein Ergebnis vorliegt.