Blogeinträge

Fachtagung mit langer Tradition und trotzdem neu

Online bereit
Seit 2010 findet in Thüringen in jedem Jahr eine Fachtagung zum Thema Kinderarmut statt. Ich habe an fast allen teilgenommen und dies in ganz unterschiedlichen Funktionen, als ehemaliger sozialpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, als Jugendhilfeausschussvorsitzender in Erfurt, als Generationenbeauftragter der Landesregierung und als Leiter der Elternakademie der Stiftung FamilienSinn. In diesem Jahr habe ich für die Landeszentrale für politische Bildung die Veranstaltung mit vorbereitet und ein Grußwort gehalten. Nachfolgend die Zusammenfassung der gelungenen Tagung: Gemeinsam mit Projektpartner vom Deutschen Kinderschutzbund, der Fachhochschule und dem IKPE, sowie in diesem erstmals der Digitalagentur Thüringen fand am 5. November die Online-Tagung „Digitalisierung und Chancengleichheit – Analyse, Zugänge, Beteiligung“ statt. Seit dem ersten Fachtag im Jahr 2010 ist die LZT mit im Boot und dies, weil das Thema „Wege aus der Kinderarmut“ zu suchen – so war auch der Titel der ersten beiden Tagungen – vielschichtig ist und viele Partner braucht. Die Landeszentrale für politische Bildung ist als die zentrale überparteiliche politische Bildungseinrichtung des Freistaats Thüringen gerne dabei Partner. Politische Bildung für die Demokratie ist unsere Aufgabe und ein breites Angebot für alle zum Mitmachen ist dazu unser Beitrag. – Wir laden ein zum Dialog und wollen politische Fragen interessant vermitteln. – Wir bieten Information und Orientierung für die Meinungsbildung in einer komplizierten Welt. – Wir wollen für die Demokratie begeistern und zum Mitmachen ermutigen. Dies passt alles sehr gut zum Anliegen der Fachtagung. Die Inhalte der Fachtagungen seit 2010 waren von Strategien gegen Kinderarmut im europäischen Vergleich, über die „Entsicherte Kindheit“ bis hin zum Praxisforum Flüchtlingskinder breit gefächert. Steigende Teilnehmerzahlen haben die Veranstalter in den letzten Jahren schon an die Kapazitätsgrenzen gebracht – mehr als 150 Teilnehmer haben dazu geführt, dass sogar Teilnehmern absagen werden musste. Insofern war das Ausweichen in das Netz mit einer Online-Tagung zwar der aktuellen Corona-Situation geschuldet, aber auch eine neue Chance. Es passt zudem zum diesjährigen Thema: Chancengleichheit bei der Digitalisierung. Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche haben immer auch etwas damit zu tun ob die notwendigen Ressourcen vorhanden sind – technisch mit Endgeräten und dem Zugang zum Internet, aber auch dem Faktor der richtigen Nutzung mit dem Stichwort Medienkompetenz. 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, überwiegend Erfahrene in der Jugendarbeit, hatten sich online zugeschaltet. Durch die externe Moderation ist es gelungen, sowohl gut durch die Tagung zu führen, als auch im Chat gestellte Fragen zu bündeln. Der gewählte GoToMeeting Webhosted-Dienst (erfordert ein Abo für den Veranstalter und ist für Nutzer kostenfrei) hat sehr gut funktioniert. Die drei Referate aus Stuttgart, Graz und Genf waren mit Folien untersetzt, die nach der Veranstaltung allen Teilnehmern via Mail oder über die Homepage des DKSB zur Verfügung gestellt werden. Thomas Rathgeb von der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg stellte die Ergebnisse der JIM-Studie (Jugend, Information, Medien) vor. Bemerkenswert daran war, dass die mangelnde Ausstattung mit technischen Endgeräten nur für 6 Prozent der Kinder und Jugendlichen ein Problem darstellt. Frau Alexandra Klein von der Uni Mainz und Caroline Pulver von der FH Bern haben in ihrem Vortrag Möglichkeiten, Hürden, Zugänge zu Digitalisierung und sozialer Ungleichheit dargestellt. Elke Höfler von der Uni Graz über sprach soziale Ungleichheit durch die Nutzung sozialer Medien. Sie erläuterte die Motivation junger Menschen bei der Nutzung sozialer Medien und die stark bildbezogene Darstellung in den Netzwerken. Zu allen drei Vorträgen gab es zahlreiche Nachfragen, die alle beantwortet wurden.

Kommunale Sitzungen in Corona-Zeiten

Buga-Ausschuss…
Während heute bundesweit der Teil-Lockdown in Kraft getreten ist und noch viel Verunsicherung über die Regelungen besteht hatten wir trotzdem zwei Veranstaltungen, bei denen mehr als “zwei Haushalte” zusammen gekommen sind. Sowohl die Sitzung des Buga-Ausschusses in der Thüringenhalle, als auch unsere Fraktionssitzung im Ratssitzungssaal hatten 20 bzw. 15 Teilnehmer. Die berechtigten Fragen, warum und wie geht das, möchte ich hier gerne beantworten. In der neuen Corona-Verordnung des Landes steht im § 3 Kontaktbeschränkungen in der Öffentlichkeit: (1) Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit ist nur allein, mit Angehörigen des eigenen Haushalts und eines weiteren Haushalts, jedoch mit insgesamt höchstens zehn Personen, gestattet. (2) Absatz 1 gilt nicht: 1. für Versammlungen, Veranstaltungen, Zusammenkünfte, Sitzungen und Beratungen nach § 8 2. ThürSARS-CoV-2-IfS-GrundVO. In dem zitierten § 8 der 2. ThürSARS-CoV-2-IfS-GrundVO steht dazu, dass bei den möglichen Veranstaltungen besondere Vorkehrungen zum Infektionsschutz zu treffen sind. Erlaubt sind damit Versammlungen mit religiösen, parteipolitischen, amtlichen und betrieblichen Hintergrund. Insbesondere benannt werden unter anderem dienstliche, amtliche und kommunale Veranstaltungen, Sitzungen und Beratungen in Behörden einschließlich der erforderlichen Aus-, Fort- und Weiterbildung und Sitzungen und Beratungen in den Kommunen und ihren Verbänden.
…und Fraktionssitzung
Das ist der rechtliche Hintergrund. Dazu werden für jede dieser Sitzungen besondere Vorkehrungen getroffen – ausreichen große Räume, Desinfektionsmöglichkeiten, regelmäßiges Lüften und etliche andere Maßnahmen. Dies ist auch der Grund warum wir mit einem Ausschuss wie dem Buga-Ausschuss in die Thüringenhalle gehen und die Fraktionssitzung nicht in einem kleinen Sitzungsraum, sondern im Ratssitzungssaal. Im Hauptausschuss und im Ältestenrat des Stadtrats haben wir intensiv diskutiert, welche Veranstaltungen in welchem Rahmen stattfinden sollen. Auf der einen Seite sollen unnötige Kontakte vermieden werden. Auf der anderen Seite ist aber die kommunale Arbeitsfähigkeit und die Beteiligung der kommunalen Mandatsträger an Entscheidungsprozessen wichtig. Dazu gehört auch die Frage ob die sachkundigen Bürger der Fraktionen an den Ausschusssitzungen weiter teilnehmen sollen. Im Frühsommer war dies für einige Monate ausgesetzt und auch der Stadtrat delegierte Entscheidungen auf den Hauptausschuss. Aktuell ist geplant, jede Sitzung auf ihre Notwendigkeit zu prüfen und entbehrliche Tagesordnungspunkte zu verschieben. Für die Stadtratssitzung in der kommenden Woche haben sich daher die Fraktionen entschieden (fast alle Fraktionen), zahlreiche Vorlagen von der Tagesordnung zu nehmen – dadurch wurden aus rund 80 Punkten nunmehr rund 45 Tagesordnungspunkte. Ob es in den kommenden Wochen zu weiteren Einschränkungen im Sitzungsbetrieb des Stadtrats kommt, werden wir heute Abend wieder im Ältestenrat diskutieren.  

Programmumstellung

Wechsel des Blickwinkels – vom Sportpark zum heimischen Crosstrainer
Erhebliche Einschränkungen und Veränderungen kommen mit Beginn des neuen Monats auf uns zu. Der neue Teil-Lockdown tritt am 2. November mit der Veröffentlichung der neuen Corona-Verordnung in Kraft. Zwar debattiert der Thüringer Landtags am Dienstag noch einmal in einer Sondersitzung dazu, aber wesentliche Änderungen sind nicht zu erwarten. Viele Freizeitaktivitäten sind nicht mehr möglich, Gaststätten müssen schließen, Maskenpflicht an vielen Orten – dies sind nur einige der Beispiele. Ich verstehe den Frust und die Verärgerung vieler Menschen. Ich hoffe, dass die angekündigten Entschädigungen für Schließungen schnell greifen. Vor allem hoffe ich, dass die Zahl der Neuinfektionen spürbar zurück geht. Es war leider immer klar, dass deutlich steigende Zahlen wieder zu Einschränkungen führen würden, auch wenn wir alle gehofft haben, dass dies nicht passiert.
Die Motorradsaison geht weiter
In meinem persönlichen Umfeld kenne ich inzwischen mehrere Personen, die infiziert sind. Auch wenn ich in den letzten Tagen keinen direkten Kontakt hatte, bleibt ein verunsicherndes Gefühl. Beim Volleyball müssen wir jede Woche alle unsere Spielerinnen und das Trainerteam testen. Auch da schwingt immer die Sorge mit. Um Kontakte zu minimieren fand schon am Samstag unser Spiel ohne Zuschauer statt. Auch im alltäglichen Leben ändert sich wieder viel. Veranstaltungen fallen aus, der Stadtrat wird sich wieder Beschränkungen auferlegen und Sport findet privat nur noch auf dem heimischen Crosstrainer statt und nicht mehr im Sportpark Johannesplatz. Auch Squash und Badminton geht vorerst nicht mehr. Eine einzige Sache bleibt aber noch – ich kann weiter Motorrad fahren, weil meine Saison nicht am 31.10. mit einem Saisonkennzeichen endet. deshalb konnte ich mit meinem jüngsten Sohn am Wochenende noch einmal zum Inselsberg touren. Mein Wunsch an alle Besucher meiner Homepage: Bleibt gesund und kommt gut durch die nächsten Wochen!

Kein gewünschter Dreier

So sehen Siegerinnen aus…
Beide Teams hatten sich im Vorfeld einen Sieg gewünscht – das ist im Sport im Allgemeinen und im Volleyball im Besonderen natürlich immer so. Wiesbaden hatte die Latte vor dem Spiel aber noch etwas höher gelegt und sich die volle Ausbeute und drei Punkte gewünscht. Aus unserer Sicht wurde erfreulicherweise nichts aus diesem Ansinnen und wir konnten mit unseren Mädels jubeln. Einziger Wermutstropfen war, dass coronabedingt keine Fans dabei sein konnten. Lediglich das Orga-Team und unsere Auf- und Abbauhelfer konnten live dabei sein. Für alle andren Fans gab es aber den Live-Stream bei SportTotal. Den Spielbericht von uns teile ich besonders gerne und die besten Szenen gibt es auch noch im Netz dazu, ebenso wie einige Bilder vom Spiel. Spielbericht Schwarz-Weiß Erfurt: Im vierten Saisonspiel gab es den ersehnten ersten Sieg. Nach einer 2:0-Satzführung und dem folgenden Satzausgleich des VC Wiesbaden, bedurfte es eines finalen Comebacks, um das Ruder wieder herumzureißen und als Sieger das Spielfeld zu verlassen. Zwei Punkte gewonnen, einen liegen gelassen, darin war man sich auf Erfurter Seite nach der Partie einig. Schlussendlich überwog aber die Freude über den ersten Saisonsieg. Denn es hätte nach der 2:0-Satzführung und dem in der Folge wenig zwingenden Angriffsspieles, gepaart mit einigen Annahmeproblemen, auch schief gehen können. 2:0-SATZFÜHRUNG FÜR GASTGEBERINNEN Die mit viel Optimismus ins Spiel gegangenen Gastgeberinnen, wollten ihrem Ansinnen, den ersten Saisonsieg einzufahren, gleich Taten folgen lassen. Zwar konnte Wiesbaden, das ohne die verletzte Tanja Großer ersatzgeschwächt anreiste, mit einem 5-Punkte-Run von 6:4 auf 6:9 stellen, doch dann dominierte Erfurt das Geschehen. Druckvoll im Aufschlag und konsequent am Netz enteilten die Sauermann-Schützlinge auf 21:14. Nach Maddi Palmers Leger war der erste Durchgang mit 25:17 Geschichte. Der zweite Satz war ein ständiges Kopf-an-Kopf-Rennen bis zur zweiten technischen Auszeit (7:8, 11:11, 14:16). Nachdem Erfurts Coach beim 16:20 seine Spielerinnen zur Auszeit vom Spielfeld geholt hatte, zündeten diese wieder. Mit einem fulminanten Schlussspurt, auch dank einiger Fehler auf Gästeseite, gewannen die SWE-Damen noch mit 25:23. UNGENUTZTE CHANCEN – WIESBADEN GLEICHT ZUM 2:2 AUS Doch was sich im vorherigen Durchgang bereits angedeutet hatte, setzte sich im dritten Satz fort. Wiesbaden konnte im Aufschlag mehr Druck auf Erfurts Annahme ausüben, was den Thüringerinnen im Gegenzug immer weniger gelang. So dominierte der VCW den dritten Satz und gewann verdient mit 25:15. Auch der Start in den vierten Satz war fast eine Kopie des vorangegangenen (2:6). Allerdings ließen sich die Gastgeberinnen diesmal nicht abhängen (8:8), rannten aber nach dem 13:16 zum zweiten Mal einem kleinen Rückstand hinterher. Mit einem 8:1-Lauf überholten sie die Gäste im Eilzugtempo und waren beim Stand von 22:18 in Sichtweite der Ziellinie. Dass die Schwarz-Weißen dieser nicht mit letzter Konsequenz entgegenstrebten, war ein Beleg dafür, dass dem jungen Team noch die Erfahrung und Abgeklärtheit fehlt. Sie hatten Wiesbaden im Sack, banden diesen aber nicht zu. Ein vergebener Matchball auf Erfurter Seite, zwei vergebene Satzbälle auf der anderen – im dritten Anlauf verwandelten die Gäste zum Satzausgleich (26:28). Ärgerlich aus Erfurter Sicht, denn hier war mehr möglich – hätte das Spiel beendet sein können, wenn nicht gar müssen. Der Tiebreak musste also entscheiden. Für die Gäste zum dritten Mal im dritten Spiel der Saison. Ihre darin gemachten Erfahrungen sollten ihnen aber keinen Vorteil bringen, ebenso wenig das Momentum nach der Aufholjagd. Die Schwarz-Weißen kamen ins Spiel zurück, führten schnell mit 6:3 und ließ diesmal keine Luft mehr dran. Während sich bei Wiesbaden die Fehler wieder häuften, machte Erfurt mit Sindy Lenz im Angriff die entscheidenden Punkte. Als Lena Vetters Aufschlag beim insgesamt vierten Matchball ins Aus segelte, war die Partie nach 127 Spielminuten beendet. Erfurt durfte jubeln, Wiesbaden sich mit einem Punkt trösten. ZUSPIELERIN MEGHAN BARTHEL WIRD MVP Freuen durfte sich auch Meghan Barthel (im Bild links). Nicht nur über ihren ersten Sieg in der 1. Bundesliga, sondern auch über ihre erste goldene MVP-Medaille. Dass sich die 20-Jährige diese Auszeichnung verdient hatte, das war nicht nur die Meinung der sie auswählenden Gästetrainer – auch wenn es die junge Zuspielerin zunächst kaum glauben wollte, als sie zur Ehrung gerufen wurde. (Stephan Siegl)

Erfurt Tram and City Bus Challenge

Herbstferienprogramm
Inspiriert von der Subway Challenge haben wir die Idee auf Erfurt übertragen und zwei Herbstferientage meines jüngsten Sohnes Julian in dieser Woche dazu genutzt, die “Erfurt Tram and City Bus Challenge” zu starten. Die EVAG betreibt in Erfurt ein gutes und dichtes ÖPNV-Netz. Bei unserer Challenge ging es getreu dem US-Vorbild darum, alle Haltestellen so schnell wie möglich abzufahren und dabei natürlich die optimalen Verbindungen zu suchen. Das erfordert einige Vorbereitung am Netzplan der EVAG und wahrscheinlich ist die Zeit noch erheblich optimierbar, aber das kann ja noch später folgen. Wir haben uns dazu entschieden alle sechs Straßenbahnlinien und die Linie des Stadtbusses 9 abzufahren. Insgesamt gibt es in Erfurt 196 Straßenbahnhaltestellen und 20 Haltestellen des Stadtbusses 9. Auf diesen Strecken werden insgesamt 90,7 Prozent der Fahrgäste der Landeshauptstadt transportiert. Für die Statistiker: die Gleislänge der EVAG beträgt 46 km Doppelgleis zzgl. der Betriebshöfe, als Einfachstrecke wären es genau 57,6 km und es gibt 116 Weichen im Linien- und Betriebsnetz zzgl. der Betriebshöhe.
Nützlicher Begleiter war die Strecken-App der EVAG
Auch wenn ich als leidenschaftlicher Motorrad- und Autofahrer von meinem Sohn erst überzeugt werden musste, hat es uns beiden richtig Spaß gemacht, die Stadt an allen Haltestellen zu erkunden. Als Ferienbeschäftigung war es für uns eine ganz neue Form der Stadtführung. Obwohl ich schon seit vielen Jahren eine Netzkarte der EVAG habe, gab es reichlich Haltestellen und Strecken, die ich zuvor noch nie gefahren war. Begonnen haben wir am Nordbahnhof und uns dann kreuz und queer durch die Stadt gearbeitet. Zeit muss man sich dafür natürlich nehmen und in Corona-Zeiten natürlich auch die obligatorische Maske. Den notwendigen Abstand konnten wir aber während unserer Touren halten, weil selbst in den Nachmittags-Berufsverkehrsstunden die Bahnen nicht übervoll waren. Insbesondere an den Endhaltestellen waren wir mehrmals auch ganz allein in den Bahnen. Ein Tages ÖPNV-Ticket kostet in Erfurt bei der EVAG nur 5,40 Euro und rechnet sich schon ab der dritten Fahrt. Von den Erfurter Lesebahn-Touren weiß ich, dass es viele Kinder gibt, die ausgesprochen gerne mit Bus und Bahn unterwegs sind. Jetzt nun das Ergebnis: genau 5:47 h haben wir für unsere Erfurt Tram and City Bus Challenge gebraucht. Optimierungspotential haben wir auch gefunden, aber das wird nicht verraten – eventuell wiederholen wir ja auch die Challenge, wenn jemand schneller durch die Stadt kommt. Insofern bin ich jetzt gespannt, ob jemand mit seinen Kindern die Challenge annimmt 😉 Bilder unserer Challenge Homepage der EVAG mit dem interaktiven Netzplan

Welche Corona-Regeln gelten in Thüringen?

Der Finanzausschuss ging gestern schnell zu Ende
Während der gestrigen Finanzausschusssitzung verfestigten sich die Meldungen zu der Einigung der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Länder. Wie den ganzen Tag schon berichtet einigte man sich am Nachmittag auf bundesweit einheitliche Regeln, die bis zum Montag in Landesverordnungen umgesetzt werden sollen. Die Landeshauptstadt Erfurt hatte bereits in dieser Woche eine neue Allgemeinverfügung verkündet, die allerdings nun ebenfalls überarbeitet werden muss. Am gestrigen Tag hatten wir über 70 Neuinfektionen und damit hat sich Erfurt in der Infiziertenzahl an die Spitze in Thüringen geschoben. Während die Maskenpflicht in der Innenstadt weitgehend akzeptiert wird, beginnt nun natürlich eine heftige über die weitergehenden Maßnahmen. Gastronomie, Freizeit- und Sporteinrichtungen und nahezu alle Veranstaltungen sind betroffen. Zumindest in den nächsten vier Tagen wird dies wahrscheinlich die Corona-Hotline des Landes sehr beschäftigen. Ministerpräsident Bodo Ramelow hat angekündigt den Landtag einbeziehen zu wollen. Aus Raumgründen kann dieser aber wohl erst am Sonntag tagen. Die bestehende Corona-Verordnung des Landes gilt allerdings nur bis zum Samstag. In den Landkreisen und Kreisfreien Städten gibt es zum großen Teil eigene Verordnungen, die gelten noch solange bis neue verkündet werden oder das Land eine auch für die Kommunen verbindliche Regelung trifft. Unser Finanzausschuss ging gestern erstaunlich schnell und war schon nach 45 Minuten vorbei. In Corona-Zeiten sinkt die Neigung sich über jedes Thema zu streiten und zudem gibt es ja auch deutlich weniger zu beschließen. Aber auch bei den Kommunalpolitikern der Stadt ist eine hohe Unsicherheit zu spüren. Nach dem Ausschuss war ich noch zu einem Gespräch in der Riethsporthalle. Dass unser Spiel am Wochenende gegen Wiesbaden ohne Zuschauer stattfindet, stand schon vorher fest. Dass nun aber der gesamte Training- und Wettkampfbetrieb für den Amateursport eingestellt wird, fordert uns als Verein auch beträchtlich. Es wird für alle Menschen in Erfurt und Thüringen wieder ein schwieriger Monat.

Über den Bäumen

Tolle Farben
Reizvoll ist der Baumkronenpfad im Unstrut-Hainich-Kreis zu jeder Jahreszeit. Besonders schön ist aber die Farbenvielfalt der Blätter im Herbst. Den Baumkronenpfad gibt es seit 15 Jahren und inzwischen ist er eine ganz feste Größe im Tourismus der Region geworden. Wir waren heute auch wieder einmal dort und haben in den Herbstferien auch etwas für das Bildungsprogramm getan. Schließlich gibt es in den beiden Ausstellungen viel zum größten Lebensraum der Erde – dem Wald zu entdecken. Kinder können dabei spielerisch neugierig auf Entdeckungsreise gehen und auch für die Großen gibt es reichlich Wissenswertes. Im Monat Oktober hat der Baumkronenpfad täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet, danach nur bis 16 Uhr. Ob die neuen Coronabeschränkungen auch für den Baumkronenpfad gelten, werden wir wohl erst heute Abend erfahren, je nach dem was die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten der Länder heute festlegen. Bilder vom Besuch   

Neue Corona-Allgemeinverordnung in der Landeshauptstadt Erfurt

In dem Bereich gilt die erweiterte Maskenpflicht
Jetzt ging es doch ganz schnell – sowohl der Anstieg der Infektionszahlen, als auch die neue Allgemeinverfügung der Stadt Erfurt. Gestern Nachmittag wurde sie verkündet und ab heute gilt sie. Ob sie zum gewünschten Ergebnis führt, kann jetzt noch niemand voraus sagen. Aber ich bin froh darüber, dass die Verwaltung jetzt auch offensiv informiert und argumentiert. Akzeptanz für schwierige Entscheidungen gewinnt man nur durch Kommunikation, das haben wir vergangene Woche bereits eingefordert. Einige Dinge sind an der aktuellen Situation aber zusätzlich problematisch. In Thüringen gelten ganz unterschiedliche Regelungen, weil das Land keine exakten Vorgaben macht. Die Kommunen müssen handeln, wenn bei ihnen die 35/50 Grenzwerte überschritten sind. Dies führte dann aber auch in den sozialen Netzwerken gestern zu heftigen Diskussionen. Nachdem sich die Vorwürfe auch an die Stadträte richteten (wahlweise sie hätten zu strenge Regelungen getroffen oder sich gar nicht damit beschäftigt), habe ich in meiner Funktion als Stadtratsvorsitzender erklärt, wer für was zuständig ist. Pauschalierte Vorwürfe an “die Stadträte”, die einmal ihre “Rolle und Verantwortung hinterfragen sollen”, sind unredlich. Als Stadtratsvorsitzender lege ich Wert auf die Feststellung, dass die gewählten Stadträtinnen und Stadträte genau dies tun. Dafür haben sie sich um ein (ehrenamtliches) Mandat beworben, dafür opfern sie einen großen Teil ihrer Freizeit und dafür haben sie von den Wählerinnen und Wählern das Vertrauen bekommen. Wer immer dies besser kann, kann sich bei jeder Wahl bewerben. Seit Monaten diskutieren wir natürlich in nahezu jeder Stadtratssitzung zum Thema Corona.
So sieht ein negativer Schnelltest aus
Die Erfurter Allgemeinverfügung wurde von der Verwaltung erlassen, weil sie rechtlich dazu vom Land verpflichtet ist. Laut Thüringer Kommunalordnung ist der Stadtrat für Entscheidungen im eigenen Wirkungskreis zuständig und die Verwaltung für Entscheidungen im übertragenen Wirkungskreis. Das bedeutet, dass Aufgaben, die das Land der Kommune auf rechtlicher Grundlage zuweist, auch von der Verwaltung und nur von ihr erledigt werden müssen. Diskutiert wird immer wieder, ob beispielsweise die Maskenpflicht und Beschränkungen bei Veranstaltungen und in der Gastronomie angemessen sind und in wie weit dabei Freiheitsrechte des Einzelnen eingeschränkt werden. Beim Abwägen von schützenswerten Grundrechtsgütern stehen allerdings die Einschränkung von Grund- und Freiheitsrechten auf der einen Seite und auf der anderen Seite der Schutz der Gesundheit der Bevölkerung. Ich persönlich halte Veranstaltungs- und Ausgangsbeschränkungen sowie die Maskenpflicht bei der Abwägung für vertretbare Maßnahmen. Aber selbst wenn ich da anderer Meinung wäre, kann der Stadtrat daran nichts ändern. Deshalb halte ich es für unredlich, dies auszublenden und in die allgemeine Politikerschelte einzustimmen. Gestern Abend haben wir uns in einer Telefonkonferenz innerhalb der Fraktion verständigt, wie es kommunalpolitisch weiter gehen soll und heute Abend wird dazu der Ältestenrat des Stadtrats tagen. Die neue Allgemeinverfügung in Erfurt Die aktuelle Landeregelung

Neue Corona-Verordnung in Erfurt

Erfurt – Weinheim – Erfurt und dazu im Radio die aktuellen Corona Nachrichten…
Leider war es schon absehbar, was passieren würde. Die springhaft gestiegenen Infektionszahlen in der Landeshauptstadt haben gestern zu einer Krisensitzung des Pandemiestabes geführt. Eine neue Allgemeinverfügung wurde erarbeitet und wird wohl am Dienstag nach der Bestätigung durch das Landesverwaltungsamt in Kraft treten. Geregelt wird darin eine erweiterte Maskenpflicht, die Absage aller größeren Veranstaltungen – u.a. auch des Weihnachtsmarktes  und eine Sperrstunde ab 23 Uhr. Wir werden beraten müssen, wie die Stadtratsarbeit weiter geht, dazu soll der Ältestenrat in dieser Woche tagen. Ab morgen werden viele Veranstalter überlegen müssen, was noch geht, was virtuell stattfindet und was wieder ersatzlos abgesagt werden muss. Ich gehe davon aus, dass wir als Landeszentrale für politische Bildung nahezu alle Veranstaltungen wieder absagen müssen. Die 28. Thüringer Tage der jüdisch-israelischen Kultur werden betroffen sein und auch Sportveranstaltungen. Wir haben zwar ein umfängliches Hygienekonzept, aber das Spiel gegen Wiesbaden wird sicher ohne Fans stattfinden. Ich befürchte zudem, dass die Einschränkungen noch deutlich größer werden, wenn sich die Zahlen so weiter entwickeln. Leider ist dies auch bundeweit in allen Bundesländern so. Meinen jüngsten Sohne habe ich gestern in Weinheim abgeholt. er wird jetzt seine Herbstferien in Erfurt verbringen. Welche Aktivitäten wir außerhalb der Wohnung noch durchführen können werden wir erst kurzfristig entscheiden. Sein Elternbrief der Schule weist schon jetzt auf weitere Einschränkungen im Schulalltag hin. Ich wünsche allen Besuchern meiner Homepage eine gute Woche und vor allem – bleibt gesund!

Heimspielauftakt gegen Potsdam

Alles im Blick
Voranstellen möchte ich ein großes Dankeschön. Danke alle unseren Helferinnen und Helfern von Schwarz-Weiß Erfurt. Langjährige Freunde des Vereins, die Eltern von Spielerinnen, Vorstandsmitglieder und sogar einige Sponsoren halfen am Donnerstag, Freitag und Samstag mit, unseren Heimspielauftakt vorzubereiten. Die umfänglichen Hygieneauflagen machten einen deutlich höheren Aufwand notwendig. Am Spieltag brauchten wir rund 20 zusätzliche (ehrenamtliche) Ordnerinnen und Ordner. Ich bin sehr dankbar, dass rund 40 Helferinnen und Helfern im schwarze “Schwarz-Weiß Erfurt Crew-Shirt” im Einsatz waren und deshalb habe ich ihnen vor dem Spiel besonders gedankt. 311 Zuschauer waren in der Halle – offiziell hätten wir 430 haben dürfen, aber die Vorsicht war zu spüren. Sitzabstände, Maskenpflicht, kein Essen und Getränke in der Halle, kein Alkohol, aufgezeichnete Wegebeziehungen, streng getrennte Bereiche für Spielerinnen und Fans – dies alles galt erstmals bei einem unserer Bundesligaspiele. Die Zuschauer bereuten trotz der Einschränkung ihr Kommen nicht. Unsere Mädels kämpften um jedem Punkt und boten den favorisierten Potsdamerinnen eine beherzte Partie. 1:3 endete das Spiel und unsere Mädels hätten mehr als nur den einen Satzgewinn verdient gehabt. Es war ein gutes Spiel – ob nächste Woche noch einmal Zuschauer gegen Wiesbaden in die Halle dürfen ist völlig offen. MDR Sport im Osten Bilder von der Vorbereitung und vom Spieltag