Blogeinträge

Die Stadtratsarbeit beginnt…

Die Unterlagen für die neuen Stadträte
Auch wenn es um die Feststellung des endgültigen Wahlergebnisses immernoch Diskussionen gibt, beginnt nun langsam der Stadtratsalltag. Heute wurde im Amtsblatt das der Stadt das endgültige Ergebnis der Stadtratswahl inklusive der Stimmen für die Einzelbewerber veröffentlicht. Aber da ja bis jetzt schon alles so “prima geklappt” hat, kam es dabei zu den nächsten Ungereimtheiten. Bei der Sitzung des Wahlausschusses wurden am Freitag ebenfalls die Einzelstimmen der Bewerber verlesen (analog zur Veröffentlichung der Stadtverwaltung) und diese weichen zum Teil erheblich ab. Bei einigen Bewerbern (allein bei sieben Bewerbern der CDU-Liste) weichen die Einzelstimmen um bis zu 60 Stimmen ab. Ich bin sehr neugierig, welche Erklärung der Wahlleiter nun dafür findet! Morgen soll der Wahlausschuss wieder tagen… Ungeachtet davon waren die neugewählten Stadträte heute an ihren zukünftigen kommunalpolitischen Wirkungsort geladen, um ihre Mandatsannahme zu erklären, Formulare zu unterschreiben und die ersten Beratungsunterlagen entgegen zu nehmen. Zudem wurden Fotos für die Internethomepage der Stadt gemacht.
Konstituierende CDU-Fraktionssitzung
Wenig überraschend lehnte der Oberbürgermeister die Annahme seines Mandats ab und machte Platz für einen Nachrücker. Rund 43.000 Stimmen hatte Bausewein geholt und somit dafür gesorgt, dass bei der SPD selbst Stadträte mit 389 Personenstimmen in den Stadtrat gewählt worden. Scheinkandidaturen wollen alle Parteien bei künftigen Wahlen ausschließen. Mal sehen, was daraus wird. Den beiden Beigeordneten des Oberbürgermeisters, die ebenfalls kandidiert hatten, blieb diese Verlegenheit dieses Mal Dank des Wählers erspart. Beigeordneter Uwe Spangenberg erhielt nur 360 Stimmen und damit auf der SPD-Liste Platz 17 (er wäre theoretisch der nächste Nachrücker) und die grüne Beigeordnete Katrin Hoyer erhielt 368 Stimmen und damit Platz 8 der Grünen Liste. In einer Woche wird sich der Stadtrat am 11. Juni konstituieren.
Der neue Fraktionsvorstand
Die CDU-Stadtratsfraktion hat sich schon heute Abend konstituiert. In unserer zweiten Zusammenkunft nach der Wahl haben wir den Fraktionsvorstand neu gewählt. Nachdem es im Vorfeld viele Spekulationen (insbesondere in der Presse) gab, wer für welche Funktion kandidiert, war heute Abend alles ganz unspektakulär. Vier von fünf Vorstandsmitgliedern kandidierten wieder und wurden in den gleichen Funktionen wieder gewählt. Ich freue mich als alter und neuer Fraktionsvorsitzender über das Vertrauen meiner Fraktion. Als meine Stellvertreter werden Thomas Pfistner und Jörg Kallenbach weiter im Amt sein und als Beisitzer wurde Heiko Vothknecht wieder gewählt. Neu im Vorstand ist die CDU Kreisvorsitzende Marion Walsmann als Beisitzerin. Alle Wahlen erfolgten ohne Gegenstimmen (war in der Vergangenheit nicht immer so) und insofern sehe ich die Fraktion in großer Einigkeit die kommunalpolitischen Aufgaben angehen.  

Verspäteter Vatertag und Kindertag

Schon erntereif…
Der Vatertag fiel diese Woche ja leider ins Wasser. Dauerregen verhinderte die traditionelle Motorradtour mit meinem Sohn, aber dafür waren wir beim Streetlight-Musical. Aber ich hatte am Donnerstag meinem Sohn versprochen, dass wir die Bike-Tour am Wocheende nachholen und das haben wir am Samstag auch getan. Vor dem Vergnügen kommt aber immer erst die Arbeit und so war neben dem Bike-Putzen auch endlich die Balkon- und Terrassengestaltung angesagt – nicht so sehr mein Lieblingsding, aber ich habe meiner Lebensgefährtin wenigstens geholfen. Beides sieht jetzt wieder wunderschön frühlingshaft aus – auch wenn ich nur einen kleineren Teil dazu beigetragen habe 🙂 Am Nachmittag ging es dann auf Rundtour entlang der Fahnerschen Höhen. In Kleinfahner sind schon die Kirschen erntereif – wir haben ein paar gepflückt und ich hoffe die Obstbauern verzeihen uns dies. In Herbsleben haben wir dann aber den Spargel ordentlich gekauft, genauso wie die Erdbeeren in Döllstädt. Nach über 100km waren wir wieder zurück vom Beutezug durch Thüringen.
Meine beiden großen Jungs in der Thüringenhalle
Am Samstagabend ging es mit der Familie in die Thüringenhalle. Mein ältester Sohn Maximilian hatte mit seiner Trommlergruppe Tympanus Forte den großen Showauftritt des Jahres. Die Halle war brechend voll und die Fans waren begeistert. Seit über 10 Jahren trommelt mein Sohn nun schon und ich kann mich noch an die erste Show am 1. Oktober 2005 in der alten Oldtimerhalle erinnern. Damals war ich genauso stolz auf ihn, wie seine Mama und das war ich auch bei jeder der jährlich folgenden Shows. Heute fügte sich nun der eigentliche internationale Kindertag an, nachdem es gestern mehr ein Vater-Kind-Tag war. Vormittags ausgiebig brunchen, danach zum Beach-Cup des SWE Volley-Teams und am Nachmittag zur Kindertagsfeier – so war das Sonntagsprogramm. Bei der Kindertagsfeier war ich wieder gerne dabei, in diesem Jahr allerdings ohne meinen kleinsten Sohn, der gerade mit seiner Mama zur Kur gefahren ist. Letztes Jahr war er auch mit und freute sich damals über die Tänze und bunten Kleider der vietnamesischen Kinder. Der Vietnam Verein Erfurt-Thüringen hat gemeinsam mit dem Frauen und Kinder Verein Erfurt-Thüringen das große Fest organisiert und sogar die 1. Sekräterin der Vietnamesischen Botschaft Frau Thi Bich Thao Nguyen war extra aus Berlin angereist. Ich habe aufgehört zu zählen, wie oft ich schon bei den Erfurter Vietnamesen zu Gast war. Vor vielen Jahren hat Frau Bui Thi Xuan den Kontakt geknüpft. Bei meinem heutigen Grußwort habe ich daran erinnert. Uns verbindet der Stolz auf unsere Kinder und wir wollen das Beste für ihre Zukunft, dies ist mir dieses Wochenende wieder einmal sehr bewußt geworden. Ich bin wahnsinnig stolz auf meine drei Söhne, sie haben alle gut ihren Weg ins Leben gefunden und ich bin mir sehr sicher, dass sie ihn gut weitergehen.

Stadtratswahl in Erfurt beendet – oder doch noch nicht?

§ 47 der Thüringer Kommunalwahlordnung
Wer geglaubt hatte, dass die Stadtratswahl vom vergangenen Sonntag in Erfurt heute mit der Sitzung des Wahlausschusses seinen Abschluss gefunden habe, sieht sich möglicherweise getäuscht. Der Erfurter Serie „Pleiten, Pech und Pannen“ bei der Kommunalwahl wurde ein neues Kapitel hinzugefügt. Bei der abschließenden Beratung des Ergebnisses der Stadtratswahl verweigerten zwei von vier Mitgliedern des Wahlausschusses die Zustimmung. Lediglich der Wahlleiter und der SPD-Vertreter stimmten zu, der CDU-Vertreter stimmte gegen die Feststellung und die Vertreterin der Linken enthielt sich der Stimme. Damit tritt das Ergebnis zwar in Kraft, aber ein juristisches Nachspiel scheint durchaus noch möglich. Nachdem es schon während der Kommunalwahlen diverse Pannen gab (Stimmzettel zur Ortsteilratswahl wurden vergessen zu versenden, die verschickten Stimmzettel hatten die falsche Farbe, der Wahlleiter behauptete wochenlang via Pressemitteilung es gäbe 291 Stadtratskandidaten – obwohl es 293 waren und schließlich lag in Erfurt auch 24 Stunden nach Schließung der Wahllokale kein Ergebnis vor), ging es heute munter weiter. 13 Uhr begann die öffentliche, am Ende vierstündige Sitzung, des Wahlausschusses. Die Bestätigung der Europawahl und der Ortsteilbürermeister klappte noch. Als es aber an die Stadtratswahl ging, wurden die anstehenden Fragen dem Wahlleiter sichtlich unangenehm. Er erklärte zu Beginn, dass 500 der rund 19.000 Briefwahlunterlagen für ungültig erklärt wurden, weil beide Stimmzettel in einem Unschlag steckten. Zudem wurden 2.697 Stimmzettel durch die Wahlvorstände als ungültig erklärt. Die Nachfrage bzw. Bitte eines Vertreters des Wahlausschusses diese Stimmzettel zu prüfen, wurde vom Wahlleiter abgelehnt. Die Stimmzettel seien in versiegelten Beutel und dürften nur bei gemäß §47 ThürKommunalwahlordnung begründeten Fällen nachgezählt werden. Um diese Aussage entwicklte sich eine stundenlange Diskussion. Mitglieder von Wahlvorständen hatten zuvor berichtet, dass bei der Wahlschulung durchaus mißverständliche Aussagen getroffen wurden, wann ein Stimmzettel ungültig sei. Ich habe die Diskussion durchaus verstanden und war entsetzt darüber, wie der Wahlleiter Bedenken von Mitgliedern des Wahlausschusses versuchte, vom Tisch zu fegen. Als eines der Mitglieder des Wahlausschusses eine Sitzungsunterbrechung beantragte und er dies ablehnte, verstieg er sich zu der Aussage „Sie müssen doch wissen, was sie entscheiden können“. Wenn bei 56.689 Stimmzetteln 2.697 Stimmzettel für ungültig erklärt werden und dies den Wahlleiter nicht wirklich interessiert, halte ich dies für einen Fall für die Kommunalaufsicht. In den kommenden Tagen werden wir rechtliche Konsequenzen prüfen. Ob der Wahlausschuss berechtigt ist eine Einsichtnahme in die Stimmzettel zu fordern und ob der geschilderte Sachverahlt „gewichtige Gründe“ gemäß §47 ThürKO darstellt, werden glücklicherweise Andere klären können, als der Erfurter Wahlleiter. Das Ergebnis der Erfurter Stadtratswahl wurde heute zwar per Mehrheitsbeschluss festgestellt – ob es dabei bleibt, werden wir noch sehen!

Streetlight – The Musical

Gen Rosso mit der SBBS 7
Zum Abschluß einer Projektwoche von Schülerinnen und Schülern der SBBS Walter-Gropius präsentierten die Berufsschüler gestern Abend und ein zweites Mal heute Vormittag das Ergebnis auf der großen Bühne der Sporthalle der SBBS 7. Die Aufführung des Musicals Streetlight vor hunderten von Zuschauern war ein Wahnsinnserfolg und sorgte für ungeteilte Begeisterung. Zum Vatertag war ich heute sehr gerne mit meinem Sohn Jonas bei der Aufführung zu Gast. Meine Lebensgefährtin hatte in den letzten Tagen mit ihren Kolleginnen Schulsozialarbeiterinnen und den Lehrerinnen und Lehrern das Projekt begleitet. Das Musical-Projekt „Stark ohne Gewalt“ ist in fünf Jahren an über 60 Jahren gelaufen und hat 20.000 Jugendliche und Lehrer einbezogen. Die internationale Band Gen Rosso studiert dabei mit den Jugendlichen an mehreren Tagen das Musical ein und präsentierte es mit ihnen gemeinsam. Dabei spielt es keine Rolle ob die Jugendlichen Bühnen-, Tanz- oder Gesangserfahrungen haben – sie sollen ihre Stärken heraus arbeiten und Selbstbewusstsein gewinnen. Bassierend auf dem Heidelberger Kompetenz Training soll das Projekt StarkmacherSchule Schülerinnen und Schüler am Übergang Schule Beruf besonders fördern. Gefördert und massgeblich finanziert wird das Ganze aus Mitteln des ESF und des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Das Musical Streetlight kam mit Gen Rosso 2002 erstmals nach Deutschland und erzählt die Geschichte von Charles Moats, einem Afroamerikaner, der 1969 vor seiner Haustür in Chicago erschossen wurde. Neben den Profis von Gen Rosso wirkten 230 Schülerinnen und Schüler mit, sie tanzten, sangen und organisierten Licht und Technik. Das Ergebnis war ein wunderschöner Vormittag und ganz sicher langfristig ein erheblicher Beitrag, zur Stärkung des Selbstbewusstseins der Jugendlichen. Mit Valerio Gentile, Manager von Gen Rosso, und Mathias Kaps, Vorstand von Starkmacher e.V., konnte ich mich nach der Aufführung über das Projekt unterhalten. Von Brasilien bis China war Gen Rosso damit schon erfolgreich – in China sogar vor 3.000 Zuschauern in einer Fabrik. Ich würde mich freuen wenn ich helfen könnte, eine Wiederholung in Thüringen anzuschieben. Wir haben verabredet, dies bei Gelegenheit in Mannheim, dem Sitz von Starkmacher e.V. weiter zu besprechen. Ein großes Dankeschön an alle Mitwirkenden des heutigen Tages, an Unterstützer und an die Walter-Gropius-Schule. Passend zum heutigen Vatertag waren sowohl Vater, als auch Sohn begeistert. Die ursprünglich geplante Motorradtour die ich am Vatertag traditionel mit meinem ältesten und seit einigen Jahren mit meinem zweitältesten Sohn unternehme fiel heute wegen Regenwetter aus. Aber wir werden sie am Wochenende nachholen, da soll wieder die Sonne scheinen 🙂 Bilder der Aufführung Artikel in der TA Streetlight im MDR  

Ein guter Tag für die Pflege in Berlin und Weimar

Mit Frank-Michael Pietzsch und Antje Tillmann
Heute hat die Bundesregierung einen weiteren Schritt zur Verbesserung im Pflegebereich gemacht. Mit der Beschlussfassung des Reformgesetzes in erster Lesung wurde die Zusage eingelöst die Pflegesituation in Deutschland zu verbessern. Zwei Milliarden Euro sollen künftig jährlich zusätzlich in die Pflege investiert werden. Mehr Personal in der Pflege und die Unterstützung der Angehörigen bei der Kurzzeit- und Verhinderungspflege stehen im Mittelpunkt der Beschlüsse. Zur Finanzierung sollen die Beitragssätze in der Pflegeversicherung um 0,3 Prozentpunkte angehoben werden. Heute Nachmittag war ich in Weimar-Legefeld zu Gast. Dort wurde das Richtfest für ein neues Alten- und Pflegeheim vom Trägerwerk Soziale Dienste gefeiert. Das letzte Mal war ich in Legefeld im Park-Inn-Hotel nur zweihundert Meter entfernt und da stand dort nur das benachbarte Betreute Wohnen des TWSD. Inzwischen ist das Pflegeheim hochgewachsen und wird voraussichtlich noch in diesem Jahr eingeweiht. Das Heim wird 48 Bewohnern in vier Wohngruppen Platz bieten. Zum heutigen Richtfest spielte zwar das Wetter nicht mit, aber die künftigen Bewohner hatten trotzdem ihre Freude am Frühlingsprogramm der Grundschule. Weimars Oberbürgermeister Stefan Wolf, Bundestagsabgeordnete Antje Tillmann und Thüringens ehemaliger Sozialminister Frank-Michael Pietzsch waren unter den Gästen. Wolf verwies darauf, dass Weimar für Zuzüge sowohl von jungen als auch von älteren Menschen attraktiv ist. Für den Pflegebereich ist es wichtig, dass für alle Betreuungsformen Angebote vorhanden sind. Das Trägerwerk Soziale Dienste ist dafür der richtige Partner. Bilder aus Weimar  

The day after…

Unsere neue Fraktion
Zwei Tage nach der Kommunalwahl und einen Tag nach der Auszählung der Stimmen, ist es nun an der Zeit die Arbeit aufzunehmen. Das Wahlergebnis analysieren und die nächsten Schritte besprechen ist traditionell erster und wichtigster Tagesordnungspunkt für die Gremien der Parteien nach der Wahl. Der CDU-Kreisvorstand tat dies bereits am Montagabend und die neue CDU-Stadtratsfraktion traf sich heute Abend zu einer ersten Beratung. Eingeladen waren dazu auch die bisherigen Stadtratsmitglieder der Fraktion, die dem neuen Stadtrat nicht wieder angehören werden. Mein Dank als noch amtierender Fraktionsvorsitzender ging deshalb auch zuerst an diese Kolleginnen und Kollegen. Sie haben  über viele Jahre unsere Fraktion geprägt und wir werden sie auch zukünftig mit ihrer Fachlichkeit brauchen. Vielen Dank Magarete Hentsch, Jörg Schwäblein, Uwe Richter und Rainer Blasse, die alle wieder kandidiert hatten. Vielen Dank auch an Thomas Hutt und Sandra Tyroller, die aus familiären Gründen nicht noch einmal kandidiert haben. Ein Dank auch an alle, die sich der Wahl gestellt haben und engagiert im Wahlkampf um Stimmen geworben haben. Und einen Dank an die Mitarbeiter der Fraktionsgeschäftsstelle, die in ihrer Freizeit den Wahlkampf nach Kräften unterstützt haben. Ein herzliches Willkommen den neuen Fraktionskollegen! Unter den insgesamt 12 CDU-Stadträten sind sieben Neue, allerdings bringen die Kreisvorsitzende Marion Walsmann, die Bundestagsabgeordnete Antje Tillmann und der ehemalige Beigeordnete und Bürgermeister Dietrich Hagemann schon Stadtratserfahrungen mit. Zum ersten Mal im Stadtrat sind Michael Hose, Dominik Kordon, Andreas Horn und Prof. Hans Pistner. Aus der alten Fraktion sind meine beiden Stellvertreter Thomas Pfistner und Jörg Kallenbach sowie Fraktionsvorstandsmitglied Heiko Vothknecht wieder der Fraktion an und auch Rowald Staufenbiel wurde wieder gewählt. Wir haben damit eine gute Mischung von erfahrenen Kommunalpolitikern und frischem Wind. Fachlich werden wir alle Themengebiete gut abdecken können. Bei der Abfrage der Arbeitsschwerpunkte stellte sich heute heraus, dass wir für jeden der bisherigen neun Fachausschüsse mindestens zwei kompetente Vertreter haben. Neben vielen organisatorischen Dingen haben wir auch über die Vorbereitung der Fraktionsvorstandswahl gesprochen. Bereits am kommenden Montag werden wir in der konstituierenden Fraktionssitzung den neuen Vorstand wählen. Ich habe meinen Fraktionskollegen heute gesagt, dass ich gerne wieder als Vorsitzender der Fraktion zu Verfügung stehe, wenn ich ihr Vertrauen erhalte. Auch die bisherigen Vorstandsmitglieder wollen wieder kandidieren. Da wir aber auch einige Funktionen neu besetzen müssen, werden auch sicherlich mehrere der neuen CDU-Fraktionäre mit Verantwortung übernehmen – auch dies ist ein wichtiges und gutes Signal. Am 10. Juni wird der Ältestenrat tagen und am 11. Juni wird sich der Stadtrat konstituieren. Wir haben die Arbeit schon aufgenommen.

24 Stunden Auszählungsmarathon

Warten, warten, warten…
Gestern um 18 Uhr schlossen auch in Erfurt die Wahllokale. Im Gegensatz zu allen anderen Kommunen in Thüringen stand aber in der Landeshauptstadt erst 24 Stunden später fest was gewählt wurde. Selbst die Oberbürgermeisterwahl in Kiew (immerhin mit rund 4,07 Millionen Einwohnern) mit Vitali Klitschko als Sieger (Herzlichen Glückwunsch!) war gestern Abend entschieden… In Erfurt hatte der Wahlleiter entschieden, dass am Sonntag nur die Europawahl und die Ortsteilbürgermeisterwahl ausgezählt wird und die Stadtratswahl erst am Montag. Gester Abend hatte sich die CDU zur Wahlauswertungsrunde neben dem Rathaus im FAM versammelt. Ab ca. 18.45 Uhr wurden die Koffer aus den Stimmbezirken von den Wahlvorständen angeliefert und wir begrüßten sie bis 21.30 Uhr jeden einzelnen mit großem Hallo. Dann stand das Europawahlergebnis fest.
Sitzverteilung
Heute hatte der Wahlleiter ab 11 Uhr zur Präsentation der Wahlergebnisse in den Ratssitzungssaal eingeladen. Schleppend bewegte sich die Zahl der 173 Stimmbezirke auf der Leinwand. Alle Fraktionen waren mit Vertretern da und Radio Frei bemühte sich den Tag zu füllen. Um 13.30 Uhr waren immernoch mehrere Stimmbezirke offen, aber wir wussten wenigstens schon, dass die CDU rund 2 Prozent gewonnen hat und die Linke auch. Hingegen lag die SPD bei rund 4 Prozent Verlusten.
Nachzählen…
Eigentlich wollte der Landeswahlleiter um 14 Uhr für Thüringen das Ergebnis verkünden – aber da zählte Erfurt noch. 17.30 Uhr waren erstmals alle 173 Stimmbezirke erfasst und wir konnten jubeln. 14 SPD-Mandate, 13 CDU-Mandate, 11 Linke und 5 Grüne waren die Ergebnisse der Fraktionen. Um 17.40 verschwand dieses Ergebnis wieder 172 Stimmbezirke blieben und einer wurde erneut gezählt. 18 Uhr dann das Ergebnis 15, 12, 11 und 5. Mich hätte es nicht überrascht wenn der Wahlleiter mit den Einzelergebnisses noch Stunden gebraucht hätte. Aber 18.30 Uhr war das dann auch geschafft. In den nächsten Tagen wird sich sicherlich der Landeswahlleiter mit dem Erfurter Ergebnis befassen müssen. Wir haben im Anschluss das Ergebnis im CDU-Kreisvorstand besprochen. Fünf CDU-Stadträte wurden wieder gewählt. Vier neue Stadträte kommen hinzu und drei, die bereits Stadtratserfahrungen (Marion Walsmann, Dietrich Hagemann und Antje Tillmann) mitbringen. Morgen wird sich erstmals die alte und die neue Fraktion treffen. 1993 bin ich das erste Mal in den Stadtrat gewählt worden bzw. nachgerückt. Seit 2002 bin ich nun kontinuierlich dabei und mit 7.529 Stimmen habe ich dieses Mal den zweiten Platz verteidigt, nachdem ich vor fünf Jahren 6.405 Stimmen hatte. Vielen Dank an die vielen Menschen, die mich unterstützt haben, ich werde die Unterstützung in den nächsten Monaten weiter benötigen. Herzlichen Glückwunsch allen Gewählten und ein großes Dankeschön allen Kandidaten der CDU, die gut gekämpft haben! Die Ergebnisses in Erfurt  

Erfreuliche Ergebnisse bei der Stadtratswahl in Erfurt

Die CDU-Fraktion zeigt sich hoch erfreut über das heutige Ergebnis der Stadtratswahl und dem damit verbundenen Zugewinn an Sitzen im Erfurter Stadtrat. Damit ist die CDU-Fraktion erneut zweitstärkste Kraft im Erfurter Stadtparlament und sieht sich in ihrer Oppositionsarbeit der vergangenen Jahre bestätigt. „Die 2,1 Prozentpunkte Zugewinn und dem damit verbundenen zusätzlichen Mandat sind für uns klarer Wählerauftrag, die konstruktive Sacharbeit der letzten fünf Jahre fortzusetzen. Wir bedanken uns ausdrücklich bei allen Wählerinnen und Wählern für das entgegengebrachte Vertrauen“, erklärte der Fraktionsvorsitzende Michael Panse.

Football-Weekend der Indigos

Flag-Jugend in Halle
Das Wochenende war zwar vom Wahlkampf geprägt, aber ich habe sowohl Samstag als auch Sonntag mit der Familie eine Football-Auszeit genommen. Am Samstag hatte mein Sohn ein Auswärtspunktspielturnier mit seiner Flag-Jugend der Erfurt Indigos in Halle/Sachsen-Anhalt. In Halle gingen es gegen die anderen Teams aus Magdeburg, Werningerode, Halle und Leipzig. Mit der ganzen Familie sind wir daher am Geburtstag meiner Lebensgefährtin in das Land der Frühaufsteher in die Saalestadt gefahren. Bestes Footballwetter gab es, aber leider dieses Mal kein gewonnenes Spiel für unsere Jungs. Ich war aber wahnsinnig stolz auf meinen Sohn Jonas, der seit einem Jahr Football trainiert und eine tolle Entwicklung genommen hat. Samstagabend haben wir sowohl den Geburtstag gefeiert, als auch das erste Turnier – und natürlich wurde dazu wie in Thüringen üblich Fleisch gegrillt. Am heutigen Sonntagvormittag gab es zwei schöne und wichtige Termine. Erst waren wir zur Konfimation des Sohnes meiner Ex-Gattin in der Andreaskirche. Ich bin sehr froh, dass wir uns gut verstehen, gemeinsam für den Volleyball engagieren, miteinander feiern und die Kinder gut befreundet sind.
Erfurt Indigos – Berlin Kobras
Als zweiter Termin stand der Besuch im Wahllokal vor der Konfirmationsfeier an. Vor 25 Jahren hätten wir viel darum gegeben frei wählen zu dürfen, deshalb fehlt mir das Verständnis wenn sich heute politisch denkende Menschen der Wahl verweigern, aber am Tag nach der Wahl mit kritischen Anmerkungen glänzen. Noch warten wir auf das Wahlergebnis. Danach werden wir einmal kräftig durchatmen und dann beginnt schon der Landtagswahlkampf. Football gab es am Nachmittag auch noch einmal. Die großen Erfurt Indigos spielten ihr erstes Heimspiel gegen die Berlin Kobras und gewannen bei bestem Footballwetter ganz klar vor rund 300 Zuschauern. Glückwunsch, weiter so! Let´s go Indigos! Fotos der Flag-Jugend aus Halle Fotos vom Spiel der Indigos gegen die Kobras

Wählen gehen!

Vor genau 25 Jahren standen auch gerade Wahlen an. In der damaligen DDR wurde gewählt und das Ergebnis stand vorher fest. Wahlbeteiligung und Wahlergebnis waren vorgegeben und auch Beobachter der Auszählungen konnten daran nicht ändern. In Erfurt waren damals in gut einem Dutzend Wahllokalen engagierte Bürger bei der Auszählung dabei. Schon sie zählten mehr Gegenstimmen, als am Ende in der Stadt angegeben wurden. Anzeigen wegen Wahlfälschung führten zwar zu nichts, aber die Wahlfälschungen vom Frühsommer 1989 waren dann doch mit einer der Tropfen, die das Fass zum Überlaufen brachten. Morgen stehen wieder Wahlen an. Seit der Wende habe ich jeden Wahlkampf aktiv mitgemacht. Die Wahlen zur letzten frei gewählten Volkskammer und die Kommunalwahlen im Frühjahr 1990 machte ich noch für den Demokratischen Aufbruch und danach alle für die CDU. 1993 rückte ich im Ergebnis der Kommunalwahl von 1990 in den Erfurter Stadtrat nach und ab 2002 gehöre ich dem Stadtrat durchgängig an. In den letzten Wochen haben wir wieder für unsere Positionen geworben und ich bin gespannt, wie es ausgehen wird. Mein wichtigstes Anliegen ist, dass morgen viele Menschen wählen gehen. Wir haben 1989 freie und geheime Wahlen gefordert. Wer heute aus Bequemlichkeit oder anderen Gründen nicht wählen geht muss keine Sanktionen befürchten. Aber er gehört dann auch nicht zu denjenigen, die unsere Gesellschaft mitgestalten. Passiv abseits stehen und über alles klagen, ändert nichts. Ich habe wie alle unsere Kandidaten in den letzten Wochen um Stimmen geworben. Auf Platz 2 der Liste 1 kandidiere ich morgen für den Stadtrat.